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136 gesichtete, geschützte Fragmente: Plagiat

[1.] Jpm/Fragment 020 26 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 15:09 WiseWoman
Erstellt: 21. July 2012, 15:07 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Reppenhagen 2005, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 20, Zeilen: 27-34
Quelle: Reppenhagen 2005
Seite(n): 1, Zeilen: 4-6, 21-24
Wir erleben heute oftmals eine vagabundisierende Religiosität und/oder Spiritualität, die insbesondere im Bereich der Gesundheit deutlich erkennbar wird. Dabei erleben wir eine zunehmende „Gesundheitsreligion“, deren Leitsatz lautet: „Hauptsache gesund!“ Die Sehnsucht nach spirituell-ganzheitlicher Heilung ist offenkundig und breitet sich auf dem Hintergrund einer dogmenfreien und individuellen Religiosität und/oder Spiritualität aus. Dabei werden sogar archaische Religionspraktiken aufgenommen, die bislang als überwunden galten. Wir erleben eine vagabundisierende Religiosität. Richtig ist, was hilft. Dies wird insbesondere im Bereich der Gesundheit deutlich. Hier erleben wir eine zunehmende Gesundheitsreligion, deren Glaubensbekenntnis überall zu hören ist: „Hauptsache gesund!“

[...]

1. Die Sehnsucht nach Heilung ist offenkundig. Sie breitet sich auf dem Hintergrund einer dogmenfreien und individuellen Religiosität aus. Dabei werden durchaus archaische Religionspraktiken aufgenommen, die bislang als überwunden angesehen wurden.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb

[2.] Jpm/Fragment 021 03 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 15:07 WiseWoman
Erstellt: 21. July 2012, 14:58 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Reppenhagen 2005, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 21, Zeilen: 3-9
Quelle: Reppenhagen 2005
Seite(n): 3, Zeilen: 6ff
Damit wird die moderne Heilungssehnsucht zu einem Aufruf an die Kirche, den allumfassenden Missionsauftrag Christi vom Lehren, Heilen und Befreien neu wahrzunehmen und zu realisieren. Hierzu gehören die Wiederentdeckung der Heilungscharismen und der Aufbau einer mittragenden Gemeinschaft als grundlegende Voraussetzung für heilsame Erfahrungen mit Christen, die ein wichtiges Fundament für die Versöhnung mit Gott, unseren Mitmenschen und unserer Umwelt sind. Damit wird die moderne Heilungssehnsucht zum Bußruf an die Kirche, die den Christus Medikus amputiert hat. Der allumfassende Missionsauftrag vom Lehren, Heilen und Exorzieren muss wieder neu entdeckt werden. [...] Hierzu gehört die Wiederentdeckung der Heilungscharismen und der Aufbau einer mittragenden Gemeinschaft als eine wesentliche Voraussetzung für heilsame Erfahrungen mit Christen, die wichtige Voraussetzungen für die Versöhnung mit Gott sind.
Anmerkungen

Keine Quellenangabe vorhanden, obwohl Inhalt und z. T. auch Formulierungen übernommen wurden.

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb

[3.] Jpm/Fragment 025 08 - Diskussion
Bearbeitet: 26. July 2012, 06:32 Fret
Erstellt: 17. July 2012, 20:51 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Meyer 2005, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 25, Zeilen: 8-14
Quelle: Meyer 2005
Seite(n): 7, Zeilen: 21-24
Hintergrund dieser Diskussion ist einerseits die Etablierung der naturwissenschaftlichen Medizin als eine vornehmlich am Körper orientierte Medizin, andererseits der gegenläufige Prozess einer Wiederentdeckung des Seelischen, der u.a. mit der Entwicklung der modernen psychotherapeutischen und psychosomatischen Medizin einhergeht und vor allem mit der ganzheitlichen Medizin verbunden ist. einerseits die Etablierung der naturwissenschaftlichen Medizin als eine vornehmlich am Körper orientierte Medizin, andererseits der gegenläufige Prozeß einer Wiederentdeckung des Seelischen, der u.a. mit der Entfaltung der modernen psychotherapeutischen bzw. psychologischen Medizin einhergeht.
Anmerkungen

Einen Verweis auf die Quelle (und da auf eine ganz andere Seite) gibt es erst im nächsten Abschnitt ohne Bezug auf dieses kurze Textfragment.

Sichter
(Hindemith), fret

[4.] Jpm/Fragment 027 21 - Diskussion
Bearbeitet: 22. September 2012, 07:34 Hindemith
Erstellt: 16. July 2012, 21:35 (Hindemith)
Beckermann 1999, Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 27, Zeilen: 21-36
Quelle: Beckermann_1999
Seite(n): 766, Zeilen: 17-32
Hinter der Frage nach der Beziehung zwischen Geist und Körper steht die grundlegende Frage nach der ontologischen Natur des Geistigen. Ist das Geistige etwas Eigenständiges, das vom Physischen grundsätzlich verschieden ist? Oder ist das Geistige selbst nur eine Spielart des Physischen? Im Hinblick auf die Frage nach der ontologischen Natur des Geistigen muss man zwei Teilfragen unterscheiden:

Was ist die Natur der Träger mentaler Eigenschaften?

Was ist die Natur dieser Eigenschaften selbst?

Die erste Frage verweist auf das Problem mentaler Substanzen, die zweite Frage auf das Problem mentaler Eigenschaften. Im Hinblick auf beide Fragen kann man zwischen Dualisten und Monisten unterscheiden, wobei drei Formen des Monismus zu unterscheiden sind: Der Materialismus oder Physikalismus mit der These, dass alles physischer Natur ist; der Idealismus mit der These, dass alles geistiger Natur ist; und schließlich der neutrale Monismus, der behauptet, dass alles von Natur aus gleich ist, dass diese Natur jedoch weder geistig noch physisch ist.

Hinter der Frage nach der Beziehung zwischen Geist und Körper steht die grundlegendere Frage nach der ontologischen Natur des Geistigen. Ist das Geistige etwas Eigenständiges, das vom Physischen grundsätzlich verschieden ist? Oder ist das Geistige selbst nur eine Spielart des Physischen? [...] Im Hinblick auf die Frage nach der ontologischen Natur des Geistigen muß man daher zwei Teilfragen unterscheiden:

1. Was ist die Natur der Träger mentaler Eigenschaften?

2. Was ist die Natur dieser Eigenschaften selbst?

Die erste Frage verweist auf das Problem mentaler Substanzen, die zweite Frage auf das Problem mentaler Eigenschaften. Im Hinblick auf beide Fragen kann man zwischen Dualisten und Monisten unterscheiden, wobei weiter drei Spielarten des Monismus unterschieden werden müssen: Der Materialismus oder Physikalismus mit seiner These, daß alles physischer Natur ist; der Idealismus mit der These, daß alles geistiger Natur ist; und schließlich der neutrale Monismus, der behauptet, daß alles von Natur aus gleich ist, daß diese Natur jedoch weder geistig noch physisch ist.

Anmerkungen

Fast wörtliche Übernahme ohne jeglichen Quellenverweis

Sichter
(Hindemith), WiseWoman

[5.] Jpm/Fragment 028 26 - Diskussion
Bearbeitet: 26. July 2012, 06:32 Fret
Erstellt: 23. July 2012, 23:40 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Meyer 2005, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 28, Zeilen: 26-31
Quelle: Meyer 2005
Seite(n): 9, Zeilen: 14-21
Das Seelische, Geistige oder Mentale erscheint von anderer Natur, von anderer Seinsart als der Körper und kann nicht auf diesen zurückgeführt werden. Die Wirklichkeit erscheint zweigeteilt: in Körperliches und Seelisches getrennt. Der ontologische Dualismus – „Dualismus“, weil er von einer Zweiheit spricht, „ontologisch“, weil er eine Aussage über das Sein trifft, unterscheidet zwischen [körperlichen und seelischen Phänomenen] Und so folgern wir, was wir möglicherweise bereits vorausgesetzt haben: daß das Seelische von anderer Natur, von anderer Seinsart ist als der Körper und daher nicht auf diesen zurückgeführt werden kann. Die Wirklichkeit erscheint uns zweigeteilt: in Körperliches und Seelisches getrennt.

Man nennt diesen Gedanken einen ontologischen Dualismus - „Dualismus“, weil er von einer Zweiheit spricht, „ontologisch“, weil er eine Aussage über das Sein, über die Wirklichkeit trifft:

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle findet sich erst auf der nächsten Seite im nächsten Abschnitt, dort jedoch auf S. 10 statt S. 9 der Quelle.

Sichter
(Hindemith), fret

[6.] Jpm/Fragment 029 09 - Diskussion
Bearbeitet: 26. July 2012, 06:33 Fret
Erstellt: 25. July 2012, 13:44 (Hindemith)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Jpm, Meyer 2005, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 29, Zeilen: 9-21
Quelle: Meyer 2005
Seite(n): 10, 11, Zeilen: 31-41, 1-2
Denn für sie bildet das Körperliche einen in sich geschlossenen Raum – ein kausales Netz, das sich selbst genug ist. Daher existieren keine Interaktionen mit Faktoren, die außerhalb des Netzes liegen: Es wirkt immer nur Körperliches auf Körperliches. Die eigentliche Bedeutung des Prinzips der kausalen Geschlossenheit, das seine Entsprechung im Gesetz von der Erhaltung der Energie findet, liegt darin, dass es Teil der naturwissenschaftlichen Methodologie ist und Handlungsanweisung enthält (von daher die Bezeichnung: Methodologischer Physikalismus). Die Handlungsanweisung lautet, dass wir zur Erklärung körperlicher Ereignisse nach Ursachen suchen müssen, die selbst wieder körperlich sind.6 Erklärungen, die auf etwas Nicht-Körperliches verweisen, z. B. spirituelle Kräfte, werden als unwissenschaftlich ausgeschlossen.

6 Meyer, O.: Leib-Seele-Problem und Medizin, 10.

Denn für diese bildet das Körperliche einen in sich geschlossenen Raum - ein kausales Netz, das sich selbst genug ist. Interaktionen mit Faktoren, die außerhalb des Netzes liegen [...] kann es daher nicht geben: Es wirkt immer nur Körperliches auf Körperliches.

Die eigentliche Bedeutung dieses Prinzips der kausalen Geschlossenheit, das seine Entsprechung im Gesetz von der Erhaltung der Energie findet, liegt darin, daß es Teil der naturwissenschaftlichen Methodologie ist und von daher eine Handlungsanweisung enthält.4 Diese Handlungsanweisung lautet, daß wir zur Erklärung körperlicher Ereignisse nach Ursachen suchen müssen, die selbst wieder körperlich sind. Erklärungen, die auf etwas Nicht-Körperliches verweisen, zum

[Seite 10]

Beispiel auf Geister, Dämonen oder spirituelle Kräfte, sind damit als unwissenschaftlich ausgeschlossen.


4 Man spricht deshalb auch von einem methodologischen Physikalismus

Anmerkungen

Die Quelle ist zwar genannt, aber der Umfang und der wörtliche Charakter der Übernahme wird dem Leser nicht vermittelt.

Die FN 4 der Quelle wird in den Fließtext übernommen.

Sichter
Hindemith, fret

[7.] Jpm/Fragment 029 25 - Diskussion
Bearbeitet: 1. January 2014, 23:22 Schumann
Erstellt: 25. July 2012, 14:59 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Meyer 2005, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 29, Zeilen: 25-28
Quelle: Meyer 2005
Seite(n): 11, Zeilen: 20-23
Wenn körperliche und seelische Phänomene als zwei verschiedene Seinsarten aufeinander wirken, kann die körperliche Sphäre nicht kausal geschlossen sein. Ist sie hingegen geschlossen, kann sie nicht mit genuin seelischen Phänomenen interagieren. Denn wenn körperliche und seelische Phänomene als zwei verschiedene Seinsarten aufeinander wirken, dann kann die körperliche Sphäre nicht kausal geschlossen sein. Ist sie hingegen geschlossen, so kann sie nicht mit genuin seelischen Phänomenen interagieren
Anmerkungen

Es gibt weiter oben auf der Seite einen Verweis auf die Quelle, im Zusammenhang mit diesem Text aber nicht.

Sichter
(Hindemith), fret

[8.] Jpm/Fragment 030 20 - Diskussion
Bearbeitet: 26. July 2012, 06:52 Fret
Erstellt: 25. July 2012, 15:15 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Meyer 2005, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 30, Zeilen: 20-30
Quelle: Meyer 2005
Seite(n): 13, Zeilen: 3-16
Der psychophysische Parallelismus

Vertreter des psychophysischen Parallelismus sind der Auffassung, dass weder der Körper die Seele noch die Seele den Körper beeinflussen könne, da sie ihrem Wesen nach verschieden sind. Wie zwei nebeneinander stehende Uhren „ticken“ Körper und Seele gleich, ohne dass eine Verbindung zwischen beiden besteht. Die Synchronizität beruht nach dem Prinzip des Okkasionalismus auf dem Eingreifen Gottes. G.W. Leibnitz10 sieht darin eine bereits im Voraus festgelegte Harmonie: „Die Seele folgt ihren eigenen Gesetzen und ebenso der Leib den seinigen; sie treffen zusammen kraft der Harmonie, welche unter allen Substanzen prästabilisiert [sic] ist, da sie sämtlich Vorstellungen einer und derselben Welt sind.“


10 Leibnitz, G. W.: Monadologie (1720), Stuttgart 1979; 78.

Der psychophysische Parallelismus

Eine der Antworten auf diese Schwierigkeit ist der psychophysische Parallelismus, dessen Vertreter sagen, daß weder der Körper die Seele noch die Seele den Körper beeinflussen könne - gerade weil sie ihrem Wesen nach verschieden sind. Körper und Seele liefen lediglich parallel: wie zwei Uhren, die zwar synchronisiert, aber nicht miteinander verbunden sind. Wie kommt es jedoch zu dieser Synchronizität? Dem Occasionalismus zufolge verdankt sie sich dem Eingreifen Gottes: [...] Für Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) dagegen ist sie Ausdruck einer bereits im voraus festgelegten Harmonie: „Die Seele folgt ihren eigenen Gesetzen und ebenso der Leib den seinigen; sie treffen zusammen kraft der Harmonie, welche unter allen Substanzen prästabiliert ist, da sie sämtlich Vorstellungen einer und derselben Welt sind.“10


10 “Leibniz, Gottfried Wilhelm: Monadologie

Anmerkungen

Der Abschnitt ist inhaltlich identisch zur Quelle, die auf der Seite weiter oben angegeben ist, nicht aber im Zusammenenhang mit diesem Unterkapitel.

Man beachte: Leibniz verwendet hier das Verb "prästabilieren" (siehe Duden), nicht "prästabilisieren".

Sichter
(Hindemith), fret

[9.] Jpm/Fragment 031 14 - Diskussion
Bearbeitet: 26. July 2012, 06:43 Fret
Erstellt: 16. July 2012, 10:04 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Meyer 2005, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 31, Zeilen: 14-19
Quelle: Meyer_2005
Seite(n): 14, Zeilen: 20-27
Der Panpsychismus

Der Panpsychismus vertritt die Auffassung, dass die gesamte Wirklichkeit, also auch die anorganische Natur, beseelt ist. Der extreme Panpsychismus oder Spiritualismus stellt eine monistische Position dar, insofern er behauptet, dass es nichts gebe als die Seele, und alles Körperhafte nur deren Erscheinung, Manifestation oder Vorstellung sei.

Der Panpsychismus

[...] Der Panpsychismus ist die Auffassung, daß die gesamte Wirklichkeit, also auch die anorganische Natur, beseelt ist. Während aber der Gedanke einer Allbeseelung als solcher noch mit dem ontologischen Dualismus vereinbar ist, stellt der extreme Panpsychismus oder Spiritualismus eine monistische Position dar, insofern er behauptet, daß es nichts gebe als die Seele, und alles Körperhafte nur deren Erscheinung, Manifestation oder Vorstellung sei.

Anmerkungen

Im vorherigen und auch im nachfolgenden Abschnitt findet sich ein Verweis auf die Quelle. Diese Abschnitte sind aber jeweils durch einen Absatz und eine Überschrift getrennt, so dass diese Übernahme ungekennzeichnet bleibt.

Sichter
(Hindemith), fret

[10.] Jpm/Fragment 032 04 - Diskussion
Bearbeitet: 26. July 2012, 06:54 Fret
Erstellt: 25. July 2012, 20:07 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Meyer 2005, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 32, Zeilen: 4-8
Quelle: Meyer 2005
Seite(n): 15, Zeilen: 30-33
In letzter Konsequenz beseitigt der Materialismus das Seelische. Dann gibt es nicht nur keine genuin seelischen Phänomene, sondern überhaupt nichts Seelisches: kein Fühlen und kein Empfinden, kein Wünschen und kein Wollen, keine Würde und Verantwortung. Daß der Materialismus aber das Seelische beseitigt, besagt in letzter Konsequenz: Wenn er wahr ist, dann gibt es nicht nur keine genuin seelischen Phänomene, sondern überhaupt nichts Seelisches: kein Fühlen und kein Empfinden, kein Wünschen und kein Wollen, keine Würde und keine Verantwortung.
Anmerkungen

Die Quelle wird in diesem Zusammenhang nicht genannt.

Sichter
(Hindemith), fret

[11.] Jpm/Fragment 032 23 - Diskussion
Bearbeitet: 30. July 2012, 21:40 Fret
Erstellt: 26. July 2012, 12:22 (Fret)
Fragment, Gesichtet, Halbrügge 2001, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 32, Zeilen: 23-27
Quelle: Halbrügge 2001
Seite(n): 4, Zeilen: 39-43
[...].16

Zentrale philosophische Aussage der Quantenphysik ist die Einheit: Ich bin nicht losgelöst von anderen, sondern meine Existenz ist untrennbar mit meiner Umwelt verwoben. Dies sollte für die Medizin ein Aufruf sein, das Symptom nicht losgelöst von seinem Träger zu betrachten, sondern die Person als Ganzes im Auge zu behalten.


16 Linden, W.; Fleissner, A. (Hg.): Geist, Seele und Gehirn. Entwurf eines gemeinsamen Menschenbildes von Neurobiologen und Geisteswissenschaftlern, Münster 2005; 205.

Schlußfolgerungen für den Beruf: Die zentrale philosophische Aussage der Quantenphysik ist die der Einheit. Ich bin nicht losgelöst von den anderen, sondern meine Existenz ist untrennbar mit meiner Umwelt verwoben. Für die psychotherapeutische Arbeit sollte das (unter anderem) ein Aufruf sein, das Symptom nicht losgelöst von seinem Träger zu betrachten, sondern auch immer die Person als Ganzes im Auge zu behalten.
Anmerkungen

Lt. persönlicher Korrespondenz mit dem Autor der Quelle ist dieser Text ca. 2001 entstanden und fand kurze Zeit später den Weg ins Internet.

Sichter
KnallErbse

[12.] Jpm/Fragment 034 02 - Diskussion
Bearbeitet: 26. July 2012, 06:44 Fret
Erstellt: 24. July 2012, 01:15 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Meyer 2005, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 34, Zeilen: 2-17
Quelle: Meyer 2005
Seite(n): 52, Zeilen: 10-25
Diese wird durch den Einbruch des Seelischen in die bisherige Geschlossenheit der körperlichen Sphäre erhalten und ist weitreichender als spezifische Krankheiten bzw. Krankheitssymptome. So sind die Mediziner heute davon überzeugt, dass seelische Faktoren bei fast allen Erkrankungen von entscheidender Bedeutung sind, sei es, dass sie zu ihrer Entstehung beitragen, sei es, dass sie ihren Verlauf beeinflussen, sei es, dass sie in therapeutischer Hinsicht eine Heilung begünstigen oder zumindest die Beschwerden lindern. Ob es z.B. zur Infektion kommt und diese zum Ausbruch der Erkrankung führt und welchen Verlauf die Erkrankung nimmt, hängt vielmehr von weiteren Faktoren ab, zu denen nicht zuletzt auch die seelische Verfassung des Patienten zählt. Die Beobachtung unterschiedlicher Infektionsverläufe wird seit den 1890er Jahren zunehmend auf innere Krankheitsbedingungen zurückgeführt und bewirkte eine zunehmende Entfaltung der Forschung auf dem Gebiet der Genetik, Immunologie, moderner Konstitutionspathologie und Sozialhygiene, aber auch Eugenik und Hygiene. Der Einbruch des Seelischen in die bisherige Geschlossenheit der körperlichen Sphäre ist freilich umfassender, als es einzelne Krankheitsgruppen umschreiben. So setzt sich in Teilen der Ärzteschaft immer mehr die Überzeugung durch, daß seelische Faktoren nicht nur bei hysterischen Reaktionen und Organneurosen, sondern bei fast allen Erkrankungen eine Rolle spielen, sei es, daß sie zu ihrer Entstehung beitragen, sei es, daß sie ihren Verlauf beeinflussen, sei es, daß sie in therapeutischer Hinsicht eine Heilung begünstigen oder zumindest die Beschwerden lindern. [...] Ob es überhaupt zu einer Infektion kommt, ob diese zum Ausbruch der Erkrankung führt, und welchen Verlauf die Krankheit dann nimmt, hängt vielmehr von weiteren Faktoren ab 112, zu denen nicht zuletzt auch die seelische Verfassung des Patienten zählt.

112 Die Beobachtung unterschiedlicher Infektionsverläufe wird seit den 1890er Jahren zunehmend auf innere Krankheitsbedingungen zurückgeführt und befördert so u.a. die Entfaltung von Genetik, Immunologie, moderner Konstitutionspathologie und Sozialhygiene, aber auch von Eugenik und Rassenhygiene.

Anmerkungen

Kein Quellenverweis vorhanden. Die Übernahmen sind z.T. wörtlich, z.T. inhaltlich.

Man beachte die Änderung von "Rassenhygiene" in der Quelle zur einfachen "Hygiene" in der Dissertation.

Sichter
(Hindemith), fret

[13.] Jpm/Fragment 040 31 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 12:54 Graf Isolan
Erstellt: 23. July 2012, 06:42 (Hindemith)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schmaus 1979, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 40, Zeilen: 31-37
Quelle: Schmaus_1979
Seite(n): 219, 220, Zeilen: -
Hier wird sichtbar, dass mit Entstehung des Menschen einerseits die Entwicklung an die Spitze gelangt ist, andererseits von da an ein neues vorwärts treibendes Prinzip besteht. So gibt der Evolutionsgedanke Einblick in die Metaphysik, zugleich aber auch in das auf der Ontologie des Menschen basierende, dem Menschen wesentliche und eigentümliche Werden, seinen nie rastenden Drang in eine immer neue Zukunft bis zur letzten Voll-[endung.32]

32 Schmaus, M.: Der Glaube der Kirche. Handbuch katholischer Dogmatik, Bd.1, München 1969; 354.

Hier wird sichtbar, dass mit der Entstehung des Menschen einerseits die Entwicklung zu ihrer Spitze vorgedrungen ist, dass andererseits von hier an ein neues vorwärts treibendes Prinzip im Spiele ist. So bietet uns der Evolutionismusgedanke einen Einblick in die Metaphysik, zugleich aber auch in das auf der Ontologie des Menschen basierende, dem Menschen wesentliche und eigentümliche Werden, seinen nie rastenden Drang in eine immer neue Zukunft bis zur letzten Vollendung, [...].
Anmerkungen

Die Quelle ist zwar angegeben (die erste Auflage), aber das Zitat ist nicht als solches gekennzeichnet, so dass dem Leser nicht klar wird, dass hier die Worte (und nicht nur der Gedanke) von M. Schmaus stehen.

Direkter Link zur Fundstelle in der Quelle: link

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb

[14.] Jpm/Fragment 045 05 - Diskussion
Bearbeitet: 7. January 2014, 20:55 Schumann
Erstellt: 14. September 2012, 19:57 (KnallErbse)
Fragment, Gesichtet, Jpm, O Brien 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
KnallErbse, WiseWoman
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 45, Zeilen: 5-30
Quelle: O Brien 2003
Seite(n): 9, Zeilen: 5-15.15-32
Je mehr die wissenschaftliche Entwicklung fortschreitet, desto schwieriger ist es im Gesundheitswesen, die Bedeutung der spirituellen Natur des Menschen, in Bezug auf Gesundheit und Krankheit zu erkennen. In den letzten Jahren stellte das Pflegepersonal fest, dass die Sensitivität für spirituelle Bedürfnisse der Patienten entscheidend war, um eine echt ganzheitliche Behandlung der Patienten zu gewährleisten. A. Robinson47 ist der Meinung, dass Ärzte und das Pflegepersonal spirituelle Gemeinschaft mit Patienten pflegen sollten, um ganzheitliche Heilung zu fördern. B.M. Dossey und L. Keegan48 definieren das Konzept der Ganzheitlichkeit, welches ganzheitliche Heilung und die Körper-Geist-Seele-Verbindung unterstreicht, als „Überzeugung, dass integrierte Ganzheitlichkeit eine Realität ist, die unabhängig existiert und größer als die Summe anderer Faktoren ist“. Sie beschreiben Ganzheitlichkeit als positive Einstellung und Verhaltensweisen bei der Interaktion mit Patienten, die nicht nur bei schweren Erkrankungen möglich sind. Ganzheitliche Krankenpflege sollte sowohl physischen als auch psychosozialen Belangen Aufmerksamkeit schenken und auf spirituelle Bedürfnisse der Patienten eingehen.

Spirituelle Ganzheitsmedizin erfasst Leib, Psyche, Geist und die Beziehung zu Gott, dem Schöpfer. Um der Heilung der ganzen Person willen bedarf es der Aufmerksamkeit für Individualität und Einzigartigkeit in all ihren Dimensionen und Funktionen sowie ihre innere Beziehung (zwischen Leib, Psyche und Geist). E.V. Emeth und J.H. Greenhut (1991)49 beschreiben in „The Wholeness Handbook“ ganzheitliche Körper-Psyche-Geist-Prinzipien: Der Körper ist die physische Substanz der Person, die als empirische Realität wahrgenommen wird; Psyche ist die Dimension der Person, die denkt; Geist ist das Lebensprinzip, das allen [Menschen und Gott zu eigen ist und uns untereinander und mit dem Transzendenten verbindet.]


46 Ebd., 28.

47 Robinson, A: Spirituality and risk. Toward an understanding, Holistic Nursing Practice 1995; 8(2): 1-7.

48 Dossey, B.M./Keegan L.: Holism and the circle of human potential, in: Holistic Nursing (1988); Dossey, B.M./ Keegan L././Guzzetta, C.E./Kolkmeier, L.G. (Hg.): Holistic health promotion. A Handbook for Practice, Rockville, MD 1988; 3-21.

49 Emeth, E.V./Greenhut J.H.: The wholeness handbook. Care of body, mind and spirit for optimal health, New York 1991; Continuum: 27-28.

As our society advanced scientifically during the past half-century, it became increasingly more difficult for some in the health care community to give credence to the importance of the spiritual nature of the human person, especially in relation to health/illness issues. More recently, however, caregivers are recognizing that sensitivity to a patient's spiritual needs is critical if they are to provide truly "holistic" health care. Nurse and minister Ann Robinson (1995) believes that nurses must "embrace the spirituality of the human community" in order to support their patients' holistic health behaviors (p. 3).

Authors Dossey and Keegan (1989) defined the concept of holism, which undergirds holistic health […] including the body, mind, and spirit connection, as "the view that including the body, mind, and spirit connection, as "the view that an integrated whole has a reality independent of and greater than the sum of its parts" (p. 4). They described holism as consisting of a philosophy of positive, interactionally based attitudes and behaviors that can exist not only in one who is well but also in one who is seriously or terminally ill (p. 5). Nurses practicing care supportive of such holism need to envision the spiritual needs of a patient as deserving of attention equal to that provided in response to physical and psychosocial concerns.

Overall, holistic nursing is supported by and alternately supports the intimate connection or body, mind, and spirit. Nursing of the whole person requires attention to the individuality and uniqueness of each dimension, as well as to the interrelatedness of the three. In The Wholeness Handbook, Emeth and Oreenhut (1991) described the body, mind, and spirit elements: The body is the physical substance of a person that can be Perceived in empirical reality; the mind is that dimension of an individual that conceptualizes; and the spirit is the life principle that is shared with all humanity and with God.

Anmerkungen

Satz für Satz aus O'Brien übernommen.

Sichter
(KnallErbse) Schumann

[15.] Jpm/Fragment 046 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. January 2014, 20:58 Schumann
Erstellt: 14. September 2012, 19:59 (KnallErbse)
Fragment, Gesichtet, Jpm, O Brien 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
KnallErbse
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 46, Zeilen: 1-8
Quelle: O Brien 2003
Seite(n): 9, Zeilen: 31-38
[Geist ist das Lebensprinzip, das allen] Menschen und Gott zu eigen ist und uns untereinander und mit dem Transzendenten verbindet. Der Geist ist die Dimension der Person, die sie antreibt zu schaffen, zu lieben, Fragen zu stellen, zu kontemplieren und transzendieren. Wenn die moderne Medizin Patienten ganzheitlich behandeln will, müssen Ärzte und Pflegepersonal spirituelle Anliegen der Patienten ernst nehmen und in die Therapie einbeziehen. Daher kann spirituelle Versorgung der Patienten nicht von physischer und psychosozialer Betreuung getrennt werden.50,51

50 Lo, R./Brown, R.: Holistic care and spirituality. Potential for increasing spiritual dimensions of nursing, Australian Journal of Holistic Nursing 1999; 6(2): 4-9.

51 O´Connor, C.: Characteristics of spirituality assessment and prayer in Holistic Nursing, Nursing Clinics of North America 2001; 36(1): 33-46.

[...] and the spirit is the life principle that is shared with all humanity and with God. "It is the dimension of personhood that drives us to create, love, question, contemplate and transcend" (pp. 27-28).

For the nurse seeking to provide holistic health care, then, the spiritual dimension and needs of the person must be carefully assessed and considered in all therapeutic planning. Spiritual care cannot be separated from the physical, social and psychological care (Lo and Brown, 1999; O’Connor, 2001).

Anmerkungen

Satz für Satz aus O'Brien übernommen.

Sichter
(KnallErbse) Schumann

[16.] Jpm/Fragment 048 07 - Diskussion
Bearbeitet: 8. January 2014, 00:58 Schumann
Erstellt: 16. July 2012, 01:06 (213.55.184.155)
Bruns et al. 2007, Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Teta
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 48, Zeilen: 8-20
Quelle: Bruns et al. 2007
Seite(n): 490, Zeilen: 19
Spiritualität (lateinisch spiritus: Geist, Hauch) bedeutet im weitesten Sinne eine Form von Geistigkeit als Gegensatz zum rein rationalen Denken und einer materiellen Körperlichkeit. Jeder Mensch ist seiner Natur nach spirituell (geistig), sofern er nach Sinn und Wert sucht. Spiritualität ist somit weder eine eigentlich esoterische noch religiöse Praktik, sondern eine grundlegende Dimension des Menschseins. Der Begriff Spiritualität kommt aus dem Französischen und ist ein Kind des 20. Jahrhunderts; im Deutschen taucht er erstmals erst Ende der Fünfzigerjahre auf. Die zweite Auflage des Lexikons für Theologie und Kirche verweist im Band IX (1964) unter dem Stichwort Spiritualität auf den Begriff Frömmigkeit. Der Große Brockhaus59 führt das Stichwort Spiritualität erstmals erst in der 17. Auflage (Bd. XVII [1973] 748) an.

59 Brockhaus Enzyklopädie: Im Jahrbuch 2005 unter Spiritualität (Brockhaus), Mannheim 2006.

Spiritualität (lateinisch spiritus: Geist, Hauch) bedeutet im weitesten Sinne eine Form von Geistigkeit als Gegensatz zum rein rationalen Denken und einer materiellen Körperlichkeit. Jeder Mensch ist seiner Natur nach spirituell (geistig), sofern er nach Sinn und Wert sucht. Spiritualität ist somit weder eine eigentlich esoterische noch religiöse Praktik, sondern eine grundlegende Dimension des Menschseins. Der Begriff Spiritualität kommt aus dem Französischen und ist ein Kind des 20. Jahrhunderts; im Deutschen taucht er erstmals gegen Ende der 1950er Jahre auf. Die zweite Auflage des Lexikons für Theologie und Kirche von 1964 verweist unter dem Stichwort Spiritualität auf den Begriff Frömmigkeit. Die Brockhaus-Enzyklopädie führt das Stichwort Spiritualität erstmals 1973 an.
Anmerkungen

Praktisch identisch mit dem Text aus der Quelle, wobei eine entsprechende Kennzeichung unterbleibt.

Die Quelle wird weder im Literaturverzeichnis noch in der Fußnote angegeben. Dafür ist der Grosse Brockhaus aber als zusätzliche Quelle in der Fussnote eingefügt. Interessanterweise aber eben in der Version von 2005, und nicht in der Version, die hier besprochen wird.

Noch zu prüfen wäre, ob sich der Wortlaut so möglicherweise im Brockhaus findet, dann könnte dieses Fragment auch als Bauernopfer kategorisiert werden, denn die wörtkliche Übernahme ist ja auf keinen Fall gekennzeichnet.

Sichter
(Teta), Hindemith

[17.] Jpm/Fragment 048 21 - Diskussion
Bearbeitet: 22. July 2012, 16:43 Fret
Erstellt: 17. July 2012, 00:14 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Spiritualität 2007

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 48, Zeilen: 21-28
Quelle: Wikipedia Spiritualität 2007
Seite(n): 1, Zeilen: -
Der Psychologe R. Sponsel60 definiert Spiritualität als bewusste Beschäftigung „mit Sinn- und Wertfragen des Daseins, der Welt und der Menschen und besonders der eigenen Existenz und seiner Selbstverwirklichung im Leben“. Sie umfasst eine besondere, nicht notwendig im konfessionellen Sinne verstandene religiöse Lebenseinstellung des Menschen, der sich auf das transzendente oder immanente göttliche Sein konzentriert, bzw. auf das Prinzip der transzendenten, nichtpersonalen letzten Wahrheit oder höchsten Wirklichkeit.

60 Sponsel, R.: Spiritualität – eine psychologische Untersuchung, Internetpublikation vom 20.08.2006.

Der Psychologe Rudolf Sponsel definiert Spiritualität als mehr oder minder bewusste Beschäftigung mit Sinn- und Wertfragen des Daseins, der Welt und der Menschen und besonders der eigenen Existenz und seiner Selbstverwirklichung im Leben.[3] So umfasst sie auch eine besondere, nicht notwendig im konfessionellen Sinne verstandene religiöse Lebenseinstellung eines Menschen, der sich auf das transzendente oder immanente göttliche Sein konzentriert bzw. auf das Prinzip der transzendenten, inpersonalen letzten Wahrheit oder höchsten Wirklichkeit.

3.↑ Rudolf Sponsel: „Spiritualität – Eine psychologische Untersuchung“ – (26. Sep. 2006)

Anmerkungen

Quellenangabe auf die wohl zugrundeliegende Primärquelle fehlt.

Sichter
(Hindemith), fret

[18.] Jpm/Fragment 048 32 - Diskussion
Bearbeitet: 30. July 2012, 21:39 Fret
Erstellt: 26. July 2012, 11:46 (Fret)
Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Sponsel 2007, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 48, Zeilen: 32-33
Quelle: Sponsel 2007
Seite(n): -, Zeilen: -
Seit Jahren gewinnt der Begriff der Spiritualität weltweit immer mehr an Bedeutung. Sie äußert sich als eine breite Sehnsucht nach der Verbindung [bzw. Beziehung mit dem Schöpfer, nach geistigen Werten und persönlicher Erfahrung und zugleich die kritische Auseinandersetzung mit den traditionellen Werten des Christentums.] Seit Jahren gewinnt der Begriff der Spiritualität weltweit immer mehr an Bedeutung. Darin äußert sich eine breite Sehnsucht nach geistigen Werten und persönlicher Erfahrung und zugleich die kritische Auseinandersetzung mit den traditionellen Werten des Christentums.
Anmerkungen

Übernahme setzt sich auf der folgenden Seite fort.

Sichter
KnallErbse

[19.] Jpm/Fragment 049 01 - Diskussion
Bearbeitet: 30. July 2012, 21:36 Fret
Erstellt: 26. July 2012, 11:39 (Fret)
Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Sponsel 2007, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 49, Zeilen: 1-7
Quelle: Sponsel 2007
Seite(n): -, Zeilen: -
[Seit Jahren gewinnt der Begriff der Spiritualität weltweit immer mehr an Bedeutung. Sie äußert sich als eine breite Sehnsucht nach der Verbindung] bzw. Beziehung mit dem Schöpfer, nach geistigen Werten und persönlicher Erfahrung und zugleich die kritische Auseinandersetzung mit den traditionellen Werten des Christentums. Das vorliegende Werk reflektiert über eine Fülle offener Fragen und ermöglicht damit eine neue Blickrichtung auf den Reichtum christlicher Spiritualität, sogar Spiritualität ohne religiöse Einbindung und zeitgemäße, zukunftsoffene Lebensformen, die den Bedürfnissen der Menschen Rechnung tragen.61

61 Sudbrack, J.: Gottes Geist ist konkret. Spiritualität im christlichen Kontext, Würzburg 1999; 23.

* Sudbrack Josef (1999). Gottes Geist ist konkret Spiritualität im christlichen Kontext. Würzburg: Echter. [ 455 S. 23 cm]
Seit Jahren gewinnt der Begriff der Spiritualität weltweit immer mehr an Bedeutung. Darin äußert sich eine breite Sehnsucht nach geistigen Werten und persönlicher Erfahrung und zugleich die kritische Auseinandersetzung mit den traditionellen Werten des Christentums. Das vorliegende Werk reflektiert über eine Fülle offener Fragen und ermöglicht damit eine neue Blickrichtung auf den Reichtum christlicher Spiritualität und zeitgemäße, zukunftsoffene Lebensformen. [zvab-Buchlanda]
Anmerkungen

Der Vf. benutzt eine Buchbesprechung eines Werkes von Sudbrack um seine eigene Untersuchung zu beschreiben.

Sichter
KnallErbse

[20.] Jpm/Fragment 050 21 - Diskussion
Bearbeitet: 20. September 2012, 19:19 Hindemith
Erstellt: 19. September 2012, 21:05 (KnallErbse)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Wolkinger 2006

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
KnallErbse
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 50, Zeilen: 21-28
Quelle: Wolkinger 2006
Seite(n): 7, Zeilen: 3-9
Spiritualität hat nicht bloß theozentrisch, christozentrisch, pneumatisch, ekklesial, sakramental etc. zu sein, sondern kann und muss gegebenenfalls darüber hinaus sowohl höchst subjektiv-individuell als auch gemeinschaftsbezogen, ökumenisch, interreligiös bzw. interspirituell gruppenorientiert, (katholisch, evangelisch, orthodox, buddhistisch, christlich, nicht christlich, theistisch, agnostisch, auf die Erste oder Dritte Welt bezogen) und universal-kosmozentrisch ausgerichtet sein.66

---

66 Wolkinger, A.: Spiritualität und Spirituelle Theologie als Disziplin, Wintersemester 2008; Ia,7.

Spiritualität hat somit nicht bloß theozentrisch, christozentrisch, pneumatisch, ekklesial, sakramental usw. zu sein, sondern kann und muß gegebenenfalls darüber hinaus sowohl höchst subjektiv-individuell als auch gemeinschaftsbezogen, sowohl ekklesial als auch ökumenisch, ja interreligiös („interspirituell“25), sowohl gruppenorientiert (männlich - weiblich; für Kleriker oder Laien; benediktinisch - franziskanisch - jesuitisch..., katholisch - evangelisch - orthodox - buddhistisch..., christlich - nichtchristlich, theistisch - agnostisch, auf die Erste oder Dritte Welt bezogen usw.) als auch universal-kosmozentrisch ausgerichtet sein.
Anmerkungen

Die Quelle wird genannt (Version 2008), der Text wird jedoch nicht als Zitat gekennzeichnet. Die Wortauslassungen reichen nicht, um eine Paraphrasierung zu rechtfertigen. Es ist hier zu bemerken, dass die Dissertation am 26. Oktober 2007 angenommen wurde, das zitierte Skript jedoch aus dem "Wintersemester 2008" stammen soll. Hier kann logischerweise nur das WS 2007/2008 gemeint sein, das kurz vor Abgabe der Arbeit begann.

Sichter
(KnallErbse), Hindemith

[21.] Jpm/Fragment 051 01 - Diskussion
Bearbeitet: 22. July 2012, 16:47 Fret
Erstellt: 17. July 2012, 00:22 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Spiritualität 2007

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 51, Zeilen: 1-12
Quelle: Wikipedia Spiritualität 2007
Seite(n): 1, Zeilen: -
[Die Bedeutungsinhalte der Spiritualität sind nach Untersuchungen von Büssing et al. (2006)67 vom] weltanschaulichen Kontext abhängig, beziehen sich aber immer auf eine immaterielle, nicht sinnlich fassbare Wirklichkeit (Gott, Wesenheiten, Kräfte), die dennoch erfahr- oder erahnbar ist (Erwachen, Einsicht, Erkennen) und die der Lebensgestaltung eine Orientierung gibt. Nach Büssing sind hier eine suchende Haltung von einer glaubend annehmen-den bzw. einer wissend erkennenden Haltung zu unterscheiden. Als Ausdrucksformen der Spiritualität konnten mit Hilfe von Fragebogenkonstrukten „mindestens sieben Faktoren differenziert werden: (1) Gebet, Gottvertrauen und Geborgenheit; (2) Erkenntnis, Weisheit und Einsicht; (3) Transzendenz-Überzeugung; (4) Mitgefühl, Großzügigkeit und Toleranz; (5) Bewusster Umgang (mit anderen, sich selbst und der Umwelt); (6) Ehrfurcht und Dankbarkeit; (7) Gleichmut und Meditation“.

67 Büssing, A./Ostermann, T./Glöckler, M./Matthiessen, P.F.: Spiritualität, Krankheit und Heilung – Bedeutung und Ausdrucksformen der Spiritualität in der Medizin. Akademische Schriften, Bad Homburg 2006.

Die Bedeutungsinhalte der Spiritualität sind nach Untersuchungen von Büssing et al. (2006) vom weltanschaulichen Kontext abhängig, beziehen sich aber immer auf eine immaterielle, nicht sinnlich fassbare Wirklichkeit (Gott, Wesenheiten, Kräfte), die dennoch erfahr- oder erahnbar ist (Erwachen, Einsicht, Erkennen) und die der Lebensgestaltung eine Orientierung gibt. Zu unterscheiden sind hier eine suchende Haltung von einer glaubend annehmenden bzw. einer wissend erkennenden Haltung. Als Ausdrucksformen der Spiritualität konnten mit Hilfe von Fragebogenkonstrukten [1] mindestens 7 Faktoren differenziert werden: (1) Gebet, Gottvertrauen und Geborgenheit; (2) Erkenntnis, Weisheit und Einsicht; (3) Transzendenz-Überzeugung; (4) Mitgefühl, Großzügigkeit und Toleranz; (5) Bewusster Umgang (mit anderen, sich selbst und der Umwelt); (6) Ehrfurcht und Dankbarkeit; (7) Gleichmut und Meditation.[1]

[1] Arndt Büssing, Thomas Ostermann, Michaela Glöckler, Peter F. Matthiessen: Spiritualität, Krankheit und Heilung – Bedeutung und Ausdrucksformen der Spiritualität in der Medizin, VAS-Verlag für Akademische Schriften, 2006, ISBN 978-3-88864-421-4

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), fret

[22.] Jpm/Fragment 052 18 - Diskussion
Bearbeitet: 22. July 2012, 16:14 Fret
Erstellt: 16. July 2012, 00:34 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Seele 2005

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 52, Zeilen: 18-37
Quelle: Wikipedia Seele 2005
Seite(n): 1, Zeilen: -
Nach hinduistischer Auffassung bestehen Bewusstseins fähige [sic!] Lebewesen aus drei unterschiedlichen Wirklichkeiten: aus einem sterblichen Körper, sterblichem Bewusstsein und einer unsterblichen, von Lebewesen zu Lebewesen wandernden Atman-Seele. Die Atman-Seele ist eine feinstoffliche Substanz, vergleichbar mit Licht, fein- und lichtstoffliche Wirklichkeit. Sie ist tiefste Wirklichkeit im Menschen, das tiefste Selbst. Die Atman-Seele ist nicht mit der menschlichen Person identisch, die wir mit „Ich“ bezeichnen, sondern reicht über das Ich hinaus und wird in anderen Lebewesen wiedergeboren. Die Reinkarnationslehre bedeutet nicht, dass man als Person wiedergeboren wird. Die Person des Menschen besteht aus dem individuellen Körper und dem individuellen Bewusstsein, die im Tod vergehen. Nur der überpersonale Teil, die Atman-Seele, bleibt erhalten. Die Hindus lehren, dass man erfahren kann, mit dem göttlichen Brahman eins zu sein. In dieser Wirklichkeitserfahrung weitet sich das Bewusstsein ins Unendliche, und man erfährt sich aufgehoben in einer Wirklichkeit unaussprechlicher Einheit, die Brahman genannt wird. Das Atman ist identisch mit dem Brahman und ist mit dem Brahman unauflöslich verbunden. Es ist nicht einfach, die Einheit des tiefsten Selbst (Atman) mit dem Brahman zu erfahren. Normalerweise kann man das Viele erkennen, aber nicht das göttliche Eine, das in allem bzw. bei allem [Vielen gegenwärtig ist.] Alle mehr oder weniger bewusstseinsfähigen Lebewesen bestehen nach hinduistischer Auffassung aus drei unterschiedlichen Wirklichkeiten: aus einem sterblichen Körper, einem sterblichen Bewusstsein und einer unsterblichen, von Lebewesen zu Lebewesen wandernden Atman-Seele. Die Atman-Seele ist nichts rein Geistiges, Imaterielles wie das denkende und empfindende Bewusstsein, sondern sie ist eine sehr feinstoffliche Substanz, vergleichbar dem Licht, sie ist eine fein- und lichtstoffliche Wirklichkeit. Wenn der Mensch aus mehreren Wirklichkeiten besteht, dann ist die Atman-Seele die tiefste Wirklichkeit im Menschen, das tiefste Selbst. Aber diese tiefste Wirklichkeit ist nicht mit der menschlichen Person identisch, die wir mit „ich“ bezeichnen, sondern die Atman-Seele reicht über das Ich hinaus und wird in anderen Lebewesen wiedergeboren.

Die Reinkarnations-Lehre bedeutet deshalb nicht, dass jemand als Person wiedergeboren wird. Die Person des Menschen besteht nämlich aus einem individuellen Körper (z.B. männlich, schlank, klein, krankheitsanfällig) und einem individuellen Bewusstsein (z.B. Charakter, Zielvorstellungen). Beides aber vergeht im Tod. Nur der überpersonale Teile von einem bleibt erhalten, nämlich die Atman-Seele.

[...]

Die Hindus lehren, dass man erfahren könne, mit dem göttlichen Brahman eins zu sein. [...] In dieser Wirklichkeitserfahrung weitet sich das Bewusstsein ins Unendliche, es ist ohne Grenzen, und man erfährt sich aufgehoben in einer Wirklichkeit unaussprechlichen Lichts und unaussprechlicher Einheit, die Brahman genannt wird. [...]

[...]

[...] Das Atman ist identisch mit dem Brahman.

[...] Das Atman ist mit dem Brahman unauflöslich verbunden. Es ist nicht einfach, die Einheit des tiefsten Selbst (Atman) mit dem Brahman zu erfahren. So wie man normalerweise wahrnimmt, kann man zwar das Viele erkennen, aber nicht das göttliche Eine, das in allem bzw. bei allem Vielen gegenwärtig ist.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt. Gekürzt aus der Wikipedia übernommen.

Sichter
(Hindemith), fret

[23.] Jpm/Fragment 053 01 - Diskussion
Bearbeitet: 22. July 2012, 16:23 Fret
Erstellt: 16. July 2012, 00:52 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Seele 2005

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 53, Zeilen: 1-8
Quelle: Wikipedia Seele 2005
Seite(n): 1, Zeilen: -
Um aber das göttliche Eine erfahren zu können, muss man seine Wahrnehmungsart ändern. Konzentrationstechniken des Yoga und Askese (Enthaltung, Verzicht) dienen dazu, die Wahrnehmungsart zu ändern, dass man das göttliche Eine wahrnehmen kann. Yoga dient dazu, dass das Bewusstsein sich konzentrieren lernt und sich selbst in seinen vielen unbewussten Teilen kennenlernt. Nach jahrelanger Übung kann das Bewusstsein erfahren, dass seine tiefste Wirklichkeit, der Atman, eins ist mit dem göttlichen Brahman. Um das göttliche Eine erfahren zu können, muss man seine Wahrnehmungs-Art ändern. Die Konzentrationstechniken des Yoga und die Askese (Enthaltung, Verzicht) wollen helfen, die Wahrnehmungs-Art so zu ändern, dass man das göttliche Eine wahrnehmen kann.

[...] Das Yoga dient dazu, dass das Bewusstsein sich konzentrieren lernt und sich selbst in seinen vielen unbewussten Teilen kennenlernt. Nach jahrelanger Übung kann das Bewusstsein vielleicht dann auch die Erfahrung machen, dass seine tiefste Wirklichkeit, der Atman, eins ist mit dem göttlichen Brahman.

Anmerkungen

Fortsetzung von der Vorseite. Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), fret

[24.] Jpm/Fragment 053 14 - Diskussion
Bearbeitet: 22. July 2012, 16:26 Fret
Erstellt: 16. July 2012, 00:58 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Seele 2005

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 53, Zeilen: 14-21
Quelle: Wikipedia Seele 2005
Seite(n): 1, Zeilen: -
Ausdrücklich prägt er den Begriff des Atman im Kontrast zum hinduistischen Atman als „Nicht-Selbst“. Das Seelenbewusstsein ist wie eine Billardkugel, die eine andere in Bewegung setzt oder ein Katalysator, der einen chemischen Prozess auslöst und im Produkt des Prozesses nicht mehr enthalten ist. Trotz des Fehlens einer Substanz zwischen den Existenzformen der Wiedergeburtenkette gilt es als möglich, sich der vielen Existenzen zu erinnern, die eine Kreislaufgeburtenkette ausmacht. Ausdrücklich im Kontrast zum hinduistischen Atman, prägt er den Begriff des Anatman, des „Nicht-Selbst“.

[...]

[...] Das Seelen-Bewusstsein ist also wie eine Billardkugel, die eine andere Billardkugel in der Bewegung verursacht, oder wie ein Katalysator, der einen chemischen Prozess auslöst und im Produkt dieses Prozesses nicht mehr enthalten ist. Trotz des Fehlens einer Substanz zwischen den Existenzformen einer Wiedergeburtenkette gilt es als möglich, sich der vielen Existenzen zu erinnern, die eine Kreislaufgeburtenkette ausmache.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), fret

[25.] Jpm/Fragment 054 11 - Diskussion
Bearbeitet: 22. July 2012, 16:37 Fret
Erstellt: 16. July 2012, 00:09 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Seele 2005

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 54, Zeilen: 11-31
Quelle: Wikipedia Seele 2005
Seite(n): 1, Zeilen: -
Die Vorstellung einer „unsterblichen Seele“ als eigentlicher Identitätsträger des Menschen gegenüber einer sekundären Leiblichkeit (wie im Platonismus) ist den biblischen Texten fremd. Das semantische [sic!] Menschenbild ist nicht analytisch (wie das platonische), sondern synthetisch: Die Wirklichkeit ist aus verschiedenen Aspekten komponiert. „Fleisch“ ist der Organismus des Menschen im Blick auf seine Sterblichkeit, „Seele“ ist zunächst die „Kehle“, der „Atem“, der einen lebendigen Organismus von einem toten unterscheidet. Das „Herz“ ist nicht – wie bei uns – Sitz der Gefühle, sondern der Gedanken und Entscheidungen. Sitz der Gefühle sind die Eingeweide: die „Niere“. Vor allem aber die „Gebärmutter“ – im Blick auf das Gefühlsleben. Was den Menschen besonders belebt ist der „Geist“, wörtlich der „Windhauch“, der von außen kommt und dem Menschen eingeblasen wird – entweder als göttliche Inspiration oder als dämonische Besessenheit. So kann Paulus im NT davon sprechen, dass wir jetzt einen „Seelen-Leib“ haben, in der Toten-Auferweckung jedoch einen „Geist-Leib“ erhalten werden. Diese Seelenlehre wurde in mystischen Strömungen des Judentums weiter entfaltet. Im orthodoxen, katholischen und evangelischen Christentum wurde dieser Teil der traditionellen Lehre zum Teil zugunsten einer Ganztod-Hypothese aufgegeben (der ganze Mensch, Leib und Seele stirbt im Tod; der ganze Mensch wird von Gott aus Gnade vollendet). Die Vorstellung einer "unsterblichen Seele" als eigentlicher Identitätsträger des Menschen gegenüber einer sekundären Leiblichkeit (wie im Platonismus) ist den biblischen Texten fremd. Das semitische Menschenbild, wie es sich auch in den alttestamentlichen Texten widerspiegelt, ist nicht analytisch (wie das platonische), sondern synthetisch: Die Wirklichkeit ist komponiert aus verschiedenen Aspekten. "Fleisch" ist der Organismus des Menschen im Blick auf seine Sterblichkeit, "Seele" ist zunächst die "Kehle", der "Atem", der einen lebendigen Organismus von einem toten unterscheidet. Das "Herz" ist nicht - wie bei uns - Sitz der Gefühle, sondern der Gedanken und Entscheidungen. Sitz der Gefühle sind die Eingeweide: die "Nieren", vor allem aber die "Gebärmutter" - im Blick auf das Gefühlsleben ist dann auch vom Mutterschoßgefühl von Männern die Rede! Was den Menschen besonders belebt, ist der "Geist", wörtlich der "Windhauch", der von außen kommt und dem Menschen eingeblasen wird - entweder als göttliche Inspiration oder als dämonische Besessenheit. So kann Paulus im Neuen Testament davon sprechen, dass wir jetzt einen "Seelen-Leib" haben, in der Totenauferweckung aber einen "Geist-Leib" erhalten werden. [...] In den mystischen Strömungen des Judentums wurde diese Seelelehre weiter entfaltet, im orthodoxen und katholischen Chrisentum ist sie Teil der traditionellen Lehre, im zeitgenössischen Protestantismus wurde sie zum Teil aufgegeben zugunsten einer Ganztod-Hypothese (der ganze Mensch, Leib und Seele, stirbt im Tod; der ganze Mensch wird von Gott aus Gnade vollendet.)
Anmerkungen

Es gibt auf dieser Seite überhaupt keinen Quellenverweis.

