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Christus medicus: Die Pastoral als Ort der spirituell-ganzheitlichen Heilung im Heiligen Geist

von Dr. Jesu-Paul Manikonda

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Jpm/Fragment 101 05 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-01-07 22:20:33 Schumann
Büssing et al 2005, Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
KnallErbse
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 101, Zeilen: 5-27
Quelle: Büssing et al 2005
Seite(n): 84, 85, Zeilen: 84:20-27; 85:6-12, 30-40
Spiritualität, Gebet und Meditation wurden von alters her als gesundheitsfördernde Mittel eingesetzt. Ihre Bedeutung als Mittel zur Krankheitsbewältigung wird derzeit nicht nur in der Komplementärmedizin diskutiert, sondern wurde auch wissenschaftlich in vielen Studien in Amerika und Europa erfolgreich untersucht. Eine spirituelle Grundhaltung bzw. praktizierter Glaube hat in der Tat einen günstigen Einfluss auf die Krankheitsbewältigung (Seeman et al., 200378; Walach, 2005).79 „Spirituelles Wohlbefinden“ vermag insbesondere Patienten in präfinalen Krankheitsstadien vor Depressivität und Verzweiflung zu schützen (McClain et al., 2003;80 Nelson, 2002).81 Für viele Patienten ist der Glaube eine der vielen möglichen „Bewältigungsstrategien“ in ihrer Krankheit, wie z.B. aktives problemorientiertes Coping, Kampfgeist, Ablenkung, Bagatellisierung, Wunschdenken, Suche nach sozialer Unterstützung, Hilflosigkeit oder depressive Verarbeitung. Holland et al. (1999)82 konnten beweisen, dass das Vertrauen des Patienten in seine spirituellen und religiösen Überzeugungen eher mit aktiv-kognitivem als passivem Copingstil assoziiert ist.

Unterschiedliche Glaubensüberzeugungen bei Ärzten und Patienten mögen dazu beitragen, dass die Spiritualität bzw. Glaubensüberzeugung des Patienten, die für ihn im Rahmen der Krankheitsbewältigung von herausragender Bedeutung sein kann, im Arzt-Patienten-Dialog nicht berücksichtigt und die „Zuständigkeit“ bzw. „Verantwortlichkeit“ an den Pfarrer oder Psychotherapeuten delegiert wird. Das medizinische Personal hat oftmals nicht den Mut, Zeit oder Interesse, die psychospirituellen Anlie[gen oder Probleme von Patienten anzusprechen (Peach, 2003)83 oder setzt ein mangelndes Interesse voraus, obwohl sich viele Patienten wünschen, mit ihrem Arzt über ein psychospirituelles Thema zu sprechen.]


78 Seeman, T. et al.: Religiosity/Spirituality and Health. A critical review of the evidence for biological pathways, American Psychologist 2003; 58: 53-63.

79 Walach, H.: Spiritualität als Ressource – Ein neues Forschungsfeld und seine Chancen und Probleme, Deutsche Zeitschrift für Onkologie 2005; 37: 4-12.

80 McClain, C.S. et al.: Effect of spiritual well-being on end-of-life despair in terminally-ill cancer patients, Lancet 2003; 361: 1603-1607.

81 Nelson, C.J. et al.: Spirituality, religion and depression in the terminally ill, Psychosomatics 2002; 43: 213-220.

82 Holland, J.C. et al.: The role of religious and spiritual beliefs in coping with malignant melanoma, Psychoonkology 1999; 8: 14-26.

[83 Peach, H.G.: Religion, spirituality and health: how should Australia‟s medical professionals respond? Med J Aust 2003; 178: 86-88.]

[Seite 84]

Die Bedeutung von Spiritualität und Religiosität (SpR) als Mittel zur Krankheitsbewältigung wird derzeit nicht nur in der Komplementärmedizin diskutiert. Für viele Patienten ist ihr Glaube eine von vielen möglichen „Bewältigungsstrategien“, wie z.B. ein aktives problemorientiertes Coping, Kampfgeist, Ablenkung, Bagatellisierung und Wunschdenken, Suche nach sozialer Unterstützung oder Hilflosigkeit und depressive Verarbeitung. Holland et al. (1999) konnten zeigen, dass das Vertrauen eines Patienten in seine spirituellen und religiösen Überzeugungen eher mit einem aktiv-kognitiven als mit einem passiven Copingstil assoziiert ist.

[Seite 85]

Eine spirituelle Grundhaltung bzw. religiöse Praxis scheint in der Tat einen günstigen Einfluss auf den Krankheitsumgang zu haben (Übersichten Sloan et al. 1999; Thoresen 1999; McCullough et al. 2000; Sloan und Bagiella 2002; Powell et al. 2003; Seeman et al. 2003; Stefanek et al. 2004; Walach 2005). „Spirituelles Wohlbefinden“ scheint zudem insbesondere bei Patienten in finalen Krankheitsstadien vor Depressivität und Verzweiflung zu schützen (Fehring et al. 1997; Nelson 2002; McClain et al. 2003). [...]

[...]

Die mögliche Diskrepanz der religiösen Einstellungen der Behandelnden und Behandelten mag dazu beigetragen haben, dass die SpR Einstellung der Patienten, die für ihn selber von eminenter Bedeutung im Umgang mit seiner Krankheit sein können, im Arzt-Patienten-Dialog nicht berücksichtigt werden und die „Zuständigkeit“ für diese Seite des Patienten an den Pfarrer oder Psychotherapeuten delegiert werden. Es mag auch zutreffen, dass das medizinische Personal keine Zeit, Courage oder tatsächlich Interesse hat, diese Seite des Patienten anzusprechen (Peterson 1985; Peach 2003), oder sich mit einem eingeschränkten Interesse der Patienten konfrontiert sieht, über solch persönliche Dinge überhaupt zu sprechen (Ehman et al. 1999), obwohl es sich viele durchaus zu wünschen scheinen (King und Bushwick. 1994).

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(KnallErbse) Schumann


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