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Jkr/Fragment 128 04

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 128, Zeilen: 4-35
Quelle: Naumann 2001
Seite(n): 853, 855, 856, Zeilen: 853:4-5, 16-33; 855: 22-29; 856: 17-37
Voraussetzung für rasches und entschlossenes Handeln wäre das frühzeitige Erkennen der sich anbahnenden Krise gewesen. Früherkennung ist die Voraussetzung für Krisenprävention, welche das anzustrebende Instrument der Krisenbewältigung ist. Die Erfahrungen zurückliegender Jahrzehnte zeigen, dass eine wirkungsvolle Prävention die Ausnahme ist, obwohl die wenigen erfolgreichen Fälle wie beispielsweise der vorbeugende Einsatz von Friedenstruppen in Mazedonien zur Nachahmung anregen sollten. Einer der entscheidenden Gründe für die geringen Aussichten auf präventives Handeln liegt in der Natur demokratischer Staaten. Sie sind meist vom Primat der Innenpolitik bestimmt und handeln vielfach nur dann, wenn Nichthandeln in einer sich anbahnenden Krise zu innenpolitischen Problemen führen könnte. Ein weiterer Grund sind die eingeübten Handlungsmuster in repräsentativen Demokratien, die dadurch gekennzeichnet sind, wenig präventiv, sondern reaktiv, einem Problemdruck folgend und den Konsens suchend, zu sein.

Die Krisenreaktion wird deshalb, obwohl letzten Endes teurer und schwieriger, der Regelfall internationaler Krisenbewältigung bleiben. Wichtigste Voraussetzung für ein erfolgreiches Reagieren zur Bewältigung einer Krise ist das Festlegen der politischen Ziele, die durch das Eingreifen erreicht werden sollen. Je eindeutiger die politischen Ziele festgelegt sind, desto einfacher ist es, die zweckmäßigste Strategie zur Erreichung dieser Ziele zu entwickeln. Nachdem es in der Kosovo-Krise an ausreichend klar formulierten politischen Zielen mangelte, kam es zu negativen Folgewirkungen. Es war beabsichtigt, durch die militärischen Optionen die serbische Seite zu bewegen, einem Ende der Kampfhandlungen und der Rückkehr an den Verhandlungstisch zuzustimmen. Dieser Zielsetzung folgend wurden Pläne für eine phasenweise Luftoperation sowie Pläne für die Implementierung eines nach Luftoperationen auszuhandelnden Abkommens zur Beendigung der Kampfhandlungen erarbeitet. Diese Ziele wurden jedoch während der Luftoperation beim NATO-Gipfel von Washington geändert.267 Die ursprünglich festgelegten Ziele führten zu Planungen, die dem Muster von Bosnien ähnelten. Sie weckten in den westlichen Staaten vielfach die Hoffnung, nach ein paar Luftschlägen würde Milošević einlenken.


267 Vgl. Klaus Naumann, Krisenreaktion, in: Sicherheitspolitik in neuen Dimensionen, Kompendium zum erweiterten Sicherheitsbegriff/Bundesakademie für Sicherheitspolitik (Hg.), Hamburg, Berlin, Bonn 2001, S. 855 f.; die beim Gipfel in Washington geänderten Ziele lauteten, vereinfacht ausgedrückt: - Ende der Kampfhandlungen, - Abzug aller serbischen bewaffneten Kräfte aus dem Kosovo, - Rückkehr aller Kosovoflüchtlinge, - Überwachung der Waffenruhe durch eine NATO-geführte internationale Friedenstruppe.

[Seite 853, Zeile 4-5]

Voraussetzung raschen und entschlossenen Handelns ist frühzeitiges Erkennen der sich anbahnenden Krise.

