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Diese Zusammenstellung basiert auf Befunden einer laufenden Plagiatsanalyse (Stand: 2018-04-15) – es handelt sich insofern nicht um einen abschließenden Bericht. Zur weiteren Meinungsbildung wird daher empfohlen, den jeweiligen Stand der Analyse auf der Seite http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/Jl zum Vergleich heranzuziehen.

Eine kritische Auseinandersetzung mit der Dissertation von Dr. Julia Lukjanov[a1]: Die antike Konzeption des Liebesbegriffes in der deutschen und russischen Literatur und Musik im 19. Jahrhundert anhand der Werke von E.T.A. Hoffmann, A. Puschkin, R. Schumann und P. Tschaikowski

Dissertation zur Erlangung des akademischen Grades doctor philosophiae (Dr. phil.), eingereicht an der Philosophischen Fakultät II der Humboldt-Universität zu Berlin. Eingereicht am 24. April 2009. Datum der Promotion: 20. Oktober 2009. 1. Gutachter: Prof. Dr. Roland Berbig, 2. Gutachter: Prof. Dr. Gerd Rienäcker.2 Veröffentlicht: Berlin 2009. → Nachweis Deutsche Nationalbibliothek, → Download HU Berlin.

1 Schreibweise des Nachnamens auf der Titelseite der Arbeit ohne, bei Übersetzungsvermerken in den Fußnoten mit Endung "a".
2 lt. Titelseite der Arbeit. Dagegen bezeichnet die Verfasserin in ihrer Danksagung (Seite 3) Rienäcker als ihren Doktorvater.

Der Barcode drückt den Anteil der Seiten aus, die Fremdtextübernahmen enthalten, nicht den Fremdtextanteil am Fließtext. Je nach Menge des übernommenen Textes werden drei Farben verwendet:

  • schwarz: bis zu 50 % Fremdtextanteil auf der Seite
  • dunkelrot: zwischen 50 % und 75 % Fremdtextanteil auf der Seite
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Weiße Seiten wurden entweder noch nicht untersucht oder es wurde nichts gefunden. Blaue Seiten umfassen Titelblatt, Inhaltsverzeichnis, Literaturverzeichnis, Vakatseiten und evtl. Anhänge, die in die Berechnung nicht einbezogen werden.

Der Barcode stellt den momentanen Bearbeitungsstand dar. Er gibt nicht das endgültige Ergebnis der Untersuchung wieder, da Untersuchungen im VroniPlag Wiki stets für jeden zur Bearbeitung offen bleiben, und somit kein Endergebnis existiert.

105 Seiten mit Plagiatstext

Seiten mit weniger als 50% Plagiatstext

65 Seiten: 012 013 014 015 021 028 029 031 034 035 041 046 048 049 050 052 053 054 057 059 061 062 063 064 065 066 067 068 069 071 073 074 075 077 078 079 080 081 082 083 084 090 092 108 109 116 119 144 145 146 148 149 151 194 195 196 199 200 202 216 218 220 228 230 231

Seiten mit 50%-75% Plagiatstext

19 Seiten: 010 023 024 026 042 043 044 055 076 117 147 179 181 183 184 185 191 197 198

Seiten mit mehr als 75% Plagiatstext

21 Seiten: 011 022 025 027 032 033 036 037 038 047 056 058 114 115 175 176 177 178 180 182 201


Kapitelübersicht

  • Die Dissertation enthält zahlreiche wörtliche und sinngemäße Textübernahmen, die nicht als solche kenntlich gemacht sind. Die folgende Übersicht bildet das Inhaltsverzeichnis der Arbeit ab. Die bisher (Stand der Analyse: 15. April 2018) als betroffen festgestellten Kapitel, die sich teilweise als vollständig oder nahezu vollständig übernommen erwiesen haben, wurden entsprechend markiert – siehe Klammervermerke –, die betroffenen Seiten zu den jeweiligen Synopsen verlinkt:
  • Einleitung [4]
  • Zum Geleit [7]
  • 1. Theoretische Voraussetzungen [10]
  • Einführung in den Liebesbegriff (S. 10-20): Seiten 10, 11, 12, 13, 14, 15
  • 2. Philosophische Voraussetzungen [21]
  • Platons Symposion [21]
  • Platons Ideenlehre (S. 21-24): Seiten 21, 22, 23
  • Symposion (S. 24-31): Seiten 24, 25, 26, 27, 28, 29
  • Platons Eros (S. 31-33): Seiten 31, 32, 33 – [nahezu vollständig (exkl. 2 Sätze)]
  • Die Figur der Diotima (S. 34-35): Seiten 34, 35
  • Diotima und die Ideenlehre (S. 35-36): Seiten 35, 36 – [vollständig]
  • Nutzen und Brauch des Eros für die Menschen (S. 37-38): Seiten 37, 38 – [vollständig]
  • Zusammengefasst und definiert I (S. 39-44): Seiten 41, 42, 43, 44
  • Die verschiedenen Arten der Liebe (S. 44-47): Seiten 46, 47
  • Antike Theorie in der Romantik [48]
  • Platon in der Romantik [48]
  • Der Hintergrund der Zuwendung der Romantik zu Platon (S. 44-54): Seiten 48, 49, 50, 52, 53, 54
  • Literarische Spiele der Liebe, Kulturen des Eros [55]
  • Ein historischer Exkurs (S. 55-59): Seiten 55, 56, 57, 58, 59 – [größtenteils (exkl. 4 Sätze und 1 Zitat)]
  • Zusammengefasst und definiert II [59]
  • Die romantische Lebensphilosophie unter dem Einfluss der Antike [61]
  • Charakteristik der deutschen Romantik (S. 61-66): Seiten 61, 62, 63, 64, 65, 66
  • Charakteristik der russischen Romantik (S. 66-70): Seiten 67, 68, 69
  • Die romantische Musik – eine mögliche Begriffserklärung (S. 70-76): Seiten 71, 73, 74, 75, 76
  • Die Entwicklung des Weiblichkeitsbildes im 19. Jahrhundert (S. 76-79): Seiten 76, 77, 78, 79
  • Der Begriff der Liebe in der deutschen Romantik (S. 80-84): Seiten 80, 81, 82, 83, 84
  • Der Begriff der Liebe in der russischen Romantik [84]
  • Zusammengefasst [88]
  • Alexander Puschkin (S. 89-92): Seite 90
  • „Eugen Onegin“ von Alexander Puschkin (S. 92-98): Seite 92
  • RESÜMEE „Eugen Onegin“ von Puschkin [98]
  • „Pique Dame“ von Alexander Puschkin (S. 100-70): Seiten 108, 109
  • RESÜMEE „Pique Dame“ von Puschkin [109]
  • Alexander Puschkin & das Theater [111]
  • „Eugen Onegin“ von Tschaikowski (S. 118-130): Seite 119
  • RESÜMEE „Eugen Onegin“ von Tschaikowski [130] – [siehe dazu weiter unten: "Andere Beobachtungen"]
  • „Pique Dame“ von Tschaikowski [136]
  • RESÜMEE „Pique Dame“ von Tschaikowski [140]
  • Die reale Phantasiewelt – die phantastische Realität (S. 148-149): Seiten 148, 149
  • Die Liebe des Künstlers zwischen Romantik und Realismus, zwischen Literatur und Musik (S. 149-154): Seite 151
  • Die fatale weibliche Sinnlichkeit [154]
  • Rezeption von Hoffmanns Werken in Russland [156]
  • E.T.A. Hoffmann und A. Puschkin [158]
  • „Elixiere des Teufels“ und „Pique Dame“ [167]
  • RESÜMEE [170]
  • Clara Schumann (S. 181-183): Seiten 181, 182
  • Komposition einer Oper als Realisierung einer unglücklichen Liebe (S. 183-185): Seiten 183, 184, 185
  • Robert Schumann – E.T.A. Hoffmann – Kreisleriana [185]
  • Robert Schumann – Peter Tschaikowski (S. 190-192): Seite 191
  • Der romantische Künstler – Puschkin, Hoffmann, Tschaikowski, Schumann [193]
  • Peter und Nadeshda [203]
  • Peter und Antonina [208]
  • Tschaikowskis unerfüllte Liebe [212]
  • Alexander Puschkins „Don-Juan-Liste“ [213]
  • Alexander und Natalja (S. 216-220): Seiten 216, 218, 220
  • Ernst Theodor Amadeus und Julia [221]
  • Ernst Theodor Amadeus und Mischa [224]
  • NACHWORT (S. 228-232): Seiten 228, 230, 231.

Herausragende Fundstellen

  • Das Kapitel Robert Schumann (S. 175-181) bezieht seinen Inhalt mit Ausnahme weniger Sätze aus dem entsprechenden Wikipedia-Artikel, siehe Wikipedia Robert Schumann (2009).

Herausragende Quellen

  • Die Verfasserin übernimmt zahlreiche Inhalte (insg. 53 Fragmente) ohne Kennzeichnung aus 13 Wikipedia-Artikeln, wobei die Artikel über Robert Schumann (2009), Clara Schumann (2009) und Liebe (2006) quantitativ in besonderem Maße (11 bzw. 10 bzw. 9 Fragmente) als Quelle dienten.
  • Von den bisher 35 festgestellten Übernahmequellen werden 27 nirgends in der Arbeit genannt.

Andere Beobachtungen

  • Die Verfasserin weiß, dass wörtliche Übernahmen gekennzeichnet werden müssen, da sie selbst so verfährt. Ausgewiesene wörtliche Zitate nehmen zusammen in der Arbeit den Raum von – konservativ geschätzt – ca. 55 Seiten (ca. 25 % des Haupttexts) ein. Teilweise wurden aber auch wörtliche Zitate aus erkennbar anderen Quellen als den angebenen zusammen mit umgebendem Text übernommen und daher als Teil von Plagiatsfragmenten mitdokumentiert.
  • Das Kapitel RESÜMEE „Eugen Onegin“ von Tschaikowski (S. 130-136) bezieht seinen Inhalt zum größten Teil aus einem – in der Dissertation ungenannt bleibenden – Beitrag (Einsamkeit in der Liebe, Einsamkeit der Liebe, S. 42-48) der Verfasserin für ein Programmheft zur Oper Eugen Onegin (Hrsg: Staatsoper Unter den Linden, Berlin 2008). Davon betroffen ist auch die S. 124.
    Inwieweit diese Praxis als Verstoß gegen die Promotionsordnung zu werten ist, die in § 8 (Abs. 2) (s.u.) verlangt, dass "bereits publizierte Teile der Arbeit [..] deutlich zu kennzeichnen" sind, sei dahingestellt.
    Da sogenannte Selbst- oder Eigenplagiate im VroniPlag Wiki jedoch grundsätzlich nicht mit Fremdplagiaten gleichgesetzt werden, wurde auf eine Dokumentation dieser Textparallelen verzichtet und sei auf die violetten Markierungen in der zweiten Abbildung weiter unten verwiesen.
  • Da die Verfasserin auch ihre – ebenfalls an der Humboldt-Universität eingereichte – Magisterarbeit (Die antike Eroskonzeption bei F. Hölderlin und F. Schlegel, ausgehend von der Theorie der Diotima in Platons Symposion, 2003) veröffentlicht hat (GRIN Verlag München) und die ersten ca. 30-40 % dieser (insg. 106 Seiten umfassenden) Arbeit als Textprobe online frei zugänglich sind, lassen sich durch Vergleiche zumindest für diesen Teil ebenfalls einige Aussagen zu den Beziehungen zwischen beiden Texten treffen:
  • Die Dissertation weist an verschiedenen Stellen textliche Übereinstimmungen mit der Magisterarbeit auf.
  • Auf die – publizierte – Magisterarbeit der Verfasserin wird in der Dissertation an keiner Stelle hingewiesen, was (ebenso wie weiter oben) die Frage nach einem Verstoß gegen § 8 (Abs. 2) der Promotionsordnung aufwirft.
  • Da jedoch im VroniPlag Wiki sog. Eigenplagiate grundsätzlich nicht mit Fremdplagiaten gleichgesetzt werden, wurden wie bereits im Fall des o.g. Aufsatzes auch die Übernahmen aus der Magisterarbeit nicht dokumentiert.
  • Ebenso erfolgte keine Plagiatsanalyse der Magisterarbeit, doch zeigen die Übereinstimmungen, dass sich Plagiate auch für die Magisterarbeit nachweisen lassen. So finden sich bereits in der Magisterarbeit Passagen, die in der Dissertation als übernommen festgestellt wurden – als "wiederverwendet" bzw. erneut plagiiert lassen sich in der Dissertation durch Vergleich mit den frei zugänglichen ersten 30-40 % der publizierten Magisterarbeit Inhalte auf folgenden Seiten identifizieren:
  • Die zum Zeitpunkt der Einreichung der Dissertation wohl gültige Promotionsordnung der Philosophischen Fakultät II der Humboldt-Universität zu Berlin vom 19. Januar 2005 (PDF) enthält u.a. folgende Aussagen und Bestimmungen:
  • § 2 Promotionsleistungen
    "Durch die Promotion wird - über den Abschluss eines/Studiums an einer Hochschule hinaus - eine besondere wissenschaftliche Qualifikation anerkannt. Die Erlangung des Doktorgrades setzt die Befähigung zu selbstständiger wissenschaftlicher Arbeit und eigene Forschungsleistungen auf dem jeweiligen Fachgebiet voraus. [...]"
  • § 7 Eröffnung des Promotionsverfahrens
    "(1) Die Eröffnung des Promotionsverfahrens ist bei der Philosophischen Fakultät II schriftlich zu beantragen. Dabei sind folgende Unterlagen einzureichen, sofern sie nicht bereits mit dem Antrag auf Zulassung zur Promotion eingereicht worden sind: [...]
    - eine Erklärung darüber, dass die Doktorandin oder der Doktorand die dem angestrebten Verfahren zugrunde liegende Promotionsordnung zur Kenntnis genommen hat;
    Den Dissertationsexemplaren beizubinden sind: [...]
    - eine eidesstattliche Versicherung, dass die Dissertation auf der Grundlage der angegebenen Hilfsmittel und Hilfen selbstständig angefertigt worden ist."
  • § 8 Dissertation
    "(1) Die Dissertation ist eine von der Doktorandin oder dem Doktoranden selbstständig verfasste Abhandlung im gewählten Promotionsfach, die in Inhalt und Form wissenschaftlichen Ansprüchen genügt und neue Erkenntnisse enthält. [...]
    (2) Als Dissertation ist eine unveröffentlichte Arbeit einzureichen. Eventuell bereits publizierte Teile der Arbeit sind deutlich zu kennzeichnen und als Sonderdrucke in dreifacher Ausfertigung mit einzureichen. [...]"

Statistik

  • Es sind bislang 131 gesichtete Fragmente dokumentiert, die als Plagiat eingestuft wurden. Bei 125 von diesen handelt es sich um Übernahmen ohne Verweis auf die Quelle („Verschleierungen“ oder „Komplettplagiate“). Bei 6 Fragmenten ist die Quelle zwar angegeben, die Übernahme jedoch nicht ausreichend gekennzeichnet („Bauernopfer“).
  • Die untersuchte Arbeit hat 227 Seiten im Hauptteil. Auf 105 dieser Seiten wurden bislang Plagiate dokumentiert, was einem Anteil von 46.3% entspricht.
    Die 227 Seiten lassen sich bezüglich des Textanteils, der als Plagiat eingestuft ist, wie folgt einordnen:
Plagiatsanteil Anzahl Seiten
keine Plagiate dokumentiert 122
0%-50% Plagiatsanteil 65
50%-75% Plagiatsanteil 19
75%-100% Plagiatsanteil 21
Ausgehend von dieser Aufstellung lässt sich abschätzen, wieviel Text der untersuchten Arbeit gegenwärtig als plagiiert dokumentiert ist: es sind, konservativ geschätzt, rund 15% des Textes im Hauptteil der Arbeit.


Illustration

Folgende Grafik illustriert das Ausmaß und die Verteilung der dokumentierten Fundstellen. Die Farben bezeichnen den diagnostizierten Plagiatstyp:
(grau=Komplettplagiat, rot=Verschleierung, gelb=Bauernopfer)

Jl col

Die Nichtlesbarkeit des Textes ist aus urheberrechtlichen Gründen beabsichtigt.

Zum Vergrößern auf die Grafik klicken.


Jl col-zit

grün = gekennzeichnete wörtliche Zitate (Blockzitate sowie Zitate im Fließtext bzw. in Fußnoten), sofern sie nicht als Teil von Plagiatsfragmenten dokumentiert sind

violett = ungekennzeichnete Übernahmen aus einem Aufsatz der Verfasserin (2008; siehe unter "Andere Beobachtungen")

Anmerkung: Die Grafiken repräsentieren den Analysestand vom 15. April 2018.

Definition von Plagiatkategorien

Die hier verwendeten Plagiatkategorien basieren auf den Ausarbeitungen von Wohnsdorf / Weber-Wulff: Strategien der Plagiatsbekämpfung, 2006. Eine vollständige Beschreibung der Kategorien findet sich im VroniPlag-Wiki. Die Plagiatkategorien sind im Einzelnen:

Übersetzungsplagiat

Ein Übersetzungsplagiat entsteht durch wörtliche Übersetzung aus einem fremdsprachlichen Text. Natürlich lässt hier die Qualität der Übersetzung einen mehr oder weniger großen Interpretationsspielraum. Fremdsprachen lassen sich zudem höchst selten mit mathematischer Präzision übersetzen, so dass jede Übersetzung eine eigene Interpretation darstellt. Zur Abgrenzung zwischen Paraphrase und Kopie bei Übersetzungen gibt es ein Diskussionsforum.

Komplettplagiat

Text, der wörtlich aus einer Quelle ohne Quellenangabe übernommen wurde.

Verschleierung

Text, der erkennbar aus fremder Quelle stammt, jedoch umformuliert und weder als Paraphrase noch als Zitat gekennzeichnet wurde.

Bauernopfer

Text, dessen Quelle ausgewiesen ist, der jedoch ohne Kenntlichmachung einer wörtlichen oder sinngemäßen Übernahme kopiert wurde.

Quellen nach Fragmentart

Die folgende Tabelle schlüsselt alle gesichteten Fragmente zeilenweise nach Quellen und spaltenweise nach Plagiatskategorien auf.

Tabelle: Jl: Quellen / Fragmente (dynamische Auszählung)
Quelle
Jahr ÜP
KP
VS
BO
KW
KeinP

ZuSichten
Unfertig
Becker-Cantarino 1997 0 0 2 0 0 0 2 0 0
Boerner 2003 0 0 2 0 0 0 2 0 0
Braun 1953 0 0 3 0 0 0 3 0 0
Buchner 1965 0 0 15 1 0 0 16 1 0
Clemens 2001 0 1 4 0 0 0 5 0 0
Held 2003 0 0 1 1 0 0 2 0 0
Kastinger Riley 1981 0 0 1 0 0 0 1 0 0
Lamprecht 2002 0 1 1 0 0 0 2 0 0
Lauster 1980 0 0 1 0 0 0 1 0 0
Leuschner 2001 0 1 1 0 0 0 2 0 0
Maaloxan-welt.de 2002 0 0 4 0 0 0 4 0 0
Meyer 1995 0 1 3 0 0 0 4 0 0
Microsoft Encarta 2007 - Platon - 2006 0 0 1 0 0 0 1 0 0
Microsoft Encarta 2007 - Romantik (Literatur) - 2006 0 0 2 0 0 0 2 0 0
Microsoft Encarta 2007 - Romantik (Musik) - 2006 0 1 4 0 0 0 5 0 0
Natorp 1921 0 0 1 1 0 0 2 0 0
Neumann 2004 0 1 2 0 0 0 3 0 0
Rauchfleisch 2004 0 1 10 2 0 0 13 0 0
Revenstorf und Freudenfeld 2000 0 1 0 0 0 0 1 0 0
Schmid 2000 0 0 1 0 0 0 1 0 0
Sier 1997 0 0 5 1 0 0 6 0 0
Weis 1986 0 0 3 0 0 0 3 0 0
Wikipedia Alexander Sergejewitsch Puschkin 2009 0 0 1 0 0 0 1 0 0
Wikipedia Clara Schumann 2009 0 0 10 0 0 0 10 0 0
Wikipedia Der goldne Topf 2009 0 0 1 0 0 0 1 0 0
Wikipedia E. T. A. Hoffmann 2009 0 2 4 0 0 0 6 2 0
Wikipedia Kamjanka 2009 0 0 1 0 0 0 1 0 0
Wikipedia Liebe 2006 0 2 7 0 0 0 9 0 0
Wikipedia Meister Floh 2009 0 0 1 0 0 0 1 0 0
Wikipedia Musik der Romantik 2009 0 0 2 0 0 0 2 0 0
Wikipedia Platonische Liebe 2009 0 0 2 0 0 0 2 0 0
Wikipedia Robert Schumann 2009 0 1 8 0 0 0 9 2 0
Wikipedia Romantik 2009 0 0 3 0 0 0 3 0 0
Wikipedia Romantische Ironie 2008 0 0 3 0 0 0 3 0 0
Wikipedia Slawophile 2008 0 2 0 0 0 0 2 0 0
- 0 15 110 6 0 0 131 5 0

Fragmentübersicht

131 gesichtete, geschützte Fragmente

FragmentSeiteArbeitZeileArbeitQuelleSeiteQuelleZeileQuelleTypus
Jl/Fragment 010 08108-27Wikipedia Liebe 20061 (Internetquelle)-Verschleierung
Jl/Fragment 011 01111 ff. (komplett)Wikipedia Liebe 20061 (Internetquelle)-Verschleierung
Jl/Fragment 012 01121-10, 29-31Wikipedia Liebe 20061 (Internetquelle)-Verschleierung
Jl/Fragment 013 101310-12, 30-35Wikipedia Liebe 20061 (Internetquelle)-KomplettPlagiat
Jl/Fragment 014 01141-2, 26-31, 36Wikipedia Liebe 20061 (Internetquelle)-KomplettPlagiat
Jl/Fragment 015 03153-5Wikipedia Liebe 20061 (Internetquelle)-Verschleierung
Jl/Fragment 021 162116, 22-23, 24-28Leuschner 20011 (Internetquelle)-KomplettPlagiat
Jl/Fragment 022 01221-24Leuschner 20011 (Internetquelle)-Verschleierung
Jl/Fragment 023 03233-7, (8-13), 16-28Microsoft Encarta 2007 - Platon - 20061 (elektronische Resource)-Verschleierung
Jl/Fragment 024 06246-9Wikipedia Platonische Liebe 20091 (Internetquelle)-Verschleierung
Jl/Fragment 024 10124101-108Sier 1997X17-18, 26-35, 101-102Verschleierung
Jl/Fragment 024 152415-25Buchner 19651221-32Verschleierung
Jl/Fragment 025 01251 ff. (komplett)Buchner 19657, 12-137:6-11; 12:32-35; 13:1ff.Verschleierung
Jl/Fragment 026 01261-12Buchner 196513-1413:27-38 - 14:1-3Verschleierung
Jl/Fragment 026 262626-29Buchner 19651414-21Verschleierung
Jl/Fragment 027 01271-4, 7-28Buchner 196514, 21, 25, 26, 2714:17-21; 21:19-31; 25:14 ff.; 26:22-27; 27:14-17Verschleierung
Jl/Fragment 028 01281-3Sier 1997321-23Verschleierung
Jl/Fragment 028 152815-18Buchner 1965795-10Verschleierung
Jl/Fragment 029 192919-22Buchner 196516, 3216:21-25; 32:1-3Verschleierung
Jl/Fragment 031 213121-27Lamprecht 20021 (Internetquelle)-KomplettPlagiat
Jl/Fragment 032 01321-11Lamprecht 20021 (Internetquelle)-Verschleierung
Jl/Fragment 032 183218-21Sier 199723-8Verschleierung
Jl/Fragment 032 223222-28, 105-107Buchner 1965105, 133, 134105:16-21.104-107; 133:19-23; 134:6-8Verschleierung
Jl/Fragment 033 01331 ff. (komplett)Buchner 1965134, 147-148, 151, 154, 156-157134:8-14; 147:25 - 148:1-2.12-15; 151:19-21.22-26; 154:6-9.33-37; 156:34-38 - 157:1-4Verschleierung
Jl/Fragment 034 03343-6, (7-15)Buchner 1965569-15, (15-24)BauernOpfer
Jl/Fragment 035 113511-13, 19-21Sier 199711, 1311:1-4.(12-15); 13:3-6BauernOpfer
Jl/Fragment 035 233523-27Natorp 1921167, 168167:32-38; 168:1-2Verschleierung
Jl/Fragment 036 01361-26 (komplett)Natorp 1921173, 175-176173:18-32; 175:1-5.22-33.37-38.39-41 - 176:1-12BauernOpfer
Jl/Fragment 037 02372 ff. (komplett)Buchner 196544, 96, 97, 103, 106, 107-108, 10944:24-27; 96:18-22; 97:14-16; 103:22-23; 106:7-10; 107:19-21.33-34 - 108:1-4.12-13.(13-15); 109:12-19Verschleierung
Jl/Fragment 038 01381 ff. (komplett)Buchner 1965109, 113-114, 116, 117, 121109:23-31; 113:4-8.32-38 - 114:1; 116:32-33 - 117:1-5; 121:3-5Verschleierung
Jl/Fragment 041 274127-31Meyer 19957816-20KomplettPlagiat
Jl/Fragment 042 01421-19Meyer 199578-7978:19ff. - 79:1-4Verschleierung
Jl/Fragment 043 164316-32, 101Sier 1997293-294293:10-17.21-22.34-37 - 294:1.5-9Verschleierung
Jl/Fragment 044 01441-8Sier 1997294, 295294:11-15; 295:12-17Verschleierung
Jl/Fragment 044 09449-15Wikipedia Platonische Liebe 20091 (Internetquelle)-Verschleierung
Jl/Fragment 046 01461-10Schmid 2000Pt61 (Ebook)-Verschleierung
Jl/Fragment 047 04474-26Revenstorf und Freudenfeld 20001 (Internetquelle)-KomplettPlagiat
Jl/Fragment 048 194819-23, 25Wikipedia Romantik 20091 (Internetquelle)-Verschleierung
Jl/Fragment 049 04494-5, 9, 13-14Wikipedia Romantik 20091 (Internetquelle)-Verschleierung
Jl/Fragment 049 184918-26Neumann 200413-1413:28-31 - 14:1-4.7-13Verschleierung
Jl/Fragment 050 175017-26Wikipedia Romantik 20091 (Internetquelle)-Verschleierung
Jl/Fragment 052 165216-19Wikipedia Romantische Ironie 20081 (Internetquelle)-Verschleierung
Jl/Fragment 053 205320-25, 27-28Wikipedia Romantische Ironie 20081 (Internetquelle)-Verschleierung
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Textfragmente

Anmerkung zur Farbhinterlegung

Die Farbhinterlegung dient ausschließlich der leichteren Orientierung des Lesers im Text. Das Vorliegen einer wörtlichen, abgewandelten oder sinngemäßen Übernahme erschließt sich durch den Text.

Hinweis zur Zeilenzählung

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131 gesichtete, geschützte Fragmente
[1.] Jl/Fragment 010 08

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 10, Zeilen: 8-27
Quelle: Wikipedia Liebe 2006
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Kulturell und historisch ist „Liebe“ ein schillernder Begriff, der nicht nur in der deutschen Sprache in vielfältigen Kontexten und in den unterschiedlichsten Bedeutungsschattierungen verwendet wird.

Das Phänomen der Liebe wurde in den verschiedenen Epochen, Kulturen und Gesellschaften unterschiedlich aufgefasst und erlebt. Jede Zeit setzt je eigene Verhaltensregeln für den Umgang mit der Liebe. Daher können die Bedeutungsebenen zwischen der sinnlichen Empfindung, dem Gefühl und der ethischen Grundhaltung „Liebe“ wechseln.

Die abendländische Auffassung von Liebe wird von der Dreiteilung Platons geprägt, die in der antiken Philosophie später ausgebaut wurde. Sie basiert auf den folgenden Konzepten6:

Eros als die sinnlich-erotische Liebe, als Begehren des geliebten Objekts, als ein Wunsch nach Geliebt-Werden, die Leidenschaft.

Philia bezeichnet die Freundesliebe, die Liebe auf Gegenseitigkeit, die gegenseitige Anerkennung und das gegenseitige Verstehen.

Agape steht für die selbstlose und fördernde Liebe, auch die Nächsten- und „Feindesliebe“ genannt, die das Wohl des Anderen im Blick hat.

Die genauen Bedeutungen und Schwerpunkte der Begriffe haben sich im Laufe der Zeit verändert, so dass − im Gegensatz zum ursprünglich Gemeinten − unter „Platonischer Liebe“ heute ein rein seelisch-geistiges Prinzip ohne körperliche Beteiligung und Besitzwunsch verstanden wird, dem das leiblich-erotische Modell von geschlechtlicher Liebe gegenübergestellt wird.


6 Beispielliteratur für verschiedene Liebeskonzepte: Platon. Symposion., Lewis C.S. Was man Liebe nennt (Four Loves), Zuneigung, Freundschaft, Eros, Agape; Fromm, E. Die Kunst des Liebens; Luhmann, N. Liebe als Passion u.a.

Kulturell und historisch ist „Liebe“ ein schillernder Begriff, der nicht nur in der deutschen Sprache in vielfältigen Kontexten und in den unterschiedlichsten Bedeutungsschattierungen verwendet wird. Das Phänomen wurde in den verschiedenen Epochen, Kulturen und Gesellschaften unterschiedlich aufgefasst und erlebt. Jede Zeit und jeder soziale Verband setzt je eigene Verhaltensregeln für den Umgang mit der Liebe. Daher können die Bedeutungsebenen zwischen der sinnlichen Empfindung, dem Gefühl und der ethischen Grundhaltung „Liebe“ wechseln.

[...]

Die abendländische Auffassung von Liebe wird von der Dreiteilung Platons geprägt, die in der antiken Philosophie später ausgebaut wurde. Sie basiert auf den folgenden Konzepten:

  • Eros bezeichnet die sinnlich-erotische Liebe, das Begehren des geliebten Objekts, der Wunsch nach Geliebt-Werden, die Leidenschaft
  • Philia - bezeichnet die Freundesliebe, Liebe auf Gegenseitigkeit, die gegenseitige Anerkennung und das gegenseitige Verstehen
  • Agape - bezeichnet die selbstlose und fördernde Liebe, auch die Nächsten- und „Feindesliebe“, die das Wohl des Anderen im Blick hat

Die genauen Bedeutungen und Schwerpunkte der Begriffe haben sich im Laufe der Zeit verändert, so dass - im Gegensatz zum ursprünglich Gemeinten - unter „Platonischer Liebe“ heute ein rein seelisch-geistiges Prinzip ohne körperliche Beteiligung und Besitzwunsch verstanden wird, dem das leiblich-erotische Modell von geschlechtlicher Liebe schroff gegenübergestellt wird.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.


[2.] Jl/Fragment 011 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 11, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Wikipedia Liebe 2006
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Im Laufe der Zeiten wurden diese Grundformen der Liebe immer wieder differenziert: Die besitzergreifende Liebe ist zum Beispiel bekannt als „mania“ und die auf Vernunftgründen basierende Liebe als „pragma“.

In Anlehnung an die Dreiteilung nach Platon werden die Ausprägungen des Phänomens der Liebe in Empfindung, Gefühl und Haltung unterschieden: Als Paradebeispiel für rational begründete Moralität steht der Begriff der Liebe als ethische Geistes- oder Grundhaltung, als Tugend.

Der Begriff der Fremdenliebe stellt eine Interessenbalance zwischen Egoismus und Altruismus dar.

Bei Immanuel Kant wird die Liebe als Grundhaltung mit den Begriffen Achtung und Würde verknüpft. Daraus ergibt sich eine allgemein-menschliche Pflicht zur teilnehmenden Empfindung mit dem Anderen7. In der psychoanalytischen und sozialpsychologischen Literatur, zum Beispiel bei Erich Fromm8, wird der Begriff der Liebe als Selbstliebe, als Fähigkeit zum Leben und zur Nächstenliebe angesehen. Pathologische Selbstliebe wird als Narzissmus bezeichnet. Die geschlechtliche Liebe kann in gegengeschlechtliche (Heterosexualität) und gleichgeschlechtliche Liebe (Homosexualität) unterschieden werden und findet oft in Liebesbeziehungen Ausdruck, für die in heutigen europäischen Kulturen das Ideal der Partnerschaft betont wird. Eine besondere Rolle nimmt in vielen Gesellschaften die eheliche Liebe ein, die oftmals Exklusivität für sich in Anspruch nimmt (Monogamie). Nicht auf klassischen Zweierbeziehungen beruhende Liebesmodelle (Polygamie) spielen in außereuropäischen Kulturen und in den letzten Jahrzehnten auch im Westen („Polyamorie“) eine größere Rolle.9

Neben der partnerschaftlichen Liebe sind insbesondere die Liebe zwischen (engen) Verwandten (Vaterliebe, Mutterliebe) und die Freundesliebe in menschlichen Gemeinschaften von größter Bedeutung. Die Nächstenliebe gilt im Sinne von Religion und Ethik primär den Bedürftigen, während die Philanthropie sie zur allgemeinen Menschenliebe ausdehnt.


7 Vgl. Huch, R. Romantische Philosophie. In: Die Romantik. S. 142ff.

8 Vgl. Fromm, E. Die Kunst des Liebens.

9 An dieser Stelle geht es um den Unterschied einer Beziehung zu mehreren Partnern in der Ehe, einer Form der Vielehe und der Duldung von gleichzeitigen eheähnlichen Beziehungen, Polygamie, und der alle einvernehmlichen und auf voller Informiertheit beruhenden langfristigen intimen Beziehungen mehrerer Personen.

Im Laufe der Zeiten wurden diese Grundformen der Liebe immer wieder differenziert. So bezeichnet man manchmal die Interessenliebe als „stoika“, die spielerisch-sexuelle Liebe als „ludus“, die besitzergreifende Liebe als „mania“ und die auf Vernunftgründen basierende Liebe als „pragma“. [...]

In Anlehnung an diese Dreiteilung kann man die Ausprägungen des Phänomens der Liebe in Empfindung, Gefühl und Haltung unterscheiden:

[...]

Liebe als ethische „Geistes-“ oder Grundhaltung, als Tugend, ist das Paradebeispiel für rational begründete Moralität; eine Fremdliebe, die eine Interessenbalance zwischen Egoismus und Altruismus herstellt. Nächstenliebe wird dabei üblicherweise nicht als altruistische Selbstaufgabe aufgefasst. Bei Immanuel Kant wird die Liebe als Grundhaltung mit den Begriffen Achtung und Würde verknüpft. Daraus ergibt sich eine allgemein-menschliche "Pflicht zur teilnehmenden Empfindung" mit dem Anderen.

[...]

Selbstliebe: Selbstliebe wird in der Regel als die Voraussetzung zur Fähigkeit zum Lieben und zur Nächstenliebe angesehen, wobei nach Auffassung von Erich Fromm Selbstsucht Selbsthass bedeute. Selbstsucht äußere sich in der Liebe durch besitzgieriges Interesse. Fromm behauptet, dass zu starke Selbstlosigkeit keine Tugend sei, sondern ein Symptom, durch das unbeabsichtigter Schaden entstehen könne. Pathologische Selbstliebe wird als Narzissmus bezeichnet.

Partnerliebe: Die geschlechtliche Liebe kann in gegengeschlechtliche (Heterosexualität) und gleichgeschlechtliche Liebe (Homosexualität) unterschieden werden, und findet oft in Liebesbeziehungen Ausdruck, für die in heutigen europäischen Kulturen das Ideal der Partnerschaft betont wird. Eine besondere Rolle nimmt in vielen Gesellschaften die eheliche Liebe ein, die oftmals Exklusivität für sich in Anspruch nimmt (siehe Monogamie). Nicht auf klassischen Zweierbeziehungen beruhende Liebesmodelle (Polygamie) spielen in außereuropäischen Kulturen und in den letzten Jahrzehnten auch im Westen („Polyamorie“) eine größere Rolle.

Familiäre Liebe: Neben der partnerschaftlichen Liebe sind insbesondere die Liebe zwischen (engen) Verwandten (Vaterliebe, Mutterliebe) und die Freundesliebe in menschlichen Gemeinschaften von größter Bedeutung.

Nächstenliebe: Die Nächstenliebe gilt im Sinne von Religion und Ethik primär den Bedürftigen, während die Philanthropie sie zur allgemeinen Menschenliebe ausdehnt (vgl. Menschlichkeit).

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.


[3.] Jl/Fragment 012 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 12, Zeilen: 1-10, 29-31
Quelle: Wikipedia Liebe 2006
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
In der weitesten sprachlichen Auslegung „liebt“ man seine Hobbys oder Leidenschaften und kann diese dann auch als Liebhaberei oder Vorlieben bezeichnen. Auch Ideale können demnach geliebt werden, was etwa durch den Begriff „Freiheitsliebe“ ausgedrückt wird, aber auch Zugehörigkeiten wie Vaterlandsliebe (Patriotismus). Diese Vorlieben können bis hin zu Fanatismus gehen, der Begriff „Fan“ wird aber heutzutage auch für nichtfanatische Formen der Bewunderung, Verehrung bzw. Anhängerschaft verwendet.

Eine besondere Rolle nimmt die Gottesliebe ein, in ihrer allgemeinen Form die Liebe zu einem Gott oder mehreren Göttern bzw. spirituellen Entität.

Liebe als Grundhaltung benötigt für die christliche Mystik kein Objekt. Liebe wird hier als bedingungsloses Öffnen dem Universum gegenüber verstanden.

[...]

Somit nimmt die Systemtheorie eine einschneidende Begriffsverengung vor, indem sie Liebe neu als eine „gesellschaftliche Semantik“11 bzw. als Code des Miteinander-Umgehens definiert.


[10 Vgl. Luhmann, N. Liebe als Passion. S. 9.]

11 Vgl. ebenda S. 11.

In der weitesten sprachlichen Auslegung „liebt“ man seine Hobbys oder Leidenschaften und kann diese dann auch als Liebhaberei oder Vorlieben bezeichnen. Auch Ideale können demnach geliebt werden, etwa durch den Begriff „Freiheitsliebe“ dargestellt, aber auch Zugehörigkeiten wie Vaterlandsliebe (Patriotismus). Diese Vorlieben können bis hin zu Fanatismus gehen, der Begriff Fan wird aber heutzutage auch für nichtfanatische Formen der Bewunderung, Verehrung bzw. Anhängerschaft verwendet.

Gottesliebe: Eine besondere Rolle nimmt die Gottesliebe ein, in ihrer allgemeinen Form die Liebe zu einem Gott oder mehreren Göttern bzw. spirituellen Entität.

"Objektlose Liebe": Liebe als Grundhaltung benötigt für christliche Mystiker wie Meister Eckhart kein Objekt. Liebe wird hier als bedingungsloses öffnen verstanden. [...]

[...]

Die Systemtheorie nahm eine einschneidende Begriffsverengung vor, indem sie Liebe neu als eine „gesellschaftliche Semantik“ bzw. als Code des Miteinander-Umgehens definierte. So formulierte Niklas Luhmann in Liebe als Passion (1982) romantische Liebe als ein Phänomen der Moderne, welches seine Grundlegung vor allem im Bürgertum des 18. Jahrhunderts erfährt.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.


[4.] Jl/Fragment 013 10

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 13, Zeilen: 10-12, 30-35
Quelle: Wikipedia Liebe 2006
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
So formuliert Niklas Luhmann weiter in „Liebe als Passion“ romantische Liebe als ein Phänomen der Moderne, welches seine Grundlegung vor allem im Bürgertum des 18. Jahrhunderts erfährt.

[...]

Liebe fungiert – nach Luhmann – in der heutigen funktional ausdifferenzierten Gesellschaft in erster Linie als „symbolisch generalisiertes Kommunikationsmedium“14, das unwahrscheinliche Kommunikation wahrscheinlich machen soll.

Die Gesellschaft differenziert sich immer stärker in einzelne Teilbereiche. Jedes einzelne Individuum ist nicht mehr nur in einem Bereich, z.B. der Familie, verwurzelt, sondern in vielen Teilbereichen, etwa Freizeit oder Beruf. Auch ist es immer nur zu einem Teil verortet [und bewegt sich ständig zwischen verschiedenen Bereichen hin und her.]


14 Vgl. Luhmann, N. Liebe als Passion. S. 22.

So formulierte Niklas Luhmann in Liebe als Passion (1982) romantische Liebe als ein Phänomen der Moderne, welches seine Grundlegung vor allem im Bürgertum des 18. Jahrhunderts erfährt.

Liebe fungiert – nach Luhmann – in der heutigen funktional ausdifferenzierten Gesellschaft in erster Linie als „symbolisch generalisiertes Kommunikationsmedium“, das unwahrscheinliche Kommunikation wahrscheinlich machen soll. Die Gesellschaft differenziert sich immer stärker in einzelne Teilbereiche. Jedes einzelne Individuum ist nicht mehr nur in einem Bereich, z.B. der Familie verwurzelt, sondern in vielen Teilbereichen, etwa Freizeit oder Beruf. Auch ist es immer auch nur zu einem Teil verortet und bewegt sich ständig zwischen verschiedenen Bereichen hin und her.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.


[5.] Jl/Fragment 014 01

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 14, Zeilen: 1-2, 26-31, 36
Quelle: Wikipedia Liebe 2006
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Auf Grund dieser kommunikativen „Polykontexturalität“ erschwert sich die identitätsbildende Interaktion.

[...]

Dem Einzelnen fällt es vor diesem Hintergrund zunehmend schwerer, sich selbst zu bestimmen. Hinzu kommt, dass diese Individualität und Identität im kommunikativen Austausch mit den Anderen bestätigt werden muss.

Angesichts dieser Entwicklung ist es nicht nur schwierig, miteinander in Kontakt zu treten, es wird auch schwierig, einander überhaupt noch zu verstehen bzw. die Motivation zu finden, sich auf einen Anderen einzulassen. [...]

Genau dieses Problem zu bewältigen ist – in Luhmanns Theorie – Aufgabe der Liebe.

Auf Grund dieser kommunikativen „Polykontexturalität“ erschwere sich die identitätsbildende Interaktion.

Dem Einzelnen fällt es vor diesem Hintergrund zunehmend schwerer, sich selbst zu bestimmen. Hinzu kommt, dass diese Individualität und Identität im kommunikativen Austausch mit anderen bestätigt werden muss. [...] Angesichts dieser Entwicklung ist es nicht nur schwierig, miteinander in Kontakt zu treten, es wird auch schwierig, einander überhaupt noch zu verstehen bzw. die Motivation zu finden, sich auf einen doch so Besonderen, Anderen einzulassen. Genau dieses Problem zu bewältigen ist – in dieser Theorie – Aufgabe der Liebe.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.


[6.] Jl/Fragment 015 03

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 15, Zeilen: 3-5
Quelle: Wikipedia Liebe 2006
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Liebe als Kommunikationsmedium motiviert dazu, sich dem Anderen unter Ausblendung von Idiosynkrasien in seiner Ganzheit zu nähern. Sie ermöglicht eine wechselseitige Bestätigung des „Selbst-Seins“ und des jeweiligen „Weltbezugs“.16

16 Vgl. Luhmann, N. Liebe als Passion. S. 24.

Liebe als Kommunikationsmedium motiviert dazu, sich dem Anderen unter Ausblendung von Idiosynkrasien in seiner "Ganzheit" zu nähern und nicht unter der verengenden Perspektive des jeweiligen Sozialsystems (z.B. als Freizeitsegler). Durch diese Komplettannahme entsteht eine wechselseitige Bestätigung des „Selbst-Seins“ und des jeweiligen „Weltbezugs“ .
Anmerkungen

Entweder liegt eine Verschleierung vor, wenn die Wikipedia als eigentliche Quelle diente, was auch angesichts weiterer Übernahmen aus dieser Quelle auf den vorherigen Seiten 10-14 hier angenommen wird, siehe Quelle:Jl/Wikipedia_Liebe_2006.

Oder es handelt sich um eine Bauernopfer-Referenz, da dann die Wörtlichkeit einer Übernahme aus Luhmann ungekennzeichnet bliebe. (Die S. 24 bei Luhmann wurde bisher nicht zum Vergleich eingesehen.)


[7.] Jl/Fragment 021 16

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 21, Zeilen: 16, 22-23, 24-28
Quelle: Leuschner 2001
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Platons Ideenlehre

[...]

Platon teilt die Welt in das Reich der Wahrnehmung und das Reich der Ideen. Das Reich der Wahrnehmung kann auch Sinnenwelt genannt werden. [Diese Welt ist die Welt der ständigen Veränderung.] Platon nannte diesen Prozess der Veränderung „Fließen“:

„Alles, was in der Sinnenwelt existiert, besteht aus einem vergänglichen Material, welches sich mit der Zeit auflöst. Im Gegensatz dazu ist alles nach dem Muster einer Form gebildet, das zeitlos ist.“35


35 Vgl. Vonessen, F. Platons Ideenlehre. S. 54.

Platons Ideenlehre

Platon teilt die Welt in das Reich der Wahrnehmung und das Reich der Ideen.

