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VroniPlag Wiki

Jpm/Fragment 273 01

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 273, Zeilen: 1-38
Quelle: Jakob_2007c
Seite(n): 17, 18, Zeilen: -
Gesundheitsfördernde Faktoren von Spiritualität und Religiosität sind:

- Menschen, die ihren Glauben praktizieren, weisen einen durchschnittlich geringeren Konsum von Tabak, Alkohol und Drogen auf als Menschen, die ihren Glauben nicht praktizieren, wodurch eine Vermeidung von Risikoverhalten zum Ausdruck kommt.

- Religiöse Praktiken wie Gebet und Meditation zeigen einen positiven Einfluss auf physiologische Funktionen des Körpers, wodurch der Blutdruck gesenkt und die Ausschüttung von Stresshormonen reduziert wird. Die durch Spiritualität oder Religiosität bewirkte psychophysische Entspannung führt zu Stressreduktion.

- Gläubige erfahren oft in der Gemeinschaft ein tragendes soziales Netz (social support).

- Spiritualität oder Religiosität kann zu einem sinnerfüllten Leben führen.

- Gläubige mobilisieren oft heilende Ressourcen zur Bewältigung von Leid und Krankheit

Die oben genannten Faktoren sind nicht ausschließlich für Spiritualität und Religiosität, sondern allgemein als gesundheitsfördernd anerkannt, so dass der statistisch festgestellte Zusammenhang zwischen Spiritualität, Religiosität und Gesundheit zwar signifikant, aber nicht eindeutig kausal ist. Diesen epidemiologischen Studien gegenüber werden aber einige grundsätzliche Einwände vorgebracht, da bei einigen Studien Mängel im Aufbau oder statistische Fehler festgestellt wurden. Es wurde bezweifelt, ob Spiritualität oder Religiosität überhaupt messbar ist, und die Teilnahme an religiösen Veranstaltungen wirklich etwas über die Spiritualität oder Religiosität eines Menschen aussagt, oder die Ergebnisse nicht eher darauf zurückzuführen sind, dass Kranke nicht die Möglichkeit haben, an religiösen Veranstaltungen wie Gottesdiensten oder Gebetsreffen teilzunehmen? Bestimmte Formen von Spiritualität und/oder Religiosität können allerdings auch negative Einflüsse auf die leibseelische Gesundheit haben und durch zu enge Moralvorstellungen Angst erzeugen. Außerdem wurden die meisten Studien in Amerika durchgeführt, wo Religiosität und Spiritualität eine größere Bedeutung als in Europa beigemessen wird. Man könnte meinen, dass hier der Glaube instrumentalisiert wird. Vom christlichen Standpunkt aus gesehen gibt es weitere Kritikpunkte, sich im Hinblick auf die positive, heilende Wirkung des Glaubens auf diese epidemiologischen Studien zu verlassen. Vielleicht liegt ihnen ein zu eng gefasster Begriff von Gesundheit und Heilung zugrunde, der nach christli-[cher Auffassung zu einseitig ist?]

[Seite 17, Zeile 28ff]

Als Gesundheit fördernde Faktoren von Spiritualität werden genannt:

- Vermeiden von Risikoverhalten: Bei Menschen, die ihren Glauben praktizieren, ist der Konsum von Tabak, Alkohol und Drogen im Durchschnitt geringer als bei Menschen, die dies nicht tun.

- Gebet, Meditation und religiöse Rituale haben einen messbaren Einfluss auf physiologische Vorgänge im Körper. So kommt es beispielsweise zu einer Senkung des Blutdrucks und einer Verringerung der Ausschüttung von Stresshormonen im Körper. Diese Vorgänge können als Stressreduktion durch Entspannung beschrieben werden.

[Seite 18, Zeile 1-34]

- Glaube trägt zur Sinnfindung bei.

- Gläubige leben oft in einem tragenden sozialen Netz.

- Gläubige Menschen können Ressourcen zum Umgang mit Krankheiten und Schicksalsschlägen mobilisieren („innere Kraftquellen“, soziale Unterstützung).

Bei dieser Aufzählung wird deutlich: Alle diese Faktoren sind allgemein anerkannt als gesundheitsfördernd und nicht etwa spezifisch für Spiritualität. Deshalb ist der statistisch festgestellte Zusammenhang zwischen Spiritualität und Gesundheit zwar wahrscheinlich stichhaltig (valide), aber nicht eindeutig kausal.

Nun wurden und werden gegenüber diesen epidemiologischen Studien aber einige grundsätzliche Einwände vorgebracht:5

- Vor allem bei den älteren dieser Studien wurden Mängel im Studienaufbau und statistische Fehler festgestellt.

- Die meisten Studien wurden in den USA durchgeführt, wo Spiritualität einen ganz anderen, nämlich viel höheren, Stellenwert hat als zum Beispiel in Europa. Deshalb können die Ergebnissee dieser Untersuchungen nicht ohne weiteres auf die europäische Situation übertragen werden.

- Es ist zu fragen, ob Spiritualität überhaupt messbar ist. Sagt die Teilnahme an religiösen Veranstaltungen wirklich etwas aus über die Spiritualität eines Menschen? Oder sind die Ergebnisse etwa darauf zurückzuführen, dass kranke Menschen eben nicht die Möglichkeit haben, zum Gottesdienst zu gehen und deshalb nicht erfasst werden?

- Nach wie vor ist festzuhalten, dass bestimmte Formen von Spiritualität auch negative Auswirkungen auf die leibseelische Gesundheit haben können, wie zum Beispiel Angst machende Gottesbilder und enge Moralvorstellungen.

Darüber hinaus gibt es vom christlichen Standpunkt weitere, grundsätzliche Bedenken, sich im Hinblick auf die heilende Kraft des Glaubens auf diese epidemiologischen Studien zu beziehen. [...] Liegt diesen Studien nicht ein Begriff von Gesundheit zugrunde, der nach christlichem Verständnis zu eng ist?

Anmerkungen

Kein Quellenverweis vorhanden, trotz voller inhaltlicher Übereinstimmung. So finden sich z.B. die drei Stichpunkte der Quelle in bloßer Umformulierung beim Vf. wieder; das Gleiche gilt für die in der Quelle formulierten stichpunktartigen Einwände. Es überwiegt eine rein stilistisch-formale Überarbeitung.

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb

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