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Dieser Pressespiegel enthält Pressemeldungen (Print/Online), TV- und Radiosendungen mit deutlichem Bezug zum vorliegenden Fall. Dieser Hinweis sollte vor einem Eintrag unbedingt zur Kenntnis genommen werden.

7. September 2016Bearbeiten

  • Süddeutsche.de: Comeback von Ex-Landrat Kreidl wühlt die CSU auf (Christian Sebald) "Kreidl, der bis zu seinem tiefen Sturz über die Sponsoring-Affäre um sein 116 000 Euro teures Geburtstagsfest im Jahr 2014 auch Vorsitzender des Landkreistags war, könnte schon bald wieder in die Kommunalpolitik zurückkehren - als Nachrücker in den Miesbacher Kreistag. [...] Wohl kaum ein prominenter Kommunalpolitiker in Bayern dürfte in so viele Affären verstrickt gewesen sein wie Kreidl. So kam im März 2013 heraus, dass er seine Dissertation größtenteils von anderen wissenschaftlichen Arbeiten abgeschrieben hatte."

31. Januar 2015Bearbeiten

  • Süddeutsche.de: "Ich habe mir nichts vorzuwerfen". Sittengemälde vom Tegernsee (Heiner Effern, Christian Sebald) "Dabei war es mal so zünftig hier im Münchner Süden, im Paradies der Schwarzen, der Reichen und Superreichen, der Spezl und Oberbajuwaren. Dann kam Anfang 2013 die Sache mit der abgekupferten Doktorarbeit von CSU-Landrat Jakob Kreidl, es war der erste kleine Haarriss im System, dem der Lawinenabgang folgte."

11. Dezember 2014 Bearbeiten

  • Merkur-Online.de: 66-Jähriger zieht Klage gegen Kreidl-Wahl zurück "Toni Hofer (66) aus Fischbachau ist vergeblich gegen die Landratswahl im Landkreis Miesbach zu Felde gezogen. Es gibt keine Neuwahlen. [...]
    Das zweite Argument von Hofer: Der ehemalige Landrat habe sich „massive Dienstvergehen“ zu Schulden kommen lassen – Schwarzbau, Geburtstags-Sponsoring, Doktor-Plagiat. Bei der Doktor-Arbeit müsse man eine eidesstattliche Versicherung abgeben, dass man sie selbst verfasst hat, sagte Hofer. Kreidl habe also eine Straftat begangen. „Die ist zwar verjährt, aber er ist trotzdem ein Straftäter.“ Auch dieser Ansicht widersprach das Gericht. Kreidl sei nicht verurteilt. So lange gelte die Unschuldsvermutung. „So lange jemand nicht verurteilt ist, kann ich ihm das nicht ankreiden“, sagte die Vorsitzende."

2. August 2014Bearbeiten

  • Süddeutsche Zeitung: Kreidl geht es an den Geldbeutel (Christian Sebald) "Bereits zuvor stand Kreidl massiv in der Kritik - er hatte seine Doktorarbeit abgeschrieben und in seiner Zeit als Landtagsabgeordneter jahrelang seine Ehefrau als seine Mitarbeiterin angestellt."

22. Juni 2014Bearbeiten

  • Der Tagesspiegel: Bayerische Spezlwirtschaft: Der Monarch von Miesbach (Tatjana Kerschbaumer) "Seine Doktorarbeit zum Kosovo-Konflikt: zu 90 Prozent plagiiert. Unter allen Politikern, die bisher über ihre unsauber erworbenen Titel stolperten, hält Kreidl den Plagiats-Rekord. Mehr abgeschrieben als er hat keiner. Kreidl sagte, er habe vielleicht Fehler gemacht. Auf keinen Fall bewusst gefälscht. „Bei 90 Prozent?“ Martl am Stammtisch lacht. „Ich bin jetzt wirklich kein Studierter, aber das kann ich mir nicht vorstellen.“"

9. April 2014Bearbeiten

  • Spiegel Online: Verdacht gegen Entwicklungsminister Müller: Angriffsziel Doktortitel (Björn Hengst und Oliver Trenkamp) "Auch der langjährige Miesbacher Landrat Jakob Kreidl war unter anderem wegen seiner Doktorarbeit in die Schlagzeilen geraten. Die Münchner Bundeswehr-Universität hatte dem CSU-Politiker Ende 2013 den Doktorgrad mit der Begründung entzogen, dass dessen Arbeit "keine eigenständige wissenschaftliche Leistung" darstelle. Kreidl stolperte später über eine großzügige Geburtstagssause, die er sich von der örtlichen Sparkasse sponsern ließ."

2. April 2014Bearbeiten

  • Süddeutsche.de: Abschied von Landrat Kreidl. Reuelos und tränenreich (Heiner Effern) "Verwandtenaffäre, Plagiatsaffäre, Sparkassenaffäre: Der Miesbacher Landrat Jakob Kreidl hat sich einen fragwürdigen Ruf erworben. Bei seinem Abschied hebt er dennoch nur seine Verdienste hervor - und bricht in Tränen aus. [...] Es sei für ihn Zeichen einer 'ordnungsgemäße Pflichterfüllung' und ihm zugleich 'ein ehrliches Bedürfnis', seine politische Karriere im Amt abzuschließen, sagte er im Kreistag. 'Wenn ich mir das Ende auch anders vorgestellt hätte.'"

17. März 2014Bearbeiten

  • Berliner Zeitung / Kölner Stadt-Anzeiger: Kommunalwahl in Bayern: Falscher Doktor wird abgestraft (Daniela Vates) "Der CSU-Kandidat Jakob Kreidl landete abgeschlagen auf dem dritten Platz: Erst kurz vor der Wahl hatte CSU-Chef Horst Seehofer Kreidl seine Unterstützung entzogen. Der hatte nicht nur einen Doktortitel erschwindelt, sondern auch eine teure Geburtstagsfeier aus der Wirtschaft zahlen lassen. Kreidl ist nun abgehakt für die CSU."

25. Februar 2014Bearbeiten

  • Die Welt: Affären-Landrat Kreidl erklärt seinen Verzicht (dpa/flo) "Der Druck der CSU-Spitze zeigt Wirkung: Der Miesbacher Landrat will nicht mehr zur Wiederwahl als Landrat antreten. Seine Geburtstagsfeier und sein aberkannter Doktortitel brachten ihn in die Schlagzeilen.
    Der affärengeschüttelte Miesbacher Landrat Jakob Kreidl (CSU) gibt dem Druck der CSU-Spitze nach und wirft den Handschuh. 'Aufgrund meiner gesundheitlichen Probleme wurde ich von meinem Hausarzt krankgeschrieben. Nach hoffentlich baldiger Genesung muss ich verstärkt darauf achten, meine Gesundheit nicht dauerhaft zu gefährden. Daher habe ich mich nach reiflicher Überlegung entschlossen, selbst für den Fall meiner Wiederwahl zum Landrat, das Amt nicht mehr anzunehmen', teilte der 61-Jährige am Dienstagabend mit."
  • FAZ.NET: Miesbacher CSU-Landrat wirft hin "Kreidl ist vor allem wegen seiner von der Kreissparkasse und dem Landkreis bezahlten Geburtstagsfeier und wegen der Aberkennung seines Doktortitels in die Kritik geraten. [...] Im Dezember entzog ihm die Münchner Bundeswehr-Universität den Doktortitel. Kreidl hatte die Arbeit in weiten Teilen abgeschrieben."

24. Februar 2014Bearbeiten

  • FAZ.NET: Schwarzbau-Vorwürfe gegen CSU-Landrat Kreidl (FAZ.NET/dpa) "Zudem hatte die Bundeswehr-Universität München dem Landrat im Dezember vergangenen Jahres seinen Doktortitel aberkannt, nachdem im März bekannt geworden war, dass Kreidl weite Teile seiner Promotionsarbeit abgeschrieben hatte."

23. Februar 2014Bearbeiten

  • Abendzeitung München: CSU-Landrat Kreidl lässt Amtsgeschäfte ruhen (dpa) ",Nachdem die seit Wochen währenden Angriffe auf meine Person eine für mich zuletzt nicht mehr ertragbare und unmenschliche Schärfe angenommen haben, sehe ich mich derzeit aus gesundheitlichen Gründen außerstande, dienstliche Termine wahrzunehmen und öffentlich aufzutreten´, teilte Kreidl am Sonntag mit. [...] Der 61-Jährige war wegen einer überwiegend von der Sparkasse und dem Landkreis finanzierten Geburtstagsfeier und wegen seines aberkannten Doktortitels massiv unter Druck geraten. [...] Im Dezember entzog ihm die Bundeswehr-Universität München den Doktortitel, weil er weite Teile der Arbeit abgeschrieben hatte."