Das Reich der Wahrnehmung kann auch Sinnenwelt genannt werden. [...] Platon nannte diesen Prozess fließen. Alles, was in der Sinnenwelt existiert, besteht aus einem vergänglichen Material, welches sich mit der Zeit auflöst. Im Gegensatz dazu ist alles nach dem Muster einer Form gebildet, das zeitlos ist.

Anmerkungen

Nahezu identisch.

Der Verdacht besteht, dass der Verweis auf Vonessen nur zum Schein angebracht ist (vgl. auch Fragment 022 01). Vonessen wurde bisher nicht überprüft, doch selbst wenn sich der Inhalt auch dort in gleicher Form finden würde, wäre die Wörtlichkeit der ganzen Passage (also über das Zitat hinaus) nicht ausgewiesen und dann eine Zuordnung zur Plagiatskategorie Bauernopfer begründbar.


[8.] Jl/Fragment 022 01

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Untersuchte Arbeit:
Seite: 22, Zeilen: 1-24
Quelle: Leuschner 2001
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
So legt Platon dar, dass man durch relativ gleiche Dinge an die Idee der Gleichheit erinnert wird.
„Vollständige Gleichheit ist in der Welt des sinnlich Wahrnehmbaren nicht vorhanden. Ebenso ist das Gerechte, das Gute in der Welt der Wahrnehmung nicht vorhanden. Es stellt aber ein Ideal dar, nach dem man seine Handlungen ausrichten sollte. Es gibt immer gültige, objektive, ethische Werte, die der Maßstab für die Beurteilung einzelner Handlungen ist.“36

Die Kenntnis der Idee des Guten ist nach Platon eine notwendige Bedingung für moralisches Handeln. Mit Hilfe der Ideen können auch Eigenschaften der sinnlich wahrnehmbaren Dinge erklärt werden.

„So wird etwas schön genannt, wenn es an der Idee des Schönen teilhat, die selbst schön ist.“37

Platon hält somit auch den Menschen für ein zweigeteiltes Wesen. Der Mensch hat einen Körper, der fließt, der also aus vergänglichem Material besteht und mit der Sinnenwelt unlösbar verbunden ist (denn die Sinne sind körperlich).38

Die Seele hingegen ist unsterblich und befindet sich in der Vernunft. Demzufolge ist sie nicht materiell und kann in die Ideenwelt sehen.

Platon meint damit, dass bevor die Seele in den Körper gelangt, existiert sie schon im Reich der Ideen, sie hat aber beim Eintritt in den Körper die vollkommenen Ideen vergessen.39

DIE SEHNSUCHT NACH DER VOLKOMMENEN [sic] URFORM NENNT PLATON EROS (LIEBE)

Die meisten Menschen geben dieser Sehnsucht nicht nach und klammern sich an die schlechten Nachahmungen der Ideen in der Sinnenwelt.


36 Vgl. Disse, J. Kleine Geschichte der abendländischen Metaphysik. S. 20.
37 Vgl. ebenda S. 21.
38 Vgl. ebenda S. 28.
39 Vgl. ebenda S. 29.

So legt Platon dar, dass man durch relativ gleiche Dinge an die Idee der Gleichheit erinnert wird. Vollständige Gleichheit ist in der Welt des sinnlich Wahrnehmbaren nicht vorhanden. Ebenso ist das Gerechte, das Gute in der Welt der Wahrnehmung nicht vorhanden. Es stellt aber ein Ideal dar, nach dem man seine Handlungen ausrichten sollte. Es gibt immer gültige, objektive, ethische Werte, die der Maßstab für die Beurteilung einzelner Handlungen ist. Die Kenntnis der Idee des Guten ist nach Platon eine notwendige Bedingung für moralisches Handeln. Mit Hilfe der Ideen können auch Eigenschaften der sinnlich wahrnehmbaren Dinge erklärt werden. So wird etwas schön genannt, wenn es an der Idee des Schönen teilhat, die selbst schön ist. Platon hielt auch den Menschen für ein zweigeteiltes Wesen. Wir haben einen Körper, der fließt, der also aus vergänglichem Material besteht und mit der Sinnenwelt unlösbar verbunden ist (denn die Sinne sind körperlich). Unsere Seele hingegen ist unsterblich und befindet sich in der Vernunft. Demzufolge ist sie nicht materiell und kann in die Ideenwelt sehen. Platon meint, bevor die Seele in unseren Körper gelange, existiere sie schon im Reich der Ideen, sie hat aber beim Eintritt in den Körper die vollkommenen Ideen vergessen. Wenn wir dann ein unvollkommenes Pferd sehen, sehnt sich unsere Seele nach der vollkommenen Urform, die ihr aus dem Reich der Ideen bekannt ist. Diese Sehnsucht nennt Platon Eros (Liebe).

Die meisten Menschen geben dieser Sehnsucht nicht nach, sondern klammern sich an die schlechten Nachahmungen der Ideen in der Sinnenwelt.

Anmerkungen

Inhaltlich identisch bei wenigen sprachlichen Umfomulierungen.

Leuschner (2001) liegt vor der Entstehung der Magisterarbeit Lukjanova (2003), die an dieser Stelle identisch mit deren späterer Dissertation ist.

Keines der Zitate, die hier Disse (2001) zugeschrieben sind, und auch keine der Passagen, die mit Verweisen auf Disse (2001) versehen sind, finden sich im Wortlaut in dem angegebenen Werk. Tatsächlich weist der Abschnitt zu Platon in Disse (2001) bis auf eine einzige Übersetzung eines Platon-Zitats hier kaum Übereinstimmungen im Wortlaut mit den Ausführungen der Verfasserin auf.


[9.] Jl/Fragment 023 03

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Untersuchte Arbeit:
Seite: 23, Zeilen: 3-7, (8-13), 16-28
Quelle: Microsoft Encarta 2007 - Platon - 2006
Seite(n): 1 (elektronische Resource), Zeilen: -
Platon ist überzeugt von der Möglichkeit absoluter Erkenntnis. Gegenstand der Erkenntnis ist das wahrhaft Wirkliche und nicht das bloße Abbild des Wirklichen.41

Nach Platon ist das vollkommen Wirkliche ewig und unveränderlich, denn er setzt es mit einer idealen Welt gleich, die der physischen Welt entgegengesetzt ist. Platon unterscheidet zwischen Meinung und Erkenntnis:

[„Behauptungen oder Aussagen über die sichtbare Welt sind Meinungen. Obwohl diese Meinungen zum Teil begründet sind, gelten sie nach Platon nicht als Erkenntnis. Nur die Vernunft gewährt intellektuelle Einblicke, die sicher sind, wobei die Dinge, welche diesen rationalen Einsichten entsprechen, die ewigen Ideen sind, aus denen sich die wirkliche Welt zusammensetzt.“42

Platons Erkenntnislehre lässt sich am besten anhand des in seiner „Politeia“43 enthaltenen Höhlengleichnisses erklären.]

In ihm beschreibt Platon Menschen, die im Inneren einer Höhle so festgehalten werden, dass sie einander nicht sehen können. Sie sehen nur die Höhlenwand, auf der die Schatten von Tieren und Gegenständen, die an einem brennenden Feuer vorbeigetragen werden, zu sehen sind. Einem Gefangenen gelingt es auszubrechen und im Tageslicht zum ersten Mal die wirkliche Welt zu sehen.

Die Schattenwelt der Höhle symbolisiert bei Platon die Welt der sichtbaren Erscheinungen. Der Ausbruch aus der Höhle in die sonnendurchflutete Außenwelt bedeutet den Übergang in die wirkliche (d.h. ideelle) Welt, die Welt des Vollkommenen, die Welt der Ideen, dem wahren Gegenstand jeder Erkenntnis.

Nach Platon sind die Ideen hierarchisch geordnet, wobei die Idee des Guten den höchsten Rang einnimmt, da sie, wie die Sonne im Höhlengleichnis, alle anderen Ideen erhellt.

In dieser Idee des Guten kann man also auch Platons Streben nach einem letzten absoluten und endgültigen Erklärungsprinzip verstehen.


41 Vgl. Disse, J. Kleine Geschichte der abendländischen Metaphysik. S. 22.

42 Vgl. ebenda S. 23.

43 Vgl. Platon. Politeia (Der Staat). Sämtliche Werke. Bd. II.

3. Ideenlehre

1. Erkenntnislehre

[...] Unter dem Einfluss von Sokrates war Platon von der Möglichkeit der Erkenntnis überzeugt. Gegenstand der Erkenntnis sei das wahrhaft Wirkliche und nicht das bloße Scheinbild der Wirklichkeit. Nach Platon muss das vollkommen Wirkliche ewig und unveränderlich sein. Er setzte das Wirkliche mit der idealen Welt gleich, die der physischen Welt des Werdens entgegengesetzt ist. [...]

[...]

Platons Erkenntnislehre ist in seiner Politeia enthalten, insbesondere in der Besprechung des Bildes der geteilten Linie und in dem Höhlengleichnis. In Ersterer unterscheidet Platon zwischen Meinung und Erkenntnis. Behauptungen oder Aussagen über die physische oder sichtbare Welt, die sowohl allgemeine Beobachtungen wie auch die Sätze der Wissenschaft umfassen, sind bloß Meinungen. Einige dieser Meinungen sind wohlbegründet, andere nicht, keine von ihnen kann jedoch als echte Erkenntnis gelten. Erkenntnis stützt sich vor allem auf die Vernunft. Nur die Vernunft gewährt intellektuelle Einblicke, die sicher sind, wobei die Dinge, welche diesen rationalen Einblicken entsprechen, das beständige Allgemeine sind, die ewigen Ideen oder Formen, aus denen sich die wirkliche Welt zusammensetzt

Im Höhlengleichnis beschreibt Platon Menschen, die tief im Inneren einer Höhle festgebunden sind, und zwar so, dass ihr Gesichtskreis eingeschränkt ist und sie einander nicht sehen können. Das einzig Sichtbare ist die Höhlenwand, auf der die Schatten der Modelle oder Nachbildungen von Tieren und Gegenständen, die an einem hell brennenden Feuer vorbeigetragen werden, zu sehen sind. Einem der Gefangenen gelingt es auszubrechen und sich aus der Höhle an das Tageslicht zu flüchten. Das Sonnenlicht macht es ihm nunmehr möglich, zum ersten Mal die wirkliche Welt zu sehen. [...] Die Schattenwelt der Höhle symbolisiert bei Platon die physische Welt der Erscheinungen. Der Ausbruch aus der Höhle in die sonnendurchflutete Außenwelt bedeutet den Übergang in die wirkliche Welt, die Welt des vollkommen Seienden, die Welt der Ideen, dem wahren Gegenstand der Erkenntnis.

2. Das Wesen der Ideen

[...]

Nach Platon sind die Ideen hierarchisch geordnet, wobei die höchste Idee die des Guten ist, die wie die Sonne im Höhlengleichnis alle anderen Ideen erhellt. In einem gewissen Sinn bezeichnet die Idee des Guten Platons Streben nach einem letzten Erklärungsprinzip.


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Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme, ohne Quellenangabe.


[10.] Jl/Fragment 024 06

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Untersuchte Arbeit:
Seite: 24, Zeilen: 6-9
Quelle: Wikipedia Platonische Liebe 2009
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Nach Platon ist die wahre Liebe nur unter „Gleichen“ möglich. „Gleiche“ bedeutet, dass beide Individuen eine entwickelte und bewusste Seele, unabhängig von ihrem Geschlecht, besitzen. Fälschlicherweise wird unter 'gleich' oftmals Homosexualität verstanden, was unzutreffend ist, da die platonische Liebe frei von Sexualität ist. Nach Platon ist diese wahre Liebe nur unter „Gleichen“ möglich. „Gleiche“ bedeutet, dass beide Individuen eine entwickelte und bewusste Seele besitzen, egal welchen Geschlechtes. Fälschlicherweise wird unter 'gleich' oftmals Homosexualität verstanden, was ein Irrtum ist, da platonische Liebe frei von Sexualität ist.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.


[11.] Jl/Fragment 024 101

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Untersuchte Arbeit:
Seite: 24, Zeilen: 101-108
Quelle: Sier 1997
Seite(n): X, Zeilen: 17-18, 26-35, 101-102
44 Eros wird mit „Liebe” übersetzt, doch kann dieser Begriff, vieldeutig wie er ist, irreführende Assoziationen wecken. Im Folgenden ist als Übersetzung statt „Liebe“ eher „Verlangen, Begehren, Streben“ gewählt. Gerade für die Bedeutung des personalen Eros ist nicht unwichtig, dass es sich um eine Liebe oder Verliebtheit handelt, die auf der asymmetrischen Struktur des Begehrens beruht. Die Rollenverteilung zwischen Liebhaber und Geliebtem entspricht der Relation des Begehrens zum Begehrten und setzt voraus, dass dieser etwas hat oder ist, dessen jener bedarf (Platon bindet auch das allgemeine Wort für „Liebe“ öfter an den Begriff des Begehrens, wie er unter Philosophie die Sehnsucht nach dem Entzogenen versteht.). Ein Verhältnis der Partner wird in der komplementären Doppelung von Mangel und Vermögen zusammentreffen. Man pflegt das Wort έρως mit >Liebe< zu übersetzen, doch kann dieser Begriff, vieldeutig wie er ist, irreführende Assoziationen wecken. [...] Im Folgenden ist als Übersetzung statt >Liebe< eher >Verlangen, Begehren, Streben< gewählt. Gerade für die Bedeutung des personalen Eros ist nicht unwichtig, daß es sich um eine Liebe oder Verliebtheit handelt, die auf der asymmetrischen Struktur des Begehrens beruht. Die Rollenverteilung zwischen Liebhaber (έραστής) und Geliebtem (έρώμενος) entspricht der Relation des Begehrenden zum Begehrten und setzt voraus, daß dieser etwas hat oder ist, dessen jener bedarf2; ein reziprokes Verhältnis der Partner hängt davon ab, daß auch der έρώμενος (in anderer Hinsicht) auf den έραστής angewiesen ist, d.h. selbst zum έραστής wird, und beide in der komplementären Doppelung von Mangel und Vermögen zusammentreffen.

2 Platon bindet auch das allgemeine Wort für >Liebe<, φιλία, öfter an den Begriff des Begehrens, wie er unter >Philosophie< die Sehnsucht nach dem Entzogenen versteht. [...]

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme, ohne Quellenangabe.

Beim Abschreiben unterläuft der Verfasserin ein sinnentstellender Fehler: aus dem "Begehrenden" des Originals wird "das Begehren" an sich.


[12.] Jl/Fragment 024 15

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Untersuchte Arbeit:
Seite: 24, Zeilen: 15-25
Quelle: Buchner 1965
Seite(n): 12, Zeilen: 21-32
Das Symposion als Ganzes hat den Charakter eines Rahmenberichtes, welches zu der eigentlichen Erkenntnis führt.

Apollodoros, ein Schüler und eifriger Verehrer des Sokrates, trifft mit einigen Freunden zusammen, diese bitten ihn, von dem Symposion, das bei dem Dichter Agathon nach seinem ersten Sieg im Tragödienwettstreit stattgefunden hat, zu erzählen.

Apollodoros, der damals noch ein Kind war, hatte über dieses Symposion und die dort gehaltenen Reden von Sokrates’ Schüler Aristodemos, der damals dabei gewesen war, gehört und sich dann später das Gehörte von Sokrates bestätigen lassen.

Die Gäste des Agathon hatten sich damals nach dem Mahl darüber verständigt, den Abend nicht zu viel und gezwungen zu trinken, da die meisten der Anwesenden von der Siegesfeier am Vortage noch etwas mitgenommen waren.

Das Symposion als Ganzes hat den Charakter eines Rahmenberichtes. Apollodoros, ein einstiger Schüler und eifriger Verehrer des Sokrates, trifft mit einigen Freunden zusammen, und diese bitten ihn, von dem einst bei dem Dichter Agathon nach dessen erstem Sieg im Tragödienwettstreit stattgefundenen Symposion zu erzählen. Apollodoros, der damals noch ein Knabe und nicht selbst mitanwesend war, hatte über dieses Symposion und die dort gehaltenen Reden selbst wiederum von Sokrates’ Schüler Aristodemos, der damals dabei gewesen war, gehört und sich dann später dies Gehörte von Sokrates bestätigen lassen. Die Gäste des Agathon hatten sich damals nach dem Mahle darüber verständigt, diesen Abend nicht zuviel und gezwungen zu trinken, da die meisten der Anwesenden von der Siegesfeier am Vortage noch etwas mitgenommen waren.
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.


[13.] Jl/Fragment 025 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 25, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Buchner 1965
Seite(n): 7, 12-13, Zeilen: 7:6-11; 12:32-35; 13:1ff.
Eryximachos macht daraufhin den Vorschlag, sich einander, mäßig und ganz nach Belieben trinkend, zu unterhalten.

Als Thema schlägt er den Eros vor und knüpft dabei an eine Feststellung des ebenfalls anwesenden jungen Phaidros an, dass der Eros bisher weder von den Dichtern noch von den Sophisten hinreichend gewürdigt worden sei.45

Apollodoros berichtet von den einzelnen Preisreden des Phaidros46, Pausanias47, Eryximachos48, Aristophanes49 und Agathon50 und von dem darauffolgenden Mittelstück51 sowie dem Diotima-Gespräch.

Nach dem Diotima-Gespräch wird eine Preisrede auf Sokrates wiedergegeben, die Alkibiades gehalten hat, nachdem er betrunken als später Gast beim Symposion des Agathon erschienen war.

Im Hinblick auf das Mittelstück und das Diotima-Gespräch muss vor allem festgehalten werden, dass die vorausgegangenen Reden den Eros durchweg als einen großen und mächtigen Gott würdigen:

Für Phaidros gehört Eros zu den ältesten der Götter. Ohne Vater und ohne Mutter aufgewachsen ist dieser ein Vermittler zwischen dem Liebenden und dem (der) Geliebten und damit der Urheber der größten Güter, wobei die Anhänglichkeit und Folgsamkeit des Geliebten gegenüber dem Liebenden als gottgefälliger gilt als umgekehrt.

Dies wird an einer Reihe von Beispielen aus der Überlieferung nachgewiesen. Auch die anderen Preisredner belegen ihre Ansichten fast durchweg mit Beispielen aus Mythologie und Geschichte.

Pausanias unterscheidet in seiner zweiten Rede zwei Arten von Eros und geht dabei auf den Unterschied zwischen den zwei Aphroditen ein: der himmlischen als der mutterlosen Tochter des Uranos und der gemeinen als der Tochter von Zeus und Dione. Nur der der himmlischen Aphrodite zugehörige Eros sei als ein Gott zu würdigen.

Dieser Eros herrsche vor allem unter den Knaben und Männern und sei unter diesen und in sich tüchtig und beständig.52


45 Vgl. Platon. Symposion. 177 a. ff.

46 Vgl. ebenda. 178 a – 180 b.

47 Vgl. ebenda. 180 c – 185 c.

48 Vgl. ebenda. 185 e – 188 e.

49 Vgl. ebenda .189 c –193 d.

50 Vgl. ebenda. 194 e – 197 e.

51 Der Dialog zwischen Sokrates und Agathon wird als Mittelstück (199 c-212 c) bezeichnet; es hält die vorangegangenen Preisreden auf den Eros in ihrer Gesamtheit einerseits und die folgende Eroslehre Diotimas andererseits scharf auseinander und erbringt zugleich eine wesentliche sachliche Grundlage diese Lehre.

[52 Vgl. Platon. Symposion. 178 a 6 – 180 b.]

[Seite 12]

Daraufhin hatte Eryximachos den Vorschlag gemacht, sich einander, mäßig und ganz nach Belieben trinkend, mit Reden zu unterhalten. Als Thema schlug er den Eros vor, anknüpfend an eine Feststellung des ebenfalls anwesenden jungen

[Seite 13]

Phaidros, daß der Eros bisher weder von den Dichtern noch von den Sophisten hinreichend gewürdigt worden sei (177 a ff.). Apollodoros berichtet nun hintereinander von den einzelnen damaligen Preisreden des Phaidros (178 a 6 — 180 b 8), Pausanias (180 c 3 — 185 c 3), Eryximachos (185 e 6 bis 188 e 3), Aristophanes (189 c 2 — 193 d 5) und Agathaon (194 e 4 bis 197 e 5); darauf folgen das Mittelstück und das Diotima-Gespräch, um deren Erörterung es in dieser Arbeit allein geht; nach dem Diotima-Gespräch wird dann noch eine Preisrede auf Sokrates wiedergegeben, die Alkibiades gehalten hatte, nachdem er trunken als später Gast beim Symposion des Agathon erschienen war.

Im Hinblick auf Mittelstück und Diotima-Gespräch müssen wir vor allem festhalten, daß die voraufgehenden Reden den Eros durchweg als einen großen und mächtigen Gott gewürdigt hatten. Für Phaidros gehört er zu den ältesten der Götter, ohne Vater und ohne Mutter, wie aus Hesiod u. a. nachzuweisen versucht wird; als Vermittler zwischen Liebhaber und Geliebtem ist er Urheber der größten Güter, wobei die Anhänglichkeit und Folgsamkeit des Geliebten gegenüber dem Liebhaber als gottgefälliger gilt als umgekehrt, was an einer Reihe von Beispielen aus der Überlieferung nachgewiesen wird. Auch die anderen Preisredner belegen ihre Ansichten fast durchweg mit Beispielen aus Mythologie und Geschichte. Nach Pausanias muß man zwei Arten von Eros unterscheiden, gemäß dem Unterschied zweier Aphroditen: der himmlischen als der mutterlosen Tochter des Uranos, und der gemeinen als der Tochter von Zeus und Dione. Nur der der himmlischen Aphrodite zugehörige Eros ist als ein Gott zu würdigen. Dieser Eros herrscht vor allem unter den Knaben und Männern und vermag unter diese und d. h. in sich schon in die Polis und ihre Angelegenheiten Tüchtigkeit und Beständigkeit zu bringen.

[Seite 7]

199 c 3 bis 201 c 9, den Dialog zwischen Sokrates und Agathon, bezeichnen wir kurz als Mittelstück; es hält die vorangegangenen Preisreden auf den Eros in ihrer Gesamtheit einerseits und die folgende Eroslehre Diotimas andrerseits scharf auseinander und erbringt zugleich eine wesentliche, sachliche Grundlage für diese Lehre;

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme. Sogar die Referenzstellen finden sich bereits im Original.


[14.] Jl/Fragment 026 01

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Untersuchte Arbeit:
Seite: 26, Zeilen: 1-12
Quelle: Buchner 1965
Seite(n): 13-14, Zeilen: 13:27-38 - 14:1-3
Eryximachos, ein Arzt, knüpft in seiner Rede an die Unterscheidung des Pausanias an und führt diese weiter, indem er zeigt, wie der zweifache Eros nicht nur unter den Menschen, sondern auch in den Tieren und in den Gewächsen zu finden, ja überhaupt in allem, was ist.53

Dies wird in den einzelnen Bereichen des Seienden nachgewiesen und aus der göttlichen Leitung des himmlischen Eros bestimmt.

Aristophanes schließlich stellt den Eros in einem großangelegten Mythos als die Sehnsucht und das Verlangen nach der ursprünglichen Ganzheit und Physis des von Zeus in zwei Hälften, die männliche und die weibliche, gespaltene Teile der Menschen, vor.54

Die Spaltung ist eine Strafe für die den Göttern zu mächtig und übermütig gewordene Menschheit. Eros wird hier als der den Menschen am freundlichsten gesonnene Gott gesehen, der sie zugleich dazu anhält, den Göttern gerecht zu werden und ihr Leben in Ehrfurcht vor ihnen zu führen, um eine nochmalige Spaltung zu vermeiden.


52 Vgl. Platon. Symposion. 178 a 6 – 180 b.

53 Vgl. ebenda. 180 c – 185 c.

54 Vgl. ebenda. 185 e – 188 e.

[Seite 13]

Eryximachos, der Arzt, knüpft in seiner Preisrede an die Unterscheidung des Pausanias an und versucht dessen Rede weiterzuführen, indem er zeigt, wie der zweifache Eros nicht nur unter den Menschen waltet, sondern auch in den Tieren und in den Gewächsen, ja überhaupt in allem, was ist. Dies wird in den einzelnen Bereichen des Seienden nachgewiesen, und das jeweils auf diese Bereiche sich verstehende Kundigsein wird aus der göttlichen Leitung des himmlischen Eros bestimmt. Aristophanes schließlich stellt den Eros in einem großangelegten Mythos vor als die Sehnsucht und das Verlangen nach der ursprünglichen Ganzheit und Physis des von Zeus in zwei Hälften, die männliche und die weibliche, gespaltenen Teiles der Menschen. Die Spaltung war eine Strafe für die den Göttern zu mächtig und übermütig gewordene Menschheit. Eros wird hier

[Seite 14]

als der den Menschen freundlichste Gott gesehen, der sie zugleich dazu anhält, den Göttern gerecht zu werden und ihr Leben in Ehrfurcht vor ihnen zu führen, um eine nochmalige Spaltung zu vermeiden.

Anmerkungen

Setzt die in Fragment 025 01 dokumentierte Übernahme nahtlos fort. Weiterhin ohne Hinweis auf eine Übernahme.

Die Referenzstellen zu Eryximachos und Aristophanes sind gegenüber den in den Fußnoten 56-50 der voran gegangenen Seite (und denen in Buchner 1965) "verrutscht".


[15.] Jl/Fragment 026 26

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 26, Zeilen: 26-29
Quelle: Buchner 1965
Seite(n): 14, Zeilen: 14-21
Sokrates setzt die bis dahin gehaltenen Eros-Preisreden durch die Behauptung, dass sie dem eigentlichen Sinn nicht genügt hätten, scharf herab.

Der eigentliche Sinn des Preisens besteht für Sokrates darin, „das Wahre“, also den wahren Sachverhalt, über jedes zu Preisende darzulegen und diesen wieder zugrunde zu legen und aus [eben diesem selbst her dann das Schönste, d.h. Vorscheinendste im Sinne des Vorzüglichsten als das Schicklichste festzusetzen“56.


56 Vgl. Platon. Symposion. 198 d ff. und 199 a.]

Dort gibt Sokrates eine scharfe Herabsetzung der bis dahin gehaltenen Eros-Preisreden durch die Behauptung, daß sie dem eigentlichen Sinn des έγκωμιάζειν nicht genügt hätten. Der eigentliche Sinn des Preisens besteht für Sokrates darin, „das Wahre (den wahren Sachverhalt) über jedes zu Preisende darzulegen und dieses (so Dargelegte) erst einmal zugrundezulegen, aus eben diesem selbst her dann aber das Schönste (d. h. das Vorscheinendste im Sinne des Vorzüglichsten) als das Schicklichste festzusetzen“ (198 d 8 f., vgl. 199 a 7, b 3).
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme. Auch hier sind die Referenzstellen bereits in Buchner (1965) zu finden.


[16.] Jl/Fragment 027 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 27, Zeilen: 1-4, 7-28
Quelle: Buchner 1965
Seite(n): 14, 21, 25, 26, 27, Zeilen: 14:17-21; 21:19-31; 25:14 ff.; 26:22-27; 27:14-17
[Der eigentliche Sinn des Preisens besteht für Sokrates darin, „das Wahre“, also den wahren Sachverhalt, über jedes zu Preisende darzulegen und diesen wieder zugrunde zu legen und aus] eben diesem selbst her dann das Schönste, d.h. Vorscheinendste im Sinne des Vorzüglichsten als das Schicklichste festzusetzen“56.

So übernimmt Sokrates die Forderung Agathons, zuerst das Wesen des Eros darzulegen und dann von dessen Werken zu sprechen.

[...]

Die Entfaltung von Wesen und Werken des Eros vollzieht sich in jeweils zwei Schritten: Die Frage nach dem Wesen des Eros erörtert diesen zuerst als das Metaxy, als das Vermittelnde zwischen dem Sterblichen und Unsterblichen und anschließend als das strebende Verlangen des Menschen nach seinem eigenen Sein, d.h. die Bedeutung für die Menschen.

Die folgende Entfaltung des Eros-Werkes ist demgemäß zweifach gegliedert: Sie fragt zuerst danach, was der Eros als Seinserstrebnis des Menschen unternimmt und ins Werk setzt, um das Sein des Menschen zu erwirken und kommt dann auf das Eroswesen qua Metaxy zurück. Das Geschehen des Eros wird als das maßgebende Werk entworfen, als Aufstieg, als Transzendenz des Seins des Seienden.

Sokrates bezeichnet die Darlegung des Wie-Beschaffen-Seins des Eros als „Anfang“ der Darlegung57 als das, von wo aus eine Sache auf den Weg ihrer Erörterung gebracht wird und was den ganzen weiteren Weg der Erörterung bestimmt.

Es ist es gut, genauer zu bestimmen, was mit der Fragestellung nach dem Wie-Beschaffen-Sein gemeint ist:

Einen ersten Hinweis gibt die Rede des Agathon, denn sie preist den Eros als einen der „schönsten“, der „edelsten und tüchtigsten“ und deshalb den „glückseligsten“ der Götter.58 Agathon genügt seiner eigenen Forderung, die Beschaffenheit des Eros zu schildern, nicht und so fragt Sokrates ihn: „Ist der Eros ein solcher, dass es zu seiner Eigenart, zu seinem Wesensvermögen gehört, Eros von etwas zu sein, oder ist er ein solcher von nicht?“59

Mit dieser Frage will Sokrates nicht primär darauf hinaus, ob der Eros überhaupt ein „von etwas“ bzw. ein „von etwas“ Bestimmtes ist oder nicht.

Vielmehr geht es ihm um die Art und Weise, wie das „etwas“ zum Eros gehört.


56 Vgl. Platon. Symposion. 198 d ff. und 199 a.

57 Vgl. ebenda. 199 c.

58 Vgl. ebenda. 195 a.

59 Vgl. ebenda.

[Seite 14]

Der eigentliche Sinn des Preisens besteht für Sokrates darin, „das Wahre (den wahren Sachverhalt) über jedes zu Preisende darzulegen und dieses (so Dargelegte) erst einmal zugrundezulegen, aus eben diesem selbst her dann aber das Schönste (d. h. das Vorscheinendste im Sinne des Vorzüglichsten) als das Schicklichste festzusetzen“ (198 d 8 f., vgl. 199 a 7, b 3).

[Seite 21]

Sokrates hatte die Forderung Agathons übernommen, zuerst das Wesen des Eros darzulegen und dann von dessen Werken zu sprechen. Diese Entfaltung von Wesen und Werken des Eros im Diotima-Gespräch vollzieht sich, wie die Interpretation zeigen wird, in jeweils zwei Schritten: Die Frage nach dem Wesen des Eros (2. Teil) erörtert diesen zuerst als das Metaxy, als das vermittelnde Zwischen von Sterblichem und Unsterblichem (A) und anschließend als das strebende Verlangen des Menschen nach seinem eigenen Sein (B). Die dann folgende Entfaltung des Eros-Werkes (3. Teil) ist demgemäß zweifach gegliedert: sie fragt zuerst danach, was der Eros als Seins- erstrebnis des Menschen unternimmt und ins Werk setzt, um das Sein des Menschen zu erwirken (A) und kommt dann auf das Eroswesen qua Metaxy zurück und entwirft dessen Geschehen, das maßgebende Werk des Eros, als Aufstieg, als Transzendenz des Seins des Seienden (B).

[Seite 25]

Sokrates übernimmt diese Forderung und bezeichnet die Darlegung des Wiebeschaffenseins des Eros (όποιος τις) als „Anfang“ der Darlegung (199 c 5 f.), als das, von woaus eine Sache auf den Weg ihrer Erörterung gebracht wird und was den ganzen weiteren Weg der Erörterung bestimmt. So mag es gut sein, sich genauer darüber klar zu werden, was die Frage nach dem Wiebeschaffensein meint. Einen ersten Hinweis gibt die Agathon-Rede selbst, wenn sie den Eros als einen der „schönsten“, der „edelsten und tüchtigsten“ und deshalb der „glückseligsten“ der Götter preist (195 a 6 f.).

[Seite 26]

Agathon hatte anscheinend seiner eigenen Forderung, das Wiebeschaffen des Eros zur Sprache zu bringen, nicht hinreichend genügt. Denn Sokrates stellt ihm gerade bezüglich dessen eine Frage, die in erläuternder Übersetzung lautet: „Ist der Eros ein solcher, daß es zu seiner Eigenart, zu seinem Wesensvermögen gehört, Eros von etwas (τινός) zu sein, oder ist er ein solcher von nichts (ούδενός)?“11).


11) Zur Wendung τοσοΰτος οίος ist u. a. zu vergl. Protagoras 330 c 6 f., 5 d f. Zu οίος c. inf. bemerkt LSJ II, S. 1209: implies fitness or ability for a thing.

[Seite 27]

Sokrates will mit diesen Fragen nicht primär darauf hinaus, ob der Eros überhaupt ein „von etwas“ bzw. ein so oder so bestimmtes „von etwas“ habe oder nicht. Vielmehr geht es um die Art und Weise, wie das τινός zum Eros gehört.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.


[17.] Jl/Fragment 028 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 28, Zeilen: 1-3
Quelle: Sier 1997
Seite(n): 3, Zeilen: 21-23
Sokrates vergleicht die Begriffe „Vater von“ und „Bruder von“, doch ist der Eros eher ein „Eros zu“; im üblichen Sprachgebrauch ist kein Relativbegriff, sondern eine Relation gemeint. Sokrates vergleicht die Begriffe >Vater von -< und >Bruder von —<, doch ist der έρως eher ein >Eros zu -<; er meint im üblichen Sprachgebrauch keinen Relativbegriff, sondern eine Relation3.

3 [...]

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme, ohne Quellenangabe.


[18.] Jl/Fragment 028 15

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 28, Zeilen: 15-18
Quelle: Buchner 1965
Seite(n): 79, Zeilen: 5-10
Die Dämonen sind Boten und Zwischenträger im doppelten Sinne: Zum einen tragen sie den Göttern die der Bedürftigkeit und Not der Sterblichen entstammenden Wünsche und Bedürfnisse sowie Dankesopfer zu, zum anderen bringen sie den Sterblichen die göttlichen Aufträge, Erfüllungen und die Vergeltungen für die dargebrachten Opfer. Die Daimonen sind Boten und Zwischenträger in dem doppelten Sinne, daß sie einerseits den Göttern die der Bedürftigkeit und Not der Sterblichen entstammenden Wünsche und Bedürfnisse und die verdankenden Opfer zutragen, und daß sie andererseits den Sterblichen die göttlichen Aufträge, Erfüllungen und die Vergeltungen für die dargebrachten Opfer bringen.
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.


[19.] Jl/Fragment 029 19

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 29, Zeilen: 19-22
Quelle: Buchner 1965
Seite(n): 16, 32, Zeilen: 16:21-25; 32:1-3
Sokrates und Agathon stimmen darin überein, dass nur nach solchem verlangt werden kann, was Einer nicht hat.

Im Diotima-Gespräch wird Eros zum ersten Mal eine Wesensbestimmung gegeben, und zwar aus dem Horizont der sokratisch-platonischen metaphysischen Fragestellung.

[Seite 32]

Sokrates also hat klargestellt und Agathon hat seine Zustimmung dazu gegeben, daß nur nach solchem verlangt werden könne, was einer nicht hat (μή εχει).

[Seite 16]

Im Diotima-Gespräch wird überhaupt erst und erstmals eine Wesensbestimmung des Eros gegeben, und zwar gegeben aus dem Horizont eines Denkens, das es allererst möglich macht, so etwas wie eine Wesensbestimmung von etwas zu leisten, d. h. aus dem Horizont der sokratisch-platonischen metaphysischen Fragestellung.

Anmerkungen

Collage ohne Hinweis auf eine Übernahme.


[20.] Jl/Fragment 031 21

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 31, Zeilen: 21-27
Quelle: Lamprecht 2002
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Platons Eros

Bei Platon steht der Begriff „Eros“ noch nicht, wie im späteren Sprachgebrauch, für die sinnliche Liebe. Vielmehr bezeichnet das Wort in seinem Symposion das Verlangen an sich, das Streben nach dem Schönen und dem Guten, nach der höchsten Form von Wirklichkeit:

„In diesem Streben entfaltet der Mensch seine Möglichkeiten und wird durch die Selbstentfaltung immer mehr vom Kosmos bestimmt. Er wird selber verändert.“65

[Seite 32]

65 Vgl. Hügli, A. Lübcke, P. (Hrsg.). Philosophielexikon. S. 171.

EXKURS: Eros bei Platon

Bei Platon steht der Begriff "Eros" noch nicht wie im späteren Sprachgebrauch für die sinnliche Liebe. Vielmehr bezeichnet das Wort in seinem Dialog SYMPOSION, der in der mittleren, der "klassischen" Periode seines Schaffens entstanden ist, das Verlangen an sich, das Streben nach dem Schönen und dem Guten, nach der höchsten Form von Wirklichkeit. "In diesem Streben entfaltet der Mensch seine Möglichkeiten und wird durch die Selbstentfaltung immer mehr vom Kosmos bestimmt. Er wird selber verändert." (Anton Hügli, Poul Lübcke (Hrsg.): Philosophielexikon, Reinbeck 1991, S. 171)

Anmerkungen

Fast identisch mit demselben Zitat aus derselben Quelle. Ohne Hinweis auf eine Übernahme des vermeintlich originellen Teils, ohne Quellenangabe.

Die Fußnote ist in der Dissertation auf die Folgeseite "verrutscht".


[21.] Jl/Fragment 032 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 32, Zeilen: 1-11
Quelle: Lamprecht 2002
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Verlangen und Begehren kann man aber nur etwas, was man nicht hat, denn was man besitzt, braucht man nicht mehr zu begehren.

Vor dieser Bestimmung des Begriffes fällt es nicht schwer, die Brücke hinüber zum Minnesang zu schlagen. So wie für Platon das absolut Gute und Schöne immer unerreichbar, aber darum auch stets erstrebenswert ist, so ist auch für den Minnesänger die Dame unerreichbar fern und dadurch erst das Objekt unablässiger Begierde.

„Insofern bezeichnet auch der in die Umgangssprache als ‚rein geistige Liebe‘ im Gegensatz zur körperlichen Liebe eingegangene Begriff von der ‚platonischen Liebe‘ ursprünglich eine Beziehung, die trotz ständigen gegenseitigen Begehrens nie zu ihrer (körperlichen) Erfüllung kommt.“66

66 Vgl. Disse, J. Kleine Geschichte der abendländischen Metaphysik. S [sic] 24.

[S. 233]

BIBLIOGRAFIE

[...]

Disse, J. Kleine Geschichte der abendländischen Metaphysik. Darmstadt. 2007.

Verlangen und Begehren kann man (nach Platon) aber nur etwas, was man nicht hat, denn was man besitzt, braucht man nicht mehr zu begehren. Von dieser Bestimmung des Begriffes fällt es nicht schwer, die Brücke hinüber zum Minnesang zu schlagen. So wie für Platon das absolut Gute und Schöne immer unerreichbar, aber darum auch stets zu ersteben sein wird, so sei auch für den Minnesänger die Dame unerreichbar fern und dadurch erst das Objekt unablässig singender Begierde. Insofern bezeichnet auch der in die Umgangssprache als "rein geistige Liebe" im Gegensatz zur körperlichen Liebe eingegangene Begriff von der "platonischen Liebe" ursprünglich eine Beziehung, die trotz ständigen gegenseitigen Begehrens nie zu ihrer (körperlichen) Erfüllung kommt.
Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 031 21.

Fast identisch, ohne Hinweis auf eine Übernahme des vermeintlich originellen Teils, ohne Quellenangabe.

Der unvermittelte Übergang zu dem von der Verfasserin in der Dissertation ansonsten nur an zwei weiteren, isolierten Stellen behandelten Thema "Minne" verrät die Herkunft des Textes.

Disse wird mit Erscheinungsjahr 2007 angegeben, ist jedoch 2001. Der Fragmentinhalt ist bei Disse nicht auf S. 24 zu finden; er wird genau so in der Magisterarbeit der Verfasserin von 2003 ebenfalls Disse zugeschrieben, siehe [1].


[22.] Jl/Fragment 032 18

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 32, Zeilen: 18-21
Quelle: Sier 1997
Seite(n): 2, Zeilen: 3-8
Nach der platonischen Theorie ist der Eros an sich etwas Unvollkommenes und wenig Lobenswürdiges. Beim Eros geht es um die prinzipielle Frage, wie Wertvorstellungen und Zielsetzungen die Selbstverwirklichung des Menschen bestimmen und woher er die Kriterien eines „guten“ Lebens bezieht.68

68 Vgl. Platon. Symposion. 198 d.

[...]: der Eros ist ein denkbar ungeeignetes Objekt rhetorischer αύξηση, nicht nur weil der Zustand des Begehrens und Sehnens, für sich betrachtet, etwas Unvollkommenes und wenig Preiswürdiges ist, sondern vor allem deshalb, weil es beim Eros um die prinzipielle Frage geht, wie Wertvorstellungen und Zielsetzungen die Selbstverwirklichung des Menschen bestimmen und woher er die Kriterien eines >guten< Lebens bezieht; [...]
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme, ohne Quellenangabe.


[23.] Jl/Fragment 032 22

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 32, Zeilen: 22-28, 105-107
Quelle: Buchner 1965
Seite(n): 105, 133, 134, Zeilen: 105:16-21.104-107; 133:19-23; 134:6-8
Eros wird vor Platon und auch noch zu Platons Zeiten in erster Linie als Verlangen verstanden, das heute noch am ehesten als „Liebesverlangen“ bezeichnet wird.69

Es ist das Verlangen nach dem schönen Geliebten in all seinen verschiedenen Spielarten und Möglichkeiten, das Verlangen nach lustvoller Vereinigung und Erfüllung.

Mit dem letzten Abschnitt des Diotima-Gesprächs70 erreicht die Erörterung des Eros ihren Höhepunkt. In ihm wird Platons Lehre vom Sein des Seienden dargestellt.

Die Lehre der Diotima ist das höchste und größte und am schwersten zu erfassende Eroswerk.


69 Auch die Vorredner im Symposion gingen selbstverständlich von dieser Bedeutung aus, während Sokrates bereits im Mittelstück von vorneherein einen gleichsam neutralen und weiterreichenden Sinn von Eros in Ansatz brachte.

70 Vgl. Platon. Symposion. 209 e.

[Seite 105]

Eros nennt vor Platon immer und auch noch zu Platons Zeiten in erster Linie jenes Verlangen, das wir in unserer Sprache noch am ehesten durch das Wort „Liebesverlangen“ bezeichnen können77). Es ist das Verlangen nach dem schönen Geliebten in all seinen verschiedenen Spielarten und Möglichkeiten, das Verlangen nach lustvoller Vereinigung und Erfüllung (Mixis, Synousia).


77) Vgl. LSJ I, 680 f. Auch die Vorredner im Symposion gingen durchweg und selbstverständlich von dieser Bedeutung aus, während Sokrates bereits im Mittelstück von vorneherein einen gleichsam neutralen und weiterreichenden Sinn von Eros in Ansatz brachte.

[Seite 133]

Mit dem letzten Abschnitt des Diotima-Gesprächs (209 e 5 ff.) erreicht die Erörterung des Eros ihren Höhepunkt. In ihm wird zum erstenmal innerhalb der platonischen Schriften jener Sachverhalt vorgetragen, den man die „Ideenlehre“ genannt hat, also Platons Lehre vom Sein des Seienden, von der Seiendheit92); [...]


92) [...]

[Seite 134]

Was Diotima Sokrates nun zeigen wird, ist das höchste und größte und das am schwersten zu erfassende Eroswerk.

Anmerkungen

Übereinstimmung bis hin zu Fußnote und Referenz.

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.


[24.] Jl/Fragment 033 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 33, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Buchner 1965
Seite(n): 134, 147-148, 151, 154, 156-157, Zeilen: 134:8-14; 147:25 - 148:1-2.12-15; 151:19-21.22-26; 154:6-9.33-37; 156:34-38 - 157:1-4
Dieser Eros hat den Charakter eines Aufstieges von den einzelnen Schönen zum Schönen schlechthin.71 Das höchste und mächtigste Werk des Eros ist das Geschehen und der Vollzug der Transzendenz, die hier zum ersten Mal als der Überstieg des Seins des Seienden ausdrücklich entworfen wird.
„Das andere aber alles (d.h. alles auf dem überliefernden Stufengang des Aufstiegs jeweils erblickte einzelne Schöne) ist Schönes, indem es an jenem (Schönen selbst) teilhat.“72

Jede Stufe erbringt ein dem Schönen selbst näher liegendes, von ihm gelichtetes Schönes. Der Aufstieg selber ist nichts anderes als ein enthüllend-erbringendes In-die-Nähe-gehen zum Schönen selbst.

Die erste Stufe des transzendentalen Aufstiegs beginnt mit der Hinwendung des jungen Menschen zu den schönen, scheinbar reizenden Körpern.

Der junge Mensch – jung vor allem auch in der ontologischen Genesis des transzendentalen Aufstiegs – soll zunächst nach einem der schönen Körper strebend verlangen73, indem er in sich durch dessen Schönheit die Erzeugung selbst schöner Reden hervorrufen lässt.

