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Jok/Fragment 005 01

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 5, Zeilen: 1-18
Quelle: Börner 1999
Seite(n): Internetquelle, Zeilen: http://www.daeda.de/node6.html
[Psycholinguistische Studien zeigen, dass bestimmte Arten von Wortfindungsstörungen bei Aphasie-Patienten] qualitativ mit denen vergleichbar sind, die auch bei Sprachgesunden auftreten. Wortfindungsstörungen in komprimierter Form zeigen, welche Probleme der Sprachgesunde mit seiner Wortsuche haben kann. Wortfindungsprobleme machen sich durch bestimmte Wortsuchprozesse und/oder Versprecher bemerkbar. Ein besonders hervorstechendes Phänomen ist die Tatsache, dass Sprachgesunde von Zeit zu Zeit das Gefühl haben, ihnen „liegt das Wort auf der Zunge“, welches sie nicht äußern können. Dieses so genannte Tip-of-the-tongue- Phänomen (TOT) beinhaltet, dass dem Sprecher sehr wohl die Bedeutung eines abzurufenden Wortes bekannt ist, ihm aber das passende Phonem nicht zugänglich ist. Psycholinguistische Studien haben dieses TOT-Phänomen experimentell hervorgerufen, wobei gezeigt werden konnte, dass Probanden, die ein weniger geläufiges Wort bei Vorgabe der dazugehörigen Definition abrufen sollen, teilweise die Information über Silbenstruktur und Anfangsbuchstaben bewusst ist, sie aber das Zielwort durch den TOT-Zustand nicht hervorbringen können ( Brown, McNeill 1988). Diese Tatsache berechtigt zu der Annahme, dass Bedeutung und Ausdruck getrennt voneinander bestehen und widerlegt auf diese Weise das Zeichenmodell von de Saussure (1910), das besagt, dass Inhalt, Bedeutung und Ausdruck eines Zeichens durch Assoziation unlösbar miteinander verbunden seien. Psycholinguistische Studien belegen, daß bestimmte Fehlerarten aphasischer Wortfindungsstörungen häufig qualitativ mit denen korrelieren, die auch bei Sprachgesunden auftreten. Die Forschung geht davon aus, daß aphasische Wortfindungsstörungen in komprimierter Form zeigen, welche Probleme der Sprachgesunde von Zeit zu Zeit mit seiner Wortsuche hat. Seine Wortfindungsprobleme machen sich durch bestimmte Wortsuchprozesse und/oder Versprecher ("slips of the tongue") bemerkbar. [...] Ein besonders hervorstechendes Phänomen ist die Tatsache, daß Sprachgesunde von Zeit zu Zeit das Gefühl haben, ihnen "liege das Wort auf der Zunge", welches sie nicht äußern können. Dieses sogenannte Tip-of-the-tongue-Phänomen (TOT) beinhaltet, daß dem Sprecher sehr wohl die Bedeutung eines abzurufenden Wortes bekannt ist, ihm aber die passende Wortform/Lautstruktur nicht zugänglich ist. [...] Psycholinguistische Studien haben dieses TOT-Phänomen experimentell nachgewiesen, wobei gezeigt werden konnte, daß Probanden, die ein weniger geläufiges Wort bei Vorgabe der dazugehörigen Definition abrufen sollen, teilweise die Information über Silbenstruktur und Anfangsbuchstaben bewußt ist, aber das Zielitem durch den TOT-Zustand insgesamt nicht hervorbringen können (vgl. BROWN/MCNEILL 1966). Diese Tatsache berechtigt die psycholinguistischen Wissenschaftler zu der Annahme, daß die Bedeutung und Ausdruck getrennt voneinander bestehen und widerlegt auf diese Weise das Zeichenmodell von DE SAUSSURE (1916). Dieses besagt, Inhalt/Bedeutung und Ausdruck seien durch Assoziation so unlösbar miteinander verbunden wie Vorder- und Rückseite eines Blattes.
Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

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