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Jkr/Fragment 193 11

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 193, Zeilen: 11-13, 15-38
Quelle: Schoch 2003
Seite(n): II, III, IV, 44, Zeilen: II:30-32;III: 25-31; IV: 11-14; 44: 25-32
Ausdrücklich schließt die UN-Resolution 1244 die staatliche Abspaltung und Unabhängigkeit des Kosovo aus und schreibt die Zugehörigkeit zur BR Jugoslawien fest. [...] Seit dem Sturz des Milosevic-Regimes im Oktober 2000 ist der Weg frei geworden für die politische, ökonomische und gesellschaftliche Transformation, die vorher weder für die BR Jugoslawien, noch für das Kosovo als integraler Bestandteil dieses Staates möglich war. Seither setzt Belgrad auf internationale Kooperation, Reformen und Demokratie. Milosevics Nachfolger haben die Option der Gewalt auch gegenüber der Provinz Kosovo ausgeschlossen und wollen die Reorganisation der Föderation auf dem Verhandlungswege erreichen. Darüber hinaus verpflichteten sie sich zu einer konstruktiven Reformpolitik, wodurch die Chancen gewachsen sind, die Maßnahmen des Stabilitätspaktes gezielt wirksam werden zu lassen. Die von der UNMIK initiierte Autonomie und Selbstregierung des Kosovo ist im Juni 2002 mit der Bildung einer provisorischen Regierung vorangekommen, so dass zumindest ein Fundament und verlässliche Strukturen für eine Demokratisierung gelegt wurden.

Die Risiken gewaltsamer Zusammenstöße zwischen ethnischen Gruppen innerhalb der Balkanstaaten sind nach wie vor nicht überwunden. Die Region bleibt weiter geprägt von dem Widerspruch, dass Stabilität schon aus geographischen Gründen nur durch Zusammenarbeit fördernde Institutionen erreicht werden kann und dem Bestreben vieler politischen [sic] Führungen, die zumeist ethnisch homogene, also getrennte Strukturen bevorzugen.419 Auch breite Teile der Bevölkerung nehmen als Folge der erlittenen Traumatisierung und den von nationalistischer und religiöser Propaganda begleiteten Kriegen die ethnische und religiöse Zugehörigkeit mittlerweile als eine soziale Schlüsselkategorie wahr.420 Den Stellenwert dieser Zugehörigkeitsfrage wieder zu relativieren erfordert [Zeit und schlüssige sozio-ökonomische Perspektiven.]


419 Um ihre „europäische Perspektive“ nicht zu gefährden, setzten die Vertreter der Staaten des westlichen Balkans - Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Mazedonien sowie Serbien und Montenegro - auf dem „EU-Westbalkan-Gipfel“ am 21. 06. 2003 ihre Unterschrift unter die „Erklärung von Thessaloniki“, ln dem von der EU vorbereiteten Text heißt es u. a.: „Die Aufsplitterung und Trennung nach ethnischen Kriterien ist unvereinbar mit dem europäischen Gedanken.“

420 EastWest Institute in partnership with the ESI, Democracy, Security and the Future of the Stability Pact for South Eastern Europe. A Framework of Debate, 2001, esiweb.org

[Seite II:30-32]

Ausdrücklich schließt die UN-Resolution 1244 die staatliche Abspaltung und Unabhängigkeit des Kosovo aus und schreibt seine Zugehörigkeit zur Bundesrepublik Jugoslawien (BRJ) fest, an deren territorialem Bestand nicht gerüttelt werden soll.

[Seite III: 25-31]

Die Chancen dafür sind seit dem Sturz des Milosevic-Regimes im Oktober 2000 spürbar besser geworden. Er stieß die Tür auf für die politische, ökonomische und gesellschaftliche Systemtransformation, die in der BRJ ein Jahrzehnt lang versperrt war. Seither setzt auch Belgrad auf internationale Kooperation, Reformen und Demokratie. Und Milosevics Nachfolger, sonst fast in allen Fragen uneins, schließen die Option der Gewalt, sei es gegenüber den Nachbarstaaten, sei es im Innern, sprich: gegenüber der Provinz Kosovo und der Republik Montenegro, aus und wollen die Reorganisation der Föderation auf dem Verhandlungswege erreichen.

[Seite IV: 11-14]

Die von der UNMIK mit dem Constitutional Framework initiierte Autonomie und Selbstregierung der Provinz Kosovo ist im Juni 2002 mit der Bildung einer provisorischen Regierung vorangekommen, zumindest ein erstes Fundament für den Übergang zu self rule.

[Seite 44: 25-32]

Die Risiken gewaltsamer Zusammenstöße zwischen ethnischen Gruppen innerhalb von Staaten sind noch nicht überwunden, wie sich 2001 zeigte. Der Balkan bleibt weiter geprägt „von dem Widerspruch, dass Stabilität schon aus geographischen Gründen nur durch multiethnische Gebilde erreicht werden kann, die politischen Führungen jedoch zumeist ethnisch homogene Strukturen bevorzugen. Auch breite Teile der Bevölkerung nehmen als Folge der erlittenen Traumatisierung und der von nationalistischen und religiösen Propaganda begleiteten Kriegen die ethnische und religiöse Zugehörigkeit mittlerweile als eine soziale Schlüsselkategorie wahr.“ 124 Deren Stellenwert wieder zu relativieren, erfordert Zeit und sozio-ökonomischen [sic] Perspektiven.


124 Heinrich Böll-Stiftung, Hg., Die Arbeit der Heinrich-Böll-Stiftung in Mittel-, Südost- und Osteuropa, Berlin 2001, S. 6.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt, obwohl der Autor über weite Strecken die Quelle inhaltlich und z.T. auch wörtlich übernimmt.

Der als FN420 genannte Text findet sich in der Quelle Schoch 2003 als FN122: "122 EastWest Institute in partnership with the ESI, Democracy, Security and the Future of the Stability Pact for South Eastern Europe. A Framework of Debate, April 2001, esiweb.org/pdf/ESI_rep_stability03.pdf , S. 20." und bezieht sich auf ein vom Autor nicht übernommenes Zitat von Seite 44, Zeile 11. Das legt die Vermutung nahe, bei der Übernahme sei die falsche FN kopiert worden.

Sichter
(Hindemith) JustusHaberer

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