Auf diesen ersten Stufen wird bereits eine Erfahrung mit dem Schönen selbst gemacht.

Diese Erfahrung bleibt noch ganz darin gebunden, dass es nur erst das Schöne, das gelichtet-scheinbare Verweilen des Körpers ist, das da erhellend zurückgestellt wird.

Der nächste Schritt des Eros ist der von der Schönheit des Körpers zur Schönheit der Seele, d.h. zur Schönheit, die nur durch die Fähigkeit und Kraft der Seele erreicht werden kann.74

Die dritte Stufe ist dann das Erblicken bzw. Hinblicken. Dieses soll dazu verhelfen, zunächst einen ganzen Reichtum, ein „weites Meer“ von Schönem zu erfahren und in diesem Erfahren wiederum in der Zeugung schöner, erhellter Darlegungen und Gedanken zu wachsen.

Dieses Wachsen wiederum soll schließlich dazu führen, das Schöne als Basis aller Schönheit zu erfassen, als höchstes Wissen zu erkennen und dadurch wiederum die wahrhafte Tüchtigkeit als höchste und allgemeinste Maßgabe des überliefernden Verweilens hervorzubringen.


71 Vgl. Platon. Symposion. 211 c.

72 Vgl. ebenda. 211 b.

73 Vgl. ebenda. 210 a.

74 Vgl. ebenda. 210 b ff.

[Seite 134]

Dieses Eroswerk hat den Charakter eines Aufstieges von den einzelnen Schönen, oder, wie wir nun entsprechender sagen können, von den gelichtet scheinsam Verweilenden zum Schönen, als dem Seiendsein jener, selbst (211 c 2 f., bereits 211 b 6). Das höchste und mächtigste Werk des Eros ist das Geschehen und der Vollzug der Transzendenz, die hier zum erstenmal als der Uberstieg des Seins des Seienden ausdrücklich entworfen wird.

[Seite 147]

„Das andere aber alles (d. h. alles auf dem überliefernden Stufengang des

[Seite 148]

Aufstiegs jeweils erblickte einzelne Schöne) ist Schönes, indem es an jenem (Schönen selbst) teilhat“ (211 b 2)95). [...]

[...] Jede Stufe erbringt ein dem Schönen selbst näher liegendes, von ihm gelichtetes Schönes. Der Aufstieg selber ist, so gesehen, nichts anderes als ein enthüllend- erbringendes In-die-Nähe-gehen zum Schönen selbst.

[Seite 151]

Die erste Stufe des transzendentalen Aufstiegs beginnt mit der Hinwendung des jungen Menschen zu den καλά σώματα (210 a 4 ff., 211 b 7 ff.), den schönen, scheinsam-reizenden Körpern. [...] Im rechten Geleit des Eros stehend, soll der junge Mensch — jung vor allem auch in der ontologischen Genesis des transzendentalen Aufstiegs — zunächst nach einem der schönen Körper strebend verlangen (210 a 7), indem er sich durch dessen Schönheit in die Zeugung selbst schöner Reden hervorrufen läßt97).

[Seite 154]

Auf dieser ersten Stufe wird bereits eine Erfahrung mit dem Schönen selbst gemacht. Doch diese Erfahrung bleibt noch ganz darin gebunden, daß es nur erst das Schöne, die gelichtet-scheinsame Verweilung des Körpers ist, die da enthüllend zurückerstellt wird. [...]

Der nächste Schritt des Eros ist der vom Schönen, sofern es als das Eine und Selbe bei den Körpern, diese lichtend, verweilt und als solches erblickend erstellt ist, zum Schönen in den Seelen, d. h. zum Schönen in oder bei dem, was nur durch die Fähigkeiten und Kräfte der Seele bewerkstelligt werden kann.

[Seite 156]

Dieses Erblicken bzw. Hinblicken wiederum solle dazu verhelfen, zunächst einen ganzen Reichtum, ein „weites Meer“ von Schönem zu erfahren und in diesem Erfahren wiederum in der Zeugung schöner, lichtend-erhellter Darlegungen und Gedanken zu wachsen. Dies Wachsen wiederum solle schließlich dazu führen, das καλόν αύτό, das Schöne selbst, aufgrund dessen alles

[Seite 157]

andere Schöne ein solches ist, als es selbst strebend zu erfassen, in ein höchstes Wissen einzurichten, und dadurch wiederum die wahrhafte Tüchtigkeit (άρετή) als höchste und allgemeinste Maßgabe des überliefernden Verweilens, d. h. der Eudaimonia hervorzubringen.

Anmerkungen

Schließt im Original unmittelbar an die letzte in Fragment 032 22 wiedergegebene Stelle an.

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.


[25.] Jl/Fragment 034 03

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 34, Zeilen: 3-6, (7-15)
Quelle: Buchner 1965
Seite(n): 56, Zeilen: 9-15, (15-24)
Die Figur der Diotima

Das Diotima-Gespräch zeichnet sich durch zwei Aspekte besonders aus:

Zum einen tritt, im Unterschied zu allen anderen Dialogen Platons, Sokrates selbst als der Unterwiesene und Belehrte auf. Zu Beginn der Einführung in das Werk des Eros als transzendentalen Aufstiegs [sic] werden von Diotima sogar die Zweifel geäußert, ob Sokrates imstande ist, dieses Eros-Werk zu fassen.75

„Man kann der Auffassung sein, Platon lasse Diotima (anstatt Sokrates) deshalb dieses ganze Eros-Gespräch führen, weil er hier zum ersten Mal an die Grenze des sokratischen Denkens führe, der gegenüber also der Verstand Sokrates’ versage. Deshalb könne Sokrates auch nicht als Vertreter dieser Lehre auftreten. Es handelt sich bei diesem Schlussabschnitt und Höhepunkt des Diotima-Gespräches um die Anfänge der sogenannten Ideenlehre, die hier zum ersten Mal vorgetragen wird und die nicht eigentlich sokratisch sein kann, sondern Platons eigenstem Denken zugehören soll.“76


75 Vgl. Platon. Symposion. 209e ff.

76 Vgl. Buchner, H. Eros und Sein. S. 56.

Im Diotima-Gespräch tritt, im Unterschied zu allen anderen Dialogen Platons, Sokrates selbst als der Unterwiesene und Belehrte auf. Diotima, die ihn in den Dingen des Eros unterweist, sagt sogar, zu Beginn ihrer Einweisung in das Eroswerk des transzendentalen Aufstiegs, daß sie nicht einmal wisse, ob Sokrates imstande sei, dieses Eroswerk zu fassen (209 e 5 ff.)42). Von daher vor allem kam man zu der Auffassung, Platon lasse Diotima (anstatt Sokrates) deshalb dieses ganze Eros-Gespräch führen, weil er hier zum erstenmal eine Lehre zur Sprache bringe, die dem Sokrates fremd sei oder die an die Grenze des sokratischen Denkens führe, der gegenüber also der Verstand des Sokrates versage. Deshalb könne Sokrates auch nicht als Vertreter dieser Lehre auftreten. Es handelt sich bei diesem Schlußabschnitt und Höhepunkt des Diotima-Gesprächs um die Anfänge der sogenannten Ideenlehre, die hier zum erstenmal vorgetragen wird und die nicht eigentlich sokratisch sein, sondern Platons eigenstem Denken zugehören soll.
Anmerkungen

Bereits vor dem "Zitat" (und an vielen anderen Stellen in ihrer Arbeit) präsentiert die Verfasserin ungekennzeichnet und dennoch wortidentisch Material aus Buchner (1965). Dieses einzige offizielle Zitat aus Buchner (1965) wiederum enthält massive Abänderungen im Wortlaut, die den üblichen Zitierregeln zuwiderlaufen.


[26.] Jl/Fragment 035 11

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 35, Zeilen: 11-13, 19-21
Quelle: Sier 1997
Seite(n): 11, 13, Zeilen: 11:1-4.(12-15); 13:3-6
Eine ironische Pointe unterstreicht das Verhältnis zu Diotima: Im Kreis der Symposiasten erscheint unvermutet eine Frau als eigentliche Sachverständige, vor deren Einsicht die männliche Weisheit recht mangelhaft erscheint.
„In jedem Fall dürfte das primäre Motiv für die Wahl einer Frau als Lehrerin des Sokrates in der Vermeidung eines männlichen Lehrers und normalen Lehrkonstellation zu suchen sein; bei Diotima erhält die ‚Abhängigkeit‘ des Sokrates eine symbolische Bedeutung, die das Faktische in der Schwebe lässt.“80

Diotima fungiert im Symposion als wissende Muse. In ihr gewinnt die Einheit von philosophischer Reflexion und Musenkunst dramatisches Leben und wird zur Einweihung in die wahre Erotik.


80 Vgl. Sier, K. Die Rede der Diotima. Untersuchungen zum platonischen Symposion. S. 10-11.

[Seite 11]

[So] unterstreicht auch das Verhältnis zu Diotima die άτοπία des Sokrates und enthält zugleich die ironische Pointe, daß im >Klub< der Symposiasten unvermutet eine Frau als die eigentlich Sachverständige erscheint, vor deren Einsicht die männliche Weisheit sich recht kümmerlich ausnimmt. [...] In jedem Fall dürfte das primäre Motiv für die Wahl einer Frau als Lehrerin des Sokrates in der Vermeidung eines männlichen Lehrers und der normalen Lehrkonstellation zu suchen sein; bei Diotima erhält die >Abhängigkeit< des Sokrates eine symbolische Bedeutung, die das Faktische in der Schwebe läßt.

[Seite 13]

In Diotima gewinnt die Einheit von philosophischer Reflexion und >Musenkunst< dramatisches Leben und wird zur Einweihung in die wahre Erotik: δει δε που τελευταν τα μουσικά είζ τα τού καλοί) ερωτικά (Rep. 403 c 6-7).

Anmerkungen

Das ordentliche Zitat ist in ungekennzeichnete Übernahmen aus derselben Quelle eingebettet.


[27.] Jl/Fragment 035 23

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 35, Zeilen: 23-27
Quelle: Natorp 1921
Seite(n): 167, 168, Zeilen: 167:32-38; 168:1-2
[Diotima und die Ideenlehre]

Der Leitgedanke der Liebeslehre, in welchen Diotima Sokrates einführt, ist: Das Streben ist unser Teil, sein Ziel ist unser nur in der Idee. Schon in der Erkenntnis des Zieles liegt die Seligkeit, aber zugleich heilige Leidenschaft des Verlangens; es ist Liebe im männlichen Sinne des Eros, des Zeugungstriebes, der ein erhöhtes menschliches Leben in unbeschränkter Fortsetzung durch die Folge der Geschlechter aufbaut aus dem Drang der Verewigung.

Denn das ist der Leitgedanke der Liebeslehre, in welche DIOTIMA den SOKRATES einweiht, und die allein von dem überreichen Inhalt des Werkes uns hier angeht: Das Streben ist unser Teil, sein Ziel ist unser nur in der Idee. In der Erkenntnis des Zieles schon liegt Seligkeit, aber zugleich heilige Leidenschaft des Verlangens; es ist Liebe im männlichen Sinne des Eros, des Zeugungstriebes, der ein erhöhtes menschliches

[Seite 168]

Leben in unbeschränkter Fortsetzung durch die Folge der Geschlechter aufbaut aus dem Drange der Verewigung.]

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

Die "altertümliche" Formulierung ist der fast schon klassischen Sekundärquelle geschuldet.


[28.] Jl/Fragment 036 01

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 36, Zeilen: 1-26 (komplett)
Quelle: Natorp 1921
Seite(n): 173, 175-176, Zeilen: 173:18-32; 175:1-5.22-33.37-38.39-41 - 176:1-12
Im Symposion wird die immanente, weltbejahende Auffassung der Idee etabliert.81 Die Philosophie wird dabei als die wahre und ewige Wiedergeburt, die Unsterblichkeit des Sterblichen selbst, definiert.

Alles Irdische wird wiedergeboren aus dem Ewigen zu selbst unvergänglichem Leben im Licht. Was sterblich ist, soll sterben, denn in diesem Sterben selbst gewinnt es das Leben. Die Vergänglichkeit des Irdischen wird nicht geleugnet oder versteckt, aber sie schadet nicht mehr, denn das „Stirb“ ist die Bedingung des „Werde“.

Die hohe Schule der Philosophie wird von Diotima als ein Stufenweg82 beschrieben.

Er beginnt bei den in der Erfahrung gegebenen „schönen Gegenständen“ und endet mit dem höchsten Wissensobjekt, dem „Schönen selbst“.

Der ganze Weg wird in vier Stationen gegliedert:

Die erste Erkenntnisstufe ist noch im Bereich der Körperwelt und sucht zunächst in dieser die besonderen Gesetzlichkeiten, nicht ohne das Ziel einer die ganze Körperwelt umfassenden Gesetzesordnung, auf. Das Schöne ist schon hier die Gesetzesordnung.

Die zweite Station ist die Psyche; die Sittenwelt, insbesondere „das Schöne in den Einrichtungen und Gesetzen“, das Gebiet der sozialen und pädagogischen Organisationen. Darin soll die durchgängige Verwandtschaft und Zusammengehörigkeit erkannt werden.

Der dritte Schritt führt zum „Schönen der Wissenschaften“.

Hier gelangt das Streben der Erkenntnis auf das „weite Meer“ der Theorie, um Gesetzlichkeit in jede Richtung, nicht mehr bloß in einem Sondergebiet, zu verfolgen. Es werden zahlreiche Sätze und Gedankengänge in unbeschränkter Forschung83 erzeugt.

Bis dahin zielt das Symposion mehr auf periphere Umfassung vielseitiger Erkenntnisse als auf zentrale Zusammenfassung in einer wahren und letzten Einheit ab.

Der letzte Schritt geht, durch alle wissenschaftliche Arbeit gestärkt und gewachsen, schlussendlich zur Erkenntnis der Einheit (Einzigartigkeit) der Wissenschaft84, in ihrem letzten Einheitsgrund, der Idee, der Idee des Schönen.


81 Vgl. Natorp, P. Platos Ideenlehre. Eine Einführung in den Idealismus. S. 172ff.

82 Vgl. Platon. Symposion. 211 c.

83 Hier bedeutet Forschung: Philosophie.

84 Vgl. Platon. Symposion. 210 d.

[Seite 173]

[...] der Unterschied jedenfalls besteht und soll bestehen, daß im Gastmahl die immanente, weltbejahende Auffassung der Idee auch in Hinsicht dieses Punktes siegreich durchdringt. Dieser allgemeine Kontrast zwischen dem Gastmahl und dem Phaedo ist ja in die Augen fallend, ja man möchte ihn für bewußt und beabsichtigt halten. Dort war Philosophie „Uebung im Sterben", hier ist sie die wahre und ewige Wiedergeburt, die Unsterblichkeit des Sterblichen selbst. Dort versank alles Irdische vor dem Lichte des Ewigen in Todesschatten, hier wird es wiedergeboren aus dem Ewigen zu selbst unvergänglichem Leben im Licht. Was sterblich ist, soll sterben, denn in diesem Sterben selbst gewinnt es das Leben. Die Vergänglichkeit des Irdischen wird nicht geleugnet oder versteckt, aber sie schadet nicht mehr, denn das „Stirb" ist die Bedingung des „Werde".

[Seite 175]

Es wird der Stufengang (211 C) beschrieben, den die hohe Schule der Philosophie durchläuft. Er beginnt von diesen und diesen, in der Erfahrung gegebenen „schönen Gegenständen" (vgl. den Gorgias, oben S. 51), um zu enden mit dem höchsten Wissensobjekt, dem „Schönen selbst". [...]

Der ganze Weg nun gliedert sich in die folgenden vier Hauptstationen. Die erste Erkenntnisstufe verbleibt noch im Bereiche der Körperwelt und sucht zunächst in dieser die besonderen Gesetzlichkeiten auf, nicht ohne das Ziel einer die ganze Körperweit umfassenden Gesetzesordnung, einer die ganze Körperweit umfassenden Gesetzesordnung. Daß das „Schöne" schon hier die Gesetzesordnung meint, wird weiterhin deutlicher werden. Das zweite Gebiet ist das des Psychischen; die Sittenwelt, insbesondere „das Schöne in den Einrichtungen und Gesetzen"; also das oben schon vorgreifend genannte Gebiet der sozialen und pädagogischen Organisationen; in welchem allen wiederum die durchgängige Verwandtschaft und Zusammengehörigkeit erkannt werden soll. [...] Der dritte Schritt führt zum „Schönen der Wissenschaften". [...] Hier gelangt das Streben der Erkenntnis bereits aufs „weite Meer" der Theorie, um Gesetzlichkeit nach jeder Richtung, nicht mehr bloß in irgend einem Sondergebiet,

[Seite 176]

zu verfolgen, und zahlreiche herrliche Sätze und Gedankengänge in unbeschränkter Forschung (denn das heißt auch hier „Philosophie") zu erzeugen. Doch ist es bis dahin mehr nur auf peripherische Umfassung vielseitiger Erkenntnisse, als auf zentrale Zusammenfassung in einer wahren und letzten Einheit abgesehen. Dies ist der letzte Schritt, der noch zu tun übrig bleibt, dies das Ziel, das allein dieser vielfältigen Mühe lohnt. Nämlich, durch alle solche wissenschaftliche Arbeit gestärkt und gewachsen, erblickt man endlich die Einheit (Einzigkeit) der Wissenschaft (210D τινὰ ἑπιστἡμην μἰαν), in ihrem letzten Einheitsgrunde, der Idee; hier: der Idee des Schönen.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.


[29.] Jl/Fragment 037 02

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 37, Zeilen: 2 ff. (komplett)
Quelle: Buchner 1965
Seite(n): 44, 96, 97, 103, 106, 107-108, 109, Zeilen: 44:24-27; 96:18-22; 97:14-16; 103:22-23; 106:7-10; 107:19-21.33-34 - 108:1-4.12-13.(13-15); 109:12-19
[Nutzen und Brauch des Eros für die Menschen]

Diotima geht zuerst gar nicht auf Sokrates’ Frage nach Nutzen und Brauch des Eros für die Menschen ein.

Ihre Antwort auf diese Frage besteht vielmehr darin, dass sie eine neue, vorbereitende Unterweisung beginnt und im Zusammenhang damit eine neue Frage einführt, denn sie ist der Meinung, dass, bevor nach dem Nutzen gefragt wird, zuerst das Ziel des Menschen mit diesem Nutzen definiert werden muss.

Die Frage lautet also: Worum geht es dem strebend Verlangenden im Verlangen nach dem Schönen?85

Das eigentliche Worum des Eros und das jeweilige Werk des Eros ist also nicht das Gleiche. Das Worum ist das, was der strebend Verlangende unternimmt.

Es gehört zum Wesen des Menschen, im Zuge des Eros zu stehen. Diotima trennt vom Ganzen des Eros eine bestimmte Gestalt ab und nennt diese, ihr den Namen des Ganzen beilegend, Eros; für die anderen Gestalten benutzt sie andere Namen.86

„Jede Ursache, jeder Anlass dafür, dass irgendetwas aus dem Nichtverweilen in das Verweilen hereinkommt, ist Poiesis, ist Hervorbringung und Herstellung.“87

Wenn beide Begriffe, die Poiesis und das bisher von Diotima entfalteten Eroswesen, nun verglichen werden, wird sich eine innere Wesensverwandtschaft zwischen Eros und Poiesis zeigen.

So ist der Eros in sich poetisch und die Poiesis in sich eroshaft. Der Eros wurde als das strebende Verlangen nach dem bestimmt, was den Menschen das im Übergang Verweilende, die Möglichkeit eines verfassten Verweilens eröffnet.

Die Poiesis bestimmt Diotima als Herstellung und Hervorbringung.

Den Eros bestimmt Diotima zuerst, in seinem eigentlichen Wesen, als jedes tätig-verlangende Streben nach den Gütern, nach dem für das Verweilen des Menschen Tauglichen, und d.h. in sich schon nach dem geglückten Sein des Menschen in der Beständigkeit.88

Dieser Eros ist der eigentliche, denn er ist der mächtigste und gewaltigste, weil alles bestimmende; er überlistet jeden Menschen und beschenkt ihn mit List.89


85 Vgl. Platon. Symposion. 204 d. ff.

86 Vgl. ebenda. 205 b.

87 Vgl. ebenda.

88 Vgl. ebenda. 205 d. ff.

[89] Vgl. Platon. Symposion. 205 d. ff]

[Seite 96]

Es muß auffallen, daß sie zunächst garnicht auf Sokrates’ Frage nach Nutzen und Brauch des Eros für die Menschen eingeht. Ihre Antwort auf diese Frage besteht vielmehr darin, daß sie eine neue, vorbereitende Unterweisung beginnt und im Zusammenhang damit neue Frage einführt; [...]

[Seite 44]

In diesem Sichausstehen, welches im strebenden Verlangen ausgetragen wird, geht es dem strebend Verlangenden gerade darum, die Präsenz von solchem, was in sich καλόν ist, zu erlangen, um in diesem Erlangen sich selbst ins Anwesen hervorzubringen.

[Seite 97]

Das eigentliche Worumwillen des Eros, dessen eigentümliche Struktur im Folgenden aufzuzeigen ist, und das jeweilige Werk des Eros sind also nicht das Gleiche.

[Seite 103]

Es gehört zum Wesen des Menschen, im Zuge des Eros zu stehen.

[Seite 106]

„Wir“, sagt Diotima, „trennen vom (Ganzen des) Eros eine bestimmte Gestalt ab und nennen diese, ihr den Namen des Ganzen beilegend, Eros; für die anderen (Gestalten) gebrauchen wir dann andere Namen“ (205 b 4 f.).

[Seite 107]

„Jede Ursache (jeder Anlaß) dafür, daß irgendetwas aus dem Nichtverweilen in das Verweilen hereinkommt, ist Poiesis, ist Hervorbringung und Herstellung“ (205 b 7 f.)78). [...]

Wenn wir die Bestimmung der Poiesis mit dem bisher von Diotima entfalteten Eroswesen vergleichen, zeigt sich eine innere Wesensverwandtschaft

[Seite 108]

zwischen Eros und Poiesis, dergestalt, daß der Eros in sich poietisch, die Poiesis in sich eroshaft ist. Der Eros wurde als das strebend-auslangende Verlangen nach dem bestimmt, was den Menschen, als den übergänglich Verweilenden, die Möglichkeit eines verfaßten Verweilens eröffnet und einräumt. [...] Diotima bestimmte nun als Poiesis, als Herstellung und Hervorbringung das, was Schuld daran ist, daß etwas aus dem Nichtverweilen ins Verweilen übergeht, was also etwas zum Verweilen bringt und im Verweilen Stand gewinnen läßt.

[Seite 109]

Auf die Hauptsache gesehen (205 d 1), d. h. in seinem eigentlichen Wesen erblickt, ist Eros jedes tätig-verlangende Streben nach den Gütern, nach dem für das Verweilen des Menschen Tauglichen, und d. h. in sich schon nach dem geglückten Sein des Menschen in Beständigkeit (205 d 2)80). Dieser Eros ist der eigentliche, denn er ist der mächtigste und gewaltigste, weil alles durchmachtende und bestimmende; zugleich ist er der jeden Menschen überlistende und mit List begabende, nämlich umwillen der Eudaimonia (205 d 2 f.)81).

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.


[30.] Jl/Fragment 038 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 38, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Buchner 1965
Seite(n): 109, 113-114, 116, 117, 121, Zeilen: 109:23-31; 113:4-8.32-38 - 114:1; 116:32-33 - 117:1-5; 121:3-5
[Dieser Eros verteilt] und erstreckt sich in alle möglichen Geschäfte, Besorgungen und Bemühungen des Menschen.90

Das bedeutet, dass alles Tun des Menschen schon die Schaffung des eigenen Verweilens ist. Der Eros als Ganzes besteht nicht neben oder über seinen eigenen Teilen und Gestalten an sich und steht selbst für wiederum eine eigene, nur höhere Art des Strebens und Verlangens. Er ist das in allen jeweiligen Bestrebungen des Menschen zuvor schon Waltende, Bestimmende und Bewegende.

Um zu sehen, was Diotima mit „dem Guten“ meint, muss zunächst gefragt werden, in welchem Sinn innerhalb ihrer in der Unterweisung gegebenen Exposition des Eros überhaupt von etwas wie einer den Menschen notwendigen anderen Hälfte gesprochen werden kann, welche andere Hälfte dann als „das Gute“ bestimmt ist.

Die dem Menschen als etwas Seiendem eigentümliche und notwendige Hälfte, d.h. das ihm als Seiendem vom Hause aus schon Zukommende, ist nichts anderes als das Sein dieses Seienden. Die beiden Hälften des Aristophanes werden von Diotima zunächst formalisiert und dann ontologisch umgedacht im Sinne des Seienden, eine Hälfte Mensch in seinem Sein, die andere Hälfte die Einheit des Seins.

Die vom Eros erstrebte Ganzheit ist nicht mehr eine mythologische Konstruktion, sondern die ontologische Einheit des Seins des Seienden. Der Eros strebt danach, dass das Gute für die Menschen als sterblich Seiende immer bei ihnen verweilt, d.h., dass die Menschen immer als in Beständigkeit Verfasste sind.91

Der Eros hält sich als Selbsterstrebnis der Menschen im Zwischenraum des Unsterblichen, in Beständigkeit und Einzigartigkeit/Authentizität fortwährenden Vorbildes und der jeweilig überliefernd ins Verweilen hervorgebrachten bzw. hervorzubringenden Sterblichen.

So zeigt sich auch der Eros als Eros der sterblichen Menschen, als Dimension eines Zwischen.

Es kommt nun drauf an, das Werk des Eros als diesen Zwischenraum und dieses Zwischen selbst als ein Erwirken des Eros zu sehen.


89 Vgl. Platon. Symposion. 205 d. ff

90 Vgl. ebenda .

91 Vgl. ebenda. 206 a - 206 d.

[Seite 109]

Dieser Eros verteilt und erstreckt sich in alle möglichen Geschäfte, Besorgungen und Bemühungen des Menschen (205 d 2 ff.). Das bedeutet, daß alles Tun des Menschen, auf welchen Wegen auch immer, je schon Besorgen des eigenen Verweilens ist. Das Ganze des Eros bzw. der Eros als Ganzes ist nicht etwas, was neben oder über seinen eigenen Teilen und Gestalten an sich besteht und selbst wiederum eine eigene, nur höhere Art des Strebens und Verlangens ausmachte, sondern es ist das in allen jeweiligen Strebungen des Menschen zuvor schon Waltende, Bestimmende und Bewegende.

[Seite 113]

Um zu sehen, was Diotima mit „dem Guten“ im Blick hat, müssen wir zunächst fragen, in welchem Sinne innerhalb ihrer in der Unterweisung gegebenen Exposition des Eros überhaupt von so etwas wie einer den Menschen notwendigen anderen Hälfte gesprochen werden kann, welche andere Hälfte dann als „das Gute" bestimmt ist. [...]

Die dem Menschen als etwas Seiendem eigentümliche und notwendige Hälfte, d. h. das ihm als Seiendem von Hause aus je schon Zukommende, ist nichts anderes als das Sein dieses Seienden, d. i. die Eudaimonia. Die beiden Hälften des Aristophanes werden von Diotima also zunächst formalisiert und dann ontologisch umgedacht im Sinne des Seienden (eine Hälfte: Mensch) in seinem Sein (andere Hälfte: Eudaimonia). Die vom Eros erstrebte Ganzheit ist jetzt nicht mehr eine mythologische Konstruktion, son-

[Seite 114]

dern die ontologische Einheit des Seins (Eudaimonia) des Seienden (Mensch).

[Seite 116]

Der Eros hält sich als Selbsterstrebnis der Menschen im Zwischen des unsterblichen, in Ständigkeit und Selbigkeit fort-

[Seite 117]

währenden Vorbildes und der jeweilig überliefernd ins Verweilen hervorgebrachten bzw. hervorzubringenden Sterblichen. So zeigt sich, jedenfalls in Umrissen, auch der Eros als Eros der sterblichen Menschen als Dimension eines Zwischen. Es kommt nun darauf an, das Werk des Eros als dieses Zwischen und dieses Zwischen selbst als ein Erwirken des Eros zu sehen.

[Seite 121]

Der Eros strebt nach der zuletzt gegebenen Bestimmung danach, daß das Gute für die Menschen als sterblich Seiende immer bei ihnen verweilt, d. h. daß die Menschen immer als in Beständigkeit Verfaßte sind.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.


[31.] Jl/Fragment 041 27

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 41, Zeilen: 27-31
Quelle: Meyer 1995
Seite(n): 78, Zeilen: 16-20
Eros ist in Diotimas Konzept der Liebe ein Symbol für das menschliche Streben nach dem Vollkommenen. Nicht nur dem Schönen zugewandt, steht er für das Verlangen nach der Entstehung des Schönen.

Ausgehend vom Wesen des Eros, den Diotima als Liebenden beschreibt, erläutert sie den Begriff der Liebe.

Eros ist in Diotimas Konzept der Liebe ein Symbol für das menschliche Streben nach dem Vollkommenen. Nicht nur dem Schönen zugewandt, steht er für das Verlangen nach der Entstehung des Schönen.

Ausgehend vom Wesen des Eros, den Diotima als Liebenden einordnet, erläutert sie den Begriff der Liebe.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme. Ohne Quellenangabe.


[32.] Jl/Fragment 042 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 42, Zeilen: 1-19
Quelle: Meyer 1995
Seite(n): 78-79, Zeilen: 78:19ff. - 79:1-4
Die Liebe wird bestimmt als eine Geburt des Schönen, in geistiger und körperlicher Hinsicht. Das Ziel des Menschen ist es, die Natur zu reproduzieren, was nur im Schönen möglich ist. Die Geburt des Schönen ist dann der göttliche Vorgang, der dem sterblichen Leben etwas Unsterbliches verleiht.

Die Liebenden streben auch nach Unsterblichkeit, die sie durch die Schaffung des Schönen erreichen. Solche Schaffung wiederum geschieht auf der geistigen Ebene, durch die Reproduktion der einen Seele in der anderen.

Unsterblichkeit wird erreicht durch die Ideen, Tugenden und die Weisheit der Partner [sic]. Damit geht es den Liebenden weniger um Vereinigung mit dem Schönen, sondern um dessen Reproduktion.

Dieses Ziel der Liebe ist demnach zusammengefasst die Wiedergeburt der eigenen Seele in dem Anderen, durch die Idee des Schönen.

Damit vertritt Diotima nicht – wie Platon – die Meinung, dass die Seele wiedergeboren wird, sondern dass diese durch Qualitäten, resultierend aus denen der liebenden Partner, unsterblich wird.

Die Seele kann also nicht übergehen in ein anderes Wesen, sondern hinterlässt durch die Vereinigung in der Liebe eine Spur, die sie unsterblich macht.

Der Weg zur Erkenntnis des Schönen führt die Liebenden über mehrere Stufen.

[Seite 78]

Ausgehend vom Wesen des Eros, den Diotima als Liebenden einordnet, erklärt sie den Begriff der Liebe. Sie wird definiert als eine Geburt des Schönen, in geistiger und körperlicher Hinsicht. Es sei das Ziel der Menschen, ihre Natur zu reproduzieren, was nur im Schönen möglich ist. Diese Geburt des Schönen ist dann eine göttliche Sache, die dem sterblichen Leben etwas Unsterbliches verleiht. Auch die Liebenden streben nach Unsterblichkeit, die sie durch die Schaffung des Schönen erreichen wollen. Das geschieht auf der geistigen Ebene durch die Reproduktion der einen Seele in der anderen. Unsterblichkeit wird erreicht durch die Ideen, Tugenden und die Weisheit der PartnerIn. Damit geht es den Liebenden nicht mehr um Vereinigung mit dem Schönen, sondern um dessen Reproduktion. Das Ziel der Liebe ist die Wiedergeburt der eigenen Seele in der/dem Anderen durch die Idee des Schönen.

Damit vertritt Diotima nicht, wie Platon, die Meinung, daß die Seele wiedergeboren wird, sondern stellt fest, daß sie unsterblich wird durch Qualitäten, die die Liebe in der Seele der Partnerin/des Partners hinterlassen hat. Sie kann also nicht übergehen in ein anderes Wesen, son-

[Seite 79]

dern sie hinterläßt durch die Vereinigung in der Liebe eine Spur, die sie unsterblich macht.

Der Weg zur Erkenntnis des Schönen führt die Liebenden über mehrere Stufen [...]

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme. Ohne Quellenangabe.


[33.] Jl/Fragment 043 16

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 43, Zeilen: 16-32, 101
Quelle: Sier 1997
Seite(n): 293-294, Zeilen: 293:10-17.21-22.34-37 - 294:1.5-9
In der ersten Hälfte der Diotima-Rede dominiert der Aspekt der Polarität, in die der Eros seinem Wesen nach eingespannt ist. Das Böse, das Unwissende, das Sterbliche kann keinen wirklichen Eros entfalten, ebenso wenig wie das Gute, Weise, Unsterbliche.

Der Charakter des typischen Erotikers bestimmt sich demnach durch den Kontrast zu den konträren Eckpunkten. Die ausschlaggebende Bedeutung hat hierbei die Reflexion des Subjektes auf den eigenen Mangel.

Der Mensch begehrt nur das, was er glaubt, dass ihm fehlt. Diotima macht deutlich, dass der Sinn des Eros sich erst in der Philosophie erfüllt.97

So geht durch Diotimas Überlegungen eine Spannung zwischen einer elitären Eingrenzung des Eros-Begriffs, wie sie dem Selbstverständnis des Philosophen entspricht, und dem philosophischen Interesse an der Analyse eines Grundphänomens der menschlichen Wirklichkeit.

In der zweiten Hälfte des Gespräches lässt Diotima das Moment der Selbstreflexion in den Hintergrund treten.

Nicht ein Mangelzustand und die Empfindung der Bedürftigkeit treiben den Eros, sondern ein „Schwanger sein“ als Fülle des potenziell Vorhandenen, das nach Lösung und Entbindung ruft.98


97 Vgl. Platon. Symposion. 204 b.

[98 Vgl. Platon. Symposion. 206 c.]

[Seite 293]

In der ersten Hälfte dominiert der Aspekt der Polarität, in die der Eros seinem Wesen nach eingespannt ist. Das schlechthin Böse, Unwissende, Sterbliche kann keinen (wirklichen) Eros entfalten, ebensowenig wie das schlechthin Gute, Weise, Unsterbliche. Der Charakter des typischen εραστής bestimmt sich demnach durch den Kontrast zu den konträren Eckpunkten, und von ausschlaggebender Bedeutung ist hierbei die Reflexion des Subjekts auf die eigene Ινδεια; denn man begehrt nur das, von dem man glaubt, daß es einem fehle (204 a). [...] Diotima macht deutlich, daß der Sinn des Eros sich erst in der Philosophie erfüllt (204 b). [...] So geht durch Diotimas Überlegungen eine Spannung zwischen einer >elitären< Verengung des Eros-Begriffs, wie sie sich dem Selbstverständnis des Philosophen nahelegt, und dem philosophischen Interesse an der Analyse eines Grundphänomens der

[Seite 294]

menschlichen Wirklichkeit. [...]

In der zweiten Hälfte des Gesprächs läßt Diotima das Moment der Selbstreflexion in den Hintergrund treten, und das gleiche gilt für den Aspekt der ενδεια. Nicht ein Mangelzustand und die Empfindung der Bedürftigkeit treiben den έρών, sondern ein >Schwangersein< als Fülle des potentiell Vorhandenen, das nach Lösung und Entbindung ruft (206 c 1, e 1).

Anmerkungen

Weitgehend identisch bis hin zu den Verweisen in den Fußnoten. Ohne Hinweis auf eine Übernahme, ohne Quellenangabe.


[34.] Jl/Fragment 044 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 44, Zeilen: 1-8
Quelle: Sier 1997
Seite(n): 294, 295, Zeilen: 294:11-15; 295:12-17
Erst in der zweiten Hälfte99 kehrt Diotima zur philosophischen Realisierung des Eros zurück, und verbindet dabei die vorher getrennt behandelnden [sic] Komplexe zu einer bemerkenswerten Synthese.

Motive der ersten Hälfte erscheinen im Licht der zweiten transformiert, und die Theologie des zweiten Teils wird mit der Perspektive des ersten verknüpft [sic]

Die menschliche Sehnsucht nach Unsterblichkeit stellt sich zum Schluss als erfüllbar dar, sofern der Mensch der philosophischen Tendenz des Eros folgt und nicht auf halbem Weg stehen bleibt.


98 Vgl. Platon. Symposion. 206 c.

99 Vgl. ebenda. 210 a - 212.

[Seite 294]

Erst in 210 a-212 a kehrt Diotima zur philosophischen Realisierung des Eros zurück, und dabei ergibt sich eine bemerkenswerte Synthese der vorher getrennt behandelten Komplexe. Motive der ersten Hälfte erscheinen im Licht der zweiten transformiert, und die Teleologie des zweiten Teils wird an die Perspektive des ersten zurückgebunden.

[Seite 295]

Die menschliche Sehnsucht nach Unsterblichkeit, die der Mittelteil, auf dem Hintergrund der Unzugänglichkeit des Göttlichen, nur in der uneigentlich-diesseitigen Ersatzunsterblichkeit eingelöst sieht, stellt sich zum Schluß als erfüllbar dar, sofern der Mensch der philosophischen Tendenz des Eros folgt und nicht auf halbem Wege stehen bleibt.

Anmerkungen

Setzt die auf der vorangegangenen Seite begonnene Übernahme (fast) nahtlos fort. In weiten Teilen identisch bis hin zu den verweisen in den Fußnoten. Ohne Hinweis auf eine Übernahme, ohne Quellenangabe.

Aus "Teleologie" im Original wird "Theologie" in der untersuchten Arbeit, was auf Platon bezogen nicht wirklich sinnhaft erscheint.


[35.] Jl/Fragment 044 09

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 44, Zeilen: 9-15
Quelle: Wikipedia Platonische Liebe 2009
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Die platonische Liebe ist demnach die höchste Stufe der Liebe, im Gegensatz zu körperlichem Begehren und Sex, welche er als erste Stufe der Liebe betrachtet. Die platonische Liebe stellt die höchste und vollkommenste Form der Liebe dar. Sie entspricht dem jedem Menschen eingegebenen Streben nach Idealen wie Schönheit, Wahrheit und letztendlich der Göttlichkeit. Diese Stufe erreichen nur sehr wenige Menschen. Diejenigen, die diese Liebe praktizieren, nennt Platon Philosophen. Nach diesem Modell fasst Platon auch Philosophie ihrem Wesen nach selbst als Liebe auf.100

100 Diese Definition ist für die Romantiker der Ausgangspunkt ihres Verständnisses der Liebe, aber sie führen es zu gravierenden Veränderungen, indem sie die höchste Stufe der Erkenntnis mit der körperlichen Liebe zusammenführen. Zum Beispiel in Schlegels „Lucinde“.

In Platons Sinn war platonische Liebe eine höhere Stufe der Liebe, im Gegensatz zu körperlichem Begehren und Sex, die er als etwas wie eine erste Stufe der Liebe betrachtete. Davon ausgehend kann der Mensch die nächsten Stufen erreichen: Die Liebe zu den schönen Lebenseinstellungen, danach die Liebe zur Wissenschaft, zu den schönen Gedanken. Die platonische Liebe stellt die höchste und vollkommenste Form der Liebe dar, in dem jedem Menschen eingegebenen Streben und Begehren nach Idealen wie Schönheit, Wahrheit und letztendlich der Göttlichkeit. Diese Stufe erreichen nur sehr wenige Menschen (siehe im Symposion die Erzählung von Diotima). Diejenigen, die diese Liebe praktizieren, nennt Platon Philosophen. Nach diesem Modell fasste Platon auch Philosophie ihrem Wesen nach selbst als Liebe auf.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.


[36.] Jl/Fragment 046 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 46, Zeilen: 1-10
Quelle: Schmid 2000
Seite(n): Pt61 (Ebook), Zeilen: -
Körperliche Liebe muss sich in der seelischen Beziehung bewähren. Der treibende Faktor ist die Sorge um den Verlust der Liebe, wenn der Geliebte älter wird. Der Verlust wird durch die Verlagerung des Schwerpunktes der Liebe vom Körperlichen auf das Seelische aufgefangen.

Dies bildet den Hintergrund der platonischen bzw. sokratisch-platonischen Doktrin, die im Symposion wie auch im Phaidros schließlich entwickelt wurde: Eine Philosophie des Eros, die einige Distanz zu den Fragen der Erotik über das rechte Verhalten des Geliebten und des Liebhabers und zu der Sorge um die Ehre im Spiel der Liebe einnimmt. Die sokratisch-platonische Reflexion über die Liebe eröffnet ein neues Feld von größter Tragweite und Bedeutung, denn sie transformiert die Ethik der Lüste in eine Moral der Entsagung.

Leibliche Liebe hat sich zu bewähren in der seelischen Beziehung. Treibender Faktor ist die Sorge um den Verlust der Liebe, wenn der Geliebte älter wird. Der Verlust soll aufgefangen werden durch die Verlagerung des Schwerpunktes der Liebe vom Körperlichen auf das Seelische, von eros pandemos auf Eros uranos. [...]

Dies bildet den Hintergrund der platonischen bzw. sokratisch-platonischen »Doktrin«, die im Symposion wie auch im Phaidros schließlich entwickelt wird - eine Philosophie des Eros, die einige Distanz einnimmt zu den Fragen der Erotik über das rechte Verhalten des Knaben und seines Liebhabers und zu der Sorge um die Ehre im Spiel der Liebe, die aber aus dem Problemkreis hervorgeht und entsprechend zu verstehen ist. [...] Die sokratisch-platonische Reflexion über die Liebe eröffnet ein neues Feld von größter Tragweite und Bedeutung, denn sie transformiert die »Ethik der Lüste« in eine »Moral der Entsagung&laquo.165

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.


[37.] Jl/Fragment 047 04

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 47, Zeilen: 4-26
Quelle: Revenstorf und Freudenfeld 2000
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
[In der modernen Literatur107 wird der Begriff der Liebe, welcher auf der griechischen Theorie basiert und durch die Epoche der Romantik zur „romantischen Liebe“ geworden ist, in folgende sechs Kategorien der Liebesstille differenziert:108]

Eros (romantische Liebe): Liebe auf den ersten Blick. Der Partner entspricht der Idealvorstellung, d. h. dem „Traummann“ bzw. der „Traumfrau“. Romantische Liebe basiert stark auf der erotischen Anziehung und der emotional-physiologischen Intensität des Erlebens.

Ludus (spielerische Liebe): Hier wird Liebe als ein Spiel betrachtet, bei dem man sich nicht auf tiefe Gefühle oder die Bindung an einen einzelnen Partner einlässt. Die Betonung liegt auf der Verführung und auf sexueller Freiheit. Die Liebe beinhaltet keine Zukunftsperspektiven, sondern beschränkt sich auf das Hier und Jetzt.

Storge (freundschaftliche Liebe): Diese Liebe entwickelt sich mit der Zeit aus der freundschaftlichen Vertrautheit eines Menschen zu einem anderen. Wichtig sind ähnliche Interessen und gemeinsame Unternehmungen. Der Sexualität kommt keine zentrale Bedeutung zu, und sie entwickelt sich relativ spät.

Mania (besitzergreifende Liebe): Die Liebe ist ein alles dominierendes und verzehrendes Gefühl, das zu einer obsessiven Beschäftigung mit dem Liebesobjekt führt. Der Betroffene ist sehr eifersüchtig, möchte die ständige Aufmerksamkeit des Partners und leidet, wenn er diese Aufmerksamkeit nicht erhält.

Pragma (pragmatische Liebe): Die Betonung liegt hier weder auf der Emotion noch auf der Sexualität, sondern schlichtweg darauf, dass der Partner pragmatische Anforderungen erfüllt z. B. Kompatibilität des sozialen, religiösen oder finanziellen Hintergrundes oder der weiteren Lebenspläne.

Agape (altruistische Liebe): In dieser Liebe liegt der Fokus auf dem Wohlergehen des Partners. Für den Partner in selbstloser Weise da zu sein und ihn zu unterstützen, wird als erfüllend und belohnend empfunden.


107 Vgl. Bierhoff, H.W. & Grau. Romantische Beziehungen. S. 35.

108 Vgl. Asendorpf, J. & Banse, R. Psychologie der Beziehung. S. 257.

Theoretische Grundlagen

In der neueren Forschung wird Liebe mehrheitlich als ein multidimensionales Konstrukt behandelt, in dem sich die Einstellungen, Gefühle und Verhaltensweisen einer Person gegenüber einer Zielperson abbilden.

[...] Aus dieser Literaturstudie und eigenen Erhebungen ergaben sich folgende sechs Liebesstile.

- Eros (romantische Liebe): Liebe auf den ersten Blick, weil der Partner der Idealvorstellung, d.h. dem "Traummann" bzw. der "Traumfrau" entspricht. Romantische Liebe basiert stark auf der erotischen Anziehung und der emotional-physiologischen Intensität des Erlebens.

- Ludus (spielerische Liebe): Hier wird Liebe als ein Spiel betrachtet, bei dem man sich nicht auf tiefe Gefühle oder die Bindung an einen einzelnen Partner einläßt. Die Betonung liegt auf der Verführung und auf sexueller Freiheit. Die Liebe beinhaltet keine Zukunftsperspektiven sondern beschränkt sich auf das hier und jetzt.