12. Februar 2014Bearbeiten

  • Süddeutsche Zeitung: Party-Affäre um Landrat Kreidl. CSU fürchtet Wahldebakel (Frank Müller, Christian Sebald, Mike Szymanski, Wolfgang Wittl) "Völliges Unverständnis herrscht auch über sein Krisenmanagement. Hätte der Landrat verkündet, dass er sich von seinen landespolitischen Aufgaben zurückziehen werde, wäre der Pulverdampf womöglich längst verflogen. Doch schon bei der Affäre um seine abgeschriebene Doktorarbeit sei Kreidl dazu nicht fähig gewesen."

10. Februar 2014Bearbeiten

  • Bild.de: Schmier-Attacke gegen Landrat von Miesbach. Polizei ermittelt wegen Beleidigung und Sachbeschädigung "Der Skandal um den Miesbacher CSU-Landrat Jakob Kreidl (61) ist in seinem Heimatort Fischbachau allgegenwärtig. Auf Hauswänden, Plakat-Wänden, Streusandkisten. Unbekannte haben mit Schablonen die Worte „KREIDL RAUS!“ auf die Flächen gesprüht. [...]
    Bereits vor zwei Monaten sorgte der CSU-Politiker mit einer Plagiatsaffäre für Schlagzeilen. Im Dezember hatte ihm die Bundeswehr-Universität München seinen Doktortitel entzogen, weil er weite Teile seiner Promotionsarbeit abgeschrieben hatte."
  • Süddeutsche Zeitung: Party-Affäre um Landrat Kreidl. Zeit, ihn abzuwählen (Sebastian Beck) "Es ist ein sehr spezielles Janker- und Lodenmilieu, das sich in den wohlhabenden Tälern breit gemacht hat. Eine bajuwarische Selbstzufriedenheit, ein Mia-san-Mia-Gefühl, das gelegentlich in Hybris umschlägt. Jakob Kreidl passt hier ziemlich gut rein mit seiner Kombination aus Jovialität, plagiiertem Doktortitel und Trachtenanzug."
  • Süddeutsche Zeitung: Paradebeispiel für Selbstherrlichkeit. Affären um CSU-Landrat Kreidl (Christian Sebald, Wolfgang Wittl) "Ins Straucheln ist Kreidl freilich schon vor fast einem Jahr geraten. Ende März 2013 war bekannt geworden, dass er seine Doktorarbeit zum größten Teil abgeschrieben hatte, ohne die Quellen zu nennen. Im Dezember wurde ihm deshalb der Doktortitel aberkannt. [... E]s ist auch bekannt, dass dem CSU-Chef jede Form von Aufschneiderei persönlich zuwider ist. So verfügt Seehofer ehrenhalber über zwei Doktortitel und eine Professur - die Titel zu führen oder damit anzugeben, läge ihm fern."
  • Die Welt: Freie Wähler verhöhnen "Voralpen-Berlusconi" der CSU (dpa/sta) "Kreidl ist seit Monaten vor allem wegen seines aberkannten Doktortitels in den Schlagzeilen. Die Bundeswehr-Universität München hatte dem 61-Jährigen vor zwei Monaten den Titel entzogen, weil er weite Teile seiner Promotionsarbeit abgeschrieben hatte."

8. Februar 2014Bearbeiten

  • Die Welt: Die ewige Landrats-Posse von Miesbach (Peter Issig) "Jakob Kreidl gehört zu den Ex-Doktores der CSU. Er will trotz seiner peinlichen Titel-Aberkennung, einer gesponserten Geburtstagsfeier und der Verwicklung in die Verwandtenaffäre wieder Landrat werden. [...]
    Im vergangenen Dezember hatte die Bundeswehr-Universität in München Kreidl den Doktortitel aberkannt, den sie ihm 2005 verliehen hatte. [...]
    Es ging eine lange Prüfung voraus, nachdem die Doktorarbeit bei der Internetseite "vroniplag" als Plagiat aufgetaucht war. [...]
    Gewundert hatten sich Parteifreunde schon früher, dass das Mitglied der Gebirgsschützenkompanie eine Doktorarbeit mit dem Titel 'Der Kosovo-Konflikt: Vorgeschichte, Verlauf und Perspektiven; zur Stabilisierung einer Krisenregion' verfasste. Kreidl war zu dieser Zeit schon Landtagsabgeordneter. 'Mei, das hat er halt fürs Ego gebraucht', sagt ein Passant in Miesbach. Vielleicht sah er aber auch im Doktortitel eine Möglichkeit, die Karriere zu beschleunigen."

22. Januar 2014 Bearbeiten

  • Tegernseer Stimme: Kreidl: Regierung prüft Disziplinarverfahren (Christopher Horn) "In den vergangenen Monaten musste Landrat Jakob Kreidl so einige Fehlgriffe erklären: Doktorarbeit, Verwandtenaffäre, Debatte um Nebentätigkeiten. Alle diese Vorfälle hatte man in der CSU bislang hingenommen und dem Landratskandidaten weiterhin den Rücken gestärkt. [...] Bewahrheiten sich die neuesten Entwicklungen, könnte es damit aber bald vorbei sein. Wie die Regierung von Oberbayern gegenüber der Tegernseer Stimme schriftlich bestätigt, prüfe man dort derzeit, ob sich Jakob Kreidl durch die Abgabe einer falschen eidesstattlichen Versicherung im Zuge seiner Doktorarbeit als eines „Landrates unwürdig“ verhalten hat. Dazu Pressesprecher Klaus Kempfler: 'Wir haben uns über den Sachverhalt informiert und prüfen derzeit, ob Anlass für ein disziplinarrechtliches Vorgehen besteht.'"

20. Januar 2014 Bearbeiten

  • Tegernseer Stimme: Nur nicht am Ball kleben. Eine Glosse zum Umgang mit Doktortiteln in der Politik (Florian Eiler) "Das Loslassen von so weltlichen Gütern wie einem Doktortitel wirkte beim Freiherrn noch ungeübt und zögerlich. Inspiriert fühlte sich dadurch noch niemand. Doch sein Funke sprang über, runter von Bayreuth bis hinter München zu den Miesbachern. Landrat Jakob Kreidl, ein eifriger Lerner, machte es schon von Anfang an besser. Der Frank Ribery der CSU schnappte sich den Ball, stürmte nach vorne, überblickte mit einem angeborenen Talent die Spielsituation und gab sofort ab. Gekrönt mit einem ansteckenden Lächeln im Gesicht."

18. Januar 2014 Bearbeiten

  • Süddeutsche.de: Doktorchen Scheuer (Sebastian Beck) "[D]ie Küchenpsychologie lehrt: Wer sich groß aufbläst, der leidet womöglich unter Minderwertigkeitsgefühlen. Das gilt für die CSU in Berlin, die dauernd beweisen muss, dass Bayern ganz vorne marschiert. Das gilt aber auch für ihre gescheiterten Doktoranden wie Karl-Theodor zu Guttenberg oder den Miesbacher Landrat Jakob Kreidl, der sich als gelernter Ingenieur für Nachrichtentechnik eine Dissertation zum Kosovo-Konflikt zusammenkopierte. Im Dezember wurde Kreidl der Titel entzogen."

12. Januar 2014 Bearbeiten

  • Tegernseer Stimme: Jakob Kreidl kandidiert weiter (Klaus Wiendl) "„Ein mir bis dahin nicht bewusster Fehler aus meiner Vergangenheit holte mich plötzlich wie aus dem Nichts mit voller Wucht ein“. Sein Irrtum sei ihm erst allmählich bewusst geworden, so Kreidl in dem internen Schreiben. Die alles infrage stellenden Reaktionen hätten ihn sprachlos gemacht."

9. Januar 2014Bearbeiten

  • Stuttgarter Zeitung.de: Maximale Bestimmung (Mirko Weber) "Was man sich in der CSU bisweilen persönlich herausnehmen darf, lässt sich ganz gut am Beispiel des Landrats Jakob Kreidl aus Miesbach in Oberbayern demonstrieren. [...] Kreidl jedenfalls, Anfang 60 jetzt und ehemals Landtagsabgeordneter, war Karl-Theodor zu Guttenberg insofern voraus gewesen, als er am Ende seines späten Hochschulstudiums eine fleißig plagiierte Promotionsarbeit zum Kosovo-Konflikt einreichte. Heute ist Kreidl kein Doktor mehr. [...] Er sitzt, wenn auch zunehmend wacklig, im Amt, bis – wer weiß? – doch noch ein Machtwort gesprochen wird. Sprechen könnte es nur einer: Seehofer."

14. Dezember 2013Bearbeiten

  • Süddeutsche Zeitung: Grüne: Kreidl soll als Landrätechef abtreten (cws) "'Kreidl täte dem Landkreistag einen großen Dienst, wenn er als dessen Präsident sofort zurücktreten würde', sagte die hochschulpolitische Sprecherin der Fraktion, Verena Osgyan. [...]. 'Wer sich seine Promotion ermogelt hat, schadet dem politischen Amt', erklärte Osgyan, 'das galt für die Minister Guttenberg und Schavan, das gilt auch für Kreidl.' [...] Die Bundeswehr-Uni hatte Kreidl am Donnerstag den Doktortitel aberkannt. Schon vor zehn Monaten war durch die Internetplattform Vroniplag bekannt geworden, dass er seine Promotionsarbeit zum größten Teil abgeschrieben hatte."