Sichter
(Hindemith), fret

[26.] Jpm/Fragment 055 01 - Diskussion
Bearbeitet: 20. September 2012, 19:23 Hindemith
Erstellt: 19. September 2012, 20:41 (KnallErbse)
Fragment, Gesichtet, Jpm, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Wolkinger 2006

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
KnallErbse
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 55, Zeilen: 1-7
Quelle: Wolkinger 2006
Seite(n): 1, Zeilen: 30-35
[Paulus verwendet das Adjektiv] „pneumatikos“ (geistbegabt, vom Geist beseelt, geistlich) mehr als zwanzigmal und unterscheidet den von Gott kommenden Geist vom Geist der Welt: „Wir haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott stammt, damit wir das erkennen, was uns von Gott geschenkt worden ist. Davon reden wir auch... Wir aber haben den Geist Christi.“ (1 Kor 2,12f.16) In der Charismenlehre entfaltet Paulus dann seine Geistestheologie. Paulus verwendet das Adjektiv „pneumatikos“ (geistbegabt, vom Geist beseelt, geistlich) mehr als zwanzigmal und unterscheidet recht selbstbewußt den von Gott kommenden Geist vom Geist der Welt: „Wir haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott stammt, damit wir das erkennen, was uns von Gott geschenkt worden ist. Davon reden wir auch... Wir aber haben den Geist Christi.“ (1 Kor 2,12f.16) In der Charismenlehre entfaltet Paulus dann seine Geisttheologie.
Anmerkungen

Quelle wird nicht genannt.

Sichter
(KnallErbse), Hindemith

[27.] Jpm/Fragment 059 30 - Diskussion
Bearbeitet: 20. September 2012, 19:42 Hindemith
Erstellt: 19. September 2012, 20:46 (KnallErbse)
Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wolkinger 2006

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
KnallErbse
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 59, Zeilen: 30-34
Quelle: Wolkinger 2006
Seite(n): 2, Zeilen: 23-28
Schütz übersetzt Spiritualität vom ursprünglichen Wortsinn als „geistliche Lebensform“, geistbestimmtes, konkretes Leben. Denkt man an die „ruach“ der Genesis, dann ist schöpferische Aktivität, Kraft und Bewegung gemeint. Von daher meint Spiritualität keine Weltabgehobenheit und „kraftlose Weltfremdheit“, auch keinen dualisti-[schen Spiritualismus und noch weniger abergläubischen Spiritismus.] Christian Schütz übersetzt Spiritualität vom ursprünglichen Wortsinn her als „geistliche Lebensform“4 , also als geistbestimmtes konkretes Leben. Denkt man an die „ruach“ der Genesis, dann ist schöpferische Aktivität, Kraft und Bewegung gemeint. Von daher meint Spiritualität sicher keine Weltabgehobenheit und keine „kraftlose Weltfremdheit“5, auch keinen dualistischen Spiritualismus und noch weniger abergläubischen Spiritismus.

4 Christian Schütz, Art. Spiritualität, in: Praktisches Lexikon der Spiritualität. Hg. v. dems., Freiburg/Br.: Herder 1988, 1170-1180; 1170.

5 Josef Sudbrack, Art. Spiritualität, in: Sacramentum Mundi. Hg. v. Karl Rahner u. a., Bd. 4, Freiburg: Herder 1969, 674-691; 676; auch in: Herders Theologisches Taschenlexikon. Hg. v. K. Rahner, Bd. 7, Freiburg (Herderbücherei 457) 1973, 115-130; 117.

Anmerkungen

Das Fragment setzt sich auf der folgenden Seite fort. Keine Quellenangabe. Abgesehen von Wortauslassungen wurde hier wörtlich übernommen.

Vor dem hier dokumentierten Fragment verweist der Verfasser auch auf Schütz (Fußnote 74).

Sichter
(KnallErbse), Hindemith

[28.] Jpm/Fragment 060 01 - Diskussion
Bearbeitet: 20. September 2012, 19:40 Hindemith
Erstellt: 19. September 2012, 20:52 (KnallErbse)
Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wolkinger 2006

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
KnallErbse
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 60, Zeilen: 1-36
Quelle: Wolkinger 2006
Seite(n): 2, 3, Zeilen: -
Biblisch gesehen meint „Spiritualität“ den ganzen Menschen mit Leib, Seele und Geist, mit einem tiefen Innenleben und unter Umständen massiver äußerer Aktivität, erdverbunden, der Geschichte durch Gottes endgültigen Geist geschenkt. Dieser Geist Gottes ist nicht abzulösen von Gottes Menschwerdung, umfasst daher die ganze Breite des Menschlichen, wie sie in Jesu Leben, in seinem Gang zum Kreuz und in der Hoffnungserfahrung der Auferstehung erscheint. Spiritualität vertritt eine Integration, ja Einheit von Geist bzw. Gott und Welt, Verinnerlichung und Weltgestaltung, Glaube und Vernunft bzw. Wissenschaft, Leben und Denken, Erfahrung (Biographie) und Theorie, Aktion und Kontemplation, Mystik und Politik, Sakralität und Profanität. So bedarf auch Spiritualität, Geistigkeit und Geistlichkeit der intensiven Auseinandersetzung mit ihr. Sie zielt somit auf Erdung, auf Erd- und Lebensnähe und nicht auf Weltflüchtigkeit und geistige Überhöhung, eher auf Durchgeistigung des irdisch-materiellen und nicht auf Trennung des Überirdischen vom Irdischen, auf Befreiung und Emanzipation und nicht nur auf Bindung. Spiritualität ist dynamisch und nicht statisch, die Umformung des Menschen, der auf den Ruf Gottes antwortet. Sie beinhaltet die tatsächlichen, aber mitunter nicht ausdrücklich genannten, unter Umständen sogar unbekannten oder unbewussten Antriebskräfte unseres Lebens und Handelns und kommt aus dem Glauben oder zumindest aus der tiefsten inneren Überzeugung. Spiritualität ist aber immer auch Ausdruck einer bestimmten Geisteskultur, die sich die ihr entsprechenden Ausdrucksformen selbst schafft. Spiritualität geht es um Sinnfragen und um letzte Zusammenhänge, um Religion im vollen und weiten Sinne ihrer Wortbedeutung. Urs von Balthasar (1095-1988)[sic!] war der erste, der den Begriff „Spiritualität“ als „unumgänglich“ für den deutschen Sprachgebrauch empfohlen hat. Er definierte Spiritualität als „jene praktische oder existentielle Grundhaltung eines Menschen, die Folge und Ausdruck seines religiösen–oder allgemeiner seines „ethisch-engagierten Daseinsverständnisses“ ist. In einer treffenden Kurzformel bestimmte Balthasar Spiritualität einfach als „die Mysteriendimension der objektiven kirchlichen Dogmatik“ bzw. als „die subjektive Seite der Dogmatik“, wobei er zusätzlich zur Dogmatik „Moraltheologie“ bzw. „Ethik“ hätte ergänzen müssen. Letztlich sind aber alle theologischen Disziplinen spirituell durchformt. [S2: Z28-32; S3: Z1]

Biblisch gesehen meint ‘spiritualis’ den ganzen Menschen mit Leib, Seele und Geist, mit einem tiefen Innenleben und unter Umständen massiver äußerer Aktivität, erdverbunden und gleichzeitig durchdrungen vom Göttlichen und deshalb offen für „die Vollendung der Geschichte durch Gottes endgültiges Geistgeschenk. Dieser Geist Gottes ist nicht abzulösen von Gottes Menschwerdung, umfaßt daher die ganze Breite des Menschlichen, wie sie in Jesu Leben, in seinem Gang zum Kreuz und in der Hoffnungserfahrung der Auferstehung erscheint.“6

[S3: Z7-10]

Recht verstanden vertritt Spiritualität also eine Integration, ja Einheit von Geist bzw. Gott und Welt, Verinnerlichung und Weltgestaltung, Glaube und Vernunft bzw. Wissenschaft, Leben und Denken, Erfahrung (Biographie) und Theorie, Aktion und Kontemplation, Mystik und Politik, Sakralität und Profanität.

[S3: Z11-34]

Wie guter Wein nur auf schwer zu bearbeitendem Hügelgelände gedeiht, so bedarf auch Spiritualität, Geistigkeit und Geistlichkeit der Erde und der intensiven Auseinandersetzung mit ihr. Spiritualität zielt somit auf Erdung, auf Erd- und Lebensnähe und nicht auf Weltflüchtigkeit und geistige Überhöhung, eher auf Durchgeistigung des Irdisch-Materiellen und nicht auf Trennung des Überirdischen vom Irdischen, eher auf Befreiung und Emanzipation und nicht auf Bindung. Spiritualität ist dynamisch und nicht statisch; sie ist „die fortwährende Umformung eines Menschen, der antwortet auf den Ruf Gottes“7. Spiritualität denkt an die tatsächlichen, aber mitunter nicht ausdrücklich genannten, unter Umständen sogar unbekannten oder unbewußten Antriebskräfte unseres Lebens und Handelns und muß daher nicht ausdrücklich artikuliert, sondern kann auch unausdrücklich mitgedacht und mitbehandelt werden. Spiritualität meint ein Leben aus dem Glauben oder zumindest aus der tiefsten inneren Überzeugung, sei sie nun reflektiert oder nicht. Spiritualität ist aber immer auch Ausdruck einer bestimmten Geisteskultur, die sich die ihr entsprechenden Ausdrucksformen selbst schafft. Spiritualität geht es um Sinnfragen und um letzte Zusammenhänge, um Religio(n) im vollen und weiten Sinn ihrer Wortbedeutung.

Hans Urs von Balthasar war der erste, der den Begriff „Spiritualität“ als „unumgänglich“ für den deutschen Sprachgebrauch empfohlen hat. Er definierte Spiritualität als „jene praktische oder existentielle Grundhaltung eines Menschen, die Folge und Ausdruck eines religiösen - oder allgemeiner: ethisch-engagierten Daseinsverständnisses“ ist, oder klassisch-systematisch ausgedrückt als „eine akthafte und zuständliche (habituelle) Durchstimmtheit seines Lebens von seinen objektiven Letzteinsichten und Letztentscheidungen her“. In einer treffenden Kurzformel bestimmte Balthasar Spiritualität einfach als „die Mysteriendimension der objektiven kirchlichen Dogmatik“8 bzw. als „die subjektive Seite der Dogmatik“ , wobei er zusätzlich zur Dogmatik „Moraltheologie“ bzw. „Ethik“ hätte ergänzen müssen. Letztlich sind aber alle theologischen Disziplinen spirituell durchformt bzw. spirituell zu durchformen.


6 Josef Sudbrack, Spiritualität - Modewort oder Zeichen der Zeit. Ein Kapitel moderner Pneumatologie, in: Geist und Leben 71 (1998) 198-211; 202.

7 Michael Plattig: Was ist Spiritualität?, in: Lewkowicz, Marina/Lob-Hüdelpohl, Andreas (Hg.): Spiritualität in der sozialen Arbeit, Freiburg/Br. 2003, 12-32; 13.

8 Hans Urs von Balthasar, Spiritualität, in: ders., Verbum caro. Skizzen zur Theologie I, Einsiedeln 1960, 226-244; zuerst in: Geist und Leben 31 (1958) 340-352; vgl. ders., Das Evangelium als Norm und Kritik aller Spiritualitäten in der Kirche, in: ders., Spiritus Creator. Skizzen zur Theologie III, 1967, 247-263; zuerst in: Concilium 1 (1965) 715-722.

Anmerkungen

Eine Quellenangabe fehlt.

Sichter
(KnallErbse), Hindemith

[29.] Jpm/Fragment 062 06 - Diskussion
Bearbeitet: 22. July 2012, 21:13 Fret
Erstellt: 17. July 2012, 22:33 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Knauth 1998, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 62, Zeilen: 6-37
Quelle: Knauth 1998
Seite(n): 1 (internetversion), Zeilen: -
Die „Theologie der Befreiung“ ist Sammelbegriff für eine neue Bestimmung der Theologie. In ihr wird das Thema sozialer Ausgrenzung zum Bezugspunkt theologischen Handelns und Denkens gewählt. Gemeint ist eine Theologie, die von der sozialen Wirklichkeit der Menschen ausgeht und soziale Gerechtigkeit in ihr Zentrum stellt. Ungefähr vor dreißig Jahren erlangte erstmals eine theologische Position aus der Dritten Welt weltweite Bedeutsamkeit und trug zum Entstehen wichtiger Reformbewegungen in der Kirche, an Universitäten, in Gemeinden und sozialen Bewegungen bei. Von Anfang an versteht sich die Theologie der Befreiung als eine kontextuelle Theologie. Sie entstand in der Auseinandersetzung mit der Realität in lateinamerikanischen Gesellschaften und entwickelte sich als theologische Reflexion und Praxis der Befreiung aus verschiedenen Formen der Abhängigkeit. Sie erarbeitete ein Konzept, durch das christlicher Glaube und Glaubenspraxis auf soziale, wirtschaftliche, kulturelle und religiöse Problemlagen der Gesellschaften hin ausgelegt und an der Perspektive der Ausgegrenzten orientiert wird.

Die Befreiungstheologie ist zum Lernmodell auch für die europäische Theologie geworden. Erstmals in der neuzeitlichen Theologiegeschichte veränderte sich das Lerngefälle zu Gunsten der Länder des Südens: die neue Art, Theologie zu betreiben, galt auch nordamerikanischen und europäischen Christen als beispielhaft für eine zeitgemäße Theologie, die die soziale und politische Dimension des Glaubens akzentuiert. Befreiung ist ein universelles Projekt, das durch soziale, religiöse, kulturelle, generationsbezogene und geschlechtsspezifische Lagen von Abhängigkeit vielfach gebrochen ist. Daher muss Befreiung für jeden Kontext neu definiert werden. Es wäre ein Missverständnis, die Theologie der Befreiung allein mit Lateinamerika oder lediglich mit der Vätergeneration von Gustavo Gútierrez über Juan Luis Segundo bis Leonardo Boff zu verbinden. Neue Generationen sind hinzugekommen, der Blick hat sich auf Theologien geweitet, die über andere Kontexte der Unterdrückung reflektieren. Die Befreiungstheologie durchlief in den letzten zehn Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung.

Die "Theologie der Befreiung" ist ein Sammelbegriff für eine neue Bestimmung der Theologie. In ihr wird das epochale Thema sozialer Ausgrenzung zum Bezugspunkt theologischen Handelns und Denkens gewählt. Gemeint ist eine Theologie, die von der sozialen Wirklichkeit der Menschen ausgeht und soziale Gerechtigkeit in ihr Zentrum stellt.

Ungefähr vor dreißig Jahren hatte erstmals eine theologische Position aus der Dritten Welt weltweite Bedeutsamkeit erlangt und zum Entstehen wichtiger Reformbewegungen innerhalb der Kirche, an den Universitäten, in Gemeinden und sozialen Bewegungen beigetragen. Von Anfang an hat sich die Theologie der Befreiung als eine kontextuelle Theologie verstanden.

Das bedeutet: Sie entsteht in der Auseinandersetzung mit der Realität der lateinamerikanischen Gesellschaften, sie entwickelte sich als theologische Reflexion und Praxis der Befreiung aus verschiedenen Formen von Abhängigkeit. Sie erarbeitet eine eigene Methodologie, durch die christlicher Glaube auf die sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen und religiösen Problemlagen der Gesellschaften hin ausgelegt und christliche Praxis an der Perspektive der Ausgegrenzten orientiert wird.

Trotz ihres bewußt vertretenen kontextuellen Charakters ist die Befreiungstheologie zum Lernmodell auch für die europäische Theologie geworden. Erstmals in der neuzeitlichen Theologiegeschichte hat sich das Lerngefälle zu Gunsten der Länder des Südens umgedreht: die neue Art, Theologie zu treiben galt auch nordamerikanischen und europäischen Christen und Christinnen als beispielhaft für eine zeitgemäße Theologie, die die soziale und politische Dimension des Glaubens akzentuiert und die Verbindung mit emanzipatorischen Prozessen sucht. Befreiung ist ein universelles Projekt, das in sich Zeiten, Regionen kontextualisiert und durch soziale, religiöse, kulturelle, generationelle und geschlechtsspezifische Lagen von Abhängigkeit vielfach gebrochen ist. Befreiung muß für jeden Kontext neu buchstabiert werden.

Es wäre ein Mißverständnis, die Theologie der Befreiung allein mit Lateinamerika zu verbinden. Genauso falsch wäre es, Befreiungstheologie lediglich mit der Vätergeneration von Gustavo Gútierrez über Juan Luis Segundo bis Leonardo Boff zu verbinden. Neue Generationen sind hinzugekommen, der Blick hat sich auf Theologien geweitet, die auf andere Kontexte von Unterdrückung reflektieren. Die Befreiungstheologie hat in den letzten zehn Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung durchlaufen.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), fret

[30.] Jpm/Fragment 063 01 - Diskussion
Bearbeitet: 22. July 2012, 21:20 Fret
Erstellt: 17. July 2012, 22:51 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Knauth 1998, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 63, Zeilen: 1-25
Quelle: Knauth 1998
Seite(n): 1 (internetversion), Zeilen: -
[Schon während der 70er Jahre wurde im Ge-]spräch mit den Theologien der Dritten Welt anlässlich der so genannten EATWOT-Konferenzen deutlich, dass es nicht ausreicht, Unterdrückung als rein ökonomisch bestimmtes Faktum zu begreifen. Bereits in dieser Phase traten hinter abstrakten Kategorien konkrete Gesichter hervor, und es wurde offensichtlich, dass die Formen von Unterdrückung auch kultureller, religiöser und geschlechtsspezifischer Natur sind. Es entstand die Notwendigkeit, den Diskurs über Unterdrückte zu differenzieren und die Rede von der Befreiung mit Bezug auf verschiedene Kontexte der Unterdrückung zu differenzieren.

Aus der Perspektive der sich in den 70er Jahren entwickelnden feministischen Befreiungstheologie wird zum Beispiel auf die Rolle der Frau in ihrer „doppelten Unterdrückung“ reflektiert, und das Wort von der „Feminisierung der Armut“ (I. Gebara1, E. Tamez2) setzt sich durch. Die feministische Befreiungstheologie hat sich inzwischen zu einer lebendigen und starken Bewegung entwickelt, von der innerhalb der Befreiungstheologie starke Impulse auch mit Blick auf die Ökologiedebatte ausgehen, die seit jüngster Zeit in der Befreiungstheologie verstärkt Beachtung findet.3 Gleiches gilt für die „schwarzen“ und die „indianischen“ Theologien des Kontinents.4 Der 500. Jahrestag der Eroberung des Kontinents wird für viele indianische Völker Anlass, eine Kampagne der indigenen und afroamerikanischen Bevölkerung ins Leben zu rufen, die auf die besondere Lage dieser seit Jahrhunderten unterdrückten Völker aufmerksam macht. Seit dieser Zeit ist die Thematik der indigenen Völker stärker ins Bewusstsein gerückt. In diesem Kontext prägen sich vielfältige Theologien aus, die vorchristliche Traditionen aufnehmen.


11 [sic] Gebara, I.: Option für die Armen als Option für die Frau, in: Concilium 23,1987; 517-523.

2 Tamez, E.: Die Gesellschaft, die wir Frauen uns wünschen: Eine Lektüre von der Bibel und Menschenrechten der Frauen, in: Wir tragen die Farbe der Erde. Neue theologische Beiträge aus Lateinamerika. Hg. von Dutz, F./Fünfsinn, B./Plonz, S.: Feministische Theologie, Hamburg 2004; 20-33.

3 Boff, L./Kern, B./Müller, A.: Werkbuch Theologie der Befreiung. Anliegen-Streitpunkte-Personen, Düsseldorf 1988.

4 Girardi, G.: „Kann es eine europäische Theologie der Befreiung geben? Einige Aspekte des Problems, in: Christen für den Sozialismus (Hrsg.): Kultur des Verstehens gegen Kolonialismus der Ideen. Zur Kritik des Herrschaftsanspruches der erklärenden Vernunft, Münster 1983: 50-56.

Schon während der 70er Jahre wird im Gespräch den Theologien der Dritten Welt anläßlich der sogenannten EATWOT-Konferenzen deutlich, daß es nicht ausreicht, Unterdrückung als rein ökonomisch bestimmtes Faktum zu begreifen. Bereits in dieser Phase treten hinter abstrakten Kategorien konkrete Gesichter hervor, und es wird offensichtlich, daß die Formen von Unterdrückung auch kultureller, religiöser und geschlechtsspezifischer Natur sind.

Es entsteht die Notwendigkeit, den Diskurs über die Unterdrückten zu differenzieren und die Rede von der Befreiung mit Bezug auf die verschiedenen Kontexte von Unterdrückung zu differenzieren.

Aus der Perspektive der sich in den 70er Jahren entwickelnden feministischen Befreiungstheologie wird zum Beispiel auf die Rolle der Frau in ihrer "doppelten Unterdrückung" reflektiert, und das Wort von der "Feminisierung der Armut" (Gebara 1987, Tamez 1997) setzt sich durch.

Die feministische Befreiungstheologie hat sich inzwischen zu einer lebendigen und starken Bewegung entwickelt, von der innerhalb der Befreiungstheologie starke Impulse auch mit Blick auf die Ökologiedebatte ausgehen, die seit jüngster Zeit in der Befreiungstheologie verstärkt Beachtung findet (Aquino 1997; Boff 1997). Gleiches gilt für die "schwarzen" und die "indianischen" Theologien des Kontinents (Girardi 1997; Wagua 1997).

Für das Selbstbewußtsein dieser Bewegungen bedeutet der 500. Jahrestag der Eroberung des Kontinents eine Initialzündung. Er wird für viele indianischen Völker Anlaß, eine Kampagne der indigenen und afroamerikanischen Bevölkerung ins Leben zu rufen, die auf die besondere Lage dieser seit Jahrhunderten unterdrückten Völker aufmerksam macht. Seit dieser Zeit ist die Thematik der indigenen Völker stärker ins Bewußtsein gerückt.

Es wird erkannt, daß sich in diesem Kontext vielfältige Theologien ausprägen, die die vorchristlichen Traditionen aufnehmen und den Kontext christlicher Theologie zum Teil bewußt verlassen haben.

Anmerkungen

Literaturangaben werden auch z.T. übernommen, die eigentliche Quelle wird nicht angegeben. Fortsetzung von der Vorseite.

Sichter
fret

[31.] Jpm/Fragment 064 01 - Diskussion
Bearbeitet: 22. July 2012, 21:22 Fret
Erstellt: 17. July 2012, 23:27 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Knauth 1998, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 64, Zeilen: 1-13
Quelle: Knauth 1998
Seite(n): 1 (internet version), Zeilen: -
In dem Maße, in dem Menschen stärker über ihre Unterdrückungssituation reflektieren und zu Subjekten theologischer Reflexion werden, entsteht im Volk ein religiöses Bewusstsein, das konfessionelle Grenzen überschreitet. In der Befreiungstheologie ist in den letzten Jahren eine ökumenische Theologie von unten herangewachsen, die nicht mehr katholisch oder evangelisch zu nennen ist und sich teilweise auch außerhalb des Christlichen ansiedelt. Diese Entwicklung wird in der befreiungstheologischen Reflexion unter dem Stichwort „Makroökumenismus“ reflektiert (Girardi, 1997). Der befreiungstheologische Grundsatz vom „Hören auf das Volk“ wird in dieser Phase der Pluralisierung dadurch lebendig gehalten, dass die in der Volkskultur aufbewahrte und Jahrhunderte lang verdeckt gehaltene Weisheit und Religiosität in ihrem Reichtum erkannt, bejaht und gefördert wird. In dem Maße, in dem Menschen stärker auf ihre eigene Unterdrückungssituation reflektieren und zu Subjekten einer theologischen Reflexion werden, entsteht an der Basis, im Volk, ein religiöses Bewußtsein, das die konfessionellen Grenzen überschreitet. In der Befreiungstheologie ist in den letzten Jahren eine ökumenische Theologie von unten herangewachsen, die nicht mehr katholisch oder evangelisch genannt werden kann, und die sich teilweise auch außerhalb des Christlichen ansiedelt. Diese Entwicklung wird in der befreiungstheologischen Reflexion unter dem Stichwort des "Makroökumenismus" reflektiert (Maier 1997:34; Girardi 1997: 83ff.), [...]. Der befreiungstheologische Grundsatz vom "Hören auf das Volk" wird in dieser Phase der Pluralisierung dadurch lebendig gehalten, daß die in der Volkskultur aufbewahrte (und jahrhundertelang verdeckt gehaltene) Weisheit und Religiosität in ihrem Reichtum erkannt, bejaht und gefördert wird.
Anmerkungen

Keine Quellenverweis vorhanden.

Bemerkenswert ist auch, dass der Verfasser hier die Quelle Girardi im Text angibt, sonst aber Fußnoten verwendet.

Sichter
(Hindemith), fret

[32.] Jpm/Fragment 064 22 - Diskussion
Bearbeitet: 22. July 2012, 10:24 WiseWoman
Erstellt: 18. July 2012, 00:12 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Befreiungstheologie 2007

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 64, Zeilen: 22-28
Quelle: Wikipedia Befreiungstheologie 2007
Seite(n): 1 (internet version), Zeilen: -
Die Befreiungstheologie ist die christliche Strömung, die sich seit etwa 1960 vor allem in Lateinamerika, aber auch Südafrika und einigen Ländern Asiens entwickelte. Sie bezieht sich auf sozialkritische Bibeltraditionen und Analyse der politökonomischen Abhängigkeit (Dependenztheorie) und fordert eine sozialistische Umgestaltung der Gesellschaftsstruktur im Interesse der Armen. Die Befreiungstheologie ist eine christliche Strömung, die sich seit etwa 1960 vor allem in Lateinamerika, aber auch Südafrika und einigen Ländern Asiens entwickelte. Sie bezieht sich auf sozialkritische Bibeltraditionen, auf eine eigenständige und variable Analyse der politökonomischen Abhängigkeit (dependencia: Dependenztheorie) und fordert von daher eine sozialistische Umgestaltung der Gesellschaftsordnung im Interesse der Armen.
Anmerkungen

Ein Quellenverweis unterbleibt.

Sichter
(Hindemith), WiseWoman

[33.] Jpm/Fragment 065 22 - Diskussion
Bearbeitet: 22. July 2012, 10:34 WiseWoman
Erstellt: 18. July 2012, 00:31 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Befreiungstheologie 2007

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 65, Zeilen: 22-37
Quelle: Wikipedia Befreiungstheologie 2007
Seite(n): 1 (internet version), Zeilen: -
Der peruanische Theologe Gustavo Gutiérrez prägte den Begriff der Befreiungstheologie im Jahr 1972 in seinen Schriften Teologia de la liberación. Für die meist katholischen Befreiungstheologen ist das Zweite Vatikanische Konzil, das 1962 bis 1965 größere Reformen in der römisch-katholischen Kirche bewirkte, wichtige Inspirationsquelle. Sie beeinflussten über die Ökumene und christliche Basisgruppen den sozialkritischen Protestantismus. Bekannter Vertreter der lateinamerikanischen Befreiungstheologie ist L. Boff, katholischer Theologe und Menschenrechtsaktivist.

Einige deutsche Theologen versuchten ähnliche Ideen der Befreiungstheologie auch für die europäische Kirche geltend zu machen, wie z.B. H. Goldstein, H. Gollwitzer, E. Klinger (Würzburger katholischer Fundamentaltheologe, der davon überzeugt ist, dass die Theologie der Befreiung weltweit die einzige theologische Strömung ist, welche die Anliegen des II. Vatikanischen Konzils tatsächlich verwirklicht hat), E. Kräuter, J. B. Metz, J. Moltmann (lutherischer Theologe, vertritt den jüdisch-[christlichen Dialog als wesentlichen Beitrag zu einer ökumenischen Befreiungstheologie).]

Gustavo Gutiérrez, peruanischer Theologe, prägte den Begriff der Theologie der Befreiung im Jahr 1972 in seiner Schrift Teología de la liberación.[...] Eine wichtige Inspirationsquelle ist für die meist katholischen Befreiungstheologen das Zweite Vatikanische Konzil, das 1962-1965 größere Reformen in der römisch-katholischen Kirche einleitete. Sie haben über die Ökumene und christliche Basisgruppen auch in den sozialkritischen Protestantismus hineingewirkt.
  • Leonardo Boff: katholischer Theologe und Menschenrechtsaktivist.

[...]

Gerade in Deutschland haben einige prominente Theologen versucht, ähnliche Grundideen auch für die reichen Kirchen Europas geltend zu machen. Darunter sind:

  • [...]
  • [...]
  • Horst Goldstein
  • [...]
  • Helmut Gollwitzer [...]
  • [...]
  • [...]
  • Elmar Klinger: Würzburger katholischer Fundamentaltheologe, zeigt auf, dass die Theologie der Befreiung weltweit die einzige theologische Strömung ist, welche die Anliegen des 2. Vatikanischen Konzils tatsächlich verwirklicht hat.
  • [...]
  • Erwin Kräutler
  • Johann Baptist Metz: [...]
  • Jürgen Moltmann: lutherischer Theologe mit linkshegelianischem Ansatz, vertritt den jüdisch-christlichen Dialog als wesentlichen Beitrag zu einer ökumenischen Befreiungstheologie
Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt

Sichter
(Hindemith), WiseWoman

[34.] Jpm/Fragment 066 03 - Diskussion
Bearbeitet: 22. July 2012, 10:36 WiseWoman
Erstellt: 18. July 2012, 06:30 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Befreiungstheologie 2007

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 66, Zeilen: 3-13
Quelle: Wikipedia Befreiungstheologie 2007
Seite(n): 1 (internet version), Zeilen: -
Einige der lateinamerikanischen Befreiungstheologie nahestehende Theologen anderer Länder sind J. H. Cone (Vertreter der „Schwarzen Theologie“ in den USA), H. Cox (liberaler Vertreter des „Social Gospel“ in den USA), M. Ellis (jüdischer Befreiungstheologe). Vertreter der Befreiungstheologie mit kirchlichem oder politischem Amt sind H. Camara (Erzbischof von Olinda und Recife), Kardinal P.E. Arns (emeritierter Erzbischof von Sao Paulo), O. A. Romero (Bischof von El Salvador, von rechtsextremen Todesschwadronen während einer Messe ermordet), S. R. Garcia, der von 1960 bis 2000 der Diözese San Christobal als Bischof vorstand und P. Casaldáliga (emeritierter Bischof von Sao Felix do Araguaia, Brasilien). Der lateinamerikanischen Befreiungstheologie nahestehende Theologen anderer Länder
  • James H. Cone (Vertreter der "Schwarzen Theologie" aus den USA)
  • Harvey Cox: liberaler Vertreter des Social Gospels in den USA
  • [...]
  • Marc Ellis (ein jüdischer Befreiungstheologe)

[...]

Vertreter der Befreiungstheologie mit kirchlichem oder politischem Amt

  • Helder Camara: Erzbischof von Olinda und Recife.
  • Paulo Evaristo Kardinal Arns: emeritierter Erzbischof von São Paulo.
  • Oscar Arnulfo Romero: Bischof von El Salvador, von rechtsextremen Todesschwadronen während einer Messe ermordet.
  • Samuel Ruiz García stand von 1960 bis 2000 der Diözese San Christobal (Chiapas, Mexiko) als Bischof vor.
  • Pedro Casaldáliga: emeritierter Bischof von São Félix do Araguaia (Brasilien)
Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt

Sichter
(Hindemith), WiseWoman

[35.] Jpm/Fragment 066 14 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 11:49 Fret
Erstellt: 17. July 2012, 23:47 (Hindemith)
Baquero et al.1998, Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 66, Zeilen: 14-33
Quelle: Baquero et al.1998
Seite(n): 1 (internet version), Zeilen: -
1.3 Befreiungstheologie in Deutschland

Die Befreiungstheologien der Dritten Welt brachten mit der Frage nach weltweiter Gerechtigkeit und Solidarität ein Thema auf die Tagesordnung, das auch Theologie und Kirche in Europa beschäftigten. Besonders die Nachkriegsgeneration von Theologen, die bereits ihre Kritik an den bestehenden Ansätzen ihrer theologischen Lehrer formulierte, suchte nach einer Theologie, die sich mit gesellschaftlichen Fragen befasste und den Zusammenhang von Glaube, Religion und Handeln betonte. Diese Theologen fühlten sich durch den Aufbruch in Lateinamerika und anderen Ländern der Dritten Welt in ihren eigenen Versuchen ermutigt und ließen sich unter dem Stichwort „Politische Theologie“ zu einer neuen theologischen Strömung zusammenfassen. Auch in westeuropäischen Gesellschaften herrschte Ende der 60er Jahre politische und kulturelle Aufbruchstimmung. Es war die Zeit der „politischen Nachtgebete“6, in denen Gottesdienste zu Protestveranstaltungen gegen den Vietnamkrieg und zu Solidaritätsveranstaltungen wurden, eine sozialistische Reform in der CSSR einzuleiten.

Es war die Zeit, in der E. Bloch mit seinem „Prinzip Hoffnung“ Sprache und Denken jener Christen prägte, die eine Verbindung von Marxismus und Christentum suchten7;in dieser Zeit verfasste auch J. Moltmann8 sei-[ne „Theologie der Hoffnung“.]


6 Vgl. Seidel, U./Zils, D.(Hg.): Aktion politisches Nachtgebet, Wuppertal 1971.

7 Sölle, D./Schmidt, D. (Hg.): Christen für den Sozialismus I, Stuttgart 1975.

8 Moltmann, J.: Theologie der Hoffnung, München 1964.

Befreiungstheologie in Deutschland. Thesen zum Überblick

Die Befreiungstheologien der Dritten Welt brachten mit der Frage nach weltweiter Gerechtigkeit und Solidarität ein Thema auf die Tagesordnung, das auch Theologie und Kirche in Europa beschäftigen mußte. Besonders die Nachkriegsgeneration von Theologinnen und Theologen, die bereits ihr Unbehagen an den bestehenden Ansätzen ihrer theologischen Lehrer zu formulieren begonnen hatte, suchte nach einer Theologie, die sich an gesellschaftliche Fragen anschließen konnte und den Zusammenhang von Glaube/ Religion und Handeln betonte.

Diese Theologen und Theologinnen fühlten sich durch den Aufbruch in Lateinamerika und anderen Ländern der Dritten Welt in ihren eigenen Versuchen ermutigt, die sich zu der Zeit unter dem Stichwort "Politische Theologie" eher locker zu einer neuen theologischen Strömung zusammenfassen ließen. Auch in den westeuropäischen Gesellschaften herrschte Ende der 60er Jahre eine politische und kulturelle Aufbruchstimmung. Es war die Zeit der "Politischen Nachtgebete" (vgl. Seidel/ Zils 1971), in denen Gottesdienste zu Protestveranstaltungen gegen den Vietnamkrieg und zu Solidaritätsveranstaltungen mit dem Versuch wurde, eine sozialistische Reform in der CSSR einzuleiten.

Es war die Zeit, in der Ernst Bloch mit seinem "Prinzip Hoffnung" Sprache und Denken jener Christen und Christinnen prägte, die eine Verbindung von Marxismus und Christentum suchten (Sölle/ Schmidt 1975); in dieser Zeit hatte auch Jürgen Moltmann seine "Theologie der Hoffnung" vorgelegt (1964).

Anmerkungen

Auch die Literaturangaben sind übernommen, die eigentliche Quelle ist nicht genannt.

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb, fret

[36.] Jpm/Fragment 067 01 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 11:52 Fret
Erstellt: 17. July 2012, 23:50 (Hindemith)
Baquero et al.1998, Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 67, Zeilen: 1-8
Quelle: Baquero et al.1998
Seite(n): 1 (internet version), Zeilen: -
Darüber hinaus legte K. Rahner mit seiner These der Einheit von Heils- und Weltgeschichte einen geschichtstheologischen Entwurf vor, in dem geschichtliches Handeln als offenbarendes Handeln Gottes angesehen werden konnte und der „Daseinsvollzug des Subjektes“ - wie es in der Sprache des Existenzialismus heißt - stärkere Berücksichtigung im theologischen Denken fand. Die Befreiungstheologie löste in Europa zwar ein starkes Echo aus, traf aber nicht allerorts auf ungeteilte Zustimmung. Es war die Zeit, in der auf katholischer Seite Karl Rahner mit seiner These der Einheit von Heils- und Weltgeschichte (1962) einen geschichtstheologischen Entwurf vorlegte, in dem geschichtliches Handeln als Ort offenbarenden Handeln Gottes gedacht werden konnte und der "Daseinsvollzug des Subjektes" -wie es in der Sprache des Existenzialismus hieß- stärkere Berücksichtigung im theologischen Denken fand.

[...]

Die Befreiungstheologie löste in Europa zwar ein starkes Echo aus, sie traf aber nicht allerorts auf ungeteilte Zustimmung.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb, fret

[37.] Jpm/Fragment 067 13 - Diskussion
Bearbeitet: 22. July 2012, 10:38 WiseWoman
Erstellt: 18. July 2012, 06:41 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Befreiungstheologie 2007

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 67, Zeilen: 13-26
Quelle: Wikipedia Befreiungstheologie 2007
Seite(n): 1 (internet version), Zeilen: -
Dabei kommt der Exodustradition entscheidende Bedeutung zu: Der Gott Israels sieht das Elend seines Volkes und hört die Schreie über ihre Bedränger (vgl. Ex 3,7), befreit sie von allem, was ihr Leben einengt und versklavt. Dies wird im Neuen Testament bekräftigt, indem Maria als Lobpreis für die ihr zugesagte Geburt des Messias singt: „Er stößt die Mächtigen vom Thron und erhebt die Niedrigen. Die Hungrigen füllt er mit Gütern und lässt die Reichen leer ausgehen.“ (Lk 1,53). So schenkt der Herr seinem Volk Wohlergehen und sein Heil. Das Heil, das die Bibel verkündet, wird nicht mehr nur auf das Jenseits bezogen, sondern auch auf die Realität im Diesseits – sei es Armut, Not, Krankheit oder Tod. Befreiungstheologen folgern heute daraus eine grundsätzliche Neuorientierung der Kirche an der Zukunft der Armen: nicht nur in ihren Ländern, sondern als Herausforderung an die Gesamtkirche und Ökumene, [...] Dabei kommt der Exodustradition entscheidende Schlüsselbedeutung zu: Hier erscheint der Gott Israels als der, der das Elend seines Volkes sieht und die Schreie über ihre Bedränger hört (Ex 3,7). Dies wird im Neuen Testament ebenfalls gleich zu Anfang bekräftigt, wo Maria als Lobpreis für die ihr zugesagte Geburt des Messias singt: Er stößt die Mächtigen vom Thron und erhebt die Niedrigen. Die Hungrigen füllt er mit Gütern und lässt die Reichen leer ausgehen. (Lk 1,53)

[...] Das Heil, das die Bibel verkündet, wird nicht mehr nur auf das Jenseits bezogen, sondern auf die gesellschaftliche Realität im Diesseits. [...] Sie folgern daraus eine grundsätzliche Neuorientierung der Kirche an der Zukunft der Armen: nicht nur in ihren Ländern, sondern als Herausforderung an die Gesamtkirche und die Ökumene.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Es gibt gewisse Änderungen im Text (eine Erklärung könnte allerdings sein, dass als Quelle hier nicht die passendeste Version des Wikipediaartikels gefunden wurde), trotzdem ist die Übernahme unverkennbar.

Sichter
(Hindemith), WiseWoman

[38.] Jpm/Fragment 067 32 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 15:46 Fret
Erstellt: 18. July 2012, 15:00 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Labusga 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 67, Zeilen: 32-37
Quelle: Labusga_2000
Seite(n): 281, 293, Zeilen: 281: 17-20; 293: 1-3
Galilea betrachtete die Theologie als „Theorie einer Praxis“ und den Theologen als „das denkende Organ der christlichen Gemeinde.“ Daher versteht er Spiritualität als „die zur Mystik und zum Leben gewordene Theologie“. Galilea betont, dass das Volk Christus als „Gottesknecht” nachfolge. Das zum Dienen verurteilte arme Volk findet sich in dieser Symbolfigur wieder. Für Galilea ist die Theologie als „Theorie einer Praxis“ und der Theologe als „das ‚denkende Organ‘ der christlichen Gemeinde“ zu verstehen1172. In diesem Rahmen ist die Spiritualität „die zur Mystik und zum Leben gewordene Theologie“.1173

[...] [Seite 293] [...]

Galilea unterstreicht, dass das Volk Christus v.a. in seiner Charakteristik als „Gottesknecht“1220 nachfolgt. Das zum Dienen verurteilte arme Volk findet sich in dieser Symbolfigur wieder.

Anmerkungen

Kein Quellenverweis vorhanden. Die Übernahme setzt sich auf der nächsten Seite fort.

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb

[39.] Jpm/Fragment 068 01 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 15:30 Fret
Erstellt: 18. July 2012, 15:13 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Labusga 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 68, Zeilen: 1-35
Quelle: Labusga_2000
Seite(n): 282, 283, 286, 287, 289, 290, 293, Zeilen: -
[Seine Gegner mach-]ten aus ihm einen Sklaven, der Krankheiten und Schmerzen auf sich nahm, von den Menschen verachtet, misshandelt und niedergeschlagen wurde. Das Paradigma des Gottesknechts beinhaltet befreiende Elemente, wenn es mit der befreienden Dynamik der Auferstehung Christi verbunden wird. Für die „Verurteilten der Erde“, d.h. für das einfache Volk ist das Symbol des Gottesknechts befreiend, weil es Hoffnung auf Auferstehung und Angenommensein von Gott weckt. Somit wird das verarmte gläubige Volk zum theologischen Ort der Reflexion. Nach Galilea „ist es möglich, in Lateinamerika gleichzeitig von Theologie der Befreiung und von Spiritualität der Befreiung zu sprechen.“ In unserer Zeit gibt es im Rahmen des Heilungsdienstes in Gemeinden, Kliniken, Arzt-Patienten und interpersonellen Beziehungen Anzeichen, die anzunehmen erlauben, wie das befreiende Engagement zum Wiederentdecken des Glaubens, der Kontemplation und des Evangeliums führt.

Christlich kontemplatives Leben erstreckt sich nicht nur auf verschiedene Gebetsformen, sondern auch auf den Dienst an der Befreiung des Christus, der „in den geringsten eurer Brüder“ lebt. Die Sakramente sind nicht nur Zeichen von persönlicher Gotteserfahrung oder Bestätigung der Zugehörigkeit zur Glaubensgemeinschaft, sondern auch Orte der Synthese zwischen der Begegnung mit Christus im Gebet und der Begegnung mit ihm in den Geringsten.

2.1 Historische Wurzeln der Befreiungsspiritualität

Die von Galilea entwickelte Spiritualität der Befreiung vertritt die Überzeugung, dass es keinen Dualismus zwischen Heilsgeschichte und profaner Geschichte gibt. Es gibt nur eine einzige Geschichte, nämlich die der heutigen geschichtlichen Vorgänge, die für heutige Christen zur Heilsgeschichte wird. Hier und jetzt in den täglichen Ereignissen des Lebens spielt sich Heilsgeschichte ab: „Das sich in der Geschichte ereignende Heil hängt in Lateinamerika mit der Befreiung der Unterdrückten eng zusammen.“9 Der Einsatz für die Befreiung dient dem Aufbau des Reiches Gottes, dessen charakteristische Merkmale Gerechtigkeit, Brüderlichkeit, Gleichheit und Solidarität sind. Galilea berichtet ausführlich über den spanischen Einfluss in der Theologie und Spiritualität Lateinamerikas. Das lateinamerikanische Christentum hat seine Wurzeln in der spanischen Spiritualität.


9 Galilea, S.: Das religiöse Erwachen…, in: Concilium 11,1973; 667-671.

[Seite 293: 3-10]

Seine Gegner haben aus ihm einen Sklaven gemacht1221, der die Krankheiten und Schmerzen auf sich genommen hat; von den Menschen verachtet und gemieden, misshandelt und niedergeschlagen wurde.1222 Das Paradigma des Gottesknechts beinhaltet befreiende Elemente für die Volksspiritualität, v.a. wenn es mit dem Dynamismus der Auferstehung Christi verbunden wird. Für die „Verurteilten der Erde“, d.h. für das einfache Volk ist das Symbol des Gottesknechts befreiend, weil es Hoffnung auf eine endgültige Auferstehung und ein Angenommensein von Gott weckt.1223

[Seite 282: 31-32]

Somit wird das verarmte gläubige Volk zum theologischen Ort der Reflexion für die Theologie

[Seite 283: 4-9]

Theologie der Befreiung mit der Spiritualität der Befreiung gleichzusetzen ist. „Es ist möglich, in Lateinamerika gleichzeitig von Theologie der Befreiung und korrelativ von Spiritualität der Befreiung zu sprechen. In diesen Tagen gibt es seriöse und sehr verbreitete Anzeichen, die anzunehmen erlauben, wie das befreiende, zeitliche Engagement zum Wiederentdecken des Glaubens, der Kontemplation und des Evangeliums führt“.1180

[Seite 286: 21-23]

„Das christliche kontemplative Leben erstreckt sich nicht nur auf die verschiedenen Gebetsformen, sondern auch auf den Dienst an der Befreiung des Christus, der ‚in den Geringsten eurer Brüder‘1198 lebt“.1199

[Seite 287: 4-8]

Auf diesem Hintergrund sind die Sakramente nicht nur Zeichen von etwas einseitig verstandener persönlicher Erfahrung Gottes, oder Momente der Bestätigung der eigenen Zugehörigkeit zur Gemeinschaft der Glaubenden, sie sind auch die Orte der notwendigen Synthese zwischen der Begegnung mit Christus im Gebet und der Begegnung mit ihm in den Geringsten.

[Seite 287: 10-18]

Die dritte von Galilea entwickelte Charakteristik der Spiritualität der Befreiung ist die Überzeugung der im Prozess der Befreiung engagierten Christen, dass es keinen Dualismus zwischen der Heilsgeschichte und der profanen Geschichte gibt. Es gibt nur eine einzige Geschichte, nämlich die der heutigen geschichtlichen Vorgänge in Lateinamerika, die für die heutigen Christen zur Heilsgeschichte wird. Anders ausgedrückt: Hier und jetzt, in den konkreten Ereignissen des Alltags spielt sich die Heilsgeschichte ab, und mehr noch: „Das sich in der Geschichte ereignende Heil hängt in Lateinamerika mit der Befreiung der Unterdrückten eng zusammen“.1200

[Seite 287: 20-23]

Die Christen Lateinamerikas sind entschlossen, so Galilea, den Einsatz für die Befreiung mit dem Willen zum Aufbau des Gottesreiches, dessen charakteristische Merkmale Gerechtigkeit, Brüderlichkeit, Gleichheit und Solidarität sind, zu verbinden.

[Seite 289: letzte Zeile; Seite 290: 1-3]

Galilea zeigt meisterhaft den spanischen Einfluss in der Theologie und Spiritualität Lateinamerikas. Das lateinamerikanische Christentum hat seine Wurzeln auf der Iberischen Halbinsel des 16. Jahrhunderts.


[...]

1200 S. Galilea, Erwachen, S. 670.

Anmerkungen

Die Quelle ist nicht angegeben, und während man zu Beginn des Fragments noch argumentieren könnte, dass hier hauptsächlich Zitate Galileas aneinandergereiht werden, eignet sich der Autor auch dort nicht nur die Auswahl der Zitate, sondern auch Gedanken Labusgas und sogar Galileas an. Die Übernahmen von Seite 287 und 290 der Quelle sind dann ganz eindeutig.

Bemerkenswert ist auch, dass die Galilea-Zitate beim Vf. bis auf eine Ausnahme nicht mit einer Quelle belegt sind.

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb, fret

[40.] Jpm/Fragment 069 01 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 15:32 Fret
Erstellt: 18. July 2012, 22:08 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Labusga 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 69, Zeilen: 1-25, 101-109
Quelle: Labusga_2000
Seite(n): 290, 291, 301, Zeilen: -
Charakteristische Züge dieser Spiritualität sind:

- Tiefes Gespür für die Anwesenheit und das Wirken Gottes in allen Aspekten des täglichen Lebens.

- Die Menschheit Jesu, besonders die Züge, die mit Schwäche und Leid (Krippe, Passion, Kreuz) zu tun haben, und von hier aus einen tiefen Sinn für Leid, Not und Tod.

- Respekt für alles Sakramentale und Feierliche, nicht nur die sieben Sakramente, sondern das Symbolische, Rituelle und Inkarnierte des Katholizismus in den Heiligen, in Orten und Zeichen. Johannes vom Kreuz betont, dass die Gemeinschaft mit Gott die Fülle aller Werte und das Paradigma der Berufung des Menschen sei. Diese Berufung realisiere sich in konkreten historischen Umständen. Dagegen sind „humanistische“ Wege der Befreiung davon überzeugt, dass Befreiung in der Veränderung sozialer Strukturen auf dem Weg der Politik und Revolution geschehe. Darüber hinaus sehnen sich viele im Rahmen der Psychoanalyse und anderer psychospiritueller Wege nach Befreiung des Geistes und Gemeinschaft mit anderen. Sowohl soziologische als auch psychologische Richtungen sind weit verbreitet. Bei den Armen findet sich keine Spiritualität ohne politische Dimension, bei den Reichen keine Spiritualität ohne psychologischen Hintergrund.

Teresa von Avila spricht in ihren Schriften über mündliches Gebet, Meditation, Sammlung und stilles Dasein im Angesicht Gottes. Hierbei legt sie besonderen Wert auf die Kohärenz zwischen Beten und dem Weg des christlichen Fortschritts. Dabei macht sie darauf aufmerksam, dass eine Frucht des Gebetes die tiefe Sehnsucht nach dem Absoluten sei.10


10 Galilea weist hier auf das Fragment in der Seelenburg VI,6,1 hin, wo Teresa den Menschen mit einem unruhigen Schmetterling vergleicht, der auf Erden nie seine Ruhe findet, wie unser Herz, das nach dem Hl. Augustinus nur in Gott seine Ruhe findet: „Der kleine Schmetterling kann nie zu dauernder Ruhe gelangen, vielmehr wird die von der Liebe so tief berührte Seele bei jedem Anlass, der das Feuer in ihr noch mehr zur Entzündung bringt, zum Fluge getrieben“. Diese Gedankenfigur erinnert an den augustinischen Satz aus den Bekenntnissen 1,1 „Inquietum est cor nostrum, donec requiescat in te“. Vgl. z.B. Weg der Vollkommenheit VII, 4, wo sie von der Bekehrung Augustinus unter dem Einfluss seiner Mutter Monika spricht. Demnach kennt sie die Lebensetappen des Hl. Augustinus.