- Storge (freundschaftliche Liebe): Diese Liebe entwickelt sich mit der Zeit aus der freundschaftlichen Vertrautheit mit einem Menschen. Wichtig sind ähnliche Interessen und gemeinsame Unternehmungen; der Sexualität kommt keine zentrale Bedeutung zu und sie entwickelt sich relativ spät.

- Mania (besitzergreifende Liebe): Die Liebe ist ein alles dominierendes und verzehrendes Gefühl, das zu einer obsessiven Beschäftigung mit dem Liebesobjekt führt. Der Betroffene ist sehr eifersüchtig, möchte die ständige Aufmerksamkeit des Partners und leidet, wenn er sie nicht erhält.

- Pragma (pragmatische Liebe): Die Betonung liegt hier weder auf der Emotion noch auf der Sexualität, sondern darauf, daß der Partner pragmatische Anforderungen erfüllt, z.B. Kompatibilität des sozialen, religiösen oder finanziellen Hintergrundes oder der Lebenspläne.

- Agape (altruistische Liebe): In dieser Liebe liegt der Fokus auf dem Wohlergehen des Partners. Für den Partner in selbstloser Weise dazusein und ihn zu unterstützen, wird als erfüllend und belohnend empfunden.

Diese sechs Liebesstile liessen sich empirisch in mehreren Untersuchungen nachweisen und in ihrer Unabhängigkeit bestätigen (Hendrick & Hendrick, 1986, 1989; Bierhoff & Klein, 1991).

Anmerkungen

Auch wenn unspezifiziert Quellen angegeben werden, gibt es keinen Hinweis darauf, dass der Wortlaut nicht von der Verfasserin stammen könnte. Trotz weitgehend wörtlicher Übereinstimmung wurde nichts als Zitat gekennzeichnet.


[38.] Jl/Fragment 048 19

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 48, Zeilen: 19-23, 25
Quelle: Wikipedia Romantik 2009
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Die Zeit der Romantik in Deutschland entsteht vor dem Hintergrund der vernunftgerichteten Philosophie der Aufklärung und der Strenge des durch die Antike inspirierten Klassizismus. Die Aufklärung richtet vor der Kulisse der Französischen Revolution Rationalismus und Optimismus in die Zukunft, die Romantik betont die Spaltung der Welt in die Welt der Vernunft und die Welt des Gefühls und des Wunderbaren. [...] Der Rückgriff auf das Individuelle ist bezeichnend für die romantische Kunst. Romantik entstand als Reaktion auf das Monopol der vernunftgerichteten Philosophie der Aufklärung und auf die Strenge des durch die Antike inspirierten Klassizismus. Im Vordergrund stehen Empfindungen wie Sehnsucht, Mysterium und Geheimnis. Dem in die Zukunft gerichteten Rationalismus und Optimismus der Aufklärung werden eine Rückgriff auf das Individuelle und Numinose gegenüber gestellt. Diese Charakteristika sind bezeichnend für die romantische Kunst und für die entsprechende Lebenseinstellung.

Der Romantiker verortet einen Bruch, der die Welt gespalten habe in die Welt der Vernunft, der „Zahlen und Figuren“ (Novalis), und die Welt des Gefühls und des Wunderbaren.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.


[39.] Jl/Fragment 049 04

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 49, Zeilen: 4-5, 9, 13-14
Quelle: Wikipedia Romantik 2009
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Nach den Feldzügen Napoleons erwachen die Wünsche und Phantasien in Russland genau wie in Deutschland und ganz Europa.

[...]

Ein weiterer wichtiger gemeinsamer Faktor ist die gestiegene Bildung der Bürger [...]

Der wirtschaftlicher Aufschwung und der damit verbundener Wohlstand ermöglichen den Bürgern zum Beispiel mehr Bücher und Musikinstrumente, auch Theaterkarten zu kaufen.

Als plötzlich der europäische Kontinent mit Feldzügen Napoleons überzogen wurde und Helden gesucht waren – wie etwa Napoleon in Frankreich, Admiral Nelson in England und General Kutusow in Russland –, entfachten romantische Wünsche die Phantasie. Ein zweiter wichtiger Faktor war die gestiegene Bildung der Bürger, die den Boden für Kunst und Literatur bereitete. Wirtschaftlicher Aufschwung und der damit verbundene höhere Wohlstand ermöglichten es den Bürgern, mehr Bücher, Musikinstrumente oder Theater- und Konzertkarten zu kaufen.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Quelle.


[40.] Jl/Fragment 049 18

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 49, Zeilen: 18-26
Quelle: Neumann 2004
Seite(n): 13-14, Zeilen: 13:28-31 - 14:1-4.7-13
Damit einher geht der Wunsch nach einem umfassenden Gesamtkunstwerk, der Aufhebung der Widersprüche und Gegensätze zwischen Leben und Kunst. Die Betonung der Inhalte verschiebt sich dabei zu emotionalen Werten und Maßstäben, sodass nicht nur Vernunft, Rationalität und klassische Schlichtheit im Zentrum der Literatur, der Kunst, des Lebens stehen, sondern Phantasie und Intellekt zusammengehen. Die Dichter und Philosophen der Romantik setzen auf die subjektive Emotionalität und suchen einen auf Empfindsamkeit und Selbstbespiegelung basierten Weg nach Innen. Doch es geht nicht nur um die Suche nach einem Ich, es geht nicht um den puren Subjektivismus, sondern darum, einen Weg zur Welt zu finden, um eine neue Weltsicht zu gewinnen. [Seite 13]

Damit einher geht der Wunsch nach einem umfassenden Gesamtkunstwerk, der Aufhebung der Widersprüche und Gegensätze zwischen Leben und Kunst. Die Betonung der Inhalte verschiebt sich dabei zu emotionalen

[Seite 14]

Werten und Maßstäben, sodass nicht nur Vernunft, Rationalität und klassische Schlichtheit im Zentrum der Literatur, der Kunst und des Lebens stehen, wie beispielsweise in der Weimarer Klassik, sondern Phantasie und Intellekt zusammengehen.

[...] Auch sie setzten auf die subjektive Emotionalität und suchten einen auf Empfindsamkeit und Selbstbespiegelung basierten Weg nach Innen. Doch bei den Romantikern war es nicht nur die Suche nach dem eigenen Ich. Es ging nicht um den puren Subjektivismus, sondern man ging weiter, um einen Weg zur Welt zu finden und um eine neue Weltsicht zu gewinnen.

Anmerkungen

Ohne jeglichen Hinweis auf eine Übernahme.


[41.] Jl/Fragment 050 17

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 50, Zeilen: 17-26
Quelle: Wikipedia Romantik 2009
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Die verloren geglaubte universale Einheit suchen Romantiker in der Vorzeit, also im Mittelalter, in der Kindheit der Menschheit, in Sagen, Volksliedern und im Mystizismus. In die Musik der Romantik fließen unter anderem Elemente des Volkstanzes ein, wie zum Beispiel bei Peter Tschaikowski oder Franz Schubert. Alexander Puschkin sammelt die Sagen und mündliche Volksüberlieferung, die Brüder Grimm sammeln Märchen. Die Nachtseite der Romantik ist geprägt von Wahnsinn, Rausch, Teufelspakt, Schuld und Tod und ist besonders ausgeprägt bei E.T.A. Hoffmann.

Das Interesse der Romantik an den Schauergeschichten ist auf die populäre literarische Richtung zurückzuführen: den englischen gotischen Roman, deren Motive oft Gespenster, Ritter, verwunschene und halbzerfallene Burgen sind.

Die Romantiker suchten die verloren gegangene Welt in Werken aus der „Kindheit der Menschen“, also in Märchen und Sagen, in Volksliedern und im Mystizismus des Mittelalters und seiner als ideal verklärten ständischen, auf Treue gegründeten Ordnung. [...] In die Musik der Romantik flossen unter anderem auch Volkstänze ein, etwa bei Franz Schubert. Die Brüder Grimm sammelten die Sagen und Märchen der mündlichen Volksüberlieferung. Allerdings wurden auch Gefahren in dieser „anderen Welt“ gesehen. Die Nachtseite der Romantik, geprägt von Teufelspakten, Wahnsinn, Gespenstern, Schuld und Tod, findet sich besonders ausgeprägt bei E. T. A. Hoffmann.

[...]

Die Romantik kann zudem auf zwei seinerzeit populäre literarische Richtungen zurückgeführt werden. Es handelt sich einerseits um den englischen gotischen Roman in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts – die Engländer lasen seinerzeit leidenschaftlich gerne Schauerromane. [...] Die gotischen Romane regten die Phantasie an (Motive waren oft Gespenster, Ritter, verwunschene und halbzerfallene Burgen), während der Sturm und Drang die Gefühle der Leser ansprach.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.


[42.] Jl/Fragment 052 16

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 52, Zeilen: 16-19
Quelle: Wikipedia Romantische Ironie 2008
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Die romantische Ironie ist eine ästhetische Theorie zur Erstellung von Kunstwerken, die von den Theoretikern der Romantik, basierend auf der sokratischen Ironie und der sokratischen Diskussionsführung, entwickelt wurde. Ihre Anwendung bedeutet, die Produktionsbedingungen von Kunst im Kunstwerk selbst zu reflektieren. Die romantische Ironie ist eine ästhetische Theorie zur Erstellung von Kunstwerken, die von den Theoretikern der Romantik eigens unter dieser Bezeichnung verhandelt wurde. Sie beschreibt ein ästhetisches Verfahren, das darin besteht, die Produktionsbedingungen von Kunst im Kunstwerk selbst zu reflektieren, (oder mit den Worten Friedrich Schlegels) das Produzierende mit dem Produkt darzustellen.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.


[43.] Jl/Fragment 053 20

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 53, Zeilen: 20-25, 27-28
Quelle: Wikipedia Romantische Ironie 2008
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Die romantische Ironie ist transzendental, und so sieht Friedrich Schlegel das Wesentliche des transzendentalen Standpunktes in dem darin angelegten dialektischen Vorgang: aus These und Antithese wird eine Synthese gebildet.

Er überträgt den transzendentalen Standpunkt auf die Dichtung und beschreibt durch das Reflektieren die Grundauffassung von Ironie, das Aus-sich-Heraustreten und das In-sich-Zurückkehren. [...]

Die romantische Ironie ist nicht aufhebende Skepsis, sondern die vermittelnde Zwischenstellung zwischen dichterischer Begeisterung und Skepsis.

Schlegel sieht das Wesentliche des transzendentalen Standpunktes in dem darin angelegten dialektischen Vorgang: aus These und Antithese wird eine Synthese gebildet. Er überträgt nun diesen transzendentalen Standpunkt auf die Dichtung: das Setzen, das aus sich Heraustreten und das Insichzurückkehren, d. h. das Reflektieren beschreibt seine Grundauffassung von Ironie. [...] Ironie ist also nicht aufhebende Skepsis, sondern die vermittelnde Zwischenstellung zwischen dichterischer Begeisterung und Skepsis; [...]
Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.


[44.] Jl/Fragment 054 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 54, Zeilen: 1-4
Quelle: Wikipedia Romantische Ironie 2008
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Die Philosophie ist für Romantiker die eigentliche Heimat der Ironie. Somit ist Ironie ein philosophisches und kein poetisches Vermögen, also nicht die gewöhnliche rhetorische, sondern sokratische Ironie, die kein feststehendes Wissen vermittelt, sondern die eigene Reflexion im wechselnden Strom von Frage und Antwort erreichen will. Philosophie ist für Schlegel so auch die eigentliche Heimat der Ironie; Ironie ist ein philosophisches, kein poetisches Vermögen (Schlegel), also nicht die gewöhnliche rhetorische, sondern Sokratische Ironie - die kein feststehendes Wissen vermitteln, sondern die eigne [sic] Reflexion im wechselnden Strom von Frage und Antwort erreichen will.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.


[45.] Jl/Fragment 055 03

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 55, Zeilen: (1-2), 3-10, 14-21, 26-30
Quelle: Clemens 2001
Seite(n): 7, 8, 9, Zeilen: 7:3-4,12-14,28-34; 8:(22-23),23-33; 9:24-28
Literarische Spiele der Liebe, Kulturen des Eros

Ein historischer Exkurs

Eros als die sehnende Kraft durchwirkt verschiedene Kulturen. Er steht am Anfang aller Schöpfung. Wie ein Leitfaden zieht sich die platonische Erosphilosophie durch die abendländischen Diskurse der Liebe − und das nicht nur in allen Zeiten, sondern auch in verschiedenen Kulturen.

Dabei entfaltet sich eine Vielzahl an bildhaften Beschreibungen der unterschiedlichen Sichtweisen auf die irdische und himmlische Liebe. Die Liebe ist das Zentrum, die Ureigenschaft, die die ganze Welt umfasst und belebt, sie ist das Prinzip, das die Welt in Bewegung hält. [...]

Im Islam ist die Liebe eine übermächtige Heimsuchung, die den Menschen mit Gewalt befällt, einer verzehrenden Krankheit gleich, für die es keine Heilung gibt.

Die Liebe, welche den Menschen um den Verstand bringt. Die irdische Liebe, die in ihrer extremen Steigerung die physische Gegenwart des geliebten Menschen nicht mehr benötigt und jenseits allen Denkens im Ineinander-Aufgehen der Liebenden in reine Ekstase, in das reine „Nichts“ mündet. Die Sehnsucht nach dem Geliebten wird so zur Sehnsucht nach der Überwindung der Welt und führt zur Vorstellung, die Seele vereine sich im Tode mit dem Geliebten in Liebe.122

[...]

In der Kabbala wird die weiblich-männliche Einheit, der Hermaphrodit, als ein Mängelwesen empfunden und die Trennung in zwei Geschlechter im Gegensatz zum platonischen Mythos nicht als Strafe, sondern als gottgewollter und für die Verwirklichung des Menschlichen notwendiger Vorgang.


122 Vgl. Idel, M. Eros in der Kabbala: Zwischen gegenwärtiger physischer Realität und idealen metaphysischen Konstrukten. In: Clemens, D. Schabert, T. (Hrsg.) Kulturen des Eros. S. 61-102.

[Seite 7: Z. 3-4, 12-14, 28-34]

EINFÜHRUNG

Eros, die sehnende Kraft, durchwirkt den Kosmos. Er steht am Anfang aller Schöpfung. [...]

Wie ein Leitfeuer weist die platonische Erosphilosophie den abendländischen Diskursen um die Liebe den Weg, doch nicht nur in allen Zeiten, auch quer durch die Kulturen wurden und werden die unterschiedlichsten Antworten auf jene immerwährenden Fragen gesucht, die auch Platons Theorie aufwirft: [...]

[...] Sie [gemeint ist hier Annemarie Schimmel die Autorin des ersten Beitrags in Kulturen des Eros (Anmerkung Graf Isolan)] entfaltet dabei eine Vielzahl jener bildhaften Beschreibungen dund Deutungen über die Liebe vor allem in ihrer Jenseits-, aber auch in ihrer Diesseitsorientierung, an denen die islamische Mystik besonders reich ist. Gott, der Anfangs- und Endlose, der Unbegreifliche, ist hierin das Zentrum aller Liebe. Sie ist seine urewige Eigenschaft, die alle Welt umfaßt und belebt, sie ist das Prinzip, das die Welt in Bewegung hält.

[Seite 8: Z. (22-23),23-33]

In der Tat ist auch die irdische Liebe in der islamischen Dichtung immer wieder in farbigen, kraftvollen Bildern beschrieben: Die Liebe als übermächtige Heimsuchung, die den Menschen mit Gewalt befällt, einer verzehrenden Krankheit gleich, für die es keine Heilung gibt. Die Liebe, die den Menschen um den Verstand bringt und die den Intellekt, der nicht um die Liebe weiß, sich als wertlos erweisen läßt. Die irdische Liebe, die in ihrer extremen Steigerung die physische Gegenwart des geliebten Menschen nicht mehr benötigt und jenseits allen Denkens im Ineinander-Aufgehen der Liebenden in reine Ekstase, in das reine »Nichts« mündet. Die Sehnsucht nach dem Geliebten wird so zur Sehnsucht nach der Überwindung der Welt und führt zur Vorstellung, die Seele vereine sich im Tode mit dem Geliebten in Liebe.

[Seite 9: Z. 24-28]

So wird schon die weiblich-männliche Einheit, der Hermaphrodit, in der Kabbala als ein Mängelwesen empfunden und ihre Trennung in zwei Geschlechter im Gegensatz zum platonischen Mythos nicht als Strafe gesehen, sondern als gottgewollter und für die Verwirklichung des Menschlichen notwendiger Vorgang.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme. Ohne Quellenangabe.

Klingt - und wird durch diese und die nächsten Fußnoten suggeriert - wie das Exzerpt eines Kapitels, ist aber in Wirklichkeit fast identisch mit Teilen der Einleitung des Sammelbands, in der die Kapitel zusammenfassend beschrieben werden. Auf diese Einleitung wird nirgends in der untersuchten Dissertation hingeweisen.


[46.] Jl/Fragment 056 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 56, Zeilen: 1-28, (29)
Quelle: Clemens 2001
Seite(n): 9, 10, 11, Zeilen: 9:5-12,34-39; 10:4-13,36-38; 11:1-11.(14-17)
Das entspricht der Tatsache, dass nicht zuletzt angesichts der Fortpflanzung als eines der wichtigsten religiösen Gebote im biblischen und rabbinischen Judentum keine Ideale der Unterordnung des Physischen unter das Metaphysische zu erkennen sind. Die Konzepte von irdischer Geschlechtlichkeit und Eros überlappen sich; die kabbalistischen Schriften befassen sich eher mit Vorschriften zur Sexualität als mit emotionalen oder spirituellen Aspekten des Eros.

Im Chassidismus schließlich geht von der Liebe eine beiderseitige Anziehungskraft auch im Verhältnis von Gott und Mensch aus: Sie wird nicht nur als eine emotionale Haltung gegenüber dem Göttlichen verstanden, sondern auch als eine reale Möglichkeit, die göttliche Macht zum Wohl des Liebenden in den Bann zu schlagen und in die materielle Welt zu locken.123

Die unterschiedlichsten Kulturen suchen und finden in den Bewegungen der Gestirne phantasievoll die Analogien zu ihrem Leben. Auf den Planeten Venus projizierten sie die verschiedensten mythischen Eigenschaften, wobei ihm oft ein konfliktbeladener und dualistischer Charakter zugeschrieben wird.

Besonders häufig wird der Planet zur Göttin der Liebe erhoben – wie die römische Venus oder die griechische Aphrodite – und mit dem höchsten Ideal weiblicher Schönheit, Sexualität und Fruchtbarkeit verknüpft, gleichzeitig aber auch mit Täuschung, Unheil und Tod.

Schon bei Platon ist die grundlegende Spannung zwischen den beiden Formen der Liebe, der himmlischen und der irdischen, unauflöslich angelegt.

Die Welt wird als Ausfluss der Liebe Gottes und der Verkörperung des Göttlichen gesehen und trotzdem wird der Aufstieg über die irdischen Erscheinungen gefordert und damit die irdische Liebe als minderwertig und störend abgewertet.

Im christlich-religiösen Kontext des frühen Mittelalters bildet sich ein Gegensatz zwischen dem antiken Eros und der christlichen Agape heraus. Durch den antiken Eros erreicht der Mensch eigenmächtig den Aufstieg zum Göttlichen, die christliche Agape der sich herabneigenden Liebe des unerreichbaren Gottes hilft dem Menschen bei seinem letzten Schritt zum Aufstieg zur Erkenntnis. Diese Unterstützung wird als Gnadenakt gesehen.

[Ein Umbruch stellt das Hohelied Salomos dar.]


123 Vgl. Idel, M. Eros in der Kabbala: Zwischen gegenwärtiger physischer Realität und idealen metaphysischen Konstrukten. In: Clemens, D. Schabert, T. (Hrsg.) Kulturen des Eros. S. 61-102.

[Seite 9, Z. 5-12]

Das entspricht der Tatsache, daß nicht zuletzt angesichts der Fortpflanzung als einem der wichtigsten religiösen Gebote im biblischen und rabbinischen Judentum keine Ideale der Unterordnung des Physischen unter das Metaphysische zu erkennen sind, sich die Konzepte von irdischer Geschlechtlichkeit und Eros überlappen und die kabbalistischen Schriften sich eher mit Vorschriften zur Sexualität als mit emotionalen oder spirituellen Aspekten des Eros befaßten.

[Seite 9, Z. 34-39]

Im Chassidismus schließlich geht von der Liebe eine beiderseitige Anziehungskraft auch im Verhältnis von Gott und Mensch aus: Sie wird verstanden nicht nur als eine emotionale Haltung gegenüber dem Göttlichen, sondern auch als eine reale Möglichkeit, die göttliche Macht zum Wohle des Liebenden in den Bann zu schlagen und in die materielle Welt zu locken.

[Seite 10, Z. 4-13]

Die unterschiedlichsten Kulturen suchten und fanden in den Bewegungen der Gestirne phantasievoll Analogien zu ihrem wirklichen Leben hienieden. Auf den Planeten Venus projizierten sie die verschiedensten mythischen Eigenschaften, wobei sie ihm, wie Aveni an vielfachen Beispielen zeigt, stets einen konfliktbeladenen, dualistischen Charakter zumaßen. Besonders häufig wurde der Planet dabei zur Göttin der Liebe erhoben – wie die römische Venus oder die griechische Aphrodite – und mit dem höchsten Ideal weiblicher Schönheit, Fruchtbarkeit und Sexualität verknüpft, gleichzeitig aber auch mit Täuschung, Unheil und Tod.

[Seite 10, Z. 36-38]

Die grundlegende Spannung zwischen beiden Formen der Liebe ist unauflöslich schon im platonischen Eros-Konzept angelegt, wonach zwar die

[Seite 11, Z. 1-11.(14-17)]

Welt als Ausfluß der Liebe Gottes und der Verkörperung des Göttlichen geheiligt ist, aber dennoch der Aufstieg über die irdischen Erscheinungen gefordert und damit auch die irdische Liebe als minderwertig, ja störend abgewertet wird. Haug zeichnet sodann die neuplatonische Fortentwicklung dieses Konzeptes und ihre Wirkung auf den christlich-religiösen Kontext des frühen Mittelalters nach und hebt den Gegensatz hervor zwischen dem antiken eros, mittels dessen der Mensch eigenmächtig den Aufstieg zum Göttlichen erreichen kann, und der christlichen agape, der »sich herabneigenden Liebe« des unerreichbaren Gottes, die allein dem Menschen den letzten Schritt in seinem Aufstieg zur Erkenntnis gleichsam als Gnadenakt zuteil werden läßt. [...]

Eine wichtige Wende in diesem philosophisch-theologischen erotischen Diskurs brachte das 12. Jahrhundert mit sich, als in der Brautmystik das Hohelied Salomos auf das Verhältnis zwischen Christus und Einzelseele hin gedeutet wurde.

Anmerkungen

Fast identisch. Ohne Hinweis auf eine Übernahme. Ohne Quellenangabe.

Klingt - auch aufgrund der Quellenangabe in der Fußnote - wie das Exzerpt eines Kapitels (und ist es im letzten hier dokumentierten Satz auch tatsächlich), ist aber in Wirklichkeit fast identisch mit Teilen der Einleitung des Sammelbands, in der dieses und andere Kapitel zusammenfassend beschrieben werden. Auf diese Einleitung wird nirgends in der untersuchten Dissertation hingeweisen.


[47.] Jl/Fragment 057 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 57, Zeilen: 1-15, 34-35
Quelle: Clemens 2001
Seite(n): 11, 12, Zeilen: 11:17ff.; 12:10ff.
Die Gotteserfahrung in der himmlischen Liebe drückt sich nicht mehr als Höhepunkt einer einzigen, aufwärtsgerichteten Bewegung hin zum Einen aus, sondern in einem ständigen Umschlag zwischen liebender Vereinigung und qual- und sehnsuchtsvollem Verlust.124

Diese Entwicklung ist die Voraussetzung für den sich zu gleicher Zeit vollziehenden revolutionären Umbruch in der Darstellung der Liebe in der Lyrik der Troubadouren und Minnesänger sowie im Liebesroman.

Neben der hohen Minne mit ihrer idealisierten Kunstfigur der vollkommenen Frau und der niederen Minne, dem leiblichen Genuss, wurde nun mit der Herzensliebe in einer persönlichen Beziehung zweier Liebender ein radikal anderes, moderneres erotisches Konzept formuliert. Es findet seine extreme Ausformung in der subversiven, nicht mehr in die höfische Welt integrierbaren Liebe des Tristan.

Die wesentlichen Grundzüge des vielfältigen neuzeitlichen Denkens zu diesem Thema beruhen auf ganz unterschiedlichen Theorien des Eros.

Spinoza misst der Begierde eine positive, für den Menschen geradezu konstitutive Qualität zu und sieht als zentrales menschliches Problem nicht ihre Zügelung, sondern ihre Ausrichtung.

[...]

Es gilt das wahre Ziel des Eros zu finden und dadurch Freiheit, Autonomie und Selbstverwirklichung zu realisieren.


124 Vgl. Haug, W. Erotik und Körperlichkeit in der Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. In: Clemens, D. Schabert, T. (Hrsg.) Kulturen des Eros. S. 110-135.

Das heißt, die Gotteserfahrung in der himmlischen Liebe drückte sich nicht mehr als Höhepunkt einer einzigen, aufwärtsgerichteten Bewegung hin zum Einen aus, sondern in einem ständigen Umschlag zwischen liebender Vereinigung und qual- und sehnsuchtsvollem Verlust, erfahren im Modus des Körpers und als eine personale Begegnung. Diese Entwicklung, so Haugs These, war eine der Voraussetzungen für den sich zu gleicher Zeit vollziehenden revolutionären Umbruch in der Darstellung der Liebe in der Lyrik der Trobadors und Minnesänger sowie im Liebesroman. [...] Neben der hohen Minne mit ihrer idealisierten Kunstfigur der vollkommenen Frau und der niederen Minne, dem leiblichen Genuß, wurde nun mit der »Herzensliebe« in der personalen Du-Beziehung zweier Liebender ein radikal anderes, »moderneres« erotisches Konzept formuliert. Es findet seine extreme Ausformung in der subversiven, nicht mehr in die höfische Welt integrierbaren Liebe des Erec im Artusroman sowie in der sich über alle gesellschaftlichen Normen hinwegsetzenden tragischen Ehebruchsliebe des Tristan.

[Seite 12]

Er bezieht sich zunächst auf Descartes, Spinoza und Hobbes mit deren verschiedenen, auf ganz unterschiedlichen Weltsichten beruhenden Theorien des Eros bzw. der Begierde, so Webb, die wesentlichen Grundzüge des vielfältigen neuzeitlichen Denkens zu diesem Thema umrissen sind. Für seine weitere Argumentation ist die wichtigste Referenz Spinoza, der der Begierde eine positive, für den Menschen geradezu konstitutive Qualität zumißt, und als zentrales menschliches Problem nicht ihre Zügelung sieht, sondern ihre Ausrichtung. Es gilt, das wahre Ziel des Eros zu finden und dadurch Freiheit, Autonomie und Selbstverwirklichung zu realisieren.

Anmerkungen

Verwiesen (und das lediglich zum Vergleich) wird in der Fußnote auf den Beitrag von Haug, abgeschrieben wird der Inhalt jedoch größtenteils wörtlich aus Clemens' Einführung der Sammlung, in der Haugs Beitrag erschienen ist, und die diesen ("so Haugs These") sowie weiter unten Webb erkennbar referiert.


[48.] Jl/Fragment 058 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 58, Zeilen: 1-4, 7-12, 14-29
Quelle: Clemens 2001
Seite(n): 12, 13, 14-15, Zeilen: 12:23ff.; 13:2ff.,33 ff.; 14:32ff. - 15:1-3
Freud interpretiert Eros als sexuelles Begehren vor allem als eine wilde, der Bändigung und Kontrolle bedürfende Kraft, getragen von tragisch unerfüllbaren, innigsten unbewussten Wunsch des Menschen, die Widergewinnung [sic] des Paradieses durch die Rückkehr in den Mutterleib zu erfahren.
[...]

C.G. Jung sieht Eros als eine Liebe zum Leben im Sinne einer dynamischen, aus dem Unbewussten kommenden und zur bewussten Verwirklichung drängender [sic] kosmischer [sic] Kraft.127

In allen diesen Theorien und Sichtweisen erscheint Eros als eine Lust, sich mit jenen menschlichen Operationen wie aktivem Erfahren, Denken, Urteilen und Entscheiden zu befassen, welche ein vollentwickeltes, bewusstes Leben ausmachen. [...]

Eros, das irdische Begehren, ist die Kraft, die im Menschen den Willen bedingt, aus der Vielzahl von Möglichkeiten subjektiver Existenz die sich selbst gemäße Lebensform – unter der Bedingung des Eingebundenseins in zwischenmenschliche Beziehungen – zu wählen.

Da die Verwirklichung ein nie abgeschlossener Prozess und immer im Werden ist, bleibt das Selbst als Person eine von Eros als Mittler getriebene Intention.

Die Liebe erweist sich als eine Herausforderung, gerichtet auf die Wahrnehmung durch den geliebten Menschen wie auf die Selbstsicht des Liebenden.

Ausgehend von der Theorie der Diotima, der Erosphilosophie, kann Eros personifiziert werden und nicht nur als Mittler zwischen Gott und Mensch, Mensch und Mensch, eine Brücke über die ontologische Differenz zwischen der sichtbaren Welt und der Welt der Ideen gesehen werden.

Eros vereint in sich und verkörpert auch die Gegenpole vom Menschlichem und Göttlichem, horizontaler menschlicher und vertikaler göttlicher Liebe, Sterblichkeit und Unsterblichkeit. Eros ist das Wesen des Dazwischen, das die Kraft hat, in sich und durch sich alles zum Einen zu führen. Eros ist die Dynamik, ist ein Beweger und gerade als solcher ist auch für ihn selbst die stete Unruhe konstitutiv. Indem er beiden Bereichen angehört, dem göttlichen und dem [Irdischen [sic], kann auch er nie zu mehr als nur augenblicklicher Erfüllung seines Wesens kommen.]


127 Vgl. Jung, C. G. Der Mensch und seine Symbole. S. 196.

Freuds Interpretation des Eros vor allem als sexuelles Begehren, als eine wilde, der Bändigung und Kontrolle bedürfende Kraft, getragen vom tragisch unerfüllbaren innigsten unbewußten Wunsch des Menschen, die Wiedergewinnung des Paradieses durch eine Rückkehr in den Mutterleib zu erreichen; Jungs Sicht des Eros als einer Liebe zum Leben im Sinne einer dynamischen, aus dem Unbewußten kommenden und zur bewußten Verwirklichung drängenden kosmischen Kraft; [...]

[Seite 13]

Dabei erscheint der Eros als eine Lust, sich mit jenen menschlichen Operationen wie aktivem Erfahren, Denken, Urteilen und Entscheiden zu befassen, welche ein vollentwickeltes, bewußtes Leben ausmachen. Eros, das irdische Begehren, ist die Kraft, die im Menschen den Willen bedingt, aus der Vielzahl von Möglichkeiten subjektiver Existenz die sich selbst gemäße Lebensform - unter der Bedingung des Eingebundenseins in zwischenmenschliche Beziehungen - zu wählen. Insofern als deren Verwirklichung ein nie abgeschlossener Prozeß ist, bleibt, in Abwandlung eines Wortes von Paul Ricoeur, das Selbst als Person eine von Eros getriebene Intention.

[...] Die Liebe erweist sich so als eine Herausforderung, gerichtet auf die Wahrnehmung durch den geliebten Menschen wie auf die Selbstsicht des Liebenden.

[Seite 14]

Ausgehend von »Athens« Erosphilosophie platonischer Prägung zeichnet Fabris den personifizierten Eros nicht nur als einen Mittler zwischen Mensch und Gott, Mensch und Mensch, eine Brücke über die »ontologische Differenz« zwischen der sichtbaren Welt und der Welt der Ideen. Eros vereint auch in sich verkörpert diese Gegenpole von Menschlichkeit und Göttlichem, horizontaler menschlicher und vertikaler göttlicher Liebe, Sterblichkeit und Unsterblichkeit. Eros ist das Wesen des Dazwi-

[Seite 15]

schen, das die Kraft hat, in sich und durch sich alles zum Einen zu führen. Eros ist Dynamik, ist ein Beweger. Doch gerade als solcher ist auch für ihn selbst die stete Unruhe konstitutiv. Indem er beiden Bereichen angehört, dem göttlichen und dem irdischen, kann auch er nie zu mehr als nur augenblicklicher Erfüllung seines Wesens kommen.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle.


[49.] Jl/Fragment 059 01

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 59, Zeilen: 1-3
Quelle: Clemens 2001
Seite(n): 15, Zeilen: 3-7
[Indem er beiden Bereichen angehört, dem göttlichen und dem] Irdischen [sic], kann auch er nie zu mehr als nur augenblicklicher Erfüllung seines Wesens kommen.

Eros bleibt ein sehnsüchtiges Wesen, der Zustand der inneren Ruhe ist ihm verwehrt.

Indem er beiden Bereichen angehört, dem göttlichen und dem irdischen, kann auch er nie zu mehr als nur augenblicklicher Erfüllung seines Wesens kommen. Eros bleibt ein sehnsüchtiges Wesen, der Zustand der inneren Ruhe ist ihm verwehrt.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.


[50.] Jl/Fragment 061 30

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 61, Zeilen: (17-29), 30-31
Quelle: Neumann 2004
Seite(n): 13, Zeilen: (9-22), 23-26
„Die romantische Poesie ist eine progressive Universalpoesie. Ihre Bestimmung ist nicht bloß, alle getrennten Gattungen der Poesie wieder zu vereinigen und die Poesie mit der Philosophie und Rhetorik in Berührung zu setzen. Sie will und soll auch Poesie und Prosa, Genialität und Kritik, Kunstpoesie und Naturpoesie bald mischen, bald verschmelzen, die Poesie lebendig und gesellig und das Leben und die Gesellschaft poetisch machen, den Witz poetisieren und die Formen der Kunst mit gediegenem Bildungsstoff jeder Art anfüllen und sättigen und durch die Schwingungen des Humors beseelen. Sie umfasst alles, was nur poetisch ist, vom größten wieder mehrere Systeme in sich enthaltenden Systeme der Kunst bis zu dem Seufzer, dem Kuss, den das dichtende Kind aushaucht in kunstlosem Gesang.“132

Friedrich Schlegels Charakterisierung formuliert pointiert den Kern der unter dem Namen Romantik bekannten literarischen Bewegung. Darunter ist eine literarische, natur- und [geisteswissenschaftliche Bewegung um das Jahr 1800 zusammengefasst.]


132 Vgl. Schlegel, F. 116. Athenäumsfragment. In: Schlegel, F. Fragmente. In: Athenäum. S. 107.

Geselligkeit und Romantik

„Die romantische Poesie ist eine progressive Universalpoesie. Ihre Bestimmung ist nicht bloß, alle getrennte Gattungen der Poesie wieder zu vereinigen, und die Poesie mit der Philosophie, und Rhetorik in Berührung zu setzen. Sie will, und soll auch Poesie und Prosa, Genialität und Kritik, Kunstpoesie, und Naturpoesie bald mischen, bald verschmelzen, die Poesie lebendig und gesellig, und das Leben und die Gesellschaft poetisch machen, den Witz poetisiren, und die Formen der Kunst mit gediegnem Bildungsstoff jeder Art anfüllen und sättigen, und durch die Schwingungen des Humors beseelen. Sie umfaßt alles, was nur poetisch ist, vom größten wieder mehre Systeme in sich enthaltenden Systeme der Kunst, bis zu dem Seufzer, dem Kuß, den das dichtende Kind aushaucht in kunstlosen Gesang.“3

Friedrich Schlegels Charakterisierung formuliert pointiert den Kern der unter dem Namen Romantik bekannten literarischen Epoche. Darunter ist eine literarische, natur- und geisteswissenschaftliche Bewegung um das Jahr 1800 zusammengefasst.


3 Friedrich Schlegel: Athenaeums-Fragment 116, in: Athenaeum 1798, Ersten Bandes Zweytes Stück, S. 204-206, dort S. 204 f.

Anmerkungen

Aufbau identisch zum Original; nach demselben (gekennzeichneten) Schlegel-Zitat wird der Text wortidentisch fortgesetzt. Dann aber ohne irgendeinen Hinweis auf eine Übernahme.

Die Zeilenzählung betrifft nicht das Schlegel-Zitat.


[51.] Jl/Fragment 062 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 62, Zeilen: 1-2
Quelle: Neumann 2004
Seite(n): 13, Zeilen: 25-28
Darunter ist eine literarische, natur- und geisteswissenschaftliche Bewegung um das Jahr 1800 zusammengefasst. Zentral ist ihr ein Streben nach Einheit und Ganzheit. Darunter ist eine literarische, natur- und geisteswissenschaftliche Bewegung um das Jahr 1800 zusammengefasst. Zentral ist ihr – und ihren Protagonisten – ein Streben nach Einheit und Ganzheit.
Anmerkungen

Schließt die auf der vorangegangenen Seite begonnene ungekennzeichnete Übernahme nahtlos ab. Weiterhin ohne jeden Hinweis auf eine Übernahme.


[52.] Jl/Fragment 062 29

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 62, Zeilen: 29-31
Quelle: Weis 1986
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Die Denker der Romantik befürchten die Entpoetisierung und Profanierung des Lebens, den Verlust einer Ganzheitskultur sowie einer Entfernung der Gebildeten und ihrer Literatur vom Volk und der Volksliteratur.135

135 Daher die häufige Zuwendung zur Folklore, zu den Märchen und Sagen, zu den Volkliedern.

Die Romantiker befürchteten die Entpoetisierung und Profanierung des Lebens, den Verlust einer Ganzheitskultur wie der des Mittelalters, die Entfernung der Gebildeten und ihrer Literatur vom Volk und der Volksliteratur
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme. Ohne Quellenangabe.


[53.] Jl/Fragment 063 24

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 63, Zeilen: 24-26
Quelle: Weis 1986
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Dabei sollen sich die einzelnen Sinnesgebiete miteinander vermischen und die Künste ineinander übergehen. Bezeichnende Forderung war die Synästhesie: das Farbenhören und das Musiksehen. Dabei sollen sich die einzelnen Sinnesgebiete miteinander vermischen und die Künste ineinander übergehen - SYNÄSTHESIE (das Farbenhören oder das Musiksehen) soll erreicht werden
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme. Ohne Quellenangabe.


[54.] Jl/Fragment 064 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 64, Zeilen: 1-7
Quelle: Weis 1986
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Der romantische Dichter besitzt die Freiheit, sich über alles, auch über die eigene Kunst, Tugend und Genialität, zu erheben und die Welt der Sinne für seine Zwecke einzusetzen.

Die romantische Ironie ist dabei als Gewähr für die Autonomie dichterischer Weltsicht gegenüber der Wirklichkeit zu begreifen.

Der Künstler spürt den Widerstreit von Endlichem und Unendlichem während des schöpferischen Vorgangs, und das Bewusstsein seiner spielerischen Freiheit erhebt ihn darüber.

Der romantische Dichter bezieht seine ästhetischen Erkenntnismöglichkeiten wie seinen Erkenntnisanspruch aus der Freiheit, sich über alles, auch über die eigene Kunst, Tugend oder Genialität zu erheben und die Sinnenwelt für seine Zwecke willkürlich einzusetzen.

[...]

[...] IRONIE ALS SPIEL MIT DER AUFHEBUNG VON BEDEUTUNG.

Sie gilt den Romantikern als Gewähr für die Autonomie dichterischer Weltsicht gegenüber der Wirklichkeit: Der Künstler spürt den Widerstreit zwischen Endlichem und Unendlichem während des schöpferischen Vorgangs - und das Bewußtsein seiner spielerischen Freiheit erhebt ihn darüber.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme. Ohne Quellenangabe.


[55.] Jl/Fragment 065 08

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 65, Zeilen: 8-20
Quelle: Microsoft Encarta 2007 - Romantik (Literatur) - 2006
Seite(n): 1 (elektronische Resource), Zeilen: -
Das geistesgeschichtliche Fundament der Romantik ist eine gegen den Rationalismus und Erkenntnisoptimismus der Aufklärung gerichtete Strömung, die besonders in Deutschland und Frankreich transzendentalphilosophische Züge hat.

Die Romantik steht in der Umbruchphase der Gesellschaft und bedeutet einen entscheidenden Schritt in der Entwicklung bürgerlichen Selbstbewusstseins.

Die theoretischen Ansätze und Werke der romantischen Dichtung und der romantischen Philosophie geben der Kunst und Musik starke Impulse, vor allem hinsichtlich des Naturempfindens, der Märchenmotive und der Sensibilisierung für das Mittelalter.

Die romantischen Maler, wie zum Beispiel Caspar David Friedrich und Philipp Otto Runge, oder auch die Musiker, wie Franz Schubert und Felix Mendelssohn Bartoldy, artikulieren in theoretischen Abhandlungen ihre Kunstanschauung und wirken auf die Literatur zurück. Ein in seiner Vielseitigkeit exemplarischer romantischer Künstler ragt E. T. A. Hoffmann als Maler und Zeichner, Musiker und Literat heraus], denn das Verhältnis zwischen Bild und Schrift ist in seinen Werken thematisch wie strukturell auf besonders komplexe Weise ausgeprägt].146


146 Natürlich aber auch Robert Schumann und Peter Tschaikowski als Dichter und Komponisten, in der ersten Ausbildung aber Juristen.

2. Geistesgeschichtliche Grundlagen

Das geistesgeschichtliche Fundament der Romantik war eine gegen den Rationalismus und Erkenntnisoptimismus der Aufklärung gerichtete Strömung, die besonders in Deutschland und Frankreich transzendentalphilosophische und okkultistische Züge gewann. [...]

[...]

3. Geschichte und Politik

Die Romantik entstand in der Umbruchphase der feudalen zur bürgerlichen Gesellschaft und bedeutete einen entscheidenden Schritt in der Entwicklung bürgerlichen Selbstbewusstseins. [...]

[...]

4. Kunst- und Dichtungstheorie

[...]

Die theoretischen Ansätze und Werke der romantischen Dichtung gaben wiederum der zeitgenössischen Kunst und Musik starke Impulse, vor allem hinsichtlich des Naturempfindens, der Märchenmotive und der Sensibilisierung für das Mittelalter. Sowohl die romantischen Maler, wie Caspar David Friedrich, Philipp Otto Runge oder die Nazarener, und Musiker, wie Franz Schubert und Felix Mendelssohn, artikulierten ihrerseits in theoretischen Abhandlungen ihre Kunstanschauung und wirkten auf die Literatur zurück. Ein in seiner Vielseitigkeit exemplarischer romantischer Künstler war E. T. A. Hoffmann, der neben seinen erzählerischen Qualitäten auch Beachtliches als Musiker und Zeichner leistete.


„Romantik (Literatur)." Microsoft ® Encarta ® 2007 © 1993-2006 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme, ohne Quellenangabe.


[56.] Jl/Fragment 066 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 66, Zeilen: 1-7, 11-13
Quelle: Microsoft Encarta 2007 - Romantik (Literatur) - 2006
Seite(n): 1 (elektronische Resource), Zeilen: -
Angeregt durch die Beschäftigung mit älteren literarischen Vorbildern, wie Shakespeare und Calderón, später durch die Idee einer nationenübergreifenden Literatur, entstehen in der deutschen Romantik zahlreiche Übersetzungen.

Die bedeutendste Leistung ist die Übertragung der Dramen Shakespeares, von Caroline und A. W. Schlegel. Schlegel übersetzt ferner die Dramen Calderóns, Tieck Cervantes’ „Don Quijote“. Die Literatur der griechisch-römischen Antike, u. a. die Werke von Homer, Vergil und Ovid, wird durch Johann Heinrich Voß ins Deutsche übertragen.

[...]

In Russland ist die französische Literatur neben der, oft in französischer Übersetzung verbreiteten, deutschen Literatur von größtem Einfluss auf die Generation der russischen Romantiker, vor allem Aleksander Puschkin und Michail Lermontow.

4.4 Übersetzungen

Zunächst angeregt durch die Beschäftigung mit älteren literarischen Vorbildern, wie Shakespeare und Calderón, später durch die Idee einer nationenübergreifenden Literatur, entstanden in der deutschen Romantik zahlreiche Übersetzungen von hohem Niveau. Die bedeutendste Leistung war die Übertragung der Dramen Shakespeares, die von Caroline und A. W. Schlegel begonnen (1797-1810) und von Tieck, seiner Tochter Dorothea und Wolf Graf von Baudissin vollendet wurde (1825-1840). Schlegel übersetzte ferner die Dramen Calderóns (1803), Tieck Cervantes’ Don Quijote (1799-1801).

Übersetzungen und Nachdichtungen der Werke von Homer, Vergil, Ovid, Horaz u. a. durch Johann Heinrich Voß erschlossen die Literatur der griechisch-römischen Antike erstmals breiten Bevölkerungsschichten. [...]

