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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 62, Zeilen: 6-37
Quelle: Knauth 1998
Seite(n): 1 (internetversion), Zeilen: -
Die „Theologie der Befreiung“ ist Sammelbegriff für eine neue Bestimmung der Theologie. In ihr wird das Thema sozialer Ausgrenzung zum Bezugspunkt theologischen Handelns und Denkens gewählt. Gemeint ist eine Theologie, die von der sozialen Wirklichkeit der Menschen ausgeht und soziale Gerechtigkeit in ihr Zentrum stellt. Ungefähr vor dreißig Jahren erlangte erstmals eine theologische Position aus der Dritten Welt weltweite Bedeutsamkeit und trug zum Entstehen wichtiger Reformbewegungen in der Kirche, an Universitäten, in Gemeinden und sozialen Bewegungen bei. Von Anfang an versteht sich die Theologie der Befreiung als eine kontextuelle Theologie. Sie entstand in der Auseinandersetzung mit der Realität in lateinamerikanischen Gesellschaften und entwickelte sich als theologische Reflexion und Praxis der Befreiung aus verschiedenen Formen der Abhängigkeit. Sie erarbeitete ein Konzept, durch das christlicher Glaube und Glaubenspraxis auf soziale, wirtschaftliche, kulturelle und religiöse Problemlagen der Gesellschaften hin ausgelegt und an der Perspektive der Ausgegrenzten orientiert wird.

Die Befreiungstheologie ist zum Lernmodell auch für die europäische Theologie geworden. Erstmals in der neuzeitlichen Theologiegeschichte veränderte sich das Lerngefälle zu Gunsten der Länder des Südens: die neue Art, Theologie zu betreiben, galt auch nordamerikanischen und europäischen Christen als beispielhaft für eine zeitgemäße Theologie, die die soziale und politische Dimension des Glaubens akzentuiert. Befreiung ist ein universelles Projekt, das durch soziale, religiöse, kulturelle, generationsbezogene und geschlechtsspezifische Lagen von Abhängigkeit vielfach gebrochen ist. Daher muss Befreiung für jeden Kontext neu definiert werden. Es wäre ein Missverständnis, die Theologie der Befreiung allein mit Lateinamerika oder lediglich mit der Vätergeneration von Gustavo Gútierrez über Juan Luis Segundo bis Leonardo Boff zu verbinden. Neue Generationen sind hinzugekommen, der Blick hat sich auf Theologien geweitet, die über andere Kontexte der Unterdrückung reflektieren. Die Befreiungstheologie durchlief in den letzten zehn Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung.

Die "Theologie der Befreiung" ist ein Sammelbegriff für eine neue Bestimmung der Theologie. In ihr wird das epochale Thema sozialer Ausgrenzung zum Bezugspunkt theologischen Handelns und Denkens gewählt. Gemeint ist eine Theologie, die von der sozialen Wirklichkeit der Menschen ausgeht und soziale Gerechtigkeit in ihr Zentrum stellt.

Ungefähr vor dreißig Jahren hatte erstmals eine theologische Position aus der Dritten Welt weltweite Bedeutsamkeit erlangt und zum Entstehen wichtiger Reformbewegungen innerhalb der Kirche, an den Universitäten, in Gemeinden und sozialen Bewegungen beigetragen. Von Anfang an hat sich die Theologie der Befreiung als eine kontextuelle Theologie verstanden.

Das bedeutet: Sie entsteht in der Auseinandersetzung mit der Realität der lateinamerikanischen Gesellschaften, sie entwickelte sich als theologische Reflexion und Praxis der Befreiung aus verschiedenen Formen von Abhängigkeit. Sie erarbeitet eine eigene Methodologie, durch die christlicher Glaube auf die sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen und religiösen Problemlagen der Gesellschaften hin ausgelegt und christliche Praxis an der Perspektive der Ausgegrenzten orientiert wird.

Trotz ihres bewußt vertretenen kontextuellen Charakters ist die Befreiungstheologie zum Lernmodell auch für die europäische Theologie geworden. Erstmals in der neuzeitlichen Theologiegeschichte hat sich das Lerngefälle zu Gunsten der Länder des Südens umgedreht: die neue Art, Theologie zu treiben galt auch nordamerikanischen und europäischen Christen und Christinnen als beispielhaft für eine zeitgemäße Theologie, die die soziale und politische Dimension des Glaubens akzentuiert und die Verbindung mit emanzipatorischen Prozessen sucht. Befreiung ist ein universelles Projekt, das in sich Zeiten, Regionen kontextualisiert und durch soziale, religiöse, kulturelle, generationelle und geschlechtsspezifische Lagen von Abhängigkeit vielfach gebrochen ist. Befreiung muß für jeden Kontext neu buchstabiert werden.

Es wäre ein Mißverständnis, die Theologie der Befreiung allein mit Lateinamerika zu verbinden. Genauso falsch wäre es, Befreiungstheologie lediglich mit der Vätergeneration von Gustavo Gútierrez über Juan Luis Segundo bis Leonardo Boff zu verbinden. Neue Generationen sind hinzugekommen, der Blick hat sich auf Theologien geweitet, die auf andere Kontexte von Unterdrückung reflektieren. Die Befreiungstheologie hat in den letzten zehn Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung durchlaufen.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), fret

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