[Seite 290: 8-16]

Unter den charakteristischen Zügen dieser Spiritualität nennt Galilea die folgenden: 1. Ein tiefes Gespür für die Anwesenheit und das Wirken Gottes in allen Aspekten des Lebens. 2. Die Menschheit Jesu, besonders die Züge, die mit der Schwäche und dem Leiden (Krippe, Passion, Kreuz) zu tun haben, und von hier aus der tiefe Sinn für Leiden, Not und Tod. 3. Respekt für alles Sakramentale und Feierliche. Als Sakramental werden hier nicht unbedingt die sieben Sakramente gemeint, sondern all das, was der Katholizismus vom Symbolischen, Rituellen und Inkarnierten in den heiligen Menschen, Orten und Zeichen anzubieten hat.

[Seite 290: 29-36; Seite 291: 1-6]

Bei der Suche nach einer Spiritualität der Befreiung kann Johannes vom Kreuz daran erinnern, dass die Gemeinschaft mit Gott die Fülle aller Werte und das Paradigma der Berufung des Menschen überhaupt ist, aber auch, dass diese menschliche Berufung sich in konkreten historischen Umständen realisiert. Viele optieren nämlich für „humanistische“ Wege der Befreiung. Sie glauben, dass die Befreiung in der Veränderung1212 der sozialen Strukturen und zwar auf dem Wege der Politik und sogar der Revolution erfolgt. Andere glauben in der Psychologie den Schlüssel zur Befreiung des Geistes und zur Gemeinschaft mit anderen gefunden zu haben. Dies ist die Methode der Psychoanalyse und anderer psychologischer Wege. Diese zwei Richtungen, die soziologische und die psychologische, haben große Schichten der Bevölkerung beeinflusst: Unter den Armen ist keine Spiritualität ohne politische Dimension glaubwürdig; unter den Reichen gibt es keine Spiritualität ohne psychologische Autorisierung.1213

[Seite 301: 19-24]

Im Weg der Vollkommenheit ist sie weniger systematisch, aber auch dort spricht sie über das mündliche Gebet1267, die Meditation1268, die Sammlung1269 und das stille Da-Sein im Angesicht Gottes.1270 Bei all dem ist die Kohärenz, die Teresa zwischen dem Beten und dem Weg des christlichen Fortschritts findet, besonders wichtig. Teresa erinnert, dass eine der Früchte des Gebetes die tiefe Sehnsucht nach dem Absoluten sei1271, [...]


[...]

1271 Hier weist Galilea auf das Fragment in der Seelenburg VI,6,1 hin, wo Teresa den Menschen mit einem unruhigen Schmetterling vergleicht, der auf Erden nie seine Ruhe findet: „Der kleine Schmetterling kann nie zu dauernder Ruhe gelangen, vielmehr wird die von der Liebe so tief berührte Seele bei jedem Anlass, der das Feuer in ihr noch mehr zur Entzündung bringt, zum Fluge getrieben“. Diese Gedankenfigur erinnert an den augustinischen Satz aus den Bekenntnissen 1,1 „Inquietum est cor nostrum, donec requiescat in te“. Teresa kennt zumindest die Lebensetappen Augustins, vgl. z.B. Weg der Vollkommenheit VII,4, wo sie von der Bekehrung Augustins unter dem Einfluss seiner Mutter Monika spricht.

Anmerkungen

Teilweise wörtlich übernommen, teilweise sinngemäß, eine Quellenangabe ist nicht zu finden.

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb

[41.] Jpm/Fragment 070 12 - Diskussion
Bearbeitet: 30. July 2012, 21:30 Hindemith
Erstellt: 18. July 2012, 22:24 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, KomplettPlagiat, Labusga 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 70, Zeilen: 12-26
Quelle: Labusga_2000
Seite(n): 285, 286, Zeilen: 285: 24-27; 286: 1-11
2.2 Grundzüge der Befreiungsspiritualität

Die Spiritualität der Befreiung unterstreicht die geschichtliche Menschheit Jesu. In ihr, im Leben und Dienst Jesu und im geschichtlichen Kontext seiner Wirkung entdeckt die Befreiungsspiritualität Parallelen zur eigenen historischen Situation. Der Bogen zwischen der Zeit Jesu und der heutigen Situation in Lateinamerika wird durch die Welt der marginalisierten Armen geschlagen.13 Diese ermöglichen also den hermeneutischen Zugang zum historischen Jesus und auch umgekehrt, die Vertiefung in die im Evangelium dargestellte Realität hilft die eigene Situation besser zu verstehen. Wenn die im Prozess der Befreiung engagierten Christen besser das Verhältnis Jesu zu den Menschen seiner Zeit verstehen würden, dann würden sie auch ihre gegenwärtige Verantwortung als Christen leichter entdecken. Die erste Herausforderung, vor der die gegenwärtigen lateinamerikanischen Christen stehen, ist Christus in der tiefsten Wirklichkeit der sie umgebenden Welt zu finden.14


13 Galilea, S.: Theologie der Befreiung nach Puebla, 1979; 100.

14 Galilea, S.: Christ werden, 116; Vgl. Ferm, D.W.: Profiles, 151. Jon Sobrino schreibt, bei der Spiritualität der Befreiung gehe es darum, jene Werte Handlungen und Tugenden zu verwirklichen, die sozusagen von Jesus selbst gelehrt und gefordert wurden“, Sobrino, J.: Der Geist befreit, 181.

1.1 Grundzüge der Spiritualität der Befreiung

Welches sind die wichtigsten Charakteristiken der Befreiungsspiritualität? Die Spiritualität der Befreiung unterstreicht v.a. die geschichtliche Menschheit Jesu. In ihr, im Leben und Dienst Jesu und im geschichtlichen Kontext seiner Wirkung

[Seite 286]

entdeckt die Befreiungsspiritualität Parallelen zur eigenen historischen Situation. Der Bogen zwischen der Zeit Jesu und der heutigen Situation in Lateinamerika wird durch die Welt der marginalisierten Armen geschlagen.1194 Diese ermöglichen also den hermeneutischen Zugang zum historischen Jesus und auch umgekehrt, die Vertiefung in die im Evangelium dargestellte Realität hilft die eigene Situation besser zu verstehen. Wenn die im Prozess der Befreiung engagierten Christen besser das Verhältnis Jesu zu den Menschen seiner Zeit verstehen würden, dann würden sie auch ihre gegenwärtige Verantwortung als Christen leichter entdecken.1195 Die erste Herausforderung, vor der die gegenwärtigen lateinamerikanischen Christen stehen, ist, Christus in der tiefsten Wirklichkeit der sie umgebenden Welt zu finden.1196


1194 Vgl. S. Galilea, Theologie der Befreiung nach Puebla, S. 100.

1195 [...]

1196 Vgl. D.W. Ferm, Profiles, S. 151. Jon Sobrino schreibt, bei der Spiritualität der Befreiung gehe es darum, „jene Werte, Handlungen und Tugenden zu verwirklichen, die sozusagen von Jesus selbst gelehrt und gefordert wurden“, J. Sobrino, Geist der befreit, S. 181.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt

Sichter
(Hindemith) Agrippina1

[42.] Jpm/Fragment 071 01 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 15:44 Fret
Erstellt: 18. July 2012, 22:30 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Labusga 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 71, Zeilen: 1-2, 101-107
Quelle: Labusga_2000
Seite(n): 286, Zeilen: 12-14, 106-113
[Es folgen sieben thesenhaft] vorgestellte Hauptmerkmale der lateinamerikanischen Befreiungsspiritualität, die Galilea in einem Text aus dem Jahre 1973 benennt.15

15 Damals war er Leiter des Pastoralinstitutes in Quito, was ihm eine gute Möglichkeit bot, im direkten Kontakt mit den Vertretern verschiedener Kirchen Lateinamerikas zu stehen. Er schreibt: „Das Institut wird in jedem Semester von einer hohen Zahl von Priestern und Ordensleuten aus praktisch allen Ländern des Kontinents besucht. Die meisten sind in der Befreiung des Volkes engagiert. Der Pastoralkurs wird im-mer mehr von der Spiritualität geprägt. Man spürt eine Entwicklung, die den Sinn für Liturgie und Gebet zurückzugewinnen sucht“, in: Galilea S.: Erwachen, 668.

Es folgen sieben thesenhaft vorgestellte Hauptmerkmale der lateinamerikanischen Spiritualität der Befreiung die Galilea in einem Text aus dem Jahre 1973

benennt.1197


1197 Damals war er Leiter des Pastoralinstituts in Quito, was ihm eine gute Möglichkeit bot, im direkten Kontakt mit Vertretern verschiedener Kirchen Lateinamerikas zu stehen und über sie von der Realität vor Ort zu erfahren. Er schreibt: „Das Institut wird in jedem Semester von einer hohen, repräsentativen Zahl von Priestern und Ordensleuten aus praktisch allen Ländern des Kontinents besucht, die pastoral und sozial sehr ,unruhig‘ sind. Die meisten sind durch ihr Apostolat irgendwie in die Befreiung des Volkes engagiert. Der Pastoralkurs wird immer mehr von der Spiritualität geprägt. Man spürt eine Entwicklung, die den Sinn für Liturgie und Gebet zurückzugewinnen sucht“; Erwachen, S. 668.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb

[43.] Jpm/Fragment 071 07 - Diskussion
Bearbeitet: 8. January 2014, 00:59 Schumann
Erstellt: 19. July 2012, 00:48 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Labusga 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 71, Zeilen: 7-14
Quelle: Labusga_2000
Seite(n): 176, Zeilen: 6-13
Denn die Kirche „lebt und wirkt in der Funktion dieses Reiches“.16 Dazu meint Galilea „Reich Gottes ist Gott, der unsere menschliche Kondition und unsere Geschichte teilen will, um uns zu befreien“.17 Damit wird ausgedrückt, dass die Basilea befreiendes Wirken Gottes in der menschlichen Geschichte ist. Sie ist kein Territorium, sondern neue Ordnung der Dinge. Und das Reich Gottes ist nicht nur etwas Geistiges, sondern präsent als konkrete Größe unter den Menschen.

16 Vgl. Sobrino, J.: Jesucristo Liberador, 321f.

17 Vgl. Sobrino, J.: Jesucristo Liberador, 45.

die Kirche „lebt und wirkt in Funktion dieses Reiches“.617 Galilea meint an einer Stelle: „Reich Gottes ist Gott, der unsere menschliche Kondition und unsere Geschichte teilen will, um sie zu befreien“.618 Er versteht also die Basileia als befreiendes Wirken Gottes in der menschlichen Geschichte. [...] Die Gottesherrschaft ist kein Land, kein Staat, kein Territorium, sondern eher eine neue Ordnung der Dinge. Und das Reich Gottes ist nicht nur etwas Geistiges, es ist präsent als konkrete Größe unter den Menschen.619

617 S. Galilea, Reino de Dios, S. 10.

618 Sp.: ”El Reino de Dios es Dios que quiere compartir nuestra condición humana y nuestra historia para liberarlas“, S. Galilea, Reino de Dios, S. 10.

619 Ähnlich auch L. Boff, Jesus Christus, der Befreier, S. 7.

Anmerkungen

Kein Quellenverweis vorhanden. Man beachte ausserdem die geänderten Verweise in den Fußnoten.

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb

[44.] Jpm/Fragment 071 15 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 15:55 Fret
Erstellt: 19. July 2012, 01:00 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Labusga 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 71, Zeilen: 15-26
Quelle: Labusga_2000
Seite(n): 176, 177, Zeilen: 176: 14-26; 177: 1-2
Biblische Grundlagen des Reiches Gottes: Die Idee des Reiches Gottes ist in der biblischen Botschaft begründet. Im Alten Testament wird die Ankunft des Reiches Gottes angekündigt und im Neuen Testament das in Jesus Christus schon Wirklichkeit gewordenes Reich Gottes verkündet. Es ereignet sich unauffällig, ohne Macht und Lärm, wie die Juden es erwarteten. Die „Pastoral“ der Propheten bestand darin, dass sie im Volk die Erwartung des Reiches lebendig hielten und die Tendenz aufzeigten, das Reich Gottes als ein Werk menschlicher Macht und zeitlichen Wohlstands zu begreifen. Johannes der Täufer, der an der Grenze zwischen beiden Testamenten steht, ruft die Menschen zur Umkehr und Änderung ihres Lebens auf: Das Reich Gottes ist nahe und es ist Zeit, die Basilea würdig zu empfangen. 4.2 Biblische Grundlagen der Reich-Gottes-Idee

Die Reich-Gottes-Idee wurzelt in der biblischen Botschaft; sowohl im Alten, als auch im Neuen Testament wird sie thematisiert. Galilea zeigt aber, dass es einen fundamentalen Unterschied zwischen beiden Testamenten gibt. Dieser liegt darin, dass im Ersten dem Volk die Ankunft des Reiches angekündigt wird, und im Zweiten das schon präsente Reich verkündet wird, jedoch anwesend auf eine stille, unauffällige Weise, und nicht mit Macht und Lärm, wie von den Juden erwartet. Die „Pastoral“ der Propheten besteht darin, dass sie im Volk die Erwartung des Reiches lebendig halten, und dass sie „auf die Tendenz zeigen, das Reich als ein Werk der menschlichen Macht und des zeitlichen Wohlstands zu begreifen“.620 An der Grenze zwischen den zwei Testamenten steht Johannes der Täufer. [...]

[Seite 177]

Johannes scheint zu rufen: Das Reich ist gleich da; es ist schon „fünf vor zwölf“, ja, es ist eigentlich schon zu spät, um die Basileia würdig zu empfangen.

Anmerkungen

Kein Quellenverweis vorhanden. Trotz relativ weitgehender Verschleierung ist deutlich, dass die Quelle den Ausführungen des Vf. in vielen Einzelformulierungen, zumal in den thematischen Punkten, zugrunde lag.

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb

[45.] Jpm/Fragment 072 05 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 15:41 Fret
Erstellt: 19. July 2012, 00:29 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Labusga 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 72, Zeilen: 5-26
Quelle: Labusga_2000
Seite(n): 175, 177, Zeilen: 14-27; 15-26
Jesus spricht eine universelle Einladung in sein Reich an die Menschen aus, doch die ersten Plätze erhalten Krüppel, Blinde, Kranke und Arme. Diesen an den Rand der Gesellschaft Gedrängten gilt sein besonderes Interesse, ja mehr noch – er verkündigt, dass man arm werden muss, um ins Reich zu gelangen. Nach Galilea trägt ein solcher Aufruf einen radikal revolutionären Charakter. Die „Revolution des Reiches“ hat auch als revolutionäre Ethik „die Seligpreisungen“. Mit Hilfe der Seligpreisungen stellt Jesus das Ideal eines „neuen Menschen“ vor, der nach einer besseren Gesellschaft strebt. „Das Ideal der Seligpreisungen ist nicht nur eine Verheißung für das ewige Leben; es ist die ethische Bedingung für eine jede Reform der Gesellschaft, die sich an die Werte des Reiches annähern will.“19 Nach Galilea existiert die Kirche, „um das Mysterium des auferstandenen Christus den Menschen zu verkündigen“.20 In einem Artikel zum Thema Befreiungstheologie im Jahr 1979 scheint er die katholische Kirche mit dem Reich Gottes zu identifizieren: „Die Kirche, das Reich Gottes, ist zugleich transzendent und immanent, inkarniert, historisch und zur selben Zeit österlich“.21 Hier setzt er die „Kirche“ mit dem „Reich Gottes“ gleich. Die Apostel und anderen Nachfolger des Herrn bekommen den Auftrag, an erster Stelle das Reich Gottes zu verkündigen und es zu fördern. Heute herrscht unter den Theologen Einstimmigkeit darüber, dass das zentrale Thema der Predigt Jesu die Botschaft vom Reich Gottes war.

19 Der nordamerikanische Kritiker der Befreiungstheologie, Arthur F. McGovern schreibt: „Ich möchte die Spiritualität ganz klar als das dominierende Gebiet der jetzigen Befreiungstheologie bezeichnen. Diese Spiritualität beinhaltet zwei Elemente: den Ruf zur Nachfolge Jesu im Dienst für und mit den Armen.

20 Vgl. Galilea, S.: Hacia, 34.

21 Vgl. Galilea, S. Theologie der Befreiung nach Puebla, 1979,100.

[Seite 177: 15-26]

Jesus hat eine universelle Einladung in sein Reich an die Menschen gerichtet, doch die ersten Plätze darin gelten den Krüppeln, Blinden und Armen.625 Diesen, an den Rand der Gesellschaft Gedrängten, gilt das besondere Interesse Jesu, ja mehr noch - er verkündigt, dass man arm werden muss, um ins Reich zu gelangen.626 Natürlich, so Galilea, trägt in jedem soziokulturellen Kontext ein solcher Aufruf einen radikal revolutionären Charakter. Aber nicht nur das! Die „Revolution des Reiches“ hat auch eine revolutionäre Ethik, und diese heißt „die Seligpreisungen“. Mit Hilfe der Seligpreisungen stellt Jesus das Ideal eines „neuen Menschen“ vor, der nach einer besseren Gesellschaft strebt. „Das Ideal der Seligpreisungen ist nicht nur eine Verheißung für das ewige Leben; es ist die ethische Bedingung für eine jede Reform der Gesellschaft, die sich an die Werte des Reiches annähern will“.627

[Seite 175; 14-27]

Die Kirche existiert v.a. „um das Mysterium des auferstandenen Christus den Menschen zu verkündigen“.611 [...] Auch noch in einem Artikel zum Thema der Befreiungstheologie aus dem Jahre 1972 scheint er das Reich Gottes mit der katholischen Kirche zu identifizieren: „Die Kirche, das Reich Gottes, ist zugleich transzendent und immanent, inkarniert, historisch und zur selben Zeit österlich“.612 In einem Atemzug spricht er hier von der „Kirche“, die „das Reich Gottes“ meint. Dies sollte sich freilich danach ändern. In einem Text aus dem Jahre 1985 schreibt er: „Die Apostel und die anderen Nachfolger des Herrn bekommen den Auftrag, an erster Stelle das Reich Gottes613 zu verkündigen und es zu fördern“.614 Auch große Persönlichkeiten machen ihre Entwicklung durch. Heute herrscht nämlich unter den Theologen Einstimmigkeit darüber, dass das zentrale Thema der Predigt Jesu die Botschaft vom Reich Gottes war.615



611 S. Galilea, Hacia, S. 26.

612 S. Galilea, Teología de la liberación, S. 138.

613 Vgl. Mt 10,7.

614 S. Galilea, Reino de Dios, S. 12.

615 Nirgends im Evangelium ist aber eine explizite Definition der Gottesherrschaft zu finden. „Jesus hat darauf verzichtet, sie zu definieren oder theoretisch zu explizieren“, J. Gnilka, Jesus von Nazaret, S. 142.

[...]

625 Vgl. Lk 14,21.

626 Vgl. Mt 5,3; Lk 6,20; 16,19ff; 18,19ff, usw.

627 S. Galilea, Contemplación, S. 42.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Für die FN 19 siehe Jpm/Fragment_072_102

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb

[46.] Jpm/Fragment 072 102 - Diskussion
Bearbeitet: 26. July 2012, 06:56 Fret
Erstellt: 18. July 2012, 22:54 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Labusga 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 72, Zeilen: 102-105
Quelle: Labusga_2000
Seite(n): 285, Zeilen: 101-105
19 Der nordamerikanische Kritiker der Befreiungstheologie, Arthur F. McGovern schreibt: „Ich möchte die Spiritualität ganz klar als das dominierende Gebiet der jetzigen Befreiungstheologie bezeichnen. Diese Spiritualität beinhaltet zwei Elemente: den Ruf zur Nachfolge Jesu im Dienst für und mit den Armen. 1187 Der nordamerikanische Kritiker der Befreiungstheologie Arthur F. McGovern schreibt: „Ich möchte die Spiritualität ganz klar als das dominierende Gebiet der jetzigen Befreiungstheologie bezeichnen. Diese Spiritualität beinhaltet zwei Elemente: den Ruf zur Nachfolge Jesu im Dienst für und mit den Armen, aber auch eine tiefe Reflexion darüber, was alle Christen von den Armen über Gott lernen können“, Liberation Theology, S. 52.
Anmerkungen

Wenngleich das Fragment weitgehend aus einem wörtlichen Zitat besteht, spricht verschiedenes für eine Wertung als Plagiat:

  • Das Direktzitat ist nicht mit Quellenangabe belegt. Zudem fehlen die schließenden Anführungszeichen.
  • Die einleitende Formulierung ist ebenfalls wortgleich; das Nennen von Vornamen ist für den Vf. zudem unüblich. So wird z.B. der Vorname Segundo Galileas, der ab S. 67 ausführlich diskutiert wird, in der ganzen Arbeit nicht erwähnt.
  • Schließlich findet sich McGovern nicht im Literaturverzeichnis.
Sichter
(Hindemith), fret

[47.] Jpm/Fragment 072 26 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 15:49 Fret
Erstellt: 18. July 2012, 22:47 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Labusga 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 72, Zeilen: 26-30
Quelle: Labusga_2000
Seite(n): 287, Zeilen: 20-25
Galilea ist davon überzeugt, dass die Christen Lateinamerikas entschlossen sind, den Einsatz für die Befreiung mit dem Willen zum Aufbau des Reiches Gottes zu verbinden, dessen Charakteristika Gerechtikeit, Brüderlichkeit, Gleichheit und Solidarität sind. Für engagierte Christen ist ihr Einsatz für die Befreiung oder spirituell-ganzheitliche [Heilung ein Beitrag zur Schaffung einer Gesellschaft, in der diese Werte vorherrschen.] Die Christen Lateinamerikas sind entschlossen, so Galilea, den Einsatz für die Befreiung mit dem Willen zum Aufbau des Gottesreiches, dessen charakteristische Merkmale Gerechtigkeit, Brüderlichkeit, Gleichheit und Solidarität sind, zu verbinden. Für die engagierten Christen ist ihr tätiger Einsatz für die Befreiung ein Beitrag zur Schaffung einer Gesellschaft, in der diese Werte vorherrschen.
Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb

[48.] Jpm/Fragment 073 01 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 16:02 Fret
Erstellt: 18. July 2012, 23:19 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Labusga 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 73, Zeilen: 1-3
Quelle: Labusga_2000
Seite(n): 287, Zeilen: 23-26
[Für engagierte Christen ist ihr Einsatz für die Befreiung oder spirituell-ganzheitliche] Heilung ein Beitrag zur Schaffung einer Gesellschaft, in der diese Werte vorherrschen. So müsste sich die jetzige Gesellschaft mehr und mehr zu einem Vorentwurf des Reiches Gottes entwickeln. Für die engagierten Christen ist ihr tätiger Einsatz für die Befreiung ein Beitrag zur Schaffung einer Gesellschaft, in der diese Werte vorherrschen. So müsste sich die jetzige Gesellschaft mehr und mehr zu einem Vorentwurf des Reiches Gottes entwickeln.
Anmerkungen

Eine Quellenangabe fehlt.

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb

[49.] Jpm/Fragment 073 07 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 15:38 Fret
Erstellt: 18. July 2012, 23:35 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Labusga 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 73, Zeilen: 7-32
Quelle: Labusga_2000
Seite(n): 286, 287, 288, Zeilen: 287: 27-33; 288: 1-9
2.2.2 Psychosoziales Engagement als Zeugnis der Nächstenliebe

Politik spielt in Lateinamerika eine äußerst wichtige Rolle. Man hat den Eindruck, dass sie dort wichtiger als anderswo in der Welt sei. Deswegen könne sie nach Galilea auch als hervorragendes Mittel zur Befreiung dienen. Die Christen sehen gerade im politischen Engagement einen Ausdruck christlicher Liebe. „Die Nächstenliebe wird für sie ,politisch' und die Politik zu einer Ausdrucksform des geistlichen Lebens“.22

2.2.3 Spiritualität als Option für Arme, Kranke und Notleidende

Galilea glaubte, dass die Christen Lateinamerikas einen großen Sinn für Armut hätten. Auf dem Kontinent der Armen erstreben die letzten christlichen Generationen eine Spiritualität der Armut. Man strebt eine „Kirche der Armen“ an, mit der sich die Kleinen dieser Welt identifizieren können, sie als „ihre Kirche“ anerkennen, in der sie sich angenommen und „zu Hause“ fühlen. An einer anderen Stelle meint der Theologe, dass das Bewusst-sein der vorrangigen Option für die Armen und ihre Konsequenzen wohl das einzig wahrhaft Neue in der lateinamerikanischen Spiritualität seien.23

2.2.4 Bekehrung zu Christus durch den Dienst an Armen und Kranken

Die Umkehr zu Gott vollzieht sich als Umkehr zu den ärmsten Brüdern und Schwestern und führt zu einer Praxis der Gerechtigkeit, die danach strebt, ungerechte Strukturen der lateinamerikanischen Gesellschaft zu überwinden. Im Dienst an der Befreiung der Armen und Notleidenden kommt die Gegenwart Christi zum Ausdruck und in den Armen Lateinamerikas werden die „Geringsten“ entdeckt: „Das christliche kontemplative Leben erstreckt sich nicht nur auf die verschiedenen Gebetsformen, sondern auch auf den Dienst an der Befreiung des Christus, der ,in den [Geringsten eurer Brüder„ lebt“.24]


22 Vgl. Galilea, S.: Erwachen, 670.

23 Vgl. Galilea, S.: Futuro, 76f.

24 Vgl. Galilea, S.: Erwachen, 669.

[Seite 287: 27-33]

5. Politisches Engagement wird zum Zeichen der Nächstenliebe

Die Politik spielt in Lateinamerika eine äußerst wichtige Rolle. Man hat den Eindruck, dass sie dort wichtiger als anderswo in der Welt ist. Deswegen kann sie auch als ein hervorragendes Mittel der Befreiung benutzt werden, so Galilea. Die Christen erblicken gerade im politischen Engagement eine Äußerung der christlichen Liebe. „Die Nächstenliebe wird für sie ‚politisch‘, und die Politik zu einer Ausdrucksform des geistlichen Lebens“.1201

[Seite 288: 1-9]

6. Ohne Option für die Armen gibt es keine Spiritualität

Galilea glaubt, dass die Christen Lateinamerikas einen großen Sinn für die Armut haben. Auf dem Kontinent der Armen erstreben die letzten christlichen Generationen eine Spiritualität der Armut. Es wird eine „Kirche der Armen“ angestrebt, die die Kleinen dieser Welt als „ihre Kirche“ anerkennen und wo sie sich „zu Hause“ fühlen können.1202 An einer anderen Stelle meint der Theologe, dass, streng genommen, das Bewusstsein der vorrangigen Option für die Armen und ihre Konsequenzen wohl das einzig wahrhaft Neue in der lateinamerikanischen Spiritualität sind.1203

[Seite 286: 15-23]

1. Bekehrung zu Christus erfolgt durch Bekehrung zu den Ärmsten.

Die Umkehr zu Gott vollzieht sich notwendigerweise als Umkehr zu den ärmsten Brüdern und Schwestern. Sie führt zu einer Praxis der Gerechtigkeit, die die ungerechten Strukturen der lateinamerikanischen Gesellschaft zu überwinden versucht. Im Dienst an der Befreiung der Armen wird die Gegenwart Christi und in den Gesichtern der Armen Lateinamerikas werden die „Geringsten“ des Matthäusevangeliums entdeckt: „Das christliche kontemplative Leben erstreckt sich nicht nur auf die verschiedenen Gebetsformen, sondern auch auf den Dienst an der Befreiung des Christus, der ‚in den Geringsten eurer Brüder‘1198 lebt“.1199


1199 S. Galilea, Erwachen, S. 669.

[...]

1201 S. Galilea, Erwachen, S. 670. [...]

[...]

1203 Vgl. S. Galilea, Futuro, S. 76f.

Anmerkungen

Die korrekte Quellenangabe fehlt. Durch die zuweilen verwendete indirekte Rede ("deswegen könne sie nach Galilea..." usw.) wird der Eindruck vermittelt, hier findet eine genuine Auseinandersetzung mit den Gedanken Galileas statt. Dies ist jedoch nicht der Fall.

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb, fret

[50.] Jpm/Fragment 076 04 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 16:01 Fret
Erstellt: 18. July 2012, 23:40 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Labusga 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 76, Zeilen: 4-9
Quelle: Labusga_2000
Seite(n): 287, Zeilen: 4-8
Auf diesem Hintergrund sind Sakramente nicht nur Zeichen einer einseitig verstandenen, persönlichen Gotteserfahrung oder Momente der Bestätigung der eigenen Zugehörigkeit zur Glaubensgemeinschaft, sondern auch Orte der notwendigen Synthese zwischen der Begegnung mit Christus im Gebet und in den Notleidenden, Armen, Entrechteten und Ausgestoßenen. Auf diesem Hintergrund sind die Sakramente nicht nur Zeichen von etwas einseitig verstandener persönlicher Erfahrung Gottes, oder Momente der Bestätigung der eigenen Zugehörigkeit zur Gemeinschaft der Glaubenden, sie sind auch die Orte der notwendigen Synthese zwischen der Begegnung mit Christus im Gebet und der Begegnung mit ihm in den Geringsten.
Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb

[51.] Jpm/Fragment 077 01 - Diskussion
Bearbeitet: 30. July 2012, 21:35 Fret
Erstellt: 26. July 2012, 09:35 (Fret)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Labusga 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 77, Zeilen: 1-8
Quelle: Labusga 2000
Seite(n): 184, Zeilen: 4-12
Die zweite Begegnung Christi in Leidenden, Armen und Kranken „inkarniert“ die erste und verleiht dem Gebetsleben des Christen geschichtliche Dimension.32 Daher beinhaltet nach Galilea Kontemplation die Einladung und den Ruf zum Engagement für Leidende, Unterdrückte und all diejenigen, die der Befreiung bedürfen. Der Dienst an Kranken, Armen und Notleidenden hat kontemplativen Charakter und fordert den Christen zum „Kontemplativen im Handeln“ auf. Gebet und Engagement gehören zusammen, „christliche Mystik ist eine Mystik des Engagements.“33

32 Ebd., 67.
33 Ebd., 68.

„Die zweite Begegnung ,inkarniert‘ die erste und gibt dem Gebetsleben eines Christen eine geschichtliche Dimension“.657 Aufgrund dessen meint Galilea, dass die Kontemplation auch einen Ruf zum Engagement für die Befreiung beinhaltet. Sie führt notwendigerweise zum Engagement für die Unterdrückten und Notleidenden. Der Dienst an den Armen hat einen kontemplativen Charakter und macht den Christen zum „Kontemplativen im Handeln“ im Sinne bester christlicher Tradition. Gebet und Engagement gehören zusammen. „Christliche Mystik ist eine Mystik des Engagements“.658

657S. Galilea, Christ werden, S. 67.
658S. Galilea, Christ werden, S. 68.

Anmerkungen

Vf. übernimmt die Quelle bis in die Fußnoten hinein, hierbei wird insbesondere das Primärzitat "Die zweite Begegnung..." teilweise als eigene Formulierung ausgegeben. Ansonsten leichte Reformulierung ("verleiht dem Gebetsleben" - "gibt dem Gebetsleben", "dem Christen" - "eines Christen"; "beinhaltet ... Kontemplation die Einladung" - "Kontemplation ... einen Ruf ... beinhaltet").

Sichter
KnallErbse

[52.] Jpm/Fragment 080 08 - Diskussion
Bearbeitet: 20. September 2012, 18:22 Hindemith
Erstellt: 28. August 2012, 20:09 (KnallErbse)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Jpm, Meyer 2005, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
KnallErbse
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 80, Zeilen: 8-18
Quelle: Meyer 2005
Seite(n): 85, Zeilen: 15-28
Die ärztliche Selbstkritik des frühen zwanzigsten Jahrhunderts bringt das Seelische ins Spiel, wo es um die Frage geht, was die Medizin unternehmen muss, will sie ihrem Anspruch des Helfens und Heilens gerecht werden. Hier leistet sie einen unschätzbaren Beitrag, indem sie das Seelische u.a. als Krankheitsursache und therapeutisches Mittel neu entdeckt. Angesichts der Vorherrschaft des somatischen Ansatzes macht sie dabei deutlich, dass das Seelische für die Medizin im Interesse von Diagnostik und Therapie ebenso unveräußerlich ist wie um ihrer Menschlichkeit willen. Unveräußerlichkeit heißt, dass die Medizin das Seelische nicht ausblenden darf, weil sie sonst den Patienten und damit ihren eigenen Anspruch verfehlt.38

_______

38 Meyer, O.: Leib-Seele-Problem und Medizin, 2005; 85.

Im wesentlichen bringt die ärztliche Selbstkritik des frühen zwanzigsten Jahrhunderts das Seelische also erst an einem Punkt ins Spiel, wo es schon um die Frage geht, was die Medizin unternehmen muß, will sie ihrem Anspruch des Helfens und Heilens gerecht werden. Hier aber, auf der Ebene der Konkretion, leistet sie einen unschätzbaren Beitrag, indem sie das Seelische u.a. als Krankheitsursache und therapeutisches Mittel wiederentdeckt. Angesichts der Vorherrschaft des körpermedizinischen Ansatzes macht sie dabei deutlich, daß das Seelische für die Medizin unveräußerlich ist, im Interesse von Diagnostik und Therapie ebenso wie um ihrer Menschlichkeit willen. Gegen das Verschwinden des Seelischen fügt sie so dem reflexiven Argument von der Unhintergehbarkeit ein pragmatisches hinzu: Unhintergehbarkeit heißt, daß die Medizin das Seelische nicht ohne Selbstwiderspruch leugnen kann, Unveräußerlichkeit, daß sie es nicht ausblenden darf, weil sie sonst den Patienten und damit ihren eigenen Anspruch verfehlt.
Anmerkungen

Der Text ist Teil eines längeren Absatzes. Die Quelle ist zwar angegeben, aber die längere Übernahme ist nicht ersichtlich. Der Originaltext wurde lediglich gekürzt, sowie leicht nach Bedarf umgestellt, ohne die Originalformulierungen zu paraphrasieren. "Körpermedizinisch" wurde mit dem Synonym "somatisch" ersetzt.

Sichter
(KnallErbse), Hindemith

[53.] Jpm/Fragment 101 05 - Diskussion
Bearbeitet: 7. January 2014, 22:20 Schumann
Erstellt: 3. September 2012, 20:45 (KnallErbse)
Büssing et al 2005, Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
KnallErbse
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 101, Zeilen: 5-27
Quelle: Büssing et al 2005
Seite(n): 84, 85, Zeilen: 84:20-27; 85:6-12, 30-40
Spiritualität, Gebet und Meditation wurden von alters her als gesundheitsfördernde Mittel eingesetzt. Ihre Bedeutung als Mittel zur Krankheitsbewältigung wird derzeit nicht nur in der Komplementärmedizin diskutiert, sondern wurde auch wissenschaftlich in vielen Studien in Amerika und Europa erfolgreich untersucht. Eine spirituelle Grundhaltung bzw. praktizierter Glaube hat in der Tat einen günstigen Einfluss auf die Krankheitsbewältigung (Seeman et al., 200378; Walach, 2005).79 „Spirituelles Wohlbefinden“ vermag insbesondere Patienten in präfinalen Krankheitsstadien vor Depressivität und Verzweiflung zu schützen (McClain et al., 2003;80 Nelson, 2002).81 Für viele Patienten ist der Glaube eine der vielen möglichen „Bewältigungsstrategien“ in ihrer Krankheit, wie z.B. aktives problemorientiertes Coping, Kampfgeist, Ablenkung, Bagatellisierung, Wunschdenken, Suche nach sozialer Unterstützung, Hilflosigkeit oder depressive Verarbeitung. Holland et al. (1999)82 konnten beweisen, dass das Vertrauen des Patienten in seine spirituellen und religiösen Überzeugungen eher mit aktiv-kognitivem als passivem Copingstil assoziiert ist.

Unterschiedliche Glaubensüberzeugungen bei Ärzten und Patienten mögen dazu beitragen, dass die Spiritualität bzw. Glaubensüberzeugung des Patienten, die für ihn im Rahmen der Krankheitsbewältigung von herausragender Bedeutung sein kann, im Arzt-Patienten-Dialog nicht berücksichtigt und die „Zuständigkeit“ bzw. „Verantwortlichkeit“ an den Pfarrer oder Psychotherapeuten delegiert wird. Das medizinische Personal hat oftmals nicht den Mut, Zeit oder Interesse, die psychospirituellen Anlie[gen oder Probleme von Patienten anzusprechen (Peach, 2003)83 oder setzt ein mangelndes Interesse voraus, obwohl sich viele Patienten wünschen, mit ihrem Arzt über ein psychospirituelles Thema zu sprechen.]


78 Seeman, T. et al.: Religiosity/Spirituality and Health. A critical review of the evidence for biological pathways, American Psychologist 2003; 58: 53-63.

79 Walach, H.: Spiritualität als Ressource – Ein neues Forschungsfeld und seine Chancen und Probleme, Deutsche Zeitschrift für Onkologie 2005; 37: 4-12.

80 McClain, C.S. et al.: Effect of spiritual well-being on end-of-life despair in terminally-ill cancer patients, Lancet 2003; 361: 1603-1607.

81 Nelson, C.J. et al.: Spirituality, religion and depression in the terminally ill, Psychosomatics 2002; 43: 213-220.

82 Holland, J.C. et al.: The role of religious and spiritual beliefs in coping with malignant melanoma, Psychoonkology 1999; 8: 14-26.

[83 Peach, H.G.: Religion, spirituality and health: how should Australia‟s medical professionals respond? Med J Aust 2003; 178: 86-88.]

[Seite 84]

Die Bedeutung von Spiritualität und Religiosität (SpR) als Mittel zur Krankheitsbewältigung wird derzeit nicht nur in der Komplementärmedizin diskutiert. Für viele Patienten ist ihr Glaube eine von vielen möglichen „Bewältigungsstrategien“, wie z.B. ein aktives problemorientiertes Coping, Kampfgeist, Ablenkung, Bagatellisierung und Wunschdenken, Suche nach sozialer Unterstützung oder Hilflosigkeit und depressive Verarbeitung. Holland et al. (1999) konnten zeigen, dass das Vertrauen eines Patienten in seine spirituellen und religiösen Überzeugungen eher mit einem aktiv-kognitiven als mit einem passiven Copingstil assoziiert ist.

[Seite 85]

Eine spirituelle Grundhaltung bzw. religiöse Praxis scheint in der Tat einen günstigen Einfluss auf den Krankheitsumgang zu haben (Übersichten Sloan et al. 1999; Thoresen 1999; McCullough et al. 2000; Sloan und Bagiella 2002; Powell et al. 2003; Seeman et al. 2003; Stefanek et al. 2004; Walach 2005). „Spirituelles Wohlbefinden“ scheint zudem insbesondere bei Patienten in finalen Krankheitsstadien vor Depressivität und Verzweiflung zu schützen (Fehring et al. 1997; Nelson 2002; McClain et al. 2003). [...]

[...]

Die mögliche Diskrepanz der religiösen Einstellungen der Behandelnden und Behandelten mag dazu beigetragen haben, dass die SpR Einstellung der Patienten, die für ihn selber von eminenter Bedeutung im Umgang mit seiner Krankheit sein können, im Arzt-Patienten-Dialog nicht berücksichtigt werden und die „Zuständigkeit“ für diese Seite des Patienten an den Pfarrer oder Psychotherapeuten delegiert werden. Es mag auch zutreffen, dass das medizinische Personal keine Zeit, Courage oder tatsächlich Interesse hat, diese Seite des Patienten anzusprechen (Peterson 1985; Peach 2003), oder sich mit einem eingeschränkten Interesse der Patienten konfrontiert sieht, über solch persönliche Dinge überhaupt zu sprechen (Ehman et al. 1999), obwohl es sich viele durchaus zu wünschen scheinen (King und Bushwick. 1994).

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(KnallErbse) Schumann

[54.] Jpm/Fragment 102 03 - Diskussion
Bearbeitet: 7. January 2014, 22:21 Schumann
Erstellt: 4. September 2012, 08:28 (KnallErbse)
Büssing et al 2005, Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
KnallErbse
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 102, Zeilen: 3-26
Quelle: Büssing et al 2005
Seite(n): 90, 91, Zeilen: 90: 30-31.33-36; 91: 1-8, 10-15
Spiritualität wird von vielen Patienten als Ressource mit großer präventiver Bedeutung betrachtet (Walach, 2005).152 Im Rahmen der Prävention von Erkrankungen und einer allgemeinen Patientenversorgung sollte der Spiritualität als integratives Element ein enormer Stellenwert eingeräumt werden, da sie in entscheidendem Maße dazu beiträgt, wie Patienten ihre Erkrankung bewältigen und ihr Leben gestalten. Daher sollte der Spiritualität im Hinblick auf die Krankheitsbewältigung (Coping) und Sinn-findung in der Krankheit gerade in der heutigen modernen Medizin Raum gegeben werden. In der Palliativmedizin hat man bereits erkannt, dass psychospirituelle Bedürfnisse und Anliegen der Patienten von großer Bedeutung sind, wobei eine psychospirituelle Unterstützung viel früher und zwar bereits in der Primärprävention ansetzen sollte.

Wenn die psychospirituelle Praxis über „wohltuende Effekte“ hinausgehen soll, setzt sie allerdings eine Bereitschaft des Patienten voraus, sich darauf einzulassen. Hier haben sich religions- und konfessionsneutrale und spirituell begründete Interventionsformen wie das auf Achtsamkeit gründente „Mindfulness Based Stress Reduction“ (MBSR) Programm (Kabat-Zinn, 1996), zentrierende Meditation (Büssing, 2001) oder unsere medizinisch- wissenschaftlich erprobte CMBT als praktikabel und effektiv erwiesen. Hierdurch können im Rahmen der Primär- und Sekundärprävention einer spirituell-ganzheitlichen Medizin Kranken und Gesunden spirituelle Lebensperspektiven und Sinn-Zusammenhänge erschlossen werden.

[Seite 90]

Spiritualität kann für Patienten als Ressource betrachtet werden, die starke präventive Bedeutung hat (Walach 2005). In der Betreuung von Patienten sollte sie jedoch [...] als integraler Bestandteil in der Patientenversorgung berücksichtigt werden, da Einstellung und Überzeugungen des Patienten von ausschlaggebender Bedeutung sind, wie er mit seiner Krankheit umgeht und sein Leben mit oder trotz der Bedrohung gestaltet. Es

[Seite 91]

ist von zentraler Bedeutung, dass die Spiritualität in ihrer besonderen Bedeutung für die Krankheitsbewältigung und die Sinnfindung in der modernen Medizin (wieder) Raum finden muss. In der Palhativmedizin ist es mittlerweile akzeptiert, dass diese Bedürfnisse der Patienten Beachtung finden - aber die Hilfe für die Patienten sollte deutlich früher ansetzen.

Wenn eine spirituelle Praxis jedoch über einfach „wohltuende Effekte" hinausgehen soll, dann setzt dies eine Bereitschaft des Patienten voraus, sich auf diese Ebene einzulassen. [...] Hier haben sich konfessionsneutrale spirituell begründete Interventionsformen. etwa das auf Achtsamkeit zurückgehende „Mindfulness Based Stress Reduction" Programm (Kabat-Zinn. 1996: Majumbar et al. 2002) oder die zentrierende Meditation (Büssing, 2001), als praktikabel erwiesen. So können sich für den Patienten neue Lebensperspektiven und Sinn-Zusammenhänge erschließen.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme, die tatsächlich verwendete Quelle wird nicht genannt.

Dieser Abschnitt wird inhaltlich komplett aus Büssing et al übernommen. Die Gedankengänge und die Argumentationskette von Büssing et al sind trotz der Paraphrasierung Satz für Satz beibehalten worden.

Die Fußnote 152 in Manikonda wurde auf dieser Seite nicht gesetzt, sie folgt hier auch unvermittelt auf Fn. 83. (Eine Fn. 152 findet sich erneut im Teil 4 auf S. 335 in völlig anderem Kontext und dort mit dem Fußnotentext "Rahner, K.: Mystik VI. Theologisch, in: LThK VII, 2. Aufl. 1968; 744.")

Sichter
(KnallErbse) Schumann

[55.] Jpm/Fragment 105 10 - Diskussion
Bearbeitet: 8. January 2014, 00:44 Schumann
Erstellt: 30. August 2012, 20:23 (KnallErbse)
Fragment, Gesichtet, Hooper 2005, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
KnallErbse
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 105, Zeilen: 10-31
Quelle: Hooper 2005
Seite(n): 9, Zeilen: online Version
In einer im Jahr 2005 publizierten Studie „Wenn Meditation gut ist, macht es Gott noch besser,“ wurden freiwillig an der Studie teilnehmende Studenten, unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit randomisiert und in drei Gruppen eingeteilt. Die Studenten, die an spiritueller Meditation teilnahmen,88 wurden angehalten, sich während der Meditation auf den Satz „Gott ist Liebe“ bzw. „Gott ist Friede“ zu konzentrieren. Die für säkulare Meditation eingeteilten Studenten konzentrierten sich auf den Satz „Ich bin glücklich“ bzw. „Ich bin froh“, während sich die dritte Gruppe einfach entspannte. Alle Probanden praktizierten die jeweils gruppenspezifische Technik zwei Wochen lang mindestens 20 Minuten täglich. Bei der Baseline- und Follow-up-Untersuchung führten die Probanden einen wissenschaftlichen, psychologischen Profiling-Test durch, der die Stimmung und Schmerzschwelle testete, indem geprüft wurde, wie lange die Probanden ihre Hände in 2 Grad Celsius kaltem Wasser halten konnten. Studenten, die die spirituelle Meditation praktizierten, zeigten im Vergleich zur Kontrollgruppe eine deutlich stärkere Angstminderung und konnten ihre Hände zweimal so lang im kalten Wasser halten (92 versus 49 Sek.). In diesem Kontext war die Studienleiterin davon überzeugt, dass die spirituelle Meditation effektiver als reine Entspannung sei, da „der Effekt der spirituellen Meditation wahrscheinlich einzigartig sei und nicht mit säkularer Meditation oder Entspannung erreicht werden könne.“

88 Rowan, H.: If meditation is good, God makes it better, New Scientist 2005; 2515.

College students who volunteered for the study were randomly assigned to one of three groups regardless of their spiritual beliefs. The 25 students in the spiritual meditation group were told to concentrate on a phrase such as "God is love" or "God is peace" during their meditation periods. Those in the secular meditation group used a phrase such as "I am happy" or "I am joyful" while the third group were simply told to relax.

Subjects were asked to practise their technique for 20 minutes each day for two weeks, at the beginning and end of which the researchers used psychological profiling to assess their mood. They also tested pain tolerance as measured by the amount of time the volunteers could keep their hands in water at 2 °C (Journal of Behavioral Medicine, DOI: 10.1007/s10865-005-9008-5). Those practising spiritual meditation showed greater reductions in anxiety than the other two groups and were able to keep their hands in the cold water for nearly double the time - on average 92 seconds versus 49 for the relaxation group.

Amy Wachholtz of Bowling Green State University in Ohio, who conducted the research, says that spiritual meditation brings more than just deeper relaxation. "It is also likely that there is something unique inherent in the practice of spiritual meditation that cannot be completely conveyed through secular meditation and relaxation," she says, but admits that she doesn't know what it is.

Anmerkungen

Der Verfasser übersetzt fast durchgehend wortwörtlich aus dem New Scientist, ohne dies ausreichend zu kennzeichnen. Die Quelle ist in der Fußnote 88 angegeben, nicht aber, dass nach der Fußnote mehr oder minder wörtlich aus der Quelle übersetzt wurde und auch das Zitat der Studienleiterin von dort stammt.

Das Auslassen der Wörter "something" und "completely" in der Übersetzung des Zitats der Studienleiterin verstärkt fälschlicherweise ihre Stellungnahme im Sinne der vom Verfasser vertretenen Ansichten. Die Folgesätze aus der Quelle, welche womögliche Plazeboeffekte als Kritik anführen, werden nicht übersetzt.

Fälschlicherweise behauptet der Verfasser, die Studie sei im New Scientist veröffentlicht worden. Jedoch ist sie, wie auch in der Quelle erwähnt, im "Journal of Behavioral Medicine" erschienen (unter dem Titel "Is Spirituality a Critical Ingredient of Meditation? Comparing the Effects of Spiritual Meditation, Secular Meditation, and Relaxation on Spiritual, Psychological, Cardiac, and Pain Outcomes" - siehe hier). Der New Scientist berichtet nur darüber. Desweiteren ist der Titel "If meditation is good, God makes it better" falsch übersetzt worden. Korrekt wäre „Wenn Meditation gut ist, macht Gott sie besser“.

In der Fußnote vertauscht der Verfasser Vor- und Nachnamen des Autors.

Sichter
(KnallErbse), Hindemith

[56.] Jpm/Fragment 238 04 - Diskussion
Bearbeitet: 22. July 2012, 16:55 Fret
Erstellt: 17. July 2012, 08:20 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Spiritualität 2007

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 238, Zeilen: 4-12
Quelle: Wikipedia Spiritualität 2007
Seite(n): 1, Zeilen: -
Mit dem Begriff Spiritualität wird im Allgemeinen eine nach Sinn und Bedeutung suchende Lebenseinstellung bezeichnet, bei der sich der Suchende seines „göttlichen“, die empirisch fassbare Wirklichkeit transzendierenden Ursprungs bewusst ist und eine Verbundenheit mit anderen Menschen, mit der Natur, mit dem Göttlichen spürt.459 Aus diesem Bewusstsein heraus bemüht sich der Suchende um die konkrete Verwirklichung der Lehren, Erfahrungen oder Einsichten im Sinne einer individuell gelebten Spiritualität, die konfessionell oder auch nicht-konfessionell sein kann.459 Von Büssing [1] wurde daher folgender Vorschlag gemacht: „Mit dem Begriff Spiritualität wird eine nach Sinn und Bedeutung suchende Lebenseinstellung bezeichnet, bei der sich der/die Suchende ihres "göttlichen" Ursprungs bewusst ist (wobei sowohl ein transzendentes als auch ein immanentes göttliches Sein gemeint sein kann, z.B. Gott, Allah, JHW, Tao, Brahman, Prajna, All-Eines u.a.) und eine Verbundenheit mit anderen, mit der Natur, mit dem Göttlichen usw. spürt. Aus diesem Bewusstsein heraus bemüht er/sie sich um die konkrete Verwirklichung der Lehren, Erfahrungen oder Einsichten im Sinne einer individuell gelebten Spiritualität, die durchaus auch nicht-konfessionell sein kann. [...]"

[1] Arndt Büssing, Thomas Ostermann, Michaela Glöckler, Peter F. Matthiessen: Spiritualität, Krankheit und Heilung – Bedeutung und Ausdrucksformen der Spiritualität in der Medizin, VAS-Verlag für Akademische Schriften, 2006, ISBN 978-3-88864-421-4

Anmerkungen

Eine FN 459, die hier zweimal genannt wird, findet sich nirgends in der Dissertation. Es fehlt allerdings nicht nur die Fußnote sondern auch eine Kennzeichnung der wörtlich übernommenen Passagen als Zitat. Die Fußnoten dieser Seite numerieren von 2 bis 5. Im Fließtext findet sich FN 2 unmittelbar vor der hier dargestellten Passage, FN 3 unmittelbar anschließend.

Ob nun aus der Wikipedia abgeschrieben wurde, oder direkt bei Büssing ist nicht klar, angesichts der anderen klaren Übernahmen aus demselben Wikipediaartikel und der speziellen Wahl des Zitats scheint aber eine Übernahme aus der Wikipedia wahrscheinlich.