5. Die Romantik ausserhalb Deutschlands

[...]

[...] In Russland war die französische Literatur neben der (oftmals in französischer Übersetzung verbreiteten) deutschen von größtem Einfluss auf die Generation von Aleksandr Puschkin und Michail Lermontow.



„Romantik (Literatur)." Microsoft ® Encarta ® 2007 © 1993-2006 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme, ohne Quellenangabe.


[57.] Jl/Fragment 067 102

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 67, Zeilen: 102-103
Quelle: Wikipedia Slawophile 2008
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
[Mit der nun einsetzenden und zunächst geschichtsphilosophisch geführten Debatte der Slawophilen150 [...] ]

150 Der Begriff wurde in Deutschland geprägt, wo Friedrich Hegel und Friedrich Schelling sich für ein heldenhaftes Slawenideal begeisterten und wo auch viele Slawophile studiert hatten.

Der Begriff wurde in Deutschland geprägt, wo Friedrich Hegel und Friedrich Schelling sich für ein heldenhaftes Slawenideal begeisterten und wo auch viele Slawophile studiert hatten.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.


[58.] Jl/Fragment 067 23

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 67, Zeilen: 23-27
Quelle: Braun 1953
Seite(n): 93, 94, Zeilen: 93:19-24; 94:1-5
Die Westler vertreten den Standpunkt, dass Russland kein eigengesetzliches Wesen ist, sondern nur das jüngste Volk Europas, das aus verschiedenen geschichtlichen Gründen kulturell in [sic] Rückstand sei. Ein fester, fast religiöser Glaube an den Fortschritt, an die unmittelbar bevorstehenden Triumphe des menschlichen Geistes gehört zur Grundhaltung des russischen Westlertums [Seite 93]

Die Westler vertraten den Standpunkt, daß Rußland kein besonderes, eigengesetzliches Wesen sei, sondern nur das jüngste Volk Europas, das aus verschiedenen geschichtlichen Gründen — es wurde vor allem viel auf die Tatarenherrschaft verwiesen — kulturell im Rückstand geblieben sei und diesen Rückstand nun baldmöglichst aufholen müsse.

[Seite 94]

Ein fester, ja geradezu religiöser Glaube an den Fortschritt, an die unmittelbar bevorstehenden unerhörten Triumphe des menschlichen Geistes gehört zur Grundhaltung des russischen Westlertums, woran die starke, wenn auch nicht sehr verständnisvolle Begeisterung für Hegel mitschuldig ist.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme, ohne Quellenangabe.


[59.] Jl/Fragment 068 06

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 68, Zeilen: 6-8, 13-16
Quelle: Braun 1953
Seite(n): 94, 95, Zeilen: 94:6-10; 95:20-25
Demgegenüber halten die Slawophilen an dem Glauben fest, dass Russland in seiner nationalen und religiösen Eigenart eine ganz besondere, einmalige und gerade in dieser Einmaligkeit vollendete und zukunftsreiche Erscheinung ist. [...]

Man streitet nicht mehr um westliche oder russische Kleidung, um französische oder russische Konversation, um Mode und Hauseinrichtung, sondern arbeitet mit weltanschaulichen und philosophischen Begriffen, welche aus der europäischen Literatur bekannt werden.

[Seite 94]

Demgegenüber hielten die Slawophilen unerschütterlich an dem Glaubenssatz fest, daß Rußland in seiner nationalen und religiösen Eigenart eine ganz besondere, einmalige und gerade in dieser Einmaligkeit vollendete und zukunftsreiche Erscheinung sei.

[Seite 95]

Man stritt jetzt nicht mehr um westliche oder russische Kleidung, um französische oder russische Konversation, um Mode und Hauseinrichtung und andere ähnliche Äußerlichkeiten, sondern arbeitete mit weltanschaulichen und philosophischen Begriffen, die man, so gut es ging, aus Schelling, Fichte und Hegel herausgelesen hatte.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme, ohne Quellenangabe.

Auch die Fußnote 151 (zum hier ausgelassenen Text, der seinerseits im Fragment 068 08 [Übernahme aus der Wikipedia, Typ Komplettplagiat] dokumentiert ist) liefert hier keine Aufklärung.


[60.] Jl/Fragment 068 08

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 68, Zeilen: 8-12, 101
Quelle: Wikipedia Slawophile 2008
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Im Gegensatz zu den Westlern, die eine Europäisierung Russlands anstrebten, besannen sich die russischen Slawophilen auf das „ursprünglich Russische“151. In ihrer Ausrichtung bedienten sich die Slawophilen aufklärerischer Ideen, sie forderten die Abschaffung der Leibeigenschaft und die Aufklärung des Volkes.

151 z.B. das Igorlied.

Im Gegensatz zu den Westlern, die eine Europäisierung Russlands anstrebten, besannen sich die russischen Slawophilen auf das „ursprünglich Russische“ (z.B. Igorlied). [...]

In ihrer Ausrichtung bedienten sich die Slawophilen aufklärerischer Ideen, sie forderten die Abschaffung der Leibeigenschaft und die Aufklärung des Volkes.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.


[61.] Jl/Fragment 069 07

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 69, Zeilen: 7-15
Quelle: Braun 1953
Seite(n): 37, 38, Zeilen: 37:28ff.; 38:5-11
Diesen Einfluss verdanken die Romantiker dem schon erwähnten Vasilij Zuckowski und seinen zahlreichen Versübersetzungen. Seine Originaldichtungen sind von geringer Bedeutung, als Übersetzer ist er dagegen kaum zu überbieten. Goethe, Schiller, Bürger, Uhland, Chamisso, Byron, Walter Scott und viele andere Dichter der westlichen Literatur sind durch ihn in Russland bekannt und beliebt geworden und vielfach sind seine Übersetzungen bis heute die einzig gültigen. Durch seine Übertragungen fördert Zuckowski die russische Allgemeinbildung auf Jahrzehnte hinaus, bricht die Alleinherrschaft des französischen Geistes und Geschmacks und verbreitet die deutsche Dichtung als einen starken Faktor der russischen Begriffswelt. [Seite 37]

Diesen Einfluß verdankt Shukowski nicht so sehr seinen selbständigen Dichtungen, als vielmehr seinen überaus zahlreichen Versübersetzungen; hier liegt auch zweifellos seine Hauptstärke. Seine Originaldichtungen sind von geringerer Bedeutung, als Versübersetzer ist er dagegen kaum zu überbieten. Goethe, Schiller, Bürger, Uhland, Chamisso, Byron, Walter Scott und viele mindere Geister der westlichen Literatur sind durch ihn in Rußland bekannt und beliebt geworden und vielfach sind seine Übersetzungen bis jetzt die einzig gültigen.

[Seite 38]

Zweifellos hat er durch seine Übertragungen die russische Allgemeinbildung auf Jahrzehnte hinaus gefördert und bestimmt und an vielen Punkten ist dieses sein Wirken noch heute deutlich zu spüren. Vor allem hat er die Alleinherrschaft des französischen Geistes und Geschmacks gebrochen und die deutsche Dichtung als einen mindestens ebenso starken Faktor der russischen Begriffswelt einverleibt.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme, ohne Quellenangabe.


[62.] Jl/Fragment 071 23

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 71, Zeilen: 23-27
Quelle: Microsoft Encarta 2007 - Romantik (Musik) - 2006
Seite(n): 1 (elektronische Resource), Zeilen: -
Ebenso wie in den anderen Kunstdisziplinen stellt die Musik der Romantik eine Reaktion auf die rationalen und ordnungsbestimmten Ideale der Aufklärung dar: Nach dem Universalitätsanspruch des Zeitalters der Vernunft wird die Romantik zur Epoche des Individualismus, das unmittelbare Erleben des Einzelnen in der Gegenwart wird zum zentralen künstlerischen Gedanken. 2. Themen und Stoffe

Ebenso wie in den anderen Kunstdisziplinen stellte die Musik der Romantik eine Reaktion auf die rationalen und ordnungsbestimmten Ideale der Aufklärung dar: Nach dem Universalitätsanspruch des Zeitalters der Vernunft wurde die Romantik zur Epoche des Individualismus, das unmittelbare Erleben des Einzelnen in der Gegenwart wurde zum zentralen künstlerischen Gedanken.


„Romantik (Musik)." Microsoft ® Encarta ® 2007 © 1993-2006 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme, ohne Quellenangabe.

Das Wort "Aufklärung" (Seite 71, Zeile 24 im PDF) weist einen "versteckten" Link auf: http://de.encarta.msn.com/encyclopedia_761571679/Aufkl%C3%A4rung.html


[63.] Jl/Fragment 073 14

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 73, Zeilen: 14-21, 26-28
Quelle: Microsoft Encarta 2007 - Romantik (Musik) - 2006
Seite(n): 1 (elektronische Resource), Zeilen: -
Ebenso wie in den anderen Kunstdisziplinen stellt die Musik der Romantik eine Reaktion auf die rationalen und ordnungsbestimmten Ideale der Aufklärung dar. Nach dem Universalitätsanspruch des Zeitalters der Vernunft, der Aufklärung, wurde die Romantik zur Epoche des Individualismus.

Vor dem Hintergrund der Französischen Revolution treten in der französischen Oper an die Stelle barocker Themen und Stoffe, die üblicherweise aus der Antike stammen und die Hierarchie der Götter, Herrscher und Untertanen betonten, nunmehr Themen aus der unmittelbaren Gegenwart.

[...]

So beinhalten viele Revolutionsopern zum Beispiel Stürme, Lawinen, Feuersbrünste, Schiffsunglücke und andere Katastrophen, welche die Abhängigkeit der menschengemachten Ordnung von den irrationalen Naturkräften aufzeigen.

Ebenso wie in den anderen Kunstdisziplinen stellte die Musik der Romantik eine Reaktion auf die rationalen und ordnungsbestimmten Ideale der Aufklärung dar: Nach dem Universalitätsanspruch des Zeitalters der Vernunft wurde die Romantik zur Epoche des Individualismus, das unmittelbare Erleben des Einzelnen in der Gegenwart wurde zum zentralen künstlerischen Gedanken. Im Anschluss an die Französische Revolution traten in der französischen Oper an die Stelle barocker Themen und Stoffe, die üblicherweise aus der Antike stammten und die Hierarchie der Götter, Herrscher und Untertanen betonten, nunmehr Themen aus der unmittelbaren Gegenwart.

[...]

Viele Revolutionsopern beinhalten Stürme, Lawinen, Feuersbrünste, Schiffsunglücke und andere Katastrophen, die aufzeigen, wie sehr die menschengemachte Ordnung von den irrationalen Naturkräften abhängig ist.


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Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme, ohne Quellenangabe.

Denselben Text hat die Verfasserin schon weiter oben gebracht (vgl. Fragment 071 23).


[64.] Jl/Fragment 074 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 74, Zeilen: 1-2, 16-20
Quelle: Microsoft Encarta 2007 - Romantik (Musik) - 2006
Seite(n): 1 (elektronische Resource), Zeilen: -
Einer der anregendsten romantischen Mythen ist die Geschichte der Undine oder der slawischen Rusalka.

[...]

Der Bezug zur Natur kommt besonders im deutschen Kunstlied zum Vorschein. Die Lieder von Franz Schubert, seine 1822 und 1828 komponierten letzten Sinfonien, sowie die 1821 von Carl Maria von Weber geschaffene Oper „Der Freischütz“ zeichnen einen Übergang in der deutschen Musikgeschichte zur musikalischen Hochromantik, deren Höhepunkt die Lieder und die Instrumentalmusik von Robert Schumann bilden.

Einer der anregendsten romantischen Mythen ist die Geschichte der Undine (oder der slawischen Rusalka), einer Nymphe, die versucht einen Menschen zu heiraten, aber in ihr Element zurückkehren muss. [...]

Der Bezug zur Natur steht schließlich auch im deutschen Kunstlied im Vordergrund. [...] Mit Webers Oper Der Freischütz, den Liedern Schuberts und vor allem dessen beiden letzten Sinfonien h-Moll (1822) und C-Dur (1828) ist der Übergang in der deutschen Musikgeschichte vom Sturm und Drang zur musikalischen Hochromantik deutlich markiert. Ihren Höhepunkt hatte sie in den Liedern und der Instrumentalmusik Robert Schumanns.


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Anmerkungen

Setzt die auf der vorangegangenen Seite begonnene Übernahme nahtlos fort.

Ohne Hinweis auf eine Übernahme, ohne Quellenangabe.


[65.] Jl/Fragment 075 03

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 75, Zeilen: 3-8, 11-12
Quelle: Microsoft Encarta 2007 - Romantik (Musik) - 2006
Seite(n): 1 (elektronische Resource), Zeilen: -
Die Romantik in der Literatur und in der Musik ist nicht nur durch eine Stärkung der persönlichen Identität, sondern auch durch ein verstärktes nationales Selbstbewusstsein gekennzeichnet.

In Deutschland wird „Der Freischütz“ als erste große Nationaloper gefeiert. In Russland sind vor allem die 1836 komponierte Geschichtsoper „Ein Leben für den Zaren“ und 1842 die Märchenoper „Ruslan und Ljudmila“ von Michail Glinka sehr erfolgreich.

[...]

Durch die Übernahme der russischen Sprachmelodie und die Anleihen aus der russischen Volksmusik sind diese zwei Werke besonders stilprägend für diese Zeit.

3. Die Idee des Nationalen

Die Romantik war nicht nur durch eine Stärkung der persönlichen Identität, sondern auch durch ein verstärktes nationales Selbstbewusstsein geprägt. [...]

In Deutschland wurde der Freischütz als erste große Nationaloper gefeiert. In Russland waren vor allem zwei Werke von Michail Glinka erfolgreich: die Geschichtsoper Ein Leben für den Zaren (1836) und die Märchenoper Ruslan und Ljudmila (1842). Diese Werke waren für die russische Oper bis zum Jahrhundertende stilprägend, auch durch die Übernahme der russischen Sprachmelodie und die Anleihen aus der russischen Volksmusik.


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Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme, ohne Quellenangabe.


[66.] Jl/Fragment 076 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 76, Zeilen: 1-4
Quelle: Microsoft Encarta 2007 - Romantik (Musik) - 2006
Seite(n): 1 (elektronische Resource), Zeilen: -
Peter Tschaikowski komponiert zahlreiche Sinfonien, welche seine Angst vor der Schicksalhaftigkeit des Lebens schildern, er schreibt Lieder, welche als Vorbild die französische und die deutsche Liedphilosophie haben. Zwei seiner Opern, „Eugen Onegin“ und „Pique Dame“, lehnen sich an das romantische Vorbild Puschkins an. Dort komponierte Pjotr I. Tschaikowsky (ein leidenschaftlicher Gegner Wagners) zahlreiche Sinfonien, in denen er seiner Angst vor der Schicksalshaftigkeit allen Lebens Ausdruck verlieh. Darüber hinaus schrieb er Lieder, die auf Vorbildern der französischen Romantik beruhten. Zwei seiner Opern, Eugen Onegin (1879) und Pique Dame (1890), lehnen sich an das romantische Vorbild Puschkins an.

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Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme, ohne Quellenangabe.


[67.] Jl/Fragment 076 15

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 76, Zeilen: 15-22, 26-27
Quelle: Becker-Cantarino 1997
Seite(n): 37, Zeilen: 9-12, 18-26, 29-32
In dem 1795 erschienen Aufsatz „Über die Diotima“179 erhebt Friedrich Schlegel die Frau zur Trägerin der Humanität. In der Figur der Diotima sieht Schlegel eine Frau
„in welcher sich die Anmut einer Aspasia, die Seele eine Sappho, mit hoher Selbstständigkeit vermählt, deren edel begeistertes Gemüht [sic] uns ein Bild der vollendeten Menschheit darstellt.“180

In der Hinwendung zur platonischen Philosophie wird von Schlegel das Bild einer vollendeten Frau entwickelt, welche künstlerisch, sinnlich und geistig zugleich vollkommen ist. [...] Friedrich Schlegel wirkt mit seinem Aufsatz in erster Linie auf die damalige Diskussion über das Weibliche, denn er weist ausdrücklich die Meinung zurück,

[„welche Rousseau mit so mächtiger Beredsamkeit vorgetragen hat, dass die Weiber der ächten Begeisterung und hoher Kunst ganz unfähig seien.“181]

179 Vgl. Schlegel, F. Kritische Ausgabe. Bd. I. S. 70-115.

180 Vgl. ebenda S. 115.

[181 Vgl. Schlegel, F. Kritische Ausgabe. Bd. I. S. 97.]

Diese Erhebung der Frau zur Trägerin der Humanität, wohlgemerkt im Antiken, nicht im zeitgenössischen Gewand, versuchte Friedrich Schlegel in dem Aufsatz „Über die Diotima“ (1795)39 weiterzuführen und dabei zu differenzieren. [...] In dieser „Sittengeschichte des weiblichen Geschlechts im griechischen Altertune“ („Diotima“, S. 70) sah Schlegel in der Gestalt der Diotima eine Frau verkörpert, „in welcher sich die Anmuth einer Aspasia, die Seele eine Sappho, mit hoher Selbständigkeit vermählt, deren edel begeistertes Gemüth uns ein Bild der vollendeten Menschheit darstellt“ („Diotima“, S. 115). In der Hinwendung zur Platonischen Philosophie wurde hier von Schlegel das Bild einer menschlich (nicht nur moralisch) vollendeten Frau entwickelt, die künstlerisch, sinnlich und geistig zugleich vollkommen ist: [...] Mit dem Beispiel der Sappho wollte Schlegel auf die zeitgenössische Diskussion über das Weibliche einwirken, denn er wies ausdrücklich „die Meynung, welche Rousseau mit so mächtiger Beredsamkeit vorgetragen hat, daß die Weiber der ächten Begeisterung und hoher Kunst ganz unfä[hig seyen“ („Diotima“, S. 97) zurück.]

39 Der Essay erschien in der Berlinischen Monatsschrift- Zitate nach Friedrich Schlegel, „Über die Diotima“, Kritische Friedrich-Schlegel-Ausgabe, Bd. 1, S. 70.115. - Weitere Zitate mit „Diotima“ und Seitenangabe im Text.

Anmerkungen

Hier handelt es sich zwar vorwiegend um Zitate und Paraphrasen aus Schlegels Diotima. Die Art und Weise, wie zusammengefasst, direkt bzw indirekt zitiert und interpretiert wird, stimmt aber im Detail überein.

Ohne Kennzeichnung einer Übernahme.

Übrigens: Das hochgesteckte Ziel des Abschnitts, "[d]ie Entwicklung des Weiblichkeitsbildes im 19. Jahrhundert" (!) zu schildern, wird von der Verfasserin - hier in ihrer Dissertation - allein basierend auf der Wiedergabe von Schlegels Diotima und Zitaten aus Hans-Georg Helds Schnellkurs Romantik "erledigt".


[68.] Jl/Fragment 077 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 77, Zeilen: 1-12
Quelle: Becker-Cantarino 1997
Seite(n): 37-38, Zeilen: 37:29-32-38:1-9
[Friedrich Schlegel wirkt mit seinem Aufsatz in erster Linie auf die damalige Diskussion über das Weibliche, denn er weist ausdrücklich die Meinung zurück,]
„welche Rousseau mit so mächtiger Beredsamkeit vorgetragen hat, dass die Weiber der ächten Begeisterung und hoher Kunst ganz unfähig seien.“181

Dabei stellt er zwei wesentliche Arten der Begeisterung, eine dramatische und eine lyrische, dar.182 Die Natur hat

„dem weiblichen Geiste wohl jenen Umfang und die Bestimmtheit, welche die dramatische Kunst erfordert, zwar nicht versagt, eine Macht, welche ihr über das freie Gemüht [sic] nicht zusteht, aber doch unendlich erschwert.“183

Dagegen stimmt der lyrische Begriff der Begeisterung mit der Weiblichkeit nach Schlegel überein. Zwar fehlt einer Frau der systematische Geist, doch nicht der philosophische Verstand.


181 Vgl. Schlegel, F. Kritische Ausgabe. Bd. I. S. 97.

182 Jose Otega y Gasset knüpft in seiner Liebestheorie daran an.

183 Vgl. Schlegel, F. Kritische Ausgabe. Bd. I. S. 98.

[Seite 37]

Mit dem Beispiel der Sappho wollte Schlegel auf die zeitgenössische Diskussion über das Weibliche einwirken, denn er wies ausdrücklich „die Meynung, welche Rousseau mit so mächtiger Beredsamkeit vorgetragen hat, daß die Weiber der ächten Begeisterung und hoher Kunst ganz unfä-

[Seite 38]

hig seyen“ („Diotima“, S. 97) zurück. Dabei stellte er dann zwei wesentlich verschiedene Arten der Begeisterung, die dramatische und die lyrische, heraus. Die Natur habe „dem weiblichen Geiste wohl jenen Umfang und die Bestimmtheit, welche die dramatische Kunst erfordert, zwar nicht versagt, eine Macht, welche ihr über das freye Gemüth nicht zusteht, aber doch unendlich erschwert“ („Diotima“, S. 98). Dagegen stimme die Natur der lyrischen Begeisterung mit dem Begriff der Weiblichkeit ganz überein. Auch der systematische Geist fehle der Frau, jedoch nicht aller philosophischer Verstand.

Anmerkungen

Hier handelt es sich zwar vorwiegend um Zitate und Paraphrasen aus Schlegels Diotima. Die Art und Weise, wie zusammengefasst, direkt bzw indirekt zitiert und interpretiert wird, stimmt aber im Detail überein.

Ohne Kennzeichnung einer Übernahme.


[69.] Jl/Fragment 078 04

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 78, Zeilen: 4-6, 12-13
Quelle: Held 2003
Seite(n): (146), 147, Zeilen: (146:38-40) - 147:(1-4).16-24
In der Literatur genau wie in der Musik fixieren sich die Romantiker auf ein inneres, der Erinnerung oder eigenen Vorstellung angehörendes Bild der Geliebten.186

„Die Sehnsucht der romantischen Protagonisten gilt weniger einer konkreten Person als einem imaginären Frauenbild, das sie auch im wirklichen Leben aufzufinden oder vielmehr wiederzufinden hoffen, da dieses weibliche Ideal häufig auf eine Kindheitserinnerung zurückgeführt wird.“187

Mit der Entwicklung der Epoche nimmt die Dominanz imaginärer Geliebten gegenüber realen Frauengestalten melancholische oder sogar gespenstische Züge an.


186 Alexander Puschkin zeigt in „Eugen Onegin“ den Romantiker Lenski und seine idealisierte Vorstellung seiner Geliebten. Peter Tschaikowski verarbeitet seine imaginären Geliebten in den dramatischen Schicksalen seiner Frauenfiguren. Das Verhältnis von Robert und Clara Schumann basiert auf einer romantischen Idealisierung der Liebe. E.T.A. Hoffmann richtet seinen Blick auf die nicht reale, nicht lebendige Weiblichkeit.

187 [Seite 79] Vgl. Held, H-G. Romantische Weiblichkeit. In: Schnellkurs Romantik. S. 146-147.

[Seite 146]

Die Sehnsucht der romantischen Protagonisten gilt weniger einer konkreten Person als einem imaginären Frauen-

[Seite 147]

bild, das sie auch im wirklichen Leben aufzufinden oder vielmehr wiederzufinden hoffen, da dieses weibliche Ideal häufig auf eine Kindheitserinnerung zurückgeführt wird. [...] Denn die Fixierung auf ein inneres, der Erinnerung oder eigenen Vorstellung angehörendes Bild der Geliebten führt nicht selten zu einem entschiedenem Widerwillen gegen weibliche Erotik und hat auch sonst (und nicht nur in der Literatur) bedenkliche Folgen.

Zuweilen nimmt die Dominanz imaginärer Geliebten gegenüber realen Frauengestalten melancholische oder geradezu gespenstische Züge an.

Anmerkungen

Das reguläre Zitat wird in ungekennzeichnete wörtliche Übernahmen "eingebettet".


[70.] Jl/Fragment 079 10

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 79, Zeilen: 10-13
Quelle: Held 2003
Seite(n): 156-157, Zeilen: 156:36-40 - 157:1-2
Vor dem Hintergrund der Französischen Revolution, die in ganz Europa die gesellschaftlichen Strukturen und Vorstellungen aufbricht, entstehen Bildnisse von Frauen, welche weniger den sozialen Rang betonen als vielmehr deren besondere, eigenständige, gesellschaftlich unabhängige Persönlichkeit.191

191 Kennzeichnend und interessant ist auch die Entwicklung der zahlreichen Salons und Gesellschaften, welche ausschließlich von Frauen betrieben wurden. Ein bemerkenswerter Aspekt an dieser Stelle ist die Entwicklung der Geschlechterrollen, denn die erfolgreiche Entwicklung der Salonkultur zeigt, dass die bildungswilligen Frauen in ihren Salons die Öffentlichkeit der Bildungswelt einzufangen suchten, die Öffentlichkeit der Männerwelt aber nach der privaten, intimen Sphäre der Salons verlangte. Dazu Wilhelmy-Dollinger, P. Die Berliner Salons, Walter de Gruyter, 2000.

[Seite 156]

Im Zuge der Französischen Revolution, die in ganz Europa die gesellschaftlichen Strukturen lockert, entstehen Bildnisse von Frauen, die weniger den sozialen Rang der Abgebildeten betonen, sondern vielmehr deren

[Seite 157]

besondere, eigenständige, gesellschaftlich unabhängige Persönlichkeit hervorheben.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme, ohne Quellenangabe.


[71.] Jl/Fragment 080 35

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 80, Zeilen: 35-37
Quelle: Wikipedia Liebe 2006
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Die Liebe als ein Gefühl oder sogar als eine innere Haltung positiver, inniger und tiefer Verbundenheit zu einer Person, welche den reinen Zweck einer zwischenmenschlichen Beziehung übersteigt, ist nicht nur für die Zeit der Romantik bedeutend. Im ersteren Sinne ist Liebe ein Gefühl oder mehr noch eine innere Haltung positiver, inniger und tiefer Verbundenheit zu einer Person, die den reinen Zweck oder Nutzwert einer zwischenmenschlichen Beziehung übersteigt und sich in der Regel durch eine tätige Zuwendung zum anderen ausdrückt.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.


[72.] Jl/Fragment 081 05

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 81, Zeilen: 5-8, 11-12
Quelle: Wikipedia Liebe 2006
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Liebe wird vor allem in der Zeit der deutschen Romantik häufig als eine auf Freiheit gegründete Beziehung zwischen zwei Personen gesehen, die ihren Wert nicht im Besitz des adressierten Objekts findet, sondern sich im dialogischen Raum zwischen den Liebenden entfaltet. [...]

Die Liebenden erkennen einander in ihrer Existenz wechselseitig an und fördern sich „zueinander strebend“ gegenseitig.

Liebe wird häufig als eine auf Freiheit gegründete Beziehung zwischen zwei Personen gesehen, die ihren Wert nicht im Besitz des adressierten Objekts findet, sondern sich im dialogischen Raum zwischen den Liebenden entfaltet. Die Liebenden erkennen einander in ihrer Existenz wechselseitig an und fördern sich "zueinander strebend" gegenseitig.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.


[73.] Jl/Fragment 082 15

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 82, Zeilen: 15-19
Quelle: Wikipedia Liebe 2006
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Daher wird die Liebe teilweise als fast anarchisches, asoziales und entgrenzendes Gegenmodell zu den Beschränkungen, Anforderungen, Funktionalisierungen und Ökonomisierungen der menschlichen Alltags- und Arbeitswelt aufgefasst.

Auch wenn die Liebe kein bewusster oder rationaler Entschluss der Liebenden ist, muss sie deswegen nicht als irrational betrachtet werden.

Liebe wird teilweise als quasi anarchisches, asoziales und entgrenzendes Gegenmodell zu den Beschränkungen, Anforderungen, Funktionalisierungen und Ökonomisierungen der menschlichen Alltags- und Arbeitswelt aufgefasst. Auch wenn Liebe kein bewusster oder rationaler Entschluss der Liebenden ist, muss sie deswegen nicht als irrational betrachtet werden.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.


[74.] Jl/Fragment 083 03

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 83, Zeilen: 3-11, 20-24
Quelle: Kastinger Riley 1981
Seite(n): 177, Zeilen: 7-20
Die grundsätzliche Aussage dieser Betrachtungen ist sozialkritisch.

In seinem 1799 erschienenen „Lucinde“-Roman beschreibt Friedrich Schlegel einerseits die gesellschaftliche Doppelmoral, andererseits die erzieherische Natur, indem er die bestehenden Moralprinzipien positiv auffasst beziehungsweise idealisiert.

In letzterem Fall wird die Frau gewöhnlich zum kindlich-tugendhaften, unschuldig-weiblichen Idealbild erhoben – einem Wesen, dem angeborene Liebesfähigkeit und rückhaltlose seelische Hingabe Lebenszweck und -inhalt sind. Es ist die Vorstellung von einem ewigweiblichen Vorbild, das die moralisch im Dunkeln tappende Männerwelt zum Licht zieht. [...]

[...]

Diesem idealisierten Frauenbild wird oft ein weibliches Gegenstück zur Seite gestellt, dessen dämonische Eigenschaften – Wollust, Leidenschaft und moralische Dekadenz – versinnbildlichen. Solchen Frauenfiguren wird vielfach die Menschlichkeit vorweg abgesprochen, und sie erscheinen als Puppen oder Automaten, zum Beispiel bei E. T. A. Hoffmann.

Die grundsätzliche Aussage dieser Betrachtungen mag sozialkritisch sein, wie etwa in Schlegels Lucinde oder in Kleists Amphitryon, wo die gesellschaftliche Doppelmoral angeprangert wird, oder sie kann erzieherischer Natur sein, indem sie die bestehenden Moralprinzipien positiv auffaßt, beziehungsweise idealisiert. In letzterem Fall wird die Frau gewöhnlich zum kindlich-tugendhaften, unschuldig-weiblichen Idealbild erhoben -- einem Wesen, dem die angeborene Liebesfähigkeit und die rückhaltslose [sic] seelische Hingabe Lebenszweck und -inhalt ist, und das als ewig-weibliches Vorbild die moralisch im Dunkeln tappende Männerwelt zum Licht heranzieht. Diesem idealisierten Frauenbild wird oft ein weibliches Gegenstück zur Seite gestellt, dessen dämonische Eigenschaften Wollust, Leidenschaft und moralische Dekadenz versinnbildlichen. Solchen Frauenfiguren wird vielfach die Menschlichkeit rundweg abgesprochen, und sie erscheinen als Puppe (z.B. in Hoffmanns Automate), als seelenlose Scheinfigur (Arnims Golem-Bella in Isabella von Ägypten) und als Hexe oder Götzenbild (z.B. das Äpfelweib in Hoffmanns Goldenem Topf, die Göttin "öffentliche Meinung" in Eichendorffs Arkadien).
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.


[75.] Jl/Fragment 084 10

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 84, Zeilen: 10-13
Quelle: Buchner 1965
Seite(n): 156-157, Zeilen: 156:vorletzte Zeile - 157:1-4
Der Aufstieg, die Erkenntnis führt dazu, das Schöne als Basis zu erfassen, als höchstes Wissen zu erkennen und dadurch wiederum die wahrhafte Tüchtigkeit als höchsten und allgemeinen Maßstab hervorzubringen. Dies Wachsen wiederum solle schließlich dazu führen, das καλόν αύτό, das Schöne selbst, aufgrund dessen alles

[Seite 157]

andere Schöne ein solches ist, als es selbst strebend zu erfassen, in ein höchstes Wissen einzurichten, und dadurch wiederum die wahrhafte Tüchtigkeit (άρετή) als höchste und allgemeinste Maßgabe des überliefernden Verweilens, d. h. der Eudaimonia hervorzubringen.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.


[76.] Jl/Fragment 090 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 90, Zeilen: 1-8
Quelle: Boerner 2003
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Wie schon erwähnt findet Puschkin über seine Amme, Arina Rodionovna, einen innigen Kontakt zur Sprache des einfachen Volkes.

Die in der Literaturwissenschaft häufig anzutreffende These, dass Puschkin durch Vereinigung von Volkssprache, Kanzleisprache und dem Kirchenslawischen eine neue Literatursprache geschaffen habe, ist jedoch etwas übertrieben.

Denn diese Synthese ist schon vom russischen Sentimentalismus, in erster Linie von Nikolaj Karamzin für die Prosa und den Frühromantikern, besonders von Wasilij Zuckowski, für die Lyrik eingeleitet. Puschkin verbreitet diese neue Literatursprache dann allerdings weltliterarisch.

Hier fand er über seine Amme Arina Rodionova innigen Kontakt zur Sprache des einfachen Volks. Die häufig anzutreffende These, daß Puschkin durch Vereinigung von Volkssprache, Kanzleisprache und dem Kirchenslavischen eine neue Literatursprache geschaffen hat, ist allerdings stark übertrieben. Diese Synthese wurde schon vom russischen Sentimentalismus (Karamzin) für die Prosa und den Frühromantikern (besonders Žukovskij) für die Lyrik eingeleitet; Puschkin hat dieser neuen Literatursprache lediglich weltliterarische Geltung verschafft.
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme, ohne Angabe einer Quelle.


[77.] Jl/Fragment 092 04

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 92, Zeilen: 4-12
Quelle: Boerner 2003
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Im Zentrum der ersten Werke Puschkins steht vor allem die Liebesthematik. Hinter vordergründiger Leidenschaft und Hingabe kommt aber ein sehr zwiespältiges Moment zum Vorschein, das vor allem von der Angst der Zurückweisung bestimmt ist.

Die problematische Beziehung zur Mutter, die ihm wenig Liebe entgegengebracht hat, wirkt hier nach.

Obwohl Puschkin über lange Jahre den Ruf eines unverbesserlichen Don Juan in Wort und Tat pflegt, wendet er sich mit der Zeit immer stärker auch der häuslichen Thematik zu.

Sein Hauptwerk ist „Eugen Onegin“, der als Roman in Versen die Grenze zwischen Prosa und Poesie aufhebt und gleichzeitig ein ironisch gefärbtes Bild seiner Zeit wiedergibt.221


221 Vgl. Lotman, J. A. Puschkin. S. 67-70.

Im Zentrum der ersten Werke steht vor allem die Liebesthematik. Hinter vordergründiger Leidenschaft und Hingabe kommt aber ein sehr zwiespältiges Moment zum Tragen, das vor allem von der Angst vor Zurückweisung bestimmt ist. Hier wirkte die problematische Beziehung zur Mutter nach, die ihm wenig Liebe entgegengebracht hatte. [...]

[...]

Obwohl Puschkin über lange Jahre den Ruf eines unverbesserlichen Don Juan in Wort und Tat gepflegt und ausgebaut hatte, – er führte sogar eine Liste seiner Eroberungen, – wendet er sich mit der Zeit immer stärker auch der häuslichen Thematik zu. [...] Sein Hauptwerk bleibt aber »Evgenij Onegin«, der als Roman in Versen die Grenzen zwischen Prosa und Poesie aufhebt und gleichzeitig ein ironisch gefärbtes Bild seiner Zeit wiedergibt. [...]

[...]

Biographien:

[...]

Juri Lotman: Alexander Puschkin. Leipzig 1989.

Anmerkungen

Entweder wurde hier wortwörtlich aus Lotman (1989) übernommen (dann wäre das Fragment der Kategorie Bauernopfer zuzuordnen), oder das Exzerpt von Boerner diente als (wörtliche) Vorlage. Jedenfalls wurde hier nichts als Zitat gekennzeichnet.


[78.] Jl/Fragment 108 30

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 108, Zeilen: 30-31
Quelle: Meyer 1995
Seite(n): 78, Zeilen: 27-30
Laut Diotima wird die Unsterblichkeit durch die Ideen, Tugenden und die Weisheit erreicht. Damit geht es den [Liebenden weniger um Vereinigung mit dem Schönen, [sic] als vielmehr um dessen Reproduktion.] Unsterblichkeit wird erreicht durch die Ideen, Tugenden und die Weisheit der Partnerin. Damit geht es den Liebenden nicht mehr um Vereinigung mit dem Schönen, sondern um dessen Reproduktion.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Fortsetzung in Fragment 109 01.


[79.] Jl/Fragment 109 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 109, Zeilen: 1-3
Quelle: Meyer 1995
Seite(n): 78, Zeilen: 28-31
[Damit geht es den] Liebenden weniger um Vereinigung mit dem Schönen, [sic] als vielmehr um dessen Reproduktion. Dieses Ziel der Liebe spiegelt sich demnach in der Wiedergeburt der eigenen Seele in dem Anderen durch die Idee des Schönen wieder [sic]. Damit geht es den Liebenden nicht mehr um Vereinigung mit dem Schönen, sondern um dessen Reproduktion. Das Ziel der Liebe ist die Wiedergeburt der eigenen Seele in der/dem Anderen durch die Idee des Schönen.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.


[80.] Jl/Fragment 114 06

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 114, Zeilen: 6-25
Quelle: Maaloxan-welt.de 2002
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Peter Tschaikowski

„Ich habe mich immer bemüht, in meiner Musik die ganze Qual und Ekstase der Liebe auszudrücken.“
„Die Vergangenheit bedauern, auf die Zukunft hoffen und nie mit der Gegenwart zufrieden sein, das ist mein Leben.“ Peter Tschaikowski

Vielen bekannten Musikern wie Mozart oder Beethoven wurde das Talent in die Wiege gelegt. Oft sind ihre Väter Musiker und die Beschäftigung mit der Musik gehört zum alltäglichen Leben. Die Eltern von Peter Tschaikowski sowie die sieben Geschwister zeigen weder Neigung noch musikalische Begabung. Das wahre musikalische Talent zeigt sich bei Peter Tschaikowski erst nach dem zwanzigsten Lebensjahr.

Peter Tschaikowski kommt am 7. Mai 1840 im russischen Wotkinsk (Ural) zur Welt und bekommt mit acht Jahren seinen ersten Klavierunterricht. Der Grund dafür liegt in der Aufmerksamkeit der Eltern den musikalischen Begabungen des Sohnes gegenüber. Mit fünf Jahren versucht Tschaikowski Melodien auf dem Klavier zu spielen, welche er von seiner Mutter gehört hat.264

Der kleine Peter kann sofort die eben gehörten Melodien auf dem Klavier nachspielen und dies veranlasst den Vater dazu, eine richtige Klavierlehrerin einzustellen. Bald spielt der Junge besser als seine Klavierlehrerin vom Blatt.

Mit zehn Jahren schicken Tschaikowskis ihren sensiblen Sohn an die Petersburger Rechtschule, wo er eine standesgemäße Ausbildung erhalten soll. Während dieser Zeit [begrenzt sich die Beschäftigung mit der Musik für Tschaikowski auf kleine Improvisationen am Klavier für die Mitschüler.265]


264 Vgl. Tschaikowski, M. Жизнь Петра Ильича Чайковского. (Das Leben Pjotr Iljitsch Tschaikowskis). Bd. I. S. 40-41.

[265 Vgl. Pribegina, G.A. Pjotr Iljitsch Tschaikowski. S. 18-19.]

Der russische Komponist Peter Tschaikowsky (1840-1893)

"Ich habe mich immer bemüht, in meiner Musik die ganze Qual und Ekstase der Liebe auszudrücken."
"Die Vergangenheit bedauern, auf die Zukunft hoffen und nie mit der Gegenwart zufrieden sein, das ist mein Leben."

Vielen bekannten Musikern wie Mozart oder Beethoven wurde das Talent quasi in die Wiege gelegt. Oft waren ihre Väter Musiker und die Beschäftigung mit der Musik gehörte zum normalen Leben. Beim bedeutendsten Komponisten Russlands Peter (Pjotr) Iljitsch Tschaikowsky war es jedoch nicht so. Seine Eltern sowie die sieben Geschwister Tschaikowskys zeigten weder Neigung noch musikalische Begabung. Bei Peter entpuppte sich das wahre Talent erst nach dem zwanzigsten Lebensjahr. Der am 7. Mai 1840 im russischen Wotkinsk (Ural) Geborene bekam mit acht Jahren seinen ersten Klavierunterricht. Der Grund für diesen Musikunterricht lag allerdings nicht in einer besonderen Neigung des Kindes. Seine Mutter wollte den Jungen, der nach einer schweren Masernerkrankung Nervenanfälle zeigte, beschäftigen und ablenken. Als sie den kleinen Peter zum ersten Mal am Klavier spielen ließ, konnte er das eben gehörte Stück sogleich nachspielen. Die Familie war erstaunt über das Talent, das Peter offensichtlich bewies. Der Vater entschloß sich daher, Maria Markowna einzustellen, die seinem Sohn Klavierunterricht gab. Bald spielte der Junge besser als seine Klavierlehrerin vom Blatt. Mit zehn Jahren schickten die Tschaikowskys ihren sensiblen Sohn an die Petersburger Rechtschule. Er sollte dort eine standesgemäße Ausbildung erhalten. Er war ein guter Schüler und beschäftigte sich jedoch nie mit Musik, spielte höchstens seinen Mitschülern etwas auf dem Klavier vor.

Anmerkungen

Die Verfasserin benutzt dieselben Eingangszitate wie die ungenannt bleibende Vorlage. Ohne Hinweis auf eine Übernahme.


[81.] Jl/Fragment 115 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 115, Zeilen: 1-27
Quelle: Maaloxan-welt.de 2002
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
[Während dieser Zeit] begrenzt sich die Beschäftigung mit der Musik für Tschaikowski auf kleine Improvisationen am Klavier für die Mitschüler.265

In St. Petersburg erkrankt die Mutter an Cholera und stirbt im Juni 1854. Der Verlust der Mutter hinterlässt im Komponisten eine sich niemals schließende Wunde.

1855 engagiert der Vater Rudolf Kündinger, einen professionellen Klavierlehrer, erneut für seinen Sohn. Der neue Lehrer hält seinen Schüler für durchschnittlich, unterrichtet ihn jeden Sonntagmorgen und begleitet ihn am Nachmittag in ein Konzert.266

Im Jahr 1858 verarmt der Vater nach einigen Spekulationen und Peter Tschaikowski ist gezwungen, als Justizbeamter den Dienst anzutreten. Tschaikowskis Vater ist vom Talent seines Sohnes von Anfang an, trotz der Meinung der Klavierlehrer,267 überzeugt und erlaubt dem Zwanzigjährigen Peter, hauptberuflich ins Musikfach zu wechseln. Mehr noch, 1861 ist er der Erste, der die Möglichkeit eines beruflichen Wechsels zu Musik anspricht.268

Tschaikowski beginnt sein Musikstudium in St. Petersburg. Er gilt weiterhin als nicht besonders begabter Schüler, vor allem Dirigieren liegt ihm nicht. Anton Rubinstein war einer seiner strengen Lehrer.269

Um seine finanzielle Lage zu verbessern, gibt er für 50 Rubel im Monat Klavierunterricht und arbeitet an seinen ersten eigenen Kompositionen.

1865 schlägt Nikolaj Rubinstein Peter Tschaikowski eine Professur für Musiktheorie in einer seiner neu gegründeten Musikklassen in Moskau vor. Am Moskauer Konservatorium bleibt Peter Tschaikowski vom 1866 bis 1877. Danach und teilweise während dessen schon bereist Tschaikowski Europa und dirigiert Orchester in fast allen europäischen Ländern.

In dieser Zeit lernt er seine spätere Gönnerin und langjährige Freundin Nadeshda von Meck kennen. Dreizehn Jahre lang unterstützt die vermögende Witwe den Komponisten mit fürstlichen Honoraren und einer jährlichen Pension.270

Die Beziehung der beiden ist im doppeltem Sinn des Wortes rein platonischer Natur: im heutigen Verständnis des Begriffes ist diese Beziehung körperlos.


265 Vgl. Pribegina, G.A. Pjotr Iljitsch Tschaikowski. S. 18-19.

266 Vgl. Tschaikowski, M. Жизнь Петра Ильича Чайковского. (Das Leben Pjotr Iljitsch Tschaikowskis). Bd. I. S. 111-112.

267 Im Gegensatz zu Robert Schumann, der gegen die Überzeugung der Mutter auf die Unterstützung seines Klavierlehrers zurückgreifen konnte.

268 Vgl. Tschaikowski, M. Жизнь Петра Ильича Чайковского. (Das Leben Pjotr Iljitsch Tschaikowskis). Bd. I. S. 114.

269 Vgl. Garden, E. Tschaikowsky. Eine Biographie. S. 42-43.

270 Vgl. Tschaikowski, M. Жизнь Петра Ильича Чайковского. (Das Leben Pjotr Iljitsch Tschaikowskis). Bd. II. S. 5-10.

Er war ein guter Schüler und beschäftigte sich jedoch nie mit Musik, spielte höchstens seinen Mitschülern etwas auf dem Klavier vor.

Ausbildung in Petersburg

Auch die Eltern zogen nach Petersburg. Der Umzug hatte für die Familie schwere Folgen: Die Mutter wurde Opfer einer Choleraepidemie, die 1854 in St. Petersburg grassierte. Für Peter Tschaikowski war es ein großer Schock. Noch 25 Jahre später schrieb er in einem Brief an einen Freund: "Ihr Tod hat den größten Einfluß auf mein und der Meinigen Schicksal. Jede Minute des fürchterlichen Tages ist mir so gegenwärtig, als wäre es gestern gewesen."

