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Jkr/Fragment 117 27

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 117, Zeilen: 27-38
Quelle: Meyer Schlotter 2000
Seite(n): 20, 21, Zeilen: 20: 17ff; 21:101ff
Die Serben lehnten eine Volksabstimmung aus der begründeten Sorge strikt ab, ihr Ergebnis werde zu einer völligen Abspaltung Kosovos führen. Auch ein Status analog zu dem Montenegros in der BR Jugoslawiens kam für sie nicht in Frage. Die Kosovo-Albaner bestanden auf einer Volksabstimmung nach einer Übergangsfrist und damit auf der Chance, die staatliche Unabhängigkeit zu erlangen. Die Stationierung ausländischer Truppen zur Überwachung des Friedensabkommens wollten die Serben aus Souveränitätsgründen nicht akzeptieren.249 Vor allem waren sie gegen die Stationierung von NATO-Soldaten, weil sie dann den Vertrag bei der Umsetzung nicht mehr in ihrem Sinne hätten interpretieren können. Die Kosovaren hatten hingegen ohne die Anwesenheit von NATO-Truppen kein Vertrauen in die Einhaltung des Vertrages durch die ser-[bische Seite.]

249 Später, nach Abbruch der Verhandlungen in Rambouillet und dem Beginn des Luftkrieges wurde in der deutschen Öffentlichkeit kontrovers darüber diskutiert, ob der zum amerikanischen Vertragsentwurf gehörende Annex B, in dem die NATO der multinationalen Implementierungsstreitmacht Bewegungsfreiheit auf dem gesamten Gebiet der BR Jugoslawien zugesichert haben wollte, eine Forderung war, die von der serbischen Seite nicht akzeptiert werden konnte. Wegen der grundsätzlichen serbischen Ablehnung einer internationalen Friedensstreitmacht wurde jedoch über diesen - aus serbischer Sicht zweifellos problematischen Annex erst gar nicht verhandelt. (Vgl. Dossier „Wie Deutschland in den Krieg geriet“, in: DIE ZEIT, vom 12. Mai 1999, S. 21.) Zum Text des Anhangs siehe Petritsch/Kaser/Pichler, a.a.O. (Anm. 241), S. XL und Dokument 4 im Dokumentenanhang dieser Arbeit, S. 425-431 [...]

- Die Volksabstimmung: Die Serben lehnten sie strikt ab aus der begründeten Sorge, ihr

Ergebnis werde zu einer völligen Abspaltung des Kosovo führen. Auch ein Status analog zu dem Montenegros in der Bundesrepublik Jugoslawien kam für sie nicht in Frage. Demgegenüber bestanden die Kosovo-Albaner auf einer Volksabstimmung nach der Übergangsfrist und damit auf der Chance, die staatliche Unabhängigkeit zu erlangen.

- Die Stationierung ausländischer Truppen zur Überwachung des Friedensabkommens: Die Serben waren aus Souveränitätsgründen prinzipiell dagegen, vor allem aber gegen NATO-Soldaten. Ihnen war klar, dass sie dann den Vertrag bei der Umsetzung nicht mehr in ihrem Sinne interpretieren könnten. Die Kosovaren hatten hingegen ohne die Anwesenheit von NATO-Truppen kein Vertrauen in die Einhaltung des Vertrages durch die serbische Seite.

[Seite 21]

59 Nach dem Beginn des Luftkrieges wurde in der deutschen Öffentlichkeit darüber gerechtet, ob der zum amerikanischen Vertragsentwurf gehörende Appendix B, in dem die NATO der multinationalen Implementierungsstreitmacht Bewegungsfreiheit auf dem gesamten Gebiet der Bundesrepublik Jugoslawien zugesichert haben wollte, eine Forderung war, die von der serbischen Seite nicht akzeptiert werden konnte. Wegen der grundsätzlichen serbischen Ablehnung einer internationalen Friedensstreitmacht wurde jedoch über diesen - aus serbischer Sicht zweifellos problematischen Appendix erst gar nicht verhandelt (Vgl.. Dossier „Wie Deutschland in den Krieg geriet”, in: DIE ZEIT vom 12. Mai 1999, S. 21.). Zu dessen Text s. Interim Agreement for Peace and Self- Government in Kosovo, 22. Februar 1999, Appendix B, Nr. 8, S.77 (http://www.balkanaction.org); eine dt. Übersetzung wichtiger Abschnitte findet sich in: Blätter für deutsche und internationale Politik, Jg. 44, Nr. 5, 1999, S. 611-630.

Anmerkungen

FN 249 befindet sich auf Seite 118.

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
Agrippina1

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