Sichter
(Hindemith), fret

[57.] Jpm/Fragment 239 05 - Diskussion
Bearbeitet: 9. August 2012, 11:11 Fret
Erstellt: 3. August 2012, 18:49 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Koenig et al. 2001, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 239, Zeilen: 5-23
Quelle: Koenig et al. 2001
Seite(n): 163, Zeilen: 32ff
V. Carson und K. Huss untersuchten christliche schizophrene Patienten in einer Interventionsstudie in der Psychiatrie, wobei die von Krankenschwestern durchgeführte zehnwöchige Intervention wöchentliches Gebet und Bibellesen umfasste. Die Patienten konzentrierten sich dabei im Gebet und Bibellesen auf die Liebe und Sorge Gottes um den Einzelnen sowie die von Gott geschenkte Individualität und Wertschätzung des Einzelnen. Die Patienten und Krankenschwestern wurden zu Beginn und am Ende des zehnwöchigen Projektes interviewt, wobei die Krankenschwestern einige Benefits verzeichneten, wovon sie profitierten, wie verbesserte Sensitivität gegenüber anderen, Stärkung des eigenen Glaubens, der Hoffnung, des Realitätsempfindens und der Empathie. Patienten gaben zudem vermehrt an, unter welchen seelischen Belastungen sie litten, lebten Aggressionen und Frustrationen stärker aus und waren eher bereit, ihre Gefühle auszudrücken. Patienten in der Interventionsgruppe äußerten im Vergleich zur Kontrollgruppe deutlicher den Wunsch, ihr Leben zu ändern und zu normalisieren. Im Vergleich zur Kontrollgruppe waren Patienten der Interventionsgruppe in der Lage, ihre Gefühle stärker auszudrücken, zeigten adäquateres Affektverhalten und beklagten weniger somatische Symptome.6

6 Carson, V./Huss, K.: Prayer: An effective theuraputic and teaching tool, Journal of Psychiatric Nursing and Mental Health Services 1979; 17: 34-37.

Carson and Huss (1979) conducted an intervention study with 20 Christian schizophrenic patients in a state mental hospital. The intervention was weekly prayer and Scripture reading conducted one on one by a student nurse for 10 weeks. The focus of prayer and Scripture readings was God’s love and concern for each individual and the worth of each individual to God. Student nurses and patients wrere assessed at the beginning and at the end of the 10-wreek project. Student nurses experienced several benefits — a greater sensitivity to others, a strengthening of their religious beliefs, and a greater sense of being hopeful, realistic, and empathetic. Patients became more verbal about what bothered them, acted out their anger and frustration more, and were more willing to take risks in expressing their inner feelings. Patients who received the intervention were also more likely than control patients to express a desire for change in their lives and for a more normal life. Compared to the controls, patients who received the intervention became more articulate, showed more appropriate affect, and complained of fewer somatic symptoms.
Anmerkungen

Weitgehend wörtlich übersetzt, die Quelle ist aber nicht angegeben.

Bemerkenswert ist, dass der Verfasser der Dissertation die eher geringe Anzahl der an der Studie teilnehmenden Patienten (20) nicht mitübernimmt und auch nicht den letzten Satz zur Studie in der Quelle: "While these results are encouraging, the investigators did not make random assignments to groups and did no statistical tests, affecting the validity of the study findings."

Sichter
(Hindemith), fret

[58.] Jpm/Fragment 240 07 - Diskussion
Bearbeitet: 9. August 2012, 11:15 Fret
Erstellt: 3. August 2012, 22:39 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Koenig et al. 2001, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 240, Zeilen: 7-23
Quelle: Koenig et al. 2001
Seite(n): 174, Zeilen: 1. Spalte: 23-45
Eine genauere Untersuchung befasste sich mit psychosozialen Faktoren, die für Alkoholabusus bei Mädchen (im Alter von 9 bis 17 Jahren) in der Umgebung von Los Angeles verantwortlich waren. R.H. Coombs et al. (1985)9 untersuchten 197 Mädchen mit der Fragestellung, warum sie Drogen- und Alkoholabusus begingen und prüften vier Hypothesen:
  • Deprivation (z. B. zerbrochene Familie und finanzielle Probleme),
  • persönliche Defizite (z. B. mangelnde emotionale Reife oder spezifische Charakterzüge, die ungesunde Verhaltensweisen fördern),
  • Jugendkult (z. B. bestimmte Verhaltensweisen, die normativ oder „in“ sind)
  • familiäre Ursachen (z. B. destruktive Interaktionen zwischen Familienmitgliedern, unzureichende Zuwendung und Kontrolle der Eltern, Rollenfunktion und Glaubensüberzeugung).

Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass Deprivation (zerbrochene Familie oder niedriger sozioökonomischer Status) nicht direkt mit Alkoholabusus assoziiert war, dagegen Jugendkult neben familiären Ursachen eine bedeutende Rolle spielte [...]


9 Coombs, R.H./Wellisch, D.K./Fawzy, F.I.: Drinking patterns and problems among female children and adolescents: A comparison of abstainers, past users, and current users, Am Jour of Drug and Alcohol Abuse 1985; 11: 315-348.

In a detailed examination of the social and psychological factors responsible for drinking behaviors among young girls, Coombs and colleagues (1985) interviewed 197 girls ages 9-17 who lived in the Los Angeles area. Investigators were particularly interested in why these young girls chose to abuse drugs and alcohol. Four hypotheses were tested: (1) deprivation (i.e., broken homes and economic hardship), (2) personal deficiency (i.e., lack of emotional maturity or having specific character traits that promote unhealthy behaviors), (3) youth culture (i.e., the belief that everybody's doing it), and (4) family pathology (i.e., detrimental interactions between family members or lack of parental rewards, role modeling, belief systems, or controls).

Surprisingly, the results indicated thal deprivation (family breakup or low-income status) wras not significantly related to alcohol use in this sample. There was stronger evidence that youth culture played a role in promoting drinking behavior.

Anmerkungen

Weitgehend wörtlich übersetzt, die Quelle ist aber nicht angegeben.

Sichter
fret

[59.] Jpm/Fragment 241 04 - Diskussion
Bearbeitet: 8. January 2014, 01:00 Schumann
Erstellt: 9. August 2012, 19:25 (KnallErbse)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Koenig et al. 2001, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
KnallErbse
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 241, Zeilen: 4ff
Quelle: Koenig et al. 2001
Seite(n): 117, 135, Zeilen: Re Sp. 6-16; Li Sp. 9-28, 35-38.1-2
Viele Studien untersuchten die Korrelation zwischen religiösem Eingebundensein und psychophysischem Wohlbefinden. Etwa 80 von 100 Studien, die die Korrelation zwischen Religiosität und subjektiver Befindlichkeit statistisch untersuchten, berichten über positive Korrelationen zwischen Religiosität und mehr Lebensfreude, Zufriedenheit und moralischen Wertvorstellungen.11 Studien zum Thema Religiosität und depressiven Erkrankungen kamen zu folgenden Ergebnissen:

- Menschen ohne Religionszugehörigkeit oder Glauben hatten ein erhöhtes Risiko für psychophysische Erkrankungen. Ergebnisse bezüglich religiöser Zugehörigkeit und depressiven Erkrankungen zeigen, dass Mitglieder bestimmter religiöser Gemeinschaften ein erhöhtes Risiko für depressive Symptome und Erkrankungen aufweisen. Diese Ergebnisse zeigten sich in vielen wissenschaftlich gut konzipierten, evidence-based Studien.

- Viele Formen religiöser Aktivitäten und ehrenamtlicher Engagements waren mit weniger Depressivität und kürzerer Rekonvaleszenzdauer verbunden, da die Patienten aufgrund ihres Glaubens schneller gesund wurden. Dagegen waren Menschen, die sich vorwiegend aus egoistischen Beweggründen oder persönlichem Interesse engagieren, für psychophysische Erkrankungen eher anfällig. Menschen, die sich verstärkt in religiösen Gemeinschaften engagierten, ihren Glauben oder innere Beweggründe hoch bewerteten, hatten ein geringeres Risiko, an Depression zu erkranken. Studien belegen außerdem, dass sich diese Menschen bei depressiven Episoden schneller regenerierten als diejenigen, die sich aus Eigeninteresse oder äußeren Beweggründen engagierten und ein erhöhtes Risiko für Depressivität hatten.466

- Religiöses Eingebundensein, z. B. religiöse Aktivitäten aus dem Glauben heraus oder religiöse Glaubensüberzeugungen waren nicht mit De[pressivität korreliert im Vergleich zu organisierten (ritualisierten) religiösen Aktivitäten oder religiösen Verpflichtungen.]


10 Hughes, J./Stewart M./Barraclough, B.: Why teetotallers abstain, British Journal of Psychiatry 1985; 146: 204-208.

11 Ebd.,135.

[S. 117, re Sp. 6-16]

Many studies have examined the relationship between religious involvement and psychological well-being. [...] Almost 80% of the 100 studies that have statistically examined the religion-well-being relationship report a positive correlation between religiousness and greater happiness, life satisfaction, morale, or other measure of well-being.

[S. 135, li Sp. 9-28, 35-38.1-2]

Research on religion and depression supports five conclusions. First, the data on religious affiliation and depression suggests that two religious groups — Jews and people who are not affiliated with any religion — are at elevated risk for depressive disorder and depressive symptoms. These findings have been replicated across a number of large, well-designed studies.

Second, some aspects of religious involvement are indeed associated with less depression. People who are involved frequently in religious community activity and who highly value their religious faith for intrinsic reasons may be at reduced risk for depression. Even when these persons experience depression, available research suggests that they recover more quickly from it than those who are not religious. Conversely, people who are involved in religion for reasons of self-interest or extrinsic gain are at higher risk for depression. [...]

Third, certain measures of religious involvement -particularly private religious activities and religious beliefs- are not as strongly related to depression as are organizational religious activities or intrinsic religious commitment.

Anmerkungen

Leicht umgestellt, aber fast durchgehend jeden Satz direkt übersetzt (Der Beginn zum ersten Aufzählungspunkt wird gerafft und verallgemeinert wiedergegeben). Zum zweiten Aufzählungspunkt wurde die Information, dass ein Kausalzusammenhang nicht bewiesen ist und weitere Studien angebracht sind, weggelassen.

Der Autor verweist auf eine nichtexistente Fußnote 466. Ebenso wird in Fn 11 auf Seite 135 des Artikels aus Fußnote 10 verwiesen. Diese Seite existiert in diesem Artikel jedoch nicht. Man beachte jedoch, dass der darauf folgende Text von Seite 135 aus Koenig et al. stammt.

Sichter
fret

[60.] Jpm/Fragment 242 03 - Diskussion
Bearbeitet: 23. August 2012, 11:19 Fret
Erstellt: 9. August 2012, 20:02 (KnallErbse)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Koenig et al. 2001, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
KnallErbse
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 242, Zeilen: 7-9, 13-18
Quelle: Koenig et al. 2001
Seite(n): 135, Zeilen: rechte Spalte, 18ff
Daher spielt religiöse Eingebundenheit eine wesentliche Rolle, um die Auswirkungen eines stressbelasteten Lebensstils besser zu bewältigen.12 [...]

Prospektive Kohortenstudien und experimentelle Untersuchungen belegen, dass religiöse und spirituelle Aktivitäten eine Reduktion depressiver Symptome bewirken und als komplementäre religiöse psychotherapeutische Maßnahmen mindestens so effektiv wie eine säkulare Psychotherapie bei Depressiven sind.13


12 McCoullough, M.E.: Research on religion-accommodation counselling: Review and meta-analysis, Jour Counseling Psychology 1999; 46: 92-98.

13 Vgl. McCoullough, M.E.: Research on religion-accommodation counselling: Review and meta-analysis, Jour Counseling Psychology 1999; 46: 92-98.

[Z. 18-20]

Fourth, religious involvement plays an important role in helping people cope with the effects of stressful life circumstances. [...]

[Z. 31-37]

Fifth, prospective cohort studies and quasi-experimental and experimental research all suggest that religious or spiritual activities may lead to a reduction in depressive symptoms and that religiously accommodative psychotherapy is at least as effective as secular psychotherapy for depression.

Anmerkungen

Übersetzung aus König et al. 2001. Die Information aus der Quelle, dass manche Formen von religiösem "coping" mit einem höheren Depressionsrisiko verbunden sind, wurde in der Übersetzung ausgespart.

Sichter
fret

[61.] Jpm/Fragment 242 23 - Diskussion
Bearbeitet: 9. August 2012, 11:19 Fret
Erstellt: 3. August 2012, 23:06 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Koenig et al. 2001, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 242, Zeilen: 23-30
Quelle: Koenig et al. 2001
Seite(n): 151, Zeilen: 2. Spalte: 24ff
In den Studien, die die Effektivität religiöser und spiritueller Interventionen bei der Therapie von Angsterkrankungen untersuchten, wendete die überwiegende Mehrzahl Meditation als Entspannungstechnik an. Studien belegen, dass die meditative Intervention milde bis schwere Angststörungen signifikant reduziert. C.R. Carlson et al. (1988)14 führte eine randomisierte, kontrollierte Studie durch, um die Effekte der Meditation mit andächtigem Gebet (AM: devoted meditation) auf den physiologischen Zustand und die psychische Stressbelastung zu evaluieren. Among studies that have examined the efficacy of religious and spiritual interventions for treating anxiety problems, most have employed meditation as a relaxation technique. Indeed, several meditation studies suggest that such interventions can significantly reduce anxiety in individuals with either mild or severe anxiety problems. For example, Carlson et al. (1988) conducted a randomized controlled trial to determine the effects of devotional meditation (DM) on physiological state and psychological stress.
Anmerkungen

Weitgehend wörtlich übersetzt, die Quelle ist aber nicht angegeben. Fortsetzung auf der nächsten Seite: Jpm/Fragment_243_01

Sichter
(Hindemith), fret

[62.] Jpm/Fragment 243 01 - Diskussion
Bearbeitet: 9. August 2012, 11:23 Fret
Erstellt: 3. August 2012, 23:12 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Koenig et al. 2001, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 243, Zeilen: 1-16
Quelle: Koenig et al. 2001
Seite(n): 151, 152, Zeilen: 151, 2.Spalte: 35ff
[Die] Meditation mit andächtigem Gebet, die aus dem langsamen Lesen des Wortes Gottes aus der Bibel hervorgeht, wurde mit Progressiver Muskel-Relaxation (PMR) verglichen. Die Intervention wurde in sechs Sitzungen von je 20 Minuten über zwei Wochen durchgeführt. 36 Studenten einer Universität für christlich liberale Geisteswissenschaften wurden randomisiert der Meditation mit andächtigem Gebet (AM), Progressiven Muskel-Relaxation (PMR) oder Kontrollgruppe zugeteilt. Herzfrequenz, Hauttemperatur und Elektromyogramm (EMG) wurden dazu verwendet, die Anspannung von vier Muskelgruppen zu dokumentieren. Verschiedene standardisierte Skalen lösten bei den Probanden Ängste, emotionale Spannungen und Adaptation aus. Man stellte fest, dass die AM-Gruppe eine Detonisation und die PMR-Gruppe einen erhöhten Tonus in zwei von vier Muskelgruppen aufwies. Bei der postinterventionellen Beurteilung zeigte sich, dass Aggression und Ängste in der AM-Gruppe im Vergleich zur PMR- und Kontrollgruppe signifikant geringer waren, obwohl sich keine physiologischen Unterschiede zeigten. DM consisted of a period of prayer and quiet reading and pondering of biblical material. This technique was compared to progressive relaxation (PR). The interventions were delivered in six sessions of 20 minutes each over a two-week period. Subjects, who were 36 undergraduates at a Christian liberal arts college in the Chicago area, were randomly assigned by sex to either DM, PR, or a wait-list control group (WL). Heart rate and skin temperature were assessed, and electromyogram (EMG) was used to monitor tension in four muscle groups.

[Seite 152]

Subjects completed a variety of standard anxiety, tension, and emotional adjustment scales. Results indicated that subjects in the DM group experienced reduced muscle tension in two of four sites, whereas subjects in the PR group experienced increased tension in two of four muscle sites. Postintervention assessment revealed that anger and anxiety scores were significantly lower in the DM group compared to the PR group or the WL control group, although no physiological differences were observed.

Anmerkungen

Weitgehend wörtlich übersetzt, die Quelle ist aber nicht angegeben.

Sichter
(Hindemith), fret

[63.] Jpm/Fragment 244 28 - Diskussion
Bearbeitet: 5. August 2012, 20:20 Hindemith
Erstellt: 3. August 2012, 13:42 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Koenig et al. 2001, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 244, Zeilen: 28-31
Quelle: Koenig et al. 2001
Seite(n): 246, Zeilen: 1. Spalte: 21ff
- Goldbourt und Yaari et al. (1993)18 lieferten im Rahmen der israelischen Ischämie-Studie nach 23 Jahren Follow-up den Beweis, dass praktizierter Glaube signifikant mit der Mortalitätsrate bei koronarer Herzerkrankung (KHK) korreliert war. Inniger religiöser Glaube wurde mittels drei Items [gemessen: Religiöse versus säkulare Erziehung, überzeugter versus traditioneller Glaube oder säkular sowie Häufigkeit von Synagogenbesuchen.]

18 Goldbourt, U./Yaari, S./Medalie, J.H.: Factors predictive of longterm coronary heart disease mortality among 10,059 male Israeli civil servants and municipal employees, Cardiology 1993; 82: 100-121.

Reporting the 23-year follow-up results from the Israeli Ischemic Study, Goldbourt, Yaari, et al. (1993) noted that religious orthodoxy was significantly related to death rates from CAD. Religious orthodoxy was measured by three items: religious versus secular education, self- definition as orthodox, traditional, or secular, and frequency of synagogue attendance.
Anmerkungen

Weitgehend wörtliche Übersetzung, die auf der nächsten Seite noch weiter geht.

Sichter
(Hindemith), KnallErbse

[64.] Jpm/Fragment 245 01 - Diskussion
Bearbeitet: 5. August 2012, 20:20 Hindemith
Erstellt: 3. August 2012, 14:27 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Koenig et al. 2001, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 245, Zeilen: 1-10
Quelle: Koenig et al. 2001
Seite(n): 246, Zeilen: 1. Spalte: 25ff
[Inniger religiöser Glaube wurde mittels drei Items] gemessen: Religiöse versus säkulare Erziehung, überzeugter versus traditioneller Glaube oder säkular sowie Häufigkeit von Synagogenbesuchen. Die Gruppe der Gläubigen zeigte eine niedrigere Mortalitätsrate bei KHK (38 versus 61/10.000) als bei Nichtgläubigen im Vergleich zu anderen Ursachen (135 versus 168/10.000). Das Risiko, an KHK zu versterben, lag bei Gläubigen während der 23-jährigen follow-up-Phase um 20% niedriger als bei weniger gläubigen Juden oder Nichtgläubigen. Die Ergebnisse blieben auch unter Berücksichtigung des Alters, systolischen Blutdrucks, Cholesterinspiegels, Nikotinabusus, Diabetes mellitus, Bodymass-Index und Baseline-Untersuchung statistisch signifikant. Religious orthodoxy was measured by three items: religious versus secular education, self- definition as orthodox, traditional, or secular, and frequency of synagogue attendance. The most orthodox group experienced a lower mortality rate from CAD (38 vs. 61 per 10,000) and from other causes (135 vs. 168 per 10,000) than did nonbelievers. The risk of death from CAD among the most orthodox believers during the 23-year follow-up was 20% lower than that for less orthodox Jew s or nonbelievers (see Figure 16.1). These results remained significant after the researchers controlled for age, systolic blood pressure, cholesterol, smoking, diabetes, body mass index, and baseline CAD.
Anmerkungen

Weitgehend wörtlich übersetzt, die Quelle ist aber nicht angegeben.

Sichter
(Hindemith), KnallErbse

[65.] Jpm/Fragment 245 11 - Diskussion
Bearbeitet: 5. August 2012, 20:21 Hindemith
Erstellt: 3. August 2012, 10:11 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Koenig et al. 2001, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 245, Zeilen: 11-34
Quelle: Koenig et al. 2001
Seite(n): 246, Zeilen: 1. Spalte: 40ff
- T.E. Oxman et al. (1995)19 untersuchten den Effekt von Gottesdienstbesuchen und die Bedeutung von Religiosität bzw. religiöser Unterstützung auf die Überlebens- und Mortalitätsrate innerhalb der nächsten sechs Monate bei 232 älteren Erwachsenen nach Koronarrevaskularisation. Die Mehrzahl der Teilnehmer war evangelisch (63 Prozent) oder katholisch (25 Prozent). Nur fünf Prozent der Personen, die alle zwei bis drei Monate einen Gottesdienst besuchten, verstarben im Vergleich zu zwölf Prozent von denjenigen, die niemals oder selten an Gottesdiensten teilnahmen (p=0,06, unkontrolliert). Keine Person, die sich als überzeugt religiös beurteilte (n=37), verstarb im Vergleich zu der elfprozentigen Mortalitätsrate der übrigen Personen (p=0,04, unkontrolliert). Nur sechs Prozent derer, die innere (spirituelle) Kraft oder subjektives Wohlbefinden durch Religiosität erfuhren, verstarben im Vergleich zu 16 Prozent derjenigen, die weder innere (spirituelle) Kraft noch subjektives Wohlbefinden verspürten (p=0,01, unkontrolliert). Nach Kontrolle anderer Variablen inklusive Koronarrevaskularisation, Schweregrad der Beeinträchtigung der Aktivitäten des täglichen Lebens (ADL), Alter und soziale Aktivitäten, hatten Personen, die keine spirituelle Kraft oder subjektive Befindlichkeitsverbesserung durch Religiosität erfuhren, eine dreimal höhere Wahrscheinlichkeit, zu versterben, als diejenigen, die spirituelle Kraft oder subjektive Befindlichkeitsverbesserung spürten. Personen, die nicht an sozialen Aktivitäten teilnahmen, hatten ein über vierzehnfach erhöhtes Risiko, zu versterben, als Personen, die in religiöse und soziale Gruppen integriert waren (OR = 14,3), sogar nach Kontrolle biologischer [und anderer Risikofaktoren]

19 Oxman, T.E./Freeman, D.H./Mannheimer, E.D.: Lack of social participation or religious strength and comfort as risk factors for death after cardiac surgery in the elderly, Psychosom Med 1995; 57: 5-15.

Finally, Oxman et al. (1995) examined the effects of religious attendance, importance of religion, and support derived from religion on six-month mortality rates for 232 older adults following elective coronary artery bypass graft (CABG) surgery. The vast majority of participants were either Protestant (63%) or Catholic (25%). Only 5% of persons who attended religious services at least every few months died compared to 12% of those who never or rarely attended services (p= .06, uncontrolled). None of the persons who described themselves as deeply religious (n = 37), died, compared with an 11% mortality rate for other subjects (p = .04, uncontrolled). Six percent of those who obtained strength or comfort from religion died, compared to 16% of those who received no strength or comfort from religion (p = .01, uncontrolled). When other variables were controlled, including previous cardiac surgery, severity of ADL impairment, age, and social participation, persons who did not obtain strength or comfort from religion were three times more likely to die than those who depended on their religious faith (OR = 3.25). Even more striking, subjects who neither depended on religion for strength or comfort nor participated in social groups had a mortality risk more than 14 times that of persons who depended on religion and were involved in social groups (OR = 14.3) after biological and other risk factors were controlled.
Anmerkungen

Fast wörtlich übersetzt, ohne Quellenangabe.

Fortsetzung auf der nächsten Seite: Jpm/Fragment_246_01

Sichter
(Hindemith), KnallErbse

[66.] Jpm/Fragment 246 01 - Diskussion
Bearbeitet: 5. August 2012, 20:21 Hindemith
Erstellt: 3. August 2012, 11:32 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Koenig et al. 2001, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 246, Zeilen: 1-4
Quelle: Koenig et al. 2001
Seite(n): 246, Zeilen: 22ff
Daher schien Religiosität mit einem niedrigeren Risiko für Myokardinfarkt, einer niedrigeren Mortalitätsrate bei KHK und höheren Überlebensrate nach Koronarrevaskularisation assoziiert zu sein. Thus, it appears that religiousness is independently associated with a lower risk of myocardial infarction, a lower death rate from CAD, and longer survival following surgery for CAD.
Anmerkungen

Fortsetzung der langen Übernahme der Vorseite: Jpm/Fragment_245_11.

Bemerkenswert ist auch der nächste Satz in der Dissertation: "Diesbezüglich wurden im Rahmen der Forschung viele Studien zu psychosozialen und spirituellen Interventionen bezüglich Prävention und Therapie der koronaren Herzerkrankung durchgeführt."

Bei Koenig et al. steht eine andere Aussage: "This statement, however, is based on only a few studies, primarily among Jews in Israel. Because of the public health implications of such a conclusion, further research is essential to examine this relationship more closely in other populations, and, if results are replicated, to seek a better understanding of the mechanisms involved."

Sichter
(Hindemith), KnallErbse

[67.] Jpm/Fragment 246 07 - Diskussion
Bearbeitet: 5. August 2012, 20:20 Hindemith
Erstellt: 3. August 2012, 12:09 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Koenig et al. 2001, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 246, Zeilen: 7-20
Quelle: Koenig et al. 2001
Seite(n): 248, Zeilen: 2. Spalte: 26ff
Zu diesem Thema untersuchten Wenneberg et al. (1997)20 kardiovaskuläre Auswirkungen der Transzendentalen Meditation bei 39 normotensiven, erwachsenen Männern und einer gleichen Anzahl von Kontrollpersonen. Die Untersucher stellten in der TM-Gruppe eine Senkung des diastolischen Blutdrucks von -9 mmHg nach vier Monaten fest. Es wurden aber keine Änderungen der kardiovaskulären Reaktivität unter Stressbelastung in der TM- und Kontrollgruppe gefunden. Robinson et al. (1994)21 verglich die in Studien beschriebenen Effekte anderen Entspannungsmethoden und Meditationsformen mit TM bezüglich kardiovaskuläre Risikofaktoren, Morbidität und Mortalität, wobei hier deutliche Evidenz vorlag, dass psychosoziale und spirituelle Interventionen zur Stressbewältigung gesundheitsfördernde Verhaltensweisen optimierten und verstärkte soziale Unterstützung die Prognose der koronaren Herzerkrankung (KHK) verbesserte.

20 Wenneberg, S.R./Schneider, R.H./Walton, K.G./McClean, C.R./Levicky, D.K./Salerno, J.W./Wallace, R. K./ Mandarino, J.V./Rainforth, M.V./Waziri, R.A.: Controlled study of the effects of the Transcendental Meditation program on cardio-vascular reactivity and ambulatory blood pressure, International Journal of Neuroscience 1997; 89(1-2): 15-28.

21 Alexander, C.N./Robinson, P./Schneider, R.H./Orme-Johnson, D./Walton, K.G. „The effects of Transcendental Meditation compared to other methods of relaxation and meditation in reducing risk factors, morbidity and mortality”, Homeostasis 1994; 35 (4-5): 243-264.

In a related study, Wenneberg, Schneider, Walton, MacClean, Levitsky, Salerno, et al. (1997) examined die cardiovascular effects of TM in 39 normotensive males and an equal number of controls. The investigators reported an average 9 mmHg drop in diastolic blood pressure (p < .04) after four months among those in the TM group. No differences were found in the cardiovascular responses to stressors of the TM group and the control group. Alexander, Robinson, et al. (1994) comprehensively review studies that examine the effects of TM and other methods of relaxation and meditation on cardiovascular risk factors, morbidity, and mortality.

There is increasing evidence, then, that psychosocial and spiritual interventions directed at reducing psychological stress, improving health behaviors, and increasing social support benefit prognosis in CAD.

Anmerkungen

Fast wörtliche Übersetzung ohne Quellenverweis

Sichter
(Hindemith), KnallErbse

[68.] Jpm/Fragment 247 04 - Diskussion
Bearbeitet: 5. August 2012, 20:20 Hindemith
Erstellt: 3. August 2012, 12:39 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Koenig et al. 2001, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 247, Zeilen: 4-33
Quelle: Koenig et al. 2001
Seite(n): 248, Zeilen: 1. Spalte: 7ff
G. Burell (1996)22 untersuchte in einer randomisierten, klinischen Studie die Effekte einer Verhaltensintervention auf die Prognose nach koronarer Bypass-Operation in Schweden. Bei insgesamt 261 Personen (mittleres Alter 58 Jahre) erfolgte drei bis zwölf Monate vor Aufnahme in die Studie eine Bypass-Operation. Von diesen 261 Personen wurden 128 randomisiert einer Verhaltens- oder Interventionsgruppe mit einjähriger Intervention zugeteilt, gefolgt von fünf bis sechs vertiefenden Settings wähwährend [sic] des zweiten und dritten Studienjahrs. Die anderen 138 Personen wurden der Kontrollgruppe zugeordnet.

Die Interventionsgruppe wurde in Gruppen von fünf bis neun Personen unterteilt, die ein dreistündiges Gruppensetting in jeder dritten Woche im ersten Jahr durchführten (17 Settings). Sechs Settings umfassten eine umfassende Aufklärung über KHK und psychische Faktoren, die das subjektive Wohlbefinden beeinflussen; die Probanden wurden dazu angehalten, im Alltag ihr Gesundheitsverhalten (Ernährungsweise, Alkohol- und Nikotinkonsum) und kardiovaskuläres Risikoverhalten (Typ-A-Verhalten, Depressivität, Ängste) zu beobachten. Personen wurden in Gruppensettings auf Modifikationen ihres Risikoverhaltens (Lifestyle-modifications) aufmerksam gemacht und zu neuen Reaktionen und Verhaltensweisen (kognitive Umstrukturierung), z.B. weniger Ungeduld, Aggression, Feindseligkeit, Reizbarkeit, Wut, Zorn und Depression, Vermeidung von Stressbelastungen und Reflexion über spirituelle Themen motiviert (Burell, 1996). Die Ergebnisse zeigten fünf bis sieben Jahre nach Bypass-Operation einen signifikanten Unterschied der Gesamtmortalität in der Interventions- und Kontrollgruppe (7 vs. 16 Todesfälle, p=0,02). Personen in der Interventionsgruppe verbrachten kürzere Zeit auf Intensivstation als Kontrollpersonen (243 vs. 416 Tage). Bei Personen, die Verhaltensinterventionen durchführten, waren Typ-A-Verhalten und Depressivität signifikant geringer.


22 Burell, G.: Group psychotherapy on Projekt New Life: Treatment of coronary-prone behaviour for patients who have had coronary artery bypass graft surgery, in: Allan, R./Scheidt,S. (eds.): Heart and Mind: The Practice of Cardiac Psychology. American Psychological Association, Washington, DC. 1996; 291-310.

Burell (1996) conducted a randomized clinical trial in Sweden that evaluated the effects of a behavioral intervention on prognosis following coronary artery bypass graft (CABG) surgery. A total of 261 subjects (mean age 58) had undergone CABG three to 12 months prior to participating in the study. Of these 128 subjects were randomly assigned to a behavioral intervention group that received one year of the intervention, followed by five or six booster sessions during years 2 and 3 of the study. The other 133 subjects were assigned to a routine-care control group. Subjects in the intervention group were subdivided into small groups of 5-9 persons who underwent three-hour group sessions every third week during the first year (17 sessions). Six of the sessions involved education about CAD and how psychological factors influence well-being; the subjects were given homework to observe their health behaviors (eating, alcohol, smoking) and coronary-prone behaviors (Type A behaviors, depression, anxiety). The remainder of the group sessions focused on modifying coronary-prone activities by encouraging new reactions and behaviors— less impatience, irritation, hostility, depression, and stress and more “reflecting on spiritual issues” (Burell, 1996, p. 298). The results of the study, assessed five to seven years after CABG, showed a significant difference in total mortality between the intervention and the control groups (7 vs. 16 deaths, p = .02). Subjects w'ho received the intervention also spent fewer days than control subjects in the coronary' care unit (243 vs. 416 days). Both Type A behavior and depression were significandy reduced among subjects who received the behavioral intervention.
Anmerkungen

Fast wörtliche Übersetzung ohne Quellenangabe.

Bemerkenswert ist die Quellenangabe "(Burell, 1996)" im Text der Dissertation. Diese ist dort a) untypisch (da in der untersuchten Dissertation Quellen in der Regel in Fußnoten angegeben werden) und b) unsinnig, da nicht klar ist, worauf sich diese Quellenangabe beziehen soll, da ja der ganze Abschnitt die Arbeit von Burell beschreibt. Ein Blick in die Quelle liefert dann eine Erklärung: dort wurde nämlich ein wörtliches Zitat mit dieser Quellenangabe (plus Seitenzahl) korrekt und sinnvoll belegt.

Sichter
(Hindemith), KnallErbse

[69.] Jpm/Fragment 248 04 - Diskussion
Bearbeitet: 5. August 2012, 20:20 Hindemith
Erstellt: 3. August 2012, 14:39 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Koenig et al. 2001, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 248, Zeilen: 4-8, 10-31
Quelle: Koenig et al. 2001
Seite(n): 262, Zeilen: 1.Spalte: 3ff
[...] so beziehen einige Studien fernstehende Personen ein, für die gebetet wurde. Die Patienten, für die gebetet wurde, waren den Betenden nicht bekannt. Andererseits wussten die Patienten überhaupt nicht, dass für sie gebetet wurde (Doppelblind-Studie). Die Wirkungsweise dieses Effektes ist unbekannt [...]. In einer Doppelblind-Studie (Miller, 1985)23 führten acht Personen, die mit professioneller Heilungsaufgabe als Heiler beauftragt sind, geistige Fernheilung bei 96 hypertensiven Patienten (im Alter von 16 bis 60 Jahre) durch, wobei die Heilungsmethode der Heiler folgende Merkmale aufwies:

-Verbindung mit einer höheren Macht oder unbegrenztem Sein

-Visualisation des Zustandes von perfekter Gesundheit

-Relaxation

-Ausdruck des Dankes an Gott, dem Ursprung der Kraft und Energie.

Weder Ärzte noch Probanden wussten, welche Patienten geistige Heilung erhielten. Die konventionelle medikamentöse Therapie wurde in allen Fällen fortgeführt und Optimierung von systolischem und diastolischem Blutdruck, Herzfrequenz und Körpergewicht dokumentiert. Personen, die Fernheilung erhielten, wiesen signifikante Senkungen des systolischen Blutdrucks im Vergleich zur Kontrollgruppe auf, jedoch wurden diastolischer Blutdruck, Herzfrequenz und Körpergewicht in beiden Gruppen nicht signifikant beeinflusst. Vier der beauftragten professionellen Heiler erzielten eine Besserungsrate von 92,3 Prozent bei allen Patienten im Vergleich zu 73,7 Prozent in der Kontrollgruppe.

In einer später durchgeführten Doppelblind-Studie zur Fernheilung bewerteten Beutler et al. (1988)24 randomisiert 115 Patienten mit Hypertonie unter 15-wöchiger Behandlung durch Handauflegen (n=40), Fernhei-[lung (n=37) oder andere Heilungsmethoden (n=38).]


23 Miller, J. F.: Assessment of loneliness and spiritual well-being in chronically ill and healthy adults, Jour of Professional Nursing 1985; 1: 79-85.

24 Beutler, J.J./Attevelt, J.T.M./Schouten, S. A./Faber, J.A.J./Meeks, E.J.D./Giejskes, G.G.: Paranormal healing and hypertension, British Medical Journal 1988; 296: 1491-1494. 249

Nonlocal healing methods typically involve agents who pray for or send positive mental thoughts toward subjects who are located at a distance; agents who are praying for subjects typically don’t know* the subjects, and subjects don’t know’ that they are being prayed for by agents. The mechanism of effect is unknown. Miller (1982) conducted a doubleblind study in which eight “healers” used remote mental healing in attempt to treat 96 hypertensive patients ages 16-60. The healing treatment used by healers involved (a) a relaxation step, (b) attunement with a higher power or infinite being, (c) visualization and/or affirmation of the patient in a state of perfect health, and (d) expression of thanks to God or to the source of all power and energy. Neither doctors nor subjects knew which patients received the mental healing treatments. Normal medical treatment was continued in all cases, and improvement was judged by changes in the diastolic and systolic blood pressure, heart rate, and weight. The subjects in the healer-treated group showed significant improvement in systolic blood pressure compared to the control group, but there was no significant difference in change in diastolic blood pressure, pulse, or weight between the groups. Interestingly, four of the healers achieved a 92.3% improvement rate in their total group of patients, compared with a 73.7% improvement in the control group.

In a later double-bind study of nonlocal healing, Beutler and colleagues (1988) randomly assigned 115 patients with hypertension to receive 15 wreeks of paranormal healing by laying on of hands (n = 40), paranormal healing at a distance (n = 37), or no paranormal healing (n = 38).

Anmerkungen

Bis auf einen kurzen Einschub des Autors ist dies eine weitgehend wörtliche Übersetzung, die Quelle ist aber nicht angegeben.

Sichter
(Hindemith), KnallErbse

[70.] Jpm/Fragment 249 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. August 2012, 06:50 Fret
Erstellt: 3. August 2012, 15:00 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Koenig et al. 2001, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 249, Zeilen: 1-8
Quelle: Koenig et al. 2001
Seite(n): 262, Zeilen: 40ff
Weder die Patienten noch die Untersucher wussten, welche Patienten Heilungsmethoden erhielten. Patienten, die Fernheilung erhielten, verspürten eine sukzessive Senkung des diastolischen Blutdrucks von Woche zu Woche (durchschnittlich 1,9 mmHg), jedoch waren die Unterschiede im Paarvergleich statistisch nicht signifikant. Nach 15 Wochen zeigten die drei Gruppen signifikant niedrigere systolische und diastolisch Blutdruck-werte (p < 0,05), allerdings war keine Behandlung signifikant besser als die andere. Neither patients nor investigators knew which patients received the paranormal healing and which did not. From week to week patients w'ho received healing at a distance experienced a successively greater lowering of diastolic blood pressure (average 1.9 mm Hg) compared to controls, but on paired comparisons these differences were not statistically significant. After 15 weeks, all three groups had significantly lower systolic and diastolic blood pressure (p < .05). However, neither treatment was significantly better than the other treatment or no treatment.
Anmerkungen

Weitgehend wörtlich übersetzt, die Quelle ist aber nicht angegeben.

Sichter
(Hindemith), KnallErbse

[71.] Jpm/Fragment 249 18 - Diskussion
Bearbeitet: 9. August 2012, 11:00 Fret
Erstellt: 3. August 2012, 15:17 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Koenig et al. 2001, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 249, Zeilen: 18-31
Quelle: Koenig et al. 2001
Seite(n): 263, Zeilen: 1.Spalte: 3ff
Smith (1992)26 evaluierte die Effektivität pädagogischer Interventionen bei Gottesdienstbesuchern durch sechs Krankenschwestern aus jeweils sechs afroamerikanischen Kirchen, die die Intervention leiteten. Sie umfasste Informationen bezüglich Hypertoniemanagement und wurde mit 32 Personen durchgeführt. Dabei fand Smith bei der postinterventionellen Beurteilung einen statistisch signifikanten Unterschied des Wissensstandes.

In der Follow-up-Studie unterrichteten kirchliche Gesundheitserzieher 97 afroamerika-nische [sic] Personen mit Hypertonie über ihr Krankheitsmanagement. Nach entsprechendem Pre- und Posttest-Design sammelten die Untersucher Daten zu Wissensstand, sozialer Unterstützung und Blutdruck bei Baseline (pre, unmittelbar nach Intervention (post 1) und drei Monate nach Intervention (post 2)). Die Studie zeigte eine signifikante Zunahme des Wissenstandes vor und nach Intervention.


26 Smith, E.D.: Hypertension management with church-based education: A pilot study, Journal of the National Black Nurse Association 1992; 6(1): 19-28.

Also evaluating the efficacy of an education intervention for hypertension among people attending African American churches, Smith (1992) trained six registered nurses from six inner-city African American churches to administer the intervention. The intervention, which provided information about the nature of and management strategies for hypertension, was administered to 32 individuals. Data were collected before, immediately after, and three months after the intervention. Smith found a statistically significant difference in knowledge between pre- and postintervention assessments. No significant changes, however, were noted in blood pressure readings or sodium intake.

In a more recent follow-up study, Smith, Merritt, et al. (1997) trained church health educators to teach 97 African American subjects with hypertension how to manage their condition. Using a pretest/posttest design, investigators collected data on knowledge, social support, and blood pressure at baseline (pre), immediately postintervention (postl), and three months postintervention (post2). This study too found a significant increase in knowledge scores on pre- and postintervention assessments.

Anmerkungen

Weitgehend wörtlich übersetzt, die Quelle ist aber nicht angegeben.

Bemerkenswert ist, dass der Verfasser der Dissertation den Satz " No significant changes, however, were noted in blood pressure readings or sodium intake." nicht aus der Quelle übernommen hat. Dieser Satz ist in der Mitte des übernommenen Textes in der Quelle zu finden.

Sichter
(Hindemith), KnallErbse

[72.] Jpm/Fragment 250 01 - Diskussion
Bearbeitet: 8. January 2014, 00:49 Schumann
Erstellt: 3. August 2012, 15:52 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Koenig et al. 2001, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 250, Zeilen: 1-29
Quelle: Koenig et al. 2001
Seite(n): 263, Zeilen: 1. Spalte: 31ff
[Systolischer] Blutdruck (SBP) und mittlerer arterieller Blutdruck (MAP=mean arterial blood pressure) sanken signifikant von Pre- zu Post-1 und Post-2-Bestimmung (SBP, p<0,0001; MAP, p<0,0001). Der diastolische Blutdruck (DBP) sank von Pre- zu Post-1-Bestimmung (p=0,008) signifikant, dagegen nicht von Pre- zu Post-2-Bestimmung. Schließlich stellte man signifikante Korrelationen zwischen sozialer Unterstützung, DBP und MAP fest (Smith und Marritt et al., 1997).27 Anhand dieser Studie kam man zu der Schlussfolgerung, dass kirchliche Programme zur Gewichtsreduktion und Hypertoniebehandlung enormen Einfluss auf die Therapie und Prävention der Hypertonie hatten. Obwohl Hypertonie eine weit verbreitete, lebensbedrohliche Erkrankung ist, die zu koronarer Herzerkrankung, Apoplex, kongestiver Herzinsuffizienz, Diabetes mellitus und renaler Dysfunktion führt und die medikamentöse antihypertensive Therapie Leben rettet, gibt es hinsichtlich Nebenwirkungen Bedenken. Aus diesem Grunde wächst das Interesse für non-pharmakologische Maßnahmen bei der Therapie der milden bis mäßigen Hypertonie. Dabei handelt es sich um psychosoziale Maßnahmen, wie Verstärkung des sozialen Netzwerkes und Stressreduktionstechniken. Es gibt zunehmende Evidenz, dass Eingebundensein in eine religiöse Gemeinschaft soziale Unterstützung verstärkt, das Selbstwertgefühl verbessert und negative Auswirkungen von Stress reduziert. Von sechzehn Studien, die die Korrelation zwischen religiöser Eingebundenheit und Hypertonie untersuchten, fanden vierzehn (88 Prozent) niedrigere Blutdruckwerte bei stärkerer religiöser Eingebundenheit; insbesondere waren DBP-Werte bei religiösen Personen niedriger als bei Nicht-Religiösen. Darüber hinaus senkten religiöse Praktiken wie Meditation den Blutdruck durch Induktion der Relaxation Response. Aufgrund des Erfolges kirchlicher Interventionsprogramme bei Hypertonie sollte die Effektivität solcher Programme in verschiedenen Populationen weiter erforscht werden.

27 Smith, E.D./Merritt, S.L./Patel, M.K.: Church-based education: An outreach program for African Americans with hypertension, Ethnic Health 1997; 2(3): 243-253.

Systolic blood pressure and mean arterial BP (MAP) decreased significantly from pre to postl and post2 assessments (SBP, p < 0.0001; MAP, p < 0.0001). Diastolic blood pressure significantly decreased from pre to postl measurements (p = 0.008) but not from pre to post2 assessments. Finally, the investigators found significant relationships between social support and both DBP and MAP.

Thus, it appears that church-based weight control and blood pressure education programs can have a significant impact on both treatment and prevention of hypertension in African Americans and probably in others as well.

SUMMARY AND CONCLUSIONS

Hypertension is a common, life-threatening disorder that can lead to coronary heart disease, stroke, congestive heart failure, diabetes, and renal dysfunction. [...]

Although pharmacologic treatment of hypertension can save lives by lowering blood pressure, concerns persist about the potential side effects of such treatments. Because of these concerns, there is increasing interest in nonpharmacologic approaches to the treatment of hypertension, particularly for people with only mild to moderate disease. Among nonpharmacologic methods for treating hypertension are psychosocial approaches such as increasing social support and reducing stress. There is also growing evidence that involvement in organized religion can not only provide individuals with greater social support but also enhance their sense of self-esteem and help reduce the negative consequences of stress on blood pressure.

Of the 16 studies that have examined the relationship between level of religious involvement and blood pressure, 14 (88%) found lower blood pressure among the more religious (see Appendix); diastolic blood pressures, in particular, are lower among religious than among nonreligious subjects. Furthermore, certain religious practices, such as meditation, may directly lower blood pressure by inducing a relaxed state. Finally, given the success that church-based hypertension intervention programs have had in African American populations, there is reason to explore the effectiveness of such programs in a variety of populations, including Hispanics, Native Americans, and the elderly.

Anmerkungen

Weitgehend wörtlich übersetzt, die Quelle ist aber nicht angegeben. Man beachte, dass die Übernahme so angepasst wurde, dass nicht mehr klar ist, dass es sich hier um ein Studie in der afroamerikanischen Bevölkerung handelt. Dies wird nur aus der Fußnote deutlich.

Sichter
(Hindemith), KnallErbse

[73.] Jpm/Fragment 251 01 - Diskussion
Bearbeitet: 9. August 2012, 11:30 Fret
Erstellt: 3. August 2012, 17:12 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Koenig et al. 2001, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 251, Zeilen: 1-25
Quelle: Koenig et al. 2001
Seite(n): 266, 267, Zeilen: 43ff, 1ff
4.3 Psychische Faktoren und kardiovaskuläre Erkrankungen

Es gibt beachtliche Evidenz, dass psychische Faktoren durch Auswirkung auf kardiovaskuläre Risikofaktoren Apoplexe verursachen können.

Hypertonie

Zahlreiche Studien belegen die enge Korrelation von Hypertonie und psychosozialen Faktoren wie Angst, unterdrückter Feindseligkeit und Stressbelastungen (Taylor et al., 1983).29 Studien mit Afroamerikanern zeigen, dass sich psychosoziale Stressbelastungen deutlich auf Blutdruckerhöhungen auswirkten und soziale Unterstützung diesen Auswirkungen entgegenwirkte (Strogatz et al., 1997).30 Zur Darstellung der Auswirkung von Stressbelastungen auf den Blutdruck wurden verschiedene Modelle entwickelt, z. B. ein Modell mit drei Komponenten: Äußere Stressoren, individuelle Faktoren, die die Stresswahrnehmung beeinflussen (kognitive Bewertung und Bewältigungsstrategien) und individuelle genetische Empfindlichkeit.31

Herzerkrankungen

Studien an Menschen und Tieren beweisen, dass eine Stimulation des Gehirns durch Stimulation des sympathischen Nervensystems wie bei physiologischer Stressbelastung Herzrhythmusstörungen auslösen kann. Stressfaktoren können zu Läsionen am Herzen führen, die die Schwelle für atriale und ventrikuläre Herzrhythmusstörungen erniedrigen und maligne ventrikuläre Arrhythmien hervorrufen. Viele Studien am Menschen dokumentieren die Korrelation zwischen Herzerkrankungen, Stressbelastungen und beeinträchtigter psychischer Befindlichkeit (R.M. Carney, 1998).32


29 Taylor, C.B./Fortman, S.P.: Psychosomatic illness review: Hypertension, Psychosom1983; 24: 433- 448.

30 Strogatz, D.S./Croft, J.B./James, S.A./Keenan, N.L/Browning, S.R./Garetti, J.M./Curtis, A.B.: Social support, stress, and blood pressure in black adults, Epidemiology 1997; 8: 482-487.

31 Schwartz, J.E./Pickering, T.G./Landsbergis, P.A.: Work-related stress and blood pressure: Current theoretical models and considerations from a behavioural medicine perspective, Journal of Occupational Health and Psychology 1996; 1: 2187-2310.

32 Carney, R. M.: Psychological risk factors for cardiac events: could there be just one? Circulation 1998; 97: 128-129.

PSYCHOLOGICAL FACTORS AND RISK OF CEREBROVASCULAR DISEASE

There is considerable evidence that psychological factors contribute to the development of stroke by their effects on risk factors.

High Blood Pressure

A number of early studies have linked high blood pressure with psychosocial factors such as anxiety, repressed hostility, and psychological stress (Jacob et al., 1977; Weiner, 1979; Brody, 1980; Linden & Feuerstein, 1981; Taylor & Fortman, 1983). Studies among African Americans have shown that stress is direcdy related to blood pressure, and social support appears to modify the effect (Barnes et al., 1997; Strogatz et al., 1997). Models have been developed to describe how stress affects blood pressure. One of these is a tripartite model with these three components: environmental stressors, individual factors that affect the perception of stress (including cognitive appraisal and coping resources), and the individual’s genedc susceptibility (Schwartz, Pickering, et al., 1996) (see chapter 17).

Heart Disease

Studies in both animals and humans have shown that brain stimulation can provoke cardiac arrhythmias (Lown et al., 1977) by increasing sympathetic nervous system activity (as is seen in psychological stress). Environmental stresses of a variety of types can injure the heart, lower the threshold for ventricular fibrillation, and provoke malignant ventricular arrhythmias. Numerous studies in humans have documented the relationship among stress, negative psychological states, and heart disease (Lukl, 1971; Raab, 1972; Friedman, 1976; Rosengren, Tibben, et al., 1991; Steenland et al., 1997; Carney, 1998) (see chapter 16).

Anmerkungen

Weitgehend wörtlich übersetzt, die Quelle ist aber nicht angegeben.

Sichter
(Hindemith), fret

[74.] Jpm/Fragment 252 01 - Diskussion
Bearbeitet: 9. August 2012, 11:35 Fret
Erstellt: 3. August 2012, 17:28 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Koenig et al. 2001, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 252, Zeilen: 1-25
Quelle: Koenig et al. 2001
Seite(n): 267, Zeilen: 1. Spalte: 35ff
Nikotinabusus

Viele Studien berichten darüber, dass psychischer Stress das Nikotinbedürfnis steigert, das Risiko für Nikotinabusus bei Jugendlichen erhöht und mit negativen gesundheitlichen Konsequenzen verbunden ist. Dagegen wirken Stressbewältigungsstrategien und soziale Unterstützung mit alternativen Verhaltensweisen, kognitiver Umstrukturierung und Schaffung von Ventilen zur Optimierung der Stressbewältigung dem Nikotinabusus entgegen (A. Steptoe et al., 1996).33

Diabetes mellitus

Psychosoziale Faktoren beeinflussen erheblich die Entstehung und den Verlauf des Diabetes mellitus (Surwit et al., 1992).34 Diesbezüglich dokumentierten Forschungsergebnisse in verschiedenen Regionen negative Auswirkungen von emotionalem Stress auf die Diabetestherapie und das Auftreten diabetischer Folgeschäden. Die neurohumorale Reaktivität auf emotionale Stressbelastungen induziert die Mobilisation von Glukosespeichern, die bei jugendlichen oder erwachsenen Diabetikern nicht gegenreguliert werden. Inui et al. (1998)35 überprüften die Diabeteseinstellung anhand des Hämoglobin-A1c-Spiegels bei Personen, die ein schweres, lebensbedrohliches Erdbeben, schweren Schaden am Haus, Tod oder schwere Verletzung von Angehörigen erlebten. Diabetiker, die das Erdbeben durchlitten, zeigten signifikant schlechtere Blutzuckereinstellung als nicht betroffene Diabetiker. Andere Studien (Peyrot er al., 1992)36 zeigten, dass die effektive Bewältigung chronischer, psychosozialer Stressbelastungen negative Einflüsse auf die Diabetestherapie verhindern kann.


33 Steptoe, A./Wandle, J./Pollard, T.M./Canaan, L./Davies, G.J.: Stress, social support and health-related behaviour: A study of smoking, alcohol consumption and physical exercise, Journal of Psychosomatic Research 1996; 41: 171-180.

34 Surwit, R.S./Schneider, M.S./Feinglos, M.N.: Stress and diabetes mellitus, Diabetes Care 1992; 15: 1413-1422.

35 Inui, A./Kitakoka, H./Majima, M./Takmiya, S./Uemoto, M./Yonenaga, C./Honda, M./Shirakawa, K./Uneo, N./ Amano, K./Morita, S./Kawara, A./Yokono, K;/Kasuaga, M./Taniguchi, H.: Effect of the Kobe earthquake on stress and a glycemic control of patients with diabetes mellitus, Archives of Internal Medicine 1998; 158: 274-278.