Da der Klavierunterricht in der Schule ohne Nutzen war, beschloß sein Vater 1855, einen eigenen Klavierlehrer für den talentierten Sohn zu engagieren. Rudolf Kündinger, befand allerdings, dass das Talent seines Schülers nur wenig über dem Durchschnitt lag. Kündinger unterrichtete Peter Tschaikowski jeden Sonntagmorgen, blieb zum Essen, um den Jüngling am Nachmittag in ein Konzert zu begleiten. [...] Nach einigen Jahren endete der Klavierunterricht, weil der Vater durch Spekulation verarmte. Deswegen war Peter Tschaikowski auch nach seinem Studium gezwungen, als Justizbeamter zu arbeiten. Sein Vater förderte, soweit ihm dies finanziell möglich war, weiter die musikalische Ausbildung seines Sohnes. Der Vater war vom Talent seines Sohnes überzeugt - im Gegensatz zu den Musiklehrern - und veranlasste Peter Tschaikowski hauptberuflich ins Musikfach zu wechseln. Tschaikowsky begann sein Musikstudium in Petersburg. Er galt als nicht besonders begabter Schüler. Im Gegenteil: Es hieß, er sei faul, übe zu wenig und auch beim Dirigieren, dass er erlernen musste, machte Tschaikowski keine gute Figur. Um Geld zu verdienen, gab er für 50 Rubel im Monat Unterricht und arbeitete an eigenen Kompositionen. Anton Rubinstein war einer seiner gestrengen Lehrer. [...] Bald darauf schlug Anton Rubinstein seinen Schüler für eine Professur vor: Tschaikowski sollte an der neugegründeten Musikschule des Nikolaj Grigorewitsch eine Lehrtätigkeit übernehmen. Tatsächlich wirkte Tschaikowski von 1866 bis 1877 am Moskauer Konservatorium. Danach bereiste Tschaikowski Europa und dirigierte Orchester in nahezu allen europäischen Ländern. In jene Zeit fiel auch Tschaikowskys Bekanntschaft mit seiner Gönnerin Nadeshda von Meck. Dreizehn Jahre lang unterstützte ihn die vermögende Witwe mit fürstlichen Honoraren und einer jährlichen Pension. Die Beziehung der beiden war - entgegen anderslautender Äußerungen von Zeitgenossen - rein platonischer Natur.

Anmerkungen

Adaptiert, teilweise um einzelne Sätze gekürzt, aber gleichwohl inhaltlich Satz für Satz bis hin zu Nebensächlichkeiiten identisch (und damit auch weitgehend der Interpretation der Vorlage folgend).

"Nikolaj Grigorewitsch" in der Vorlage meint wohl tatsächlich Nikolaj Grigorewitsch Rubinstein.

Vermeintlich findet hier das "sehr hilfreiche[n] dreibändige[n] Werk[es] von Modest Tschaikowski" Eingang, für dessen "Beschaffung" die Verfasserin zu Beginn der Arbeit ihrem Vater Dank ausspricht.

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.


[82.] Jl/Fragment 116 06

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 116, Zeilen: 6-12
Quelle: Maaloxan-welt.de 2002
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Peter Tschaikowski und Nadeshda von Meck führen einen umfangreichen Briefwechsel, fast wie Robert und Clara Schumann, doch sie sehen sich kein einziges Mal persönlich.

Ab 1871 komponiert Tschaikowski unaufhörlich und gibt im selben Jahr sein erstes Konzert mit nur seinen Werken.

Im Jahr 1875 fährt Tschaikowski als Rezensent der Russischen Nachrichten zur Premiere des „Rings der Nibelungen“ der Bayreuther Festspiele. Er begegnet Wagner, von dem er sich beeindruckt zeigt. Wagners Musik findet er trotz der Abneigung außergewöhnlich.

Sie pflegten einen lebhaften Briefwechsel über musikalische Themen und sahen sich selten.

Erste Erfolge

Ab 1871 komponierte Tschaikowsky unaufhörlich und gab im selben Jahr sein erstes Konzert, das seinen eigenen Werken gewidmet war. 1875 fuhr Tschaikowsky zur Premiere der Bayreuther Festspiele, die er als Rezensent der Russischen Nachrichten besuchte. Er begegnete Wagner, von dem er sich sich stark beeindruckt zeigte. Wagners Musik fand er außergewöhnlich, wenn sie ihm auch nicht gefiel.

Anmerkungen

Setzt die ungekennzeichnete Übernahme der voran gegangenen Seiten fort.

Weiterhin ohne Hinweis auf eine Übernahme.


[83.] Jl/Fragment 117 14

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 117, Zeilen: 14-30
Quelle: Maaloxan-welt.de 2002
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
1877 heiratet er die 28-jährige Antonina Iwanowna Miljukowa, der er den wahren Grund für die Eheschließung nie verheimlicht. Das Eheleben erweist sich für den Komponisten als katastrophal und führt ihn sogar zu einem misslungen Selbstmordversuch. Tschaikowski wird von seinen Brüdern und Freunden in ein Sanatorium in die Schweiz gebracht, wo er den Entschluss fasst, die ungeliebte Frau zu verlassen. Den Ausweg aus der Lebenskrise sucht Tschaikowski in der Arbeit.274

1876 komponiert er das lyrische Drama „Eugen Onegin“. 1880 wird die Oper „Die Jungfrau von Orleans“ uraufgeführt, welche vom Publikum begeistert aufgenommen wird.

Die Jahre voller Kreativität werden allerdings immer wieder durch Tschaikowskis Gesundheitszustand belastet. Er leidet an Asthmaanfällen, an einer chronischen Magenerkrankung275 und an starken Depressionen. 1891 verfasst Tschaikowski sein Testament.

Am 6. November 1893 stirbt Tschaikowski an Cholera. Einige Freunde Tschaikowskis und später auch Wissenschaftler haben den Ausbruch und Verlauf der Krankheit als weiteren und dieses Mal geglückten Selbstmordversuch gewertet.

Ob Tschaikowski es wirklich bewusst arrangiert hat, denselben Tod wie seine Mutter zu sterben, bleibt ungewiss.276


274 Vgl. Tschaikowski, M. Das Leben Pjotr Iljitsch Tschaikowskis (Жизнь Петра Ильича Чайковского). Bd. II. S. 27.

275 Vgl. Kerner, D. Krankheiten großer Musiker. Bd. 2.

276 Über die Todesursache des großen Komponisten sowie über den eigentlichen Tod gibt es in der Wissenschaft sehr viele Theorien und Verdachte. An einer Stelle heißt es, Tschaikowski beging Selbstmord, er wollte wie seine geliebte Mutter sterben, an einer anderen Stelle wird als Todesursache ein Freundesgericht angegeben, welches dem Komponisten nahegelegt habe, das Leben freiwillig zu verlassen, bevor die Gesellschaft ihn aus den Gründen seiner Homosexualität dazu zwinge etc. Die Familie hüllte sich nach dem Tod des [Komponisten in Schweigen und so bleibt der wahre und tatsächliche Grund bis heute unbekannt. Die deutsche Tschaikowski-Gesellschaft vertritt die Meinung, dass Tschaikowski an Cholera gestorben ist.]

1875 heiratete er dann auch die 28jährige Antonina Iwanowna, der er seine wahren Absichten nie verheimlichte. Das Eheleben war nichts für ihn: Ruhelos wanderte er durch das nächtliche Moskau, zog sich eine Lungenentzündung zu, und versuchte sich der Ehe sogar durch Selbstmord zu entziehen. Der Selbstmord misslang. In einem schweizer Sanatorium erholte er sich und fasste den Entschluss, die ungeliebte Frau zu verlassen.

Die nachfolgenden Jahre waren voller Schaffen. Nacheinander entstanden folgende Werke: 1876 komponierte Tschaikowski das lyrische Drama "Eugen Onegin". 1880 wurde die Oper "Die Jungfrau von Orleans" uraufgeführt, welche vom Publikum begeistert aufgenommen wurde. 1886 entstand die "Zauberin". Die Jahre voller Kreativität wurden allerdings durch Tschaikowskis Gesundheitszustand eingeschränkt. Immer häufiger litt er an Asthmaanfällen. Auch seine chronische Magenerkrankung macht ihm immer mehr zu schaffen. Sein Gesundheitszustand verschlechtert sich derart, dass Tschaikowski 1891 sogar sein Testament verfasst.

[...]

Am 6. November 1893 starb Tschaikowski an Cholera. Verschiedene Kenner Tschaikowskis werteten dies als weiteren und dieses Mal geglückten Selbstmordversuch. Ob Tschaikowski es wirklich bewusst arrangiert hatte, den selben Tod wie seine Mutter zu sterben, wird sein ewiges Geheimnis bleiben.

Literatur

[1] Kerner, D.: Krankheiten großer Musiker, Bd. 2, 2. Aufl. F. K. Schattauer, Stuttgart/New York 1977.

Anmerkungen

Setzt die ungekennzeichnete Übernahme der voran gegangenen Seiten fort.

Weiterhin ohne Hinweis auf eine Übernahme.


[84.] Jl/Fragment 119 101

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 119, Zeilen: 101-109
Quelle: Wikipedia Kamjanka 2009
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
279 Kamenka, eine ukrainische Provinzstadt, ist bekannt durch die Künstlerkolonie, in der u.a. der russische Nationaldichter Alexander Puschkin und der Komponist Peter Tschaikowski wirkten. Darüber hinaus gehörte diese Ortschaft zu den wichtigsten geheimen Zentren der Dekabristenbewegung. In den 1820er Jahren entstanden in Kamenka einige Meisterwerke der Lyrik Puschkins. Hier vollendete Puschkin auch sein Poem „Gefangener im Kaukasus“, schrieb alte ukrainische Volkslieder auf, die er später in der Dichtung „Poltawa“ verwendete; die Stadt wird im 10. Kapitel seines „Eugen Onegin erwähnt. Tschaikowski arbeitete in Kamenka am Klavierzyklus „Die Jahreszeiten“, am 2. Klavierkonzert, an der Zweiten Symphonie sowie an musikalischen Bühnenwerken wie „Mazeppa“, „Eugen Onegin“, „Die Jungfrau von Orleans“ und „Schwanensee“. In den Jahren 1865-91 verbrachte Tschaikowski fast jeden Sommer in Kamenka. Kamjanka (ukrainisch Кам'янка; russisch Каменка/Kamenka) ist eine ukrainische Provinzstadt ca. 300 km. südostlich von Kiew in der Oblast Tscherkassy.

[...]

Kamjanka ist bekannt durch die Künstlerkolonie, in der u.a. der russische Nationaldichter Alexander Puschkin, der Komponist Pjotr I. Tschaikowski, Freidenker und Kriegshelden aus der Zeit der Napoleonkriege wirkten. Darüber hinaus gehörte diese Ortschaft zu den wichtigsten geheimen Zentren der Dekabristenbewegung. Hier wurden die Pläne des Aufstandes gegen den Zaren geschmiedet und das Programm der künftigen republikanischen Gesellschaftsordnung ausdiskutiert. In den 1820-er Jahren entstanden in Kamjanka einige Meisterwerke der Lyrik Puschkins. Hier vollendete Puschkin auch sein Poem "Gefangener im Kaukasus", schrieb alte ukrainische Volkslieder auf, die er später in der Dichtung "Poltawa" verwendete; die Stadt wird im 10. Kapitel des Versepos' "Eugen Onegin" erwähnt. Tschaikowski arbeitete in Kamjanka am Klavierzyklus "Die Jahreszeiten", am 2. Klavierkonzert, an der Zweiten Symphonie sowie an solchen berühmten musikalischen Bühnenwerken wie Mazeppa, Eugen Onegin, Orleanskaja deva ("Die Jungfrau von Orleans"), Lebedinoe ozero ("Der Schwanensee"). In den Jahren 1865-91 verbrachte Tschaikowski fast jeden Sommer in Kamjanka.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.


[85.] Jl/Fragment 144 20

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 144, Zeilen: 20-26
Quelle: Wikipedia E. T. A. Hoffmann 2009
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Dazu kommen die Beiträge zur Leipziger Allgemeinen Musikalischen Zeitung.336

Für die journalistische Tätigkeit entwickelt Hoffmann, wie später auch Robert Schumann, einen Doppelgänger, die fiktive Figur des Kapellmeisters Johannes Kreisler, der in der Zeitschrift seine Sicht der zu besprechenden musikalischen Werke darstellt. Kreisler findet später in Robert Schumanns Klavierwerk Kreisleriana bedeutenden musikalischen Niederschlag.


336 Die journalistische Tätigkeit stellt auch eine Parallele zwischen Hoffmann, Schumann und Tschaikowski dar und ist kennzeichnend für alle drei.

Seine Theaterkompositionen waren nicht einträglich genug, aber dafür erhielt Hoffmann das Angebot des Verlegers der Leipziger Allgemeinen musikalischen Zeitung, Musikkritiken für das Blatt zu schreiben, nachdem er dort 1809 seine Erzählung "Ritter Gluck" veröffentlichen konnte.

In dieser Zeit entwickelte er auch die fiktive Figur des Kapellmeisters Johannes Kreisler, sein literarisches Alter Ego, der in der Zeitschrift seine Sicht der zu besprechenden musikalischen Werke darstellte. Sie fand später in Robert Schumanns Klavierwerk Kreisleriana bedeutenden musikalischen Niederschlag.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme; ohne Quellenangabe. Die Fußnote dient nicht zur Quellenklärung.


[86.] Jl/Fragment 145 01

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 145, Zeilen: 1-2
Quelle: Wikipedia E. T. A. Hoffmann 2009
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Der Kapellmeister Kreisler ist es auch, der dem Leser in den Erzählungen „Kreisleriana“ und im Roman „Lebensansichten des Katers Murr“ wiederbegegnet; [...] Der Kapellmeister Kreisler ist es auch, der dem Leser in den Erzählungen Kreisleriana und im Roman Lebensansichten des Katers Murr wiederbegegnet.
Anmerkungen

Setzt die auf der vorangegangenen Seite begonnene Übernahme nahtlos fort.

Identisch, ohne Hinweis auf eine Übernahme und ohne Quellenangabe.


[87.] Jl/Fragment 146 04

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 146, Zeilen: 4-12
Quelle: Wikipedia E. T. A. Hoffmann 2009
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen:
Eines seiner Singspiele und seine Sinfonie in Es-Dur werden öffentlich aufgeführt. In Warschau ist Hoffmann Organisator des Musiklebens und Mitbegründer der „Musikalischen Gesellschaft“, die sich Veranstaltungen von Liebhaberkonzerten und die Ausbildung von Laienmusikern zur Aufgabe macht.339

Im November 1806 marschieren die Franzosen in Warschau ein und die preußischen Beamten werden vor die Wahl, den Huldigungseid auf Napoleon abzugeben oder die Stadt unverzüglich zu verlassen, gestellt. Die Familie Hoffmann entscheidet sich für die Abreise, wobei Michaelina mit ihrer kleinen Tochter nach Posen zieht und Hoffmann sich als Künstler in Berlin versuchen möchte.


339 Vgl. Safranski, R. E.T.A. Hoffmann. S. 163f.

Eines seiner Singspiele und seine Sinfonie in Es-Dur wurden öffentlich aufgeführt. Als Organisator des Musiklebens war Hoffmann Mitbegründer der „Musikalischen Gesellschaft“, die sich Veranstaltungen von Liebhaberkonzerten und die Ausbildung von Laienmusikern zur Aufgabe machte. [...]

[...] Am 28. November 1806 marschierten die Franzosen in Warschau ein. Die preußischen Regierungsbeamten waren mit einem Schlag stellungslos. Als die französischen Behörden alle in Warschau verbliebenen Beamten vor die Alternative stellten, entweder auf Napoleon den Huldigungseid abzulegen oder aber binnen einer Woche die Stadt zu verlassen, entschied Hoffmann sich für die Abreise.

1807 bis 1818

Neue Wege

Hoffmann hatte sich entschieden, die Amtsstube hinter sich zu lassen und Künstler zu werden. Während seine Frau und seine zweijährige Tochter Cäcilia 1807 nach Posen zogen, versuchte Hoffmann, in Berlin Fuß zu fassen.

Anmerkungen

Zunächst fast identisch; im Anschluss, wenn auch nicht mehr in dem starken Maß im Wortlaut, dann zumindest noch inhaltlich identisch. Ohne Hinweis auf eine Übernahme; ohne Quellenangabe. Die Fußnote dient nicht zur Quellenklärung.


[88.] Jl/Fragment 147 08

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 147, Zeilen: 8-11
Quelle: Wikipedia Meister Floh 2009
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
1822 erscheint die erste zensierte und gekürzte Fassung der Erzählung „Meister Floh“. Das als Kunstmärchen konzipierte Werk erhält satirische Anspielungen auf einen Fall, den Hoffmann als Mitglied der „Immediat-Kommission zur Ermittlung hochverräterischer Verbindungen und anderer gefährlicher Umtriebe“ in Preußen untersucht. Meister Floh – Ein Märchen in sieben Abenteuern zweier Freunde ist eine Erzählung von E. T. A. Hoffmann. Obwohl als Kunstmärchen konzipiert, erschien die Erstfassung im Jahr 1822 zensuriert und um zwei Kapitel gekürzt, da sie satirische Anspielungen auf einen Fall enthielt, den Hoffmann zuvor als Mitglied der „Immediat-Kommission zur Ermittlung hochverräterischer Verbindungen und anderer gefährlicher Umtriebe“ in Preußen zu untersuchen hatte.
Anmerkungen

Weitgehend übereinstimmend. Ohne Hinweis auf eine Übernahme; ohne Quellenangabe.


[89.] Jl/Fragment 147 12

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 147, Zeilen: 12-18, 20-21
Quelle: Wikipedia E. T. A. Hoffmann 2009
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Am 4. Februar 1822 schreibt der Polizeiminister Friedrich von Schuckmann an den preußischen Staatskanzler Karl August Fürst von Hardenberg einen Brief, in welchem er Hoffmann als
„pflichtvergessenen, höchst unzuverlässigen und selbst gefährlichen Staatsbeamten“345

bezeichnet und die Verhängung disziplinarischer Maßnahmen gegen ihn vorschlägt. Bei dieser Gelegenheit wird auch der Vorfall mit den Karikaturen in Posen wieder angesprochen.

[...]

Durch die damit einhergehende fortschreitende Lähmung ist er an sein Zimmer und an den Lehnstuhl gefesselt. Am Vormittag des 25. Juni 1822 stirbt er aufgrund einer Atemlähmung.


345 Vgl. Safranski, R. E.T.A. Hoffmann. S. 481.

Am 4. Februar 1822 schrieb der Polizeiminister Friedrich von Schuckmann an den preußischen Staatskanzler Karl August Fürst von Hardenberg einen Brief, in welchem er Hoffmann als „pflichtvergessenen, höchst unzuverlässigen und selbst gefährlichen Staatsbeamten“ bezeichnete und die Verhängung disziplinarischer Maßnahmen gegen ihn vorschlug. Bei der Gelegenheit wärmte Schuckmann den Vorfall mit den Karikaturen in Posen gleich wieder auf. [...] Hoffmann war seit geraumer Zeit schwer leidend und durch fortschreitende Lähmung ans Zimmer und an den Lehnstuhl gefesselt. [...]

[...] Am Vormittag des 25. Juni 1822 trat aufgrund der Lähmungen der Tod ein.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme; ohne Quellenangabe.

Die in der Fußnote angegebene Stelle behandelt in groben Zügen die dargestellten Sachverhalte, ist aber (natürlich) im Wortlaut nicht übereinstimmend.


[90.] Jl/Fragment 148 24

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 148, Zeilen: 24-31
Quelle: Wikipedia E. T. A. Hoffmann 2009
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Hoffmanns heute bekanntes Werk entsteht in einer Zeitspanne von dreizehn Jahren. Dass er erst so spät das Bekenntnis zur Schriftstellerei wagt, ist seiner ursprünglichen Präferenz für die Musik zuzuschreiben, Hoffmann fühlt sich zum Komponisten berufen.

In vielen seiner Werke bleibt er seiner Doppelwelt treu: Erzählungen über unheimliche Begebenheiten, Begegnungen mit dem Teufel, schicksalhafte Wendungen im Leben eines Protagonisten, denen dieser sich nicht entgegenstemmen kann.

Hoffmanns Vielseitigkeit, sein zeichnerisches Talent und auch seine Berufsausübung als Jurist haben ihn zu einem scharfen Beobachter werden lassen.

Rezeption

Hoffmanns heute bekanntes Werk ist in einer Zeitspanne von dreizehn Jahren entstanden. Dass er erst so spät das Bekenntnis zur Schriftstellerei wagte, ist seiner ursprünglichen Präferenz für die Musik zuzuschreiben, Hoffmann fühlte sich eher zum Komponisten berufen. [...] In vielen seiner Werke blieb er dem Geschmack seiner lesenden Zeitgenossen treu: Erzählungen über unheimliche Begebenheiten, Begegnungen mit dem Teufel, schicksalhafte Wendungen im Leben eines Protagonisten, denen dieser sich nicht entgegenstemmen kann. [...]

Hoffmanns Vielseitigkeit, sein zeichnerisches Talent und auch seine Berufsausübung als Jurist haben ihn zu einem scharfen Beobachter werden lassen.

Anmerkungen

Fast identisch. Ohne Hinweis auf eine Übernahme; ohne Quellenangabe.


[91.] Jl/Fragment 149 01

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 149, Zeilen: 1-2, 101
Quelle: Wikipedia E. T. A. Hoffmann 2009
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Philistertum und Borniertheit karikiert er zeichnerisch und schließlich auch in Form der Gesellschaftssatire.349

349 z.B. Klein Zaches, genannt Zinnober.

Philistertum und Borniertheit karikierte er zeichnerisch und schließlich auch in Form der Gesellschaftssatire (z. B. Klein Zaches, genannt Zinnober) - [...]
Anmerkungen

Setzt die auf der vorangegangenen Seite begonnene Übernahme nahtlos fort (vgl. Fragment 148 24).

Fast identisch bis hin zu dem sehr speziell gewählten Beispiel für die Aussage.

Ohne Hinweis auf eine Übernahme; ohne Quellenangabe.


[92.] Jl/Fragment 151 19

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 151, Zeilen: 19-27
Quelle: Wikipedia Der goldne Topf 2009
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Der Student Anselmus fühlt sich auf der einen Seite von der Rauerin verhext, zu Veronika und einer Karriere als Hofrat, auf der anderen Seite aber (in unverhextem Zustand) zu Serpentina und den Wundern der phantastischen Welt hingezogen. Nach seinem „Fall ins Kristall“ entscheidet sich Anselmus, der zu „Glaube, Liebe und Hoffnung“ zurückgefunden hat, für Serpentina, befreit sich mit Hilfe des Salamanders vom Bann des „Bösen“ und entschwindet endgültig aus der Alltagsrealität. Sein Traum von der „ewigen Liebe“ verwirklicht Anselmus sich mit Serpentina auf dem Rittergut ihres Vaters in Atlantis, wo sich ihm „der heilige Einklang aller Wesen als tiefstes Geheimnis der Natur offenbart.“ So kommt er zu einer tiefen, umfassenden Erkenntnis der Welt und somit der Liebe.359

359 Vgl. ebenda [Hoffmann, E.T.A. Der Goldene Topf. In: Werke. Bd. I] S. 251-255.

Zwischen Alltagsrealität und phantastischer Welt einerseits und zwischen den „Guten“ und den „Bösen“ andererseits steht der Student Anselmus, der sich auf der einen Seite, von der Rauerin verhext, zu Veronika und einer Karriere als Hofrat, auf der anderen Seite aber (in unverhextem Zustand) zu Serpentina und den Wundern der phantastischen Welt hingezogen fühlt. Im Verlauf der Geschichte gerät Anselmus zwar immer mehr in den Bann des "Bösen" und wird von den „feindlichen Prinzipen“ gewaltsam zurück in die Alltagsrealität gezogen; die Umkehr bahnt sich aber an, als er nach seinem „Fall ins Kristall“ diese als ein Gefängnis empfindet.

In diesem „Gefängnis“ entscheidet sich Anselmus, der zu „Glaube, Liebe und Hoffnung“ zurückgefunden hat, für Serpentina, befreit sich mit Hilfe des Salamanders vom Bann des „Bösen“ und entschwindet endgültig aus der Alltagsrealität.

[...] „Tatsächlich“ jedoch (d.h. in der „Realität“ des Märchens) vereinsamt Anselmus gar nicht, da sein Traum von der „ewigen Liebe“ sich mit Serpentina auf dem Rittergut ihres Vaters in Atlantis verwirklicht, wo sich ihm "der heilige Einklang aller Wesen als tiefstes Geheimnis der Natur offenbart" - so kommt er zu einer tiefen, umfassenden Erkenntnis der Welt.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.


[93.] Jl/Fragment 175 10

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 175, Zeilen: 5-7, 10-27, 103
Quelle: Wikipedia Robert Schumann 2009
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Robert Schumann

[...]

„Mir träumte, ich wäre im Rhein ertrunken.“, notiert Robert Schumann in seinem Tagebuch mit 19 Jahren, nicht ahnend, dass sein Leben tatsächlich diese Wendung nimmt, er nach Düsseldorf kommt und dort einen Selbstmordversuch unternimmt.

[Robert Schumann wird am 8. Juni 1810 geboren. Die Familie ist sehr musikalisch423, die Geschwister spielen gut Klavier.]

August Schumann, der sich als „homme de lettres“ versteht, verfasst Romane, erwirbt sich überregional einen großen Ruf als Übersetzer englischsprachiger Autoren und führt ab 1807 gemeinsam mit seinem Bruder die Verlagsbuchhandlung „Gebrüder Schumann“ in Zwickau, die für die Förderung allgemeiner Bildung durch Herausgabe von Klassikern aller Nationen im Taschenbuchformat bekannt wird.424

Schon früh schreibt Schumann viel. Neben seiner künstlerischen Neigung zum Klavierspiel gilt seine große Liebe der Literatur, welche vor allem durch seinen Vater geprägt ist. Seine ältesten Brüder gehen später alle ins Verlagsgeschäft. Schumann verfasst als Jugendlicher nicht nur Kompositionen, sondern auch Aufsätze, Gedichte und Romanfragmente sowie selbstkritische Texte. Besonders prägen ihn die romantischen Schriftsteller, vor allem aber Jean Paul.

August Schumann unterstützt die musikalischen Ambitionen seines Sohnes. Er schafft für ihn einen Flügel an, hört gern seinem Spiel zu, bemüht sich sogar darum, wenn auch vergebens, ihm Klavierunterricht bei Carl Maria von Weber geben zu lassen.425 „Ich genoss die sorgfältigste und liebevollste Erziehung“,426 notiert Robert Schumann später.

1826 stirbt August Schumann im Alter von 53 Jahren. Er hinterlässt seiner Familie ein kleines Vermögen, Roberts Anteil hieran wird von einem Vormund, dem Zwickauer Tuch- und Eisenwarenhändler Gottlob Rudel, verwaltet.


423 Seine Mutter Christiane gilt als sehr musikalisch, ohne jedoch ein Instrument zu beherrschen.

424 Vgl. Meier, B. Robert Schumann. S. 8-9.

425 Vgl. ebenda S. 9.

426 Vgl. ebenda.

Robert Schumann (* 8. Juni 1810 in Zwickau; † 29. Juli 1856 in Endenich bei Bonn, heute ein Ortsteil des gleichnamigen Stadtbezirks der Bundesstadt Bonn) war ein deutscher Komponist und Pianist der Romantik (der öfter angegebene zweite Vorname Alexander ist nicht belegt). [...]

[...]

Jugendzeit

„Mir träumte, ich wäre im Rhein ertrunken.“ Diesen Satz notierte Schumann im Alter von 19 Jahren in sein Tagebuch, in einer Zeit, in der er nicht ahnen konnte, dass es ihn später einmal beruflich ins Rheinland verschlagen würde – und dass er dort mit einem Sprung in den Rhein einen Selbstmordversuch unternehmen würde.

Schon früh schrieb Schumann viel, nicht nur Tagebuch. Neben seiner künstlerischen Neigung zum Klavierspiel (seine Mutter Christiane galt als sehr musikalisch, ohne jedoch ein Instrument zu beherrschen) galt seine große Liebe der Literatur, die durch seinen Vater geprägt war: August Schumann, der sich als „homme de lettres“ verstand, verfasste Romane, erwarb sich überregional einen großen Ruf als Übersetzer englischsprachiger Autoren und führte ab 1807 gemeinsam mit seinem Bruder die Verlagsbuchhandlung „Gebrüder Schumann“ in Zwickau, die für die Förderung allgemeiner Bildung durch Herausgabe von Klassikern aller Nationen im Taschenbuchformat bekannt war. Er soll über eine große Privatbibliothek verfügt haben, die die klassische Literatur aus aller Welt vereinigte. Seine ältesten Söhne gingen später alle ins Verlagsgeschäft und auch der jüngste – Schumann hatte vier Geschwister: Emilie (1796), Eduard (1799), Carl (1801) und Julius (1805) – versuchte ebenfalls in seine Fußstapfen zu treten. Er verfasste als Jugendlicher nicht nur Kompositionen, sondern auch Aufsätze, Gedichte und Romanfragmente sowie selbstkritische Texte. Besonders prägten ihn die romantischen Schriftsteller, ganz besonders Jean Paul.

August Schumann unterstützte auch die musikalischen Ambitionen seines Sprösslings. Eigens für ihn schaffte er einen Flügel an, hörte gern seinem Spiel zu, bemühte sich sogar darum, wenn auch vergebens, ihm Klavierunterricht bei Carl Maria von Weber geben zu lassen. „Ich genoss die sorgfältigste und liebevollste Erziehung“ notierte Robert Schumann später.

1826 starb August Schumann im Alter von 53 Jahren. Er hinterließ seiner Familie ein kleines Vermögen, Roberts Anteil hieran wurde von einem Vormund, dem Zwickauer Tuch- und Eisenwarenhändler Gottlob Rudel verwaltet.

Anmerkungen

Trotz inhaltlicher Übereinstimmung bis in Details und weitgehender wortwörtlicher Identität ohne Hinweis auf eine Übernahme.

Hier - wie an anderen Stellen in Jls Arbeit auch - wird im wesentlichen nur ein bereits vorhandener Text vom Präteritum ins Präsens gesetzt. Der ursprüngliche Textkorpus bleibt ansonsten fast unverändert.


[94.] Jl/Fragment 176 01

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Untersuchte Arbeit:
Seite: 176, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Wikipedia Robert Schumann 2009
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Schumanns Schulausbildung ist umfassend. Er lernt Latein, Griechisch und Französisch und gilt als außergewöhnliches Sprachtalent. Bis 1828 bleibt seine musikalische Ausbildung dilettantisch. Da er besser Klavier spielt als sein Lehrer427, empfehlt dieser ihm das Selbststudium, das Schumann durch den Besuch von musikalischen Aufführungen und das Lesen von Partituren und Klavierauszügen von Orchesterwerken umzusetzen versucht.

Schumann gründet ein Schulorchester, daneben auch einen literarischen Verein, in welchem er mit Mitschülern verschiedene Werke, unter anderem auch Dramen von Friedrich Schiller, in verteilten Rollen liest.

Das Abitur macht Schumann mit dem zweitbesten Prädikat. Seine Mutter entscheidet gemeinsam mit dem Vormund, dass Schumann Rechtswissenschaften studieren soll, beide sehen in seinem Hang zur Kunst und vornehmlich zur Musik keine reelle Zukunft.

Schumann fügt sich dem Wunsch und schreibt sich am 29. März 1828 an der Leipziger Universität als Jurastudent ein.428

Leipzig beeindruckt Schumann sehr. Er berichtet seiner Mutter, er „gehe regelmäßig in die Kollegien“, und verbringt seine Zeit mit Musik, Schreiben und Lesen, besucht zwischenzeitlich philosophische Vorlesungen, verbringt aber auch manchen Vormittag im Schlafrock bei „lyrischer Faulenzerei“.429

Einen Hörsaal mit juristischen Veranstaltungen betritt Schumann in Leipzig nie. Manchmal plagt ihn das schlechte Gewissen, wovon seine Tage- und Jahrbücher zeugen.

„Es überläuft mich eiskalt, wenn ich denke, was aus mir werden soll.“430

Und später:

„Schwach will ich und darf ich nicht sein. Wenn der Mensch nur will – er kann ja ALLES.“431

Im gleichen Jahr begegnet Schumann im Haus eines kunstliebhabenden Professors dem Mann, der sein Leben verändern sollte: Friedrich Wieck.


427 Eine ähnliche Entwicklung erlebte auch Peter Tschaikowski.

428 Vgl. Meier, B. Robert Schumann. S. 15.

429 Vgl. Schumann, R. Briefe. Jansen, G. (Hrsg.)

430 Vgl. Schumann, R. Tagebücher. Bd. I. Hrsg. Von Eismann, G. S. 84.

431 Vgl. Jugendbriefe von Robert Schumann. Nach den Originalen mitgeteilt von Clara Schumann. S. 23.

Schumanns Schulausbildung war umfassend. Er lernte Latein, Griechisch und Französisch und galt als außergewöhnliches Sprachtalent. Seine musikalische Ausbildung blieb indessen (bis 1828) nahezu dilettantisch. Da er besser Klavier spielte als sein Lehrer, empfahl dieser ihm das Selbststudium, was Schumann durch den Besuch von musikalischen Aufführungen und dem Lesen von Partituren und Klavierauszügen von Orchesterwerken umzusetzen suchte. Als Jugendlicher gründete er ein Schulorchester, daneben auch einen literarischen Verein, in welchem er mit Mitschülern verschiedene Werke, unter anderem auch acht Dramen von Friedrich Schiller in verteilten Rollen las. [...]

Das Abitur machte Schumann mit dem zweitbesten Prädikat „omnino dignus“. Derweil hatte seine Mutter gemeinsam mit dem Vormund entschieden, dass Schumann Rechtswissenschaften studieren solle, da beide in seinem Hang zur Kunst und vornehmlich zur Musik keine Zukunft sahen. Schumann fügte sich dem Wunsch und schrieb sich am 29. März 1828 an der Leipziger Universität als Jurastudent ein.

Ungeliebtes Studium

Leipzig, mit damals rund 41.000 Einwohnern nach Dresden die zweitgrößte Stadt Sachsens, ließ Schumann nicht unbeeindruckt: [...] Er schrieb seiner Mutter, er „gehe regelmäßig in die Kollegien“ und verbrachte seine Zeit mit Musik, Schreiben und Lesen, besuchte zwischenzeitlich philosophische Vorlesungen, verbrachte aber auch manchen Vormittag im Schlafrock bei „lyrischer Faulenzerey“. Einen Hörsaal mit juristischen Veranstaltungen hat Schumann in Leipzig wohl nie betreten. Manchmal plagte ihn das schlechte Gewissen, worüber seine Tage- und Jahrbücher Rechenschaft geben:

Es überläuft mich eiskalt, wenn ich denke, was aus mir werden soll.“ Und später:

Schwach will ich und darf ich nicht sein. Wenn der Mensch nur will – er kann ja ALLES.

Im selben Jahr begegnete Schumann im Haus eines kunstliebhabenden Professors dem Mann, der sein Leben verändern sollte: Friedrich Wieck.

Anmerkungen

Setzt die ungekennzeichnete Übernahme, die auf der vorangegangenen Seite begonnen wurde, nahtlos fort.


[95.] Jl/Fragment 177 01

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Untersuchte Arbeit:
Seite: 177, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Wikipedia Robert Schumann 2009
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Friedrich Wieck ist für sein Unterrichtskonzept, das sich zwischen praktischer Unterweisung am Instrument und musiktheoretischer Ausbildung bewegt, bekannt. An seiner Tochter Clara hat er diesen nicht nur erfolgreich erprobt, sondern sogar bewiesen.

Schumann beschließt, sich in Sachen musikalischer Fortbildung in seine Hände zu begeben. Es fehlt ihm an entscheidenden Grundlagen sowohl beim Pianistenhandwerk wie auch in der Kompositionstechnik. Die Enttäuschung ist groß, Schumann lässt sich immer häufiger bei Wieck entschuldigen und kommt schließlich gar nicht mehr zum Unterricht.432

1828 geht Schumann nach Heidelberg, um dort „die berühmtesten deutschen Juristen, Thibaut, Mittermayer u.a. hören zu können“433. Der Ortswechsel erweist sich als vertane Zeit. Unter den dort amtierenden Professoren kann ihn nur der Jurist Thibaut faszinieren, weil dieser, selbst hochmusikalisch, in seinem Haus regelmäßig Musikabende, insbesondere mit Werken von Palestrina und Georg Friedrich Händel, veranstaltet.434

In dieser Zeit erscheint eine Reise nach Italien für Robert Schumann einfach lebensnotwendig und so ringt er seiner Mutter die Mittel dafür ab. „Italien, Italien, summte mir’s von Kindesbeinen um mein Herz“,435 schreibt er ihr. Sein Anziehungspunkt ist „das ganz tolle, bewegsame, lebendige Leben“436. Er sehnt sich nach „weißen glänzenden Städten“437, „die Orangendüfte, südliche Blumen“438 und natürlich die „Italienerinnen mit den feurig-schmachtenden Augen“439 kennenzulernen.

Er besucht die Mailänder Scala und ist beeindruckt, doch der italienischen Musik, insbesondere der von Gioacchino Rossini, kann er nichts abgewinnen.

Er kehrt zurück nach Heidelberg und schreibt nach langem inneren Ringen am 30. Juli 1830 seiner Mutter über seine Entscheidung, den Beruf eines Musikers zu ergreifen.

„Folg ich meinem Genius, so weist er mich zur Kunst, und ich glaube zum rechten Weg.“440

Innerhalb von sechs Jahren möchte er „mit jedem anderen Klavierspieler wetteifern “.441

Auf sein Bitten hin wendet seine Mutter sich an Friedrich Wieck.


432 Vgl. Meier, B. Robert Schumann. S. 23.

433 Vgl. Jugendbriefe von Robert Schumann. Nach den Originalen mitgeteilt von Clara Schumann. S. 30.

434 Vgl. ebenda. S. 105.

435 Vgl. ebenda S. 70.

436 Vgl. ebenda S. 258.

437 Vgl. ebenda S. 255.

438 Vgl. ebenda S. 267.

439 Vgl. ebenda S. 19.

440 Vgl. ebenda S. 119.

441 Vgl. ebenda S. 117-118.

Sein Konzept, das sich zwischen praktischer Unterweisung am Instrument und musiktheoretischer Ausbildung bewegte, hatte er an seiner Tochter Clara nicht nur erfolgreich erprobt, sondern sogar bewiesen. Schumann beschloss, sich in Sachen musikalischer Fortbildung in seine Hände zu begeben. Doch es fehlte an entscheidenden Grundlagen sowohl beim Pianistenhandwerk wie auch in der Kompositionstechnik. Die Enttäuschung war groß, Schumann ließ sich immer häufiger bei Wieck entschuldigen und kam schließlich gar nicht mehr zum Unterricht.

Weil er dem „fatalen Schlendrian“ in Sachen Berufsausbildung ein Ende bereiten wollte, ging Schumann für zwei Semester nach Heidelberg, um sich endlich ernsthaft dem Jura-Studium zu widmen. Er schloss sich dem Corps Saxo-Borussia an, fachlich erwies sich der Ortswechsel jedoch als vertane Zeit. Unter den dort amtierenden Professoren konnte ihn nur der Jurist Thibaut faszinieren, weil dieser – selbst hochmusikalisch – in seinem Haus regelmäßig Musikabende insbesondere mit Werken von Palestrina und Georg Friedrich Händel veranstaltete. Und weil in dieser Zeit eine Reise nach Italien aus seiner Sicht einfach lebensnotwendig war, rang Schumann seiner Mutter die Mittel dafür ab. „Italien, Italien, summte mir’s von Kindesbeinen um mein Herz“ schrieb er ihr. Was ihn dort hinzog, war „das ganz tolle, bewegsame, lebendige Leben“. Er wollte die „weißen glänzenden Städte“, „die Orangendüfte, südliche Blumen“ und natürlich die „Italiänerinnen mit den feurig-schmachtenden Augen“ kennenlernen. Er besuchte die Mailänder Scala und war beeindruckt, aber insgesamt vermochte er der italienischen Musik und insbesondere der von Gioachino Rossini nichts abzugewinnen.

Umkehr

Wieder nach Heidelberg zurückgekehrt, schrieb Schumann nach langem inneren Ringen am 30. Juli 1830 seiner Mutter, dass er beabsichtige, den Beruf eines Musikers zu ergreifen. „Folg ich meinem Genius, so weist er mich zur Kunst, und ich glaube zum rechten Weg.“ Innerhalb von sechs Jahren wollte er „mit jedem anderen Klavierspieler wetteifern.“ Auf sein Bitten hin wandte sich die Mutter „mit Zittern und innerer Angst“ an Friedrich Wieck, denn aus ihrer Sicht hätte Robert die Pianistenlaufbahn schon zehn Jahre früher anfangen müssen, um damit das „Brot fürs Leben“ zu verdienen.

Anmerkungen

Setzt die ungekennzeichnete Übernahme der vorangegangenen Seiten nahtlos fort.


[96.] Jl/Fragment 178 01

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Untersuchte Arbeit:
Seite: 178, Zeilen: 1-30 (komplett)
Quelle: Wikipedia Robert Schumann 2009
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Schon nach zwei Tagen erhält sie die positive Antwort. Wieck verspricht, Schumann innerhalb von drei Jahren zu einem der größten Klavierspieler auszubilden, der geistreicher sei als Ignaz Moscheles und großartiger als Johann Nepomuk Hummel.442

Wieck verbindet sein Versprechen mit der Bedingung, dass Schumann seine „zügellose Phantasie und seinen schwankenden Sinn“ bezwingt und regelmäßig zum Unterricht erscheint. Schumann geht voller guter Vorsätze für seine Zukunft zurück nach Leipzig und bezieht zunächst ein Zimmer im Hause Wiecks.443

Das Ende seiner viel versprechenden Pianistenlaufbahn naht jedoch sehr schnell. Schumann stört, dass die Finger einer Hand in jeweiliger Abhängigkeit voneinander stehen, wobei einige, wie der Vierte, sich als besonders schwach erweisen. Er benutzt ein selbsterfundenes mechanisches Werkzeug, das jedem einzelnen Finger eine kraftvolle Souveränität verleihen soll. Nächtelang erprobt er sein Werkzeug an der rechten Hand, was zu einer Sehnenscheidenentzündung mit einer nachfolgenden Bewegungsunfähigkeit der ganzen Hand führt.444

Schumann konzentriert sich nunmehr auf das Erlernen von Kompositionstechniken, wertvolles Anschauungsmaterial liefert ihm hierbei das „Wohltemperierte Klavier“ von Johann Sebastian Bach. Anfänglich komponiert er fast ausschließlich für Klavier.

1833 beginnt er mit den Etüden im Orchestercharakter, sie werden 1837 unter dem Titel Sinfonische Etüden veröffentlicht.

Zusammen mit Friedrich Wieck und einigen Freunden gründet Schumann 1834 die Neue Zeitschrift für Musik, das Konkurrenzblatt zur Leipziger Allgemeinen musikalischen Zeitung.

Mit der Zeit übernimmt Schumann die Verlagsarbeit komplett, da seine Mitarbeiter immer weniger Zeit dafür aufbringen möchten.

Als Kritiker und Musikwissenschaftler setzt Schumann neue Maßstäbe, er wendet sich insbesondere gegen Mittelmäßigkeit und seichtes Virtuosentum. Schumann drückt dabei vielen seiner Besprechungen von Werken und Aufführungen seinen Stempel auf: den der poetisierenden Kritik.445 Durch Schumann entwickelt sich diese Art des Schreibens geradezu zu einer Gattung.

In seinen Texten ist alles vertreten, ernsthafte Auseinandersetzung, sanfter Spott, aber auch höhnischer Verriss.


442 Vgl. Sousa, K. (Hrsg.) Robert Schumann. Schlage nur eine Weltsaite an. Briefe 1828-1855. S. 30-31.

443 Vgl. Meier, B. Robert Schumann. S. 29-30.

444 Vgl. ebenda. S. 38ff.

445 Das war zwar nicht ganz neu, schon E. T. A. Hoffmann, der Jahrzehnte zuvor unter dem Pseudonym Johannes Kreisler für die Allgemeine musikalische Zeitung geschrieben hatte, bemühte einen ähnlichen Stil.

Schon nach zwei Tagen erhielt sie Antwort. Wieck versprach, Schumann innerhalb von drei Jahren zu einem der größten Klavierspieler zu bilden, der geistreicher sei als Ignaz Moscheles und großartiger als Johann Nepomuk Hummel. Allerdings verband er dies mit der Bedingung, dass Schumann seine „zügellose Phantasie und seinen schwankenden Sinn“ bezwinge und regelmäßig zum Unterricht erscheine. Schumann, voller guter Vorsätze für seine Zukunft, ging somit zurück nach Leipzig und bezog dort zunächst ein Zimmer im Hause Wiecks.

