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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 87, Zeilen: 7-36, 101, 103-105
Quelle: Krause 2000
Seite(n): 16-17, Zeilen: 16:23-36; 17:14-21, 28-29, 32-36
Immer mehr wurde deutlich, dass Milošević keinerlei Vertrauen in die Durchsetzungskraft der westlichen Diplomatie hatte, nur so konnte die geradezu zynische Verhöhnung gedeutet werden. In kaum verhüllter Form ließ er deutlich werden, dass er das Albanerproblem im Kosovo auf seine Art und Weise lösen werde.169

Das Scheitern des Rambouilett-Vertrages sowie die Zuspitzung der Ereignisse vor Ort führten dazu, dass die NATO am 24. März mit der Bombardierung von Zielen im Kosovo sowie in BR Jugoslawien begann. Damit sollte Milošević zur Annahme des Friedensplanes von Rambouillet sowie zur Einstellung der Gewalttaten gegen die Albaner, insbesondere der Massenvertreibung gezwungen werden. Die Aktion erfolgte auf der Basis der oben dargestellten Beschlüsse vom Oktober 1998, obwohl sich die Lage zweifelsohne verändert hatte. Die Bundeswehr wirkte mit Tomado-Kampfflugzeugen zur Niederhaltung der jugoslawischen Luftabwehr mit. Aus primär innenpolitischen Gründen hatte sich der amerikanische Präsident Clinton noch vor Beginn der Luftoperation darauf festgelegt, keine Bodentruppen in das Kosovo zu schicken. Auch die deutsche Bundesregierung lehnte, ebenso wie die Opposition dies kategorisch ab. Diesen entscheidenden Schwachpunkt des Vorgehens der NATO nutzte Milosevic gezielt aus. Er konnte sich ausrechnen, dass die Vertreibung der Kosovo-Albaner nicht mit einem Bodeneinsatz der NATO-Truppen beantwortet werden körnte. Die NATO hatte sich, begleitet von kontroversen öffentlichen Diskussionen, selbst gefesselt und damit einen schweren strategischen Fehler begangen. Anfang April war absehbar, dass sich die Situation aus der Sicht der NATO zunehmend als verfahren darstellte. Die fortgesetzten Luftangriffe erzielten auf Grund des geschickten strategischen Verhaltens der BR Jugoslawiens nicht an nähernd die gewünschte Wirkung. Bald wurden Stimmen laut, wonach die NATO den Krieg im Kosovo „verloren hätte“.170 Die Reaktion der Allianz war erstaunlich einfallslos. Außer einer Fortsetzung des Bombardements sah man keine anderen Mittel, wobei die Entschlossenheit auf Seiten Frankreichs deutlich geringer war als in London oder Washington.171


169 Vgl. Milosevic verhöhnt und beschimpft OSZE-Chef Vollebaek, in: SZ vom 12.03. 1999; siehe auch: Krause, a.a.O. (Anm. 129), S. 411

170 Vgl. Christoph Bertram, Die NATO und der Frieden - Geschichte eines Versagens, in: Die Zeit vom 31. 03. 1999; siehe auch: Krause, a.a.O. (Anm. 129) S. 412 f.

171 Karl Feldmayer, Die Furcht vor dem Gesichtsverlust, in: FAZ vom 21. 04. 1999

[Seite 16, Zeilen 23-36]

Daß Milosevic keinerlei Erwartungen mehr an die westliche Diplomatie hegte und alle Brücken abgebrochen hatte, zeigte sich in der ersten März-Hälfte, als verschiedene westliche Außenminister und Politiker – unter ihnen der deutsche Außenminister Joschka Fischer – geradezu zynisch von ihm verhöhnt wurden und er ihnen gegenüber in kaum verhüllter Form deutlich werden ließ, daß er das Albanerproblem im Kosovo auf seine Art und Weise lösen werde.50

Das Scheitern des übereilten Rambouillet-Vertrages sowie die Zuspitzung der Ereignisse vor Ort führten dazu, daß die NATO am 24. März 1999 mit der Bombardierung von Zielen im Kosovo sowie in Rest-Jugoslawien begann. Damit sollte Jugoslawien zur Annahme des Friedensplanes von Rambouillet sowie zur Einstellung der Gewalttaten gegen die Albaner, insbesondere der Vertreibung der Bevölkerung, gezwungen werden. Die Aktion erfolgte auf der Basis der Beschlüsse vom Oktober 1998, obwohl sich die Lage seither verändert hatte. Die Bundeswehr wirkte mit vier Tornado-Kampfflugzeugen an der Niederhaltung der jugoslawischen Luftabwehr mit.

[Seite 17, Zeilen 14-21]

- Aus primär innenpolitischen Gründen hatte sich der amerikanische Präsident noch vor Beginn der Luftoperation darauf festgelegt, keine Bodentruppen zur Erzwingung des Rambouillet-Abkommens in das Kosovo zu schicken. Die Bundesregierung wie auch die Oppositionsparteien lehnten den Einsatz von Bodentruppen ebenso kategorisch ab. Damit konnte sich Milosevic ausrechnen, daß die Vertreibung der Kosovo-Albaner nicht mit einem Bodeneinsatz von NATO-Truppen beantwortet werden würde. Er konnte ungestraft zu seinem Gunsten eskalieren, die NATO hatte sich selbst gefesselt und damit eine wesentliche Grundregel der strategischen Weisheit mißachtet.

[Seite 17, Zeilen 28-29]

Anfang April 1999 war absehbar, daß die Situation aus Sicht der NATO völlig verfahren war. Die Luftangriffe wurden fortgesetzt, aber sie erzielten nicht die gewünschte Wirkung.

[Seite 17, Zeilen 32-36]

Schon wurden Stimmen laut, wonach die Nato den Krieg im Kosovo “verloren hätte”.52 Erstaunlich einfallslos war die Reaktion sowohl in Washington wie in London und Paris: außer einer Fortsetzung des Luftkrieges sah man dort kein anderes Mittel, wobei die Entschlossenheit auf Seiten Frankreichs deutlich geringer ausfiel als in London oder Washington.53


50 Vgl. “Milosevic verhöhnt und beschimpft OSZE-Chef Vollebaek”, in: SZ vom 12.3.1999.

52 Vgl. Christoph Bertram, “Die NATO und der Frieden – Geschichte eines Versagens”, in: Die ZEIT Nr. 14 vom 31.3.1999.

53 Vgl. Karl Feldmeyer, “Die Furcht vor dem Gesichtsverlust”, in: FAZ vom 21.4.1999.

Anmerkungen

Der Verweis auf die eigentliche Quelle wird hinter übernommenen Quellenangaben fast schon "versteckt", sodass auf gar keinen Fall ersichtlich wird, dass auf dieser (vielen der vorangegangenen und den Folgeseiten) im wesentlichen Material aus Krause (2000) fast unverändert verarbeitet wurde.

Übernahmen inhaltlicher Art bzw der Formulierungen sind nicht kenntlich gemacht.

Sichter
(Graf Isolan), Guckar

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