36 Peyrot, M.F./McMurry, J.F.: Stress buffering an

Cigarette Smoking

A number of studies report that psychological stress increases the desire to smoke cigarettes (Pomerleau & Pomerleau, 1991; Perkins 8c Gorbe, 1992), increases the likelihood of smoking during adolescence (Byrne et al., 1995), and can be linked to the physical health consequences of smoking (Colby et al., 1994). Coping strategies and social support have been shown to influence smoking behavior by providing alternative behavioral and cognitive outlets for dealing with stress (Sussman et al., 1993; Steptoe et al., 1996) (see chapter 24).

Diabetes

Psychological and social factors can affect the onset and course of diabetes mellitus (Surwit et al., 1992; Wales, 1995). Findings from different clinical investigators working in a variety of settings have documented the disruptive effects of emotional distress on diabetic control (Evans, 1985) and the development of diabetic complications (Lloyd et al., 1991). Neural and hormonal responses to emotional stress induce an energy mobilization response that diabetics (either juvenile onset or adult onset) cannot easily counterregulate (Surwit et al., 1992). For example, Inui et al. (1998) examined diabetic control (as measured by Hemoglobin A1C levels) in those exposed to a life-threatening earthquake that resulted in either severe damage to their homes or death or severe injury to relatives. Earthquake-exposed diabetics had significandy worse diabetic control than the unexposed diabetics. Other studies have shown that effective coping with chronic psychosocial stress can prevent its disruptive effects on glycemic control (Peyrot & McMurry, 1992).

Anmerkungen

Weitgehend wörtlich übersetzt, die Quelle ist aber nicht angegeben.

Sichter
(Hindemith), fret

[75.] Jpm/Fragment 253 01 - Diskussion
Bearbeitet: 9. August 2012, 11:42 Fret
Erstellt: 3. August 2012, 17:55 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Koenig et al. 2001, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 253, Zeilen: 1-17
Quelle: Koenig et al. 2001
Seite(n): 267, 268, Zeilen: 2. Spalte: 27ff
Alkohol- und Drogenabusus

Enormer psychosozialer Stress gilt als Prädiktor für Alkohol- und Drogenabusus bei Jugendlichen (Schinke et al., 1988).37 Dabei handelt es sich um einen Effekt, der durch Verhaltensmuster vermittelt wird. Die Beziehung zwischen Stress und Drogenabusus (insbesondere Benzodiazepine) wurde bei Ärzten (Jex et al., 1992),38 Lehrern und älteren Erwachsenen nachgewiesen. Stress spielte bei der Rehabilitation von Personen mit Drogenabusus eine zentrale Rolle. Daher sind Verhaltensstrategien zur Optimierung der Stressbewältigung und Verbesserung der Befindlichkeit mit höheren Abstinenzraten assoziiert (Hall et al., 1991).39 Psychosoziale Stressfaktoren können arterielle Hypertonie, Herzerkrankung, Diabetes mellitus, Nikotin-, Alkohol- und Drogenabusus verursachen und negativ beeinflussen. Ihre Auswirkung auf kardiovaskuläre Risikofaktoren erhöht das Risiko eines Apoplexes. Trotz zunehmender Evidenz bezüglich dieser Assoziation gibt es wenig publizierte Studien, die eine direkte Korrelation von psychischer Stressbelastung und Auftreten eines Apoplexes belegen.40


37 Schinke, S.P./Moncher, M.S./Palleja, J./Zayas, L.H.: Hispanic Youth, substance abuse, and stress: Implications for prevention research, International Journal of the Addictions 1988; 23: 809-826.

38 Jex, S.M./Hughs, P./Storr, C./Conrad, S./Baldwin, D.C./Sheehan, D.V.: Relations among resident physicians, International Journal of the Addictions 1992; 27: 979-994.

39 Hall, T.W./Edwards, K.J.: The initial development and factors analysis of the Spiri-tual Assessment Inventory, Journal of Psychology and Theology 1996; 24: 233-246.

40 Schneck, M.J.: Is psychological stress a risk factor for cerebrovascular disease? Neuroepidemiology 1997; 16: 174-179.

Alcohol or Drug Abuse

High psychosocial stress also predicts alcohol and drug use, particularly among adolescents and teenagers (Schinke et al., 1988; Budd et al., 1985; Bruns 8c Geist, 1984), an effect that is moderated by coping behaviors (W’ills, 1986). The relationship between stress and substance use (particularly benzodiazepines) has also been demonstrated among physicians (Jex et al., 1992), teachers (Fimian et al., 1985), and the elderly (Folkman et al., 1987). Stress may also interfere in the rehabilitation of persons with substance abuse problems, and coping behaviors directed at controlling stress and improving mood are associated with higher rates of abstinence (Hall et al., 1991).

In summary, psychological and social stress can lead to and/or adversely affect the course of hypertension, heart disease, cigarette smoking, diabetes, and alcohol or drug abuse.

[Seite 268]

[These in]fluences on major risk factors for cerebrovascular disease may increase vulnerability to stroke. Despite the mounting evidence that points to such an association, there are relatively few published studies on the direct relationship between psychological stress and stroke (Schneck, 1997).

Anmerkungen

Weitgehend wörtlich übersetzt, die Quelle ist aber nicht angegeben.

Sichter
(Hindemith), fret

[76.] Jpm/Fragment 264 18 - Diskussion
Bearbeitet: 8. January 2014, 00:50 Schumann
Erstellt: 28. August 2012, 20:33 (KnallErbse)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Kasper 2003, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
KnallErbse
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 264, Zeilen: 18-33
Quelle: Kasper 2003
Seite(n): 1 (online version), Zeilen: -
Papst Paul VI. hat in seiner Schlussansprache am 8. Dezember 1965 in Übereinstimmung mit der Eröffnungsrede von Papst Johannes XXIII. erklärt, das Konzil insgesamt, also auch die dogmatischen Konstitutionen, seien pastoral ausgerichtet. Dabei ließ er keinen Zweifel daran aufkommen, dass diese pastorale Orientierung lehrhafte Aussagen nicht etwa ausschließt oder relativiert, sondern im Gegenteil die Lehre der Kirche zur festen Grundlage hat.20

In der Tat gibt es keine Pastoral, die diesen Namen verdient, ohne Grundlage in der Lehre der Kirche, aber es gibt auch keine kirchliche Lehre, welche eine bloße Doktrin ohne pastorale Zielsetzung wäre. Schon das I. Vatikanische Konzil hatte erklärt, die kirchliche Lehre sei im Blick auf das letzte Ziel des Menschen zu interpretieren (DH 3016). So wie die Pastoral sich an der kirchlichen Lehre zu orientieren hat, so muss die kirchliche Lehre auf den Menschen und sein Ziel hin, und das heißt pastoral interpretiert werden. Der Gesichtspunkt der »salus animarum« als [»suprema lex« ist darum nicht nur ein grundlegendes Interpretationsprinzip des kirchlichen Rechts (CIC 1752), sondern auch der kirchlichen Lehre.]


20 Ench. Vat. vol. 1, Documenti del Concilio Vaticano II, 104 f.; vgl. Papst Johannes XXIII. In seiner Eröffnungsrede, 284 f.

Schließlich hat er in seiner Schlußansprache am 8. Dezember 1965 in Übereinstimmung mit der Eröffnungsrede von Papst Johannes XXIII. (3) erklärt, das Konzil insgesamt, also auch die dogmatischen Konstitutionen, seien pastoral ausgerichtet. Dabei ließ er keinen Zweifel daran aufkommen, daß diese pastorale Orientierung lehrhafte Aussagen nicht etwa ausschließt oder relativiert, sondern im Gegenteil die Lehre der Kirche zur festen Grundlage hat. (4)

In der Tat, es gibt keine Pastoral, die diesen Namen verdient, ohne Grundlage in der Lehre der Kirche, aber es gibt auch keine kirchliche Lehre, welche eine bloße Doktrin ohne pastorale Zielsetzung wäre. Schon das I. Vatikanische Konzil hatte erklärt, die kirchliche Lehre sei im Blick auf das letzte Ziel des Menschen zu interpretieren (DH 3016). So wie die Pastoral sich an der kirchlichen Lehre zu orientieren hat, so muß die kirchliche Lehre auf den Menschen und sein Ziel hin, und das heißt pastoral, interpretiert werden. Der Gesichtspunkt der »salus animarum« als »suprema lex« ist darum nicht nur ein grundlegendes Interpretationsprinzip des kirchlichen Rechts (CIC 1752), sondern auch der kirchlichen Lehre.


1) Ench. Vat. vol. 1, Documenti del Concilio Vaticano II, 104 f.; vgl. schon Papst Johannes XXIII. in seiner Eröffnungsrede, ebd., 48 f.

3) Ench. Vat., vol. 1, 44 f.

4) Ebd., 284 f.

Anmerkungen

Die Quelle wird nicht genannt. Die ausgiebigen identischen Übernahmen rechtfertigen eine Kategorisierung als Komplettplagiat. Zu Beachten ist auch die falsch aus der Quelle zusammengestellte Fußnote.

Sichter
(KnallErbse), Hindemith

[77.] Jpm/Fragment 265 01 - Diskussion
Bearbeitet: 28. August 2012, 22:34 Hindemith
Erstellt: 28. August 2012, 20:49 (KnallErbse)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Kasper 2003, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
KnallErbse
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 265, Zeilen: 1-22
Quelle: Kasper 2003
Seite(n): 1 (online version), Zeilen: -
[Der Gesichtspunkt der »salus animarum« als] »suprema lex« ist darum nicht nur ein grundlegendes Interpretationsprinzip des kirchlichen Rechts (CIC 1752), sondern auch der kirchlichen Lehre.

Daraus ergeben sich wichtige Gesichtspunkte für die Konzilshermeneutik: So wie ,Unitatis redintegratio„ nicht von ,Lumen gentium' losgelöst und im Sinne eines dogmatischen Relativismus und Indifferentismus interpretiert werden darf, so zeigt ,Unitatis redintegratio', in welcher Richtung die in vieler Hinsicht offenen Aussagen von ,Lumen gentium' gedeutet werden müssen, nämlich in Richtung auf eine theologisch verantwortete ökumenische Öffnung. Der Gegensatz zwischen lehrhafter und pastoraler bzw. disziplinärer Verbindlichkeit besteht also nicht. Eine theologische Degradierung des Ökumenismusdekrets würde vielmehr der ökumenischen Gesamtabsicht des II. Vatikanischen Konzils zuwiderlaufen.21 Das Konzil wollte also festhalten, dass die pastoralen Aussagen auf dogmatischen Prinzipien beruhen und dass andererseits die pastoralen Aussagen die dogmatischen Prinzipien auf die konkreten historischen Situationen beziehen. Da die historischen Situationen und deren Beurteilung ihrer Natur nach kontingent und wandelbar sind, können historische Aussagen gemäß den theologischen Interpretationsregeln keinen theologisch verbindlichen Charakter haben, was aber die theologische Bedeutung der lehrhaften Elemente dieser Aussagen nicht beeinträchtigt.


21 Ebd. [gemeint ist: Ench. Vat. vol. 1, Documenti del Concilio Vaticano II, 104 f.; vgl. Papst Johan-nes XXIII. In seiner Eröffnungsrede, 284 f.]

Der Gesichtspunkt der »salus animarum« als »suprema lex« ist darum nicht nur ein grundlegendes Interpretationsprinzip des kirchlichen Rechts (CIC 1752), sondern auch der kirchlichen Lehre.

Daraus ergeben sich wichtige Gesichtspunkte für die Konzilshermeneutik: So wie Unitatis redintegratio nicht von Lumen gentium losgelöst und im Sinn eines dogmatischen Relativismus und Indifferentismus interpretiert werden darf, so zeigt Unitatis redintegratio, in welcher Richtung die in vieler Hinsicht offenen Aussagen von Lumen gentium gedeutet werden müssen, nämlich in Richtung auf eine theologisch verantwortete ökumenische Öffnung. Der Gegensatz zwischen lehrhafter und pastoraler bzw. disziplinärer Verbindlichkeit besteht also nicht. Eine theologische Degradierung des Ökumenismusdekrets würde vielmehr der ökumenischen Gesamtabsicht des II. Vatikanischen Konzils zuwiderlaufen.

[...]

Das Konzil wollte also festhalten, daß die pastoralen Aussagen auf dogmatischen Prinzipien beruhen und daß andererseits die pastoralen Aussagen die dogmatischen Prinzipien auf die konkrete historische Situationen beziehen. Da die historischen Situationen und deren Beurteilung ihrer Natur nach kontingent und wandelbar sind, können historische Aussagen gemäß den theologischen Interpretationsregeln keinen theologisch verbindlichen Charakter haben, was aber die theologische Bedeutung der lehrhaften Elemente dieser Aussagen nicht beeinträchtigt.

Anmerkungen

Fortsetzung von Seite 264. Die Quelle wird nicht genannt.

Sichter
(KnallErbse), Hindemith

[78.] Jpm/Fragment 269 05 - Diskussion
Bearbeitet: 5. August 2012, 22:36 Hindemith
Erstellt: 5. August 2012, 20:29 (KnallErbse)
Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Johannes Paul II 2007

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
KnallErbse
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 269, Zeilen: 5-18
Quelle: Wikipedia Johannes Paul II 2007
Seite(n): 1, Zeilen: -
Da die Zivilisationskrankheiten mit der aus der Balance geratenen Beziehung der Menschen mit der Schöpfung verbunden sind, forderte Johannes Paul II. aufgrund der fortschreitenden Umweltzerstörung und moralischen Probleme, Verantwortung für sich, für andere und für die Erde zu übernehmen.30 Ursachen der ökologischen Probleme waren für ihn nicht nur politische Hindernisse und ökonomische Interessen, sondern insbesondere die mangelnde Solidarität der Menschen. Die Möglichkeit der Vermeidung einer ökologischen Katastrophe sah er in der Rückbesinnung auf christliche Werte.

Er betonte deshalb die „ökologische Berufung“ aller Christen, die eine Umkehr zu ökologisch tragfähigen Lebensstilen und globaler Solidarität als ein unverzichtbares Glaubens- und Lebenszeugnis in der modernen Gesellschaft propagiere. Sie sei Ausdruck der Ehrfurcht vor dem Schöpfer und zugleich der Verantwortung für künftige Generationen.31


30 Wojtyla, K.: Botschaft zur Feier des Weltfriedenstags 1990; 08.12.1989.

31 Johannes Paul II: Unterzeichnung der „Erklärung von Venedig“,10.06.2002.

Für Johannes Paul II. war die fortschreitende Umweltzerstörung ein moralisches Problem, eine Konsequenz der aus der Balance geratenen Beziehung der Menschen mit der Schöpfung. Die Möglichkeit der Vermeidung einer ökologischen Katastrophe sah er in der Rückbesinnung auf christliche Werte. Ursachen der ökologischen Probleme waren für ihn nicht nur politische Hindernisse wie Formen von übertriebenem Nationalismus und ökonomische Interessen sondern insbesondere die mangelnde Solidarität der Menschen. Johannes Paul II. forderte immer wieder, Verantwortung für sich, für andere und für die Erde zu übernehmen.7 Er betonte deshalb die „ökologische Berufung“ aller Christen, die eine Umkehr zu ökologisch tragfähigen Lebensstilen und globaler Solidarität als ein unverzichtbares Glaubens- und Lebenszeugnis in der modernen Gesellschaft propagiere. Sie sei Ausdruck der Ehrfurcht vor dem Schöpfer und zugleich der Verantwortung für künftige Generationen.8

7 Johannes Paul II.: Botschaft zur Feier des Weltfriedenstags 1990, 8. Dezember 1989

8 Johannes Paul II.: UNTERZEICHNUNG DER „ERKLÄRUNG VON VENEDIG“, 10. Juni 2002

Anmerkungen

Ein Quellenverweis ist nicht vorhanden.

Sichter
Hindemith

[79.] Jpm/Fragment 271 07 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 13:16 Graf Isolan
Erstellt: 20. July 2012, 19:59 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jakob 2007c, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 271, Zeilen: 7-34
Quelle: Jakob_2007c
Seite(n): 15, 16, Zeilen: -
Und wenn wir körperlich oder seelisch krank sind, suchen wir Heilung und nehmen die Möglichkeiten der Medizin in Anspruch. Darüber hinaus sind wir auch vielfach offen für andere alternative Formen des Heilens wie Wellness-Kuren, die durch Ayurveda oder chinesische Naturmedizin und vieles mehr den modernen Menschen Wohlbefinden versprechen, die sich krank, gestresst und vor allem psychovegetativ erschöpft fühlen. Die Palette der Heilungsangebote ist vielfältig und überwältigend und lässt uns vergessen, dass der christliche Glaube eine heilende Dimension hat. Wie in den Evangeliendarstellungen berichtet wird, heilte Jesus Menschen von körperlichen und seelischen Krankheiten und oft sagte er zu einem Menschen, den er geheilt hat: „Dein Glaube hat dich geheilt.“ Damit stellte er eine Beziehung zwischen Glaube und Heilung her und sprach dem Glauben eine heilende Kraft zu. Gesundheit, Glaube und Heilung – was haben sie heute miteinander zu tun? Hat Glaube bzw. Spiritualität eines Menschen Einfluss auf Heilungsprozesse bzw. verhilft Glaube oder Spiritualität zu Gesundheit und langem Leben? Und wie können wir heute angemessen von der Heilkraft des Glaubens bzw. Spiritualität reden?

Mit der Etablierung der modernen Naturwissenschaften und neuer Disziplinen seit dem 20. Jahrhundert wie zum Beispiel der Psychologie, Psychosomatik und Soziologie, kam es zu einem verbesserten Verständnis von Gesundheit und heilender Faktoren. Neue psychosomatische und neuroimmunologische Erkenntnisse vermittelten einen Einblick in die Zusammenhänge zwischen Leib, Seele und Geist und zwischen sozialen Beziehungen, physischem und seelischem Befinden des Menschen. So werden Psychologie, Psychosomatik und Soziologie heute als heilende Disziplinen anerkannt und in therapeutische Konzepte integriert. Theologie und Spiritualität jedoch wurden auch in der heutigen Zeit weitgehend [aus dem Spektrum der therapeutischen Disziplinen ausgeklammert, wenn nicht sogar als krankmachend abgelehnt.]

[Seite 15: 5-27]

Und wenn wir körperlich oder seelisch krank sind, suchen wir Heilung. Wir nehmen die Möglichkeiten der Medizin in Anspruch und sind darüber hinaus auch vielfach offen für andere, alternative Formen des Heilens.

Das Angebot von Menschen und Instituten, die uns versprechen, heilende Prozesse anzuregen, ist heute kaum zu überblicken. Voll im Trend liegen „Wellness-Kuren“, die durch Ayurveda, das uralte indische Wissen vom Leben, durch chinesische Naturmedizin, durch Schlammpackungen, Heuund Rosenbäder und vieles mehr all denen Wohlbefinden versprechen, die sich krank oder gestresst fühlen.

Die Palette der Heilungsangebote ist reichhaltig und lässt uns Christen manchmal vergessen, dass auch unser christlicher Glaube eine heilende Dimension hat. Jesus heilte Menschen von körperlichen und seelischen Krankheiten und mehrfach sagte er zu einem Menschen, den er geheilt hat: „Dein Glaube hat dir geholfen.“ Damit stellte Jesus eine Beziehung her zwischen Glaube und Heilung und sprach dem Glauben eine heilende Kraft zu.

Glaube, Heilung und Gesundheit – was haben sie heute miteinander zu tun? Hat Spiritualität, hat der Glaube eines Menschen, einen Einfluss auf Heilungsprozesse, verhilft Glaube zu Gesundheit, leben gläubige Menschen etwa länger als Menschen, die nicht glauben? Wenn es so sein sollte, wie können wir uns dies vorstellen? Und wie können wir heute angemessen von der Heilkraft des Glaubens reden?

[Seite 16: 17-27]

Mit dem Aufkommen der modernen Naturwissenschaften und der Etablierung neuer Disziplinen seit dem 20. Jahrhundert, wie zum Beispiel der Soziologie und der Psychologie, erfuhren das Verständnis von Gesundheit und die Sicht heilender Faktoren eine Ausweitung. Neue Erkenntnisse gaben einen Einblick in die Zusammenhänge zwischen Seele und Körper und zwischen sozialen Beziehungen und körperlichem und seelischem Befinden des Menschen. So werden Psychologie und Soziologie heute als heilende Disziplinen anerkannt und in therapeutische Konzepte einbezogen. Theologie und Spiritualität<supY>2</sup> jedoch wurden auch im 20. Jahrhundert weiterhin und weitgehend aus dem Spektrum der therapeutischen Disziplinen ausgeklammert, wenn nicht sogar als krankmachend abgelehnt.

Anmerkungen

Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb

[80.] Jpm/Fragment 272 01 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 13:19 Graf Isolan
Erstellt: 20. July 2012, 20:14 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jakob 2007c, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 272, Zeilen: 1-37
Quelle: Jakob_2007c
Seite(n): 16-17, Zeilen: 16: 25-37; 17: 1-28
[Theologie und Spiritualität jedoch wurden auch in der heutigen Zeit weitgehend] aus dem Spektrum der therapeutischen Disziplinen ausgeklammert, wenn nicht sogar als krankmachend abgelehnt.

In den letzten Jahren jedoch vollzieht sich hier ein Wandel bzw. eine Neu-Orientierung: Medizin, Psychologie, Psychosomatik, Psychotherapie und auch Soziologie öffnen sich zunehmend für den Einbezug spiritueller bzw. religiöser Faktoren in ganzheitlich therapeutische Konzepte. Psychologen, Psychotherapeuten und Psychosomatiker entdecken heute die Religion und Spiritualität als lange Zeit unterschätzte und übersehene Heilfaktoren für die seelische, körperliche, geistige und spirituelle Gesundheit sowie allgemeines Wohlbefinden. Die Initiativen zum Dialog und zu einer Öffnung der Naturwissenschaften für eine Wahrnehmung von Spiritualität und Religiosität als gesundheitsfördernde Faktoren kamen nicht etwa von Seiten der Theologie oder Kirchen, sondern von Seiten der Naturwissenschaften. In den USA werden seit Ende der 70er Jahre viele epidemiologische Untersuchungen zum Zusammenhang von Spiritualität, Religiosität und Gesundheit durchgeführt, seit etwa zehn Jahren auch in Europa und Deutschland an einigen medizinischen bzw. psychologischen Fakultäten. Als Parameter für Spiritualität dient in den meisten Studien die quantitativ erfasste Teilnahme an religiösen Veranstaltungen. In einigen Untersuchungen wird die Auswirkung von Gebet auf Gesundheit und Heilung unter folgenden Fragestellungen untersucht:

- Welchen Einfluss haben Spiritualität und Religiosität auf das Auftreten von kardio- und zerebrovaskulären und anderen Erkrankungen,

- auf die Lebenserwartung

- auf die Prognose bzw. Überlebenszeit bei Krebserkrankungen,

- auf die Häufigkeit des Auftretens von psychiatrischen Erkrankungen (Depression)

- Wie beeinflussen Spiritualität / Religiosität die Krankheitsbewältigung (Coping)?

All diese Studien können in überwiegender Mehrzahl beweisen, dass sich Spiritualität und Religiosität positiv auf unsere seelische und körperliche Gesundheit sowie Bewältigung von körperlichen und seelischen Krankheiten auswirken (Coping). Bei diesen Studien geht es nicht um spektakuläre Heilungen, sondern um die Untersuchung von Faktoren, die zu Gesundung bzw. Heilung beitragen. Darüber hinaus wurde der Frage nachgegangen, wie diese positiven Einflüsse von Spiritualität und Religiosität auf unsere Leib-Seele-Gesundheit innerhalb naturwissenschaftli-[cher Kategorien erklärt werden können.]

Theologie und Spiritualität2 jedoch wurden auch im 20. Jahrhundert weiterhin und weitgehend aus dem Spektrum der therapeutischen Disziplinen ausgeklammert, wenn nicht sogar als krankmachend abgelehnt.

Epidemiologische Studien

In neuerer Zeit jedoch zeichnet sich hier ein Wandel ab: Medizin, Psychologie/ Psychotherapie und auch Soziologie werden offen für den Einbezug spiritueller Faktoren in therapeutische Konzepte. Wie kam es dazu, dass zum Beispiel der Chefredakteur der Zeitschrift „Psychologe heute“ schreibt: „Psychologen entdecken die Religion als einen lange Zeit unterschätzten und übersehenen Heilfaktor für die seelische und körperliche Gesundheit.“3

Anstöße zum Dialog und zu einer Öffnung der Naturwissenschaften für eine Wahrnehmung von Spiritualität als Gesundheitsfaktor kamen nicht

[Seite 17]

etwa von Seiten der Theologie oder der Kirchen, sondern von Seiten der Naturwissenschaften. In den USA werden seit Ende der 70er Jahre epidemiologische Untersuchungen zum Zusammenhang von Spiritualität und Gesundheit durchgeführt, seit etwa zehn Jahren auch in Europa – in Deutschland an den medizinischen bzw. psychologischen Fakultäten der Universitäten [...]

Als Parameter für Spiritualität dient in den meisten Studien die quantitativ erfasste Teilnahme an religiösen Veranstaltungen. In einigen Untersuchungen wird die Auswirkung von Gebeten auf die eigene Gesundheit oder die Gesundheit anderer untersucht.

[...] Die Fragestellungen sind zum Beispiel: Welchen Einfluss hat Spiritualität auf die Lebenserwartung, auf das Auftreten von Herz-Kreislauferkrankungen, auf die Überlebenszeit von Tumorkranken, auf die Häufigkeit des Auftretens von Depressionen und wie beeinflusst Spiritualität den Umgang mit Krankheiten („coping“)?

Diese Studien kommen in über 80 Prozent zu dem Ergebnis, dass sich Spiritualität positiv auf die körperliche und seelische Gesundheit und auch auf den Umgang mit körperlichen und seelischen Krankheiten auswirkt.4

Bei diesen Studien geht es nicht um den Hinweis auf Wunderheilungen, sondern um die Untersuchung verstehbarer Ereignisse. Dementsprechend fragen die Untersucher auch, wie dieser positive Einfluss von Spiritualität auf die leibseelische Gesundheit innerhalb naturwissenschaftlicher Kategorien erklärt werden kann.


2 [...]

3 Heiko Ernst, Macht Glaube gesund?, in: Psychologie heute compact 8 (2004), 68.

4 [...]

Anmerkungen

Kein Quellenverweis vorhanden. Der Autor eignet sich auch den Gedanken des "Chefredakteur der Zeitschrift 'Psychologe heute'" an, der in der Quelle korrekt zitiert ist.

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb

[81.] Jpm/Fragment 273 01 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 13:56 Fret
Erstellt: 21. July 2012, 07:29 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jakob 2007c, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 273, Zeilen: 1-38
Quelle: Jakob_2007c
Seite(n): 17, 18, Zeilen: -
Gesundheitsfördernde Faktoren von Spiritualität und Religiosität sind:

- Menschen, die ihren Glauben praktizieren, weisen einen durchschnittlich geringeren Konsum von Tabak, Alkohol und Drogen auf als Menschen, die ihren Glauben nicht praktizieren, wodurch eine Vermeidung von Risikoverhalten zum Ausdruck kommt.

- Religiöse Praktiken wie Gebet und Meditation zeigen einen positiven Einfluss auf physiologische Funktionen des Körpers, wodurch der Blutdruck gesenkt und die Ausschüttung von Stresshormonen reduziert wird. Die durch Spiritualität oder Religiosität bewirkte psychophysische Entspannung führt zu Stressreduktion.

- Gläubige erfahren oft in der Gemeinschaft ein tragendes soziales Netz (social support).

- Spiritualität oder Religiosität kann zu einem sinnerfüllten Leben führen.

- Gläubige mobilisieren oft heilende Ressourcen zur Bewältigung von Leid und Krankheit

Die oben genannten Faktoren sind nicht ausschließlich für Spiritualität und Religiosität, sondern allgemein als gesundheitsfördernd anerkannt, so dass der statistisch festgestellte Zusammenhang zwischen Spiritualität, Religiosität und Gesundheit zwar signifikant, aber nicht eindeutig kausal ist. Diesen epidemiologischen Studien gegenüber werden aber einige grundsätzliche Einwände vorgebracht, da bei einigen Studien Mängel im Aufbau oder statistische Fehler festgestellt wurden. Es wurde bezweifelt, ob Spiritualität oder Religiosität überhaupt messbar ist, und die Teilnahme an religiösen Veranstaltungen wirklich etwas über die Spiritualität oder Religiosität eines Menschen aussagt, oder die Ergebnisse nicht eher darauf zurückzuführen sind, dass Kranke nicht die Möglichkeit haben, an religiösen Veranstaltungen wie Gottesdiensten oder Gebetsreffen teilzunehmen? Bestimmte Formen von Spiritualität und/oder Religiosität können allerdings auch negative Einflüsse auf die leibseelische Gesundheit haben und durch zu enge Moralvorstellungen Angst erzeugen. Außerdem wurden die meisten Studien in Amerika durchgeführt, wo Religiosität und Spiritualität eine größere Bedeutung als in Europa beigemessen wird. Man könnte meinen, dass hier der Glaube instrumentalisiert wird. Vom christlichen Standpunkt aus gesehen gibt es weitere Kritikpunkte, sich im Hinblick auf die positive, heilende Wirkung des Glaubens auf diese epidemiologischen Studien zu verlassen. Vielleicht liegt ihnen ein zu eng gefasster Begriff von Gesundheit und Heilung zugrunde, der nach christli-[cher Auffassung zu einseitig ist?]

[Seite 17, Zeile 28ff]

Als Gesundheit fördernde Faktoren von Spiritualität werden genannt:

- Vermeiden von Risikoverhalten: Bei Menschen, die ihren Glauben praktizieren, ist der Konsum von Tabak, Alkohol und Drogen im Durchschnitt geringer als bei Menschen, die dies nicht tun.

- Gebet, Meditation und religiöse Rituale haben einen messbaren Einfluss auf physiologische Vorgänge im Körper. So kommt es beispielsweise zu einer Senkung des Blutdrucks und einer Verringerung der Ausschüttung von Stresshormonen im Körper. Diese Vorgänge können als Stressreduktion durch Entspannung beschrieben werden.

[Seite 18, Zeile 1-34]

- Glaube trägt zur Sinnfindung bei.

- Gläubige leben oft in einem tragenden sozialen Netz.

- Gläubige Menschen können Ressourcen zum Umgang mit Krankheiten und Schicksalsschlägen mobilisieren („innere Kraftquellen“, soziale Unterstützung).

Bei dieser Aufzählung wird deutlich: Alle diese Faktoren sind allgemein anerkannt als gesundheitsfördernd und nicht etwa spezifisch für Spiritualität. Deshalb ist der statistisch festgestellte Zusammenhang zwischen Spiritualität und Gesundheit zwar wahrscheinlich stichhaltig (valide), aber nicht eindeutig kausal.

Nun wurden und werden gegenüber diesen epidemiologischen Studien aber einige grundsätzliche Einwände vorgebracht:5

- Vor allem bei den älteren dieser Studien wurden Mängel im Studienaufbau und statistische Fehler festgestellt.

- Die meisten Studien wurden in den USA durchgeführt, wo Spiritualität einen ganz anderen, nämlich viel höheren, Stellenwert hat als zum Beispiel in Europa. Deshalb können die Ergebnissee dieser Untersuchungen nicht ohne weiteres auf die europäische Situation übertragen werden.

- Es ist zu fragen, ob Spiritualität überhaupt messbar ist. Sagt die Teilnahme an religiösen Veranstaltungen wirklich etwas aus über die Spiritualität eines Menschen? Oder sind die Ergebnisse etwa darauf zurückzuführen, dass kranke Menschen eben nicht die Möglichkeit haben, zum Gottesdienst zu gehen und deshalb nicht erfasst werden?

- Nach wie vor ist festzuhalten, dass bestimmte Formen von Spiritualität auch negative Auswirkungen auf die leibseelische Gesundheit haben können, wie zum Beispiel Angst machende Gottesbilder und enge Moralvorstellungen.

Darüber hinaus gibt es vom christlichen Standpunkt weitere, grundsätzliche Bedenken, sich im Hinblick auf die heilende Kraft des Glaubens auf diese epidemiologischen Studien zu beziehen. [...] Liegt diesen Studien nicht ein Begriff von Gesundheit zugrunde, der nach christlichem Verständnis zu eng ist?

Anmerkungen

Kein Quellenverweis vorhanden, trotz voller inhaltlicher Übereinstimmung. So finden sich z.B. die drei Stichpunkte der Quelle in bloßer Umformulierung beim Vf. wieder; das Gleiche gilt für die in der Quelle formulierten stichpunktartigen Einwände. Es überwiegt eine rein stilistisch-formale Überarbeitung.

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb

[82.] Jpm/Fragment 274 01 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 13:21 Hindemith
Erstellt: 21. July 2012, 08:19 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jakob 2007c, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 274, Zeilen: 1-7
Quelle: Jakob_2007c
Seite(n): 18, 19, Zeilen: 34ff, 1-2
Sollen wir nun meinen, wer regelmäßig bzw. wöchentlich den Gottesdienst besucht, dessen Lebenserwartung steigt linear um einige Jahre? Geht es uns eigentlich nur darum, unser Leben zu verlängern? Soll unsere Glaubenspraxis denn nur einem individuellen Gesundheitsvorteil dienen? Sollen wir denn nur der Gesundheit dienen anstelle dem auferstanden Herrn Jesus Christus, der auch das Leid umfängt und ihm Sinn verleiht? Sollen wir nun an die Kirchentüren schreiben: Wer wöchentlich hier herein kommt, dessen Lebenserwartung steigt um einige Prozente? Geht es uns eigentlich wirklich nur darum, unserem Leben einige Jahre hinzuzufügen und soll unsere Glaubenspraxis einem individuellen Gesundheitsvorteil dienen? Sollen wir nun dem „Gott Gesundheit“

[Seite 19, Zeile 1-2]

dienen anstatt dem Gott des Alten und Neuen Testaments, der auch das Leiden umfängt und ihm einen Sinn geben kann?

Anmerkungen

Kein Quellenverweis vorhanden trotz inhaltlicher Übereinstimmung. Fortsetzung und Ende der Übernahme von der Vorseite: Jpm/Fragment_273_01

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb

[83.] Jpm/Fragment 274 26 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 13:21 Hindemith
Erstellt: 21. July 2012, 08:32 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jakob 2007c, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 274, Zeilen: 26-33
Quelle: Jakob_2007c
Seite(n): 19, Zeilen: 3-14
All diese Fragen positiv zu beantworten, würde bedeuten, den Glauben zu instrumentalisieren und Spiritualität und/oder Religiosität nur zum gesundheitlichen Zweck zu praktizieren. Diese Handlungsweise aber widerspricht gerade in der religiösen Praxis dem Sinn der Begegnung zwischen Gott und Mensch. Trotz aller Einwände bleibt dennoch ein wichtiger positiver Faktor dieser epidemiologischen Studien: Sie integrierten Spiritualität und Religiosität wieder in die Naturwissenschaften. Nach langer Vorherrschaft des Dualismus zwischen Medizin und Theologie öffnen [sich nun die Naturwissenschaften für einen Dialog, der die Spiritualität bzw. Religiosität integriert.] Alle diese Fragen sind zu verneinen, denn all dies würde bedeuten, den Glauben zu instrumentalisieren und Spiritualität im Hinblick auf einen – ohnehin fragwürdigen – Zweck zu praktizieren. Gerade das aber widerspricht dem Sinn der Begegnung zwischen Gott und Mensch in der religiösen Praxis.

Bei allen Einwänden und grundsätzlichen Bedenken, die genannt wurden, bleibt dennoch ein wichtiger positiver Faktor dieser epidemiologischen Studien: Sie haben Spiritualität und die Religionen bei den Naturwissenschaften wieder „ins Gespräch“ gebracht. Nachdem lange Zeit der Graben zwischen Medizin und Psychologie auf der einen Seite und Theologie auf der anderen Seite unüberbrückbar schien, öffnen sich die Naturwissenschaften für einen Dialog.

Anmerkungen

Kein Quellenverweis trotz weitgehender inhaltlicher Übereinstimmung.

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb

[84.] Jpm/Fragment 275 01 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 13:21 Hindemith
Erstellt: 21. July 2012, 08:46 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jakob 2007c, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 275, Zeilen: 1-8
Quelle: Jakob_2007c
Seite(n): 19, Zeilen: 11ff
[Nach langer Vorherrschaft des Dualismus zwischen Medizin und Theologie öffnen] sich nun die Naturwissenschaften für einen Dialog, der die Spiritualität bzw. Religiosität integriert. Diese empirisch durchgeführten Studien können somit ein Zugang zu den Naturwissenschaften sein, um Spiritualität und Religiosität (Glaube) als Gesundheit fördernde Faktoren in den Mittelpunkt zu stellen. Diese Öffnung der Naturwissenschaften für den Einbezug von Spiritualität und Religiosität in therapeutische Konzepte oder Handlungsmodelle stellt heutzutage eine Herausforderung der Moderne für die Theologie und die Kirchen dar. Nachdem lange Zeit der Graben zwischen Medizin und Psychologie auf der einen Seite und Theologie auf der anderen Seite unüberbrückbar schien, öffnen sich die Naturwissenschaften für einen Dialog. Denn diese Studien „sprechen” die Sprache der Naturwissenschaften und können so als Türöffner dienen, um Glaube und Spiritualität bei diesen als Gesundheit fördernde Faktoren in den Blick kommen zu lassen, nachdem sie über Jahrhunderte hinweg systematisch ausgeklammert worden waren.6

Und – nicht zuletzt ist diese Öffnung der Naturwissenschaften für den Einbezug von Spiritualität in therapeutische Konzepte auch eine Herausforderung für die Theologie und die Kirchen.

Anmerkungen

Kein Quellenverweis trotz weitgehender inhaltlicher Übereinstimmung. Fortsetzung der Übernahme von der Vorseite: Jpm/Fragment_274_26

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb

[85.] Jpm/Fragment 279 05 - Diskussion
Bearbeitet: 8. January 2014, 00:52 Schumann
Erstellt: 21. July 2012, 08:55 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jakob 2007c, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 279, Zeilen: 5-19
Quelle: Jakob_2007c
Seite(n): 20, 21, Zeilen: 37ff, 1-13
Wenn sich Menschen für Jesus öffnen, werden sie im Sinne einer Neu-Schöpfung verändert. Dieses Neuwerden kann, muss aber nicht körperliche Auswirkungen haben. So können Christen nicht behaupten, dass körperliche Gesundheit das Wichtigste im Leben sei, sondern sollten eigentlich davon überzeugt sein, dass eine gesunde Beziehung zu Gott wichtiger ist als alles andere, das als sekundär betrachtet und untergeordnet werden sollte. Bei spirituell-ganzheitlicher Heilung geht es nicht um „Wellness“, sondern „Wholeness“, bzw. spirituell-ganzheitliches Heilwerden in Bezug auf die psychophysische, psychosoziale, emotionale und geistige Dimension. Körperliche Heilung ist demnach ein äußerliches Zeichen, ein Nebeneffekt für eine tiefere spirituelle Wandlung und Veränderung. Insofern können wir als Christen den Glauben nicht undifferenziert instrumentalisieren und als Allheilmittel für somatische Krankheiten anpreisen und aus Jesu Heilungen keineswegs eine Verabsolutierung der körperlichen Gesundheit ableiten. Wenn Menschen sich Jesus öffnen, werden sie verändert, sie werden eine neue Schöpfung. Dieses Neuwerden kann, muss aber nicht, Auswirkungen

[Seite 21]

auf den Körper haben. Insofern können wir als Christen eigentlich nicht sagen: „Hauptsache gesund!“ und damit meinen, das Wichtigste im Leben sei die körperliche Gesundheit, sondern wir müssen eigentlich sagen: Die Hauptsache ist es, eine gesunde Beziehung zu Gott zu haben – alles andere ist diesem unterzuordnen. Bei der Heilung durch den Glauben geht es nie in erster Linie um „Wellness“, sondern eigentlich um „Wholeness“, ein Heil- oder Ganzwerden in Bezug auf mehrere Dimensionen. Eine körperliche Heilung ist nur ein äußerliches Zeichen für etwas Tieferes, sie ist wie eine Art Nebeneffekt einer tiefen Wandlung und Veränderung.

Insofern können wir als Christen den Glauben nicht undifferenziert als das Allheilmittel für körperliche Krankheiten anpreisen und den Glauben instrumentalisieren. Was wir aus Jesu Heilungen mit Sicherheit nicht ableiten können, ist eine Verabsolutierung der körperlichen Gesundheit.

Anmerkungen

Kein Quellenverweis trotz weitgehender inhaltlicher Übereinstimmung. An vielen Stellen wurden Formulierungen nur umgestellt:

  • "körperliche Auswirkungen" - "Auswirkungen auf den Körper";
  • "Glauben nicht undifferenziert instrumentalisieren und [...] anpreisen" - "Glauben undifferenziert [...] anpreisen und [...] instrumentalisieren"

usw.

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb, fret

[86.] Jpm/Fragment 279 24 - Diskussion
Bearbeitet: 7. January 2014, 23:33 Schumann
Erstellt: 31. July 2012, 10:23 (KnallErbse)
Fragment, Frohnhofen 1997, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
KnallErbse
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 279, Zeilen: 26-32
Quelle: Frohnhofen 1997
Seite(n): 7, Zeilen: 26-34
Die Synoptiker beschreiben die gesamte Verkündigung des Reiches Gottes und die Lebenspraxis Jesu als befreiend, heilend und erlösend.50 Bedeutend für das Heil ist nicht nur die Existenz Jesu, sein Kommen in die Welt, Leiden und Sterben, sondern der gesamte Lebensweg (Apg 10,34-43). Im Rahmen dieses umfassenden, befreienden und erlösenden Lebens und Wirkens Jesu begegnet Jesus in seinem Leiden und Sterben dem Unheil, das er mit seinem gesamten Leben, seinem Sühnetod und Auferste[hen in Heil verwandelt.]

50 Rahner, K.: Das christliche Verständnis der Erlösung, in: Schriften zur Theologie XV,1983; 236-250, 243 f.

Vor allem die Synoptiker beschreiben die gesamte Verkündigung und Lebenspraxis Jesu als befreiend, heilend und erlösend.11 Heilsbedeutsam ist hier nicht die einfache Existenz Jesu, sein bloßes Kommen in die Welt, oder allein sein Leiden und Sterben, sondern es ist - wie auch Petrus dies verkündigt (Apg 10,34-43) - der gesamte Weg, den er gegangen ist, "angefangen in Galiläa", wie er "Gutes tuend und heilend umherzog", bis er schließlich "an den Pfahl gehängt", von Gott aber auferweckt wurde.

Im Rahmen dieser umfassenden Interpretation des erlösenden und befreienden Lebens und Wirkens Jesu Christi ist sein Leiden und Sterben eingebettet in sein gesamtes Leben, Sterben und Auferstehen.


10 K. RAHNER, Das christliche Verständnis der Erlösung, in: DERS., Schriften zur Theologie XV (1983) 236-250, hier 243f.

11 Vgl. V. HAHN, Zum theologischen Problem der Erlösung (Anm. 2) 58; vgl. auch die Petruspredigt in Apg 10,37-43.

Anmerkungen

In den Zeilen davor übernimmt Jpm ein Zitat, das so auch in Frohnhofen angebracht wird: „Erlösung des Menschen ist für den Christen Erlösung durch Jesus Christus... Dieser Satz gehört in die Mitte seines Glaubens. Aber was das genauer besagt, und eventuell auch nicht, das ist nicht leicht zu sagen.“ und zitiert, anscheinend aus Versehen, die falsche Quelle aus der Fußnote von Frohnhofen.

Sichter
(KnallErbse), fret

[87.] Jpm/Fragment 280 01 - Diskussion
Bearbeitet: 23. August 2012, 10:56 Fret
Erstellt: 31. July 2012, 10:29 (KnallErbse)
Fragment, Frohnhofen 1997, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
KnallErbse
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 280, Zeilen: 1-7
Quelle: Frohnhofen 1997
Seite(n): 7, Zeilen: 34-39
Von den Synoptikern wird zunächst das zentrale Thema der gesamten Verkündigung Jesu, das heilvolle, nahe gekommene Reich Gottes angesprochen, d.h. der Anbruch der neuen Herrschaft Gottes, in der die Menschen befreit von allem Unheil, von Krankheit, Leid,

Verzweiflung und Not in Frieden und Gerechtigkeit im Heil leben, in der die Macht des Unheils gebrochen und die verunstaltete Schöpfung in eine neue Heilszeit geführt wird.

Angesprochen wird deshalb von den Synoptikern zunächst das Zentralthema des gesamten Verkündigens Jesu, die heilvoll nahegekommene >Gottesherrschaft< bzw. das >Reich Gottes<, d.h. eine Lebenssituation der Gerechtigkeit und des daraus resultierenden Friedens, in der die Macht des Bösen gebrochen und die niedergedrückte und verunstaltete Schöpfung in eine neue Heilszeit geführt wird.
Anmerkungen

Fortsetzung von der vorherigen Seite.

Sichter
(KnallErbse), fret

[88.] Jpm/Fragment 280 23 - Diskussion
Bearbeitet: 22. July 2012, 22:47 WiseWoman
Erstellt: 19. July 2012, 19:41 (Hindemith)
Church of England 2007, Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 280, Zeilen: 23-33
Quelle: Church of England 2007
Seite(n): 32-33, Zeilen: -
Die Inkarnation des Sohnes Gottes und sein Heilsdienst am Menschen sind ein Zeichen des angebrochenen Reiches Gottes. Jesus verkündigte das Reich Gottes in seinen Worten, Gleichnissen, Gebeten und durch seine Zeichen und Wunder der Heilung. Er beauftragte seine Jünger damit, seinen Dienst fortzusetzen und für das Kommen des Reiches Gottes zu beten (Mt 6,10) und die Kranken zu heilen (Lk 9,1-6; 10,9). Diesem Auftrag entsprechend und dem Beispiel Jesu folgend heilten seine Jünger die Kranken, so dass zahlreiche Heilungen in der frühen Kirche geschahen und der Heilungsdienst bis in die Gegenwart aufgrund der von Christus selbst den Jüngern erteilten Vollmacht fortentwickelt wurde. Dieser Heilungsdienst der Kirche gibt Zeugnis von der Barmherzigkeit Jesu, die den [Menschen heil und ganz werden lässt und als Zeichen für das gegenwärtige, bereits angebrochene Reich Gottes auf Erden dient.] Die Menschwerdung und der Dienst Jesu sind ein Zeichen für Gottes Herrschaft und den Beginn seines Reiches auf Erden. Jesus verkündigte das Reich Gottes in seinen Worten, in seinen Gleichnissen, in den Gebeten und durch die Zeichen und Wunder der Heilung. Er hat seine Jünger damit beauftragt, seinen Dienst fortzusetzen und sowohl für das Kommen des Reiches Gottes zu beten (Matthäus 6,10) als auch die Kranken zu heilen (Lukas 9,1-6; 10,9). In Entsprechung zu diesem Auftrag und dem Beispiel Jesu folgend haben seine Nachfolger Kranke geheilt, haben Heilungen in der frühen Christenheit stattgefunden und sind Dienste der Heilung bis

[Seite 33]

in die Gegenwart hinein fortentwickelt worden. Der Heilungsdienst der Kirche gibt Zeugnis von der Barmherzigkeit Jesu, der den Menschen heil und ganz werden lassen und Zeichen für die Gegenwärtigkeit seines Reiches auf Erden entstehen lassen möchte.

Anmerkungen

Inhaltliche Übernahme ohne Quellenverweis. Auch einige Formulierungen sind übernommen. Der Text ist auch auf Seite 308 zu finden.

Sichter
(Hindemith), WiseWoman

[89.] Jpm/Fragment 282 01 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 12:13 Fret
Erstellt: 20. July 2012, 07:09 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, ÖRK 2007

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 282, Zeilen: 1-38
Quelle: ÖRK 2007
Seite(n): 54, 56, 57, 58, Zeilen: -
[Im Gegensatz zu dem, was wir gewöhnlich bei Heilungen erleben, dass Menschen entweder seelisch und/oder körperlich geheilt werden, führen] die Heilungen Jesu stets zu einer spirituell-ganzheitlichen völligen Wiederherstellung von Leib und Seele. Die Heilungen, die als Zeichen und Wunder dienen, weisen auf seine göttliche Herrschaft und die Fülle des Lebens, die wiederum für die Überwindung von Leiden und Tod stehen, wie es von Gott verheißen und von den Propheten angekündet wurde. Doch diese Wundertaten waren nicht nur Zeichen oder Hinweise auf die neue Schöpfung, die „Endzeit“ (eschaton), sondern Ausdruck seiner Liebe und Barmherzigkeit zu den in Not geratenen Menschen. Christus heilte diejenigen, die zu ihm kamen oder zu ihm gebracht wurden, die an ihn glaubten und ihn um Heilung baten, jedoch nicht alle Kranken seiner Zeit. Das bereits gegenwärtige Reich Gottes wird noch am Ende der Zeiten vollendet.

Die Inkarnation Gottes in Christus beweist, dass Gottes Heil und Heilung uns nicht von allen materiellen und körperlichen Problemen dieser Welt befreit, sondern inmitten dieser Welt und all ihrer Schmerzen, Krankheiten und Leiden die ganze menschliche Existenz umfasst und durchdringt. Gottes heilende Kraft wird gelegentlich unmittelbar und rasch erfahren, doch in den meisten Fällen handelt es sich um einen allmählichen Prozess, der eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt, um auf verschiedenen Ebenen eine tief greifende spirituell-ganzheitliche Wiederherstellung zu bewirken.

Heilung kann als eine Wegstrecke hin zur Vollkommenheit der endgültigen Hoffnung bezeichnet werden, welche jedoch nicht immer in der Gegenwart vollständig verwirklicht wird (Röm 8,22). Jesu Wirken als Heiler weist insbesondere auf die Vollendung seines Opfers am Kreuz hin. Sein Leben, Leiden und Sterben sowie seine Auferstehung hatten zum Ziel, unsere Beziehung mit Gott zu heilen und uns Menschen umfassendes Heil zu schenken. Paulus bezeichnet diesen Sinnzusammenhang später treffend als „Versöhnung“ (2 Kor 5). Durch sein aufopferungsvolles Leiden erfüllte Jesus den von Jesaja (Jes 52,13-53,12) prophezeiten Dienst des „verwundeten Heilers“. Somit wird Christi Tod am Kreuz zum Protest gegen alles Leiden dieser Welt (Mk 15,34) als auch zum Sieg über Unheil, Sünde und Tod. Die Auferweckung Christi durch den Vater verherrlicht Jesus und gibt seinem Leiden und Sterben für die Menschen bleibende Bedeutung. Das Kreuz und die Auferstehung Christi bekräftigen, dass die heilende Kraft Gottes nicht von der Realität des Schmerzes, der Krankheiten, Leiden und des Sterbens losgelöst ist oder darüber steht, sondern bis in die Tiefe des menschlichen Leidens hineinreicht und in die [äußerste Tiefe der Finsternis und Verzweiflung Hoffnung bringt.]

[Seite 57: 16-24]

Im Gegensatz zu dem, was wir gewöhnlich bei Heilungen erleben, führten Jesu Heilungen stets zu einer völligen Wiederherstellung von Leib und Seele. Er eröffnete die neue Schöpfung, die „Endzeit“ (eschaton) durch Zeichen und Wunder, die hinweisen auf die Fülle des Lebens, die Überwindung von Leiden und Tod, wie es von Gott verheißen und von den Propheten angekündet wurde. Doch diese Wundertaten waren nicht mehr als Zeichen oder Hinweise. Christus heilte diejenigen, die zu ihm kamen oder zu ihm gebracht wurden. Er heilte jedoch nicht alle Kranken seiner Zeit. Das bereits gegenwärtige Reich Gottes wird noch erwartet.

[Seite 56: letzte Zeile; Seite 57: 1-4]

Die Fleischwerdung Gottes in Christus bekräftigt, dass Gottes heilende Kraft uns nicht von dieser Welt oder vor allen materiellen und körperlichen Problemen erlöst, sondern inmitten dieser Welt und all ihrer Schmerzen, Gebrochenheit und Zertrennung geschieht, und dass Heilung die ganze menschliche Existenz umfasst.