Ende der Pianistenlaufbahn

Dem Anfang einer vielversprechenden Pianistenlaufbahn Schumanns kam das jähe Ende zuvor: Schumann, den es in seiner enormen Verbissenheit am Klavier schon immer gestört hatte, dass die Finger einer Hand in jeweiliger Abhängigkeit voneinander stehen, wobei einige – wie der Vierte – sich als besonders schwach erweisen, hatte ein mechanisches Werkzeug ersonnen, das jedem einzelnen Finger eine kraftvolle Souveränität verleihen sollte. Nächtelang an der rechten Hand erprobt, führte dies zu einer Sehnenscheidenentzündung mit einer nachfolgenden Bewegungsunfähigkeit der ganzen Hand.[2] [...]

Neue Wege

Schumann konzentrierte sich nunmehr auf das Erlernen von Kompositionstechniken; wertvolles Anschauungsmaterial lieferte ihm hierbei das „Wohltemperierte Klavier“ von Johann Sebastian Bach. Anfänglich komponierte Schumann fast ausschließlich für Klavier, [...] 1833 begann er mit den Etüden im Orchestercharakter, sie wurden 1837 unter dem bis heute geläufigen Titel Sinfonische Etüden veröffentlicht. [...]

Zusammen mit Friedrich Wieck, Ludwig Schunke und einigen weiteren Freunden gründete Schumann 1834 die Neue Zeitschrift für Musik, das Konkurrenzblatt zur Leipziger Allgemeinen musikalischen Zeitung. Da die anderen aber für das Projekt kaum Zeit aufbringen konnten, schulterte er die Verlegerschaft schließlich maßgeblich allein. In der Funktion als Kritiker und Musikwissenschaftler setzte er neue Maßstäbe, insbesondere wandte er sich gegen Mittelmäßigkeit und seichtes Virtuosentum. Schumann drückte dabei vielen seiner Besprechungen von Werken und Aufführungen seinen Stempel auf: den der poetisierenden Kritik. Das war zwar nicht ganz neu, schon E. T. A. Hoffmann, der Jahrzehnte zuvor unter dem Pseudonym Johannes Kreisler für die Allgemeine musikalische Zeitung geschrieben hatte, bemühte einen ähnlichen Stil. Durch Schumann entwickelte sich diese Art des Schreibens geradezu zu einer Gattung. [...] In seinen Texten ist alles vertreten, ernsthafte Auseinandersetzung, sanfter Spott, aber auch höhnischer Verriss.


2. Gerhard Böhme: Medizinische Porträts berühmter Komponisten, Elsevier, 1981, ISBN 3437106899

Anmerkungen

Setzt die ungekennzeichnete Übernahme der vorangegangenen Seiten nahtlos fort.


[97.] Jl/Fragment 179 01

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Untersuchte Arbeit:
Seite: 179, Zeilen: 1-17, 101-103, 105
Quelle: Wikipedia Robert Schumann 2009
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Sowohl in der Zeitschrift als auch in seinen Kompositionen spielen die fiktiven Figuren Florestan446, Eusebius447 und Meister Raro448 eine wichtige Rolle. Schumann nutzt die verschiedenen Charaktere seiner Doppelgänger, um seine persönliche Sichtweise zu verdeutlichen.

Schon 1833 bildet sich um Schumann ein Kreis junger Künstler, die sich regelmäßig im Leipziger Lokal „Zum arabischen Coffee-Baum“ einfinden. Sie nennen sich Davidsbündler449 und verstehen sich als Gegenpol zu den Philistern und den Spießbürgern und tragen in der Tradition der Geheimbünde Phantasienamen. Der Bund spielt in Schumanns Werken immer wieder eine Bedeutung.450

Im Haus seines Lehrers, Friedrich Wieck, lernt Robert Schumann die neun Jahre jüngere Clara Wieck kennen. Er sieht in ihr in erster Linie ein talentiertes Kind, geht mir ihr spazieren, verbringt seine freie Zeit mit Märchenerzählungen und Spielen.

1834 verlobt Schumann sich mit Ernestine von Fricken, der Tochter eines reichen böhmischen Barons. Die Vermögensverhältnisse von Ernestine sehen aber anders aus als zuerst von Schumann vermutet, denn sie ist ein Adoptivkind und somit nicht erbberechtigt. Schumann löst die Verlobung vor Ablauf eines Jahres. Er widmet Ernestine seinen „Carnaval“ und setzt ihr damit ein musikalisches Denkmal.


446 Der leidenschaftliche Schumann.

447 Der in sich gekehrte Schumann.

448 Ratgeber – anfangs stand Friedrich Wieck für diese Figur.

449 Vgl. Wörner, K.H. Robert Schumann. S. 68.

450 Zum Beispiel in den Davidsbündlertänzen, aber auch im Carnaval

Sowohl in dieser Zeitschrift als auch in seinen Kompositionen spielen dabei die fiktiven Figuren Florestan (der leidenschaftliche Schumann), Eusebius (der in sich gekehrte Schumann) und Meister Raro (Ratgeber – anfangs stand Friedrich Wieck für diese Figur Pate) eine wichtige Rolle. Diese unterschiedlichen Charaktere nutzte Schumann, um verschiedene Sichtweisen von Werken darzustellen.

Die Davidsbündler

Schon 1833 hatte sich um Schumann ein Kreis junger Künstler gebildet, die sich regelmäßig im Leipziger Lokal Zum Arabischen Coffe Baum einfanden. Sie verstanden sich als Gegenpol zu den Philistern, den Spießbürgern, nannten sich Davidsbündler und trugen – in der Tradition der damals beliebten Geheimbünde – Phantasienamen. Der Bund hat in Schumanns Werken immer wieder eine Bedeutung gespielt (beispielsweise in den Davidsbündlertänzen, aber auch im Carnaval).

Private Entwicklungen

Liebeleien

Als Schumann Clara 1830 durch seinen Aufenthalt in Wiecks Haus näher kennenlernte, konnte er mit dem neun Jahre jüngeren Mädchen nur wenig anfangen. Er ging mit ihr manchmal spazieren und beobachtete ihr Reifen in der Folgezeit mit einer Mischung aus Erstaunen und Amüsement. [...]

1834 verlobte Schumann sich mit Ernestine von Fricken, wie er damals meinte, Tochter eines reichen böhmischen Barons. Dass es sich um böhmischen Adel handelte, traf zwar zu, allerdings lagen Ernestines Vermögensverhältnisse völlig im argen, denn sie war lediglich ein Adoptivkind und nicht erbberechtigt. Schumann löste die Verlobung vor Ablauf eines Jahres. Gleichwohl setzte er ihr ein musikalisches Denkmal: den Carnaval.

Anmerkungen

Weiterhin trotz vollständiger inhaltlicher und vieler wörtlicher Übereinstimmungen ohne Hinweis auf eine Übernahme.

(Die Erwähnung anderer "Liebschaften" Schumanns und seiner mögliche Syphilis-Erkrankung, die ebenfalls im Wikipedia-Artikel zu finden sind, unterbleibt in der Dissertation).


[98.] Jl/Fragment 180 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 180, Zeilen: 1-8, 11-26, 101-105
Quelle: Wikipedia Robert Schumann 2009
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Als Zeugnis musikalischer Verehrung widmet Schumann das Werk Frédéric Chopin. Chopin entwickelt aber keine besondere Affinität für Schumanns Kompositionen, genau wie auch andere Pianisten der Zeit.452

In den Jahren 1838-1839 unternimmt Schumann einen Versuch, seine Neue Zeitschrift für Musik in Wien zu etablieren. Er scheitert an den damals herrschenden strengen Maßstäben der österreichischen Zensurbehörde. Die philosophische Fakultät der Universität Jena verleiht Schumann 1840 die Ehrendoktorwürde.

[...]

Innerhalb kürzester Zeit entsteht die Sinfonie Nr. 1 in B-Dur, die Frühlingssinfonie. Am 31. März 1841 wird sie unter der musikalischen Leitung von Felix Mendelssohn Bartholdy uraufgeführt. Im gleichen Jahr kommt das erste Kind der Schumanns, Marie, zur Welt.

Das Paar hat insgesamt acht Kinder, der letzte Sohn wird geboren, als Schumann bereits in der Nervenheilanstalt ist. Auf seinen Wunsch hin wird er Felix (nach Mendelssohn Bartholdy) getauft.453

1843 unterrichtet Schumann für kurze Zeit am Leipziger Konservatorium. Die Familie leidet ständig unter Geldmangel und Clara begibt sich auf Konzerttourneen, unter anderem nach Russland. Schumann begleitet seine Ehefrau und verzweifelt, dass er vor den Augen des Publikums nur der Ehemann einer virtuosen Pianistin ist.

1844 verliert Schumann die Hoffnung, Nachfolger von Mendelssohn Bartholdy am Leipziger Gewandhaus zu werden. Die Familie zieht daraufhin nach Dresden. Schumann klagt zunehmend über Abspannung, Nervenschwäche, Angstzustände und Schwindelanfälle.

Im Dezember 1849 erhält Schumann ein Angebot vom Düsseldorfer Konservatorium, die Nachfolge von Ferdinand Hiller als Städtischer Musikdirektor zu übernehmen. Am 1. September 1850 verlassen die Schumanns Dresden.454


452 Franz Liszt, der einige seiner Werke in sein Repertoire aufgenommen hat, erleidet nach eigenem Bekunden damit ein „großes Fiasko“. Das Publikum möchte ihn nicht als Interpret schwer verständlicher Musik. Selbst Clara, die maßgeblich zur größeren Bekanntheit von Schumanns Klavierwerken beiträgt, spielt nur vereinzelt das eine oder andere Stück auf Konzerten vor. Die Zuhörer bevorzugen Musik, die ihrem zeitgenössischen Geschmack entspricht. Schumann gehört nicht zu den beliebten Komponisten seiner Zeit.

453 Vgl. Henke, M. Clara Schumann. Mit zerrissenem Herzen. S. 90ff.

454 Vgl. Meier, B. Robert Schumann. S. 118ff.

Als Zeugnis musikalischer Verehrung widmete Schumann das Werk Frédéric Chopin, für den er große Bewunderung hegte. Der so Bedachte vermochte aber keine besondere Affinität für Schumanns Kompositionen zu entwickeln.

Auch andere Pianisten verhielten sich seinen Stücken gegenüber zurückhaltend: Franz Liszt, der einige seiner Werke in sein Repertoire genommen hatte, erlitt nach eigenem Bekunden damit ein „großes Fiasko“. Das Publikum wollte ihn wohl nicht als Interpreten schwer verständlicher Musik, sondern vielmehr als Hasardeur auf den Tasten erleben. Selbst Clara, die maßgeblich zur größeren Bekanntheit von Schumanns Klavierwerken beitrug, spielte auf Konzerten nur vereinzelt das eine oder andere Stück ihres Mannes. Die Zuhörer bevorzugten Musik, die ihrem zeitgenössischen Geschmack entsprach. Aus der Retrospektive nicht nachvollziehbar: Schumann gehörte nicht dazu. [...]

Ein 1838/1839 unternommener Versuch Schumanns, seine Neue Zeitschrift für Musik in Wien zu etablieren, scheiterte an den damals herrschenden strengen Maßstäben der österreichischen Zensurbehörde. Doch wurde Schumann im darauffolgenden Jahr 1840 Ehre zuteil: Die philosophische Fakultät der Universität Jena verlieh ihm die Ehrendoktorwürde.

[...]

Innerhalb kürzester Zeit entstand seine Sinfonie Nr. 1 in B-Dur, [...] Die so genannte Frühlingssinfonie wurde am 31. März 1841 unter dem Dirigat von Felix Mendelssohn Bartholdy aufgeführt. [...]

1841 wurde auch das erste Kind der Schumanns, Marie, geboren. Acht Kinder hatte das Paar, der letzte Sohn Felix kam auf die Welt, als Schumann bereits in der Nervenheilanstalt weilte. Auf seinen Wunsch hin wurde er nach Felix Mendelssohn Bartholdy getauft.

Zeit der Verzweiflung

1843 war Schumann für kurze Zeit Lehrer am Leipziger Konservatorium. Aber die Geldsorgen wuchsen. Clara begab sich wieder auf Konzerttournee, unter anderem nach Russland, was ihr 6000 Taler einbrachte. Schumann begleitete sie, in den Augen der Bewunderer Claras als Gatte einer europaweit bekannten Pianistin, für ihn eine furchtbare Demütigung. [...]

1844 zerschlug sich Schumanns Hoffnung, Nachfolger von Mendelssohn Bartholdy am Leipziger Gewandhaus zu werden. Schumann zog daraufhin mit seiner Familie nach Dresden. Die Folgezeit bis 1846 war geprägt von Krankheiten, er klagte über Abspannung, Nervenschwäche, Angstzustände, Schwindelanfälle – und er wurde schwermütig. [...] Erst ab Dezember 1849 erhielt Schumann ein reelles Angebot: Die Nachfolge von Ferdinand Hiller als Städtischer Musikdirektor in Düsseldorf. [...] Aber am 1. September 1850 verließen sie Dresden Richtung Westen.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.


[99.] Jl/Fragment 181 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 181, Zeilen: 1-11
Quelle: Wikipedia Robert Schumann 2009
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Der Empfang in Düsseldorf ist herzlich, das Orchester sowie der Chor führen einige Stücke Schumanns vor, es gibt für ihn einen Ball. Hiller führt ihn höchstpersönlich in künstlerische Kreise ein.

Innerhalb eines Monats entwirft Schumann seine 3. Sinfonie in Es-Dur, die „Rheinische“.

Kurze Zeit später fühlt sich der empfindliche Künstler nicht ernst genommen und überlegt schon Ende 1850 das Amt am Düsseldorfer Konservatorium niederzulegen.

Nach einer Pause im Dezember 1852 tritt Schumann wieder als Dirigent auf. Das Orchester fordert seinen Rücktritt, was ihn sehr verletzt.

1854 klagt Robert Schumann zum ersten Mal über „Gehöraffektionen“: Töne, Akkorde, ganze musikalische Stücke toben in seinem Kopf, benebeln ihm die Sinne, rauben ihm den Schlaf.455


455 Vgl. Henke, M. Clara Schumann. Mit zerrissenem Herzen. S. 193-194.

Im Rheinland

Lichtseiten

Der Empfang Robert Schumanns in Düsseldorf war herzlich: Das Orchester sowie der Chor hatten einige Stücke von ihm einstudiert und es gab eigens für ihn einen Ball sowie ein Souper. Schumann wurde von Hiller höchstpersönlich in künstlerische Kreise eingeführt. [...] Robert komponierte wie besessen und entwarf innerhalb eines Monats seine 3. Sinfonie in Es-Dur, die sogenannte „Rheinische“. [...]

Schattenseiten

[...] Schumann fühlte sich nicht ernst genommen. Schon Ende 1851 überlegte er, das Amt niederzulegen, aber ein sechstes Kind (Eugenie) hatte sich angekündigt.

Nachdem Schumann nach einer Pause im Dezember 1852 wieder als Dirigent auftrat, gab es erste Rücktrittsforderungen. Schumann war zutiefst verletzt. [...]

Das Ende

Am 10. Februar 1854 begann zwar nicht Schumanns Leidenszeit, sein – wie man heute weiß – durch die Syphilis bzw. manisch-depressive Krankheit verursachtes Leiden verstärkte sich jedoch sprunghaft: Er klagte über „Gehöraffektionen“. Töne, Akkorde, ganze musikalische Stücke tobten in seinem Kopf, benebelten ihm die Sinne, raubten ihm den Schlaf.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.


[100.] Jl/Fragment 181 24

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 181, Zeilen: 24-28
Quelle: Wikipedia Clara Schumann 2009
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Clara Josephine Schumann kommt am 13. September 1819 in einer sehr musikalischen Familie zur Welt. Ihr Vater Friedrich Wieck ist studierter Theologe, der wegen seiner Leidenschaft für die Musik eine Ausbildung als Klavierlehrer macht.

Er gründet zunächst eine Klavier-Fabrik und eine Leihanstalt für Musikalien, seine Ehefrau, Claras Mutter, Marianne Tromlitz, ist eine Sängerin und Pianistin.458


458 Vgl. Henke, M. Clara Schumann. Mit zerrissenem Herzen. S. 10.

Clara Josephine Schumann (* 13. September 1819 in Leipzig; † 20. Mai 1896 in Frankfurt am Main; geborene Wieck) war eine deutsche Pianistin und Komponistin und die Ehefrau Robert Schumanns.

[...]

Clara Josephine Schumanns Vater Friedrich Wieck war studierter Theologe, der sich wegen seiner Leidenschaft für die Musik auf dem Klavier ausbilden ließ und zunächst eine Klavier-Fabrik und eine Leihanstalt für Musikalien gründete. Claras Mutter Marianne Tromlitz war eine konzertreife Sängerin und Pianistin.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.


[101.] Jl/Fragment 182 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 182, Zeilen: 1-30, 103-105
Quelle: Wikipedia Clara Schumann 2009
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Friedrich Wieck, der sich der Erziehung seiner Kinder verschreibt, ist autoritär und streng, aber nicht ungerecht. Seine gesamte Aufmerksamkeit gilt Clara, welche er wegen ihres musikalischen Talents als Wunderkind und Klaviervirtuosin bekannt machen möchte.

Nach wenigen Jahren nimmt Friedrich Wieck Clara aus der öffentlichen Grundschule; und damit die Konzentration auf das Erlernen und Perfektionieren des Klavierspiels nicht durch äußere Einflüsse beeinträchtigt wird, lässt er sie privat unterrichten.

Friedrich Wieck kontrolliert seine Tochter überall und ununterbrochen. Er beeinflusst sogar Claras Tagebucheintragungen direkt und indirekt, indem er sich das Geschriebene zum Lesen vorlegen lässt oder bestimmte Passagen sogar selbst diktiert. Seine Kontrolle nimmt mit der Zeit geradezu tyrannische Züge an, vor allem, als er Robert und Clara voneinander fernhalten möchte.459

Wieck unterrichtet seine Tochter persönlich und sehr erfolgreich, wie Claras öffentliche Auftritte bezeugen.

Clara ist das Aushängeschild seiner klavierpädagogischen Methode, welche auch Musiker wie Robert Schumann und Hans Guido von Bülow zu hervorragenden Konzertpianisten ausbildet.

Die außermusikalische Bildung, die Clara Schumann genießt, ist darüber hinaus gering.

Der Vater Wieck sieht sich als Claras Manager, der die oft mit Strapazen verbundenen Konzertreisen organisiert. Er sorgt dafür, dass Einladungen zu Konzerten ausgesprochen werden, der Veranstaltungsort passend ist und die zur Verfügung gestellten Instrumente funktionieren.

Clara lernt erst spät sprechen, vermutlich im Alter von vier Jahren, als sie ein Jahr lang getrennt vom Vater bei ihren Großeltern lebt. Der Grund der Verzögerung wird in psychischen Ursachen vermutet, es ist allerdings nicht eindeutig nachgewiesen.460

Am 20. Oktober 1829 tritt die Zehnjährige zum ersten Mal öffentlich auf und ihre virtuose Pianistenlaufbahn beginnt.

Clara spielt vor Goethe und lernt Niccolò Paganini sowie Franz Liszt persönlich kennen. Sie gastiert viel, auch im Ausland und wird mit 18 Jahren zur Kaiserlich-Königlichen Kammervirtuosin ernannt. Auch als Komponistin ist sie sehr früh aktiv.461

Mit elf Jahren lernt sie Robert Schumann kennen und himmelt ihn zuerst als eine Art großen Bruder und Geschichtenerzähler an. Als sie 16 ist, kommt es zum ersten Kuss, von dem [Robert noch in späteren Briefen schwärmt.]


459 Vgl. Henke, M. Clara Schumann. Mit zerrissenem Herzen. S. 16ff.

460 Vgl. ebenda. S. 10-11.

461 Die „Quatre Polonaises“ op. 1 werden veröffentlicht, als sie zehn oder elf Jahre alt ist. Es folgen Caprices en forme de Valse, Valses romantiques, Quatre Pièces Caractéristiques, Soirées Musicales, ein Klavierkonzert, um nur einige zu nennen.

Friedrich Wieck, der sich der Erziehung seiner Kinder verschrieben hatte, galt als autoritär und streng, aber nicht ungerecht. Sein ganzes Augenmerk galt Clara, bei der er wegen ihres musikalischen Talents die Absicht verfolgte, sie so rasch wie möglich als Wunderkind und Klaviervirtuosin bekannt zu machen. So nahm er sie nach wenigen Jahren aus der öffentlichen Grundschule und ließ sie privat unterrichten, damit die Konzentration auf das Erlernen und Perfektionieren des Klavierspiels nicht durch äußere Einflüsse beeinträchtigt würde. [...] Auch später beeinflusste er Claras Tagebuch-Eintragungen indirekt in der Weise, dass er es sich zum Lesen vorlegen ließ. [...]

[...]

Sein Hang, bei Clara alles kontrollieren und sie gängeln zu wollen, nahm später geradezu tyrannische Züge an, als es ihm darum ging, sie von Robert Schumann fernzuhalten.

Wieck unterrichtete seine Tochter persönlich, und das mit nicht geringem Erfolge, wie die von großem Applause begleiteten Auftritte seiner Tochter zeigten. Clara war das Aushängeschild seiner klavierpädagogischen Methode, die auch Musiker wie Robert Schumann und Hans von Bülow zu hervorragenden Konzertpianisten werden ließ. Kindgerecht war sein hartes pianistisches Training jedoch nicht. Die außermusikalische Bildung, die Clara Schumann genoss, war darüber hinaus gering.

[...]

Wieck sah sich als Claras Impresario, der die oft mit Strapazen verbundenen Konzertreisen organisierte. Er trug Sorge dafür, dass Einladungen zu Konzerten ausgesprochen wurden, der Veranstaltungsort passend gewählt war und dass die zur Verfügung gestellten Instrumente funktionierten.

[...]

Das Wunderkind Clara

Aus Claras Kindheit weiß man, dass sie erst sehr spät sprechen lernte. Es geschah vermutlich im Alter von vier Jahren, als sie ein Jahr lang getrennt vom Vater bei ihren Großeltern verbrachte. Der Grund der Verzögerung wird in psychischen Ursachen vermutet; es ist allerdings nicht eindeutig nachgewiesen. Im Alter von fünf Jahren erhielt sie intensiven Klavierunterricht, und am 20. Oktober 1829 trat sie zum ersten Mal (mit einer anderen Schülerin in einem vierhändigen Stück von Friedrich Kalkbrenner) öffentlich auf. [...]

[...]

Clara spielte vor Goethe und wurde persönlich bekannt mit Niccolò Paganini und Franz Liszt. Sie trat in jungen Jahren in zahlreichen Städten und auch im nahen Ausland auf. In Wien wurde ihr mit 18 Jahren die Ehre zuteil, zur Kaiserlich-Königlichen Kammervirtuosin ernannt zu werden. Auch als Komponistin war sie sehr früh aktiv. Die Quatre Polonaises op. 1 wurden veröffentlicht, als Clara zehn oder elf Jahre alt war. Es folgten Caprices en forme de Valse, Valses romantiques, Quatre Pièces Caractéristiques, Soirées Musicales, ein Klavierkonzert und vieles mehr.

Erste Liebelei

Clara kannte Robert Schumann schon als Kind. Als Zwanzigjähriger wohnte er eine Zeit lang bei den Wiecks und ließ sich von Claras Vater unterrichten. Mit der Elfjährigen ging er sehr nett um: So erzählte er ihr und ihren beiden Brüdern selbsterfundene Märchen. [...] Clara aber war schon immer beeindruckt gewesen von diesem Mann und himmelte ihn an. Als sie 16 Jahre alt war, kamen sie sich dann näher; von dem ersten Kuss schwärmte Robert noch in späteren Briefen.

Anmerkungen

Inhaltlich gänzlich und wörtlich großteils übereinstimmend; ohne Hinweis auf eine Übernahme. Die Liste der Frühwerke in der Fußnote ist identisch.


[102.] Jl/Fragment 183 09

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 183, Zeilen: 9-26
Quelle: Rauchfleisch 2004
Seite(n): 105, 113, 114, Zeilen: 105:13-15.19-23; 113:4-10.17ff.; 114:12-16
Komposition einer Oper als Realisierung einer unglücklichen Liebe

Der Wunsch Robert Schumanns, ein Opernwerk zu komponieren, ist geprägt von einer starken Ambivalenz. Das Zögern im Hinblick auf die Realisierung der Opernpläne ist aus mancherlei Gründen verständlich und spricht im Grunde für Robert Schumanns selbstkritische Haltung, da seine Faszination für die Oper letztlich eine „unglückliche Liebe“ ist. Er zögert sieben Jahre, bevor er seine Pläne ausführt.462

Der Grund für dieses Aufschieben der Kompositionsabsichten liegt in erster Linie in seiner kritischen Selbstbetrachtung und der Angst, sein künstlerisches Naturell entspreche nur wenig der Bühne.463

Offensichtlich besteht bei Robert Schumann die Angst vor den unbewussten Konflikten in der Verwirklichung einer Oper.

Zum einen ist dieser Wunsch das Streben nach einer Steigerung der Ausdrucksintensität und nach einer Bewältigung seiner inneren Konflikte im Grenzbereich zwischen Sprache und Musik, zum anderen der Wunsch, durch die Schaffung einer Oper seiner Musik eine große Breitenwirkung zu sichern und damit Clara an Popularität zu überbieten.464

Die Steigerung vom Lied zur Oper und die Bevorzugung monumentaler Opernstoffe, wie er sie in seinem Projektierbuch465 vermerkt hat, bezeugen seine Absicht, nur noch in dieser großartigen Form seinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen und sie gleichzeitig beherrschen zu können.


462 Vgl. Wörner, K.H. Robert Schumann. S. 292ff.

463 Vgl. ebenda.

464 Vgl. Rauchfleisch, U. Robert Schumann. Leben und Werk. Eine Psychobiographie. S. 55.

465 Vgl. ebenda. Eine psychoanalytische Annäherung. S. 114.

[Seite 105]

Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass sein Wunsch, ein Opernwerk zu komponieren, letztlich von einer starken Ambivalenz geprägt war. [...] Das Zögern im Hinblick auf die Realisierung der Opernpläne ist aus mancherlei Gründen, die ich noch erörtern werde, verständlich und spricht im Grunde für Robert Schumanns selbstkritische Haltung, da seine Faszination für die Oper letztlich eine »unglückliche Liebe« war.

[Seite 113]

Nicht anders können wir es erklären, dass er mindestens sieben Jahre, von 1840 bis 1847, zögerte, seine Pläne zu verwirklichen. Man könnte als Grund für dieses Aufschieben seiner Kompositionsabsichten anführen, er sei sich in selbstkritischer Weise darüber klar gewesen, dass sein künstlerisches Naturell nur wenig der Bühne entsprach und seine Stärke in der kleinen, überschaubaren Komposition lag. [...]

Offensichtlich bestand bei Robert Schumann die Angst, dass unbewusste Konflikte ausbrechen würden, wenn er seine Opernpläne verwirklichte. Es waren wohl vor allem zwei Konfliktbereiche, hinter denen zwei ambivalent erlebte Wünsche standen: Zum einen war es das Streben nach einer Steigerung der Ausdrucksintensität und nach einer Bewältigung seiner inneren Konflikte im Grenzbereich zwischen Sprache und Musik, gleichsam als Wiederholung seiner »Liederjahr«-Erfahrung. Den anderen Konfliktbereich sehe ich in seinem Wunsch, durch Schaffung einer Oper seiner Musik eine große Breitenwirkung zu sichern und damit Clara an Popularität zu überflügeln.

[Seite 114]

Die Steigerung vom Lied zur Oper und die Bevorzugung monumentaler Opernstoffe, wie er sie in seinem Projektierbuch vermerkt hat, legen zeugnis von seiner Ansicht ab, nur noch in dieser großartigen Form seinen Gefühlen Ausdruck verleihen und sie gleichzeitig beherrschen zu können.

Anmerkungen

Auch wenn die Quelle in einer einzigen Fußnote beiläufig erwähnt wird, so bleiben doch Art und Umfang der in weiten Teilen wörtlichen Übernahme ungekennzeichnet.

"Ebenda" in Fußnote 465 macht keinen Sinn, da auf ein anderes Buch (desselben Autors) als in Fußnote 464 Bezug genommen wird.


[103.] Jl/Fragment 184 09

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 184, Zeilen: 9-24
Quelle: Rauchfleisch 2004
Seite(n): 119-120, Zeilen: 119:22-37 - 120:1-2.4-9
Bereits einen Tag nach Abschluss seiner Arbeit an der Oper „Genoveva“ wendet sich Robert Schumann einem neuen musikdramatischen Projekt zu: Der Dichtung „Manfred“ von Lord Byron.466

Der Grund für diesen schnellen Griff nach einer weiteren großen Arbeit liegt darin, dass der Komponist mit dem Ergebnis seiner Oper nicht wirklich zufrieden ist.

Auch ein psychologisches Motiv begründet diesen Schaffensdrang: Schumann stellt bisher die Frauengestalt in seinen Oratorien und seiner Oper in den Mittelpunkt. Er wiederholt damit in seinem dramatischen Werk, was er in seinem täglichen Leben von Kindheit an, zum Teil schmerzlich, erlebt. Die Übermacht der Frau gegenüber dem Mann ist sein zentrales Thema.467

Zur Erhaltung seines psychischen Gleichgewichtes erscheint es ihm notwendig, ein Werk zu komponieren, in dessen Mittelpunkt ausdrücklich ein Mann steht, welcher jeder Unterwerfung trotzt. Mit diesem Übermann, der von einer dunklen Schuld und einem geheimnisvollen Fluch umgeben ist und der alle, die ihm begegnen, vor allem die Frauen, mit sich in den Untergang reißt, versucht Robert Schumann eine Gegenkraft gegen die Macht des Ewigweiblichen aufzurichten.


466 Tschaikowski fühlte sich von dem Manfred-Text auch inspiriert.

467 Es fällt auf, dass die Frauengestallt als Mittelpunkt der künstlerischen Komposition, korrespondierend den realen Erfahrungen des Lebens, auch ein Thema für den russischen Komponisten Peter Tschaikowski war. Doch betrachtet Tschaikowski die Frau nicht als eine gefährliche Übermacht über den Mann, sondern als Sehnsucht nach Geborgenheit und Wärme, Frau als Mutter, Frau als Beschützerin.

[Seite 119]

Bereits einen Tage [sic] nach Abschluss seiner Arbeit an der Oper »Genoveva« wendete Robert Schumann sich einem neuen musikdramatischen Projekt zu: der Dichtung »Manfred« von Lord Byron. Der Grund für diesen schnellen Griff nach einer weiteren großen Arbeit dürfte darin zu suchen sein, dass Robert Schumann mit dem Ergebnis seiner Oper nicht wirklich zufrieden war. Hinzu kam aber sicher noch ein weiteres - psychologisches - Motiv: Er hatte bisher in seinen Oratorien und in seiner Oper Frauengestalten in den Mittelpunkt gestellt. Er hatte damit in seinen dramatischen Werken etwas wiederholt, was er in seinem täglichen Leben von Kindheit an bis in die Gegenwart, zum Teil schmerzlich, erlebt hatte, nämlich die Übermacht der Frau gegenüber dem Mann. Zur Erhaltung seines psychischen Gleichgewichts war es nun für ihn offensichtlich notwendig, ein Werk zu komponieren, in dessen Mittelpunkt ausdrücklich ein Mann steht, und zwar ein Mann, der jeder Unterwerfung trotzt und, wie Manfred, sich

[Seite 120]

selbst noch den Dämonen gegenüber mit den Worten zu behaupten weiß: »[...]«. Mit diesem Über-Mann, der von einer dunklen Schuld und einem geheimnisvollen Fluch umgeben ist und der alle, die ihm begegnen, vor allem die Frauen, mit sich in den Untergang reißt, versuchte Robert offenbar verzweifelt, eine gigantische Gegenkraft gegen die Macht des »Ewig-Weiblichen« aufzurichten.

Anmerkungen

Fast identisch. Ohne Hinweis auf eine Übernahme; ohne Quellenangabe.


[104.] Jl/Fragment 185 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 185, Zeilen: 1-3, 101-105
Quelle: Wikipedia Musik der Romantik 2009
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Sie hat ihren Anfang und ihr Zentrum in der durch die Literatur468 angeregten Klaviermusik, in den Klavierzyklen469 und in den Liedern, in denen Dichtung der Romantik und Musik buchstäblich miteinander verschmelzen.470

468 Zum Beispiel Jean Paul, E.T.A. Hoffmann

469, 1834—35; „Fantasiestücke“ Op. 12, 1832—37; „Kinderszenen“ Op. 15, 1838; „Kreisleriana“ Op. 16, 1838

470 z.B. im Liederkreis Op. 24 (Text Heinrich Heine, 1849), in „Myrthen“ Op. 25 (1840) und im Liederkreis Op.

Schwerpunkte sind dabei die durch Werke von Jean Paul und E. T. A. Hoffmann angeregte Klaviermusik (Klavierzyklen, unter anderem Papillons Op. 2, 1828–32; Carnaval Op. 9, 1834–35; Fantasiestücke Op. 12, 1832–37; Kinderszenen Op. 15, 1838; Kreisleriana Op. 16, 1838) und die Lieder, in denen Dichtung der Romantik und Musik buchstäblich verschmelzen, zum Beispiel im Liederkreis Op. 24 (Text Heinrich Heine, 1849), in Myrthen Op. 25 (1840) und im Liederkreis Op. 39 (Text Joseph von Eichendorff, 1840).
Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.


[105.] Jl/Fragment 185 04

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 185, Zeilen: 4-10, 15-17
Quelle: Rauchfleisch 2004
Seite(n): 74, 75-76, Zeilen: 74:16-20; 75:33ff. - 76:1-9
Das Thema der Liebe und der Liebesenttäuschung ist für Robert Schumann zentral.

Er stellt eine Beziehung, die ausgesprochen symbiotische Züge aufweist und in der, entsprechend dieser Beziehungsstruktur, auch die Gestalt der Geliebten letztlich weitgehend konturlos bleibt, dar.

Sie ist nicht als eigenständige Person mit individuellen Gefühlen und „guten“ und „bösen“ Seiten zu verstehen, sondern ist ausschließlich das Ziel der eigenen Gefühle und Wünsche, die sie erfüllen soll. [...]

Menschen, die solche Art Beziehungen führen, suchen in den verschiedenen Partnerinnen und Partnern letztlich immer wieder eine unendlich gebende Muttergestalt, die empathisch alle ihre Wünsche wahrnehmen und erfüllen soll.

[Seite 74]

Fragen wir uns nach den Gründen, die Robert Schumann bewogen haben mögen, gerade diese Gedichte auszuschließen, so scheint mir das Hauptmotiv gewesen zu sein, dass für ihn das Thema der Liebe und der Liebesenttäuschung zu ernst war, als dass er darüber noch in dem Ausmaß wie Heine die »Maske der Ironie« hätte streifen können.

[seite 75]

Nicht nur durch die Beschränkung auf Gedichte, in denen nur die Geliebte und der Liebende auftreten, sondern auch durch die spezifische Auswahl der Texte hat Robert Schumann erreicht, in der »Dichterliebe« eine Liebesbeziehung darzustellen, die ausgesprochen symbiotische Züge aufweist und in der, entsprechend dieser Beziehungsstruktur, auch die Gestalt der Geliebten letztlich

[Seite 76]

weitgehend konturlos bleibt. Sie ist, wie es in derartigen Beziehungen zu sein pflegt, nicht als eigenständige Person mit individuellen Gefühlen und »guten« und »bösen« Seiten wichtig, sondern dient ausschließlich als Ziel der eigenen Gefühle und Wünsche, die sie erfüllen soll. Menschen, die solche Beziehungen unterhalten, suchen in den verschiedenen Partnerinnen und Partnern letztlich immer wieder eine unendlich gebende Muttergestalt, die empathisch alle ihre Wünsche wahrnehmen und unverzüglich erfüllen soll.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme; ohne Quellenangabe.


[106.] Jl/Fragment 191 06

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 191, Zeilen: 6-13, (14-16), 17-25
Quelle: Rauchfleisch 2004
Seite(n): 12, 17, 22, 27, 70, 80, Zeilen: 12:(3-5).5-8; 17:9-15; 22:15-17; 27:4-8; 70:19-21; 81:1-5
Die frühen Erfahrungen der beiden Komponisten mit dem Tod hinterlassen tiefe Narben in ihren Persönlichkeiten und stellen für sie die Auseinandersetzung mit Aggression und der Vergänglichkeit zu einem letztlich unlösbaren Problem dar.

Beide haben eine enge Bindung an die Mutter, geradezu eine Verpflichtung zu unbedingter Treue, wobei sich Robert Schumann im Grunde permanent schuldig fühlt, weil er diese Verpflichtung nicht erfüllt.486

So zeigen sein Verhalten und seine Äußerungen auch eine ausgeprägte Tendenz zur Distanzierung, zur Durchbrechung der symbiotischen Fessel.

[Bei Peter Tschaikowski existieren die Fesseln nur im moralischen Sinn, dass er auf Grund des frühen Todes der Mutter eine immer wiederkehrende Sehnsucht nach der Verbindung im Jenseits verspürt.]

Beide versuchen den Schmerz und das Leiden der Trennungserfahrungen durch ihre schöpferische Tätigkeit zu kontrollieren, zu neutralisieren und zu verarbeiten.

Die Bewältigungsstrategie der Künstler besteht darin, sich von der unerträglichen Realität zu distanzieren und sich in den Raum kreativen Schaffens zurückzuziehen.

Es ist wohl in erster Linie die Vielschichtigkeit, die Spannung zwischen romantischem Fühlen und desillusionierender Ironie.

Beide Komponisten werden lebenslang von der Sehnsucht nach dem wirklichen Zuhause, nach warmer Geborgenheit, welche sie in der Frühe ihres Lebens entbehren mussten und der sie zeitlebens nachgehen, begleitet.


486 Die Schuldgefühle bei Tschaikowski richteten sich eher in Richtung des Vaters und der jüngeren Brüder. Daher sein Entschluss, eine fiktive Ehe einzugehen und den Vater so mit ruhigem Gewissen sterben zu lassen. Er wollte auch mit einem guten Beispiel den kleineren Geschwistern gegenüber voranschreiten.

[Seite 12]

[...] und schon in frühester Kindheit war Robert Schumann mit der furchtbaren Realität von Gewalt und Tod konfrontiert. Diese frühen Erfahrungen haben tiefe Narben in seiner Persönlichkeit hinterlassen und haben für ihn die Auseinandersetzung mit Aggression und Tod zu einem letztlich unlösbaren Problem gemacht.

[Seite 17]

Auf der einen Seite finden wir eine symbiotische Züge aufweisende, sehr enge Bindung an die Mutter, geradezu eine Verpflichtung zu unbedingter Treue, wobei sich der Sohn im Grund permanent schuldig fühlte, weil er diese Verpflichtung nicht voll erfüllte. Auf der anderen Seite aber zeigen sein Verhalten und seine Äußerungen auch eine ausgeprägte Tendenz zur Distanzierung, zur Durchbrechung der symbiotischen Fessel.

[Seite 22]

In solchen frühen, traumatisch erlebten Trennungserfahrungen sieht Ostwald (1987) eine Wurzel von Robert Schumanns kreativer Kraft: Er habe im späteren Leben versucht, den Schmerz und das Leiden solcher Trennungserfahrungen durch seine schöpferische Tätigkeit zu kontrollieren, zu neutralisieren und zu verarbeiten.

[Seite 27]

Wie diese Formulierungen zeigen, bestand seine Bewältigungsstrategie hier wie auch sonst in seinem Leben darin, sich von der unerträglichen Realität zu distanzieren und sich in den Raum kreativen Schaffens zurückzuziehen.

[Seite 70]

Es ist wohl in erster Linie die Vielschichtigkeit, die Spannung zwischen romantischem Fühlen und desillusionierender Ironie, die Robert Schumann an Heines Dichtung fasziniert hat.

[Seite 81]

[Es ist, wie Schnebel (1981) im Hinblick auf Robert Schumanns berühmtes Lied »Mondnacht« (op. 39) ausführt, die] ihn lebenslang begleitende Sehnsucht »nach dem wirklichen Zuhause, nach warmer Geborgenheit, welche er in der Frühe seines Lebens entbehren mußte, und der er zeitlebens nachhing, bis er im einsamen Dahindämmern zu Endenich ein wenig davon unsinnig nachholen konnte«.

Anmerkungen

Wortlaut fast wie im Original (wobei allerdings durch Kürzungen manchmal auch der ursprüngliche Sinn entstellt wird). Dort aber beziehen sich die Aussagen nur auf Schumann. Im Sinne der von der Verfasserin in ihrer Arbeit durchweg vertretenen These der Parallelität verschiedener Lebensläufe werden die Aussagen pauschal auch auf Tschaikowski bezogen. In der Fußnote muss die Verfasserin dann auch die im Haupttext getroffenen Aussagen fast bis zum direkten Widerspruch relativieren.

Ähnliches erfolgt im hier nicht in die Zeilenzählung aufgenommenen aber trotzdem dokumentierten eingefügten Text.

Ohne Hinweis auf eine Übernahme, ohne Quellenangabe.


[107.] Jl/Fragment 194 18

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 194, Zeilen: 18-26
Quelle: Wikipedia Clara Schumann 2009
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Er erfindet verschiedene Namen für seine Geliebte: Sie ist seine „Zilia“, seine „Chiara“, seine Doppelgängerin, er widmet ihr unter anderem sein späteres Werk „Chiarina“.492

Für ihre Beziehung müssen sie kämpfen, Friedrich Wieck unternimmt alles, was in seiner Macht steht, um eine feste Bindung zu verhindern. Nicht einmal die Tatsache, dass Robert als Musikredakteur erfolgreich ist und eine eigene Zeitschrift gründet, kann den eifersüchtigen Vater umstimmen.

Wieck untersagt dem Liebespaar jeden Kontakt, sogar den schriftlichen. Die Trennung erreicht er zunächst dadurch, dass er Clara für zahlreiche Konzerttourneen verplant. Er überwacht sie fast rund um die Uhr.


492 Vgl. Henke, M. Clara Schumann. Mit zerrissenem Herzen. S. 36ff.

Sie war seine „Zilia“, seine „Chiara“, wie er sie zärtlich nannte. In seinem Werk setzte er ihr mit dem Stück Chiarina ein Denkmal.

Dem alten Wieck war das Turteln nicht entgangen. Er war keinesfalls bereit, Clara dem mittellosen jungen Mann zuzusprechen, zumal dieser keinen Beruf hatte und nicht einmal mehr Pianist werden konnte, weil eine Verletzung des Mittelfingers der rechten Hand diese Karriere vorzeitig beendet hatte. Nicht einmal die Tatsache, dass Robert als Musikredakteur recht erfolgreich war und sogar eine eigene Zeitschrift (Neue Zeitschrift für Musik) gegründet hatte, konnte ihn umstimmen. Wieck untersagte dem Liebespaar jeden Kontakt. Sich zu sehen war ebenso wie ein Briefwechsel verboten. Die Trennung erreichte Wieck zunächst dadurch, dass er Clara für zahlreiche Konzerttourneen verplante. Er überwachte sie fast rund um die Uhr; [...]

Anmerkungen

Inhaltlich vollständig und in Teilen wörtlich übereinstimmend; ohne Hinweis auf eine Übernahme.


[108.] Jl/Fragment 195 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 195, Zeilen: 1-10
Quelle: Wikipedia Clara Schumann 2009
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Im September 1839 reichen Robert und Clara schließlich beim Gericht in Leipzig Klage mit dem Antrag ein, entweder Vater Wieck zu verpflichten, der geplanten Ehe zuzustimmen oder die Zustimmung vom Amt zu bekommen.

Das Verfahren verzögert sich, nicht zuletzt wegen Friedrich Wieck, aber am 1. August 1840 erteilt das Gericht schließlich die Zustimmung zur Eheschließung, die am 12. September 1840 in der Dorfkirche von Schönefeld bei Leipzig vollzogen wird.493 Erst drei Jahre später, 1843 macht Vater Wieck den ersten Schritt zu einer Versöhnung.

Die herbeigesehnte und hart erkämpfte häusliche Gemeinschaft mit Robert Schumann hat für Clara nicht nur positive und erfreuliche Seiten. Die Jahre der Trennung lassen ihre Liebe als überirdisch erscheinen.


493 Vgl. Burger, E. Robert Schumann − Eine Lebenschronik in Bildern und Dokumenten. S. 35ff.

Im September 1839 reichten Robert und Clara schließlich beim Gericht in Leipzig Klage ein mit dem Antrag, entweder Vater Wieck zu verpflichten, der geplanten Ehe zuzustimmen, oder die Zustimmung von Amts wegen zu erteilen. Das Verfahren verzögerte sich, nicht zuletzt auch durch Zutun Friedrich Wiecks, aber am 1. August 1840 erteilte das Gericht schließlich die Zustimmung zur Eheschließung, die am 12. September 1840 in der Dorfkirche von Schönefeld bei Leipzig geschlossen wurde. Erwähnt werden sollte aber, dass sich Wieck und das Ehepaar Schumann 1843 wieder versöhnten; den ersten Schritt hierzu machte der Vater.