13. Dezember 2013Bearbeiten

  • Tegernseer Stimme: Vorbild geht anders. Ein Kommentar zu Jakob Kreidl, Doktor a.D. (Steffen) "Es ist jene Form der Ignoranz, des fehlendem Eingeständnis eines schwerwiegenden Vergehens und eben die politischer Kaltschnäuzigkeit, die sich hier in der Person Kreidl Bahn bricht und einen stumm vor Entsetzen werden lässt. Andere sind wegen weniger Vergehen zurückgetreten. [...] Kreidl hat das wissenschaftliche Arbeiten mit seiner, nennen wir es gütig einmal Schludrigkeit, in den Dreck gezogen. Nicht mehr, nicht weniger."
  • Süddeutsche Zeitung: Tiefer Fall eines Saubermanns (Martina Scherf) "[D]as Verhalten des Delinquenten, aber auch der Hochschule legen den Verdacht nahe, die Beteiligten würden die Affäre am liebsten klein reden. Der Landrat selbst hatte versucht, sich mit ein paar gewundenen Entschuldigungen von wegen 'den Überblick beim Schreiben verloren'; und 'im Nachhinein Versäumnisse entdeckt' herauszureden. [...] Aber auch die Bundeswehr-Uni hat sich mit ihrer langwierigen Prüfung und ihrer kleinlauten Erklärung, man habe – nach zehn Monaten 'abwägender Diskussion' – den Doktortitel entzogen, kein Ruhmesblatt erworben. Konsequente Aufklärung sieht anders aus. [...] [D]ie Menschen in Kreidls Umgebung werden den Landrat nicht mehr als den Saubermann sehen, als den er sich immer gab. Ein Plagiat ist ein Straftatbestand – und eine Charaktersache."

12. Dezember 2013Bearbeiten

  • Süddeutsche.de: Wegen Plagiaten. CSU-Landrat verliert Doktortitel (dpa) "'Keine eigenständige wissenschaftliche Leistung' - und deshalb 'nicht dissertationswürdig': Die Bundeswehr-Uni hat dem Miesbacher Landrat Jakob Kreidl offiziell den Doktortitel entzogen. Bei der Kommunalwahl will der CSU-Politiker trotzdem wieder kandidieren.
    [...] 'Die Arbeit von Herrn Kreidl stellt keine eigenständige wissenschaftliche Leistung dar und war damit nicht dissertationswürdig', teilte die Uni am Donnerstag zur Begründung mit. Der Fakultätsrat der Fakultät für Staats- und Sozialwissenschaften habe dies am Vortag einstimmig entschieden.
    Kreidl akzeptierte die Entscheidung und kündigte an, keine Rechtsmittel dagegen einzulegen. 'Ich bedauere sehr, dass meine Arbeit wissenschaftlichen Ansprüchen nicht genügt und wiederhole meine Entschuldigung hierfür', sagte er laut Mitteilung."
  • PresseInformation aus dem Landratsamt Miesbach: Stellungnahme des Miesbacher Landrats Jakob Kreidl zum Fakultätsentscheid hinsichtlich Doktorgrad "Landrat Jakob Kreidl akzeptiert den Beschluss der Universität. Er hatte bereits im März dieses Jahres erklärt, sich dem Ergebnis der Untersuchung unterwerfen zu wollen. Er wird keine Rechtsmittel gegen diese Entscheidung einlegen.
    Schon im April 2013 hatte Landrat Kreidl die Universität von sich aus gebeten, den ihm verliehenen Doktorgrad zurückzunehmen, weil er selbst Fehler bei der Erstellung der Dissertation erkannt hatte. Seit April 2013 hat Landrat Kreidl darüber hinaus den Doktortitel nicht mehr geführt."
  • Tegernseer Stimme: Universität erkennt Jakob Kreidl Doktortitel ab und findet klare Worte. 'Nicht dissertationswürdig' (Christopher) "Wie kaum ein anderes Thema hat der Plagiatsvorwurf gegen Landrat Jakob Kreidl in den letzten neun Monaten die die Öffentlichkeit im Landkreis und am Tegernsee beschäftigt. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe gab Kreidl nach kurzem Zögern seinen Doktortitel von selbst ab.
    Seitdem warteten die Bürger gespannt auf das Urteil der Universität. Nun ist Kreidl seinen Doktor auch ganz offiziell los. Die Universität der Bundeswehr München stuft seine Arbeit als 'nicht dissertationswürdig' ein.
    Der Plagiatsvorwurf gegen Landrat Jakob Kreidl sorgte im März für einen Paukenschlag. Die Internetplattform VroniPlag hatte damals auf 103 der insgesamt 287 Seiten von Kreidls Abhandlung über den „Kosovo-Konflikt“ abgeschriebene Stellen gefunden und den Vorwurf öffentlich gemacht. [...]
    Heute nun hat die Bundeswehr Universität ihr Urteil verkündet und Jakob Kreidl seinen Doktortitel aberkannt. In einer Presseerklärung heißt es: 'Nach ausführlicher und abwägender Diskussion der vorliegenden Gutachten sowie aller einschlägigen rechtlichen Gesichtspunkte und unter Berücksichtigung aller relevanten Aspekte des vorliegenden Falls, stimmte der Fakultätsrat der Fakultät für Staats- und Sozialwissenschaften einstimmig zu, den mit Urkunde vom 31. Mai 2005 verliehenen Doktorgrad zurückzunehmen.'"
  • Tegernseer Stimme: Der Landrat im TS-Interview: 'Ich würde heute einiges anders machen'. Jakob Kreidl: Doktortitel aberkannt (Robin) "[TS:] Laut der Internetplattform VroniPlag sollen Sie über 90 Prozent Ihrer Doktorarbeit plagiiert haben. Haben Sie damals bewusst abgeschrieben?
    Jakob Kreidl: Nein, das habe ich nicht. Ich habe meine Quellen nicht genau zitiert. Ich würde VroniPlag allerdings nicht allzu sehr vertrauen. Ich verlasse mich hier allein auf das Urteil der Universität. Denn klar ist auch, dass jede Doktorarbeit auf historischen Quellen und der Arbeit anderer aufbaut. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank Walter Steinmeier hatte laut VroniPlag zum Beispiel über 80 Prozent übernommen und durfte seinen Doktortitel behalten. (Anmerkung der Redaktion: Laut VroniPlag sind es knapp über 24 Prozent)
    [TS:] Sie waren damals allerdings schon ein 53-jähriger Berufspolitiker und kannten sich in dem Geschäft aus. Haben Sie vor dem Unterschreiben der eidesstattlichen Versicherung Ihre Arbeit nicht noch mal überprüft?
    Jakob Kreidl: Natürlich habe ich meine Arbeit vorher noch mal überprüft. Aber damals standen die technischen Hilfsmittel nicht zur Verfügung, die es heute gibt. Hätte es diese gegeben, hätte ich sie auch angewendet.[...]
    [TS:] Sagen Sie es frei heraus: Würden Sie den Doktor-Titel heute noch mal machen oder nicht?
    Jakob Kreidl: Ja, ich würde meinen Doktor wahrscheinlich noch einmal machen wollen, weil ich das Thema nach wie vor spannend finde. Allerdings nur, wenn ich die technischen Hilfsmittel von heute zur Verfügung hätte, um die Arbeit abschließend zu kontrollieren."

27. November 2013Bearbeiten

  • Tegernseer Stimme: Geopfert auf dem Altar der Unabhängigkeit (Steffen) "Die Universität ist ganz einfach unabhängig. Und prüft … und prüft … und prüft … und vergisst dabei, dass der wissenschaftliche Betrieb nicht nur unabhängig ist, sondern auch eine Verantwortung hat. Die Verantwortung, zur Klärung eines Falles beizutragen, der viele Menschen beschäftigt und gleichzeitig politische Relevanz hat."

8. November 2013Bearbeiten

  • merkur-online.de: Jakob Kreidl: „Spüre nahezu täglich Zustimmung“ (Stephen Hank) "Was sagen Sie den Menschen, die argumentieren, mit einer Entschuldigung und Worten des Bedauerns sei es nicht getan? [Kreidl:] Ich sage den Leuten, dass ich meinen Fehler offen eingestanden und ihn mir auch persönlich vorzuwerfen habe. Ich habe Konsequenzen in der Weise gezogen, dass ich meinen Doktortitel nicht mehr führe. Das stößt auch auf großes Verständnis, weil die Leute sagen, dass hier Dinge nicht ausgesessen oder kleingeredet werden. Ich habe auch von Anfang an gesagt, dass ich mich dem Urteil der Universität unterwerfen werde."

