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Jpm/288

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Christus medicus: Die Pastoral als Ort der spirituell-ganzheitlichen Heilung im Heiligen Geist

von Dr. Jesu-Paul Manikonda

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[1.] Jpm/Fragment 288 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-08-01 21:28:33 Fret
Fragment, Frohnhofen 1997, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
KnallErbse
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 288, Zeilen: 1-27
Quelle: Frohnhofen 1997
Seite(n): 5, 6, 8,19, 22, Zeilen: -
[Mit dem Ausdruck] „Sünde“ ist viel Grundlegenderes gemeint: Wir erkennen angesichts der erfahrenen Liebe Gottes, im Glauben und durch den Glauben, unser individuelles wie kollektives Zurückbleiben hinter dieser Liebe in Vergangenheit und Gegenwart.58

Aus biblischer Sicht vollziehen sich Erlösung und Befreiung prozesshaft in der jeweiligen konkreten Lebenssituation, sind aber keine punktuellen, den Menschen magisch in seinen Bann ziehende Ereignisse. Jahwe befreite das Volk Israel von der Sklaverei und führte es mit machtvollem Arm aus Ägypten heraus (Ex 6,6). Diese Grunderfahrung der Befreiung begründet im Dekalog nach den Weisungen Jahwes, niemanden zu versklaven oder zu unterdrücken, stattdessen selbst zu befreiten Menschen zu werden: „Denk daran, dass du Sklave gewesen bist in Ägypten und dass Jahwe, dein Gott, dich von dort befreit hat“ (Dt 24,17f; 15,12-15). Die Heilungen und Heilstaten Jesu im Neuen Testament stellen unter Beweis, dass die angebrochene Herrschaft der Güte Gottes nicht nur den seelischen Bereich des einzelnen, sondern auch die Leiblichkeit und Gemeinschaft bzw. Gesellschaft betrifft. Dies wird besonders in den Krankenheilungen Jesu sichtbar, in seiner außerordentlichen Zuwendung zu den Armen, Kranken und Sündern, selbst zu Judas Iskariot im Jüngerkreis, der ihn verriet, indem er diese versöhnend und heilend zusammenführt (Lk 6,15; Mk 2,14). Für letztere geht er sogar in den Tod, um Menschen von allem Unheil an Leib-Geist-Seele zu befreien, zu heilen und zu erlösen. Diese neuen Verhaltensweisen, von denen er in der Bergpredigt spricht (Mt 5,1-7), schaffen ein angstfreies und versöhnendes Miteinander.

Die Erlösung der Menschen und der ganzen Schöpfung (universale Erlösung) soll Recht und Gerechtigkeit, Befreiung und Aufrichtung für die [Armen, Kranken und Notleidenden bringen (Jes 61; Jer 23,5f; Ps 72) und die Erde soll reiche Frucht hervorbringen (Jes 29,17; 32,15), so dass die tägliche Sorge ein Ende hat.]


58 Vgl. Spaemann, R.: „Sünde“ wird von ihm interpretiert „als ein schuldhaftes Bleiben des Menschen in einer „Natürlichkeit“, die gerade dadurch unnatürlich wird, dass sie sich nicht, wie es in ihrer Anlage liegt (auf Gott hin) transzendiert.“ in: Schönborn, Ch.: Zur kirchlichen Erbsündenlehre. Stellungnahme zu einer brennenden Frage (Kriterien 87), Einsiedeln 1991; 41-66, hier 65.

[S. 19, Z. 19-26]

Mit dem Ausdruck >Sünde< hingegen ist sehr viel Grundlegenderes, Wichtigeres gemeint. Dieser Ausdruck nämlich markiert die Tatsache, daß wir erst angesichts der erfahrenen Liebe Gottes, also im Glauben und durch den Glauben, unser individuelles wie kollektives Zurückbleiben hinter dieser Liebe in Vergangenheit und Gegenwart erkennen.48 Erst angesichts der Liebe Gottes wird uns deutlich, wie sehr wir selbst in kleinen wie in großen Taten, zumeist jedoch in Unterlassungen, hinter dieser Liebe zurückbleiben, ja je mehr wir von der Liebe Gottes erfahren, desto deutlicher erkennen wir unsere Sünde, unsere immer noch bestehende Trennung von dieser Liebe.

