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Jkr/Fragment 105 01

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 105, Zeilen: 1-25, 103-108
Quelle: Giersch 2000
Seite(n): 449, Zeilen: 7-34, 101-105
Am 3. August hatte das US-Außenministerium lediglich bekannt gegeben, der NATO-Rat habe eine Reihe von Optionen für ein militärisches Eingreifen als Grundlage für weitere Detailplanungen gebilligt. Dabei handelte es sich im Wesentlichen um mögliche Luftoperationen.209 Eine konkrete Warnung wurde nicht ausgesprochen. Auch von der Stationierung von NATO-Kräften in der Region war nicht mehr die Rede. Die Bodenmanöver, welche die NATO im Rahmen des Programms „Partnerschaft für den Frieden“ im August in Albanien und im September in Mazedonien durchführte210, dienten sicher der Stabilisierung dieser Nachbarländer und dem Training multinationaler Friedensoperationen. Eine abschreckende Wirkung auf die serbische Gewalteskalation im Kosovo hatten diese Übungen aber nicht. Mit einer diplomatischen Mission versuchte derweil der amerikanische Botschafter in Mazedonien, Christopher Hill im August/September 1998 die Voraussetzungen für eine politische Beilegung des Konflikts zu schaffen. Immerhin die Bildung eines albanischen Verhandlungsteams zu schaffen. Wegweisend war auch die Überlegung, zunächst eine Übergangsvereinbarung für das Kosovo vorzusehen. Dennoch gingen die Vermittlungsbemühungen ohne eine Beteiligung der U£K an der Realität des Krieges vorbei.

Am 4. September veröffentlichte der UN-Generalsekretär Kofi Annan einen schonungslosen Bericht über die Situation im Kosovo.211 Danach waren inzwischen etwa 230.000 Kosovo-Albaner vertrieben worden. Von den Binnenflüchtlingen wurden 50.000 schutzlos in den Bergen und Wäldern vermutet. Diese seien besonders hilfsbedürftig und drohten im herannahenden Winter in ernste Lebensgefahr zu geraten. Annan verhehlte nicht, dass er Belgrad und die serbischen Sicherheitskräfte für die humanitäre Katastrophe verantwortlich machte.


209 Steven Erlanger, NATO approval renews threat o f force in Kosovo, in: New York Times, 04. 08. 1998

210 Exercise Cooperative Assembly 98, NATO Press Release, 6 August 1998/Exercise Cooperative Best Effort 98, NATO Press Release, 3 September 1998, in: Weller, a.a.O. (Anm. 204), S. 277

211 Report of the Secretary-General Prepared Pursuant to Security Council Resolution 1160

Am 3. August gab das US-Außenministerium als Erinnerung an Milošević lediglich bekannt, der NATO-Rat habe eine Reihe von Optionen für ein militärisches Eingreifen als Grundlage für weitere Detailplanungen gebilligt. Nach Informationen der New York Times handelte es dabei im Wesentlichen um mögliche Luftoperationen.19 Eine konkrete Warnung wurde nicht ausgesprochen. Auch von der Stationierung von NATO-Kräften in der Region war nicht mehr die Rede. Die Bodenmanöver, welche die NATO im Rahmen des Programms „Partnerschaft für den Frieden“ vom 17. bis zum 22. August in Albanien und vom 10. bis zum 18. September in Makedonien durchführte20, dienten sicher der Stabilisierung dieser Nachbarländer und dem Training multinationaler Friedensoperationen; eine abschreckende Wirkung auf die serbische Gewalteskalation in Kosovo konnten diese Übungen aber nicht haben.

Im Hintergrund versuchte der amerikanische Botschafter in Makedonien, Christopher Hill, im August/September 1998 unverdrossen, Voraussetzungen für eine politische Beilegung des Kosovo-Konfliktes zu schaffen. Immerhin gelang die Bildung eines albanischen Verhandlungsteams und wegweisend war auch die Überlegung, zunächst eine Übergangsvereinbarung für Kosovo vorzusehen. Dennoch gingen die Vermittlungsbemühungen ohne eine Beteiligung der UÇK an der Realität des Krieges in Kosovo vorbei.

III. Das „Oktober-Ultimatum“

Am 4. September veröffentlichte UN-Generalsekretär Kofi Annan einen schonungslosen Bericht über die Situation in Kosovo.21 Demnach waren inzwischen etwa 230.000 Kosovo-Albaner vertrieben worden. Von den geschätzten 170.000 Binnenflüchtlingen wurden 50.000 schutzlos in den Bergen und Wäldern vermutet. Diese seien besonders hilfsbedürftig und drohten im herannahenden Winter in ernste Lebensgefahr zu geraten. Annan verhehlte nicht, dass er Belgrad und die serbischen Sicherheitskräfte für die humanitäre Katastrophe verantwortlich machte.


19 Steven Erlanger, NATO approval renews threat of force in Kosovo, New York Times 4.8.1998.

20 Exercise Cooperative Assembly 98, NATO Press Release, 6 August 1998/Exercise Cooperative Best Effort 98, NATO Press Release, 3 September 1998, in: Weller, S. 277.

21 Report of the Secretary-General Prepared Pursuant to Security Council Resolution 1160 (1998), 4 September 1998, a.a.O., S. 211-214 (S/1998/834).

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), Guckar

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