27. Oktober 2013Bearbeiten

  • Tegernseer Stimme: Die Affäre Kreidl hat sich weggefloskelt (Steffen Greschner) "Die Affäre Kreidl zeigt vor allem eines: Die Scheinheiligkeit der Worte im politischen Alltag. [...] Die Uni prüft nach wie vor. Wann es zu einem Ergebnis kommt, ist ungewiss. Ganz offensichtlich ist es auch vollkommen egal. Auf das Vertrauen der Partei und die Karriere eines Jakob Kreidl wird es keine Auswirkungen mehr haben. Es wird sich schon die richtige Floskel dafür finden, wenn die Universität das von vielen erwartete Ergebnis ihrer Überprüfungen bekannt gibt."

25. Oktober 2013Bearbeiten

  • Tegernseer Stimme: "Der richtige Mann trotz Fehlern" CSU schickt Kreidl erneut ins Rennen (Christopher) "Ob Landrat Jakob Kreidl auch im kommenden Jahr wieder kandidieren darf, schien angesichts einiger Querelen in den letzten Monaten zumindest fraglich. Am Ende stand jedoch ein klares Votum zugunsten Kreidls. Das Jahr 2013 war offensichtlich kein einfaches für Landrat Jakob Kreidl. Nachdem im März 2013 der Verdacht aufgekommen war, er habe wesentliche Teile seiner Doktorarbeit abgeschrieben, gab der 61-Jährige im Frühjahr seinen Doktortitel freiwillig ab."

18. September 2013Bearbeiten

  • merkur-online.de: Kreidl bekräftigt Landratskandidatur (Stephen Hank) "„Ich weiß, dass Horst Seehofer zu mir steht. Das ist für mich entscheidend und nicht öffentliche Solidaritätsbekundungen“, antwortete Kreidl auf die Frage, ob er sich nicht über eine öffentliche Unterstützung des Ministerpräsidenten in der Plagiatsaffäre gefreut hätte. Die Prüfung seiner Doktorarbeit an der Universität der Bundeswehr in Neubiberg läuft noch. Der Landrat sagte im Interview, er werde „das Prüfergebnis akzeptieren und keine Rechtsmittel dagegen einlegen“."

1. September 2013Bearbeiten

  • Tegernseer Stimme: Kreidl-Prüfung: Kein Ergebnis vor den Wahlen (Steffen Greschner) "Was von vielen vorausgesagt wurde, scheint sich zu bestätigen: die Aufklärung der unter Plagiatsverdacht stehenden Doktorarbeit von Landrat Jakob Kreidl lässt auf sich warten. [...] 'Es gibt keinen Termin und keinen Zeithorizont für das Ergebnis', sagte der Pressesprecher der Universität, Michael Brauns, auf Nachfrage."

12. August 2013Bearbeiten

  • Spiegel Online: Plagiatsaffären: Die Großen hängt man, die Kleinen schweigt man tot (Lena Greiner/Oliver Trenkamp) "Ein anderer Betroffener wollte die Prüfung gar nicht erst abwarten: Der bayerische Landrat gab im April 2013 bekannt, seinen Doktortitel freiwillig nicht länger führen zu wollen - nicht einmal drei Wochen, nachdem die Plagiatsvorwürfe seiner politikwissenschaftlichen Dissertation auf VroniPlag veröffentlicht worden waren. Die Bundeswehr-Universität München prüft die Arbeit trotzdem weiter. Sie verfahre 'stets und ohne Ansehen der Person gemäß den genannten Verfahrensvorgaben', teilte die Hochschule mit."

23. Juli 2013Bearbeiten

16. Juli 2013Bearbeiten

  • Tegernseer Stimme: Kreidl: Uni prüft und schweigt sich aus (Steffen) "Die Kommission tage dazu nichtöffentlich und werde das Ergebnis veröffentlichen, sobald es vorliege. Wann das sein wird, lässt sich dagegen nicht voraussagen. Auch auf die Frage, ob das Ergebnis noch vor der Landtagswahl im September vorliegen wird, will man sich nicht äußern."

28. Mai 2013Bearbeiten

  • Tegernseer Stimme: “Kreidl ist Täter, nicht Opfer” (Robin) „Robert Huber: Herr Kreidl hat sich diese Suppe selber eingebrockt – und die ist ganz schön dick. Die muss er jetzt selber auch wieder auslöffeln. Ganz entscheidend ist dabei für mich, wie die Bundeswehr-Universität seine Doktorarbeit beurteilt. Denn es ist ein gravierender Unterschied, ob sie sagen, er hat Fehler gemacht oder betrogen hat. [...] Was ich allerdings nicht sonderlich gut gefunden habe, ist, dass es in einigen Publikationen so rübergekommen ist, als sei er das Opfer einer Kampagne. Das ist nicht der Fall. Er ist Täter, nicht Opfer. Das muss man ganz deutlich herausstellen.“

25. Mai 2013Bearbeiten

  • Süddeutsche Zeitung: Miese Stimmung in Miesbach (Christian Sebald)  "Ende März wurde bekannt, dass Kreidl seine Doktorarbeit über den Kosovo-Konflikt größtenteils abgeschrieben hat, ohne die Quellen zu nennen. Kreidl hatte die Arbeit 2005 an der Universität der Bundeswehr in München-Neubiberg eingereicht. Auf dem Internet-Portal Vroniplag heißt es, dass sich auf 259 der 286 Textseiten Plagiate finden. Das entspricht einem Anteil von gut 90 Prozent. [...] Doch das dürfte nur der Anfang gewesen sein. Sollte die Bundeswehr-Uni demnächst Kreidl den Doktortitel offiziell aberkennen, wird es richtig eng für ihn“, sagt ein wichtiger CSU-Mann, „richtig eng.“ Ein anderer sagt, „ich an Kreidls Stelle wäre bereits von allen Ämtern zurückgetreten“."

17. Mai 2013Bearbeiten

  • Tegernseer Stimme: “Ein verheerendes Bild, das Kreidl abgibt” (Robin) „In der letzten Zeit hat sich viel verändert für den Miesbacher CSU-Kreisvorsitzenden Jakob Kreidl. Noch vor zwei Jahren wurde er noch von 92,6 Prozent der CSU Kreismitglieder zum Vorsitzenden gewählt. In seiner Position als Landrat und als Präsident des Landkreistages saß er fest im Sattel. Doch in der Zwischenzeit ist viel geschehen: Erst sah Kreidl sich gezwungen, seinen Doktortitel abzugeben, und dann folgte eine unerfreuliche Geschichte um die jahrelange Beschäftigung seiner Frau in seiner früheren Zeit als Landtagsabgeordneter.“
  • Bayerische Staatszeitung: Revolution mit Ansage (André Paul) „Der neue Minister – laut Seehofers Vorstellung „eine starke Persönlichkeit“, die es auch schafft, „Heimat als Gegenpol zur Globalisierung“ zu positionieren – wäre dann eine der wichtigsten Figuren am Kabinettstisch. [...] Landkreistagspräsident Jakob Kreidl sollte sich aber wohl keine Hoffnungen machen. Der durch die Plagiatsaffäre um seine Doktorarbeit und die Beschäftigung seiner Ehefrau im Abgeordnetenbüro politisch angeschlagene Verbandschef hätte sich bestimmt über ein verbales Schulterklopfen seines Parteichefs gefreut. Vergebens: Horst Seehofer mag gelegentlich großzügig auftreten, aber Barmherzigkeit ist seine Sache nicht.“
  • Spiegel Online: Studieren und Plagiieren: Sorry, habe abgeschrieben - war ein Versehen (Lena Greiner, Miriam Olbrisch) „Um Plagiate zukünftig effektiver aufspüren zu können, sind mittlerweile über 50 Computerprogramme auf dem Markt. Auch die Aktivisten von VroniPlag arbeiten damit. Zunächst müssen die im Literaturverzeichnis angegebenen Quellen eingescannt werden, dann die Literatur, aus der möglicherweise abgeschrieben wurde. Nur so kann die Maschine kopierte Textpassagen finden, zu denen die Quellenangaben fehlen. [...] Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis Haus- oder Masterarbeiten mit besserer Software problemlos und schnell online durchgecheckt werden könnten.“

16. Mai 2013Bearbeiten

  • Süddeutsche Zeitung: Der einsame Landrat (Christian Sebald) "Zwar würde es keiner der Landräte so offen sagen. Aber Kreidl ist reichlich angeschlagen. Die Plagiatsaffäre klebt zäh an ihm. Der Miesbacher Landrat, der stets so stolz auf seinen Doktortitel war, hat seine Promotionsarbeit über den Kosovo-Konflikt größtenteils abgeschrieben, ohne die Quellen zu nennen. Und nun hat den 60-jährigen Politiker auch noch die Familienaffäre der CSU eingeholt. [...] Den Doktortitel dagegen führt er nicht mehr. So stolz er auf ihn war, nun betont er stets, er werde sich einer Aberkennung ohne Widerworte fügen."

15. Mai 2013Bearbeiten

  • Die Welt: Seehofer will Heimatministerium schaffen (dpa/sta) "Ausdrücklich verzichtete der Ministerpräsident auf eine Vertrauenserklärung für den politisch angeschlagenen Landkreistags-Präsidenten und Parteifreund Jakob Kreidl. Der Miesbacher Landrat steht wegen einer Plagiatsaffäre bei seiner Doktorarbeit und wegen der Beschäftigung seiner Ehefrau während seiner Zeit als Landtagsabgeordneter in der Kritik."

