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Jpm/293

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Christus medicus: Die Pastoral als Ort der spirituell-ganzheitlichen Heilung im Heiligen Geist

von Dr. Jesu-Paul Manikonda

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[1.] Jpm/Fragment 293 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-09-07 12:49:48 Fret
Fragment, Gesichtet, Jpm, Merklein 1998, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 293, Zeilen: 1-30
Quelle: Merklein 1998
Seite(n): 65-67, Zeilen: 22-35, 9ff, 1-6
Wer sich dem Gericht Gottes stellt, wird neu geschaffen, wer ihm auszuweichen sucht, kommt um. In ihm wird der Realität der sündigen menschlichen Existenz Rechnung getragen und das Heil als die allein Gott mögliche Schöpfungstat in der Begegnung des Menschen mit dem Heiligen erwartet.70

Wie der Täufer das Gericht, so verkündet Jesus das Heil: „Nahe gekommen ist die Gottesherrschaft“ (Mk 1,15; Mt 10,7) und übernimmt die Prämisse des Täufers, dass alle umkommen, wenn sie nicht umkehren (LK 13,3-5).71 Umkehr vollzieht sich dabei nicht in der Übernahme des Gerichts, wie bei Johannes, sondern in der Annahme der Heilsbotschaft. In diesem Kontext wird das Gericht über den Satan ausdrücklich betont: „Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen“ (Lk 10,18). Der Ankläger der Sünder ist gestürzt, so dass Jesus dem Volk Israel allgemeinen Schulderlass gewährt. In den Begegnungen und der Tischgemeinschaft mit Zöllnern und Sündern bringt Jesus den Heilsentscheid Gottes symbolisch zum Ausdruck und verkündet dem Volk Israel eschatalogisches Heil: „Selig die Armen, denn ihnen gehört die Gottesherrschaft“ (Lk 6,20b). Jesus etablierte das Reich Gottes, indem er durch Wunder und Zeichen wirkte, Kranke heilte und Dämonen austrieb (Lk 11,20). Das Gericht wird aber denen angedroht, die das Heilsangebot nicht annehmen.72 Aufgrund der vorliegenden, verschiedenen Sinndeutungen des „Gerichts“ handelt es sich um ein komplexes Verständnis und einen konditionalen Charakter der Gerichtsaussagen.

Jesus ist sich bewusst, dass das anbrechende Heil unheile Strukturen der Welt nicht einfach verschwinden lässt. Die Heilsbotschaft schafft nicht nur Frieden, sondern auch Feindschaft, sogar „Hass“ gegenüber den eigenen Angehörigen (Lk 14,26) und Entzweiung der Familien (Lk 12,52). Jesus ist nicht nur mit der Absicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern auch das Schwert (Mt 10,34); Feuer wollte er auf die Erde werfen (Lk 12,49). Möglicherweise setzte Jesus bei seinen Jüngern die Bereit[schaft zum Martyrium voraus (Lk 14,27; [...] ]


70 Vgl. Merklein, H.: Gericht und Heil. Zur heilsamen Funktion des Gerichts bei Johannes dem Täufer, Jesus u. Paulus, in:J ahrbuch für Biblische Theologie, Bd. 5, Schöpfung und Neuschöpfung, Neukirchener 1990; 76.

71 Vgl. Die Rede von der bösen Generation, Mk 8,12; Lk 11,29 par Mt 12,39.

72 Zum konditionalen Charakter der Gerichtsaussage, vgl. Merklein, H.: Die Gottesherrschaft als Handlungsprinzip. Untersuchungen zur Ethik Jesu (fzb 34), Würzburg 1984; 146-149.

[S. 65, Z. 22-24, 31-35]

Grundlegend ist beide Male aber der Gerichtsgedanke: Wer sich dem Gericht Gottes stellt, wird neugeschaffen, wer ihm auszuweichen sucht, kommt um. [...] In äußerster Ernsthaftigkeit wird der Realität der (sündigen) menschlichen Existenz Rechnung getragen und das Heil in letzter Konsequenz als die allein Gott mögliche Schöpfungstat in der für den Menschen immer tödlichen Begegnung mit dem Heiligen erwartet.

[S. 66, Z9ff]

Wie der Täufer das Gericht, so verkündet Jesus jetzt apodiktisch das Heil: »Nahegekommen ist die Gottesherrschaft« (Mk 1,15; Mt 10,7 par). Zwar weiß auch Jesus um die Sünde Israels; er teilt die Prämisse des Täufers, daß alle umkommen, wenn sie nicht umkehren (Lk 13,3.5)24. Doch konkretisiert sich diese Umkehr nicht in der Übernahme des Gerichts wie bei der Taufe des Johannes, sondern in der Annahme der Heilsbotschaft. Ausdrücklich genannt und vorausgesetzt wird das Gericht über den Satan: »Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen« (Lk 10,18). Der himmlische Ankläger und Repräsentant der Sünde Israels ist gestürzt, der metahistorische Grund für die Verurteilung Israels ist damit entfallen, so daß Jesus von einem allgemeinen Schulderlaß, einer Art Generalamnestie, ausgehen kann. In Tischgemeinschaften und Begegnungen mit Zöllnern und anderen als Sünder eingestuften Menschen bringt Jesus diesen Heilsentscheid Gottes zeichenhaft zum Ausdruck und proklamiert das eschatologische Heil für das bei Johannes noch unter der akuten Gerichtsdrohung stehende Israel: »Selig die Armen, denn ihnen gehört die Gottesherrschaft« (Lk 6,20b par). Jetzt ist Heilszeit; jetzt geschieht, was Propheten und Könige ersehnt haben (Lk 10,23 par); jetzt erfüllt sich die Verheißung der Propheten (Lk 7,22f par). Wenn er, Jesus, Wunder vollbringt und Dämonen austreibt, dann ist die Gottesherrschaft schon präsent (Lk 11,20 par). Für das Gericht bleibt nurmehr ein konditionaler Platz. Es wird denen angedroht, die das Heilsangebot nicht annehmen. Selbstverständlich weiß auch Jesus, daß das anbrechende Heil die unhei[len Strukturen der Welt nicht einfach verschwinden läßt.]

[S. 67, Z. 1-6]

Zum Teil verstärkt es sie sogar. Die Heilsbotschaft schafft nicht nur Frieden, sondern auch Feindschaft. Sie führt zum »Haß« der eigenen Angehörigen (Lk 14,26 par) und zur Entzweiung der Familien (Lk 12,52f par)26. Insofern ist Jesus nicht gekommen, den Frieden zu bringen, sondern das Schwert (Mt 10,34 par); [...]

Anmerkungen

Keine Kennzeichnung.

Sichter
KnallErbse


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