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Jpm/Fragment 302 02

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
fret
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 300, Zeilen: 02
Quelle: Honecker 1985
Seite(n): 315, Zeilen: 19-28
Die beiden Kirchenväter Ambrosius und Augustinus nehmen in der Erlösung einen Heilsprozess des Menschen wahr. „Der Salvator wirkt das Heil, salus, das anthropologisch aufzuweisen ist.…“. Die bedrohliche Krankheit ist Sinnbild der Sündhaftigkeit. „Was nämlich die Krankheit und Wunden am Körper sind, das ist die Schuld für die Seele.“88 Dabei weist das Bild des Christus medicus auf eine Christozentrik hin, das den Blick nicht nur auf die Erlösung des Einzelnen, sondern auch auf Christus den Seelenarzt richtet. Denn Augustinus verbindet immer die heilende mit der heilbringenden Tat.89

88 Honecker, M.: Christus medicus, in: Kerygma und Dogma 31,1985 (Heft 4); 307-323, hier 308.
89 Vgl. Autiero, A.: Religion und medizinische Ethik: Christentum, in: Lexikon Medizin, Ethik, Recht. Darf die Medizin was sie kann? Information und Orientierung; Hrsg. von Eser, A./Lutterotti, M./von Sporken, P. u.a., Freiburg 1992; 909-915, hier 910.

Daß gerade die lateinischen Kirchenväter Ambrosius und Augustin sich dieses Bildes bedienen, ist wohl aus ihrem Verständnis der Erlösung als einem Heilsprozeß am Menschen zu verstehen. Der salvator wirkt das Heil, salus, das anthropologisch aufzuweisen ist. Das Wort „salvator“ ist eine christliche Neubildung, als Äquivalent zu ocottiq, die sich über die Vorstufen „dator sanitatis“ und „dator salutis“ ausbildet. Augustin weiß, daß „salvare“ und „salvator“ von Christen geschaffene Worte sind47. Der Salvator wirkt Heil. Die bedrohliche Krankheit ist Sinnbild der Sündhaftigkeit. „Was nämlich Krankheit und Wunde am Körper sind, das ist die Sünde für die Seele.“48

[S. 316 Z. 6-12]

Das Hervortreten des Christus-medicus-Motivs beim Bischof Ambrosius und bei Augustin und das Zurücktreten des Deus-medicus-Motivs ist bedingt durch beider Christozentrik. Die starke Verwendung medizinischer Vergleiche und Bilder bei Augustin bedürfte freilich einer eigenen eingehenden Untersuchung. Christus ist nicht nur Seelenarzt, sondern Menschheitsarzt. Er tilgt nicht nur Sünden, indem er sie nicht anrechnet. Vielmehr heilt er die Natur des Menschen.


47 Augustin, Serm. 299,6 (PL 38,1370f.).
48 Hieronymus, Dial, contr. Pei. Ill, 11 (PL 23,608); vgl. Tertullian, Scorp. V ,5 (PL 2,154): „Es gibt auch schauerliche Heilmittel, das Schneiden, das Brenneisen, den beißenden Senf. Und doch ist das Schneiden, das Brennen, das Aufgerichtetwerden, das Beißen nichts Böses, denn diese Dinge verursachen heilsame Schmerzen.“ Ambrosius, Ps 40,14 (CSEL 64,237): „Vulnus medicum quaerit, medicus confessionem exigit.“

Anmerkungen

Höchst unsaubere Zitiertechnik. Es ist nicht ersichtlich, ob und was Primärzitate sind, auf Honecker wird mit der falschen Seite verwiesen (dort keine Übereinstimmung).

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