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Jkr/Fragment 104 12

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 104, Zeilen: 12-30
Quelle: Giersch 2000
Seite(n): 448, 449, Zeilen: 448: 26ff; 449: 1ff
Ein überraschendes Treffen Holbrookes mit mehreren UÇK-Kommandanten in Junik am 24. Juni ergab, dass die Rebellen entschlossen waren, ihren Unabhängigkeitskampf fortzusetzen. Ganz offensichtlich fehlte ein Konzept zur Einbindung der „Befreiungsarmee“ in die Suche nach einer Konfliktlösung. Das vermeintliche Erstarken der zu jenem Zeitpunkt in Brüssel immer noch als Terrororganisation angesehene UÇK kam im Gegenteil unerwünscht, weil es den westlichen Autonomieplänen für Kosovo entgegenwirkte. Jedenfalls wurde das Säbelrasseln der NATO gegenüber Jugoslawien reduziert, stattdessen stellte die Allianz klar, dass sie nicht als „Luftwaffe“ für die Rebellen agieren würde.206

Tatsächlich war die UÇK personell und ausrüstungsmäßig wie dargelegt viel zu schwach, um die angeblich bis zu vierzig Prozent „befreite Gebiete“ in Kosovo halten zu können. Durch den Stimmungsumschwung in der NATO dürfte sich Milosevic zu einer diesmal massiven Gegenoffensive ab Mitte Juli 1998 ermuntert gefühlt haben. Innerhalb kürzester Zeit verloren die Rebellen wichtige Hochburgen in Kosovo, wobei der Fall von Malisheva am 28. Juli als der eigentliche, Wendepunkt im Kriegsgeschehen gilt.207 Während das serbische Militär ein albanisches Dorf nach dem anderen zerstörte und sich ein Flüchtlingsdrama großen Ausmaßes anbahnte, blieb die NATO zunächst untätig.


206 Steven Lee Myers, NATO Threat to Intervene in Kosovo Faides as Rebels Succeed, in: New York Times vom 16. 07. 1998

201 Stefan Troebst, The Kosovo war, round one: 1998, Südosteuropa 3-4, 1999, S. 156-190

Ein überraschendes Treffen Holbrookes mit mehreren UÇK-Kommandanten in Junik am 24. Juni ergab, dass die Rebellen entschlossen waren, ihren Unabhängigkeitskampf fortzusetzen. Ganz offensichtlich fehlte ein Konzept zur Einbindung der UÇK in die Suche nach einer Konfliktlösung. Das vermeintliche Erstarken der UÇK kam im Gegenteil unerwünscht, weil es den westlichen Autonomieplänen für Kosovo entgegenwirkte. Das Säbelrasseln der NATO gegenüber Jugoslawien klang vorerst ab, statt dessen stellte die Allianz klar, dass sie nicht als Luftwaffe für die Rebellen agieren würde.17

In Wirklichkeit war die UÇK personell und ausrüstungsmäßig viel zu schwach, um die angeblich bis zu vierzig Prozent „befreiten Gebiete“[sic!] in Kosovo halten zu können. Durch den Stimmungsumschwung in der NATO

[Seite 449]

dürfte sich Milosevic zu einer diesmal massiven Gegenoffensive ab Mitte Juli 1998 ermuntert gefühlt haben. Innerhalb kürzester Zeit verloren die Aufständischen wichtige Hochburgen, wobei der Fall von Malisheva am 28. Juli als der eigentliche Wendepunkt gilt.18 Während das serbische Militär ein albanisches Dorf nach dem anderen zerstörte und sich ein Flüchtlingsdrama großen Ausmaßes anbahnte, blieb die NATO zunächst untätig.


17 Steven Lee Myers, NATO Threat to Intervene in Kosovo Faides as Rebels Succeed, New York Times 16.7.1998.

18 Troebst (wie Anm. 10), S. 178.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), JustusHaberer

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