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Jkr/Fragment 189 07

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 189, Zeilen: 7-34
Quelle: Hombach 2001
Seite(n): 882, 883, 884, Zeilen: 882: 27-34: 883: 32-36; 884: 1-3, 26-36; 885: 1-5,15-20
Die Auseinandersetzungen in Mazedonien haben deutlich vor Augen geführt, welch schwierige Langfristaufgabe die nachhaltige Befriedung der gesamten Region bedeutet. Diese Ausbrüche von Gewalt stellen das Ergebnis jahrhundertealter, während des Kommunismus unter der Oberfläche weiterschwelender Konflikte dar. Angesichts der tiefen Verankerung und der Komplexität dieser Konflikte wäre es unrealistisch zu erwarten, dass der Stabilitätspakt in kurzer Zeit dieses Bündel an Herausforderungen bewältigen könnte.

Zur weiteren Stabilisierung der gesamten Region Südosteuropa und zur Erreichung der festgelegten Ziele müssen die Methoden und Instrumente des Stabilitätspaktes kontinuierlich an die sich verändernden politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen angepasst werden. Spezialkoordinator Hombach hat dazu erklärt, dass in der Zukunft vier Elemente im Mittelpunkt der vom Pakt verfolgten Strategie der Krisennachsorge stehen werden.414 Das erste Element umfasst eine effizientere Ausgestaltung der Mittelzuführung. Trotz eines positiven Zwischenresultats darf nicht übersehen werden, dass einer raschen Umsetzung der Projekte sowohl seitens der Geber- als auch der Nehmerseite bürokratische Hürden und Koordinierungsprobleme entgegenstehen. Auf Geberseite stimmen die oft innenpolitisch bestimmten Prioritäten nicht immer mit den Bedürfnissen der Empfänger überein, so dass in wichtigen Bereichen Finanzierungslücken auftraten. Auf der Empfangerseite fehlen hingegen häufig die institutioneilen Voraussetzungen dafür, dass die ausländischen Gelder zielgerichtet eingesetzt werden können. Ein weiteres Problem sind die häufig begrenzten Absorptionsmöglichkeiten der Länder Südosteuropas. Experten gehen davon aus, dass der Mittelzufluss nicht mehr als drei Prozent seines Bruttoinlandsprodukts betragen sollte, um Verwerfungen wie Korruption zu verhindern. Das zweite Element des Entwicklungskonzepts beinhaltet eine verbesserte Einbindung der Region in die euro-atlantischen Strukturen. Um das langfristige Ziel einer Integration in diese Strukturen zu erreichen, müssen alle Empfangerstaaten den hochgesteckten [und anspruchsvollen Kriterien im Bereich der Demokratisierung, der wirtschaftlichen Stabilisierung und der Gewährleistung der inneren Sicherheit genüge leisten.]


414 Speech by the Special Coordinator of the Stability Pact für [sic] South Eastern Europe, Bodo Hombach, Meeting of Foreign Ministers of the South East European Co-operation Process, 16 May 2001, Tirana

[Seite 882, Zeilen 27-34]

Gerade die aktuelle Krise in Mazedonien hat wieder einmal deutlich vor Augen geführt, welch eine schwierige Langfristaufgabe die nachhaltige Befriedung der Region nach den Kriegen der letzten Jahre ist. Diese Ausbrüche von Gewalt stellen das Ergebnis jahrhundertealter, während des Kommunismus unter der Oberfläche weiterschwelender Konflikte dar. Angesichts der tiefen Verankerung und der Komplexität dieser Konflikte wäre es unrealistisch zu erwarten, dass der Stabilitätspakt innerhalb kürzester Zeit die Gesamtheit dieses Bündels von vielfältigen Herausforderungen bewältigen könne.

[Seite 883, Zeilen 32-36]

Der jüngst veröffentlichte 'Quick Start Paket'-Report spiegelt die Tatsache wider, dass die Methoden und Instrumente des Stabilitätspaktes zur Erreichung der festgelegten Ziele kontinuierlich an die sich verändernden politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in der Region Südosteuropa angepasst werden. Das heißt konkret, dass in der Zukunft die nachfolgend be-

[Seite 884, Zeilen 1-3]

schriebenen vier Elemente im Mittelpunkt der vom Pakt verfolgten Strategie der Krisennachsorge stehen werden.10

6.1 Eine effizientere Ausgestaltung der Mittelzuführung

[Seite 884, Zeilen 26-36]

Trotz dieses überaus positiven Zwischenresultats bleibt in der Ausgestaltung und der Implementierung des Pakets noch Raum für Verbesserungen. Der raschen Umsetzung der Projekte stehen auf beiden Seiten - auf Geber- und Nehmerseite - bürokratische Hürden und Koordinierungsprobleme entgegen. Auf Geberseite können bürokratische Verfahren und Koordinierungsprobleme zu Duplizierung und Fehlsteuerungen führen. Zudem stimmen die oft innenpolitisch bestimmten Prioritäten der Geber nicht immer mit den Bedürfnissen der Empfänger überein, so dass in wichtigen Bereichen Finanzierungslücken auftreten können. Auf der Empfängerseite fehlen hingegen häufig die institutioneilen und legislativen Voraussetzungen dafür, dass die ausländischen Gelder zielgerichtet und kontrollierbar platziert werden.

[Seite 885, Zeilen 1-5]

Ein weiteres Problem in diesem Zusammenhang sind die häufig begrenzten Absorptionsmöglichkeiten der Länder Südosteuropas. Experten gehen davon aus, dass der Mittelzufluss nicht mehr als 3% seines Bruttoinlandsproduktes betragen sollte, um Verwerfungen (wie etwa Korruption oder Abhängigkeitssyndrom) zu verhindern.

[Seite 885, Zeilen 15-20]

6.2 Einbindung in euro-atlantische Strukturen

Um das langfristige Ziel einer Integration in die euro-atlantischen Strukturen zu erreichen, müssen alle Empfängerstaaten den hoch gesetzten und anspruchsvollen Kriterien im Bereich der Demokratisierung, der wirtschaftlichen Stabilisierung und der Gewährleistung einer inneren Sicherheit genüge leisten.


10 Siehe dazu 'Speech by the Special Coordinator of the Stability Pact for South Eastern Europe, Bodo Hombach', Meeting of Foreign Ministers of the South East European Cooperation Process, 16 May 2001, Tirana.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Es ist dem Leser zwar klar, dass in der zweiten Hälfte des Fragments Konzepte Hombachs beschrieben werden, aber dass dies in dessen eigenem Wortlaut geschieht ist nicht gekennzeichnet. Es ist eine englischsprachige Quelle angegeben, die sich auch so in Hombach (2001) findet.

Sichter
(Hindemith), Guckar

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