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Jkr/Fragment 127 01

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 127, Zeilen: 1-30
Quelle: Meyer Schlotter 2000
Seite(n): 24, 25, Zeilen: 24: 10-27; 25: 1-11
- die ungeklärten Beziehungen des Westens gegenüber der BR Jugoslawien und die unzulängliche Unterstützung der gewaltfreien Strategie Rugovas in den frühen und mittleren neunziger Jahren, wodurch ungewollt denen Argumente geliefert wurden, die später auf Gewalt setzten;

- die sofortige Festlegung der internationalen Organisationen auf eine innerserbische Lösung, wodurch zum einen der Spielraum für internationale Verhandlungen von vornherein so eingeschränkt wurden, dass Milošević glaubte, sich gar nicht mehr darauf einlassen zu müssen und zum anderen die UÇK in ihrer Auffassung bestärkt wurde, die Unabhängigkeit des Kosovo sei nur durch gewaltsame Mittel zu erreichen;

- Das unbewegliche Festhalten am früheren spanischen Ministerpräsidenten Felipe Gonzales als Leiter einer OSZE-Vermittlungsmission, nachdem offensichtlich wurde, dass Milošević diesen nicht empfangen würde. Dadurch ging sehr viel Zeit verloren. Hinzu kam, dass die OSZE nur in eingeschränktemMaße aktiv werden konnte, nachdem die BR Jugoslawien aus ihr ausgeschlossen worden war;

- der Verzicht darauf, Russland frühzeitig in die Konfliktintervention einzubinden, wodurch sich die Chancen erhöht hätten, ein Mandat des UN-Sicherheitsrats für eine bewaffnete Friedenstruppe nach SFOR-Vorbild zu erhalten, unter deren Schutz es der OSZE eher möglich gewesen wäre, das KVM-Mandat zu verwirklichen;

- die Nichteinbeziehung kosovo-albanischer Vertreter in die Waffenstillstandsvereinbarungen zwischen Holbrooke und Milošević im Oktober 1998, wodurch deren Absicherung zur anderen Seite versäumt wurde;

- die unklare Kompetenzverteilung zwischen NATO und Balkan-Kontaktgruppe während des Krisenmanagements vor und in Rambouillet, die dazu geführt haben kann, dass Milošević die Drohungen nicht ernst genug nahm;

- der Verzicht auf einen Erfolgsdruck, wie er die Verhandlungen von Dayton bestimmte. Dieser wäre entstanden, wenn es in Rambouillet zwingend zu einemAbschluss hätte kommen müssen.

Es lässt sich nicht zweifelsfrei nachweisen, dass ein anderes Verhalten derinternationalen Gemeinschaft in diesen Situationen zu einer friedlichen Konfliktregelung geführt hätte, aber schon die vorstehend dargelegten Fehler und Versäumnisse zeigen, dass die Eskalation zum NATO-Einsatz nicht allein auf die [Unbeweglichkeit und Verstocktheit der serbischen Führung zurückzuführen war.]

- die unzulängliche externe Unterstützung der gewaltfreien Strategie Rugovas in den frühen und mittleren neunziger Jahren, wodurch ungewollt denen Argumente geliefert wurden, die später auf Gewalt setzten;

- die sofortige Festlegung der Internationalen Organisationen auf eine innerserbische Lösung, wodurch zum einen der Spielraum für internationale Verhandlungen von vornherein so eingeschränkt [sic!], dass Milosevic glaubte, sich gar nicht mehr darauf einlassen zu müssen; und zum anderen die UÇK darin bestärkt wurde, dass die Unabhängigkeit des Kosovo nur durch gewaltsame Mittel zu erreichen sein würde;

- das Festhalten an González als Leiter einer Vermittlungsmission, nachdem offensichtlich wurde, dass Milosevic diesen nicht empfangen würde, wodurch viel Zeit verloren ging;

- der Verzicht darauf, Russland frühzeitig in die Konfliktintervention einzubinden, wodurch sich die Chancen erhöht hätten, ein Mandat des Sicherheitsrats für eine bewaffnete Friedenstruppe nach SFOR-Vorbild zu erhalten, unter deren Schutz es der OSZE eher möglich gewesen wäre, das KVM-Mandat zu verwirklichen;

- die Nichteinbeziehung Kosovo-albanischer Vertreter in die Waffenstillstandsvereinbarungen zwischen Holbrooke und Milosevic im Oktober 1998, wodurch deren Absicherung zur anderen Seite versäumt wurde;

[Seite 25]

- die unklare Kompetenzverteilung zwischen NATO und Kontaktgruppe während des Krisenmanagements vor und in Rambouillet, die dazu geführt haben kann, dass Milosevic die Drohungen nicht ernst genug nahm;

- und schließlich der Verzicht auf einen Erfolgsdruck, wie die Verhandlungen von Dayton bestimmte, und der entstanden wäre, wenn es unbedingt in Rambouillet zu einem Abschluss der Verhandlungen hätte kommen müssen.

Natürlich lässt sich nicht nachweisen, dass ein anderes Verhalten der Internationalen Organisationen in diesen Situationen zu einer dauerhaften friedlichen Konfliktregelung geführt hätte, aber schon diese Fehler und Versäumnisse zeigen, dass die Eskalation zum NATO-Einsatz nicht allein auf die Verstocktheit der serbischen Führung zurückzuführen war.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt, obwohl alle hier aufgeführten Punkte aus der Quelle stammen und nur z.T. leicht ergänzt wurden.

Sichter
(Hindemith), SleepyHollow02

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