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Jpm/Fragment 294 01

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 294, Zeilen: 1-29
Quelle: Merklein 1998
Seite(n): 67, 69, 70, 71, Zeilen: 6-13, 19-26; 3-15; 21-23, 26-28; 4, 11-14
[Möglicherweise setzte Jesus bei seinen Jüngern die Bereit]schaft zum Martyrium voraus (Lk 14,27; Mk 8,34) und rechnete selbst mit einem gewaltsamen Geschick: „Ich muss mit einer Taufe getauft werden, und ich bin sehr bedrückt, solange sie noch nicht vollzogen ist“ (Lk 12,50; Mk 10,38f). Der ursprüngliche Sinn dieses Wortes ist schwer zu erheben; zudem kann nicht ausgeschlossen werden, dass es aus dem tatsächlichen Geschick Jesu erschlossen ist.73

Wo das Gericht Gottes in der Botschaft Jesu ausdrücklich thematisiert wird, erscheint es als Konsequenz abgelehnten Heils, nicht aber als Voraussetzung und Ermöglichung des Heils. Somit ist die Predigt Jesu im Wesentlichen Ansage des von Gott her unbedingten eschatologischen Heils. Die Art des Redens von Gott ist nicht weniger beeindruckend als die Predigt des Täufers. Der Heilswille Gottes wird konsequent ernst genommen, so dass die Sündigkeit des Menschen zunächst kein Hindernis darstellt.74 Dabei taucht der Gedanke des heilsamen Gerichts noch am Ende des Wirkens Jesu auf, indem er seinen Tod als Lebenshingabe für „viele“ deutet, d.h. wohl für Israel. Hier kann es auf sich beruhen, ob die Abendmahlstradition (Mk 14,24; 1 Kor 11,23f; Lk 22,19f) oder Mk 10,45 traditionsgeschichtlich älter ist.75 Dabei ist inhaltlich wohl auf Jes 53 angespielt. Jesus trägt die Sünden Israels und gilt die Strafe ab, die eigentlich die Sünder treffen müsste. In diesem Sinne wird der Tod Jesu als Sühneopfer verstanden. Gerade so aber werden den Sündern das Heil und die Gerechtigkeit zuteil. Stellvertretend wird in Jesus das heilsame Gericht vollzogen. Allerdings wird die Authentizität der hier angesprochenen Überlieferungen sehr kontrovers beurteilt.76

In den paulinischen Heils- und Gerichtsvorstellungen wird zwischen Gericht und Heil wohl unterschieden. In Röm 1,17 und V.18 bildet die Rede von der Offenbarung der Gerechtigkeit Gottes eine Parallele zu der Offenbarung des Zornes Gottes. Dennoch ist das inhaltliche Verhältnis der beiden Verse in der Forschung umstritten.


73 Vgl. Oberlinner, L.: Todeserwartung und Todesgewissheit Jesu. Zum Problem einer historischen Begründung (SBB10), Stuttgart 1980; 98-101.

74 Merklein, H.: Gericht und Heil, in: Jahrbuch der Biblischen Theologie, 1990; 78.

75 Vgl. Grimm, W.: Die Verkündigung Jesu und Deuterojesaja (ANTJ 1), Frankfurt/M 1981; 231-276.

76 Vgl. Vögtle, A.: Offenbarungsgeschehen und Wirkungsgeschichte. Neutestamentliche Beiträge, Freiburg, Basel, Wien 1985; 141-167.

[S. 67, Z. 6-13, 19-26]

Möglicherweise hat Jesus bei seinen Jüngern Martyriumsbereitschaft vorausgesetzt (Lk 14,27 par; Mk 8,34) und vielleicht sogar selbst mit einem gewaltsamen Geschick gerechnet: »Ich muß mit einer Taufe getauft werden, und ich bin sehr bedrückt, solange sie noch nicht vollzogen ist« (Lk 12,50; vgl. Mk 10,38f). Der ursprüngliche Sinn dieses Wortes ist jedoch schwer zu erheben; zudem kann nicht ausgeschlossen werden, daß es erst aus dem tatsächlichen Geschick Jesu erschlossen ist. [...]

Wo das Gericht Gottes in der Botschaft Jesu ausdrücklich thematisiert wird, erscheint es als Konsequenz des abgelehnten Heils, nicht aber als Voraussetzung und Ermöglichung des Heils. Die Predigt Jesu ist im wesentlichen Ansage des von Gott her unbedingten eschatologischen Heils. Diese Art des Redens von Gott ist nicht weniger beeindruckend als die Predigt des Täufers. Der Heilswille Gottes wird so konsequent ernst genommen, daß die Sündigkeit des Menschen zunächst einmal belanglos wird.

[S. 69, Z. 3-15]

3. Etwas sichereren Boden betreten wir wieder mit Folgendem: Nach Ausweis unserer Quellen taucht der Gedanke heilsamen Gerichtes dann doch noch auf, nämlich am Ende des Wirkens Jesu, und zwar in der Form, daß Jesus seinen Tod als Lebenshingabe für »viele«, d.h. wohl für Israel, deutet. Dabei kann es hier auf sich beruhen, ob die Abendmahlstradition (Mk 14,24 par; vgl. 1 Kor ll,23f; Lk 22,19f) oder Mk 10,45 traditionsgeschichtlich älter ist. Inhaltlich ist wohl auf Jes 53 angespielt. Der Tod Jesu wird als Ersatzleistung, als Sühnopfer (אׇשׇׁם), verstanden. Jesus trägt die Sünden Israels und gilt die Strafe ab, die eigentlich die Sünder treffen müßte. Gerade so aber wird den Sündern Heil und Gerechtigkeit zuteil. Stellvertretend wird an Jesus das heilsame Gericht vollzogen. Die Authentizität der hier angesprochenen Überlieferungen wird allerdings sehr kontrovers beurteilt.

[S. 70, Z. 21-23, 26-28]

Selbstverständlich kann es hier nicht um den Versuch gehen, eine auch nur annäherungsweise vollständige Übersicht über die paulinischen Heils- und Gerichtsvorstellungen zu geben. [...] Immerhin zeigt diese Rede, daß Paulus zwischen Gericht und Heil sehr wohl unterscheidet und sogar definitiv unterscheiden kann.

[S. 71, Z. 4, 11-14]

1. Von der Terminologie her fällt der Blick zunächst auf Röm 1,17f. [...]

Parallel zur Offenbarung der Gerechtigkeit Gottes in V. 17 ist in V. 18 von der Offenbarung des Zorns Gottes die Rede, wobei die zweite Aussage die erste durch γαρ noch zu begründen scheint. Dennoch ist in der Forschung das inhaltliche Verhältnis der beiden Verse sehr umstritten.

Anmerkungen

Keine Kennzeichnugn dre zusammenfassenden Übernahme aus der Quelle.

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