[Seite 54: 19-23]

„ [...] Gottes Gaben der Heilung werden gelegentlich unmittelbar und rasch erfahren, doch in den meisten Fällen ist Heilung ein allmählicher Prozess, der Zeit braucht, um auf mehr als einer Ebene eine tief greifende Wiederherstellung zu bewirken.“14

[Seite 57: 25-40; Seite 58: 1]

„Heilung ist eine Wegstrecke hin zur Vollkommenheit der endgültigen Hoffnung, doch diese Vollkommenheit wird nicht immer in der Gegenwart vollständig verwirklicht (Römer 8,22).“18

Jesu Wirken als Heiler und Exorzist weist insbesondere hin auf die Vollendung seines Dienstes am Kreuz: Er kam, um Heil zu schenken und die Beziehung mit Gott zu heilen, was Paulus später als „Versöhnung“ bezeichnete (2. Korinther 5). Dies tat er durch Dienst und Opfer, indem er den von Jesaja (52,13-53,12) prophezeiten Dienst des „verwundeten Heilers“ erfüllte. Christi Tod am Kreuz ist somit sowohl Protest gegen alles Leiden (Markus 15,34) als auch Sieg über die Sünde und das Böse. Indem Gott Christus auferweckte, rechtfertigte Gott Jesu Dienst und gab ihm bleibende Bedeutung. Das Kreuz und die Auferstehung Christi bekräftigen, dass Gottes heilende Kraft nicht von der Realität des Schmerzes, der Gebrochenheit und des Sterbens losgelöst ist oder darüber steht, sondern bis in die Tiefe des Leidens der Menschen und der Schöpfung hineinreicht und in die äußerste Tiefe der Finsternis und Verzweiflung Licht und Hoffnung bringt.


14 Church of England (Hg.), A Time to Heal. A Report for the House of Bishops of the General Synod of the Church of England on the Healing Ministry, London 2000.

18 Gruppenbericht aus einer 2002 in Ghana durchgeführten Konsultation mit Pfingstlern, in: IRM 93 (2004), 371.

Anmerkungen

Kein Quellenverweis vorhanden; die Textübernahme wird leicht verschleiert..

Man beachte, dass die in der Quelle vorhandenen Literaturverweise ebenso entfernt wurden wie auch die in der Quelle die wörtlichen Übernahmen kennzeichnenden Anführungszeichen.

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb

[90.] Jpm/Fragment 283 05 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 12:41 Graf Isolan
Erstellt: 21. July 2012, 16:58 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Werner 2007

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 283, Zeilen: 5-12
Quelle: Werner 2007
Seite(n): 28, 29, Zeilen: 34ff, 1-4
Im öffentlichen Wirken Jesu sind Verkündigung und Heilung untrennbar miteinander verbunden. Die Heilungswunder lassen sich nicht einfach auf ihre Bedeutung für den Glauben des Einzelnen reduzieren, sondern sind ein Ausdruck für die konkrete Sorge Jesu um den Leib des Menschen und sein Wohlbefinden. Die Deutung der neutestamentlichen Heilungsberichte in den Evangelien hat lange zu einer Verdrängung der Tatsache geführt, dass Jesus über besondere Heilungsgaben verfügte und seine Heilungserfahrungen als Zeichen der anbrechenden Gottesherrschaft deutete. In der Wirksamkeit Jesu sind Verkündigung und Heilung untrennbar miteinander verbunden. Die Heilungswunder lassen sich nicht einfach spiritualisieren und auf ihre Bedeutung für den Glauben des Einzelnen reduzieren, sondern sind ein Ausdruck für die konkrete Sorge Jesu um die leibliche Existenz des Menschen, sein Wohlsein. Die „Entmytholo-

[Seite 29]

gisierung“ der neutestamentlichen Heilungsberichte hat lange zu einer Verdrängung der Tatsache geführt, dass Jesus – wie andere Charismatiker seiner Zeit – über besondere Heilungsgaben verfügte und seine Heilungserfahrungen als Zeichen der anbrechenden Gottesherrschaft deutete.

Anmerkungen

Kein Quellenverweis vorhanden.

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb

[91.] Jpm/Fragment 284 11 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 12:09 Fret
Erstellt: 20. July 2012, 11:55 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, ÖRK 2007

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 284, Zeilen: 11-21
Quelle: ÖRK 2007
Seite(n): 59, 60, Zeilen: 59: 30ff; 60: 1-2
Obwohl das Unheil und die Sünde in Christus überwunden wurden, gibt es immer noch viele unheilbare Erkrankungen und Leiden auf körperlicher, seelischer, geistiger, moralischer und sozialer Ebene, Schicksalsschläge und Katastrophen, die die Ankunft des Gottesreiches zu leugnen scheinen. Die biblische Tradition kennt Krankheit oder Unglück als eine göttliche Antwort auf persönliche oder kollektive Sünde. Die Propheten riefen das Volk Gottes beständig dazu auf, Buße zu tun für den Ungehorsam gegenüber dem Wort Gottes. Das Neue Testament beschreibt die mögliche Verbindung zwischen Sünde und Krankheit (1 Kor 11,28-34). Jesus selbst negiert jedoch ausdrücklich eine direkte Beziehung zwischen persönlicher Sünde und Krankheit. Wenngleich das Böse und die Sünde in Christus überwunden wurden,

gibt es immer noch viele Katastrophen, Krankheiten, Mängel und Leiden (physischer, moralischer, geistiger und sozialer Art), die die Ankunft des Gottesreiches zu leugnen scheinen. Die Bibel kennt die Tradition, die besagt, dass Krankheit oder Unglück eine göttliche Antwort auf persönliche oder kollektive Sünde sein kann. Die Propheten haben das Gottesvolk beständig dazu aufgerufen, Buße zu tun für seinen Ungehorsam gegenüber dem Wort Gottes. Das Neue Testament kennt die mögliche Verbindung zwischen Sünde und Krankheit (1. Korinther 11,28-34). Jesus selbst leug60 net jedoch nachdrücklich eine direkte Beziehung zwischen persönlicher Sünde und Krankheit:

Anmerkungen

Kein Quellenverweis vorhanden

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb

[92.] Jpm/Fragment 287 20 - Diskussion
Bearbeitet: 8. January 2014, 13:04 Schumann
Erstellt: 31. July 2012, 09:38 (KnallErbse)
Fragment, Frohnhofen 1997, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
KnallErbse
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 287, Zeilen: 20-33
Quelle: Frohnhofen 1997
Seite(n): 15,18,19, Zeilen: -
Erlösung geschieht also für den Menschen dadurch, dass ihm am Beispiel Jesu Christi gezeigt wird, wie gottgewolltes heilvolles Leben in dieser Welt aussieht, wie es den Menschen in seinem Tod und sogar darüber hinaus trägt und sein ganzes Leben sinnvoll werden lässt. Erlösung im Sinne des christlichen Glaubens bedeutet nicht Aufgabe der Freiheit und entsprechende Unterordnung unter den Willen Gottes bzw. Jesu Christi; Erlösung im Sinne Jesu Christi meint gerade die Befreiung des Menschen von sich selbst, das Einswerden mit sich selbst, oder, um es mit heute üblichen Schlagworten zu sagen: authentische Selbstverwirklichung und Ganzheitlichkeit.56 Erste und grundlegende Bedeutung für das Erfahren von Erlösung im christlichen Verständnis ist die Erfahrung des unbedingten Angenommenseins durch Gott in Jesus Christus, das Hineingenommenwerden in die Liebe Gottes - durch den Glauben - die uns aufmerksam und sensibel macht für die Sünde der Welt.57

56 Vgl. Rahner, K.: Das christliche Verständnis der Erlösung, 1983; 236-250.

57 Vgl. Gutierrez, G.: Erlösung bedeutet, „die Fülle der Liebe zu erlangen, d.h. in den Liebesfluss hineingenommen zu werden, der die trinitarischen Personen miteinander eint. Der Weg, der zu Fülle führt, kann demnach kein anderer sein als die göttliche [Liebe selbst, als Teilhabe an dieser Liebe, als Annahme des Geschenks, mit dem Geist explizit oder implizit sagen zu können: „Abba, Vater“ (Gal 4,6). Denn Annahme ist das letzte Fundament aller Brüderlichkeit unter den Menschen. Sünde bedeutet dagegen Abweisung von Liebe, Gemeinschaft und Brüderlichkeit und steter Widerspruch gegen den eigentlichen Sinn der menschlichen Existenz.“ (Theologie der Befreiung, 1979; 183f.).]

[S. 15, Z. 15-24]

Nach dieser Darlegung geschieht also Erlösung für den Menschen dadurch, daß ihm in Jesus Christus gezeigt wird, wie gottgemäßes, heilvolles Leben in dieser Welt aussieht und daß dieses im Tod und darüberhinaus den Menschen trägt, ihn also das gesamte Geschehen seines Lebens und Sterbens als sinnvoll erscheinen läßt. Erlösung im Sinne des christlichen Glaubens bedeutet dann nicht die Aufgabe der Freiheit und eine entsprechende Unterordnung unter den Willen Gottes bzw. Jesu Christi; sondern Erlösung im Sinne Jesu Christi meint gerade die Befreiung des Menschen zu sich selbst, das Einswerden mit sich selbst, oder, um es mit heute üblichen Schlagworten zu sagen: Selbstverwirklichung und Ganzheitlichkeit.33

[S. 18, Z. 18-20]

Erste und grundlegende Bedingung für das Erfahren und Geschehenlassen von Erlösung im christlichen Verständnis ist die Erfahrung des unbedingten Angenommenseins durch Gott in Jesus Christus: der Glaube.

[S. 19, Z. 19-23]

Mit dem Ausdruck >Sünde< hingegen ist sehr viel Grundlegenderes, Wichtigeres gemeint. Dieser Ausdruck nämlich markiert die Tatsache, daß wir erst angesichts der erfahrenen Liebe Gottes, also im Glauben und durch den Glauben, unser individuelles wie kollektives Zurückbleiben hinter dieser Liebe in Vergangenheit und Gegenwart erkennen.


33 Vgl. dazu auch: K. RAHNER, Das christl. Verständnis der Erlösung, in: DERS., Schriften z. Theologie XV (1983) 236-250.

47 Vgl. dazu auch G. GUTIERREZ, für den Erlösung darin besteht, "die Fülle der Liebe zu erlangen, d.h. in den Liebesfluß hineingenommen zu werden, der die trinitarischen Personen miteinander eint. Der Weg, der zur Fülle führt, kann demnach kein anderer sein als die göttliche Liebe selbst, als Teilhabe an dieser Liebe, als Annahme des Geschenks, mit dem Geist explizit oder implizit sagen zu können: >Abba, Vater< (Gal 4,6). Denn Annahme ist das letzte Fundament aller Brüderlichkeit unter den Menschen. Sünde bedeutet dagegen Abweisung von Liebe, Gemeinschaft und Brüderlichkeit und steter Widerspruch gegen den eigentlichen Sinn der menschlichen Existenz" (Theologie der Befreiung (Anm. 28) 183f).

Anmerkungen

Keine Quellenangabe; die Übernahme erfolgt bis in die Fußnoten hinein.

Sichter
(KnallErbse), fret

[93.] Jpm/Fragment 288 01 - Diskussion
Bearbeitet: 1. August 2012, 21:28 Fret
Erstellt: 31. July 2012, 09:59 (KnallErbse)
Fragment, Frohnhofen 1997, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
KnallErbse
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 288, Zeilen: 1-27
Quelle: Frohnhofen 1997
Seite(n): 5, 6, 8,19, 22, Zeilen: -
[Mit dem Ausdruck] „Sünde“ ist viel Grundlegenderes gemeint: Wir erkennen angesichts der erfahrenen Liebe Gottes, im Glauben und durch den Glauben, unser individuelles wie kollektives Zurückbleiben hinter dieser Liebe in Vergangenheit und Gegenwart.58

Aus biblischer Sicht vollziehen sich Erlösung und Befreiung prozesshaft in der jeweiligen konkreten Lebenssituation, sind aber keine punktuellen, den Menschen magisch in seinen Bann ziehende Ereignisse. Jahwe befreite das Volk Israel von der Sklaverei und führte es mit machtvollem Arm aus Ägypten heraus (Ex 6,6). Diese Grunderfahrung der Befreiung begründet im Dekalog nach den Weisungen Jahwes, niemanden zu versklaven oder zu unterdrücken, stattdessen selbst zu befreiten Menschen zu werden: „Denk daran, dass du Sklave gewesen bist in Ägypten und dass Jahwe, dein Gott, dich von dort befreit hat“ (Dt 24,17f; 15,12-15). Die Heilungen und Heilstaten Jesu im Neuen Testament stellen unter Beweis, dass die angebrochene Herrschaft der Güte Gottes nicht nur den seelischen Bereich des einzelnen, sondern auch die Leiblichkeit und Gemeinschaft bzw. Gesellschaft betrifft. Dies wird besonders in den Krankenheilungen Jesu sichtbar, in seiner außerordentlichen Zuwendung zu den Armen, Kranken und Sündern, selbst zu Judas Iskariot im Jüngerkreis, der ihn verriet, indem er diese versöhnend und heilend zusammenführt (Lk 6,15; Mk 2,14). Für letztere geht er sogar in den Tod, um Menschen von allem Unheil an Leib-Geist-Seele zu befreien, zu heilen und zu erlösen. Diese neuen Verhaltensweisen, von denen er in der Bergpredigt spricht (Mt 5,1-7), schaffen ein angstfreies und versöhnendes Miteinander.

Die Erlösung der Menschen und der ganzen Schöpfung (universale Erlösung) soll Recht und Gerechtigkeit, Befreiung und Aufrichtung für die [Armen, Kranken und Notleidenden bringen (Jes 61; Jer 23,5f; Ps 72) und die Erde soll reiche Frucht hervorbringen (Jes 29,17; 32,15), so dass die tägliche Sorge ein Ende hat.]


58 Vgl. Spaemann, R.: „Sünde“ wird von ihm interpretiert „als ein schuldhaftes Bleiben des Menschen in einer „Natürlichkeit“, die gerade dadurch unnatürlich wird, dass sie sich nicht, wie es in ihrer Anlage liegt (auf Gott hin) transzendiert.“ in: Schönborn, Ch.: Zur kirchlichen Erbsündenlehre. Stellungnahme zu einer brennenden Frage (Kriterien 87), Einsiedeln 1991; 41-66, hier 65.

[S. 19, Z. 19-26]

Mit dem Ausdruck >Sünde< hingegen ist sehr viel Grundlegenderes, Wichtigeres gemeint. Dieser Ausdruck nämlich markiert die Tatsache, daß wir erst angesichts der erfahrenen Liebe Gottes, also im Glauben und durch den Glauben, unser individuelles wie kollektives Zurückbleiben hinter dieser Liebe in Vergangenheit und Gegenwart erkennen.48 Erst angesichts der Liebe Gottes wird uns deutlich, wie sehr wir selbst in kleinen wie in großen Taten, zumeist jedoch in Unterlassungen, hinter dieser Liebe zurückbleiben, ja je mehr wir von der Liebe Gottes erfahren, desto deutlicher erkennen wir unsere Sünde, unsere immer noch bestehende Trennung von dieser Liebe.

[S. 5, Z. 38-45]

Auch aus biblischer Perspektive ist Erlösung nämlich kein punktuelles, den Menschen magisch in seinen Bann ziehendes Ereignis; sondern Erlösung und Befreiung vollziehen sich prozeßhaft in der konkreten Lebensgeschichte. Vor allem das Volk Israel erzählt von seiner Geschichte als einem zentralen Erfahrungsfeld Jahwes und seines befreienden Wirkens. Besonders hervorgehoben wird hierbei bekanntlich Jahwes Einlösung seines Versprechens, sein Volk aus dem Frondienst in Ägypten herauszuführen, von der Sklavenarbeit zu befreien und mit ausgestrecktem Arm zu lösen (Ex 6, 6).

[S. 6, Z. 7-11]

Mit dieser Grunderfahrung der Befreiung wird der Dekalog begründet sowie die Weisung Jahwes, niemand zu unterdrücken oder zu übervorteilen, sondern stattdessen auf vielfältige Weise auch selbst zum go´el zu werden: "Denke daran, daß du Sklave gewesen bist in Ägypten und daß Jahwe, dein Gott, dich von dort befreit hat" (Dtn 24,17f; 15,12-15).

[S. 8, Z. 1-7]

[Jesu Taten zeigen sehr deutlich, daß die anbrechende Herrschaft der Güte Gottes nicht nur den seelischen Bereich des einzelnen,] sondern auch die Leiblichkeit und Gemeinschaft der Menschen betrifft. Das wird besonders sichtbar in Jesu Krankenheilungen, in seiner anstoßerregenden Zuwendung zu den >notorischen Sündern< und auch in seinem Jüngerkreis, der selbst Feinde - Zöllner und Zelot - versöhnend zusammenführt (Mk 2,14; Lk 6,15). Im Umkreis Jesu werden so die neuen Verhaltensweisen, von denen Jesus spricht (z.B. Mt 5-7), bereits möglich und wirklich, wird versöhntes, gewalt- und angstfreies Miteinander anfanghaft realisiert.

[S. 22, Z. 10-16]

Nach der Exilskatastrophe verheißen einige Propheten eine universale Erlösung durch das universale Herrwerden Jahwes, das Recht und Gerechtigkeit, Befreiung und Aufrichtung für die Armen und Gedrückten bringen soll (Jes 61; Jer 23,5f; Ps 72). Es wird zum Einschmelzen der Waffen und zum Frieden unter den Völkern führen (Mi 4,1-4; Jes 2,2-5; 25,6-12). Die Erde aber soll über das Lebensnotwendige hinaus überreiche Frucht bringen (Joel 2,19.24; 3,18; Jes 29,17; 32,15), so daß die tägliche Sorge ein Ende hat.


48 Vgl. auch R. SPAEMANN, der >Sünde< interpretiert "als ein schuldhaftes Bleiben des Menschen in einer >Natürlichkeit<, die gerade dadurch unnatürlich wird, daß sie sich nicht, wie es in ihrer Anlage liegt (auf Gott hin) transzendiert" (Über einige Schwierigkeiten mit der Erbsündenlehre, in: Ch. SCHÖNBORN u.a., Zur kirchlichen Erbsündenlehre. Stellungnahmen zu einer brennenden Frage (Kriterien 87) Einsiedeln 1991, 41-66, hier 65).

Anmerkungen

Zusammengestellt aus der nichtgenannten Quelle. Letzter Teil stark komprimiert.

Sichter
(KnallErbse), fret

[94.] Jpm/Fragment 289 01 - Diskussion
Bearbeitet: 1. August 2012, 21:44 Fret
Erstellt: 31. July 2012, 10:10 (KnallErbse)
Fragment, Frohnhofen 1997, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
KnallErbse
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 289, Zeilen: 1-18
Quelle: Frohnhofen 1997
Seite(n): 22, Zeilen: -
[Die Erlösung der Menschen und der ganzen Schöpfung (universale Erlösung) soll Recht und Gerechtigkeit, Befreiung und Aufrichtung für die] Armen, Kranken und Notleidenden bringen (Jes 61; Jer 23,5f; Ps 72) und die Erde soll reiche Frucht hervorbringen (Jes 29,17; 32,15), so dass die tägliche Sorge ein Ende hat.

In der frühen Apokalyptik (noch vor dem 2. Jh. v. C.) nimmt die Heilshoffnung kosmische Ausmaße an: Jahwe wird „einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen.“ (Jes 65,17; 66,22), wo es kein Wehklagen mehr gibt (Jes 65,19f). Die gesamte Schöpfung wird also in die Erlösung einbezogen (vgl. Jes 11,6-35)59. Erlösungshoffnung und Überwindung von Krankheit, Leid, Not und Tod drücken sich darin aus: wenn Jahwe sich als der eine und einzige Herr (Dtn 6,4) über Himmel und Erde erweist, dann wird er auch mit der Realität von Krankheit, Leid, Not und Tod fertig werden. Der Sieg über den Tod (Jes 25,8), die Rettung der Toten und ihre Teilhabe am endgültigen Heil (Jes 26,19; Dan 12,1-4; Ps 22,28-30) sind Entfaltung des Glaubens an Jahwe, an seine unbegrenzte Schöpfermacht und seinen verlässlichen Heilswillen. Im Blick auf das gesamte Leben, Sterben und Auferstehen Jesu Christi können wir neue Hoffnung gewinnen, dass auch unser sündhaftes Leben vor Gott nicht verloren geht, sondern aufgehoben sein wird in der unendlichen Liebe Gottes.


59 Vgl. Schmitz, P.H.: Erlöste Schöpfung, in: Lebendige Seelsorge 37,1986; 8-12.

[S. 22, Z. 10-30]

Nach der Exilskatastrophe verheißen einige Propheten eine universale Erlösung durch das universale Herrwerden Jahwes, das Recht und Gerechtigkeit, Befreiung und Aufrichtung für die Armen und Gedrückten bringen soll (Jes 61; Jer 23,5f; Ps 72). Es wird zum Einschmelzen der Waffen und zum Frieden unter den Völkern führen (Mi 4,1-4; Jes 2,2-5; 25,6-12). Die Erde aber soll über das Lebensnotwendige hinaus überreiche Frucht bringen (Joel 2,19.24; 3,18; Jes 29,17; 32,15), so daß die tägliche Sorge ein Ende hat. Im Übergang von der späten Prophetie zur frühen Apokalyptik (ca. 5.-2. Jh. vC.) nimmt die Heilshoffnung kosmische Ausmaße an: Jahwe wird >einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen< (Jes 65,17; 66,22), wo es kein Wehklagen mehr gibt (Jes 65,19f), wo Mensch und Tier friedlich zusammenleben (vgl. Jes 11,6-9; 65,17-25): Die gesamte Schöpfung wird also in die Erlösung einbezogen (vgl. Jes 35)56.

[...] Wenn Jahwe sich als der eine und einzige Herr (Dtn 6,4) über Himmel und Erde erweisen soll, dann - so ist der Glaube - muß er auch mit der Realität des Todes fertig werden. Der Sieg über den Tod (Jes 25,8), die Rettung auch der Toten und ihre Teilhabe am endgültigen Heil (Jes 26,19; Dan 12,1-4; Ps 22,28-30 u.a.) sind deshalb folgerichtige Entfaltung des Glaubens an Jahwe, an seine unbegrenzte Schöpfungsmacht und seinen verläßlichen Heilswillen.

[S. 22, Z. 37-40]

Nur im Blick auf das gesamte Leben, Sterben und Auferstehen Jesu Christi können wir also neue Hoffnung gewinnen, daß auch unser sündhaftes Leben vor Gott nicht verloren sein wird, sondern dereinst aufgehoben sein wird in der unendlichen Liebe Gottes.


56 Vgl. Ph. SCHMITZ, Erlöste Schöpfung, in: Lebendige Seelsorge 37 (1986) 8-12.

Anmerkungen

Fortsetzung des vorherigen Fragments. Man beachte, dass die möglicherweise leicht ungebräuchliche Abkürzung "Ph." in Ph[ilipp] Schmitz zu P.H. Schmitz wurde.

Sichter
(KnallErbse), fret

[95.] Jpm/Fragment 290 05 - Diskussion
Bearbeitet: 7. January 2014, 23:37 Schumann
Erstellt: 31. July 2012, 09:14 (KnallErbse)
Fragment, Frohnhofen 1997, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
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KnallErbse
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 290, Zeilen: 5-23, 28-32
Quelle: Frohnhofen 1997
Seite(n): 20, 21, Zeilen: 22-33, 38-45; 1-4, 14-21
„Wäre ich so bereit und fände Gott soweit Raum in mir, wie in unserem Herrn Jesus Christus, er würde mich ebenso völlig mit seiner Flut erfüllen. Denn der Heilige Geist kann sich nicht enthalten, in all das zu fließen, wo er Raum findet, und soweit, wie er Raum findet.“60 Wenn Menschen sich auf diese Weise in die göttliche Liebe hinein nehmen lassen und aus dem Erlösungsbewusstsein leben, werden sie selbst zu einem fruchtbaren Acker für Gottes Heilswirken in dieser Welt. So sehr wir uns nach Erlösung bzw. Befreiung von Sünde, Krankheit, Armut und Not als unverdientes Geschenk Gottes sehnen, so sehr wird die Liebe Gottes für und durch uns nur wirksam, soweit wir uns ihr öffnen und ihr positives Wirken an uns geschehen lassen. Das Offensein für die erlösende Liebe Gottes bedeutet nicht, die eigenen egoistischen Ziele und Lebenspläne realisieren zu wollen, sondern uns grundsätzlich in all unseren Entscheidungen auf den Weg Gottes und seine Ziele mit uns einzulassen. Dies führt dazu, dass wir jedes „Anklammern“ an Geschaffenes - Menschen, Tiere, materielle Güter, berufliche Tätigkeiten und Konsumgewohnheiten - aufgeben und unser Leben in die Hände Gottes geben können, der es im Geiste seiner Liebe umformt und für das Reich Gottes fruchtbar werden lässt. [...] Das Unheil, das sogenannte Böse,61 das wir im Alltag abzuschirmen, auszugrenzen und zu bekämpfen versuchen, zeigt sich nach den Worten des Hl. Augustinus aus der größeren Perspektive der göttlichen Liebe als Mangel an Vollkommenheit. Bezogen auf Armut, Krankheit, Leid und Not, brauchen wir es immer weniger auszugrenzen und abzuspalten, son[dern können es mehr und mehr als von Gott in Jesus Christus in und außerhalb von uns tatsächlich Zugestoßenes und damit in Gutes zu Verwandelndes auch selbst annehmen.]

60 Meister Eckhart: Predigt 81, in: Deutsche Werke 3, Stuttgart 1976; 396.

61 Vgl. Hünermann, P.: Erlöse uns von dem Bösen. Theologische Reflexion auf das Böse und die Erlösung vom Bösen, in: THQ 161 (1982); 317-329, sowie Hidber, B.: Das Böse und seine Überwindung. Die christliche Position angesichts humanwissenschaftlicher Tendenzen, in: ThdG 25, 1982; 94-103.

"Wäre ich so bereit und fände Gott soweit Raum in mir, wie in unserem Herrn Jesus Christus, er würde mich ebenso völlig mit seiner Flut erfüllen. Denn der Heilige Geist kann sich nicht enthalten, in all das zu fließen, wo er Raum findet, und soweit, wie er Raum findet."52 Wo nun Menschen sich in die Dimension der göttlichen Liebe auf diese Weise hineinnehmen lassen und aus dem daraus resultierenden Erlösungsbewußtsein leben, werden sie selbst zu einem fruchtbaren und nützlichen Acker für Gottes heilendes Wirken in der Welt. So sehr uns also einerseits die Erlösung und Befreiung von der Sünde, d.h. von der Trennung von Gott, unverdientes und nicht herstellbares Geschenk ist, so sehr wird sie andererseits für und durch uns nur wirksam, insoweit wir uns ihr öffnen und ihr positives Wirken - etwa in der Anschauung unserer eigenen Sünde - auch geschehen lassen.

[...]

Ja das Offensein für die erlösende Liebe Gottes bedeutet gerade, nicht die eigenen, die selbstgezimmerten Vorstellungen über die für uns wichtigen und notwendigen Lebensinhalte und -wege in den Mittelpunkt stellen, sondern es bedeutet, uns grundsätzlich in all unseren Entscheidungen auf den im Geiste Gottes erfahrenen Weg und seine Ziele mit uns einzulassen. Dies kann und muß dazu führen, daß wir jedes ängstliche uns Anklammern an bestimmte Menschen, Orte, Tätigkeiten, Konsumgewohnheiten usw. aufgeben und stattdessen unser Leben ganz in die Hand dessen geben, der es im

[S. 21]

Geiste seiner Liebe umschmelzen und für das Reich Gottes fruchtbar machen möchte. Just in diesem - sicher auch schmerzhaften - Prozeß erfahren wir aber die Erlösung von der Abhängigkeit von vielen Einzelheiten und Kleinigkeiten in unserem Leben, erfahren wir Erlösung und Befreiung.

[...]

Das sogenannte Böse,53 gegen das wir in unserem alltäglichen Lebenszusammenhang uns oft abzuschirmen, es auszugrenzen und zu bekämpfen suchen, erweist sich aus der größeren Perspektive der göttlichen Liebe dann zunehmend als - wie Augustinus es bereits gesagt hat - Mangel an Vollkommenheit. Wir brauchen es - in und außer uns - immer weniger auszugrenzen und abzuspalten und können es mehr und mehr - so schwer es uns teilweise fällt - als von Gott in Jesus Christus in und außer uns tatsächlich Angenommenes und damit in Gutes zu Verwandelndes auch selbst annehmen.


49 Vgl. zuletzt: R. SCHWAGER, Evolution, Erbsünde und Erlösung, in: ZKTh 117 (1995) 1-24.

50 Vgl. dazu: A. SCHMIED, Erlösung als Befreiung vom Zwang zur Selbstrechtfertigung, in: ThdG 25 (1982) 76-83.

51 Vgl. P.M. ZULEHNER, Glückserwartung und Erlösung, in: Lebendige Seelsorge 37 (1986) 1-8.

52 MEISTER ECKHART, Predigt 81, in: DERS., Deutsche Werke 3, Stuttgart 1976, 396.

Anmerkungen

Lange Übernahme. Quelle wird nirgendwo in der Arbeit zitiert und auch nicht im Literaturverzeichnis genannt.

Sichter
(KnallErbse), fret

[96.] Jpm/Fragment 291 04 - Diskussion
Bearbeitet: 7. September 2012, 12:45 Fret
Erstellt: 1. August 2012, 18:45 (Fret)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Merklein 1998, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
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fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 291, Zeilen: 4-30
Quelle: Merklein 1998
Seite(n): 60, 61, Zeilen: 5-16, 28-34; 1-6, 8-11, 19-29
2.4 Befreiung und Rettung von allem Unheil durch Christus

Das „Bewirken“ des „Heils“ und „Erschaffen“ des „Unheils“ unter-streicht, dass Gott dem Unheil nicht passiv gegenüber steht. Das Unheil, das Menschen und Völker trifft, kann auch von Gott zugelassenes Mittel sein, um Geschichte zu gestalten und zu lenken.

(5) Ich bin der Herr, und sonst niemand;
außer mir gibt es keinen Gott.
Ich habe dir den Gürtel angelegt,
ohne dass du mich kanntest,
(6) damit man vom Aufgang der Sonne
bis zu ihrem Untergang erkennt,
dass es außer mir keinen Gott gibt.
Ich bin der Herr und sonst niemand.
(7) Ich erschaffe das Licht und mache das Dunkel,
ich bewirke das Heil und erschaffe das Unheil.
Ich bin der Herr, der das alles vollbringt. (Jes 45,5-7)

Nach K. Ellingers Interpretation des Deuterojesaja folgt der Lauf der Geschichte einem dem Menschen zwar nicht einsichtigen, doch aber logischen bzw. theologischen Konzept und setzt darüber hinaus voraus, dass das Unheil letztlich sogar eine Heilsfunktion besitzt.62 Nach W.H. Schmidt bilden Unheils- und Heilsverkündigung trotz ihrer Grundver-schiedenheit nicht zwei unabhängige Teile, sondern eine übergreifende Einheit: „Heil vollzieht sich nur im Gericht.“63 Das Neue Testament spricht von Heil und Unheil bzw. Gericht und Heil in der Gerichtspredigt Johannes des Täufers, der Heilsverkündigung Jesu und im Kerygma des Paulus. Johannes gilt als Gerichtsprediger des Neuen Testaments,64 wobei das bevorstehende Gericht den Ausgangspunkt seiner Predigt darstellt.


62 Ellinger, K.: Deuterojesaja 40,1-45.7 (BK XI/1), Neukirchen-Vluyn 1978; 500.

63 Schmidt, W.H.: Zukunftsgewissheit und Gegenwartskritik. Grundzüge prophetischer Verkündigung (BSt 64), Neukirchen-Vluyn 1973; 85.

64 Ernst, J.: Johannes der Täufer. Interpretation – Geschichte - Wirkungsgeschichte (BZNW 53), Berlin, New York 1989; zur näheren Begründung vgl. Merklein, H.: Jesu Botschaft von der Gottesherrschaft (SBS 111), Stuttgart 1989; 27-33.

[S. 60, Z. 5-16, 28-34]
(5) Ich bin der Herr, und sonst niemand;
außer mir gibt es keinen Gott.
Ich habe dir den Gürtel angelegt,
ohne daß du mich kanntest,
(6) damit man vom Aufgang der Sonne
bis zu ihrem Untergang erkennt,
daß es außer mir keinen Gott gibt.
Ich bin der Herr, und sonst niemand.
(7) Ich erschaffe das Licht und mache das Dunkel,
ich bewirke das Heil und erschaffe das Unheil.
Ich bin der Herr, der das alles vollbringt.
(Jes 45,5-7)

[...]3 Entsprechend soll mit der Rede vom »Bewirken« des »Heils« und vom »Erschaffen« des »Unheils« die alles umfassende Geschichtssouveränität Gottes herausgestellt werden. Gott steht dem Unheil nicht passiv gegenüber, muß sich nicht reaktiv mit ihm arrangieren, um die Kontrolle über den Lauf der Geschichte zu behalten. Das Unheil, das die Menschen und Völker trifft, ist vielmehr ein positives, von Gott gewolltes und geschaffenes Mittel, um Geschichte zu [gestalten und zu lenken.]

[S. 61, Z. 1-6; 8-11, 19-29]

Auch in dieser Karl Eiliger verpflichteten Interpretation ist das Wort des Deuterojesaja noch aufregend genug. Denn es behauptet nicht nur, daß der Lauf der Geschichte einem dem Menschen zwar nicht einsichtigen, dennoch aber logischen bzw. theo-logischen Konzept folgt, sondern setzt darüber hinaus auch voraus, daß das Unheil letztlich sogar eine Heilsfunktion besitzt. [...]

Werner H. Schmidt betont, daß Unheils- und Heilsverkündigung trotz ihrer Grundverschiedenheit nicht in zwei unabhängige Teile auseinanderfallen, sondern eine sachliche Einheit bilden: »Heil vollzieht sich nur im Gericht«.4 [...]

Es beschäftigt sich mit der Frage, ob und wie auch im Neuen Testament Gericht und Heil zusammengedacht sind bzw. ob und wie auch dort der Gedanke eines heilsamen Gerichts vorkommt. Als Sondierungsfelder werden die Gerichtspredigt Johannes des Täufers, die Heilsverkündigung Jesu und das Kerygma des Paulus ausgewählt, wobei im einzelnen nicht die Erhebung des vollständigen, sondern des typischen Befundes angezielt ist.

I. Johannes der Täufer

1. Johannes gilt als der Gerichtsprediger des Neuen Testaments schlechthin7. Das bevorstehende Gericht ist der Ausgangspunkt seiner Predigt.


3 K. Eiliger, Deuterojesaja 40,1 - 45,7 (BK X I /1), Neukirchen-Vluyn 1978, 500.

4 IV. H. Schmidt, Zukunftsgewißheit und Gegenwartskritik. Grundzüge prophetischer Verkündigung (BSt 64), Neukirchen-Vluyn 1973, 85; konkret geht es an der Stelle um Hosea.

7 Aus der reichhaltigen Literatur zu Johannes sei hier nur auf zwei Titel verwiesen: J. Becker, Johannes der Täufer und Jesus von Nazareth (BSt 63), Neukirchen-Vluyn 1972; J. Ernst, Johannes der Täufer. Interpretation - Geschichte - Wirkungsgeschichte (BZNW 53), Berlin / New York 1989. Zur näheren Begründung der hier vorgetragenen Sicht vgl. H. Merklein, Jesu Botschaft von der Gottesherrschaft (SBS 111), Stuttgart 3., überarbeitete Aufl. 1989, 27-33.

Anmerkungen

Keine ausreichende Kennzeichnung.

Sichter
KnallErbse

[97.] Jpm/Fragment 292 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. September 2012, 13:03 Fret
Erstellt: 1. August 2012, 19:00 (Fret)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Merklein 1998, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 292, Zeilen: 1-26 (komplett)
Quelle: Merklein 1998
Seite(n): 62, 63. 64, Zeilen: 2-10, 12-20, 10-32
[Er] ist davon überzeugt, dass ganz Israel mit dem Gericht Gottes konfrontiert ist.65 Die Abrahamskindschaft lässt Johannes als Berufungsinstanz für kommendes Heil nicht gelten: „Meint nicht bei euch sagen zu können: Wir haben Abraham zum Vater!“(Mt 3,9a). Nach Johannes zielt die Taufe auf „Vergebung der Sünden“ (Mk 1,4) und damit auf die Reinigung Israels. Die Taufe „beseitigt…, die anthropologische Ursache des Gerichts. Fehlt diesem der Anlass, kann es ausbleiben.“66 Die Taufe besitzt zumindest indirekt auch soteriologische Kraft, sofern ihr Empfang von dem kommenden Gericht zu bewahren bzw. die Voraussetzung für den Heilsempfang zu schaffen vermag. „Die Dominanz des Zorns bleibt allerdings bewahrt.“67

Nach der Botschaft des Täufers kann niemand dem kommenden Zorn entgehen (Mt 3,8). Daher ist es nötig, der Umkehr würdige Früchte zu bringen. Umkehr zielt nicht auf das Entrinnen vor dem Zorn Gottes, sondern auf dessen Anerkennung und Bereitschaft, sich ihm zu stellen. Die „Frucht der Umkehr“ ist als das „erkennbare äußere Zeichen“ wohl mit der Taufe selbst zu identifizieren.68 Dem entspricht die Bezeichnung „Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden“ (Mk 1,4). So macht die Taufe nicht den kommenden Zorn gegenstandslos, sondern ist dessen Vorwegnahme und Vollzug. Dabei symbolisiert das Untertauchen im Wasser das Todesgericht über den Sünder.69 Diese Art von Gerichtsvollzug hat rettende und heilsame Wirkung – die Sünden sind vergeben (Mk 1,4), da der Sünder als ihr Verursacher vernichtet ist. Der aus dem Wasser Auftauchende ist neue Schöpfung und wird als Weizen bezeichnet, den der Kommende in seiner Scheune sammelt (Mt 3,12). Die Taufe bietet Neuschöpfung als reale Möglichkeit, so dass im vorweggenommen [Gericht Heil geschieht.]


65 Vgl. v. Dobbler, S.: Die Botschaft Johannes des Täufers und ihre Rezeption bei den Johannesjüngern im Rahmen der Theologiegeschichte des Frühjudentums (BBBB 70), Frankfurt a.M. 1988; 83-131.

66 Becker, J.: Johannes der Täufer und Jesus von Nazareth (BSt 63), Neukirchen-Vluyn 1972; 22.

67 Ebd.

68 Merklein, H.: Die Umkehrpredigt bei Johannes dem Täufer und Jesus von Nazareth, in: ders., Studien zu Jesus und Paulus (WUNT 43), Tübingen 1987; 109-126.

69 Die Symbolik des Wassers ist religionsgeschichtlich weit verbreitet. Für das AT vgl. zum Wasser als Symbol des Todes bzw. der Todesgefahr 2 Sam 22,5f; Ps 18,17; die Sintflutgeschichte Gen 6-9, den Durchzug durch das Rote Meer mit dem Gericht über die Ägypter Ex 14,15, bes. 15,7,8-10.

[S. 62 Z. 2-10]

Die Anrede »Schlangenbrut« steht im Gegensatz zur (physischen) Abrahamskindschaft, die Johannes als Berufungsinstanz für ein kommendes Heil nicht mehr gelten läßt: »Meint nicht bei euch sagen zu können: Wir haben Abraham zum Vater!« (Mt 3,9a par). [...] Wohl im Gefolge deuteronomistischer Verkündigung ist Johannes davon überzeugt, daß ganz Israel mit dem Gericht Gottes konfrontiert ist.

[S. 63, Z. 12-20]

Im übrigen zielt die für Johannes so typische Taufe, die ihm den Beinamen »der Täufer« eingetragen hat, auf die »Vergebung der Sünden« (Mk 1,4) und damit auf die Reinigung Israels. Die Taufe »beseitigt. . . die anthropologische Ursache des Gerichts. Fehlt diesem der Anlaß, kann es ausbleiben«. Die Taufe besitzt also zumindest indirekt auch soteriologische Kraft, sofern ihr Empfang vor dem kommenden Gericht zu bewahren bzw. die Voraussetzung für den Heilsempfang zu schaffen vermag. »Die Dominanz des Zorns bleibt« allerdings »gewahrt«.

[S. 64 Z. 10-32]

Weil niemand dem kommenden Zorn Gottes entrinnen kann, ist es nötig, würdige Frucht der Umkehr zu erbringen, wobei deren Inhalt sich dann auch von V. 7b her bestimmt. Umkehr zielt nicht auf das Entrinnen vor dem Zorn Gottes, sondern auf dessen Anerkennung und die Bereitschaft, sich ihm zu stellen. Die »Frucht der Umkehr« als das geforderte »erkennbare äußere Zeichen« ist wohl mit der Taufe selbst zu identifizieren. Dazu würde auch die Bezeichnung »Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden« (Mk 1,4) passen19. Die Taufe will also nicht den kommenden Zorn Gottes gegenstandslos machen, sondern ist dessen Vorwegnahme und Vollzug. Das Untertauchen im Wasser, das der Täufling passiv (!) an sich geschehen läßt, symbolisiert das Todesgericht über den Sünder. Eben dieses Todesgericht hat aber positive Wirkung. Die Sünden sind vergeben (vgl. Mk 1,4), weil der Sünder als ihr Verursacher vernichtet ist. Was aus dem Wasser auftaucht, ist neue Schöpfung, ist Weizen, den der Kommende in seine Scheune sammelt (Mt 3,12ba par). Die Drohung, daß Gott aus toten Steinen dem Abraham Kinder erwecken könne (Mt 3,9b par), ist daher nicht nur eine fiktive Möglichkeit, um die Treue Gottes angesichts seines Zorns über Israel wahren zu können. Die darin angesprochene Neuschöpfung bietet Johannes mit seiner Taufe vielmehr auch als reale Möglichkeit an. Die symbolische Unterstellung unter das Todesgericht in der Taufe eröffnet die Möglichkeit neuer Schöpfung. Im vorweggenommenen Gericht geschieht Heil.

Anmerkungen

Der Verweis auf Merklein bezieht sich auf einen anderen Aufsatz in einem früheren Aufsatzband.

Sichter
KnallErbse

[98.] Jpm/Fragment 293 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. September 2012, 12:49 Fret
Erstellt: 23. August 2012, 13:19 (Fret)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Merklein 1998, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 293, Zeilen: 1-30
Quelle: Merklein 1998
Seite(n): 65-67, Zeilen: 22-35, 9ff, 1-6
Wer sich dem Gericht Gottes stellt, wird neu geschaffen, wer ihm auszuweichen sucht, kommt um. In ihm wird der Realität der sündigen menschlichen Existenz Rechnung getragen und das Heil als die allein Gott mögliche Schöpfungstat in der Begegnung des Menschen mit dem Heiligen erwartet.70

Wie der Täufer das Gericht, so verkündet Jesus das Heil: „Nahe gekommen ist die Gottesherrschaft“ (Mk 1,15; Mt 10,7) und übernimmt die Prämisse des Täufers, dass alle umkommen, wenn sie nicht umkehren (LK 13,3-5).71 Umkehr vollzieht sich dabei nicht in der Übernahme des Gerichts, wie bei Johannes, sondern in der Annahme der Heilsbotschaft. In diesem Kontext wird das Gericht über den Satan ausdrücklich betont: „Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen“ (Lk 10,18). Der Ankläger der Sünder ist gestürzt, so dass Jesus dem Volk Israel allgemeinen Schulderlass gewährt. In den Begegnungen und der Tischgemeinschaft mit Zöllnern und Sündern bringt Jesus den Heilsentscheid Gottes symbolisch zum Ausdruck und verkündet dem Volk Israel eschatalogisches Heil: „Selig die Armen, denn ihnen gehört die Gottesherrschaft“ (Lk 6,20b). Jesus etablierte das Reich Gottes, indem er durch Wunder und Zeichen wirkte, Kranke heilte und Dämonen austrieb (Lk 11,20). Das Gericht wird aber denen angedroht, die das Heilsangebot nicht annehmen.72 Aufgrund der vorliegenden, verschiedenen Sinndeutungen des „Gerichts“ handelt es sich um ein komplexes Verständnis und einen konditionalen Charakter der Gerichtsaussagen.

Jesus ist sich bewusst, dass das anbrechende Heil unheile Strukturen der Welt nicht einfach verschwinden lässt. Die Heilsbotschaft schafft nicht nur Frieden, sondern auch Feindschaft, sogar „Hass“ gegenüber den eigenen Angehörigen (Lk 14,26) und Entzweiung der Familien (Lk 12,52). Jesus ist nicht nur mit der Absicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern auch das Schwert (Mt 10,34); Feuer wollte er auf die Erde werfen (Lk 12,49). Möglicherweise setzte Jesus bei seinen Jüngern die Bereit[schaft zum Martyrium voraus (Lk 14,27; [...] ]


70 Vgl. Merklein, H.: Gericht und Heil. Zur heilsamen Funktion des Gerichts bei Johannes dem Täufer, Jesus u. Paulus, in:J ahrbuch für Biblische Theologie, Bd. 5, Schöpfung und Neuschöpfung, Neukirchener 1990; 76.

71 Vgl. Die Rede von der bösen Generation, Mk 8,12; Lk 11,29 par Mt 12,39.

72 Zum konditionalen Charakter der Gerichtsaussage, vgl. Merklein, H.: Die Gottesherrschaft als Handlungsprinzip. Untersuchungen zur Ethik Jesu (fzb 34), Würzburg 1984; 146-149.

[S. 65, Z. 22-24, 31-35]

Grundlegend ist beide Male aber der Gerichtsgedanke: Wer sich dem Gericht Gottes stellt, wird neugeschaffen, wer ihm auszuweichen sucht, kommt um. [...] In äußerster Ernsthaftigkeit wird der Realität der (sündigen) menschlichen Existenz Rechnung getragen und das Heil in letzter Konsequenz als die allein Gott mögliche Schöpfungstat in der für den Menschen immer tödlichen Begegnung mit dem Heiligen erwartet.

[S. 66, Z9ff]

Wie der Täufer das Gericht, so verkündet Jesus jetzt apodiktisch das Heil: »Nahegekommen ist die Gottesherrschaft« (Mk 1,15; Mt 10,7 par). Zwar weiß auch Jesus um die Sünde Israels; er teilt die Prämisse des Täufers, daß alle umkommen, wenn sie nicht umkehren (Lk 13,3.5)24. Doch konkretisiert sich diese Umkehr nicht in der Übernahme des Gerichts wie bei der Taufe des Johannes, sondern in der Annahme der Heilsbotschaft. Ausdrücklich genannt und vorausgesetzt wird das Gericht über den Satan: »Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen« (Lk 10,18). Der himmlische Ankläger und Repräsentant der Sünde Israels ist gestürzt, der metahistorische Grund für die Verurteilung Israels ist damit entfallen, so daß Jesus von einem allgemeinen Schulderlaß, einer Art Generalamnestie, ausgehen kann. In Tischgemeinschaften und Begegnungen mit Zöllnern und anderen als Sünder eingestuften Menschen bringt Jesus diesen Heilsentscheid Gottes zeichenhaft zum Ausdruck und proklamiert das eschatologische Heil für das bei Johannes noch unter der akuten Gerichtsdrohung stehende Israel: »Selig die Armen, denn ihnen gehört die Gottesherrschaft« (Lk 6,20b par). Jetzt ist Heilszeit; jetzt geschieht, was Propheten und Könige ersehnt haben (Lk 10,23 par); jetzt erfüllt sich die Verheißung der Propheten (Lk 7,22f par). Wenn er, Jesus, Wunder vollbringt und Dämonen austreibt, dann ist die Gottesherrschaft schon präsent (Lk 11,20 par). Für das Gericht bleibt nurmehr ein konditionaler Platz. Es wird denen angedroht, die das Heilsangebot nicht annehmen. Selbstverständlich weiß auch Jesus, daß das anbrechende Heil die unhei[len Strukturen der Welt nicht einfach verschwinden läßt.]

[S. 67, Z. 1-6]

Zum Teil verstärkt es sie sogar. Die Heilsbotschaft schafft nicht nur Frieden, sondern auch Feindschaft. Sie führt zum »Haß« der eigenen Angehörigen (Lk 14,26 par) und zur Entzweiung der Familien (Lk 12,52f par)26. Insofern ist Jesus nicht gekommen, den Frieden zu bringen, sondern das Schwert (Mt 10,34 par); [...]

Anmerkungen

Keine Kennzeichnung.

Sichter
KnallErbse

[99.] Jpm/Fragment 294 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. September 2012, 13:13 Fret
Erstellt: 23. August 2012, 13:43 (Fret)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Merklein 1998, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 294, Zeilen: 1-29
Quelle: Merklein 1998
Seite(n): 67, 69, 70, 71, Zeilen: 6-13, 19-26; 3-15; 21-23, 26-28; 4, 11-14
[Möglicherweise setzte Jesus bei seinen Jüngern die Bereit]schaft zum Martyrium voraus (Lk 14,27; Mk 8,34) und rechnete selbst mit einem gewaltsamen Geschick: „Ich muss mit einer Taufe getauft werden, und ich bin sehr bedrückt, solange sie noch nicht vollzogen ist“ (Lk 12,50; Mk 10,38f). Der ursprüngliche Sinn dieses Wortes ist schwer zu erheben; zudem kann nicht ausgeschlossen werden, dass es aus dem tatsächlichen Geschick Jesu erschlossen ist.73

Wo das Gericht Gottes in der Botschaft Jesu ausdrücklich thematisiert wird, erscheint es als Konsequenz abgelehnten Heils, nicht aber als Voraussetzung und Ermöglichung des Heils. Somit ist die Predigt Jesu im Wesentlichen Ansage des von Gott her unbedingten eschatologischen Heils. Die Art des Redens von Gott ist nicht weniger beeindruckend als die Predigt des Täufers. Der Heilswille Gottes wird konsequent ernst genommen, so dass die Sündigkeit des Menschen zunächst kein Hindernis darstellt.74 Dabei taucht der Gedanke des heilsamen Gerichts noch am Ende des Wirkens Jesu auf, indem er seinen Tod als Lebenshingabe für „viele“ deutet, d.h. wohl für Israel. Hier kann es auf sich beruhen, ob die Abendmahlstradition (Mk 14,24; 1 Kor 11,23f; Lk 22,19f) oder Mk 10,45 traditionsgeschichtlich älter ist.75 Dabei ist inhaltlich wohl auf Jes 53 angespielt. Jesus trägt die Sünden Israels und gilt die Strafe ab, die eigentlich die Sünder treffen müsste. In diesem Sinne wird der Tod Jesu als Sühneopfer verstanden. Gerade so aber werden den Sündern das Heil und die Gerechtigkeit zuteil. Stellvertretend wird in Jesus das heilsame Gericht vollzogen. Allerdings wird die Authentizität der hier angesprochenen Überlieferungen sehr kontrovers beurteilt.76

In den paulinischen Heils- und Gerichtsvorstellungen wird zwischen Gericht und Heil wohl unterschieden. In Röm 1,17 und V.18 bildet die Rede von der Offenbarung der Gerechtigkeit Gottes eine Parallele zu der Offenbarung des Zornes Gottes. Dennoch ist das inhaltliche Verhältnis der beiden Verse in der Forschung umstritten.


73 Vgl. Oberlinner, L.: Todeserwartung und Todesgewissheit Jesu. Zum Problem einer historischen Begründung (SBB10), Stuttgart 1980; 98-101.

74 Merklein, H.: Gericht und Heil, in: Jahrbuch der Biblischen Theologie, 1990; 78.

75 Vgl. Grimm, W.: Die Verkündigung Jesu und Deuterojesaja (ANTJ 1), Frankfurt/M 1981; 231-276.

76 Vgl. Vögtle, A.: Offenbarungsgeschehen und Wirkungsgeschichte. Neutestamentliche Beiträge, Freiburg, Basel, Wien 1985; 141-167.

[S. 67, Z. 6-13, 19-26]

Möglicherweise hat Jesus bei seinen Jüngern Martyriumsbereitschaft vorausgesetzt (Lk 14,27 par; Mk 8,34) und vielleicht sogar selbst mit einem gewaltsamen Geschick gerechnet: »Ich muß mit einer Taufe getauft werden, und ich bin sehr bedrückt, solange sie noch nicht vollzogen ist« (Lk 12,50; vgl. Mk 10,38f). Der ursprüngliche Sinn dieses Wortes ist jedoch schwer zu erheben; zudem kann nicht ausgeschlossen werden, daß es erst aus dem tatsächlichen Geschick Jesu erschlossen ist. [...]

