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Jpm/292

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Christus medicus: Die Pastoral als Ort der spirituell-ganzheitlichen Heilung im Heiligen Geist

von Dr. Jesu-Paul Manikonda

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Jpm/Fragment 292 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-09-07 13:03:05 Fret
Fragment, Gesichtet, Jpm, Merklein 1998, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 292, Zeilen: 1-26 (komplett)
Quelle: Merklein 1998
Seite(n): 62, 63. 64, Zeilen: 2-10, 12-20, 10-32
[Er] ist davon überzeugt, dass ganz Israel mit dem Gericht Gottes konfrontiert ist.65 Die Abrahamskindschaft lässt Johannes als Berufungsinstanz für kommendes Heil nicht gelten: „Meint nicht bei euch sagen zu können: Wir haben Abraham zum Vater!“(Mt 3,9a). Nach Johannes zielt die Taufe auf „Vergebung der Sünden“ (Mk 1,4) und damit auf die Reinigung Israels. Die Taufe „beseitigt…, die anthropologische Ursache des Gerichts. Fehlt diesem der Anlass, kann es ausbleiben.“66 Die Taufe besitzt zumindest indirekt auch soteriologische Kraft, sofern ihr Empfang von dem kommenden Gericht zu bewahren bzw. die Voraussetzung für den Heilsempfang zu schaffen vermag. „Die Dominanz des Zorns bleibt allerdings bewahrt.“67

Nach der Botschaft des Täufers kann niemand dem kommenden Zorn entgehen (Mt 3,8). Daher ist es nötig, der Umkehr würdige Früchte zu bringen. Umkehr zielt nicht auf das Entrinnen vor dem Zorn Gottes, sondern auf dessen Anerkennung und Bereitschaft, sich ihm zu stellen. Die „Frucht der Umkehr“ ist als das „erkennbare äußere Zeichen“ wohl mit der Taufe selbst zu identifizieren.68 Dem entspricht die Bezeichnung „Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden“ (Mk 1,4). So macht die Taufe nicht den kommenden Zorn gegenstandslos, sondern ist dessen Vorwegnahme und Vollzug. Dabei symbolisiert das Untertauchen im Wasser das Todesgericht über den Sünder.69 Diese Art von Gerichtsvollzug hat rettende und heilsame Wirkung – die Sünden sind vergeben (Mk 1,4), da der Sünder als ihr Verursacher vernichtet ist. Der aus dem Wasser Auftauchende ist neue Schöpfung und wird als Weizen bezeichnet, den der Kommende in seiner Scheune sammelt (Mt 3,12). Die Taufe bietet Neuschöpfung als reale Möglichkeit, so dass im vorweggenommen [Gericht Heil geschieht.]


65 Vgl. v. Dobbler, S.: Die Botschaft Johannes des Täufers und ihre Rezeption bei den Johannesjüngern im Rahmen der Theologiegeschichte des Frühjudentums (BBBB 70), Frankfurt a.M. 1988; 83-131.

66 Becker, J.: Johannes der Täufer und Jesus von Nazareth (BSt 63), Neukirchen-Vluyn 1972; 22.

67 Ebd.

68 Merklein, H.: Die Umkehrpredigt bei Johannes dem Täufer und Jesus von Nazareth, in: ders., Studien zu Jesus und Paulus (WUNT 43), Tübingen 1987; 109-126.

69 Die Symbolik des Wassers ist religionsgeschichtlich weit verbreitet. Für das AT vgl. zum Wasser als Symbol des Todes bzw. der Todesgefahr 2 Sam 22,5f; Ps 18,17; die Sintflutgeschichte Gen 6-9, den Durchzug durch das Rote Meer mit dem Gericht über die Ägypter Ex 14,15, bes. 15,7,8-10.

[S. 62 Z. 2-10]

Die Anrede »Schlangenbrut« steht im Gegensatz zur (physischen) Abrahamskindschaft, die Johannes als Berufungsinstanz für ein kommendes Heil nicht mehr gelten läßt: »Meint nicht bei euch sagen zu können: Wir haben Abraham zum Vater!« (Mt 3,9a par). [...] Wohl im Gefolge deuteronomistischer Verkündigung ist Johannes davon überzeugt, daß ganz Israel mit dem Gericht Gottes konfrontiert ist.

[S. 63, Z. 12-20]

Im übrigen zielt die für Johannes so typische Taufe, die ihm den Beinamen »der Täufer« eingetragen hat, auf die »Vergebung der Sünden« (Mk 1,4) und damit auf die Reinigung Israels. Die Taufe »beseitigt. . . die anthropologische Ursache des Gerichts. Fehlt diesem der Anlaß, kann es ausbleiben«. Die Taufe besitzt also zumindest indirekt auch soteriologische Kraft, sofern ihr Empfang vor dem kommenden Gericht zu bewahren bzw. die Voraussetzung für den Heilsempfang zu schaffen vermag. »Die Dominanz des Zorns bleibt« allerdings »gewahrt«.

[S. 64 Z. 10-32]

Weil niemand dem kommenden Zorn Gottes entrinnen kann, ist es nötig, würdige Frucht der Umkehr zu erbringen, wobei deren Inhalt sich dann auch von V. 7b her bestimmt. Umkehr zielt nicht auf das Entrinnen vor dem Zorn Gottes, sondern auf dessen Anerkennung und die Bereitschaft, sich ihm zu stellen. Die »Frucht der Umkehr« als das geforderte »erkennbare äußere Zeichen« ist wohl mit der Taufe selbst zu identifizieren. Dazu würde auch die Bezeichnung »Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden« (Mk 1,4) passen19. Die Taufe will also nicht den kommenden Zorn Gottes gegenstandslos machen, sondern ist dessen Vorwegnahme und Vollzug. Das Untertauchen im Wasser, das der Täufling passiv (!) an sich geschehen läßt, symbolisiert das Todesgericht über den Sünder. Eben dieses Todesgericht hat aber positive Wirkung. Die Sünden sind vergeben (vgl. Mk 1,4), weil der Sünder als ihr Verursacher vernichtet ist. Was aus dem Wasser auftaucht, ist neue Schöpfung, ist Weizen, den der Kommende in seine Scheune sammelt (Mt 3,12ba par). Die Drohung, daß Gott aus toten Steinen dem Abraham Kinder erwecken könne (Mt 3,9b par), ist daher nicht nur eine fiktive Möglichkeit, um die Treue Gottes angesichts seines Zorns über Israel wahren zu können. Die darin angesprochene Neuschöpfung bietet Johannes mit seiner Taufe vielmehr auch als reale Möglichkeit an. Die symbolische Unterstellung unter das Todesgericht in der Taufe eröffnet die Möglichkeit neuer Schöpfung. Im vorweggenommenen Gericht geschieht Heil.

Anmerkungen

Der Verweis auf Merklein bezieht sich auf einen anderen Aufsatz in einem früheren Aufsatzband.

Sichter
KnallErbse


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