[Seite 853, Zeilen 16-33]

Früherkennung ist Voraussetzung für Krisenprävention, die das anzustrebende Instrument der Krisenbewältigung ist. Sie wurde deshalb auch in dem Bericht des so genannten Brahimi-Panel an erster Stelle genannt. Aus vielerlei Gründen steht jedoch zu befürchten, dass Prävention die Ausnahme bleiben wird, obwohl die wenigen erfolgreichen Beispiele wie beispielsweise der vorbeugende Einsatz von Friedenstruppen in Mazedonien zur Nachahmung anregen sollte. Einer der entscheidenden Gründe für die geringen Aussichten auf Zunahme präventiven Handelns liegt in der Natur demokratischer Staaten. Sie sind vom Primat der Innenpolitik bestimmt und handeln folglich meist nur dann, wenn Nichthandeln in einer sich anbahnenden Krise zu innenpolitischen Problemen führen könnte. Ein weiterer Grund scheint in der Natur politischen Handelns zu liegen, das in repräsentativen Demokratien wenig präventiv, sondern reaktiv, einem Problemdruck folgend und den Konsens suchend den Ereignissen hinterher läuft.

1.4 Krisenreaktion als Regelfall

Krisenreaktion wird, obwohl letzten Endes teurer, schwieriger und in der Regel zu unerwünschten Bindungen führend, der Regelfall internationaler wie nationaler Krisenbewältigung bleiben.

[Seite 855, Zeilen 22-29]

Die Begründbarkeit der Entscheidung ist die Voraussetzung für das Handeln in Krisen, die Festlegung der politischen Ziele, die durch das Eingreifen erreicht werden sollen, ist die Voraussetzung für den Erfolg. Je eindeutiger die politischen Ziele festgelegt werden, desto einfacher ist es, die zweckmäßigste Strategie zur Erreichung dieser Ziele zu entwickeln, die dazu erforderlichen Mitteln zu bestimmen und bereitzustellen und solide Grundlagen für die anhaltende Unterstützung des gewählten Kurses durch das eigene Volk und seine Verbündeten zu schaffen.

[Seite 856, Zeilen 17-37]

Das Beispiel der Kosovo-Krise 1999 eignet sich gut, die negativen Folgen eines nicht ausreichend klar formulierten politischen Zieles aufzuzeigen. Das Ziel, das der Erarbeitung der verschiedenen militärischen Optionen zugrunde lag, war, die serbische Seite zu bewegen, einem Ende der Kampfhandlungen und der Rückkehr an den Verhandlungstisch zuzustimmen. Dieser Zielsetzung entsprechend wurden Pläne für eine phasenweise Luftoperation (Phased Air Operation), ein Plan für eine als Reaktion auf übermäßige Gewaltanwendung gedachte, im Ausmaß begrenzte, Luftangriffsoperation (Limited Air Response) sowie Pläne für die Implementierung eines gegebenenfalls nach Luftoperationen auszuhandelnden Abkommens zur Beendigung der Kampfhandlungen erarbeitet. Diese politischen Ziele wurden erst während der Luftoperation beim Gipfel von Washington geändert und lauteten dann, vereinfacht ausgedrückt:

  • Ende der Kampfhandlungen
  • Abzug aller serbischen bewaffneten Kräfte aus dem Kosovo
  • Rückkehr aller Kosovo-Flüchtlinge
  • Überwachung der Waffenruhe durch eine NATO-geführte internationale Friedenstruppe.

Die zunächst vorgegebenen Ziele führten zu Planungen, die dem Muster von Bosnien 1995 ähnelten, vielfach in den NATO-Staaten die Hoffnung weckten, nach ein paar Luftschlägen würde Milosevic einlenken [...]

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle ist zwar vorhanden, dieser bezieht sich aber nur auf die Fußnote, möglicherweise noch auf den Absatz vor der Fußnote. Die sehr weitläufigen Übernahmen weiter oben auf der Seite, sowie nach der Fußnote und auch die oft wörtlichen Übernahmen werden dem Leser aber keineswegs klar.

Sichter
(Hindemith), Guckar

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