10. Mai 2013Bearbeiten

  • OVB online: Dämpfer für Kreidl (sh) "Bei der Wahl zum Miesbacher CSU-Kreisvorsitzenden ist Jakob Kreidl zwar in seinem Amt bestätigt worden – jedoch mit seinem bislang schlechtesten Ergebnis. Lediglich 76, 7 Prozent stimmten für Kreidl. [...] Zum einen soll Kreidl in weiten Teilen seine Doktorarbeit abgeschrieben haben. Aufgedeckt hat die Plagiate die Internetplattform Vroniplag. Kreidl verzichtete noch vor Abschluss der uniinternen Prüfung auf das Führen seines Titels."

7. Mai 2013Bearbeiten

  • Abendzeitung München: Seehofer: "Die Rückzahlung ist richtig" (Angela Böhm, Anja Timmermann, Georg Thanscheidt) "[AZ:] Sie sagen, alle eklatanten Fälle sind abgeräumt: Was ist mit Jakob Kreidl? Als Chef des Innenausschusses im Landtag hat er seine Frau angestellt. Vor ein paar Wochen flog auf, dass er seine Doktorarbeit erschwindelt hat. Und er ist noch immer Landrat von Miesbach und Präsident des Bayerischen Landkreistages. Ist das der schwarze Filz? [Seehofer:] Nein, er hat doch bei der Doktorarbeit sehr konsequent gehandelt und den Titel gleich zurückgegeben. Das war Übernahme von Verantwortung. Das ist in Ordnung."

2. Mai 2013Bearbeiten

  • Abendzeitung München: Familienunternehmen und Co. CSU: Die größe Krise seit der Amigo-Affäre (tan) "Eigentlich wollte Horst Seehofer am Freitag mit seiner großen Krönungsmesse die Chancen der CSU zelebrieren – doch die Hütte brennt. Zum Beispiel auch, aber nicht nur wegen der Abzocker-Abgeordneten [...] Oder der Doktor-Schwindel. Diesen Orden hat natürlich auch Jakob Kreidl, der ehemalige Chef des Innenausschusses, Landrat von Miesbach und Präsident des Bayerischen Landkreistags. Aber keinen Doktor-Titel mehr: Vor vier Wochen war aufgeflogen, dass sein Titel erschwindelt war. Er hatte betrogen und abgeschrieben. Seinen Doktor hat Kreidl freiwillig zurückgegeben. An seinen Ämtern aber klebt er."

1. Mai 2013Bearbeiten

  • Tegernseer Stimme: Wirtschaft des Landkreises gibt sich Stelldichein (Peter) "Und an Jakob Kreidl, der in den letzten Wochen unter Druck geraten war wegen den Plagiatsvorwürfen um seine Doktorarbeit, richtete der Ministerpräsident noch ein paar nette Worte und wünschte ihm auch weiterhin eine glückliche Hand als, so Seehofer 'Landrat des besten, erfolgreichsten und schönsten Landkreises. Und das mit dem schönsten Landrat, den wir in Bayern haben.' Worte, die Kreidl sicher gut tun. Zwar war am gestrigen Abend die Affäre um seine Doktorarbeit kein großes Thema. Jakob Kreidl selber war in seiner eigenen Rede nur kurz auf die Rückgabe des Doktortitels eingegangen. Er hoffe, dass man seine Arbeit nicht an zwei Buchstaben bewertet, sondern an der Leistung und den Ergebnissen, die er als Landrat bringt. Doch am Applaus merkte man, dass nicht alle mit Kreidls Krisenmanagement einverstanden sind. Und auch bei den Gesprächen vor und nach dem festlichen Teil waren immer wieder kritische Stimmen zu hören."


24. April 2013Bearbeiten

  • Tegernseer Stimme: Kreidl: Persönliche Entschuldigung akzeptiert. Für die Verfasser des offenen Briefes ist "die Sache vorerst erledigt" (Steffen Greschner) "Wie sowohl Jakob Kreidl, als auch die Professoren Dr. Meyer und Dr. Schlotter übereinstimmend bestätigen, hat sich der Landrat letzten Samstag offiziell und in einem persönlichen Gespräch für sein Fehlverhalten entschuldigt. Von einer Entschuldigung in “sehr selbstkritischer” Weise ist die Rede. [...] Allerdings verweisen die Urheber darauf, dass weitere rechtliche Schritte beziehungsweise Schadensersatzforderungen den Auftraggebern des Originalberichtes und der Prüfungskommission von Kreidls Bundeswehruniversität in Neubiberg vorbehalten bleiben."

19. April 2013Bearbeiten

  • Bayerische Staatszeitung: Menschliche Tragik (André Paul) "Vielleicht kann der Miesbacher Landrat und bayerische Landkreistagspräsident Jakob Kreidl seine politische Laufbahn fortsetzen - trotz der Schmach, seinen vor acht Jahren an der Universität der Bundeswehr in München erworbenen Doktortitel zurückgeben zu müssen, weil er ihn nicht unter Einhaltung sauberer wissenschaftlicher Standards erworben hat. Womöglich landet der CSU-Politiker aber auch vor Gericht. Denn sollte die Hochschule zur Ansicht gelangen, es handelt sich um ein Plagiat, drohen ihm aufgrund seiner eidesstattlichen Versicherung strafrechtliche Konsequenzen."
  • Tegernseer Stimme: "Vertuschung mit erheblicher Gründlichkeit" (Steffen Greschner) "Schwerwiegende Vorwürfe erheben Prof. Dr. Berthold Meyer und Prof. Dr. Peter Schlotter gegen Landrat Jakob Kreidl: “keine vernachlässigbaren Fehler, sondern bewusste Verstöße gegen das Urheberrecht”, “Vertuschung mit erheblicher Gründlichkeit”, “Diebstahl unseres geistigen Eigentums” und “systematisches Vorgehen” beim Abschreiben."

18. April 2013Bearbeiten

  • Süddeutsche: Neuer Ärger für Kreidl Professoren schlagen seine Entschuldigung für Plagiat aus (Martina Scherf) „München - Jakob Kreidl (CSU), der Miesbacher Landrat und Präsident des Bayerischen Landkreistages, bekommt nun auch Ärger mit den beiden Professoren, von denen er seine Doktorarbeit zum Teil abgeschrieben hat: Sie nehmen seine offizielle Entschuldigung nicht an, obwohl er in zwischen freiwillig auf das Führen des Titels verzichtet.“
  • OVB Online: Entschuldigung erwartet (sh) "Der ertappte Plagiator zeigte sich gestern von dem Schreiben tief betroffen. Selbstverständlich werde eine persönliche Entschuldigung folgen, sagte Kreidl. Außerdem muss sich Kreidl demnächst vor der Untersuchungskommission der Universität der Bundeswehr zu dem Vorgang äußern. Danach könnte der Titel-Entzug offiziell folgen."
  • merkur-online.de: Plagiatsaffäre: Professoren erwarten Entschuldigung "Die Rede ist von Diebstahl geistigen Eigentums und systematischer Vertuschung. Mit einem geharnischten Brief melden sich die Professoren Meyer und Schlotter in der Plagiatsaffäre um Jakob Kreidl zu Wort. Sie halten seine Entschuldigung für nicht ausreichend."

15. April 2013Bearbeiten

  • Nordbayerischer Kurier: "Für manche gehört der Doktortitel einfach dazu" (Thorsten Gütling) „Zum Verhängnis wurde Kreidl die Onlineplattform Vroniplag. Sind solche Seiten eigentlich Fluch oder Segen für die Demokratie, schließlich müssen auch Politiker gehen, die ihren Job vielleicht ganz gut gemacht haben? Hübner: Niemand, der in der Öffentlichkeit steht, darf zu sehr darüber schimpfen. Die Plattformen schaffen Transparenz, sie sind da und man muss sich ihnen stellen. Die Öffentlichkeit muss sich allerdings fragen, wie sie mit denen, die dort auffliegen, umgehen will. Sollen alle Beschuldigten weg oder soll künftig etwas mehr differenziert werden?“

14. April 2013Bearbeiten

  • Tegernseer Stimme: Ein Kommentar zur Floskel vom Wählervertrauen - Jakob Kreidl und der Wähler: Eine fast ganz normale Beziehung (Steffen) "Der Doktor ist weg. Jakob Kreidl hat in einer schriftlichen Erklärung den Verzicht auf den Titel verkündet. Unabhängig von der Entscheidung seiner sich derzeit noch in Prüfung befindlichen Universität Neubiberg. Gleichzeitig beruft sich der Landrat auf den “erteilten Wählerauftrag” und auf die “Grundlage des Vertrauens der Wählerinnen und Wähler”, um sein Amt weiter auszuführen. Woher Kreidl jedoch das Wissen über das ihm entgegengebrachte Vertrauen nimmt, bleibt sein Geheimnis."
  • merkur-online.de: Plagiatsaffäre: Der Doktor ist gelöscht "Auf der Homepage sind nur noch der Vor- und Familienname des Landrats zu finden - Änderungen, die laut Behördensprecher Ernst Dieckmann umgehend und schnell erfolgt seien. Die computergestützte Textverarbeitung sorgt dafür, dass durch den Titelverzicht weder beim Landratsamt noch bei den kreiseigenen Tochterbetrieben, dem Abfallwirtschaftsunternehmen VIVO und dem Krankenhaus Agatharied, sowie der Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee Kosten entstehen."

