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Die antike Konzeption des Liebesbegriffes in der deutschen und russischen Literatur und Musik im 19. Jahrhundert anhand der Werke von E.T.A. Hoffmann, A. Puschkin, R. Schumann und P. Tschaikowski

von Dr. Julia Lukjanov

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[1.] Jl/Fragment 178 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2017-10-31 14:37:01 Schumann
Fragment, Gesichtet, Jl, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Robert Schumann 2009

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 178, Zeilen: 1-30 (komplett)
Quelle: Wikipedia Robert Schumann 2009
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Schon nach zwei Tagen erhält sie die positive Antwort. Wieck verspricht, Schumann innerhalb von drei Jahren zu einem der größten Klavierspieler auszubilden, der geistreicher sei als Ignaz Moscheles und großartiger als Johann Nepomuk Hummel.442

Wieck verbindet sein Versprechen mit der Bedingung, dass Schumann seine „zügellose Phantasie und seinen schwankenden Sinn“ bezwingt und regelmäßig zum Unterricht erscheint. Schumann geht voller guter Vorsätze für seine Zukunft zurück nach Leipzig und bezieht zunächst ein Zimmer im Hause Wiecks.443

Das Ende seiner viel versprechenden Pianistenlaufbahn naht jedoch sehr schnell. Schumann stört, dass die Finger einer Hand in jeweiliger Abhängigkeit voneinander stehen, wobei einige, wie der Vierte, sich als besonders schwach erweisen. Er benutzt ein selbsterfundenes mechanisches Werkzeug, das jedem einzelnen Finger eine kraftvolle Souveränität verleihen soll. Nächtelang erprobt er sein Werkzeug an der rechten Hand, was zu einer Sehnenscheidenentzündung mit einer nachfolgenden Bewegungsunfähigkeit der ganzen Hand führt.444

Schumann konzentriert sich nunmehr auf das Erlernen von Kompositionstechniken, wertvolles Anschauungsmaterial liefert ihm hierbei das „Wohltemperierte Klavier“ von Johann Sebastian Bach. Anfänglich komponiert er fast ausschließlich für Klavier.

1833 beginnt er mit den Etüden im Orchestercharakter, sie werden 1837 unter dem Titel Sinfonische Etüden veröffentlicht.

Zusammen mit Friedrich Wieck und einigen Freunden gründet Schumann 1834 die Neue Zeitschrift für Musik, das Konkurrenzblatt zur Leipziger Allgemeinen musikalischen Zeitung.

Mit der Zeit übernimmt Schumann die Verlagsarbeit komplett, da seine Mitarbeiter immer weniger Zeit dafür aufbringen möchten.

Als Kritiker und Musikwissenschaftler setzt Schumann neue Maßstäbe, er wendet sich insbesondere gegen Mittelmäßigkeit und seichtes Virtuosentum. Schumann drückt dabei vielen seiner Besprechungen von Werken und Aufführungen seinen Stempel auf: den der poetisierenden Kritik.445 Durch Schumann entwickelt sich diese Art des Schreibens geradezu zu einer Gattung.

In seinen Texten ist alles vertreten, ernsthafte Auseinandersetzung, sanfter Spott, aber auch höhnischer Verriss.


442 Vgl. Sousa, K. (Hrsg.) Robert Schumann. Schlage nur eine Weltsaite an. Briefe 1828-1855. S. 30-31.

443 Vgl. Meier, B. Robert Schumann. S. 29-30.

444 Vgl. ebenda. S. 38ff.

445 Das war zwar nicht ganz neu, schon E. T. A. Hoffmann, der Jahrzehnte zuvor unter dem Pseudonym Johannes Kreisler für die Allgemeine musikalische Zeitung geschrieben hatte, bemühte einen ähnlichen Stil.

Schon nach zwei Tagen erhielt sie Antwort. Wieck versprach, Schumann innerhalb von drei Jahren zu einem der größten Klavierspieler zu bilden, der geistreicher sei als Ignaz Moscheles und großartiger als Johann Nepomuk Hummel. Allerdings verband er dies mit der Bedingung, dass Schumann seine „zügellose Phantasie und seinen schwankenden Sinn“ bezwinge und regelmäßig zum Unterricht erscheine. Schumann, voller guter Vorsätze für seine Zukunft, ging somit zurück nach Leipzig und bezog dort zunächst ein Zimmer im Hause Wiecks.

Ende der Pianistenlaufbahn

Dem Anfang einer vielversprechenden Pianistenlaufbahn Schumanns kam das jähe Ende zuvor: Schumann, den es in seiner enormen Verbissenheit am Klavier schon immer gestört hatte, dass die Finger einer Hand in jeweiliger Abhängigkeit voneinander stehen, wobei einige – wie der Vierte – sich als besonders schwach erweisen, hatte ein mechanisches Werkzeug ersonnen, das jedem einzelnen Finger eine kraftvolle Souveränität verleihen sollte. Nächtelang an der rechten Hand erprobt, führte dies zu einer Sehnenscheidenentzündung mit einer nachfolgenden Bewegungsunfähigkeit der ganzen Hand.[2] [...]

Neue Wege

Schumann konzentrierte sich nunmehr auf das Erlernen von Kompositionstechniken; wertvolles Anschauungsmaterial lieferte ihm hierbei das „Wohltemperierte Klavier“ von Johann Sebastian Bach. Anfänglich komponierte Schumann fast ausschließlich für Klavier, [...] 1833 begann er mit den Etüden im Orchestercharakter, sie wurden 1837 unter dem bis heute geläufigen Titel Sinfonische Etüden veröffentlicht. [...]

Zusammen mit Friedrich Wieck, Ludwig Schunke und einigen weiteren Freunden gründete Schumann 1834 die Neue Zeitschrift für Musik, das Konkurrenzblatt zur Leipziger Allgemeinen musikalischen Zeitung. Da die anderen aber für das Projekt kaum Zeit aufbringen konnten, schulterte er die Verlegerschaft schließlich maßgeblich allein. In der Funktion als Kritiker und Musikwissenschaftler setzte er neue Maßstäbe, insbesondere wandte er sich gegen Mittelmäßigkeit und seichtes Virtuosentum. Schumann drückte dabei vielen seiner Besprechungen von Werken und Aufführungen seinen Stempel auf: den der poetisierenden Kritik. Das war zwar nicht ganz neu, schon E. T. A. Hoffmann, der Jahrzehnte zuvor unter dem Pseudonym Johannes Kreisler für die Allgemeine musikalische Zeitung geschrieben hatte, bemühte einen ähnlichen Stil. Durch Schumann entwickelte sich diese Art des Schreibens geradezu zu einer Gattung. [...] In seinen Texten ist alles vertreten, ernsthafte Auseinandersetzung, sanfter Spott, aber auch höhnischer Verriss.


2. Gerhard Böhme: Medizinische Porträts berühmter Komponisten, Elsevier, 1981, ISBN 3437106899

Anmerkungen

Setzt die ungekennzeichnete Übernahme der vorangegangenen Seiten nahtlos fort.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann


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