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VroniPlag Wiki

Jpm/Fragment 290 05

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
KnallErbse
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 290, Zeilen: 5-23, 28-32
Quelle: Frohnhofen 1997
Seite(n): 20, 21, Zeilen: 22-33, 38-45; 1-4, 14-21
„Wäre ich so bereit und fände Gott soweit Raum in mir, wie in unserem Herrn Jesus Christus, er würde mich ebenso völlig mit seiner Flut erfüllen. Denn der Heilige Geist kann sich nicht enthalten, in all das zu fließen, wo er Raum findet, und soweit, wie er Raum findet.“60 Wenn Menschen sich auf diese Weise in die göttliche Liebe hinein nehmen lassen und aus dem Erlösungsbewusstsein leben, werden sie selbst zu einem fruchtbaren Acker für Gottes Heilswirken in dieser Welt. So sehr wir uns nach Erlösung bzw. Befreiung von Sünde, Krankheit, Armut und Not als unverdientes Geschenk Gottes sehnen, so sehr wird die Liebe Gottes für und durch uns nur wirksam, soweit wir uns ihr öffnen und ihr positives Wirken an uns geschehen lassen. Das Offensein für die erlösende Liebe Gottes bedeutet nicht, die eigenen egoistischen Ziele und Lebenspläne realisieren zu wollen, sondern uns grundsätzlich in all unseren Entscheidungen auf den Weg Gottes und seine Ziele mit uns einzulassen. Dies führt dazu, dass wir jedes „Anklammern“ an Geschaffenes - Menschen, Tiere, materielle Güter, berufliche Tätigkeiten und Konsumgewohnheiten - aufgeben und unser Leben in die Hände Gottes geben können, der es im Geiste seiner Liebe umformt und für das Reich Gottes fruchtbar werden lässt. [...] Das Unheil, das sogenannte Böse,61 das wir im Alltag abzuschirmen, auszugrenzen und zu bekämpfen versuchen, zeigt sich nach den Worten des Hl. Augustinus aus der größeren Perspektive der göttlichen Liebe als Mangel an Vollkommenheit. Bezogen auf Armut, Krankheit, Leid und Not, brauchen wir es immer weniger auszugrenzen und abzuspalten, son[dern können es mehr und mehr als von Gott in Jesus Christus in und außerhalb von uns tatsächlich Zugestoßenes und damit in Gutes zu Verwandelndes auch selbst annehmen.]

60 Meister Eckhart: Predigt 81, in: Deutsche Werke 3, Stuttgart 1976; 396.

61 Vgl. Hünermann, P.: Erlöse uns von dem Bösen. Theologische Reflexion auf das Böse und die Erlösung vom Bösen, in: THQ 161 (1982); 317-329, sowie Hidber, B.: Das Böse und seine Überwindung. Die christliche Position angesichts humanwissenschaftlicher Tendenzen, in: ThdG 25, 1982; 94-103.

"Wäre ich so bereit und fände Gott soweit Raum in mir, wie in unserem Herrn Jesus Christus, er würde mich ebenso völlig mit seiner Flut erfüllen. Denn der Heilige Geist kann sich nicht enthalten, in all das zu fließen, wo er Raum findet, und soweit, wie er Raum findet."52 Wo nun Menschen sich in die Dimension der göttlichen Liebe auf diese Weise hineinnehmen lassen und aus dem daraus resultierenden Erlösungsbewußtsein leben, werden sie selbst zu einem fruchtbaren und nützlichen Acker für Gottes heilendes Wirken in der Welt. So sehr uns also einerseits die Erlösung und Befreiung von der Sünde, d.h. von der Trennung von Gott, unverdientes und nicht herstellbares Geschenk ist, so sehr wird sie andererseits für und durch uns nur wirksam, insoweit wir uns ihr öffnen und ihr positives Wirken - etwa in der Anschauung unserer eigenen Sünde - auch geschehen lassen.

[...]

Ja das Offensein für die erlösende Liebe Gottes bedeutet gerade, nicht die eigenen, die selbstgezimmerten Vorstellungen über die für uns wichtigen und notwendigen Lebensinhalte und -wege in den Mittelpunkt stellen, sondern es bedeutet, uns grundsätzlich in all unseren Entscheidungen auf den im Geiste Gottes erfahrenen Weg und seine Ziele mit uns einzulassen. Dies kann und muß dazu führen, daß wir jedes ängstliche uns Anklammern an bestimmte Menschen, Orte, Tätigkeiten, Konsumgewohnheiten usw. aufgeben und stattdessen unser Leben ganz in die Hand dessen geben, der es im

[S. 21]

Geiste seiner Liebe umschmelzen und für das Reich Gottes fruchtbar machen möchte. Just in diesem - sicher auch schmerzhaften - Prozeß erfahren wir aber die Erlösung von der Abhängigkeit von vielen Einzelheiten und Kleinigkeiten in unserem Leben, erfahren wir Erlösung und Befreiung.

[...]

Das sogenannte Böse,53 gegen das wir in unserem alltäglichen Lebenszusammenhang uns oft abzuschirmen, es auszugrenzen und zu bekämpfen suchen, erweist sich aus der größeren Perspektive der göttlichen Liebe dann zunehmend als - wie Augustinus es bereits gesagt hat - Mangel an Vollkommenheit. Wir brauchen es - in und außer uns - immer weniger auszugrenzen und abzuspalten und können es mehr und mehr - so schwer es uns teilweise fällt - als von Gott in Jesus Christus in und außer uns tatsächlich Angenommenes und damit in Gutes zu Verwandelndes auch selbst annehmen.


49 Vgl. zuletzt: R. SCHWAGER, Evolution, Erbsünde und Erlösung, in: ZKTh 117 (1995) 1-24.

50 Vgl. dazu: A. SCHMIED, Erlösung als Befreiung vom Zwang zur Selbstrechtfertigung, in: ThdG 25 (1982) 76-83.

51 Vgl. P.M. ZULEHNER, Glückserwartung und Erlösung, in: Lebendige Seelsorge 37 (1986) 1-8.

52 MEISTER ECKHART, Predigt 81, in: DERS., Deutsche Werke 3, Stuttgart 1976, 396.

Anmerkungen

Lange Übernahme. Quelle wird nirgendwo in der Arbeit zitiert und auch nicht im Literaturverzeichnis genannt.

Sichter
(KnallErbse), fret

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