13. April 2013Bearbeiten

  • Süddeutsche: Kreidls Doktorvater 'maßlos enttäuscht' (cws, rn) "Der Doktorvater des Miesbacher Landrats und Präsidenten des Landkreistags, Jakob Kreidl (CSU), ist 'maßlos enttäuscht' von seinem akademischen Zögling. 'Das, was Kreidl gemacht hat, ist völlig inakzeptabel', sagte der Politikprofessor Jürgen Schwarz, der Kreidl während dessen Promotion an der Bundeswehr-Universität München betreut hat."

12. April 2013Bearbeiten

  • Tegernseerstimme.de: Kampagne oder Fehlverhalten? (Christopher) "Kreidl gibt, so die Aussage der Erklärung, seinen Doktortitel mit sofortiger Wirkung ab. Doch ist es damit wirklich getan oder muss Kreidl über kurz oder lang auch das Amt des Landrates niederlegen? Wir haben Stimmen aus der Politik und der Bevölkerung eingefangen."
  • Süddeutsche.de: Zwischen Märtyrer und Ehrendoktor (Sebastian Beck) "Fast könnte man meinen, ihm sei was ganz Schlimmes angetan worden. Dabei war er es selbst, der sich eine Doktorarbeit zusammenkopiert hat. Kreidl hat auf so dreiste Weise abgeschrieben, dass man sich auch die Frage stellen könnte, was überhaupt von ihm stammt - außer Vor- und Schlusswort."
  • Merkur online: Vermeintliche Doktoren (Hartmut Sonntag Grasbrunn-Harthausen) „Im Fall vom Herrn Kreidl gibt es aber einen kleinen, aber feinen Unterschied zu dem/der Bundesminister(in) bzw. zu den Mitgliedern des Europaparlaments. Herr Kreidl ist Politiker und somit in sein Amt gewählt worden, aber als Landrat ist er ein so genannter kommunaler Wahlbeamter. Das bedeutet, er hat einen Beamtenstatus auf die Dauer seiner Amtsperiode. Weiterhin ist er als Leiter seiner Behörde, Landratsamt Miesbach, auch Disziplinarvorgesetzter seiner Landratsbeamten.“
  • Spiegel Online: Plagiatsaffäre in Bayern: CSU-Landrat will sich selbst entdoktorn (otr) „Die Bundeswehr und ihre Unis sind alles andere als zimperlich, wenn es um Pagiatoren geht. Sprecher beider Bundeswehr-Universitäten bestätigten zur Zeit der Guttenberg-Affäre, dass Schummler in Uniform mit dienstrechtlichen Konsequenzen rechnen müssen - und dass es solche Fälle bereits gegeben hat.“
  • Das Gelbe Blatt: Verzicht auf Doktortitel (ft) „Auf immer mehr Seiten haben die Mitarbeiter der Internetplattform Vroniplag abgeschriebene und nicht korrekt zitierte Passagen gefunden. Der Druck ist zu groß geworden.“
  • Merkur online: Kreidls Doktorvater: "Hat mir Tiefschlag versetzt" (Katrin Woitsch, Carina Lechner) „Die Plagiatsvorwürfe haben auch ihm bereits einige schlaflose Nächte bereitet und ihm einen 'schweren Tiefschlag versetzt'. Sie hinterlassen einen negativen Nachgeschmack auf seine Professorenzeit, betont er. Allerdings räumt er ein: 'Es ist ehrenwert, Fehler aus freien Stücken zuzugeben.'“
  • OVB Online: Kreidl verzichtet auf Doktortitel(Google cache) (Katrin Woitsch, Carina Lechner) „Einen Mann traf diese Nachricht gestern besonders: Kreidls Doktorvater Jürgen Schwarz. Noch vor zwei Wochen hatte der emeritierte Politikprofessor die Hand für seinen ehemaligen Studenten ins Feuer gelegt. Der 76-Jährige reagierte 'sehr betrübt' auf das Schuldeingeständnis. 'Das ist schwer zu verdauen', sagte er. 'Jakob Kreidl hatte mein vollstes Vertrauen. Ich bin menschlich schwer enttäuscht.' [...] Bernd Hering, SPD-Landrat von Hof, sagte gegenüber unserer Zeitung: 'Dieser Schritt ehrt Jakob Kreidl. Es zeigt, dass er nicht auf seinen Titel angewiesen ist.' Das Amt des Landkreispräsidenten sieht Hering auf keinen Fall beschädigt. 'Im Gegenteil, ich rechne es ihm hoch an, dass er den Titel zurückgibt, ohne dass in dem Verfahren eine Entscheidung gefallen ist.'“
  • Süddeutsche Zeitung: Landrat Kreidl gibt Doktortitel zurück (cws/msz/mse) „Die Bundeswehr-Uni erklärte laut dpa, dass der CSU-Mann trotz seines Verzichts der Untersuchung der Uni nicht entgehe: 'An dem Verfahren, das jetzt eingeleitet ist, wird diese Entscheidung Herrn Kreidls nichts ändern', sagte Sprecher Michael Brauns.“

11. April 2013Bearbeiten

  • merkur-online.de: Plagiatsverdacht: Kreidl verzichtet auf Doktortitel. Die Erklärung im Wortlaut „Aufgrund der jetzt durch mich erfolgten kritischen Prüfung meiner Dissertation musste ich feststellen, dass mir bei meiner Arbeit bedauerlicher Weise eine Vielzahl an Fehlern unterlaufen ist. Nach den zu Recht strengen wissenschaftlichen Maßstäben habe ich zum Teil unkorrekt bzw. nicht vollständig zitiert und Quellenhinweise nicht in vollem Umfang aufgeführt. [...] Heute muss ich eingestehen, dass ich damals bei der Anfertigung der Doktorarbeit offenbar den Überblick verloren habe. [...] Ich habe deshalb gegenüber der Universität meinen Verzicht auf den mir verliehenen Doktorgrad erklärt.“
  • tz-online: Plagiatsverdacht: Kreidl verzichtet auf Doktortitel „Wegen meiner vielfältigen beruflichen Belastungen und meiner politischen sowie ehrenamtlichen Tätigkeiten bin ich bei der Erstellung der Arbeit in meiner knappen Freizeit nicht mit der notwendigen Gründlichkeit zu Werke gegangen. […] Heute muss ich eingestehen, dass ich damals bei der Anfertigung der Doktorarbeit offenbar den Überblick verloren habe. […] Unabhängig davon, was von der Universität der Bundeswehr in Neubiberg nun zu veranlassen ist, habe ich mich daher entschieden, bereits jetzt, vor einer Entscheidung der Universität, freiwillig auf den Doktortitel zu verzichten.“
  • Tegernseerstimme: Landrat möchte weiter im Amt bleiben. Jakob Kreidl gibt Doktortitel zurück (Robin) "In einer ersten Stellungnahme wies Kreidl die Vorwürfe damals jedoch zurück: „Ich bin davon überzeugt, dass ich während der gesamten Dissertation gründlich recherchiert und die Quellen entsprechend der Promotionsordnung angegeben habe.“ In der Zwischenzeit scheint der Landrat seine Meinung geändert zu haben. [...] Gleichzeitig weißt Kreidl laut Aussage seines Sprechers Ernst Diekmann auch weiterhin eine Täuschungsabsicht zurück. „Aus Sicht des Landrates liegt keine bewusste Täuschung vor“, so Diekmann."
  • BR.de: Miesbacher Landrat verzichtet auf Doktortitel „Aufgedeckt hat die Plagiate die Internetplattform Vroniplag. So soll Kreidl auf rund 30 Seiten mindestens die Hälfte des Textes abgeschrieben und auf weiteren zwanzig Seiten möglicherweise zwei Drittel plagiiert haben. [...] Kreidl selbst hatte zunächst in einer schriftlichen Erklärung, die dem Bayerischen Rundfunk vorliegt, die Vorwürfe abgestritten [...] Gleichzeitig reichte er die Verantwortung an die Universität der Bundeswehr in Neubiberg weiter. Zwei Professoren hätten schließlich seine Arbeit geprüft, außerdem habe er sich in einer "strengen mündlichen Prüfung" bewährt.“
  • Süddeutsche.de: Landrat Kreidl gibt Doktortitel zurück (Christian Sebald, Mike Szymanski und Martina Scherf) „Sieg für die Plagiatsjäger: Auf Vroniplag haben sie nachgewiesen, dass der CSU-Politiker Jakob Kreidl große Teile seiner Doktorarbeit einfach abgeschrieben hat. [...] Zumindest fürs Erste könnte damit die Affäre für Kreidl ausgestanden sein. Die Chefin der CSU Oberbayern, Bundesagrarministerin Ilse Aigner, sagte: "Ich schätze Kreidl mit und ohne Doktor-Titel." Auch die Landräte stehen zu ihrem Chef. [...] In seiner Heimat Miesbach hat Kreidls Image hingegen gelitten. Dort ist die Affäre Tagesgespräch.“
  • Radio Alpenwelle: Jakob Kreidl gibt Fehler bei seiner Doktorarbeit zu „Miesbachs Landrat Jakob Kreidl gibt zu, dass ihm bei seiner Doktorarbeit eine Vielzahl von Fehlern unterlaufen sei. Er habe nach wissenschaftlichen Maßstäben Quellenhinweise nicht in vollem Umfang aufgeführt.“
  • Rosenheim24.de: Miesbacher Landrat gibt Doktortitel ab „Miesbach - Noch ist unklar, ob Jakob Kreidl (CSU) aufgrund eines Plagiats seinen Doktortitel verlieren wird. Unabhängig davon verzichtet er nun freiwillig darauf. Laut dem Bayerischen Rundfunk macht der Landrat nun aber auch der Universität der Bundeswehr in Neubiberg schwere Vorwürfe.“

