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Jkr/Fragment 221 26

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 221, Zeilen: 26-39
Quelle: Deutsche Welle 2003
Seite(n): 33, Zeilen: 16ff
Rückblickend führte dazu der ehemalige KFOR-Befehlshaber Klaus Reinhardt in einem Rundfunkinterview450 aus: „Ich glaube, wir haben schon Erfolg gehabt - zwar keinen durchgreifenden Erfolg, weil ich sehr wohl weiß, dass der Weg von einer serbischen Enklave in eine andere immer noch mit erheblicher Gefahr und nur unter Polizei- oder Militärschutz machbar ist - aber in den Enklaven selber, meine ich, leben nun die Minderheiten genau so sicher wie die Albaner in dem anderen Bereich.“ Zweifelsohne herrscht im Kosovo von außen betrachtet eine gewisse Normalität. Die Menschen müssen in der Regel keine Angst mehr haben, ermordet oder verfolgt zu werden. Das normale Leben in [sic!] auf den Straßen und Plätzen, in den Geschäften und Restaurants läuft wieder geregelt ab. Es haben Kommunal- und Parlamentswahlen stattgefunden, die alle demokratischen Anforderungen erfüllt haben. Es gibt eine gewählte Regierung, einen Ministerpräsidenten und einen Präsidenten, all dies zeugt von Normalität.

Aber das ist nur eine oberflächliche Normalität. Denn der entscheidende Durchbruch ist bis jetzt nicht gelungen - und das ist die Frage des wirtschaftlichen Wiederaufbaus und des Aufbaus einer multiethnischen Gesellschaft. Wirtschaftliche Verbesserungen, von denen nicht zuletzt die Stabilisierung der Region abhängt, wird es erst geben, wenn der künftige Zustand Kosovos geklärt ist. Mit diesem Zustand ist die Frage der Privatisierung der sozialisierten Industrie ge[koppelt und davon hängen die so wichtigen Direktinvestitionen aus dem Ausland und letztlich die dringend notwendigen Arbeitsplätze ab.]


450 Interview in Deutsche Welle am 6. Juni 2003; www.dw-world.de

Ich glaube, wir haben schon Erfolg gehabt - zwar keinen durchgreifenden Erfolg, weil ich sehr wohl weiß, dass der Weg von einer serbischen Enklave in eine andere immer noch mit erheblicher Gefahr und nur unter Polizei- oder Militärschutz machbar ist - aber in den Enklaven selber, meine ich, leben nun die Minderheiten genau so sicher wie die Albaner in dem anderen Bereich.

Frage: Wenn Sie an die ganzen vier Jahre nach dem Krieg denken, was hat sich da im Wesentlichen geändert, was ist erreicht worden?

Antwort: Erreicht worden ist eine gewisse Normalität dahingehend, dass die Menschen keine Angst mehr haben, ermordet oder verfolgt zu werden. Das normale Leben in den Geschäften, in den Restaurants, in öffentlichen Einrichtungen läuft wieder. Das ist positiv. Es haben Wahlen im Bereich der unteren Administration, der Landkreise, der Bürgermeister stattgefunden, es haben Wahlen für ein Parlament stattgefunden, es gibt eine gewählte Regierung, einen Parlamentspräsidenten, einen Ministerpräsidenten, einen Präsidenten, all dies zeugt von Normalität. Aber das ist nur eine oberflächliche Normalität. Denn der entscheidende Durchbruch ist bis jetzt noch nicht gelungen - und das ist die Frage des wirtschaftlichen Wiederaufbaus, der natürlich von der Frage des künftigen Zustands des Kosovo abhängig ist. Denn damit, mit dem künftigen Zustand des Kosovo, ist die Frage der Privatisierung der sozialisierten Industrie eng gekoppelt. Damit ist Investment von außen gekoppelt.

Anmerkungen

Zur besseren Dokumentation wurde hier auch der korrekt wiedergegebene Teil des Interviews dargestellt. In der Zählung der Zeilen wurde er aber nicht berücksichtigt.

Nach dem Originalzitat wird ohne Kennzeichnung aus der Quelle weiter Text verwendet. Dabei unterläuft Jkr auch noch ein Anschlussfehler.

(Die Literaturangabe ist übrigens zur Referenzierung im WWW völlig ungeeignet.)

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

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