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VroniPlag Wiki

Jkr/Fragment 283 01

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 283, Zeilen: 1-10
Quelle: Ernst 2002
Seite(n): 363, Zeilen: 12-20, 28-34
[Die LDK-Abgeordnete Edita Tahiri ist der Meinung, dass „das kosovarische Schiff nicht vorwärts kommen kann, wenn ihm der Kompass fehlt.“ Solange die Albaner] fürchteten und die Serben hofften, dass Kosovo eines Tages wieder zu Serbien und Montenegro gehöre, blieben die Beziehungen zwischen den Volksgruppen und zwischen Kosovo und Serbien gestört. 602 Als positives Beispiel und möglicher Ausweg aus der, durch das Hinausschieben der Statusfrage entstandenen Krise, wird das UN-Protektorat in Ost-Timor genannt. Dort wurden die Kompetenzen nach nur kurzer Zeit an die örtlichen Institutionen übertragen, welche auf dem Weg in die Unabhängigkeit von einem internationalen Aufsichtsgremium begleitet werden. Die Abgeordnete entwickelte daraus die Formel „Unabhängigkeit plus Protektorat“, was genau dem oben dargelegten Vorschlag einer „konditionierten Unabhängigkeit“ entspricht. 603

602 Edita Tahiri: Nation Building in Kosova. Can the indefinite postponement of final status undermine the success? Zitiert nach Andreas Ernst, “Standards vor Status”, in: Südosteuropa, 2002 H. 7-9, S. 363

603 Independent International Commission on Kosovo, a.a.O. (Anm. 592)

Eine differenzierte Auseinandersetzung mit Steiners Doktrin führt die LDK-Parlamentarierin Edita Tahiri, die in den Jahren des "Parallellsystems" zeitweise als "Außenministerin" gewirkt hatte. Sie führt die wachsenden Spannungen und Blockaden zwischen den lokalen politischen Akteuren und den Vertretern der internationalen Gemeinschaft auf die ungelöste Statusfrage zurück. „Das kosovarische Schiff kann nicht vorwärts kommen, wenn ihm der Kompaß fehlt.“ 19 Solange die Albaner fürchteten und die Serben hofften, daß Kosovo eines Tages wieder zu Jugoslawien (bzw. dessen Nachfolgestaat) gehöre, blieben die Beziehungen zwischen den Volksgruppen und zwischen Kosovo und Serbien gestört.

[...]

20 Das Beispiel des UN-Protektorats Ost-Timors zeige aber einen Ausweg aus der Krise: schnelle Übergabe der Kompetenzen an die Regierung, die von einem internationalen Aufsichtsgremium („auditing body“) begleitet werde solle und Entlassung in die Unabhängigkeit. Daraus resultiert Tahiris Formel "Unabhängigkeit plus Protektorat", was in der Sache dem Vorschlag der Independent International Commission on Kosovo zugunsten einer "konditionierten Unabhängigkeit" entspricht.21


19 Tahiri, Edita: Nation Building in Kosova. Can the indefinite postponement of final status undermine the success? Ms. 2002, S. 16.

20 A.a.O. S. 9ff.

21 Vgl. Anm. 14

Anmerkungen

Fortgesetzte sinngemäße und wörtliche Übereinstimungen von vorheriger Seite. auf die Quelle wird nur im Zusammenhang mit den Äußerungen von Edita Tahiri verwiesen, siehe Fußnote 602.

Sichter
Guckar

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