10. April 2013Bearbeiten

  • merkur-online.de: Plagiatsvorwürfe gegen Landrat: Übernahmen auf 219 Seiten „Die Prüfung von Jakob Kreidls Doktorarbeit seitens der Internetplattform Vroniplag hält an. Und glaubt man den Plagiatsfahndern, dann wird es eng für den Landrat. Auf inzwischen 219 Seiten des 286 Seiten zählenden Hauptteils der Dissertation haben die Vroniplag-Mitarbeiter mutmaßlich übernommene Passagen entdeckt.“

5. April 2013Bearbeiten

  • Das Gelbe Blatt: Noch mehr abgeschrieben? „Vroniplag zeigt Textausschnitte von Kreidls Doktorarbeit und von Werken, aus denen er plagiiert haben soll, im direkten Vergleich. Hier ist zu sehen, dass englische Begriffe ins Deutsche übertragen und Zahlen ausgeschrieben wurden. Die Konsequenzen für Kreidl sind bislang kaum abzuschätzen. Ihm könnte nach der Überprüfung durch die Bundeswehr-Uni der Doktortitel entzogen werden.“

4. April 2013Bearbeiten

  • Nürnberger Nachrichten: Für Kreidl wird es eng (pa) „Nach Angaben der Internetseite Vroniplag sind auf nahezu 90 der gut 280 Seiten weit über zwei Drittel des Textes oft wortwörtlich von drei Autoren übernommen. Keiner der drei wird aber im umfangreichen Literaturverzeichnis erwähnt. Insgesamt wurden offenbar bereits auf knapp 200 Seiten der Arbeit über den Kosovo-Konflikt Stellen identifiziert, die unter Plagiatsverdacht stehen.“

3. April 2013Bearbeiten

  • Bild.de: Plagiats-Jäger setzen Kreidl unter Druck (dpa/lby) „Plagiats-Jäger im Internet haben eine Reihe neuer verdächtiger Textstellen in der Doktorarbeit des bayerischen Landkreis-Präsidenten Jakob Kreidl (CSU) gefunden. Laut der Internetseite Vroniplag, auf der die Dissertation des Politikers anonym untersucht wird, enthalten mehr als zwei Drittel der Seiten Zitate, die nicht ordnungsgemäß gekennzeichnet seien.“
  • OVB online: Doktor in Nöten (mik) „Die Universität der Bundeswehr hat eine Prüfung angekündigt. Kreidl will das Urteil akzeptieren. Möglich wäre auch, dass der Präsident der Landräte schon vorab seinen Doktortitel zurück gibt.“
  • Augsburger Allgemeine: Miesbachs Landrat Jakob Kreidl taucht ab (Till Hoffmann). „Die Internet-Plattform Vroniplag listet dezidiert auf, welchen Umfang die fremden wissenschaftlichen Federn einnehmen sollen, mit denen sich Kreidl angeblich schmückt. Bis gestern Morgen wurden demnach auf 195 von 286 Seiten der Dissertation Plagiatsfundstellen dokumentiert, was einem Plagiatsanteil von gut 68 Prozent aller Seiten entspricht.“

1. April 2013Bearbeiten

  • merkur-online.de: Verdächtige Textstellen auf 193 Seiten der Doktorarbeit „Eine Woche ist vergangenen, seit die Plagiatsvorwürfe gegen Landrat Jakob Kreidl (CSU) laut geworden sind. Eine Woche, in der die Internetfahnder von Vroniplag alles andere als untätig waren. Auf inzwischen 193 des knapp 300 Seiten umfassenden Textteils von Kreidls Doktorarbeit haben die ehrenamtlichen Mitarbeiter verdächtige Stellen entdeckt.“

31. März 2013Bearbeiten

  • Tegernseer Stimme: Die Einschläge kommen näher (Steffen) „Die den meisten bisher nur aus den nationalen Medien bekannte Plattform VroniPlag ist im Landreis angekommen. Der schwere Vorwurf richtete sich nicht gegen Vertreter der fernen Bundespolitik, sondern gegen unseren Landrat. Stand heute werden auf 60,84 % aller Seiten Kreidls Doktorarbeit Plagiate ausgewiesen. Von einem Versehen oder kleinen Fehlern ist dabei nicht mehr auszugehen. [...] Die Erfahrungen der vergangenen Fälle haben gezeigt, dass die Macher hinter VroniPlag sauber arbeiten. Vorwürfe in dieser Schwere haben bisher auch zur Aberkennung des Titels durch die Universitäten geführt.“

28. März 2013Bearbeiten

  • Telepolis: Weitere Wohlfühldissertation unter Plagiatsverdacht (Peter Mühlbauer) "Mit dem Vroniplag-Vorwurf konfrontiert, dass in seiner Doktorarbeit '27 Seiten mit 50-75 Prozent Plagiatstext und 15 Seiten mit mehr als 75 Prozent Plagiatstext' gefunden worden seien, zeigte sich der Miesbacher Landrat gegenüber Telepolis 'überrascht' und 'betroffen'. Unter anderem wegen eines 'regen Austausches' mit seinem heute 76-jährigen Doktorvaters Jürgen Schwarz sei er überzeugt, 'gründlich recherchiert', 'die Quellen entsprechend der Promotionsordnung angegeben' und die Arbeit insgesamt 'ordnungsgemäß erstellt' zu haben."
  • Bayerische Staatszeitung: Plagiatsvorwurf gegen Präsident des Landkreistags (andré paul) "[Kreidl] wird auf der Internetseite Vroniplag - hier waren anonym schon mehrere bekannte Politiker angeprangert worden - unterstellt, ein Drittel seiner Doktorarbeit aus dem Jahre 2005 abgeschrieben zu haben. [...] Rücktrittsforderungen wurden gegenüber Jakob Kreidl bisher nicht erhoben."

