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Jkr/Fragment 118 09

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 118, Zeilen: 9-25
Quelle: Giersch 2000
Seite(n): 454, 455, Zeilen: 454: 36-40; 455: 1ff
Das Problem bestand letztlich darin, dass der Versuch einer autoritären Konfliktregulierung in Rambouillet diplomatisch und militärisch nicht ausreichend abgesichert war. Militärische Diplomatie sollte in der Lage sein, eine Konfliktpartei, die einem politischen Abkommen nicht zustimmen will, notfalls dazu zu zwingen. Die Vorstellung, allein die Androhung von NATO-Luftschlägen könnte Milošević dazu bringen, Kosovo aufzugeben, war reichlich gewagt. Die Friedenskonferenz geriet offenbar unter einen solchen Erfolgszwang, dass Milošević unterdessen in Verletzung der im Oktober getroffenen Vereinbarungen ungehindert seine Armee im und um das Kosovo aufmarschieren lassen konnte. Hinzu kam, dass Russland am 29. Januar in der Kontaktgruppe zwar die Vorladung zur Friedenskonferenz mitgetragen hatte, aber nicht die am nächsten Tag von der NATO ausgestoßene Gewaltdrohung. Es war von vorneherein klar, dass Russland in letzter Konsequenz kein Autonomieabkommen unterstützte, das die Serben nicht akzeptieren wollten, weil dann Luftangriffe drohten. Milošević durfte davon ausgehen, dass er bei einer Ablehnung des Friedensplans nicht völlig isoliert sein würde, und er konnte versuchen, den westlich-russischen [Gegensatz auszunutzen.] [Seite 454, Zeilen 36-40]

Das Problem bestand darin, dass der Versuch einer autoritativen Konfliktregulierung in Rambouillet diplomatisch und militärisch nicht ausreichend abgesichert worden war. Militärische Diplomatie sollte in der Lage sein, eine Konfliktpartei, die einem politischen Abkommen nicht zustimmen will, notfalls dazu zu zwingen. Die Vorstellung, allein

[Seite 455, Zeilen 1-8]

die Androhung von NATO-Luftschlägen könnte Milošević dazu bringen, Kosovo aufzugeben, war reichlich gewagt. Die Friedenskonferenz geriet offenbar unter einen solchen Erfolgszwang, dass Milošević unterdessen in Verletzung der im Oktober getroffenen Vereinbarungen ungehindert seine Armee in und um Kosovo aufmarschieren lassen konnte.

Hinzu kam, dass Russland am 29. Januar in der Kontaktgruppe zwar die Vorladung zur Friedenskonferenz mitgetragen hatte, aber nicht die am nächsten Tag von der NATO ausgestoßene Gewaltdrohung.

[Seite 455, Zeilen 12-17]

Russland würde in der letzten Konsequenz kein Autonomieabkommen unterstützen, das die Serben nicht akzeptieren wollten, weil dann NATO-Luftangriffe drohten. Milošević durfte davon ausgehen, dass er bei einer Ablehnung nicht völlig isoliert sein würde, und er konnte versuchen, den westlich-russischen Gegensatz auszunutzen.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), Guckar

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