[S. 5, Z. 38-45]

Auch aus biblischer Perspektive ist Erlösung nämlich kein punktuelles, den Menschen magisch in seinen Bann ziehendes Ereignis; sondern Erlösung und Befreiung vollziehen sich prozeßhaft in der konkreten Lebensgeschichte. Vor allem das Volk Israel erzählt von seiner Geschichte als einem zentralen Erfahrungsfeld Jahwes und seines befreienden Wirkens. Besonders hervorgehoben wird hierbei bekanntlich Jahwes Einlösung seines Versprechens, sein Volk aus dem Frondienst in Ägypten herauszuführen, von der Sklavenarbeit zu befreien und mit ausgestrecktem Arm zu lösen (Ex 6, 6).

[S. 6, Z. 7-11]

Mit dieser Grunderfahrung der Befreiung wird der Dekalog begründet sowie die Weisung Jahwes, niemand zu unterdrücken oder zu übervorteilen, sondern stattdessen auf vielfältige Weise auch selbst zum go´el zu werden: "Denke daran, daß du Sklave gewesen bist in Ägypten und daß Jahwe, dein Gott, dich von dort befreit hat" (Dtn 24,17f; 15,12-15).

[S. 8, Z. 1-7]

[Jesu Taten zeigen sehr deutlich, daß die anbrechende Herrschaft der Güte Gottes nicht nur den seelischen Bereich des einzelnen,] sondern auch die Leiblichkeit und Gemeinschaft der Menschen betrifft. Das wird besonders sichtbar in Jesu Krankenheilungen, in seiner anstoßerregenden Zuwendung zu den >notorischen Sündern< und auch in seinem Jüngerkreis, der selbst Feinde - Zöllner und Zelot - versöhnend zusammenführt (Mk 2,14; Lk 6,15). Im Umkreis Jesu werden so die neuen Verhaltensweisen, von denen Jesus spricht (z.B. Mt 5-7), bereits möglich und wirklich, wird versöhntes, gewalt- und angstfreies Miteinander anfanghaft realisiert.

[S. 22, Z. 10-16]

Nach der Exilskatastrophe verheißen einige Propheten eine universale Erlösung durch das universale Herrwerden Jahwes, das Recht und Gerechtigkeit, Befreiung und Aufrichtung für die Armen und Gedrückten bringen soll (Jes 61; Jer 23,5f; Ps 72). Es wird zum Einschmelzen der Waffen und zum Frieden unter den Völkern führen (Mi 4,1-4; Jes 2,2-5; 25,6-12). Die Erde aber soll über das Lebensnotwendige hinaus überreiche Frucht bringen (Joel 2,19.24; 3,18; Jes 29,17; 32,15), so daß die tägliche Sorge ein Ende hat.


48 Vgl. auch R. SPAEMANN, der >Sünde< interpretiert "als ein schuldhaftes Bleiben des Menschen in einer >Natürlichkeit<, die gerade dadurch unnatürlich wird, daß sie sich nicht, wie es in ihrer Anlage liegt (auf Gott hin) transzendiert" (Über einige Schwierigkeiten mit der Erbsündenlehre, in: Ch. SCHÖNBORN u.a., Zur kirchlichen Erbsündenlehre. Stellungnahmen zu einer brennenden Frage (Kriterien 87) Einsiedeln 1991, 41-66, hier 65).

Anmerkungen

Zusammengestellt aus der nichtgenannten Quelle. Letzter Teil stark komprimiert.

Sichter
(KnallErbse), fret


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