27. März 2013Bearbeiten

  • BR Bayern 1: Berthold Meyer wirft Kreidl Absicht vor (Sebastian Krause) "In der Doktorarbeit von Jakob Kreidl habe er wortgenaue Übernahmen seines Textes auf 71 Seiten der Arbeit gefunden, sagte der Marburger Politikwissenschaftler Berthold Meyer der Nachrichtenagentur DPA"
  • Nürnberger Zeitung: Promotionsarbeit von CSU-Politiker Jakob Kreidl - Uni prüft Plagiatsvorwurf (Ralf Müller) "Erneut sieht sich ein führender CSU-Politiker mit akademischen Plagiatsvorwürfen konfrontiert:"
  • Straubinger Tagblatt: Internetplattform „Vroniplag“ erhebt Plagiatsvorwürfe gegen Jakob Kreidl (Ralf Müller) "Sogar von seinem Zweitprüfer soll der Landtag [sic!] abgeschrieben haben."
  • Main-Echo: Kein schöner Osterurlaub (Ralf Müller) "Kein schöner Osterurlaub für den Präsidenten des bayerischen Landkreistags Jakob Kreidl. Die Internet-Plattform »Vroniplag«, benannt nach dem Vornamen der Tochter von Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber hat seine Doktorarbeit unter die Lupe genommen und massive Textübernahmen ohne die erforderliche Kenntlichmachung ausgemacht. Die Vorwürfe sind nicht von Pappe. Sie als »Missverständnis«, Flüchtigkeit oder Übertreibung abzutun, dürfte schwierig werden."
  • Antenne Bayern: Plagiatsvorwürfe: Professor wirft Kreidl Absicht vor (dpa/lby) "Der Marburger Politikwissenschaftler Berthold Meyer sagte der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch, er habe wortgenaue Übernahmen seines Textes auf 71 Seiten der Arbeit gefunden: «Mit Fehlern kann man das eigentlich nicht entschuldigen.» Ihm komme es so vor, als habe Kreidl seinen Bericht als Vorlage für die eigene Dissertation benutzt und nur noch ergänzt. "
  • Süddeutsche.de: Kreidl verteidigt seine Doktorarbeit (Martina Scherf) "Schwarz leitete seit 1974 das Institut für Internationale Politik und Völkerrecht an der Bundeswehr-Universität. 2001, kurz nachdem Kreidl ihm sein Promotionsvorhaben vorgestellt hatte, wurde er emeritiert, betreute aber die Arbeit weiter. Er habe am Ende den Eindruck gewonnen, dass es Kreidl gelungen sei, den verworrenen Kosovo-Konflikt "sehr schön darzulegen". Dass der Autor sich dabei zum Teil einer Gliederung bediente, die nicht von ihm selbst stammte, konnte Schwarz nicht wissen."
  • Die Welt: Bundeswehruni untersucht Doktorarbeit von Kreidl (dwk, sta) "Die Bundeswehruniversität in München prüft einen Plagiatsvorwurf gegen Landkreis-Präsident Jakob Kreidl. Er befürwortet die Untersuchung. Dennoch könnte ihm sein Doktortitel aberkannt werden."
  • OVB Online: Uni prüft Doktorarbeit (Katrin Woitsch) "Der Plagiatsvorwurf hat nicht nur den CSU-Mann überrascht, sondern auch seinen Doktorvater. Der 76-jährige emeritierte Politikprofessor Jürgen Schwarz erfuhr ebenfalls über die Medien von dem Verdacht. „Ich hätte meine Hand für Jakob Kreidl ins Feuer gelegt“, sagte er. „Wenn er wirklich abgeschrieben haben sollte, hätte ich mich schwer in ihm getäuscht.“ [...] „Jakob Kreidl hat damals großen Forschungseifer bewiesen und auf mich sehr ehrgeizig gewirkt.“ Jürgen Schwarz will baldmöglichst mit ihm Kontakt aufnehmen – und er will sich die Textstellen ansehen, die abgeschrieben sein sollen, kündigt er an. „Wir müssen nun erstmal das Ergebnis der Untersuchung abwarten – würde sich der Verdacht bestätigen, wäre ich sehr enttäuscht.“"
  • Nürnberger Nachrichten: Landrat unter Plagiatsverdacht (Peter Abspacher) "Die Internetplattform Vroniplag ist darauf spezialisiert, Doktorarbeiten kritisch auf eventuell unsaubere Arbeitsmethoden zu untersuchen. Im Fall von Jakob Kreidl [...] Und all das neben dem Landtagsmandat (seit 1994 saß Kreidl im Maximilianeum) und der Funktion als Vorsitzender eines bedeutenden Ausschusses. Wer den Terminkalender schon von 'normalen' Abgeordneten kennt, der kann auf den Gedanken kommen, dass Kreidl in der Phase, als er seine Doktorarbeit verfasste und sich auf die mündliche Prüfung ('Rigorosum') vorbereitete, unter einem gewaltigen Zeit- und Termindruck stand."

26. März 2013Bearbeiten

  • BR (Rundschau): Kreidl weist Vorwürfe zurück (Thomas Schorr) "In einer schriftlichen Stellungnahme hat der Miesbacher Landrat alle Plagiatsvorwürfe zurückgewiesen und von sich aus eine erneute Überprüfung der Doktorarbeit durch die Universität erbeten."
  • Tegernseer Stimme: "Ich vertraue dem Urteil meiner Universität" (Christopher) "Vertreter der Onlineplatform VroniPlag hatten in einer ersten Prüfung auf 103 der insgesamt 287 Seiten kopierte Stellen gefunden. Auf manchen Seiten soll Kreidl 75 Prozent der Inhalte abgeschrieben haben. Der Landrat betont hingegen, die Dissertation in den fünf Jahren “eigenständig und im regen Austausch” mit seinem Doktorvater geschrieben zu haben."
  • merkur-online.de: Jakob Kreidl - Plagiatsvorwürfe: Jetzt nimmt der Landrat Stellung „Zu den Plagiatsvorwürfen hat Landrat Jakob Kreidl nun Stellung genommen. Hier der Text im Wortlaut: ,Mit großer Betroffenheit habe ich aus den Medien erfahren, dass auf einer Internet-Plattform Plagiatsvorwürfe gegen mich erhoben werden. Dieser Vorwurf überrascht mich, weil ich davon überzeugt bin, dass ich während der gesamten Dissertation gründlich recherchiert und die Quellen entsprechend der Promotionsordnung angegeben habe.'“
  • nordbayern.de: Uni prüft Plagiatsvorwurf gegen Landkreis-Präsident Kreidl (dpa) „287 Seiten umfassende Arbeit war mit "magna cum laude" bewertet worden. Fast die Hälfte der bisher untersuchten Seiten der Doktorarbeit von CSU-Mann Jakob Kreidl soll geklaute Stellen enthalten, behauptet die Internetseite Vroniplag. Die Uni prüft die Vorwürfe.“
  • Mittelbayerische: Plagiatsvorwurf gegen CSU-Politiker (dpa) „Falls sich die Vorwürfe bestätigen würden, könnten auf Kreidl neben der Aberkennung des Doktortitels möglicherweise auch strafrechtliche Konsequenzen zukommen. Denn der Landkreis-Präsident gab mit seiner Dissertation eine von der Uni verlangte eidesstattliche Versicherung ab, die Arbeit selbst geschrieben zu haben.“
  • Tegernseer Stimme: Landrat Jakob Kreidl soll Teile seiner Doktorarbeit übernommen haben - Beim Abschreiben erwischt (Christopher) „Politischer Paukenschlag im Landkreis: Landrat Jakob Kreidl hat offenbar weite Teile seiner 2005 verfassten Doktorarbeit von anderen Quellen abgeschrieben. Die Internetplattform vroniplag hat bislang auf 103 der insgesamt 287 Seiten abgeschriebene Stellen gefunden. Auf manchen Seiten wurde gar 75 Prozent von anderen Autoren kopiert. Das könnte Kreidl nun sein Amt kosten.“
  • Bild.de: Uni prüft Plagiatsvorwurf gegen Landkreis-Präsident Kreidl (dpa, lby) „«Der Verdacht des Plagiatvorwurfs ist der Ombudsperson der Universität der Bundeswehr München Prof. Walter Demel sowie der Untersuchungskommission bekannt und wird geprüft», teilte die Universität am Dienstag mit. Dem Miesbacher Landrat wird auf der Internetseite Vroniplag vorgeworfen, Teile seiner Doktorarbeit aus dem Jahre 2005 abgeschrieben zu haben. Kreidl äußerte sich zunächst nicht - laut Landratsamt ist er im Urlaub.“
  • BR Oberbayern: Plagiats-Vorwurf gegen Landrat (Birgit Frank, BR) „Professor Meyer hat Kreidls Doktorarbeit inzwischen gelesen – und sieht die Vorwürfe bestätigt: "Zumindest die Teile der Arbeit, in denen er sich unser eigenen Arbeit bedient, das ist also nun eindeutig ein Plagiat. [...]“"
  • Abendzeitung München: Jakob Kreidl - Plagiatsvorwürfe gegen hohen CSU-Politiker (Angela Böhm) „Und wieder trifft es einen hochrangigen CSU-Politiker. Die Bundeswehr-Uni prüft Plagiatsvorwürfe gegen Jakob Kreidl. Hat der Präsident des Landkreistags bei seiner Doktorarbeit abgeschrieben? [...] Bereits seit einigen Wochen liegen der Bundeswehr Universität die Plagiatsvorwürfe vor. [...] Kreidls Ehefrau Elisabeth kann die Vorwürfe gar nicht fassen. „Er hat sich das in seiner Freizeit abgerungen““
  • tz-online: Plagiatsverdacht: Vorwürfe gegen Jakob Kreidl (mik) „Dem 60 Jahre alten CSU-Politiker werden auf der Internet-Plattform Vroniplag massive Plagiatsvorwürfe gemacht. [...] Noch ist die Prüfung nicht abgeschlossen, doch die Hinweise scheinen recht eindeutig. Auf Seite 162 beispielsweise wird fast die ganze Seite aus einer Quelle mitsamt drei Literaturverweisen übernommen – die Quelle selbst, eine Publikation der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, jedoch nicht genannt.“ Identisch auch: merkur-online.de
  • Süddeutsche Zeitung: "Er hat uns ordentlich ausgeschlachtet" (Martina Scherf und Christian Sebald) "Kreidl selbst reagierte auf die Vorwürfe völlig überrascht und wollte zunächst keine Stellungnahme abgeben. „Das höre ich zum ersten Mal“, sagte der Landräte-Chef. „Ich werde mich sofort damit auseinandersetzen“ [...] Vor allem bei einer Quelle hat sich Kreidl offenbar bedient, ohne dass sie im Literaturverzeichnis auftaucht: Ein Report der Professoren Berthold Meyer und Peter Schlotter für die Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (2000). Von diesem Bericht hat Kreidl nicht nur Teile der Gliederung übernommen, sondern auch ganze Textpassagen."

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