Wo das Gericht Gottes in der Botschaft Jesu ausdrücklich thematisiert wird, erscheint es als Konsequenz des abgelehnten Heils, nicht aber als Voraussetzung und Ermöglichung des Heils. Die Predigt Jesu ist im wesentlichen Ansage des von Gott her unbedingten eschatologischen Heils. Diese Art des Redens von Gott ist nicht weniger beeindruckend als die Predigt des Täufers. Der Heilswille Gottes wird so konsequent ernst genommen, daß die Sündigkeit des Menschen zunächst einmal belanglos wird.

[S. 69, Z. 3-15]

3. Etwas sichereren Boden betreten wir wieder mit Folgendem: Nach Ausweis unserer Quellen taucht der Gedanke heilsamen Gerichtes dann doch noch auf, nämlich am Ende des Wirkens Jesu, und zwar in der Form, daß Jesus seinen Tod als Lebenshingabe für »viele«, d.h. wohl für Israel, deutet. Dabei kann es hier auf sich beruhen, ob die Abendmahlstradition (Mk 14,24 par; vgl. 1 Kor ll,23f; Lk 22,19f) oder Mk 10,45 traditionsgeschichtlich älter ist. Inhaltlich ist wohl auf Jes 53 angespielt. Der Tod Jesu wird als Ersatzleistung, als Sühnopfer (אׇשׇׁם), verstanden. Jesus trägt die Sünden Israels und gilt die Strafe ab, die eigentlich die Sünder treffen müßte. Gerade so aber wird den Sündern Heil und Gerechtigkeit zuteil. Stellvertretend wird an Jesus das heilsame Gericht vollzogen. Die Authentizität der hier angesprochenen Überlieferungen wird allerdings sehr kontrovers beurteilt.

[S. 70, Z. 21-23, 26-28]

Selbstverständlich kann es hier nicht um den Versuch gehen, eine auch nur annäherungsweise vollständige Übersicht über die paulinischen Heils- und Gerichtsvorstellungen zu geben. [...] Immerhin zeigt diese Rede, daß Paulus zwischen Gericht und Heil sehr wohl unterscheidet und sogar definitiv unterscheiden kann.

[S. 71, Z. 4, 11-14]

1. Von der Terminologie her fällt der Blick zunächst auf Röm 1,17f. [...]

Parallel zur Offenbarung der Gerechtigkeit Gottes in V. 17 ist in V. 18 von der Offenbarung des Zorns Gottes die Rede, wobei die zweite Aussage die erste durch γαρ noch zu begründen scheint. Dennoch ist in der Forschung das inhaltliche Verhältnis der beiden Verse sehr umstritten.

Anmerkungen

Keine Kennzeichnugn dre zusammenfassenden Übernahme aus der Quelle.

Sichter
KnallErbse

[100.] Jpm/Fragment 295 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. September 2012, 12:58 Fret
Erstellt: 23. August 2012, 20:17 (Fret)
Fragment, Gesichtet, Jpm, Merklein 1998, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 295, Zeilen: 1-25
Quelle: Merklein 1998
Seite(n): 71,72, Zeilen: 23-29, 36-37; 1-20, 24-32
[Nach Paulus ist das Heil nicht] die Alternative zum Unheil, sondern dessen Aufhebung.77 Die Offenbarung des Zornes Gottes sollte auch Thema der gegenwärtigen Verkündigung sein. E. Käsemann stellt fest: „Die Weltgeschichte hat schon stets im Zeichen des Endgerichts und des Untergangs gestanden. Dies gilt nicht erst seit der Verkündigung des Evangeliums…, wird aber zugleich mit ihm offenbart.“78 Röm 1,18 bringt zum Ausdruck, dass in der Verkündigung der Zorn Gottes offenbar wird, der sich schon immer gegen den Sünder gerichtet hat und richtet und diesen sogar vernichtet. Wenn man Gott und den Sünder in ihrer elementaren Opposition als heilig und unheilig betrachtet, kann es von Gott her nur Zorn und für den Sünder nur Vernichtungsgericht geben. Insofern ist der Zorn Gottes auch Ausdruck seiner Heiligkeit als Gegensatz zum Heil des sündigen Menschen. Wenn der sündige Mensch aus dieser Konfrontation heil davon kommen soll, gelingt dies nur, indem Gott diese Elementarkonstellation heilsam modifiziert. In diesem Zusammenhang postuliert Paulus, dass der Zorn Gottes gegen alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit feststehe, im Evangelium offenbar werde und über sie einmal endgültig ergehe. Mit dieser intentionalen Zielsetzung der Offenbarung des allumfassenden göttlichen Zorns gewinnt die Aussage von Röm 1,18 überhaupt erst Profil. Zugleich wird deutlich, wo der objektive Grund für die im Evangelium angekündigte Offenbarung des Zornes Gottes liegt. Die Erkenntnis, dass alle Sünder sind, hat Paulus nicht aus der Empirie, sondern aus der Christologie, konkret vom Kreuz Christi her gewonnen.79 Christus, der uns vom Fluch des Gesetzes freigekauft hat, in dem er für die Menschen zum Fluch geworden ist (Gal 3,13), erweist die Menschen als Sünder.

77 Wilkens, U.: Der Brief an die Römer. Teilbd.1: Röm 1-5 (EKK VI/1), Zürich, Neu-kirchen-Vluyn 1987; 103.

78 Käsemann, E.: An die Römer (HNT 8a), Tübingen 1980; 34.

79 Vgl. Merklein, H.: Die Bedeutung des Kreuzestodes Christi für die paulinische Gerechtigkeits- und Gesetzesthematik, in: ders., Studien zu Jesus und Paulus (WUNT 43), Tübingen 1987; 1-106, hier 1-9.

[S. 71, Z. 23-29, 36-37]

Die Parallelität [...] ist notwendig, weil Paulus das Heil nicht als Alternative zum Unheil, sondern als dessen Aufhebung denkt«. Diese Würdigung, die in der Tendenz m.E. durchaus zutrifft, bedarf der Präzisierung. Denn gerade wenn es richtig ist, daß Paulus das Heil nicht als Alternative zum Unheil denkt, kann schwerlich im gleichen Atemzug gesagt werden, daß das Heil die Aufhebung des Unheils sei. [...]

Zutreffend ist, daß apokalyptetai (Präsens) sich auf »die Offenbarung des Zornes Gottes in gegenwärtiger Verkündigung« (wie in V. 17: en [auto = en to euangelio) bezieht.]

[S. 72, Z. 1-20, 24-32]

Zugleich gilt, was Ernst Käsemann festgestellt hat: »Die Weltgeschichte hat schon stets im Zeichen des Endgerichtes und des Unterganges gestanden. Das gilt nicht erst seit der Verkündigung des Evangeliums. . wird aber zugleich mit ihm offenbart.« Eben dies ist der Punkt, um den es V. 18 geht: In der Verkündigung wird der Zorn Gottes offenbar, der je schon immer sich gegen die Sünder gerichtet hat und richtet und diese vernichtet. In der Konstellation von Gott und Sünder kann es, wenn man sie in ihrer elementaren Opposition von heilig vs. unheilig betrachtet, von Gott her nur Zorn und für den Sünder nur das Vemichtungsgericht geben. Insofern ist der Zorn Gottes (als Ausfluß der Heiligkeit Gottes) der diametrale Gegensatz zum Heil des (sündigen) Menschen. Wenn der (sündige) Mensch aus dieser Konfrontation überhaupt heil davonkommen soll, dann nur so, daß Gott die angeführte Elementarkonstellation heilsam modifiziert. Aber wie? In diesem Zusammenhang ist es nicht unwesentlich zu wissen, inwiefern Paulus sagen kann, daß im Evangelium der Zorn Gottes offenbar wird. Daß Gottes Zorn gegen alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit feststeht und einmal endgültig über sie ergehen wird, ist eine (vor allem apokalyptische) Binsenweisheit. Dies zu offenbaren, bedarf es des Evangeliums nicht! [...]

Mit dieser (wenigstens intentionalen) Zielsetzung der Offenbarung eines alle umfassenden göttlichen Zorns gewinnt die Aussage von Röm 1,18 überhaupt erst Profil. Zugleich wird deutlich, wo die im Evangelium erfolgende Offenbarung des Zornes Gottes ihren objektiven Grund hat. Daß alle Sünder sind, ist eine Erkenntnis, die Paulus nicht aus der Empirie, sondern aus der Christologie, konkret vom Kreuz Christi her gewonnen hat. Christus, der für uns, die Menschen, zum Fluch geworden ist (Gal 3,13), erweist die Menschen als Sünder.

Anmerkungen

Keine hinreichende Kennzeichnung der zusammendfassenden Übernahme der Ausführungen Merkleins.

Sichter
KnallErbse

[101.] Jpm/Fragment 296 20 - Diskussion
Bearbeitet: 7. January 2014, 23:40 Schumann
Erstellt: 31. July 2012, 08:59 (KnallErbse)
Fragment, Frohnhofen 1997, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
KnallErbse
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 296, Zeilen: 20-34
Quelle: Frohnhofen 1997
Seite(n): 6, Zeilen: 32-47
Dem Volk Israel droht Unheil nicht nur von außen, sondern auch von innen. Das Unheil sitzt zugleich tief im Innern des Menschen. Ein gestörtes Verhältnis zu Gott zeigt sich zugleich in einer Störung der von Gott gegebenen äußeren Lebensordnung und sündhaften Lebenssituation. Aus diesem Grunde wird die Beseitigung der Störungsquelle und Störungen in der gemeinschaftlichen Lebensordnung durch Sühne notwendig als eine von Gott geschenkte Möglichkeit der Vergebung und des Neuanfangs. Gemäß der Erfahrungen Israels sind Erlösung und Heil Gaben Gottes, die in seiner Zuwendung, seinem rettenden Dasein und Helfen zum Ausdruck kommen. Israel erwartet deshalb nicht menschliche Heilbringer, sondern die rettende Ankunft Gottes. Es erfährt, dass nicht Macht und Gewalt die Mittel sind, mit denen Jahwe in dieser Welt gegenwärtig sein und herrschen will. Es entwickelt prophetisch-messianische Hoffnung82 auf ein neues, gewaltloses Idealkönigtum, das sich als Instrument der Heilsherr-schaft Jahwes erweisen soll, wobei die von Israel erlebte Herausführung [aus der Knechtschaft Ägyptens als Grunderfahrung des erlösenden Handelns Jahwes in Erinnerung gehalten wird.]

82 Vgl. Concilium 29, Heft I: Messias und Messianismus, 1993.

Für Israel droht Unheil aber nicht nur von außen, sondern es sitzt zugleich tief im Innern des Menschen. Das gestörte Verhältnis zu Gott zeigt sich in einer Störung der von Gott gegebenen äußeren Lebensordnung, d.h. in einer strukturell sündhaften Lebenssituation. Deshalb ist sowohl die Beseitigung der Störungsquelle als auch der Störungen innerhalb der gemeinschaftlichen Lebensordnung durch Sühne notwendig. Dies geschieht im sog. Sündenbockritus. Sühne ist dabei eine von Gott geschenkte Möglichkeit der Vergebung und des Neuanfangs. Erlösung und Heil sind nach Israels Erfahrung und Überzeugung Gabe Gottes: Frucht seiner Zuwendung, seines rettenden Kommens, seines helfenden Daseins und Herrwerdens. Die Erwartung Israels ist deshalb nicht in erster Linie auf menschliche Heilbringer gerichtet, sondern auf Gottes rettendes Kommen selbst. Aus der Tatsache nun, daß Israel allmählich lernt, daß nicht Macht und Gewalt die Mittel sind, mit denen Jahwe in dieser Welt gegenwärtig sein und herrschen will, wird später die prophetisch-messianische Hoffnung8 auf ein völlig neues, gewaltloses Idealkönigtum geboren, das sich vollständig als Instrument der Heilsherrschaft Jahwes erweisen soll.

8 Siehe dazu z.B.: CONCILIUM 29 (1993) Heft 1: Messias und Messianismus.

Anmerkungen

Die Quelle wird nicht genannt. In ihr wird auf S. 5 folgender Hinweis gegeben: "Dieser Abschnitt folgt sehr eng: H. KESSLER, Christologie, in: Th. SCHNEIDER (Hg.), Handbuch der Dogmatik I, Düsseldorf 1992, 241-442, 244-324." Trotzdem ist davon auszugehen, dass der Vf. aus Frohnhofen 1997 entnimmt, da z.B. der Verweis aus FN 8, der ebenfalls übernommen wurde, an der entsprechenden Stelle in Kessler 1992 (S. 254) nicht zu finden ist.

Sichter
(KnallErbse), fret

[102.] Jpm/Fragment 297 02 - Diskussion
Bearbeitet: 7. January 2014, 23:26 Schumann
Erstellt: 4. September 2012, 20:22 (KnallErbse)
Fragment, Frohnhofen 1997, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
KnallErbse
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 297, Zeilen: 2-32
Quelle: Frohnhofen 1997
Seite(n): 6, Zeilen: 3:24-27, 27-31, 41-45 , 5:15-18 , 6:3-4, 6, 15-25 - 13:1-3, 21:38-40
Aufgrund seines erlösenden Handelns erhält Jahwe den vielfach verwendeten Beinamen „Erlöser“ bzw. „Befreier“ Israels.83

Aufgrund materieller Nöte und Abhängigkeitsverhältnisse bittet Israel Jahwe in den Psalmen (Ps 103,4; 130,7) und Klageliedern (Klgl 3,58) um Unabhängigkeit, Gerechtigkeit und Freiheit. Individuelle Bitten um Erlösung aus Krankheit, Sünde und Todesgefahr werden im Gebet vor Gott gebracht, wobei sich die erbetene Erlösung im Hier und Jetzt in der Gemeinschaft der Mitmenschen vollzieht. Das Heil Jahwes basiert nicht individuell- oder gruppenegoistisch auf der Unterdrückung anderer, sondern vollzieht sich im Heil des ganzen Volkes in der Befreiung aus Unterdrückung, Armut, Krankheit, Leid und Not. Im Neuen Testament wird dies durch ein heilvolles Leben im Heiligen Geist, der uns durch Jesus Christus mitgeteilt wurde, zum Ausdruck gebracht. Hier schafft der Geist Gottes eine neue Gottesbeziehung, die uns nicht zu Sklaven, sondern zu Söhnen und Töchtern Gottes macht (Röm 8,14-16). Da wir oft nicht wissen, worum wir in rechter Weise beten sollen, nimmt sich der Geist Gottes unserer Schwachheit an und tritt selber für uns ein (Röm 8, 26; Joh 14,26); er ist unser Beistand (Paraklet) und erklärt uns, worin unser Heil besteht.

In der frühen Kirche wird Jesus Christus als „Seelenarzt“ und ganzheitlich orientierter Heiler verkündigt, dessen Heilung die Befreiung von Sünde mit einschließt.84 Darüber hinaus ist nach heutigem Verständnis ein wichtiger Aspekt von Heil und Heilung, dass diese als längerfristig sich vollziehende gottgewirkte spirituell-ganzheitliche Befreiungs- und Heilungsprozesse zu verstehen sind. Erst durch ein vom Geiste Gottes durchdrungenes Leben und in der Gemeinschaft derer, die in diesem Geiste leben, werden uns bislang nicht erkannte Fehlorientierungen in Lebenszielen und –haltungen bewusst und können abgebaut werden. Hierdurch erwächst das Bewusstsein um die tatsächlich heilsame Orientierung unseres Lebens. Wo auch immer Heilungsprozesse im kirchli-[chen, politischen, gesellschaftlichen oder partnerschaftlichen Bereich gelingen, vermitteln sie Kraft, Hoffnung und Zuversicht.]


83 Vgl. Heinemann, F.K.: Erlösung im Alten Testament, in: Theologie der Gegenwart 25, 1982; 42-55.

84 Vgl. Hark, H.: Jesus der Heiler – vom Sinn der Krankheit, Olten-Freiburg (Br.) 1988, sowie Kudlein, F.: Art Gesundheit, in: RAC X 937.

[Seite 6, Zeile 3-4, 6]

Jahwe erhält aufgrund dieses seines erlösenden Handelns den auch in späterer Zeit vielfach verwendeten [...] Beinamen >go´el Israel<, d.h. Erlöser bzw. Befreier Israels.6

[Seite 6, Zeile 15-25]

Das bedeutet, daß die durch materielle Not entstandenen Abhängigkeitsverhältnisse unter den Menschen gelöst und eine neue Unabhängigkeit, Gerechtigkeit und Freiheit geschaffen werden soll. Auch wenn an später formulierten Stellen, etwa in den Klageliedern (3,58) oder Psalmen (103,4; 130,7; 119,154) durchaus die individuelle Bitte um Erlösung etwa aus Krankheit, Sünde oder Todesgefahr im Gebet Gott vorgetragen wird, ist die erbetene Erlösung selbst eine solche, die sich im Hier und Jetzt und in der Gemeinschaft der Mitmenschen, vor allem auch nicht gegen diese, vollzieht. Dies bedeutet insgesamt: Es gibt kein individuelles oder gruppenegoistisches Heil Jahwes, das auf der Unterdrückung anderer aufgebaut sein könnte, sondern das Heil Jahwes ist vorrangig das Heil des ganzen Volkes und deshalb immer zuerst die Entlassung aus Armut und Unterdrückung.

[Seite 3, Zeile 41-45]

Dies wird neutestamentlich durch die Betonung unseres heilvollen Lebens im Heiligen Geist Gottes unterstrichen, der uns durch Jesus Christus mitgeteilt worden ist. Dieser Geist Gottes ist es, der uns ein neues Gottesverhältnis schafft, der uns nicht zu Sklaven, sondern zu Söhnen und Töchtern Gottes macht (vgl. Röm 8,14-16) [...].

[Seite 3, Zeile 24-27]

Darum - so heißt es - wissen wir nicht einmal, worum wir in rechter Weise überhaupt beten sollen; doch der Geist Gottes nimmt sich unserer Schwachheit an und tritt selber für uns ein; er ist uns Beistand und lehrt uns, worin unser Heil wirklich besteht (vgl. Röm 8,26f; Joh 14,26).

[Seite 12, Zeile 38-39, 40]

Ganz im Gegensatz etwa zu den apokryphen Schriften, in denen oftmals [...] Jesus gegenüber den gewöhnlichen Ärzten, die (nur) den Körper behandeln, als höher

[Seite 13, Zeile 1-3]

stehender >Seelenarzt< stilisiert wird, verkündigt die frühe Kirche Jesus Christus als den ganzheitlich orientierten Heiler, dessen Heilung die Befreiung von der Sünde mit einschließt.24

[Seite 5, Zeile 15-18]

Wichtigstes Moment eines heutigen Verständnisses von Erlösung - dies wurde oben bereits angedeutet - ist es, dieselbe als längerfristig sich vollziehende, gottgewirkte, ganzheitliche Heilungs- und Befreiungsprozesse zu verstehen [...].

[Seite 3, Zeile 27-31]

Erst mit dem Leben im Geiste Gottes, d.h. auch in der Gemeinschaft der im Geiste Gottes Lebenden werden mithin von uns selbst nicht durchschaute und durchschaubare Fehlorientierungen in unseren Lebenshaltungen und -strebungen bewußt und dann auch abgebaut, erst hierdurch erwächst in uns ein Bewußtsein um die tatsächlich heilsame Orientierung unseres Lebens.

[Seite 21, Zeile 38-40]

Wo immer solche Heilungsprozesse - im politischen, gesellschaftlichen, partnerschaftlichen Bereich - zeitweise und punktuell gelingen, haben sie aufmunternden, anstachelnden, neue Kraft, Hoffnung und Zuversicht vermittelnden Charakter [...].


6 Siehe dazu: F.K. HEINEMANN, Erlösung im Alten Testament, in: Theologie der Gegenwart 25 (1982) 42-55.

24 Vgl. dazu auch: H. HARK, Jesus der Heiler - Vom Sinn der Krankheit, Olten-Freiburg/Bg. 1988, sowie: F. KUDLIEN, Art. Gesundheit, in: RAC X 937.

Anmerkungen

Diese Seite ist komplett aus Frohnhofen 1997 zusammengesetzt. Hierzu werden die langen Sätze gerafft, umgestellt und oft auch um ganze Nebensätze gekürzt. Ein Satz-für-Satz-Vergleich macht die Verschleierung deutlich und belegt, dass hier keine eigenen Gedankengänge vorgetragen werden. Die Quelle wird nicht genannt.

Sichter
(KnallErbse) Schumann

[103.] Jpm/Fragment 298 03 - Diskussion
Bearbeitet: 8. January 2014, 00:24 Schumann
Erstellt: 6. September 2012, 20:24 (KnallErbse)
Fragment, Frohnhofen 1997, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
KnallErbse
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 298, Zeilen: 3-7
Quelle: Frohnhofen 1997
Seite(n): 21, Zeilen: 40-43
Wo solche Prozesse durch sündhaftes Verhalten Rückschläge erleiden oder vollständig misslingen, drücken sie uns nieder, nehmen die Hoffnung, erzeugen Hass und neue Unheil provozierende Konsequenzen im Leben der Menschen, in den politischen und wirtschaftlichen Systemen und in der Welt. [...] wo immer freilich solche Prozesse durch sündhaftes Verhalten Rückschläge erleiden oder gar vollständig mißlingen, hat diese Tatsache niederdrückende, Hoffnung nehmende, Haß erzeugende und damit neues Unheil provozierende Konsequenzen.
Anmerkungen

Quelle nicht angegeben. Übernahmen aus Frohnhofen auf dieser Seite im gleichen Stil wie auf den vorherigen Seiten. Die Argumentationsketten und Schlussfolgerungen werden ohne Verweis beibehalten.

Sichter
(KnallErbse) Schumann

[104.] Jpm/Fragment 298 11 - Diskussion
Bearbeitet: 8. January 2014, 00:25 Schumann
Erstellt: 6. September 2012, 20:30 (KnallErbse)
Fragment, Frohnhofen 1997, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
KnallErbse
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 298, Zeilen: 11-13
Quelle: Frohnhofen 1997
Seite(n): 20, Zeilen: 5-7
So können wir im Glauben die seelischen Wunden und Verletzungen annehmen und uns gegenseitig zeigen, ohne „das Gesicht zu verlieren“. Unsere - teilweise uns auch selbst zugefügten und von uns selbst zu verantwortenden - Wunden und Verletzungen können wir dann im Glauben annehmen und uns gegenseitig zeigen.
Anmerkungen

Quelle nicht angegeben. Übernahmen aus Frohnhofen auf dieser Seite im gleichen Stil wie auf den vorherigen Seiten. Die Argumentationsketten und Schlussfolgerungen werden ohne Verweis beibehalten.

Sichter
(KnallErbse) Schumann

[105.] Jpm/Fragment 298 16 - Diskussion
Bearbeitet: 8. January 2014, 00:25 Schumann
Erstellt: 6. September 2012, 20:33 (KnallErbse)
Fragment, Frohnhofen 1997, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
KnallErbse
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 298, Zeilen: 16-26
Quelle: Frohnhofen 1997
Seite(n): 3, 21, Zeilen: 3:37-40, 21:30-37
Wer in der Gemeinschaft mit Jesus lebt, dem schenkt er erfülltes Leben, für das auch der Tod nicht den Abbruch, sondern reifen Abschluss bedeutet (Ijob 5,26; Gen 25,8). Daher besteht das Lebensglück in der Gemeinschaft mit Gott, die auch der Tod nicht zerstören kann (Ps 73,23-28).

Dennoch verschließen wir uns aufgrund unserer Sündhaftigkeit immer wieder gegen das Heilsangebot Gottes, klammern uns an unseren eigenen Sicherheiten, Vorstellungen und Heilsplänen fest, und unser Heilwerden in Gott bleibt unvollkommen und vor Rückschlägen nicht gefeit. Erlösung geschieht in allmählich fortschreitenden und rückschlaggefährdeten ganzheitlichen Heilungsprozessen.

[Seite 3, Zeilen 37-40]

Wer in der Gemeinschaft mit Jahwe lebt, dem schenkt er ein erfülltes Leben, für das auch der Tod nicht Abbruch, sondern reifen Abschluß bedeutet (Ijob 5,26; Gen 25,8; 35,29). Das Lebensglück wird in der Gemeinschaft mit Gott gesehen, die auch der Tod nicht zerstören kann (Ps 73,23-28).

[Seite 21, Zeilen 30-37]

Angesichts unserer Sündhaftigkeit, die darin besteht, uns immer wieder gegen das Heilsangebot Gottes zu verschließen und uns demgegenüber doch an unseren eigenen Sicherheiten, Vorstellungen und Heilsplänen festzuklammern, bleibt unsere >Aneignung der in Jesus Christus geschehenen Erlösung<, unser tatsächliches Heilwerden in Gott stets unvollkommen und ist auch vor Rückschlägen nicht gefeit. Dies hat zur Folge, daß Erlösung - wenn überhaupt - in dieser Welt bestenfalls in allmählich fortschreitenden und stets rückschlaggefährdeten ganzheitlichen Heilungsprozessen vonstatten gehen kann.

Anmerkungen

Quelle nicht angegeben. Übernahmen aus Frohnhofen auf dieser Seite im gleichen Stil wie auf den vorherigen Seiten. Die Argumentationsketten und Schlussfolgerungen werden ohne Verweis beibehalten.

Sichter
(KnallErbse) Schumann

[106.] Jpm/Fragment 307 21 - Diskussion
Bearbeitet: 22. July 2012, 10:49 WiseWoman
Erstellt: 19. July 2012, 22:25 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÖRK 2007

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 307, Zeilen: 21-29
Quelle: ÖRK 2007
Seite(n): 52, Zeilen: 22-30
Das Wachstum der frühen Kirche im zweiten und dritten Jahrhundert war unter anderem auf die Tatsache zurückzuführen, dass das Christentum sich gegenüber den Gesellschaften im Mittelmeerraum als eine heilende Bewegung darstellte. Die Bedeutung der verschiedenen heilenden Dienste innerhalb der Kirche kommt in den frühen Missionsberichten im Neuen Testament zum Ausdruck. Viele Schriften der frühen Kirchenväter bekräftigen ebenfalls die zentrale Rolle der Kirche als eine heilende Gemeinschaft und verkündigen Christus gegenüber der hellenistischen Religiosität als den Heiler der Welt. Es lohnt sich, daran zu erinnern, dass das Wachstum der frühen Kirche im zweiten und dritten Jahrhundert unter anderem auf die Tatsache zurückzuführen war, dass das Christentum sich gegenüber den Gesellschaften im Mittelmeerraum als eine heilende Bewegung darstellte. Die Bedeutung der verschiedenen heilenden Dienste innerhalb der Kirche kommt in den frühen Missionsberichten im Neuen Testament zum Ausdruck. Viele Schriften der frühen Kirchenväter bekräftigen ebenfalls die zentrale Rolle der Kirche als einer heilenden Gemeinschaft und verkündigen Christus gegenüber der hellenistischen Religiosität als den Heiler der Welt.
Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt

Sichter
(Hindemith) Agrippina1

[107.] Jpm/Fragment 308 02 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 13:48 Fret
Erstellt: 21. July 2012, 09:23 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jakob 2007c, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 308, Zeilen: 2-8
Quelle: Jakob_2007c
Seite(n): 16, Zeilen: 10-16
Diese Tendenz setzte sich durch die Entwicklung der rein wissenschaftlichen Medizin mit vielfältigen therapeutischen Möglichkeiten fort. So löste sich die Medizin in der abendländischen Kultur aus der Bindung an die Theologie, wodurch es zu einer Trennung der Kompetenzbereiche kam. Daher wurde die Medizin für die physische Gesundheit im Sinne körperlichen Wohlbefindens verantwortlich, während sich die Theologie auf das Seelenheil konzentrierte. Diese Entwicklung wurde gefördert durch die Entwicklung der abendländischen Medizin zur reinen Naturwissenschaft mit immer mehr therapeutischen Möglichkeiten. So „emanzipierte“ sich die Medizin im abendländischen Kulturbereich aus der Bindung an die Theologie und kam es zu einer Trennung der Kompetenzen: Die Medizin wurde zuständig für die Gesundheit im Sinne körperlichen Wohlbefindens, während sich die Theologie auf das Seelenheil konzentrierte.1
Anmerkungen

Kein Quellenverweis trotz weitgehender Übereinstimmung, die sich nur in sprachlichen Veränderungen äußert. "Entwicklung" wird zu "Tendenz", "immer mehr" zu "vielfältigen" usw.

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb, fret

[108.] Jpm/Fragment 308 08 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 12:46 Graf Isolan
Erstellt: 22. July 2012, 00:52 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Werner 2007

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 308, Zeilen: 8-17
Quelle: Werner 2007
Seite(n): 25, 26, Zeilen: 29ff, 1-6
Weltweit betrachtet wachsen in den letzten Jahrzehnten diejenigen Kirchen und christlichen Erneuerungsbewegungen am raschesten, die eine charismatische Frömmigkeit entwickelt haben oder der Bedeutung von Heil und Heilung einen zentralen Stellenwert verleihen. Charismatisch-pfingstkirchliche Kreise sind aber durchaus nicht die einzigen, die sich mit Heilung durch den Glauben und Krankengebet beschäftigen – auch in der Orthodoxie, in katholischen und evangelischen Kirchen sowie wichtigen historisch gewachsenen Frühkirchen des Südens haben Heilungen und Heilungsliturgien eine herausragende Bedeutung. In weltweiter Perspektive betrachtet wachsen in den letzten Jahrzehnten diejenigen Kirchen und christlichen Erneuerungsbewegungen am raschesten, die sich entweder mit einem charismatisch-pentekostalen Frömmigkeitsprofil verbinden oder dem Zusammenhang von Heil und Heilung einen zentralen Stellenwert geben. Charismatisch-pfingstkirchliche Kreise

[Seite 26]

sind aber durchaus nicht die einzigen, die sich mit Glaubensheilung und Krankengebet beschäftigen – auch in der Orthodoxie, im Katholizismus sowie in wichtigen historischen Kirchen des Südens, [...], spielen Heilungen und Heilungsliturgien eine wichtige Rolle.2

Anmerkungen

kein Quellenverweis vorhanden

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb

[109.] Jpm/Fragment 308 18 - Diskussion
Bearbeitet: 22. July 2012, 22:46 WiseWoman
Erstellt: 19. July 2012, 15:33 (Hindemith)
Church of England 2007, Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 308, Zeilen: 18-38
Quelle: Church of England 2007
Seite(n): 32-33, Zeilen: -
Am Beginn des dritten Jahrtausends können wir feststellen, dass die verschiedenen Dienste der Heilung innerhalb der Kirche immer mehr zu ei-nem festen Bestandteil des öffentlich-kirchlichen als auch des persönlichen Glaubenslebens des Einzelnen geworden sind. Sie finden ihren Ausdruck in den christlichen Kirchen, z.B. in der Ökumene und im interdisziplinären Kooperationszusammenhang mit pflegerischen oder ärztlichen Diensten. Diese Gestaltungskriterien wurden als Antwort auf die Anliegen der Menschen und Organisationen entwickelt, die in heilenden Diensten tätig sind , und zwar für einen integralen Heilungsdienst der Kirche. Der Mensch gewordene Logos Gottes und der Heilungsdienst Jesu sind ein Zeichen für die Herrschaft Gottes, die mit Jesus seinen Anfang genommen hat. Jesus verkündigte das Reich Gottes in seinen Gleichnissen, in den Predigten (Bergpredigt), Gebeten, Handlungen. Er wirkte Heilung durch Zeichen und Wunder. Um sein Werk fortzusetzen, beauftragte er seine Jünger damit, sowohl für das Kommen des Reiches Gottes zu beten (Mt 6,10) als auch die Kranken zu heilen (Lk 9,1-6; 10,9). Seinem Auftrag entsprechend und dem Beispiel Jesu folgend heilten die Jünger Kranke und trieben die Dämonen aus. So geschahen Heilungen bereits in der frühen Christenheit und die Dienste der Heilung wurden bis in die Gegenwart hinein fortentwickelt. Der Heilungsdienst der Kirche gibt heute noch Zeugnis von der Barmherzigkeit Jesu, der den [Menschen heil und ganz werden lässt und setzt ein Zeichen für die Gegenwärtigkeit seines Reiches auf Erden.] Am Beginn des dritten Jahrtausend können wir feststellen, dass die verschiedenen Dienste der Heilung innerhalb der Kirche von England immer mehr zu einem festen Bestandteil des Alltags geworden sind – sei es dass sie im öffentlichen oder im mehr persönlichen Zusammenhang ihren Ausdruck finden, dass sie ökumenisch verantwortet werden oder im interdisziplinären Kooperationszusammenhang mit anderen pflegerischen oder ärztlichen Diensten. Diese Gesichtspunkte und Gestaltungskriterien für einen integralen Heilungsdienst der Kirche sind entwickelt worden in Antwort auf die Nachfrage von Menschen und Organisationen, die in heilenden Diensten tätig sind, und haben ihre Anliegen aufgenommen. [...]

Die Menschwerdung und der Dienst Jesu sind ein Zeichen für Gottes Herrschaft und den Beginn seines Reiches auf Erden. Jesus verkündigte das Reich Gottes in seinen Worten, in seinen Gleichnissen, in den Gebeten und durch die Zeichen und Wunder der Heilung. Er hat seine Jünger damit beauftragt, seinen Dienst fortzusetzen und sowohl für das Kommen des Reiches Gottes zu beten (Matthäus 6,10) als auch die Kranken zu heilen (Lukas 9,1-6; 10,9). In Entsprechung zu diesem Auftrag und dem Beispiel Jesu folgend haben seine Nachfolger Kranke geheilt, haben Heilungen in der frühen Christenheit stattgefunden und sind Dienste der Heilung bis

[Seite 33]

in die Gegenwart hinein fortentwickelt worden. Der Heilungsdienst der Kirche gibt Zeugnis von der Barmherzigkeit Jesu, der den Menschen heil und ganz werden lassen und Zeichen für die Gegenwärtigkeit seines Reiches auf Erden entstehen lassen möchte.

Anmerkungen

Quellenverweis fehlt, der zweite Abschnitt ("Die Menschwerdung") wurde auch auf Seite 280 verwendet.

Sichter
(Hindemith), WiseWoman

[110.] Jpm/Fragment 309 01 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 14:01 Fret
Erstellt: 19. July 2012, 19:48 (Hindemith)
Church of England 2007, Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 309, Zeilen: 2-10
Quelle: Church of England 2007
Seite(n): 33, Zeilen: 5-12
[Der Heilungsdienst der Kirche gibt heute noch Zeugnis von der Barmherzigkeit Jesu, der den] Menschen heil [...] In unserer modernen Gesellschaft, die hinsichtlich der Werte und Rahmenvorstellungen von Gesundheit und Heilung einem ständigen Prozess bzw. Wandel unterworfen ist, entfaltet sich der Heilungsdienst der Kirche. In dieser Situation möchte die Kirche sicherstellen, dass die verschiedenen heilenden Dienste im Rahmen der Diakonie von einer Haltung der Liebe gestaltet, geprägt und praktiziert werden, die wissenschaftlich begründet und verantwortet ist, sowie einen Raum schafft, in dem Menschen sich für spirituell-ganzheitliche Heilung in ihrem Leben öffnen können. Der Heilungsdienst der Kirche wird in der gegenwärtigen Gesellschaft entfaltet, in der sich die Werte und Rahmenvorstellungen von Gesundheit und Heilung in einem ständigen Prozess der Veränderung befinden. Die Antwort der Kirche von England auf diese Situation möchte sicherstellen, dass die verschiedenen heilenden Dienste in einer Weise ausgeführt und gestaltet werden, die theologisch begründet, verantwortet und von einer Haltung der Liebe geprägt sind, und dass sie einen Raum schaffen, in dem Menschen sich für die Wirklichkeit Gottes in ihrem Leben öffnen können.
Anmerkungen

Stark umgeschriebene Übernahme ohne Quellenverweis, in deren Verlauf die "Kirche von England" zu "die Kirche", die "Wirklichkeit Gottes in ihrem Leben" zur "spirituell-ganzheitlichen Heilung in ihrem Leben" und auch sonst nur stilistisch angeglichen und umformuliert wird. Wird als Verschleierung gewertet, da Fortsetzung von der Vorseite.

Sichter
(Hindemith), WiseWoman

[111.] Jpm/Fragment 315 01 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 13:26 Graf Isolan
Erstellt: 21. July 2012, 09:52 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jakob 2007c, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 315, Zeilen: 1-22
Quelle: Jakob_2007c
Seite(n): 20, Zeilen: 5-22
Dein Glaube hat dir geholfen.“ Dies bedeutet nicht, dass die anderen neun nicht körperlich geheilt sind, aber geheilt in einem tieferen Sinne ist nur der Samariter, der zu Jesus zurückkehrte, Gott lobte und ihm dankte.

Obwohl der körperlichen Gesundheit große Bedeutung beigemessen wird und sie zugleich ein hohes Gut ist, geht spirituell-ganzheitliche Heilung über die körperliche Heilung hinaus und ist ein Geschehen bzw. ein Prozess, der mit der Heilung der Beziehung des Menschen zu Gott zusammenhängt. Dieser Heilungsprozess der Beziehung des Menschen zu Gott macht den Menschen im ganzheitlichen Sinne heil. Wenn Jesus zu dem zurückgekehrten Geheilten sagt: „Dein Glaube hat dir geholfen“, dann meint er, er sei nicht nur körperlich geheilt (gesund), sondern auch ein ganz neuer Mensch (Neu-Schöpfung) geworden, da er jetzt einen neuen Lebenssinn in der Beziehung zu Gott, zu spirituell-ganzheitlicher Heilung gefunden hat und im biblisch verstandenen Sinne wahrhaftig geheilt ist. Für Jesus ist also die Beseitigung der Krankheit (körperliche Heilung) nur die eine Seite seines heilenden Handelns. Körperliche Heilung ist wie eine Art Türöffner für etwas Wichtigeres, Tieferes, nämlich Umkehr und spirituell-ganzheitliche Heilung in Beziehung zu Gott, indem er seinen eigentlichen Lebenssinn findet. „Dein Glaube hat dir geholfen“ – sagt Jesus noch an weiteren Stellen, zum Beispiel zu der Frau, die seit zwölf Jahren an Blutungen litt und bisher von niemand geheilt werden konnte.

„Dein Glaube hat dir geholfen.“ Dies bedeutet nun nicht, dass die anderen Neun nicht körperlich geheilt sind, aber eigentlich geheilt, geheilt in einem tieferen Sinne, ist nur der Eine, der zu Jesus zurückkehrte. Die körperliche Gesundheit ist wichtig und ist ein hohes Gut, aber im Grunde ist die körperliche Heilung ein Geschehen, das mit der Heilung der Beziehung eines Menschen zu Gott zusammenhängen muss. Diese Heilung der Beziehung eines Menschen zu Gott macht den Menschen heil in einem ganz tiefen Sinne. Wenn Jesus zu dem zurückgekehrten Geheilten sagt: „Dein Glaube hat dir geholfen“, dann sagt er zu ihm: Dein Glaube hat dich in zweifacher Hinsicht geheilt – du bist körperlich gesund geworden und du bist ein neuer Mensch geworden, da du jetzt eine Beziehung zu Gott gefunden hast. Für Jesus ist also die Beseitigung der Krankheit nur die eine Seite seines heilenden Handelns. Die körperliche Heilung ist wie eine Art Schlüssel für etwas Wichtigeres, Tieferes.

„Dein Glaube hat dir geholfen“ – dies sagt Jesus noch an weiteren Stellen, zum Beispiel zu der Frau, die von ihren Blutungen geheilt wurde (Lukas 8,48)

Anmerkungen

Kein Quellenverweis vorhanden. Der Autor hat den Text der Quelle etwas erweitert, trotzdem ist die Übernahme eindeutig.

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb

[112.] Jpm/Fragment 316 11 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 13:45 Fret
Erstellt: 21. July 2012, 10:20 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jakob 2007c, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 316, Zeilen: 8-23
Quelle: Jakob_2007c
Seite(n): 20, Zeilen: 26-36
Im Rahmen des Heilungsgeschehens der Sünderin, die Jesu Füße mit ihrem Haar trocknete und sie mit Öl salbte, sagte er zu ihr: „Deine Sünden sind dir vergeben… Dein Glaube hat dir geholfen. Geh in Frieden!“ (Lk 7,50). Diese Aussage „Deine Sünden sind dir vergeben“ erfolgt, ohne dass körperliche Heilung geschieht und meint mehr als das körperliche Gesundwerden. Es geht um ein Heil- und Gesundwerden in Bezug auf mehrere Dimensionen des Lebens und ganz wesentlich um die Beziehung des Menschen zu Gott. Aus diesem Grund zielt Heilung auf mehr als bloß „Wellness“ und körperliche Gesundung. Jesus stellt eindeutig einen Zusammenhang zwischen Glaube und Heilung her und macht unmissverständlich deutlich, dass eine körperliche Heilung nicht nur um ihrer selbst willen erfolgt. Wer in Jesus nur einen Heiler für körperliche Erkrankungen und Erfüllung seiner Sehnsucht nach körperlicher Heilung und Wohlbefinden sieht, missversteht ihn und seine Botschaft vom Reich Gottes völlig. Die Heilungen Jesu brachten die Menschen mit der heilenden Kraft Gottes in Berührung und [...] Aber auch die Sünderin, die Jesus salbt und der er die Sünden vergibt, hört: „Dein Glaube hat dir geholfen“ (Lukas 7,50). Hier sagt Jesus diesen Satz, ohne dass eine körperliche Heilung erfolgt ist.

Auch dies zeigt: Wenn Jesus sagt: „Dein Glaube hat dir geholfen“, dann meint er mehr als das körperliche Gesundwerden. Es geht um ein Heilund Gesundwerden in Bezug auf mehrere Dimensionen des Lebens und es geht ganz wesentlich um die Beziehung des Menschen zu Gott.

Heilung zielt auf mehr als „Wellness“

Jesus stellt zwar eindeutig einen Zusammenhang her zwischen Glaube und Heilung. Aber er macht auch unmissverständlich deutlich: Eine körperliche Heilung erfolgt nicht um ihrer selbst willen. Wer in Jesus nur einen Heiler für körperliche Krankheiten sieht, missversteht ihn und seine Botschaft völlig.

Jesus bringt die Menschen mit der heilenden Kraft Gottes in Berührung.

Anmerkungen

Keine Quellenangabe trotz weitgehender inhaltlicher Übereinstimmung, inklusive Übernahme der konkreten biblischen Stelle. Hierbei findet sich nur beim lukanischen Beispiel eine leichte Ausweitung der Quelle; ansonsten weitgehend inhaltliche und wörtliche Übereinstimmung.

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb, fret

[113.] Jpm/Fragment 316 26 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 13:12 Graf Isolan
Erstellt: 19. July 2012, 20:04 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jakob 2007, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 316, Zeilen: 26-37
Quelle: Jakob_2007
Seite(n): 49, Zeilen: 7-21
Obwohl die Kirchen in Europa zunehmend an Einfluss verlieren, darf man daraus nicht schließen, dass Spiritualität und Religiosität in unserer Welt an Bedeutung verlieren und bald ein vergessenes Phänomen sein würden. Gerade heute sind Menschen, die sich nach körperlicher und seelischer Heilung oder nach Heilung gestörter Beziehungen sehnen, auf der Suche nach heilungsfördernder Spiritualität. Viele suchen und finden Antworten auf ihre Bedürfnisse und Fragen bei östlichen Religionen und neuen religiösen Bewegungen. Sprechen auch christliche Gemeinden Menschen auf der Suche an, sind sie heilende Gemeinden, die Heimat und einen Bezugsrahmen geben? Die Menschen unserer Zeit binden sich nicht mehr deswegen an eine Religionsform, weil sie um ihr ewiges Heil bangen, sondern weil sie auf der Suche nach konkreter Hilfe für ihr Le-[ben hier und heute sind.] Man kann zwar sagen, die Kirchen verlieren in Europa zunehmend an Einfluss, darf daraus aber nicht den Schluss ziehen, Gott und die Religion würden in unserer Welt an Bedeutung verlieren und bald ein vergessenes Phänomen sein.

Gerade heute sind Menschen, die sich nach körperlicher und seelischer Heilung oder nach Heilung gestörter Beziehungen sehnen, offen für Gott und auf der Suche nach lebensfördernder Spiritualität. Viele suchen und finden Antworten auf ihre Bedürfnisse und Fragen bei östlichen Religionen und neuen religiösen Bewegungen. Sprechen auch unsere christlichen Gemeinden Menschen auf der Suche an, sind sie geeignet, Heimat und einen Bezugsrahmen zu geben, mit anderen Worten: Sind sie heilende Gemeinden?

Die Menschen unserer Zeit binden sich nicht mehr deswegen an eine Religionsform, weil sie um ihr ewiges Heil bangen, sondern weil sie auf der Suche nach konkreter Hilfe für ihr Leben hier und heute sind.

Anmerkungen

Kein Quellenverweis

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb

[114.] Jpm/Fragment 317 01 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 13:14 Graf Isolan
Erstellt: 19. July 2012, 20:14 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jakob 2007, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 317, Zeilen: 1-32
Quelle: Jakob_2007
Seite(n): 49-50, Zeilen: 21ff, 1-21
Der moderne Mensch ist heute für die christliche Botschaft nicht aufgrund seines Schuldbewusstseins, sondern aufgrund der Heillosigkeit seiner gesamten Existenz mit seiner tiefen Sehnsucht nach Heilung empfänglich. Sind unsere Gemeinden pastorale Orte, an denen die Menschen die heilungsfördernde und Heil stiftende Zuwendung Gottes erfahren? Lernen junge Menschen in den Gemeinden Menschen kennen, die – vom Geist Gottes inspiriert, Zeugen des Evangeliums sind?

Von Europa aus wurde die ökumenische Diskussion um Gesundheit, Heilung und heilende Gemeinde seit Mitte des 20. Jahrhunderts initiiert und wesentlich beeinflusst. Innerhalb Europas jedoch, besonders auch in Deutschland, wurde die Theologie der heilenden Gemeinde kaum aufgenommen. Am Beginn des dritten Jahrtausends könnte der Prozess, der zunächst von Europa ausging, in umgekehrter Richtung verlaufen: Wir haben die Chance, von den Gemeinden und Bewegungen in den jungen Kirchen zu lernen und uns von ihnen inspirieren zu lassen. Wir können die Möglichkeiten der Gemeinden im Bereich von Heilung neu sehen und entdecken: die Eucharistie als Sakrament der Heilung, heilende Riten, vielfältige charismatische Gaben der Gemeindeglieder, das Gebet miteinander, füreinander und für andere, die Möglichkeit, ein soziales Netz zu bilden und in den Gemeinden eine Atmosphäre der Annahme, der Heilung und des Wohlwollens zu pflegen. In unserer gemeindlichen Diakonie gibt es bereits sehr viele Dienste, wie z.B. Besuchsdienste für ältere und kranke Gemeindemitglieder. Mancherorts werden Gottesdienste gefeiert, in denen für Kranke und Belastete gebetet wird und Segnung und Salbung angeboten werden. Es bilden sich Gebetskreise, die Menschen und Anliegen im Gebet vor Gott bringen und mittragen. Durch den Heiligen Geist, der uns heilt und versöhnt, sind wir in Christus berufen, versöhnende und heilende Gemeinschaften zu sein. So sind wir eingeladen, uns als weltweite Kirche dem Wirken des Geistes Gottes zu öffnen und darauf zu vertrauen, dass wir Gottes Gemeinschaft stiftende, versöhnende und heilende Nähe in unseren Gemeinden erfahren und bezeugen dürfen.

Der Theologe Eugen Biser formuliert: „Empfänglich für die christliche Botschaft ist heute nicht mehr der Mensch in seinem Sündenbewusstsein, sondern der Mensch in der Heillosigkeit seiner ganzen Existenz mit seinem intensiven Bedürfnis nach Heilung.“

Erfahren Menschen heute eine „Zeitgenossenschaft“ der Kirche und der Gemeinden mit ihrer Lebenswelt? Sind unsere Gemeinden Orte, an denen sie die Leben gewährende Zuwendung Gottes zu jeder und jedem erfahren? Lernen junge Menschen in den Gemeinden Menschen kennen, die – vom Geist Gottes inspiriert – ansteckende Zeuginnen und Zeugen des Evangeliums sind?

Von Europa aus wurde die ökumenische Diskussion um Gesundheit, Heilung und heilende Gemeinde seit Mitte des 20. Jahrhunderts initiiert und wesentlich beeinflusst. Innerhalb Europas jedoch, besonders auch in Deutschland, wurde die Theologie der heilenden Gemeinde kaum aufgenommen.

Am Beginn des dritten Jahrtausends könnte der Prozess, der zunächst

[Seite 50]

von Europa ausging, in umgekehrter Richtung verlaufen: Wir haben die Chance, von den Gemeinden und Bewegungen in den jungen Kirchen zu lernen und uns von ihnen inspirieren zu lassen. Wir können die Möglichkeiten, die „Assets“ der Gemeinden im Bereich von Heilung neu sehen und entdecken: die Eucharistie als Sakrament der Heilung, heilende Riten, vielfältige charismatische Gaben der Gemeindeglieder, das Gebet miteinander, füreinander und für andere, die Möglichkeit, ein soziales Netz zu bilden und in den Gemeinden eine Atmosphäre der Annahme und des Wohlwollens zu pflegen.

Einiges ist schon in Bewegung gekommen: In vielen Gemeinden gibt es Besuchsdienste für ältere und kranke Gemeindemitglieder. Mancherorts werden Gottesdienste gefeiert, in denen für Kranke und Belastete gebetet wird und Segnung und Salbung angeboten werden. Es bilden sich Gebetskreise, die Menschen und Anliegen im Gebet vor Gott bringen und mittragen.

„Komm, Heiliger Geist, heile und versöhne. In Christus berufen, versöhnende und heilende Gemeinschaften zu sein“ – die Weltmissionskonferenz in Athen hat uns eingeladen, uns als weltweite Kirche dem Wirken des Geistes Gottes zu öffnen und darauf zu vertrauen, dass wir Gottes Gemeinschaft stiftende, versöhnende und heilende Nähe in unseren Gemeinden erfahren und bezeugen dürfen.

Anmerkungen

Kein Quellenverweis. Man beachte, dass auch das in der Quelle korrekt ausgewiesene Zitat von Eugen Biser sinngemäß übernommen wird, der Verweis auf Biser aber entfernt wird.

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb

[115.] Jpm/Fragment 317 33 - Diskussion
Bearbeitet: 22. July 2012, 10:47 WiseWoman
Erstellt: 19. July 2012, 14:52 (Hindemith)
Church of England 2007, Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 317, Zeilen: 33-38
Quelle: Church of England 2007
Seite(n): 37, Zeilen: 31-37
Die Kirche hat eine Schlüsselrolle dabei, den pastoralen Dienst an Kranken so zu gestalten, dass er der ganzheitlichen Verkündigung der christlichen Botschaft der Heilung für die Kranken entspricht. Das moderne Gesundheitswesen und der ganzheitliche pastorale Dienst an Kranken müssen davon ausgehen, dass auch für die spirituellen und religiösen Bedürfnisse von Patienten ebenso Sorge getragen wird wie für die körperli-[chen.] Die Kirche hat eine Schlüsselrolle dabei, den Dienst an Kranken so zu gestalten, dass er der ganzheitlichen Verkündigung der christlichen Botschaft der Heilung für die Kranken entspricht. Das moderne Gesundheitswesen und der ganzheitliche Dienst an Kranken müssen davon ausgehen, dass auch für die spirituellen und religiösen Bedürfnisse von Patienten/-innen ebenso Sorge getragen werden muss wie für die körperlichen.
Anmerkungen

Quellenverweis fehlt.

Siehe auch Jpm/Fragment_323_22 und Jpm/Fragment_358_10. Dort wird teilweise die gleiche Passage aus der Quelle übernommen.

Sichter
(Hindemith) Agrippina1

[116.] Jpm/Fragment 318 01 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 12:08 Fret
Erstellt: 19. July 2012, 15:19 (Hindemith)
Church of England 2007, Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 318, Zeilen: 1-21
Quelle: Church of England 2007
Seite(n): 37, 38, 39, Zeilen: -
Der christlich motivierte Dienst hat im Rahmen der Diakonie eine besondere Qualität, die in der Kommunikation der Liebe und der Botschaft des Evangeliums besteht. Der ganzheitliche Heilungsdienst wird deshalb von der Kirche angeboten – durch den Dienst der Fürbitte, religiöse Liturgien und Seelsorge - sowie von Christen, die in dem Bereich von medizinischer Behandlung als Ärzte, Krankenschwestern/-pfleger und Besuchsdienstmitarbeiter tätig sind. Sie richten ihren Dienst an Kranken letztlich immer im Namen Jesu aus, der ein Dienst an Jesus selbst ist (Mt 25,31).

