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Jkr/Fragment 120 01

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 120, Zeilen: 1-26
Quelle: Giersch 2000a
Seite(n): 507, 508, Zeilen: 507: 19-25, 44; 508: 1-23
[Die endgültige Zusage Präsident Clintons für eine amerikanische Beteiligung mit 4.000 Soldaten erfolgte erst, nachdem er seine innenpolitischen Probleme einigermaßen in den Griff bekommen hatte und als er in dem wegen der] Lewinsky-Affäre gegen ihn laufenden Amtsenthebungsverfahrens am 12. Februar vom Senat freigesprochen worden war. Ein zusätzliches Problem war, dass Russland, wie dargestellt, gegen eine weitere NATO-Truppe auf dem Balkan war, obwohl es sich nach dem Vorbild der IFOR/SFOR in Bosnien an der Operation beteiligen sollte.

Dass die Serben zunächst nicht eindeutig für das Scheitern der Konferenz verantwortlich gemacht werden konnten, hatten sie dem ungeschickten Verhandlungsgebaren der albanischen Delegation zu verdanken. Diese versuchte bis zuletzt, die Forderung nach einem Referendum über den Endstatus Kosovos durchzusetzen. Vor allem aber wagte es Hashim Thaçi nicht, der unmissverständlichen Bestimmung im Vertragstext über die Demilitarisierung der UÇK zuzustimmen. Mit der drohenden Ablehnung der Albaner wurde der Anwendung militärischer Zwangsmittel der NATO gegen Jugoslawien die politische Grundlage entzogen. Diese Entwicklung bestätigte einmal mehr, dass man militärische Diplomatie nur dann erfolgreich anwenden kann, wenn man wenigstens eine der Konfliktparteien an seiner Seite weiß. Am Ende war es der EU-Vermittler Petritsch, der für die albanische Delegation einen gangbaren Ausweg fand. Die Albaner gaben am 23. Februar eine Schlusserklärung ab, in der eine Unterzeichnung des Abkommens nach zwei Wochen in Aussicht gestellt wurde, das heißt nach Rücksprache mit den politisch und militärisch Verantwortlichen in Kosovo.251 Die Kontaktgruppe unterbrach daraufhin den Rambouillet-Prozess bis zur Fortsetzung am 15. März in Paris, wo nur noch über die Aspekte der Implementierung des Vertragsentwurfs gesprochen werden sollte. Liest man dagegen den abschließenden Brief der serbischen Delegation, dann wird dort auch im Hinblick auf die Autonomiebestimmungen weiterer Verhandlungsbedarf angemeldet, wobei die strittigen Punkte in der ersten Fassung genau [aufgelistet waren.]


251 Petritsch/Kaser/Pichler, Kosovo - Kosova, a.a.O (Anm. 241), S. 308-309: [...]

[Seite 507, Zeilen 19-25]

Die endgültige Zusage Präsident Clintons von 4000 US-Soldaten erfolgte erst, nachdem er in dem wegen der Lewinsky-Affäre gegen ihn laufenden Amtsenthebungsverfahren (Impeachment) schließlich am 12. Februar vom Senat freigesprochen worden war. Ein ernsthaftes Problem war aber, dass Russland gegen eine weitere NATO-Truppe auf dem Balkan eingestellt war, obwohl es sich nach dem Vorbild der IFOR/SFOR in Bosnien an der Operation beteiligen sollte.

[Seite 507, Zeile 44]

Dass die Serben zunächst nicht eindeutig für das Scheitern der Konferenz ver-

[Seite 508, Zeilen 1-23]

antwortlich gemacht werden konnten, hatten sie dem ungeschickten Verhandlungs-Gebaren der albanischen Delegation zu verdanken. Diese versuchte bis zuletzt, die Forderung nach einem Referendum über den Endstatus Kosovos durchzusetzen. Vor allem aber wagte es der junge UÇK-Führer Hashim Thaçi nicht, der unmissverständlichen Bestimmung im Vertragstext über die Demilitariserung [sic] der UÇK zuzustimmen. Mit der drohenden Ablehnung der Albaner wurde der Anwendung militärischer Zwangsmittel der NATO gegen Jugoslawien die politische Grundlage entzogen. Diese Entwicklung bestätigte einmal mehr, dass man militärische Diplomatie nur ausüben kann, wenn man wenigstens eine der Konfliktparteien an seiner Seite weiß. Auch der eilends nach Rambouillet gereisten US-Außenministerin Madeleine Albright gelang es nicht, den UÇK-Führer zum Einlenken zu bewegen. Am Ende war es der EU-Vermittler Petritsch, der für die albanische Delegation einen gangbaren Ausweg fand. Sie gab am 23. Februar eine Schlusserklärung ab, in der eine Unterzeichnung des Abkommens nach zwei Wochen in Aussicht gestellt wurde, d.h. nach Rücksprache mit den politisch und militärisch Verantwortlichen in Kosovo.32 Die Kontaktgruppe unterbrach daraufhin den Rambouillet-Prozeß bis zur Fortsetzung am 15. März in Paris, wo nur noch über die Aspekte der Implementierung des Vertragsentwurfs gesprochen werden sollte.33 Liest man man [sic!] dagegen den abschließenden Brief der serbischen Delegation, dann wird dort auch im Hinblick auf die Autonomiebestimmungen weiterer Verhandlungsbedarf angemeldet, wobei die strittigen Punkte in der ersten Fassung genau aufgelistet werden; [...] --- [30 Petritsch/Kaser/Pichler, S. 296.]

32 A.a.O., S. 308-309.

33 A.a.O., S. 313-316.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Die Fn 251 enthält ergänzende Anmerkungen, aber keinen Verweis auf die Quelle.

Sichter
(Hindemith), Guckar

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