An Robert Schumanns Seite

Ehe- und Familienglück

Die herbeigesehnte häusliche Gemeinschaft mit Robert Schumann hatte für Clara aber auch etwas Beängstigendes. Die Jahre der Trennung hatten ihre Liebe als überirdisch erscheinen lassen; nun musste diese im Alltag bestehen.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme. Die eigentliche Quelle bleibt ungenannt.


[109.] Jl/Fragment 195 25

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 195, Zeilen: 25-29
Quelle: Rauchfleisch 2004
Seite(n): 114-115, Zeilen: 114:35-38-115:1-3
Von Beginn ihrer Beziehung an entwickelt sich eine bestehende Konkurrenz zwischen Robert und Clara. Schon bei seinem ersten Aufenthalt im Hause Friedrich Wiecks bringt Robert zum Ausdruck, dass er Claras pianistische Fähigkeiten nicht nur zutiefst bewundert, sondern sich durch ihr unerreichbar erscheinendes Vorbild auch in seinem Selbstwerterleben beeinträchtigt fühlt. [Seite 114]

Ich habe bereits auf die zwischen Robert und Clara Schumann von Anbeginn ihrer Beziehung bestehende Konkurrenz hingewiesen. Schon bei seinem ersten Aufenthalt im Hause Friedrich Wiecks hatte Robert ja zum Ausdruck gebracht, dass

[Seite 115]

er Claras pianistische Fähigkeiten nicht nur zutiefst bewundere, sondern sich durch ihr unerreichbar erscheinendes Vorbild auch in seinem Selbstwerterleben beeinträchtigt fühle.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme; ohne Quellenangabe.


[110.] Jl/Fragment 196 17

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 196, Zeilen: 17-21
Quelle: Rauchfleisch 2004
Seite(n): 115, Zeilen: 5-11
Robert Schumanns Pläne bezüglich der Komposition eines Opernwerkes scheinen ihm die Möglichkeit zu bieten, aus dem engeren Rahmen des Konzertsaals hinauszutreten und als Opernkomponist Clara an Bekanntheit zu übertreffen. Endlich wäre er in der Lage, seine tiefen Minderwertigkeitsgefühle ihr gegenüber abzuschütteln und die Kritiker und Neider in der Außenwelt zum Schweigen zu bringen. Durch die Komposition einer Oper schien sich Robert Schumann nun die Möglichkeit zu bieten, aus dem engeren Rahmen des Konzertsaals hinauszutreten und als Opernkomponist Clara an Bekanntheit zu übertreffen. Endlich wäre er in der Lage, seine tiefen Insuffizienzgefühle ihr gegenüber abzuschütteln und all die Kritiker und Neider in der Außenwelt zum Schweigen zu bringen.
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme; ohne Quellenangabe.


[111.] Jl/Fragment 196 25

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 196, Zeilen: 25-27
Quelle: Wikipedia Robert Schumann 2009
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
In seiner Ehe mit Clara Schumann versucht Robert Schumann, stets Einfluss auf ihr Leben und Schaffen zu nehmen. Er wünscht nicht, dass sie, die in ganz Europa Ruhm als große Pianistin erlangt, weiter ihren Konzerttätigkeiten nachgeht. An Claras Seite

In seiner Ehe mit Clara Schumann versuchte Schumann, stets Einfluss auf ihr Leben und Schaffen zu nehmen. Er wünschte nicht, dass sie, die in ganz Europa Ruhm als große Pianistin erlangt hatte, weiter ihren Konzerttätigkeiten nachging.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.


[112.] Jl/Fragment 197 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 197, Zeilen: 1-3
Quelle: Wikipedia Robert Schumann 2009
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Er wünscht sich auch, dass ihre Kompositionen, welche bis dahin dem romantischen Publikumsgeschmack durchaus entsprachen, ernsthafter werden und sich an seinen eigenen Kompositionen orientieren. Auch wollte er, dass ihre – bis dahin dem romantischen Publikumsgeschmack nachgebenden – Kompositionen ernsthafter würden, sich mehr an seinem Schaffen orientierten.
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

Setzt die in Fragment 196 25 dokumentierte Übernahme fort. Findet seine Fortsetzung in Fragment 197 11b.


[113.] Jl/Fragment 197 11

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 197, Zeilen: 11, 15-17
Quelle: Wikipedia Clara Schumann 2009
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Sein Ziel ist die musikalische Zweisamkeit in Einheit. [Die Liebe findet also ihre Begründung reflexiv in sich selbst, in der Tatsache, dass man als Liebender geliebt wird und liebt.

Die Liebe selbst ist ideal und paradox, sofern sie die Einheit einer Zweiheit zu sein beansprucht.]

1841 erscheint der Liederzyklus des Ehepaars Schumann, welcher die Rezensenten in die Verlegenheit bringt bezüglich der Frage, welche der Vertonungen nun Robert und welche Clara zuzuschreiben sind.

Sein Ziel war musikalische Zweisamkeit in Einheit. Und so brachte ein 1841 veröffentlichter Liederzyklus des Ehepaars Schumann die Rezensenten in die Verlegenheit, nicht sagen zu können, welche der Vertonungen nun Robert und welche Clara zuzuschreiben waren.
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

Die gegenüber dem Original neuen Sätze finden sich bereits auf Seite 15 der untersuchten Arbeit. Der letzte dieser beiden Sätze ("Die Liebe selbst ist ideal und paradox [...]") ist dort dann auch - aber nicht hier - deutlich als Luhmann-Zitat gekennzeichnet.


[114.] Jl/Fragment 197 23

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 197, Zeilen: 23-31
Quelle: Wikipedia Clara Schumann 2009
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Robert Schumann ist nicht despotisch, doch die Zeit, in der er lebte, kennt klare Verhältnisse, was die Beziehung von Ehepartnern anbetrifft.

Die Ehe bietet Clara Schumann endlich die Gelegenheit, die unter dem väterlichen Regime vernachlässigte allgemeine geistige Bildung nachzuholen. Sie liest Goethe, Shakespeare und Jean Paul, studiert intensiv neben den Werken ihres Mannes Ludwig van Beethoven, Johann Sebastian Bach und Frédéric Chopin.502

Robert sieht es nicht gern, dass Clara weiterhin konzertieren möchte, er verlangt ihre Gegenwart an seiner Seite. Da Robert sich nicht auf das Komponieren konzentrieren kann, wenn seine Frau Klavier übt, schränkt Clara das Üben sehr ein.


502 Vgl. Henke, M. Clara Schumann. Mit zerrissenem Herzen. S. 100-101.

Robert Schumann war sicherlich nicht despotisch, doch die Zeit, in der er lebte, kannte klare Verhältnisse, was die Beziehung von Ehepartnern anbetraf. Die Ehe bot Clara Schumann jedoch endlich die Gelegenheit, die unter dem väterlichen Regime vernachlässigte allgemeine geistige Bildung nachzuholen. Sie las Goethe, Shakespeare und Jean Paul und studierte intensiver als bisher neben den Werken ihres Mannes Ludwig van Beethoven, Johann Sebastian Bach und Frédéric Chopin.

Robert sah es nicht gern, dass Clara weiterhin konzertieren wollte; er verlangte ihre Gegenwart an seiner Seite. Auf seine Bitte hin schränkte Clara das Klavierüben ein – Robert konnte sich sonst nicht auf das Komponieren konzentrieren.

Anmerkungen

Großteils wörtlich übereinstimmend; ohne Hinweis auf eine Übernahme.


[115.] Jl/Fragment 198 05

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 198, Zeilen: 5-7, 14-21, 25-28
Quelle: Wikipedia Clara Schumann 2009
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Die Situation ändert sich erst, als das Paar in Dresden eine größere Wohnung bezieht, wo Clara in einem abgeschiedenen Zimmer ihrem Klavierspiel nachgehen kann. Außerdem wünscht Schumann, dass Clara sich mehr auf das Komponieren konzentriere.

[...]

Robert führt ein Ehetagebuch505 ein, das im Wechsel von ihm und von ihr geführt wird. Nach dem vom Vater kontrollierten Tagebuch beteiligt Clara sich nun an einem Tagebuch, das vom Ehemann gelesen wird.506

Diese Einrichtung ist von dem für seine Schweigsamkeit bekannten Schumann dazu gedacht, auch Mitteilungen und Bitten hineinzuschreiben, wo das gesprochene Wort nicht ausreicht. Clara nutzt die Möglichkeit auch, um Robert in einigen Angelegenheiten ihre Sicht der Dinge mitzuteilen. Was in einer Diskussion nicht auszufechten war, findet schriftlich statt und dürfte manche seiner Entscheidungen beeinflusst haben.

[...]

Clara setzt ihren Wunsch durch, auf Konzertreisen zu gehen. Nicht zuletzt die finanzielle Situation der Familie lässt diesen Schritt als sehr wichtig erscheinen, denn Clara steuert in ganz erheblichem Maße mit ihren Konzerteinnahmen dazu bei, dass die Familie finanziell über die Runden kommt.


505 Vgl. Nauhaus, G. und Bodsch, I. (Hrsg.). Clara und Robert Schumann. Ehetagebücher, Stadtmuseum Bonn.

506 Die Tiefenpsychologie und die Erforschung der Familiendynamik haben gelehrt, dass die Beziehungserfahrungen der Kindheit für die Gefühle und das Verhalten des Menschen in späterer Partnerschaft bestimmend sind.

Die Situation änderte sich erst, als das Paar in Dresden eine größere Wohnung bezog, wo Clara in einem abgeschiedenen Zimmer ihrem Klavierspiel nachgehen konnte. Überdies war es sein Wunsch, dass Clara sich mehr der Komposition widmen sollte. [...]

Robert führte auch ein Ehetagebuch ein, das im Wechsel von ihm wie von Clara Eintragungen erfuhr. Es hatte den Anschein, als sei Clara vom Regen in die Traufe gekommen: Nach dem vom Vater kontrollierten Tagebuch beteiligte sie sich nun an einem Tagebuch, das vom Ehemann gelesen wurde. Doch war diese Einrichtung von dem für seine Schweigsamkeit bekannten Schumann dazu gedacht, auch Mitteilungen und Bitten hineinzuschreiben, wo das (gesprochene) Wort nicht ausreicht. Daher machte Clara aus der Angelegenheit das Beste und nutzte das Buch, um Robert in einigen Angelegenheiten ihre Sicht der Dinge mitzuteilen. Was in einer Diskussion nicht auszufechten war, fand schriftlich Eingang und dürfte manche seiner Entscheidungen beeinflusst haben.

[...]

Fortsetzung der Karriere

Clara setzte ihren Wunsch bald wieder durch, auf Konzertreisen zu gehen. Nicht zuletzt die finanzielle Situation der Familie ließ diesen Schritt als sehr angeraten erscheinen, denn Clara steuerte mit ihren Konzerteinnahmen in ganz erheblichem Maße dazu bei, dass die Schumanns sich über Wasser halten konnten.

[...]

Literatur

&bullet; Robert und Clara Schumann: Ehetagebücher, herausgegeben von Gerd Nauhaus und Ingrid Bodsch, Stroemfeld, Bonn/Frankfurt a. M. 2007. ISBN 3-86600-002-2

Anmerkungen

Unterbrochen von einem echten Zitat, einer ungekennzeichneten Übernahme aus Rauchfleisch (2004) und einer eingeschobenen Vermutung weitgehend wortwörtlich übereinstimmend; ohne Hinweis auf eine Übernahme.

Fußnote 506 ist ebenfalls ungekennzeichnet Rauchfleisch (2004) entnommen (vgl. Fragment 198 104).


[116.] Jl/Fragment 198 10

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 198, Zeilen: 10-13
Quelle: Rauchfleisch 2004
Seite(n): 112, Zeilen: 21-26
Bezeichnend für das Verhalten des Ehepaares ist die Tatsache, dass bei den Konzerttourneen Robert jeweils darauf drängt, möglichst schnell wieder heimzukehren, während Clara, aus sehr berechtigten finanziellen Sorgen, stets noch nach Möglichkeiten für Konzerte Ausschau hält und dadurch die Heimreise wesentlich verzögert. Es ist bezeichnend für das Verhalten der Ehegatten in dieser Zeit, dass Robert jeweils daraufdrängte, möglichst schnell wieder heimzukehren, während Clara (aus sehr berechtigten finanziellen Sorgen heraus) stets noch nach Möglichkeiten für Konzerte Ausschau hielt und dadurch mitunter die Heimreise wesentlich verzögerte.
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme; ohne Quellenangabe.


[117.] Jl/Fragment 198 104

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 198, Zeilen: 104-106
Quelle: Rauchfleisch 2004
Seite(n): 91-92, Zeilen: 91:37-38-92:1-2
506 Die Tiefenpsychologie und die Erforschung der Familiendynamik haben gelehrt, dass die Beziehungserfahrungen der Kindheit für die Gefühle und das Verhalten des Menschen in späterer Partnerschaft bestimmend sind. [Seite 91]

Die Tiefenpsychologie und die Erforschung der Familiendynamik haben uns gelehrt, dass die Beziehungserfahrungen der Kind-

[Seite 92]

heit bestimmend sind für die Gefühle und das Verhalten des Menschen in späteren Partnerschaften.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.


[118.] Jl/Fragment 199 13

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 199, Zeilen: 13-17
Quelle: Wikipedia Clara Schumann 2009
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Ihr Konzertieren kommt auch Robert Schumann zugute: Da er wegen seiner Behinderung der rechten Hand nicht mehr öffentlich auftreten kann, interpretiert sie seine Werke am Klavier und macht ihn später in ganz Europa bekannt.

Mit dem Umzug nach Düsseldorf, im Jahr 1850, übernimmt Clara an Roberts Seite die musikalische Assistenz des Orchesters und des Chores.

Im Übrigen kam ihr Konzertieren auch Robert Schumann selbst zugute: Da er wegen seiner Behinderung der rechten Hand nicht mehr öffentlich auftreten konnte, interpretierte sie seine Werke am Klavier und machte ihn später in ganz Europa bekannt. [...]

[...]

[...] 1850 siedelte die Familie Schumann deshalb nach Düsseldorf über. Clara konzertierte und übernahm an Roberts Seite die musikalische Assistenz des Orchesters und des Chores.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.


[119.] Jl/Fragment 199 18

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 199, Zeilen: 18-25
Quelle: Rauchfleisch 2004
Seite(n): 98, Zeilen: 3-5, 7ff.
Clara Schumann unterstützt ihren Mann, wo immer sie kann, vor allem beim Dirigieren und bei der Einstudierung der Chöre. Behindernd wirkt sich bei Schumanns Dirigententätigkeit seine seit der Kindheit bestehende Kurzsichtigkeit aus, zumal er keine Brille trägt, sondern lediglich eine Lorgnette.508

Obwohl Claras Unterstützung hilfreich und er nur dadurch in der Lage ist, seinen Dirigentenverpflichtungen nachzukommen, hat dieses Verhalten für ihre Beziehung zueinander und für Schumanns Selbstwertgefühl verhängnisvolle Konsequenzen. Die Hilfe seiner Frau führt dazu, dass er sich noch insuffizienter und abhängiger von ihr fühlt als zuvor.


508 Vgl. Rauchfleisch, U., Robert Schumann. Eine psychologische Annäherung. S. 98-99.

Schon in dieser Zeit unterstützte Clara Schumann, wie auch später in Düsseldorf, ihren Mann beim Dirigieren und bei der Einstudierung der Chöre. [...] Behindernd wirkte sich bei Roberts Dirigententätigkeit auch seine seit der Knabenzeit bestehende Kurzsichtigkeit aus, zumal er keine Brille trug, sondern lediglich eine Lorgnette benutzte.

Obwohl sich Claras Unterstützung für Robert außerordentlich hilfreich auswirkte und er eigentlich nur dadurch in der Lage war, seine Dirigentenverpflichtungen zu erfüllen, hatte dieses Verhalten für die Beziehung der Ehegatten zueinander und für Robert Schumanns Selbstwertgefühl doch verhängnisvolle Konsequenzen. Die Hilfe seiner Frau führte nämlich dazu, dass er sich noch insuffizienter und abhängiger von ihr fühlte als zuvor.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben gänzlich ungekennzeichnet; die Übernahme setzt sich auch im Absatz nach der Referenz fort.


[120.] Jl/Fragment 200 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 200, Zeilen: 1-2
Quelle: Rauchfleisch 2004
Seite(n): 98, Zeilen: 16-19
Zudem erlebt er, dass nicht nur eine emotionale Abhängigkeit besteht, sondern dass er auch in der sozialen Realität auf ihre Unterstützung angewiesen ist. Zudem erlebte er nun, dass nicht nur eine emotionale Abhängigkeit bestand, sondern dass er auch in der sozialen Realität auf ihre Unterstützung angewiesen war.
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.


[121.] Jl/Fragment 200 23

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 200, Zeilen: 23-25
Quelle: Rauchfleisch 2004
Seite(n): 99, Zeilen: 4-9
Damit befindet er sich in einem letztlich unlösbaren Konflikt: Einerseits ist es sein dringendster Wunsch, einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu werden, um endlich Clara ebenbürtig zu sein. Andererseits erlebt er, dass er eben dieses Ziel ohne sie nie erreichen wird. Er befand sich damit in einem letztlich unlösbaren Konflikt: Einerseits war es sein dringendster Wunsch, einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu werden, um endlich Clara ebenbürtig zu sein. Andererseits aber erlebte er nun bei seinem Debüt als Dirigent, dass er eben dieses Ziel ohne sie nie würde erreichen können.
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.


[122.] Jl/Fragment 200 30

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 200, Zeilen: 30-31
Quelle: Wikipedia Clara Schumann 2009
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Die Undiszipliniertheit des Düsseldorfer Orchesters wird von beiden beklagt und führt dazu, dass Proben und auch Auftritte nicht den gewünschten Erfolg bringen. Zusätzlich wird das [Ehepaar durch einen dringend notwendig gewordenen weiteren Umzug innerhalb Düsseldorfs sowie durch eine Fehlgeburt belastet.] Aufreibend war die von beiden beklagte Undiszipliniertheit der Musiker, die dazu führte, dass Proben wie auch Auftritte nicht den gewünschten Erfolg brachten. Zusätzlich belastet wurde das Ehepaar durch einen dringend notwendig gewordenen weiteren Umzug innerhalb Düsseldorfs sowie durch eine Fehlgeburt.
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.


[123.] Jl/Fragment 201 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 201, Zeilen: 1-6, 7-16
Quelle: Wikipedia Clara Schumann 2009
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
[Zusätzlich wird das] Ehepaar durch einen dringend notwendig gewordenen weiteren Umzug innerhalb Düsseldorfs sowie durch eine Fehlgeburt belastet.

Anfang 1854 erreichen Roberts Erkrankung und Claras Belastungen einen neuen Höhepunkt.512

Robert Schumanns Tagebuchnotizen berichten darüber noch bis zum 17. Februar 1854, danach gibt es keine Eintragungen mehr.513 1856 verlässt Robert seine Clara für immer.

Einige Jahre nach seinem Tod zieht Clara Schumann nach Baden-Baden.

Auch die Folgejahre sind geprägt von erfolgreichen Konzertreisen in zahlreiche Städte Deutschlands und Europas. Clara bleibt bis zu ihrem Tod eine überall gefeierte Pianistin. Im Jahr 1878 wird sie zur „Ersten Klavierlehrerin“ des neu gegründeten Hoch'schen Konservatoriums in Frankfurt am Main berufen.

Sie betätigt sich als Herausgeberin der Werke von Robert Schumann und veröffentlicht eine Reihe seiner Schriften. Ihr letztes Konzert gibt sie am 12. März 1891 im Alter von 71 Jahren. Am 26. März 1896 erleidet Clara einen Schlaganfall und stirbt wenige Monate später im Alter von 76 Jahren. Ihrem Wunsch gemäß wird sie in Bonn, auf dem Alten Friedhof, neben ihrem Mann beigesetzt.514


512 Vgl. Nauhaus, G. (Hrsg.).Robert Schumann Tagebücher. Bd. III, 1847-1854. S. 648.

513 Vgl. ebenda. Bd. I 1837-1847, Bd. II 1847-1854, Bd. III a.

514 Vgl. Weissweiler, E. Clara Schumann: eine Biographie. Hamburg 1991.

Zusätzlich belastet wurde das Ehepaar durch einen dringend notwendig gewordenen weiteren Umzug innerhalb Düsseldorfs sowie durch eine Fehlgeburt.

Anfang 1854 erreichten Roberts Erkrankung und Claras Belastungen einen neuen Höhepunkt. [...] Robert Schumanns Tagebuchnotizen berichten darüber noch bis zum 17. Februar 1854; danach gab es keine Eintragungen mehr. [...]

[...]

Folgejahre

1863 siedelte Clara nach Baden-Baden über. Auch die Folgejahre waren geprägt von erfolgreichen Konzertreisen in zahlreiche Städte Deutschlands und Europas. Clara blieb bis zu ihrem Tode eine überall gefeierte Pianistin. Im Jahr 1878 wurde sie zur „Ersten Klavierlehrerin“ des neu gegründeten Hoch'schen Konservatoriums in Frankfurt am Main berufen. Sie betätigte sich als Herausgeberin der Werke von Robert Schumann und veröffentlichte eine Reihe seiner Schriften. Ihr letztes Konzert gab sie am 12. März 1891 im Alter von 71 Jahren. Am 26. März 1896 erlitt Clara einen Schlaganfall und starb wenige Monate später im Alter von 76 Jahren. Ihrem Wunsche gemäß wurde sie in Bonn auf dem Alten Friedhofe neben ihrem Mann beigesetzt.

Anmerkungen

Die eigentliche Quelle bleibt unbenannt; die fast wortwörtlich übereinstimmende Passagen sind nicht als solche gekennzeichnet.

Die wesentliche Leistung der Verfasserin in diesem Abschnitt besteht darin, die vorhandenen Sätze ins Präsens zu setzen.


[124.] Jl/Fragment 201 17

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 201, Zeilen: 17-30
Quelle: Rauchfleisch 2004
Seite(n): 92, Zeilen: 2-8, 25-36
Bei der Ehe von Robert und Clara Schumann haben die frühkindlichen Erfahrungen aus den Beziehungen zu den Eltern drei Konsequenzen gehabt:

Zum Ersten wird von ihrem biographischen Hintergrund her verständlich, dass sie beide ihre Beziehung ein Stück weit nach dem symbiotischen Modell gestaltet haben, welches sie in ihren Herkunftsfamilien kennen gelernt hatten.

Die zweite Konsequenz liegt darin, dass die Einfühlung in den Partner, das Bestreben, die Bedürfnisse und Stimmungen des anderen empathisch wahrzunehmen, für beide Ehegatten eine der wichtigsten Dimensionen in ihrer Beziehung zueinander war.

Sie waren beide seit der frühesten Kindheit in ihrem Umgang mit dem andersgeschlechtlichen Elternteil für diese Ebene des Gefühlsaustausches sensibilisiert worden. Zugleich führte die symbiotische Beziehungserfahrung, die sie mit in die Ehe brachten, bei beiden auch zu einem starken Wunsch nach Unabhängigkeit und Selbstständigkeit. Dies brachte wiederum einerseits eine Gemeinsamkeit für sie mit sich, eine Ebene des Sich-gegenseitig-Verstehens, andererseits lag darin aber auch ein erheblicher Konfliktstoff.

Für die Schumann'sche Ehe haben die frühkindlichen Erfahrungen aus den Beziehungen zu den Eltern drei Konsequenzen gehabt:

Zum Ersten wird von ihrem biographischen Hintergrund her verständlich, dass sie beide ihre Beziehung ein Stück weit nach dem symbiotischen Modell gestaltet haben, das sie in ihren Herkunftsfamilien kennen gelernt hatten. [...]

Die zweite Konsequenz liegt darin, dass die Einfühlung in den Partner, das Bestreben, die Bedürfnisse und Stimmungen des anderen empathisch wahrzunehmen, für beide Ehegatten eine der wichtigsten Dimensionen in ihrer Beziehung zueinander war. Sie waren beide seit frühester Kindheit in ihrem Umgang mit dem gegengeschlechtlichen Elternteil für diese Ebene des Gefühlsaustauschs sensibilisiert worden. Zugleich führte die symbiotische Beziehungserfahrung, die sie mit in ihre Ehe brachten, bei beiden aber auch zu einem starken Wunsch nach Unabhängigkeit und Selbstständigkeit. Dies brachte einerseits wiederum eine Gemeinsamkeit für sie mit sich, eine Ebene des Sich-gegenseitig-Verstehens, andererseits lag darin aber auch ein erheblicher Konfliktstoff.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.


[125.] Jl/Fragment 202 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 202, Zeilen: 1-7
Quelle: Rauchfleisch 2004
Seite(n): 92-93, Zeilen: 92:37-38 - 93:1-7
Die dritte Konsequenz ergibt sich aus den zuletzt ausgeführten Gedanken: Beide hatten in ihrer Biographie zum Teil schmerzlich erlebt, von welch zentraler Bedeutung die Selbstverwirklichung des Einzelnen ist.

Die große Bereitschaft, sich diesem – sowohl von den sozialen Normen ihrer Zeit als auch von ihren individuellen Gefühlen her – schwierigen Problemen zu stellen und immer wieder nach einer für beide Partner befriedigenden Lösung zu suchen, war kennzeichnend für diese Ehe.

[Seite 92]

Die dritte Konsequenz für die Schumann'sche Ehe ergibt sich aus den zuletzt ausgeführten Gedanken: Beide hatten in ihrer Bio-

[Seite 93]

graphie zum Teil schmerzlich erlebt, von welcher zentralen Bedeutung die Selbstverwirklichung des einzelnen ist. Ihre große Bereitschaft, sich diesem – sowohl von den sozialen Normen ihrer Zeit als auch von ihren individuellen Gefühlen her – schwierigen Problem zu stellen und immer wieder nach einer beide Partner befriedigenden Lösung zu suchen, scheint mir erst aus diesen lebensgeschichtlichen Umständen heraus verständlich zu werden.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.


[126.] Jl/Fragment 216 19

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 216, Zeilen: 19-21
Quelle: Buchner 1965
Seite(n): 151, Zeilen: 19-21
Die erste Stufe des transzendentalen Aufstiegs beginnt mit der Hinwendung des jungen Menschen zu den schönen, scheinbar reizenden Körpern. Die erste Stufe des transzendentalen Aufstiegs beginnt mit der Hinwendung des jungen Menschen zu den καλά σώματα (210 a 4 ff., 211 b 7 ff.), den schönen, scheinsam-reizenden Körpern.
Anmerkungen

Kurz aber nicht trivial - und kein Hinweis auf eine Übernahme.


[127.] Jl/Fragment 218 20

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 218, Zeilen: 20-23
Quelle: Wikipedia Alexander Sergejewitsch Puschkin 2009
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
1831 zieht das Paar nach St. Petersburg, wo sie mit Unterstützung von Gontscharowas wohlhabender Verwandtschaft am mondänen Leben des Zarenhofes teilnehmen − was Puschkin, der sich nach Unabhängigkeit sehnt, frustriert. Er duelliert sich häufig und oft aus trivialen Gründen. Seine Werke in dieser Zeit entstehen unter großem psychischen Druck. Das Paar zog 1831 nach Petersburg, wo es mit Unterstützung von Gontscharowas wohlhabender Verwandtschaft am mondänen Leben des Zarenhofes teilnehmen konnte - was Puschkin, der sich nach Unabhängigkeit sehnte, frustrierte. Er stritt sich häufig und oft aus trivialen Gründen; seine Werke in dieser Zeit entstanden unter großem psychischem Druck.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.


[128.] Jl/Fragment 220 14

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 220, Zeilen: 14-17
Quelle: Buchner 1965
Seite(n): 156-157, Zeilen: 156:vorletzte Zeile - 157:1-4
Das Wachsen in Erfahren und Erleben führte Puschkin schließlich dazu, das Schöne als Basis aller Schönheit zu erfassen, als höchstes Wissen zu erkennen und dadurch wiederum die wahrhafte Tüchtigkeit als höchste und allgemeinste Maßgabe des überliefernden Verweilens hervorzubringen. Dies Wachsen wiederum solle schließlich dazu führen, das καλόν αύτό, das Schöne selbst, aufgrund dessen alles

[Seite 157]

andere Schöne ein solches ist, als es selbst strebend zu erfassen, in ein höchstes Wissen einzurichten, und dadurch wiederum die wahrhafte Tüchtigkeit (άρετή) als höchste und allgemeinste Maßgabe des überliefernden Verweilens, d. h. der Eudaimonia hervorzubringen.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.


[129.] Jl/Fragment 228 22

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 228, Zeilen: 22-24
Quelle: Wikipedia Musik der Romantik 2009
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Die Liebesthematik eröffnet Regionen der hochgespannten, unerfüllbaren Sehnsucht, des Rausches, des Schweifens in Traumwelten und der visionären Phantastik, als deren Subjekt das neue romantische Bild des Künstlergenies hervortritt. Sie eröffneten Regionen der hochgespannten, unerfüllbaren Sehnsucht, des Rausches, des Schweifens in Traumwelten und der visionären Phantastik, als deren Subjekt das neue (romantische) Bild des Künstlergenies hervortritt.
Anmerkungen

Kurz aber nicht trivial - und kein Hinweis auf die Quelle.


[130.] Jl/Fragment 230 09

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 230, Zeilen: 9-12
Quelle: Buchner 1965
Seite(n): 156, Zeilen: 34-37
Und das bezeichnet die dritte Stufe des Erkenntnisweges: das Erblicken bzw. Hinblicken. Dieses soll dazu verhelfen, zunächst einen ganzen Reichtum, ein „weites Meer“ von Schönem zu erfahren und in diesem Erfahren wiederum in der Zeugung schöner, erhellter Darlegungen und Gedanken zu wachsen. Dieses Erblicken bzw. Hinblicken wiederum solle dazu verhelfen, zunächst einen ganzen Reichtum, ein „weites Meer“ von Schönem zu erfahren und in diesem Erfahren wiederum in der Zeugung schöner, lichtend-erhellter Darlegungen und Gedanken zu wachsen.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.


[131.] Jl/Fragment 231 09

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 231, Zeilen: 9-14
Quelle: Lauster 1980
Seite(n): 40 (41), Zeilen: 18 (22) ff.
Die romantische Liebe ist eine innerliche Liebe. Es ist eine Fähigkeit, wach und aufmerksam wahrzunehmen, mit offenem Herzen, mit Aufgeschlossenheit. Der Romantiker macht das Fenster der Seele weit auf und lässt hereinkommen, was der Tag, die Stunde, der Augenblick bringt. Liebe ist nicht möglich, wenn das Herz und die Seele abgekapselt sind. Liebe ist nur dann möglich, wenn völlige Offenheit herrscht, wenn die Seele bereit ist, zu empfinden, wenn der Mensch verletzlich und empfänglich für das Neue des Tages ist. Der Mensch muss bereit sein, den Stufenweg der Erkenntnis zu gehen. Zu lieben ist die Fähigkeit, wach und aufmerksam sensitiv wahrzunehmen, mit offenem Herzen, mit Aufgeschlossenheit. Man macht die Fenster der Seele weit auf und läßt hereinkommen, was der Tag, die Stunde, der Augenblick bringt. Liebe ist nicht möglich, wenn einer sein Herz und seine Seele abkapselt, wenn er sich verschließt und nach Sicherheit strebt.

Liebe ist nur dann möglich, wenn völlige Offenheit herrscht, wenn die Sinne wach sind, wenn die Seele bereit ist zu empfinden, wenn ich verletzlich und empfänglich für das Neue des Tages bin.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme, ohne Quellenangabe.

Was hier auf die sog. "romantische Liebe" bezogen wird, ist nach Lauster allgemeines Charakteristikum der Liebe.

Lauster wird im Literaturverzeichnis als (Rowohlt-)Taschenbuchausgabe von 2004 angegeben. Es finden sich aber keine Verweise auf dieser Quelle in der Dissertation. Der Text ist auf S. 41 in der Taschenbuchausgabe 2004 und auf S. 40 in der gebundene Ausgabe 1980 von ECON zu finden.


Quellen

[1.] Quelle:Jl/Becker-Cantarino 1997

Autor     Barbara Becker-Cantarino
Titel    "Feminismus" und "Emanzipation"? Zum Geschlechterdiskurs der deutschen Romantik am Beispiel der Lucinde und ihrer Rezeption
Sammlung    Salons der Romantik: Beiträge eines Wiepersdorfer Kolloquiums zu Theorie und Geschichte des Salons
Herausgeber    Hartwig Schultz
Ort    Berlin
Verlag    de Gruyter
Jahr    1997
Seiten    21-44
ISBN    978-3110146103
URL    https://books.google.de/books?id=jZCdCgAAQBAJ&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein

[2.] Quelle:Jl/Boerner 2003

Autor     Eric Boerner
Titel    Anmerkungen zu Alexander Puschkin (1799 – 1837)
Sammlung    Illeguan - deutsche und russische Literatur
Datum    3. Mai 2003
Anmerkung    Im Archive nachweislich erst ab 2003; wahrscheinlich ist der text allerdings älter, da er mit "© Illeguan 1998 – 2000" versehen ist.
URL    https://web.archive.org/web/20030503004626/http://home.arcor.de:80/berick/illeguan/push_bio.htm

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein

[3.] Quelle:Jl/Braun 1953

Autor     Maximilian Braun
Titel    Russische Dichtung im XIX. Jahrhundert
Ort    Heidelberg
Verlag    Carl Winter Universitätsverlag
Ausgabe    2. verbesserte Auflage
Jahr    1953
Anmerkung    Die auf den Seiten 68-49 von Jl aus Braun (1953) "zitierte" Passage findet sich nicht in dem Buch.

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[4.] Quelle:Jl/Buchner 1965

Autor     Hartmut Buchner
Titel    Eros und Sein. Erörterungen zu Platons Symposion
Ort    Bonn
Verlag    Bouvier Verlag
Jahr    1965

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[5.] Quelle:Jl/Clemens 2001

Autor     Detlev Clemens
Titel    Einführung
Sammlung    Kulturen des Eros
Herausgeber    Detlev Clemens / Tilo Schabert
Ort    München
Verlag    Fink Verlag
Jahr    2001
Anmerkung    Auf die gesamte Sammlung und einzelne Artikel darin wird in Fußnoten und im Literaturverzeichnis verwiesen. Die Einführung hingegen, welche vielfach als ungekennzeichnete Vorlage identisch übernommen wurde, bleibt gänzlich unerwähnt.
ISBN    3-7705-3583-9

Literaturverz.   

nein (vgl. Anmerkung)
Fußnoten    nein

[6.] Quelle:Jl/Held 2003

Autor     Heinz-Georg Held
Titel    Romantik. Literatur, Kunst und Musik 1790-1840
Ort    Köln
Verlag    DuMont Literatur und Kunst Verlag
Jahr    2003
Reihe    DuMont Schnellkurs

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[7.] Quelle:Jl/Kastinger Riley 1981

Autor     Helene M. Kastinger Riley
Titel    Das Bild der Antike in der Deutschen Romantik
Verlag    John Benjamins Publishing Co
Jahr    1981
Nummer    10
Reihe    German Language & Literature Monographs
ISBN    9027240035
ISSN    0378 4150
URL    https://books.google.de/books?id=aVN8fERjhs0C&printsec=frontcover

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein

[8.] Quelle:Jl/Lamprecht 2002

Autor     Harald Lamprecht
Titel    Platon oder Eros. Ein Beitrag zur Diskussion der Realitätsstrukturen des mittelhochdeutschen Minnesangs
Sammlung    Forschung und Vorträge
Herausgeber    Bundesverband Minnesang
Datum    14. Februar 2002
Anmerkung    Angegeben ist das Jahr des bisher (Stand 13.12.2017) frühest im WWW aufzufindenden Nachweises. Das Erscheinungs-/Abfassungsdatum (2003) der von Jl verfassten Magisterarbeit (vgl. [[2]]), die weitgehend in die Dissertation von 2009 Eingang gefunden hat und in der die inkriminierten Passagen wortwörtlich ebenso (und ebenso ohne Nachweis) zu finden sind, liegt nach dem Jahr 2002.
URL    Text: https://web.archive.org/web/20030910120415/http://www.minnesang.de:80/verband/forschung/platon.html .
Zur Datierung: https://web.archive.org/web/20020214234619/http://www.delta-alpha.de:80/minne/verband/forschung/index.html#Anfang

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein

[9.] Quelle:Jl/Lauster 1980

Autor     Peter Lauster
Titel    Die Liebe. Psychologie eines Phänomens
Verlag    Econ Verlag
Jahr    1980
Anmerkung    Taschenbuchausgabe seit 1982 bei Rowohlt Taschenbuch Verlag; Jl benutzt die Ausgabe von 2004.

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    nein

[10.] Quelle:Jl/Leuschner 2001

Autor     Nora Leuschner
Titel    Platons Ideenlehre
Herausgeber    Gymnasium Augustinianum
Ort    Greven
Jahr    2001
Anmerkung    Original ist wahrscheinlich schon im ersten Halbjahr des Schuljahres 1997/1998 entstanden und ist Bestandteil von Schülerprojekten des Philosophie-Grundkurses 13.1 (vgl. [3] und [4].)
URL    https://web.archive.org/web/20010716070336/http://www.muenster.org:80/august/philosophie/projekte/9798131/platoni.htm

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein

[11.] Quelle:Jl/Maaloxan-welt.de 2002

Titel    Der russische Komponist Peter Tschaikowsky (1840-1893)
Sammlung    www.maaloxan-welt.de
Herausgeber    Nattermann, Aventis Pharma Deutschland GmbH
Datum    28. Mai 2002
Reihe    Prominente Magenkranke
Anmerkung    Zum Zeitpunkt der Abfassung der Diss von Jl bis heute firmiert die Seite unter www.sodbrennen-welt.de.
URL    https://web.archive.org/web/20020528175545/http://www.maaloxan-welt.de:80/vip/vip_04.htm

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein

[12.] Quelle:Jl/Meyer 1995

Titel    Die Welt der Philosophin. Teilband 1. Antike und Mittelalter
Herausgeber    Ursula I. Meyer
Ort    Aachen
Verlag    ein-FACH-verlag
Jahr    1995
Reihe    Philosophinnen; Bd. 4
ISBN    3-928089-09-9

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein

[13.] Quelle:Jl/Microsoft Encarta 2007 - Platon - 2006

Titel    Platon
Sammlung    Microsoft® Encarta® 2007
Herausgeber    Microsoft Corporation
Jahr    2006

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein

[14.] Quelle:Jl/Microsoft Encarta 2007 - Romantik (Literatur) - 2006

Autor     Joachim Nagel
Titel    Romantik (Literatur)
Sammlung    Microsoft® Encarta® 2007
Herausgeber    Microsoft Corporation
Jahr    2006

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein

[15.] Quelle:Jl/Microsoft Encarta 2007 - Romantik (Musik) - 2006

Titel    Romantik (Musik)
Sammlung    Microsoft® Encarta® 2007
Herausgeber    Microsoft Corporation
Jahr    2006

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein

[16.] Quelle:Jl/Natorp 1921

Autor     Paul Natorp
Titel    Platos Ideenlehre. Eine Einführung in den Idealismus
Ort    Leipzig
Verlag    Verlag von Felix Meiner
Ausgabe    Zweite, durchgesehene und um einen metakritischen Anhang vermehrte Ausgabe
Jahr    1921
URL    https://archive.org/details/platosideenlehre00natouoft, [5]

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[17.] Quelle:Jl/Neumann 2004

Titel    Geselliges Leben. „Die schöne Geselligkeit kostet gar viele Zeit“
Herausgeber    Thomas Neumann
Beteiligte    Landeszentrale für politische Bildung Thüringen
Ort    Erfurt
Jahr    2004
Reihe    Quellen zur Geschichte Thüringens
ISBN    3-931426-81-5
URL    http://www.lzt-thueringen.de/files/esll_leben1800.pdf

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein

[18.] Quelle:Jl/Rauchfleisch 2004

Autor     Udo Rauchfleisch
Titel    Robert Schumann. Eine psychoanalytische Annäherung
Ort    Göttingen
Verlag    Vandenhoeck & Ruprecht
Jahr    2004
URL    http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0004/bsb00045918/images/

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[19.] Quelle:Jl/Revenstorf und Freudenfeld 2000

Autor     Dirk Revenstorf / Elsbeth Freudenfeld
Titel    Liebesstile: Komponenten der Liebe und Bedingungen für Eheglück: Ein Vergleich deutscher und mexikanischer Paare
Datum    27. Januar 2000
URL    https://web.archive.org/web/20010108014600/http://homepages.uni-tuebingen.de:80/revenstorf/drlist.htm

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein

[20.] Quelle:Jl/Schmid 2000

Autor     Wilhelm Schmid
Titel    Die Geburt der Philosophie im Garten der Lüste
Verlag    Suhrkamp
Ausgabe    4. Auflage
Jahr    2000
Anmerkung    1987 Erstausgabe im Athäneum-Verlag
ISBN    978-3-518-75063-6 (Ebook 2016)
URL    https://books.google.de/books?id=VS9rDQAAQBAJ&printsec=frontcover

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[21.] Quelle:Jl/Sier 1997

Autor     Kurt Sier
Titel    Die Rede der Diotima. Untersuchungen zum platonischen Symposion
Ort    Stuttgart / Leipzig
Verlag    B. G. Teubner
Jahr    1997
Nummer    86
Seiten    345
Reihe    Beiträge zur Altertumskunde
ISBN    978-3598776359
URL    https://books.google.de/books?id=_VUhAAAAQBAJ; https://www.degruyter.com/viewbooktoc/product/33449?rskey=W56WXO&onlyResultQuery=9783110953077

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[22.] Quelle:Jl/Weis 1986

Autor     Gabriele Weis
Titel    1798-1835 Romantik ///ein epochenprojekt aus dem jahre 1985/6
Sammlung    Deutsche Literaturgeschichte
Jahr    1986
Anmerkung    Datierung gemäß Aussage der Autorin; frühester Nachweis im Archive: 21. Mai 2002
URL    https://web.archive.org/web/20020521235126/http://gabrieleweis.de:80/2-bldungsbits/literaturgeschichtsbits/lit-gesch-romantik.htm

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein

[23.] Quelle:Jl/Wikipedia Alexander Sergejewitsch Puschkin 2009

Titel    Alexander Sergejewitsch Puschkin
Verlag    (Wikipedia)
Datum    28. Januar 2009
URL    https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Alexander_Sergejewitsch_Puschkin&oldid=55938102

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein

[24.] Quelle:Jl/Wikipedia Clara Schumann 2009

Titel    Clara Schumann
Verlag    (Wikipedia)
Datum    2. Januar 2009
URL    https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Clara_Schumann&oldid=54817749

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein

[25.] Quelle:Jl/Wikipedia Der goldne Topf 2009

Titel    Der goldne Topf
Verlag    (Wikipedia)
Datum    26. Januar 2009
URL    https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Der_goldne_Topf&oldid=55857018

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein

[26.] Quelle:Jl/Wikipedia E. T. A. Hoffmann 2009

Titel    E. T. A. Hoffmann
Verlag    (Wikipedia)
Datum    28. Januar 2009
URL    http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=E._T._A._Hoffmann&oldid=55950662

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein

[27.] Quelle:Jl/Wikipedia Kamjanka 2009

Titel    Kamjanka
Verlag    (Wikipedia)
Datum    17. Januar 2009
URL    https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kamjanka&oldid=55457641

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein

[28.] Quelle:Jl/Wikipedia Liebe 2006

Titel    Liebe
Verlag    (Wikipedia)
Datum    18. Oktober 2006
URL    https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Liebe&oldid=22712276

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein

[29.] Quelle:Jl/Wikipedia Meister Floh 2009

Titel    Meister Floh
Verlag    (Wikipedia)
Datum    20. Januar 2009
URL    http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Meister_Floh&oldid=55570889

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein

[30.] Quelle:Jl/Wikipedia Musik der Romantik 2009

Titel    Musik der Romantik
Verlag    (Wikipedia)
Datum    21. Januar 2009
URL    https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Musik_der_Romantik&oldid=55607016

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein

[31.] Quelle:Jl/Wikipedia Platonische Liebe 2009

Titel    Platonische Liebe
Verlag    (Wikipedia)
Datum    25. Januar 2009
URL    https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Platonische_Liebe&oldid=55812215

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein

[32.] Quelle:Jl/Wikipedia Robert Schumann 2009

Titel    Robert Schumann
Verlag    (Wikipedia)
Datum    31. Januar 2009
URL    https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Robert_Schumann&oldid=56060308

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein

[33.] Quelle:Jl/Wikipedia Romantik 2009

Titel    Romantik
Verlag    (Wikipedia)
Datum    31. Januar 2009
URL    https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Romantik&oldid=56086838

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein

[34.] Quelle:Jl/Wikipedia Romantische Ironie 2008

Titel    Romantische Ironie
Verlag    (Wikipedia)
Datum    13. Dezember 2008
URL    https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Romantische_Ironie&oldid=54100390

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein

[35.] Quelle:Jl/Wikipedia Slawophile 2008

Titel    Slawophile
Verlag    (Wikipedia)
Datum    23. Dezember 2008
URL    https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Slawophile&oldid=54462430

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein