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Jkr/Fragment 116 07

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 116, Zeilen: 7-23
Quelle: Giersch 2000a
Seite(n): 505, 506, Zeilen: 505: 37; 506: 1-16
In der Vorladung der Kontaktgruppe war unter anderem die Rede davon, dass die Konfliktparteien zur Implementierung eines Abkommens eine von der internationalen Gemeinschaft als angemessen betrachtete „internationale Präsenz“ akzeptieren müssten. Die später so umstrittene NATO-geführte KFOR-Friedenstruppe wurde hier zwar, auch mit Rücksicht auf Russland nicht ausdrücklich erwähnt, die Option war aber in der Formulierung enthalten. Der britische Premierminister Tony Blair und der französiche Staatspräsident Jacques Chirac hatten jedenfalls schon die Bereitschaft ihrer Länder erklärt, Friedenstruppen zu stellen. Die Achsenbildung zwischen London und Paris war ganz unverkennbar. Beide Regierungen setzten anscheinend unter Umgehung der deutschen EU-Präsidentschaft den Konferenzort Rambouillet durch und übernahmen gleich die Leitung. Derart in eine Zuschauerrolle gedrängt, erreichte die Bundesregierung wenigstens, dass der bisherige Unterhändler Wolfgang Petritsch die operativen Verhandlungen für die gesamte EU führen sollte.245 Zusammen mit dem US-Botschafter Hill und dem russischen Beauftragten Boris Majorski bildete Petritsch die Verhandlungstroika der Kontaktgruppe.

245 Der EU-Verhandlungsfiihrer hat seine Erinnerungen zur Vorgeschichte und zum Ablauf der Konferenz von Rambouillet in seinem Buch Petritsch/Kaser/Pichler, Kosovo - Kosova, a.a.O. (Anm. 241) festgehalten. Das verhandelte Interimsabkommen ist dort im Anhang abgedruckt; siehe auch: Gunter Hofmann, Wie Deutschland in den Krieg geriet, in: Die Zeit, 12.05.1999

[Seite 505, Zeile 37]

Deutlicher als in den Grundprinzipien war in der Vorladung der Kontakt-

[Seite 506, Zeilen 1-16]

gruppe auch die Rede davon, dass die Konfliktparteien zur Implementierung eines Abkommens eine von der internationalen Gemeinschaft als angemessen betrachtete „internationale Präsenz“ akzeptieren müssten. Die später so umstrittene NATO-geführte Friedenstruppe wurde hier zwar - auch mit Rücksicht auf Russland - nicht ausdrücklich erwähnt, die Option war aber in der Formulierung enthalten. Blair und Chirac hatten jedenfalls schon die Bereitschaft ihrer Länder erklärt, Friedenstruppen zu stellen. Überhaupt war die Achsenbildung zwischen Paris und London in dieser Phase ganz unverkennbar. Die britische und französische Regierung setzten anscheinend unter Umgehung der deutschen EU-Präsidentschaft den Konferenzort Rambouillet durch und übernahmen auch gleich gemeinsam die Leitung. Derart in eine Zuschauerrolle gedrängt, erreichte die Bundesregierung wenigstens, dass der bisherige Unterhändler Petritsch die operativen Verhandlungen für die gesamte EU führen sollte.26 Zusammen mit dem US-Botschafter Hill und dem russischen Beauftragten Boris Majorski bildete Petritsch die Verhandlungstroika der Kontaktgruppe.


26 Gunter Hofmann, Wie Deutschland in den Krieg geriet, Die Zeit 12.5.1999.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), Guckar

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