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VroniPlag Wiki

Jpm/Fragment 295 01

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 295, Zeilen: 1-25
Quelle: Merklein 1998
Seite(n): 71,72, Zeilen: 23-29, 36-37; 1-20, 24-32
[Nach Paulus ist das Heil nicht] die Alternative zum Unheil, sondern dessen Aufhebung.77 Die Offenbarung des Zornes Gottes sollte auch Thema der gegenwärtigen Verkündigung sein. E. Käsemann stellt fest: „Die Weltgeschichte hat schon stets im Zeichen des Endgerichts und des Untergangs gestanden. Dies gilt nicht erst seit der Verkündigung des Evangeliums…, wird aber zugleich mit ihm offenbart.“78 Röm 1,18 bringt zum Ausdruck, dass in der Verkündigung der Zorn Gottes offenbar wird, der sich schon immer gegen den Sünder gerichtet hat und richtet und diesen sogar vernichtet. Wenn man Gott und den Sünder in ihrer elementaren Opposition als heilig und unheilig betrachtet, kann es von Gott her nur Zorn und für den Sünder nur Vernichtungsgericht geben. Insofern ist der Zorn Gottes auch Ausdruck seiner Heiligkeit als Gegensatz zum Heil des sündigen Menschen. Wenn der sündige Mensch aus dieser Konfrontation heil davon kommen soll, gelingt dies nur, indem Gott diese Elementarkonstellation heilsam modifiziert. In diesem Zusammenhang postuliert Paulus, dass der Zorn Gottes gegen alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit feststehe, im Evangelium offenbar werde und über sie einmal endgültig ergehe. Mit dieser intentionalen Zielsetzung der Offenbarung des allumfassenden göttlichen Zorns gewinnt die Aussage von Röm 1,18 überhaupt erst Profil. Zugleich wird deutlich, wo der objektive Grund für die im Evangelium angekündigte Offenbarung des Zornes Gottes liegt. Die Erkenntnis, dass alle Sünder sind, hat Paulus nicht aus der Empirie, sondern aus der Christologie, konkret vom Kreuz Christi her gewonnen.79 Christus, der uns vom Fluch des Gesetzes freigekauft hat, in dem er für die Menschen zum Fluch geworden ist (Gal 3,13), erweist die Menschen als Sünder.

77 Wilkens, U.: Der Brief an die Römer. Teilbd.1: Röm 1-5 (EKK VI/1), Zürich, Neu-kirchen-Vluyn 1987; 103.

78 Käsemann, E.: An die Römer (HNT 8a), Tübingen 1980; 34.

79 Vgl. Merklein, H.: Die Bedeutung des Kreuzestodes Christi für die paulinische Gerechtigkeits- und Gesetzesthematik, in: ders., Studien zu Jesus und Paulus (WUNT 43), Tübingen 1987; 1-106, hier 1-9.

[S. 71, Z. 23-29, 36-37]

Die Parallelität [...] ist notwendig, weil Paulus das Heil nicht als Alternative zum Unheil, sondern als dessen Aufhebung denkt«. Diese Würdigung, die in der Tendenz m.E. durchaus zutrifft, bedarf der Präzisierung. Denn gerade wenn es richtig ist, daß Paulus das Heil nicht als Alternative zum Unheil denkt, kann schwerlich im gleichen Atemzug gesagt werden, daß das Heil die Aufhebung des Unheils sei. [...]

Zutreffend ist, daß apokalyptetai (Präsens) sich auf »die Offenbarung des Zornes Gottes in gegenwärtiger Verkündigung« (wie in V. 17: en [auto = en to euangelio) bezieht.]

[S. 72, Z. 1-20, 24-32]

Zugleich gilt, was Ernst Käsemann festgestellt hat: »Die Weltgeschichte hat schon stets im Zeichen des Endgerichtes und des Unterganges gestanden. Das gilt nicht erst seit der Verkündigung des Evangeliums. . wird aber zugleich mit ihm offenbart.« Eben dies ist der Punkt, um den es V. 18 geht: In der Verkündigung wird der Zorn Gottes offenbar, der je schon immer sich gegen die Sünder gerichtet hat und richtet und diese vernichtet. In der Konstellation von Gott und Sünder kann es, wenn man sie in ihrer elementaren Opposition von heilig vs. unheilig betrachtet, von Gott her nur Zorn und für den Sünder nur das Vemichtungsgericht geben. Insofern ist der Zorn Gottes (als Ausfluß der Heiligkeit Gottes) der diametrale Gegensatz zum Heil des (sündigen) Menschen. Wenn der (sündige) Mensch aus dieser Konfrontation überhaupt heil davonkommen soll, dann nur so, daß Gott die angeführte Elementarkonstellation heilsam modifiziert. Aber wie? In diesem Zusammenhang ist es nicht unwesentlich zu wissen, inwiefern Paulus sagen kann, daß im Evangelium der Zorn Gottes offenbar wird. Daß Gottes Zorn gegen alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit feststeht und einmal endgültig über sie ergehen wird, ist eine (vor allem apokalyptische) Binsenweisheit. Dies zu offenbaren, bedarf es des Evangeliums nicht! [...]

Mit dieser (wenigstens intentionalen) Zielsetzung der Offenbarung eines alle umfassenden göttlichen Zorns gewinnt die Aussage von Röm 1,18 überhaupt erst Profil. Zugleich wird deutlich, wo die im Evangelium erfolgende Offenbarung des Zornes Gottes ihren objektiven Grund hat. Daß alle Sünder sind, ist eine Erkenntnis, die Paulus nicht aus der Empirie, sondern aus der Christologie, konkret vom Kreuz Christi her gewonnen hat. Christus, der für uns, die Menschen, zum Fluch geworden ist (Gal 3,13), erweist die Menschen als Sünder.

Anmerkungen

Keine hinreichende Kennzeichnung der zusammendfassenden Übernahme der Ausführungen Merkleins.

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