Der christliche Dienst der Heilung sollte deshalb nicht in Isolation wahrgenommen werden, sondern steht im Zusammenhang mit verschiedenen anderen Feldern des kirchlichen Handelns, wie z.B. mit

- medizinischen und pflegerischen Handlungsbereichen und Sozialdiensten der Kirche

- Seelsorgediensten und spirituell-geistlichem Wachstum

- Gemeindearbeit, z.B. in Pastoralfragen: Entwicklung, Mission und Frieden, Gerechtigkeit und anderen Fragen ethischer Relevanz auf Diözesanebene

- Mission der Kirche, die in ihrem umfassendsten und tiefsten Sinne als heilende Dimension beschrieben werden kann

- ökumenischer Zusammenarbeit, besonders auf Gemeindeebene.

[Seite 37: 37-40; Seite 38: 1-5]

Der christlich motivierte Dienst hat eine besondere Qualität, die in der Kommunikation der Liebe und der Botschaft des Evangeliums besteht. Der ganzheitliche Heilungsdienst wird deshalb von der Kirche angeboten – durch den expliziten Dienst der Fürbitte, durch religiöse Liturgien und Seelsorge – wie auch implizit von Christen/-innen, die in dem Bereich von medizinischer Behandlung als Ärzte, Schwestern, Krankenpfleger und Besuchsdienstmitarbeiter tätig sind. Sie richten ihren Dienst an Kranken letztlich immer im Namen Jesu aus und dies ist nicht weniger als ein Dienst an Jesus selbst (Matthäus 25,31).

[Seite 39: 1-14]

Der christliche Dienst der Heilung sollte deshalb nicht in Isolation wahrgenommen werden. Er ist verbunden mit verschiedenen anderen Feldern des kirchlichen Handelns wie z.B.

- Seelsorge

- geistlichem inneren Wachstum

- medizinischen und pflegerischen Handlungsfeldern und Sozialdiensten der Kirche

- ökumenischer Zusammenarbeit, besonders auf Ortsebene und in Seelsorgediensten

- Bereichen der Gemeinwesenarbeit, Fragen von Gerechtigkeit und Gleichberechtigung und andere Fragen ethischer Relevanz auf nationaler wie internationaler Ebene

- der ganzen Mission der Kirche, die in ihrem umfassendsten und tiefsten Sinne als heilende Dimension beschrieben werden kann […]

Anmerkungen

Kein Quellenverweis vorhanden, der das Ausmaß der Übernahme deutlich machen würde.

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb

[117.] Jpm/Fragment 322 14 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 12:49 Graf Isolan
Erstellt: 22. July 2012, 01:02 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Werner 2007

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 322, Zeilen: 14-32
Quelle: Werner 2007
Seite(n): 26, 27, Zeilen: 25ff
Heute gilt für eine missionarische Kirche im säkularen Kontext, dass Heilung einen zunehmenden Stellenwert erhält. Wir brauchen eine Wiederentdeckung der heilenden Gaben des christlichen Glaubens an pastoralen Orten wie Gemeinden und Kliniken. Erfahrungen wie die des großen Zuspruchs bei Vorträgen zur Tradition der christlichen Heilungsbewegung, sowie die anhaltende Nachfrage nach Kursen zum Thema „Gesundheit, Heilung, Spiritualität“ zeigen, dass hier das kirchliche Angebot profiliert werden sollte, um erkennbar präsent zu sein an den verschiedenen pastoralen Orten - Gemeinden, Kliniken, Arzt-Patienten und interpersonellen Beziehungen - im Rahmen des diakonischen Einsatzes für Kranke und Gesunde, im Gottesdienst, in Liturgie und Besuchsdienst, im einladenden Dialog mit Menschen aus dem Umkreis alternativ-heilungsbezogener Ansätze und Strömungen sowie in diakonisch-pflegerischen Handlungsbereichen. Dabei wird es auf Seiten der Kirchen darauf ankommen, auch neu-gnostischen Trends in einigen Bereichen alternativer Heilungsmethoden, die von einer Vor- und Überordnung des Geistes über alles Leibliche ausgehen, kritisch entgegenzutreten und theologisch die Unterscheidung wie Zusammengehörigkeit von Heil und Heilung zur Geltung zu bringen. In ökumenischer Perspektive gilt heute: Für eine missionarische Kirche im säkularen Kontext – und das gilt auch im ländlichen Bereich – wird das Heilungsthema einen zunehmenden Stellenwert erhalten. Wir brauchen eine Wiederentdeckung der heilenden Gaben des christlichen Glaubens und der Gemeinde. Erfahrungen wie der große Zuspruch bei einer kirchlichen Präsenz auf einer nichtkirchlichen Gesundheitsmesse in Husum mit Vorträgen zur Tradition christlicher Heilungsbewegung sowie die anhaltende Nachfrage nach den berufsgruppenübergreifenden Kursen „Gesundheit, Heilung, Spiritualität“ im Christian-Jensen-Kolleg (Breklum) zeigen, dass es lohnenswert sein kann, hier das kirchliche Angebot zu profilieren und erkennbarer präsent zu sein im ortsgemeindlichen Einsatz für Kranke und Gesunde in Besuchsdienst, Gottesdienst und Liturgie, im offensiven und einladenden Dialog mit Menschen aus dem Umkreis esoterischer und alternativ-heilungsbezogener Ansätze und Strömungen sowie in dia-

[Seite 27]

konisch-pflegerischen Handlungsbereichen. Dabei wird es auf Seiten der Kirchen darauf ankommen, auch kritisch neu-gnostischen Trends in einigen Bereichen alternativer Heilungsmethoden, die von einer Vor- und Überordnung des Geistes über alles Leibliche ausgehen, kritisch entgegenzutreten und theologisch die Unterscheidung wie Zusammengehörigkeit von Heil und Heilung zur Geltung zu bringen.

Anmerkungen

Kein Quellenverweis vorhanden

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb

[118.] Jpm/Fragment 323 22 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 12:03 Fret
Erstellt: 19. July 2012, 13:56 (Hindemith)
Church of England 2007, Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 323, Zeilen: 22-33
Quelle: Church of England 2007
Seite(n): 37, 38, Zeilen: 37: 31-40; 38: 1-3
Ganzheitlicher pastoraler Dienst an Kranken: Die Kirche hat eine Schlüsselrolle dabei, den pastoralen Dienst an Kranken so zu gestalten, dass er der ganzheitlichen Verkündigung der christlichen Botschaft der Heilung für die Kranken entspricht. Die moderne Medizin und der ganzheitliche pastorale Dienst an Kranken müssen davon ausgehen, dass auch für die spirituellen und religiösen Bedürfnisse von Patienten ebenso Sorge getragen werden kann wie für die körperlichen. Der christlich motivierte Dienst hat im Rahmen der Diakonie eine besondere Qualität, die in der Kommunikation der Liebe und Botschaft des Evangeliums besteht. Der ganzheitliche Heilungsdienst wird deshalb von der Kirche angeboten – durch CMBT, den Dienst der religiösen Liturgie und Fürbitte, der Seelsorge – wie auch von Chris-[ten, die in dem Bereich von medizinischer Behandlung als Ärzte, Schwestern, Krankenpfleger und Besuchsdienstmitarbeiter tätig sind.] - Ganzheitlicher Dienst an Kranken: Die Kirche hat eine Schlüsselrolle dabei, den Dienst an Kranken so zu gestalten, dass er der ganzheitlichen Verkündigung der christlichen Botschaft der Heilung für die Kranken entspricht. Das moderne Gesundheitswesen und der ganzheitliche Dienst an Kranken müssen davon ausgehen, dass auch für die spirituellen und religiösen Bedürfnisse von Patienten/-innen ebenso Sorge getragen werden muss wie für die körperlichen. Der christlich motivierte Dienst hat eine besondere Qualität, die in der Kommunikation der Liebe und der Botschaft des Evangeliums besteht. Der ganzheitliche Heilungsdienst wird deshalb von der Kirche angeboten – durch den expliziten Dienst der Fürbitte,

[Seite 38]

durch religiöse Liturgien und Seelsorge – wie auch implizit von Christen/- innen, die in dem Bereich von medizinischer Behandlung als Ärzte, Schwestern, Krankenpfleger und Besuchsdienstmitarbeiter tätig sind.

Anmerkungen

Kein Quellenverweis vorhanden.

Siehe auch Jpm/Fragment_317_33 und Jpm/Fragment_358_10. Dort wird teilweise die gleiche Passage aus der Quelle übernommen.

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb

[119.] Jpm/Fragment 324 01 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 12:05 Fret
Erstellt: 19. July 2012, 14:34 (Hindemith)
Church of England 2007, Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 324, Zeilen: 1-18
Quelle: Church of England 2007
Seite(n): 35, 37, 38, Zeilen: -
[Der ganzheitliche Heilungsdienst wird deshalb von der Kirche angeboten – durch CMBT, den Dienst der religiösen Liturgie und Fürbitte, der Seelsorge – wie auch von Chris-]ten, die in dem Bereich von medizinischer Behandlung als Ärzte, Schwestern, Krankenpfleger und Besuchsdienstmitarbeiter tätig sind. Sie richten ihren Dienst an Kranken letztlich immer im Namen Jesu aus und dies ist ein Dienst an Jesus selbst (Mt 25,31).

- im öffentlichen Zusammenhang als Teil des Gottesdienstes in Gestalt von Heilungsliturgien, auch unter Einbeziehung der Eucharistie, in Einrichtungen wie Krankenhäusern, Hospizhäusern, Pflegeheimen, Wohnheimen für ältere und behinderte Menschen, in Gefängnissen und ähnlichen Einrichtungen, in Zentren der Heilung und heilungsbezogenen Veranstaltungen, in christlicher Freizeit und Urlaubsstätten, die im privaten bzw. individuellen Zusammenhang innerhalb des Hauses, im Gebets- oder Meditationskreis, innerhalb von Krankenhäusern und Hospizen, in Kirchen;

- im ökumenischen Zusammenhang in gemeinsamer Verantwortung ökumenisch getragener Sozialdienste, Krankenhäuser und in der Gefängnisseelsorge;

- in interdisziplinärer Kooperation mit medizinischen und pflegerischen Fachkräften.

[Seite 37: 39-40; Seite 38: 1-5]

Der ganzheitliche Heilungsdienst wird deshalb von der Kirche angeboten – durch den expliziten Dienst der Fürbitte, durch religiöse Liturgien und Seelsorge – wie auch implizit von Christen/-innen, die in dem Bereich von medizinischer Behandlung als Ärzte, Schwestern, Krankenpfleger und Besuchsdienstmitarbeiter tätig sind. Sie richten ihren Dienst an Kranken letztlich immer im Namen Jesu aus und dies ist nicht weniger als ein Dienst an Jesus selbst (Matthäus 25,31).

[Seite 35: 5-20]

- im öffentlichen Zusammenhang als Teil des Gottesdienstes in Gestalt von Heilungsliturgien, auch unter Einbeziehung von Eucharistie, Taufe und Konfirmation, in Einrichtungen wie Krankenhäusern, Hospizhäusern, Pflegeheimen, Wohnheimen für ältere und behinderte Menschen, in Gefängnissen und ähnlichen Einrichtungen, in Zentren der Heilung (healing centres) und heilungsbezogenen Veranstaltungen, in christlichen Freizeit- und Urlaubsstätten wie zum Beispiel Spring Harvest and New Wine, die oft ökumenisch verantwortet werden;

- im privaten bzw. individuellen Zusammenhang innerhalb des Hauses, innerhalb von Krankenhäusern und Hospizen, in Seitenkapellen von größeren Kirchen;

- im ökumenischen Zusammenhang in gemeinsamer Verantwortung unterschiedlicher Denominationen, ökumenisch getragenen Sozialdiensten, Krankenhäusern und in der Gefängnisseelsorge;

- in interdisziplinärer Kooperation mit medizinischen und pflegerischen Fachkräften.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis ist nicht zu finden.

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb

[120.] Jpm/Fragment 333 25 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 16:08 Hindemith
Erstellt: 22. July 2012, 01:09 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Werner 2007

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 333, Zeilen: 25-38
Quelle: Werner 2007
Seite(n): 29, Zeilen: 14ff
Die Gemeinde als ganze, nicht nur einzelne Menschen mit besonderen Gaben, ist Subjekt eines heilenden Dienstes der Kirche, der dieser bleibend aufgetragen ist (1 Kor 12,7- 11; Jak 5,13-16). Wenn von der heilenden Diakonie die Rede ist, ist damit grundsätzlich das weite Spektrum sowohl der pflegerischen und medizinischen als auch der seelsorgerlichen und therapeutischen wie der liturgischen und fürbittenden Tätigkeiten im Blick auf Gesundheit und Heilung angesprochen. Denn hier gibt es eine gegenseitige Ergänzungsbedürftigkeit und notwendige Verknüpfung zwischen theologischen, seelsorgerlichen und medizinischen Aspekten. Es kommt heute darauf an, ein neues Bewusstsein für die Teilhabe aller Gemeindeglieder an der heilenden Diakonie zu wecken, gleich ob dabei stärker pastoral-seelsorgerliche, medizinisch-pflegerische Dienste versöhnende oder ökologische Dimensionen im Vordergrund stehen. Diese Teilhabe am Heilungsdienst in verschiedenen Funktionen und Kompe-[tenzbereichen bedarf der Beauftragung, Ermutigung, Qualifizierung und Begleitung durch die Gemeindeleitung.] Die Gemeinde als ganze, nicht nur einzelne Menschen mit besonderen Gaben (Heiler), sind Subjekt eines heilenden Dienstes der Kirche, der dieser bleibend aufgetragen ist (1. Korinther 12,7-11; Jakobus 5,13-16). Wenn vom heilenden Dienst der Gemeinde die Rede ist, ist damit grundsätzlich das weite Spektrum sowohl der pflegerischen und medizinischen als auch der seelsorgerlichen und therapeutischen wie der fürbittenden und liturgischen Tätigkeiten im Blick auf Gesundheit und Heilung angesprochen, nie einfach nur das „charismatische Heilen“ oder die besondere „Glaubensheilung“. In Gottes Schöpfung gibt es keine prinzipielle Hierarchie zwischen verschiedenen Gaben und Wegen der Heilung, wohl aber eine gegenseitige Ergänzungsbedürftigkeit und notwendige Verknüpfung zwischen diesen. Es kommt heute darauf an, ein neues Bewusstsein für die Teilhabe aller Gemeindglieder an dem heilenden Dienst der Kirche zu wecken, gleich ob dabei stärker pflegerisch-medizinische, seelsorgerliche, fürbittende, soziale Beziehungen, versöhnende oder ökologische Dimensionen im Vordergrund stehen. Diese Teilhabe am Heilungsdienst in verschiedenen Funktionen und Kompetenzbereichen bedarf der bewussten Beauftragung, Ermutigung, Qualifizierung und Begleitung durch die Gemeindeleitung.
Anmerkungen

Kein Quellenverweis vorhanden

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb

[121.] Jpm/Fragment 334 01 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 12:52 Graf Isolan
Erstellt: 22. July 2012, 01:13 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Werner 2007

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 334, Zeilen: 1-2
Quelle: Werner 2007
Seite(n): 29, Zeilen: 29-32
[Diese Teilhabe am Heilungsdienst in verschiedenen Funktionen und Kompe-]tenzbereichen bedarf der Beauftragung, Ermutigung, Qualifizierung und Begleitung durch die Gemeindeleitung. Diese Teilhabe am Heilungsdienst in verschiedenen Funktionen und Kompetenzbereichen bedarf der bewussten Beauftragung, Ermutigung, Qualifizierung und Begleitung durch die Gemeindeleitung.
Anmerkungen

Fortsetzung von der Vorseite, kein Quellenverweis vorhanden

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb

[122.] Jpm/Fragment 358 10 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 12:02 Fret
Erstellt: 19. July 2012, 12:54 (Hindemith)
Church of England 2007, Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 358, Zeilen: 10-36
Quelle: Church of England 2007
Seite(n): 35, 37, 38, Zeilen: -
Die Kirche hat eine Schlüsselrolle dabei, den pastoralen Dienst an Kranken so zu gestalten, dass er der ganzheitlichen Verkündigung der christlichen Botschaft der Heilung für die Kranken entspricht. Das moderne Gesundheitswesen und der ganzheitliche pastorale Dienst an Kranken müssen davon ausgehen, dass für die spirituellen und religiösen Bedürfnisse von Patienten/-innen ebenso Sorge getragen werden muss wie für die körperlichen. Der christlich motivierte Dienst hat im Rahmen der Diakonie eine besondere Qualität, die in der Kommunikation der Liebe und der Botschaft des Evangeliums besteht. Der ganzheitliche Heilungsdienst wird deshalb von der Kirche angeboten – durch den Dienst der Fürbitte, durch religiöse Liturgien und Seelsorge, aber auch CMBT – sowie von Christen, die im medizinischen Bereich als Ärzte, Krankenschwestern/-pfleger und Besuchsdienstmitarbeiter tätig sind. Sie richten ihren Dienst an Kranken letztlich immer im Namen Jesu aus, der ein Dienst an Jesus selbst ist (Mt 25,31).

-Im öffentlichen Zusammenhang als Teil des Gottesdienstes in Gestalt von Heilungsliturgien, auch unter Einbeziehung von Eucharistie, in Einrichtungen wie Krankenhäusern, Hospizhäusern, Pflegeheimen, Wohnheimen für ältere und behinderte Menschen, in Gefängnissen und ähnlichen Einrichtungen, in Zentren der Heilung und heilungsbezogenen Veranstaltungen, in christlicher Freizeit und Urlaubsstätten, die im privaten bzw. individuellen Zusammenhang innerhalb des Hauses, im Gebets- oder Meditationskreis, innerhalb von Krankenhäusern und Hospizen, in Kirchen;

-Im ökumenischen Zusammenhang in gemeinsamer Verantwortung ökumenisch getragener Sozialdienste, Krankenhäusern, und der Gefängnisseelsorge;

[-In interdisziplinärer Kooperation mit medizinischen und pflegerischen Fachkräften.]

[Seite 37: 31-40; Seite 38: 1-5]


Die Kirche hat eine Schlüsselrolle dabei, den Dienst an Kranken so zu gestalten, dass er der ganzheitlichen Verkündigung der christlichen Botschaft der Heilung für die Kranken entspricht. Das moderne Gesundheitswesen und der ganzheitliche Dienst an Kranken müssen davon ausgehen, dass auch für die spirituellen und religiösen Bedürfnisse von Patienten/-innen ebenso Sorge getragen werden muss wie für die körperlichen. Der christlich motivierte Dienst hat eine besondere Qualität, die in der Kommunikation der Liebe und der Botschaft des Evangeliums besteht. Der ganzheitliche Heilungsdienst wird deshalb von der Kirche angeboten – durch den expliziten Dienst der Fürbitte, durch religiöse Liturgien und Seelsorge – wie auch implizit von Christen/-innen, die in dem Bereich von medizinischer Behandlung als Ärzte, Schwestern, Krankenpfleger und Besuchsdienstmitarbeiter tätig sind. Sie richten ihren Dienst an Kranken letztlich immer im Namen Jesu aus und dies ist nicht weniger als ein Dienst an Jesus selbst (Matthäus 25,31).

[Seite 35: 5-20]

- im öffentlichen Zusammenhang als Teil des Gottesdienstes in Gestalt von Heilungsliturgien, auch unter Einbeziehung von Eucharistie, Taufe und Konfirmation, in Einrichtungen wie Krankenhäusern, Hospizhäusern, Pflegeheimen, Wohnheimen für ältere und behinderte Menschen, in Gefängnissen und ähnlichen Einrichtungen, in Zentren der Heilung (healing centres) und heilungsbezogenen Veranstaltungen, in christlichen Freizeitund Urlaubsstätten wie zum Beispiel Spring Harvest and New Wine, die oft ökumenisch verantwortet werden;

- im privaten bzw. individuellen Zusammenhang innerhalb des Hauses, innerhalb von Krankenhäusern und Hospizen, in Seitenkapellen von größeren Kirchen;

- im ökumenischen Zusammenhang in gemeinsamer Verantwortung unterschiedlicher Denominationen, ökumenisch getragenen Sozialdiensten, Krankenhäusern und in der Gefängnisseelsorge;

- in interdisziplinärer Kooperation mit medizinischen und pflegerischen Fachkräften.

Anmerkungen

Kein Quellenverweis vorhanden.

Siehe auch Jpm/Fragment_323_22 und Jpm/Fragment_317_33. Dort wird teilweise die gleiche Passage aus der Quelle übernommen.

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb, fret

[123.] Jpm/Fragment 367 25 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 12:56 Graf Isolan
Erstellt: 19. July 2012, 21:08 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jakob 2007, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 367, Zeilen: 25-35
Quelle: Jakob_2007
Seite(n): 48, Zeilen: 17ff
Heilung

– im erweiterten Sinne – geschieht zum Beispiel gerade auch dann, wenn es durch die Erfahrung eines tragenden Netzes der Gemeinschaft und des Gebets von Mitmenschen einem medizinisch unheilbar kranken Menschen möglich ist, sich mit seiner Krankheit, mit seinen Mitmenschen und mit Gott auszusöhnen. Hier geschieht Heilung in einem tiefen Sinne, obwohl eine Heilung im medizinischen Sinne nicht eintritt. In der Gemeinde ist es möglich, die heilende Nähe Gottes im Leben der Gemeinschaft und der Einzelnen zu erbitten, zu erfahren und einander mitzuteilen. Im Rahmen der heilenden Pastoral setzen wir unsere jeweiligen Stärken füreinander und miteinander ein und erwarten alles von Gott.

Heilung – im erweiterten Sinne – geschieht zum Beispiel gerade auch dann, wenn es durch die Erfahrung eines tragenden Netzes der Gemeinschaft und des Gebets von Mitmenschen einem medizinisch unheilbar kranken Menschen möglich ist, sich mit seiner Krankheit, mit seinen Mitmenschen und mit Gott auszusöhnen. Hier geschieht Heilung in einem tiefen Sinne, obwohl eine Heilung im medizinischen Sinne nicht eintritt.

[...] , sondern in der Gemeinde ist es möglich, die heilende Nähe Gottes im Leben der Gemeinschaft und der Einzelnen zu erbitten, zu erfahren und einander mitzuteilen. Eine heilende Gemeinde ist eine Gemeinschaft von „Nicht-Perfekten“, die ihre jeweiligen Stärken füreinander und miteinander einsetzen und alles von Gott erwarten.

Anmerkungen

Kein Quellenverweis vorhanden

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb

[124.] Jpm/Fragment 376 02 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 11:57 Fret
Erstellt: 19. July 2012, 10:02 (Hindemith)
Church of England 2007, Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 376, Zeilen: 2-25
Quelle: Church of England 2007
Seite(n): 34, Zeilen: 11-37
Gemeinsame Verhaltensrichtlinien für alle diejenigen, die in irgendeiner Weise an den verschiedenen Gruppen der CMBT - Dienste der Heilung innerhalb und außerhalb der Kirche teilnehmen, sind erforderlich. Ein gemeinsames explizites Verständnis von Rahmenrichtlinien für den pastoralen Heilungsdienst CMBT wird für alle in der Praxis Tätigen eine ermutigende Wirkung haben, diesen Standards auch praktisch zu entsprechen. Die Richtlinien haben ebenfalls die Funktion, zur Vertrauensbildung auf Seiten der Gemeindeglieder beizutragen und die tatsächlich gute pastorale Praxis, die in vielen Gemeinden vorherrscht, zu bestätigen und zu unterstreichen. Für jeden, der in irgendeiner Weise mit heilenden pastoralen Diensten zu tun hat, auch für diejenigen, die sich der CMBT widmen, sind Sorgfalt und zusätzliche Absicherungen besonders notwendig. Sie sollen nicht übervorsichtig und vorschreibend bis ins Detail sein, wohl aber wollen sie Grenzen markieren, eine adäquate und sinnvolle Praxis hervorheben und die Problem- und Handlungsbereiche herausstreichen, die in besonderem Maße geistlich-theologisch-pastorale Begleitung und Aufsicht erfordern. Kein Kompendium von Rahmenrichtlinien aber kann alle Möglichkeiten abdecken oder das konkrete Handeln in der Praxis vorschreiben und diktieren. Die Amtsträger, die beauftragten Laien und die Mitglieder von Heilungsteams müssen selbst entscheiden, welche Empfehlungen jeweils in welcher konkreten Situation sinnvoll zur Anwendung kommen und sollen die Ratschläge in einer sensiblen Weise verwenden. Es wird empfohlen, dass jeder, der heilende Dienste übernimmt, diese Rahmenrichtlinien berücksichtigen sollte. Wir benötigen einen gemeinsamen Standard und gemeinsame Verhaltensrichtlinien für alle diejenigen, die in irgendeiner Weise an den verschiedenen Diensten der Heilung innerhalb der Kirche von England teilnehmen. Ein gemeinsames explizites Verständnis von Rahmenrichtlinien für den Heilungsdienst wird für alle in der Praxis Tätigen eine ermutigende Wirkung haben, diesen Standards auch praktisch zu entsprechen. Die Richtlinien haben ebenfalls die Funktion, zur Vertrauensbildung auf Seiten der Gemeindeglieder beizutragen und die tatsächlich gute Praxis, die in vielen Gemeinden vorherrscht, zu bestätigen und zu unterstreichen. Diese Richtlinien sind ein breiter Rahmen von Empfehlungen, die für jeden gedacht sind, der in irgendeiner Weise mit heilenden Diensten zu tun hat, auch für die, die sich der speziellen Aufgabe des geistlichen Befreiungsdienstes widmen, in dem Sorgfalt und zusätzliche Absicherungen besonders notwendig sind. Sie sollen nicht übervorsichtig und vorschreibend bis ins Detail sein, wohl aber wollen sie Grenzen markieren, eine adäquate und sinnvolle Praxis hervorheben und die Problem- und Handlungsbereiche herausstreichen, die in besonderem Maße geistlich-theologisch-pastorale Begleitung und Aufsicht erfordern. Kein Kompendium von Rahmenrichtlinien aber kann alle Möglichkeiten abdecken oder das konkrete Handeln in der Praxis vorschreiben und diktieren.

Die ordinierten Amtsträger, die beauftragten Laien-Pastoren und die Mitglieder von Heilungsteams müssen selbst entscheiden, welche Empfehlungen jeweils in welcher konkreten Situation sinnvoll zur Anwendung kommen, und sollen die Ratschläge in einer sensiblen Weise verwenden. Es wird empfohlen, dass jede/-r, der irgendwie in einen der verschiedenen heilenden Dienste eintritt, diese Rahmenrichtlinien kennen und berücksichtigen sollte.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb, fret

[125.] Jpm/Fragment 376 26 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 12:20 Fret
Erstellt: 19. July 2012, 10:10 (Hindemith)
Church of England 2007, Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 376, Zeilen: 26-37
Quelle: Church of England 2007
Seite(n): 33, Zeilen: 16ff
6.1 Schlüsselbegriffe der nachfolgenden Richtlinien

Gesundheit als dynamischer Prozess des Wohlbefindens des Einzelnen und der Gesellschaft, welches psychophysische und spirituell-geistige sowie psychosoziale Dimensionen einschließt, um in einer Grundharmonie mit anderen Menschen, mit der Schöpfung und mit Gott zu leben.

Heilung als spirituell-ganzheitlicher Prozess hin zu Gesundheit und Ganzheit.

Krankheit kann als Mangel an Wohlbefinden, sei dies körperlicher, geistiger oder religiös-spiritueller Natur betrachtet werden.

Befreiungsdienst wird als ein Dienst der Befreiung mit Hilfe der Befreiungsspiritualität verstanden, der die Befreiung von bösen Mächten bzw. Einflüssen zum Ziel hat, die eine Person in ihrer vollen Menschlich-[keit unterdrücken und verkümmern lassen und sie daran hindern, ihre Antwort auf Gottes rettende und heilende Gnade zu geben.]

Die Schlüsselbegriffe für die folgenden Richtlinien

- Gesundheit – ein dynamischer Prozess des Wohlergehens des Einzelnen und der Gesellschaft, der physische, geistige, geistlich-spirituelle, ökonomische, politische und soziale Dimensionen einschließt und darin besteht, in einem Grundzustand der Harmonie mit anderen Menschen, mit der geschöpflichen Umwelt und mit Gott zu existieren [...]

- Heilung – verstanden als ein offener Prozess hin zu Gesundheit und Ganzheit.

- Krankheit – verstanden als Mangel an Wohlbefinden, sei dies körperlicher, geistiger oder religiös-spiritueller Natur.

- Befreiungsdienst (deliverance) – verstanden als eine Befreiung von bösen spirituellen oder religiösen Mächten oder Einflüssen, die eine Person in ihrer vollen Menschlichkeit unterdrücken und verkümmern lassen und sie daran hindern, ihre Antwort auf Gottes rettende und heilende Gnade zu geben.

Anmerkungen

Kein Quellenverweis vorhanden.

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb

[126.] Jpm/Fragment 377 03 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 12:17 Fret
Erstellt: 19. July 2012, 11:32 (Hindemith)
Church of England 2007, Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 377, Zeilen: 3-18
Quelle: Church of England 2007
Seite(n): 33, 34, Zeilen: -
Amtsträger sind Priester, Diakone oder Laien, die zum Dienst in der Kirche beauftragt sind. Die Amtsträger, die beauftragten Laien und die Mitglieder von Heilungsteams können in konkreten Situationen Empfehlungen zum Thema spirituell-ganzheitliche Heilung geben, die sinnvoll zur Anwendung kommen und in einer sensiblen Weise verwendet werden sollten. Es wird empfohlen, dass jeder, der irgendwie in einen der verschiedenen heilenden Dienste, z.B. CMBT eintritt, gewisse Rahmenrichtlinien kennen und berücksichtigen sollte.

Beauftragte Laien sind alle Laien, die durch einen Bischof dazu beauftragt wurden, einen besonderen Dienst wahrzunehmen.

Ein Heilungsteam besteht aus Personen, die die Billigung und Beauftragung einer Gemeinde, kirchlichen Organisation oder eines Gemeindepfarrers haben, in einem bestimmten Dienst der Heilung wie z.B. CMBT involviert zu sein.

Gemeindemitglieder sind Personen und Mitglieder der Gemeinde, denen gegenüber die Amtsträger eine Verantwortung haben.

[Seite 34: 31-37]

Die ordinierten Amtsträger, die beauftragten Laien-Pastoren und die Mitglieder von Heilungsteams müssen selbst entscheiden, welche Empfehlungen jeweils in welcher konkreten Situation sinnvoll zur Anwendung kommen, und sollen die Ratschläge in einer sensiblen Weise verwenden. Es wird empfohlen, dass jede/-r, der irgendwie in einen der verschiedenen heilenden Dienste eintritt, diese Rahmenrichtlinien kennen und berücksichtigen sollte.

[Seite 33: 35-37]

- Lizensierte Laien-Pastoren – verstanden als alle Laien, die durch einen Bischof dazu beauftragt wurden, einen besonderen Dienst (ministry) wahrzunehmen (z.B. Lektoren).

[Seite 34: 1-6]

- Laien-Mitglieder eines Heilungsteams – verstanden als diejenige Personen, die die Billigung und Beauftragung einer Lokalgemeinde oder kirchlichen Organisation oder eines Gemeindepfarrers haben, in einem bestimmen Dienst der Heilung involviert zu sein.

- Gemeindeglieder – Personen und Mitglieder einer Gemeinde, denen gegenüber die Ordinierten eine Verantwortung haben.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb

[127.] Jpm/Fragment 377 18 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 13:10 Graf Isolan
Erstellt: 20. July 2012, 18:16 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jakob 2007b, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 377, Zeilen: 18-25
Quelle: Jakob_2007b
Seite(n): 13, Zeilen: 18ff
Eine Gemeinschaft ist immer betroffen von der Erkrankung eines ihrer Glieder. Die soziale Einbindung in eine tragende Gemeinschaft ist für Kranke ein sehr hoch bewerteter heilender Faktor. Unsere Gemeinden, besonders die Glaubensgemeinschaften, haben hier ein beachtliches Potenzial. Alle Dienste für Kranke, wie Besuchsdienste und Nachbarschaftshilfe, das Wissen umeinander und das Teilen von Sorgen und Nöten sind heilende Faktoren, die andere therapeutische Maßnahmen ergänzen können. Und andererseits ist eine Gemeinschaft immer mit betroffen von der Erkrankung eines ihrer Glieder. Die soziale Einbindung in eine tragende Gemeinschaft ist für Kranke ein heilender Faktor, der nicht hoch genug veranschlagt werden kann. Unsere Gemeinden, besonders die Glaubensgemeinschaften, haben hier ein Potenzial, um das sie oft gar nicht wissen. Alle Dienste für Kranke, wie Besuchsdienste und Nachbarschaftshilfe, das Wissen umeinander und das Teilen von Sorgen und Nöten sind heilende Faktoren, die andere therapeutische Maßnahmen ergänzen und manchmal sogar unnötig machen können.
Anmerkungen

kein Quellenverweis vorhanden

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb

[128.] Jpm/Fragment 377 26 - Diskussion
Bearbeitet: 22. July 2012, 10:39 WiseWoman
Erstellt: 19. July 2012, 12:21 (Hindemith)
Church of England 2007, Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 377, Zeilen: 26-36
Quelle: Church of England 2007
Seite(n): 39, Zeilen: 15ff
6.2 Rahmenempfehlungen für die CMBT-Praxis

Der heilende pastorale Dienst der Kirche CMBT ist uns in der Nachfolge des Dienstes Jesu aufgetragen und soll immer im Geiste der gegenseitigen Achtung, Sorgfalt, Liebe und Barmherzigkeit durchgeführt und gestaltet werden. Die spirituelle Grundhaltung derjenigen, die den CMBT - Dienst ausführen, ist immer die Wahrnehmung der Gegenwart Gottes, Gebet und ausreichende Vorbereitung. Der heilende Dienst der Kirche hat seinen Grund immer im Gebet im Namen Jesu Christi. Diejenigen, die diesen Dienst wahrnehmen, sollten dies im Geiste des Gebetes tun; sie sollten praktizierende Christen sein, die sich in der Nachfolge Jesu heilender Liebe verstehen und auch eine Bereitschaft haben, sich im Ge-[bet neu ausrichten und entsprechend fachlich begleiten zu lassen, um ihren Dienst sachgemäß und sinnvoll auszuführen.]

Grundsätzliche Rahmenempfehlungen

Der heilende Dienst der Kirche ist uns in der Nachfolge des Dienstes Jesu aufgetragen und soll immer im Geiste der gegenseitigen Achtung, der Sorgfalt, der Liebe und der Barmherzigkeit durchgeführt und gestaltet werden. Das leitende Prinzip ist immer die Wahrnehmung der Gegenwart Gottes in denen, die diesen Dienst empfangen und ausführen.

Gebet und ausreichende Vorbereitung

Der heilende Dienst der Kirche hat seinen Grund immer im Gebet im Namen Jesu Christi. Diejenigen, die diesen Dienst wahrnehmen, sollten dies im Geiste des Gebetes tun; sie sollten praktizierende Christen sein, die sich in der Nachfolge Jesu heilender Liebe verstehen und auch eine Bereitschaft haben, sich im Gebet neu ausrichten und sich entsprechend fachlich begleiten zu lassen, um ihren Dienst sachgemäß und sinnvoll auszuführen.

Anmerkungen

Keine Quellenangabe

Sichter
(Hindemith) Agrippina1

[129.] Jpm/Fragment 378 03 - Diskussion
Bearbeitet: 22. July 2012, 10:41 WiseWoman
Erstellt: 19. July 2012, 12:30 (Hindemith)
Church of England 2007, Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 378, Zeilen: 3-34
Quelle: Church of England 2007
Seite(n): 39-40, Zeilen: 29-34; 1-27
6.3 Sicherheit für die CMBT-Praxis

Alle erforderlichen Maßnahmen sollten getroffen werden, um sicherzustellen, dass die Personen, die diesen Dienst empfangen, sich in einem Rahmen von Sicherheit und Verlässlichkeit bewegen können. Menschen haben ein Recht zu wissen, was mit ihnen geschieht und in welcher Weise ein Dienst der Heilung an ihnen vollzogen werden soll.

Rechenschaftspflicht und Regelungen in den Diözesen:

Jeder, der sich in einem Dienst der Heilung versteht, benötigt klare Strukturen der Rechenschaftspflichtigkeit und muss mit denjenigen verbunden sein, die innerhalb der Diözese ein Aufsichtsamt in dieser Hinsicht wahrnehmen. Es sollte in jeder Hinsicht sichergestellt werden, dass alle diejenigen, die etwas mit heilenden Diensten zu tun haben, über die geltenden gesetzlichen Bestimmungen Bescheid wissen, die für den Heilungsdienst wichtig sind, z.B. Datenschutzbestimmungen, Zustimmungspflicht etc. Die in manchen Diözesen bestehenden Regelungen müssen beachtet werden.

6.4 Aus- und Fortbildung für die CMBT-Praxis

Alle am CMBT-Dienst der Heilung Beteiligten sollten eine angemessene Ausbildung für diesen Dienst haben und sich regelmäßig einer Fortbildung unterziehen, um über relevante Entwicklungen im fachlichen Bereich auf dem Laufenden gehalten zu werden.

Kompetenz und Kompetenzgrenzen:

Jede Person, die an heilenden Diensten mitwirkt, sollte sich ihrer Kompetenzgrenzen bewusst sein und sicherstellen, dass sie im Rahmen der zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ausreichend für den Dienst vorbereitet und ausgerüstet ist. Wenn die Eignung einer Person in Zweifel steht, in Mitleidenschaft gezogen wurde oder es ernsthafte Interessenskonflikte gibt, die die Integrität des Heilungsdienstes beeinträchtigen, sollte sich die Person aus der aktiven Wahrnehmung eines heilenden Dienstes zurückziehen. Die professionellen Kompetenzgrenzen im Blick auf die Gesundheitsdienste und andere Seelsorge- und Beratungsbereiche sollten beachtet werden.

Sicherheit

Alle erforderlichen Maßnahmen sollten getroffen werden um sicherzustellen, dass die Personen, die diesen Dienst empfangen, sich in einem Rahmen von Sicherheit und Verlässlichkeit bewegen können. Menschen haben ein Recht zu wissen, was mit ihnen geschieht und in welcher Weise ein Dienst der Heilung an ihnen vollzogen werden soll.

[Seite 40]

Rechenschaftspflicht und Regelungen in den Diözesen

Jeder, der sich in einem Dienst der Heilung versteht, benötigt klare Strukturen der Rechenschaftspflichtigkeit und muss mit denjenigen verbunden sein, die innerhalb der Diözese ein Aufsichtsamt in dieser Hinsicht wahrnehmen. Es sollte in jeder Hinsicht sichergestellt werden, dass alle diejenigen, die etwas mit heilenden Diensten zu tun haben, über die gelten [sic!] gesetzlichen Bestimmungen Bescheid wissen, die für den Heilungsdienst wichtig sind, z.B. Datenschutzbestimmungen, Zustimmungspflicht etc. Die rechtlichen Fragen müssen auch hinsichtlich der Krankenversicherungszuständigkeiten abgeklärt sein. Die in manchen Diözesen bestehen Regelungen müssen beachtet werden.

Aus- und Fortbildung

Alle an Diensten der Heilung Beteiligten müssen eine angemessene Ausbildung für diesen Dienst haben und sich regelmäßig einer Fortbildung unterziehen, um über relevante Entwicklungen im fachlichen und ökumenischen Bereich auf dem Laufenden gehalten zu werden.

Kompetenz und Kompetenzgrenzen

Jede Person, die an heilenden Diensten mitwirkt, sollte sich ihrer Begrenzungen und Kompetenzgrenzen bewusst sein und sicherstellen, dass sie im Rahmen der zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ausreichend für den Dienst vorbereitet und ausgerüstet ist. Wenn die Eignung einer Person in Zweifel steht, in Mitleidenschaft gezogen wurde oder es ernsthafte Interessenskonflikte gibt, die die Integrität des Heilungsdienstes beeinträchtigen, sollte sich die Person aus der aktiven Wahrnehmung eines heilenden Dienstes zurückziehen. Die professionellen Kompetenzgrenzen im Blick auf die Gesundheitsdienste und andere Seelsorge- und Beratungsbereiche sollten beachtet werden.

Anmerkungen

Nur marginale Änderungen, insbesondere wird auf die CMBT-Praxis spezifiziert. Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith) Agrippina1

[130.] Jpm/Fragment 379 01 - Diskussion
Bearbeitet: 22. July 2012, 10:45 WiseWoman
Erstellt: 19. July 2012, 12:42 (Hindemith)
Church of England 2007, Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 379, Zeilen: 1-24
Quelle: Church of England 2007
Seite(n): 40, 41, Zeilen: 28-34; 1-3, 13-18, 23-29
6.5 Persönliches Verhalten

Der heilende Dienst der Kirche ist Teil der Verkündigung des Evangeliums. Das persönliche Verhalten des Einzelnen sollte so gestaltet sein, dass es für alle Vertrauen erweckend ist, die diesen Dienst wahrnehmen, und nicht das Vertrauen beeinträchtigt. Die Sprache, die persönliche Hygiene, das generelle Erscheinungsbild, die Körpersprache und der Stil der Berührung sollten so gestaltet sein, dass sie dem Heilungsdienst angemessen sind, und vorsichtig gegenüber denjenigen, die den heilenden Dienst empfangen. An niemandem darf gegen seinen Willen ein Dienst der Heilung vollzogen werden.

Übergreifende Fachberatung und Psychotherapie im Rahmen der CMBT

Psychotherapeutische Behandlungsmethoden, die sich von seelsorgerlicher Beratung unterscheiden, sollten nur von fachlich professionell ausgebildetem Personal und von Therapeuten angeboten werden, die an die ethischen Verhaltenskodices ihrer eigenen Profession gebunden und über ihre berufsständigen Versicherungen abgesichert sind.

Interdisziplinäre und interkonfessionelle Kooperation

Der CMBT - Heilungsdienst sollte, wenn möglich, in Kooperation mit den Seelsorgern und Vertretern anderer Konfessionen und im Rahmen der Ökumene wahrgenommen werden, ebenfalls in interdisziplinärer Kooperation mit den professionellen Diensten des Gesundheitswesens z.B. mit Kliniken, Alten- und Pflegeheimen, unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die in dem dortigen System geltenden Rahmenbestimmungen beachtet werden.

Persönliches Verhalten

Der heilende Dienst der Kirche ist Teil der Verkündigung des Evangeliums. Das persönliche Verhalten des Einzelnen sollte so gestaltet sein, dass es für alle Vertrauen erweckend ist, die diesen Dienst wahrnehmen, und nicht das Vertrauen beeinträchtigt. Die Sprache, die persönliche Hygiene, das generelle Erscheinungsbild, die Körpersprache und der Stil der Berührung sollten so gestaltet sein, dass sie dem Heilungsdienst angemessen sind, be-

[Seite 41]

dacht und vorsichtig gegenüber denjenigen, die den heilende [sic!] Dienst empfangen. An niemandem darf gegen seinen Willen ein Dienst der Heilung vollzogen werden.

[...]

Fachberatung und Psychotherapie

Diese besonderen Behandlungsmethoden, die sich von seelsorgerlicher Beratung unterscheiden, sollten nur von fachlich professionell ausgebildetem Personal und von Therapeuten angeboten werden, die an die ethischen Verhaltenskodices ihrer eigenen Profession gebunden sind und über ihre berufsständigen Versicherungen abgesichert sind.

[...]

Partnerschaft

Der Heilungsdienst sollte, wenn möglich, in Kooperation mit den Seelsorgern und Vertretern anderer Konfessionen und mit unseren ökumenischen Partnern wahrgenommen werden, ebenfalls in interdisziplinärer Kooperation mit den professionellen Diensten des Gesundheitswesens unter Berücksichtung der Tatsache, dass die in dem dortigen System gelten Rahmenbestimmungen beachtet werden.

Anmerkungen

Keine Quellenangabe, trotz weitgehend wörtlicher Übernahme

Sichter
Hindemith. Agrippina1

[131.] Jpm/Fragment 379 25 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 13:05 Graf Isolan
Erstellt: 19. July 2012, 21:44 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jakob 2007, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 379, Zeilen: 25-36
Quelle: Jakob_2007
Seite(n): 48, Zeilen: 1-21
6.6 Grenzen und Missverständnisse der heilenden pastoralen Dienste

Der Heilungsauftrag der Gemeinde und der Ausdruck „heilende Pastoral“ führen des öfteren zu Widerspruch und Ablehnung. Auf Ablehnung stößt die Vorstellung vom heilenden Wirken der Pastoral/Diakonie bei denen, die vom westlichen, naturwissenschaftlich geprägten Begriff von Heilung ausgehen und „heilen“ dementsprechend ausschließlich als Beseitigung körperlicher oder seelischer Defizite verstehen. Die Rede von der „heilenden Pastoral“ weckt dann den Eindruck, es ginge hier in erster Linie um Heilen im medizinischen Sinne in Konkurrenz zur modernen Medizin. Mit dem Ausdruck heilende Pastoral/Diakonie ist aber eindeutig mehr gemeint als das Beseitigen körperlicher und seelischer Gebrechen. Heilung – im erweiterten Sinne – geschieht zum Beispiel auch dann, [wenn es durch Erfahrung eines tragenden Netzes der Gemeinschaft und des Gebets von Mitmenschen einem medizinisch unheilbar Kranken möglich ist, sich mit seiner Krankheit, seinen Mitmenschen und mit Gott auszusöhnen.]

Heilende Gemeinde – Missverständnisse und Gefahren

Die Rede vom Heilungsauftrag der Gemeinde und der Ausdruck „heilende Gemeinde“ führten und führen nicht selten zu Widerspruch und Ablehnung.

Auf Ablehnung stößt die Vorstellung vom heilenden Wirken der Gemeinde bei denen, die von unserem westlichen, naturwissenschaftlich geprägten Begriff von Heilung ausgehen und „heilen“ dementsprechend ausschließlich als die Beseitigung körperlicher oder seelischer Defizite verstehen. Die Rede von der „heilenden Gemeinde“ weckt dann den Eindruck, es ginge hier in erster Linie um ein Heilen im medizinischen Sinne, eventuell geradezu in Konkurrenz zur modernen Medizin. Während im angelsächsischen Sprachraum durch die Unterscheidung zwischen „to heal“ und „to cure“ mit dem Ausdruck „healing community“ eindeutig mehr gemeint ist als das Beseitigen körperlicher und seelischer Gebrechen, haben wir im Deutschen kaum eine Möglichkeit der begrifflichen Differenzierung.

Heilung – im erweiterten Sinne – geschieht zum Beispiel gerade auch dann, wenn es durch die Erfahrung eines tragenden Netzes der Gemeinschaft und des Gebets von Mitmenschen einem medizinisch unheilbar kranken Menschen möglich ist, sich mit seiner Krankheit, mit seinen Mitmenschen und mit Gott auszusöhnen.

Anmerkungen

Kein Quellenverweis vorhanden.

Der letzte Abschnitt wurde auch schon hier in die Dissertation eingebaut: Jpm/Fragment 367 25

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb

[132.] Jpm/Fragment 380 01 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 13:00 Graf Isolan
Erstellt: 19. July 2012, 21:47 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jakob 2007, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 380, Zeilen: 1-6
Quelle: Jakob_2007
Seite(n): 48, Zeilen: 17-22
[Heilung – im erweiterten Sinne – geschieht zum Beispiel auch dann,] wenn es durch Erfahrung eines tragenden Netzes der Gemeinschaft und des Gebets von Mitmenschen einem medizinisch unheilbar Kranken möglich ist, sich mit seiner Krankheit, seinen Mitmenschen und mit Gott auszusöhnen. Hier geschieht spirituell-ganzheitliche Heilung in einem tieferen Sinne, obwohl eine Heilung im medizinischen Sinne vielleicht nicht eintritt. Heilung – im erweiterten Sinne – geschieht zum Beispiel gerade auch dann, wenn es durch die Erfahrung eines tragenden Netzes der Gemeinschaft und des Gebets von Mitmenschen einem medizinisch unheilbar kranken Menschen möglich ist, sich mit seiner Krankheit, mit seinen Mitmenschen und mit Gott auszusöhnen. Hier geschieht Heilung in einem tiefen Sinne, obwohl eine Heilung im medizinischen Sinne nicht eintritt.
Anmerkungen

Kein Quellenverweis vorhanden. Fortsetzung von der Vorseite

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb

[133.] Jpm/Fragment 380 21 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 13:02 Graf Isolan
Erstellt: 19. July 2012, 22:01 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jakob 2007, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 380, Zeilen: 21-34
Quelle: Jakob_2007
Seite(n): 48, Zeilen: 23ff
Grenzen und Missverständnisse bezüglich heilender Pastoral/Diakonie werden erwähnt, indem darauf hingewiesen wird, dass der Begriff „heilende Pastoral/Diakonie“ aktivistisch missverstanden werden könnte in dem Sinne, dass in einer heilenden Pastoral/Diakonie alles von menschlicher Aktivität abhinge, dass einzelne Starke, Gesunde, sich den Schwachen, Kranken, zuwenden. Zu den vielerlei Aktivitäten in den Gemeinden käme jetzt also auch noch die Verpflichtung, heilend zu wirken. Daher ist es wichtig, zu umschreiben, was der Ausdruck „heilende Pastoral“ beinhaltet: Eine Pastoral oder Diakonie „wirkt“ nicht heilend aus sich selbst und aus eigener Kraft, sondern in der Pastoral ist es möglich, die heilende Nähe Gottes im Leben zu erbitten, zu erfahren und einander mitzuteilen. In der heilenden Pastoral setzen sich Menschen füreinander und miteinander ein und erwarten die spirituell-ganzheitliche Heilung, Heiligung und letztendlich alles von Gott. Einwände gegen die Rede von der heilenden Gemeinde werden vor allem von dem Theologen Ulrich Bach vorgetragen. Er weist besonders darauf hin, dass der Begriff „heilende Gemeinde“ aktivistisch missverstanden werden kann in dem Sinne, dass in einer heilenden Gemeinde alles von menschlicher Aktivität abhinge, dass einzelne Starke, Gesunde, sich den Schwachen, Kranken, zuwenden. Zu den vielerlei Aktivitäten in den Gemeinden käme jetzt also auch noch die Verpflichtung, heilend zu wirken. Es ist gut, auf dieses Missverständnis hinzuweisen und es ist wichtig, zu umschreiben, was wir mit dem Ausdruck meinen: Eine Gemeinde „wirkt“ nicht heilend aus sich selbst und aus eigener Kraft, sondern in der Gemeinde ist es möglich, die heilende Nähe Gottes im Leben der Gemeinschaft und der Einzelnen zu erbitten, zu erfahren und einander mitzuteilen. Eine heilende Gemeinde ist eine Gemeinschaft von „Nicht-Perfekten“, die ihre jeweiligen Stärken füreinander und miteinander einsetzen und alles von Gott erwarten.
Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Man beachte, dass der in der Quelle zu findende Verweis auf Ulrich Bach entfernt wurde, obwohl dessen Gedanke angepasst übernommen wurde.

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb

[134.] Jpm/Fragment 381 06 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 13:07 Graf Isolan
Erstellt: 20. July 2012, 18:31 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jakob 2007b, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 381, Zeilen: 6-16
Quelle: Jakob_2007b
Seite(n): 14, Zeilen: -
Das Gebet miteinander und füreinander gehört zum Umgang mit einer Erkrankung und zum Heilungsprozess wesentlich dazu. Es ist oftmals nicht ausreichend, dem Kranken medizinische Versorgung zukommen zu lassen, da Heilung viel mehr bedeutet. Obwohl es für uns üblich ist, bei einer Erkrankung die Diagnostik und Therapie in fachliche Hände abzugeben und in eine gewisse Distanz zu der Erkrankung zu treten, wissen wir, dass eine Erkrankung unser Leben in all seinen Dimensionen betrifft und spirituell-ganzheitliche Heilung auf verschiedenen Ebenen z.B. durch Einbindung in eine Gemeinschaft von Menschen, die um die eigene Not wissen und sie ein Stück weit mittragen, geschehen kann. [Zeile 25-29]

Das Gebet miteinander und füreinander gehört zum Umgang mit einer Krankheit und zum Heilungsprozess wesentlich dazu. Es ist nicht damit getan, der/dem Kranken medizinische Versorgung zukommen zu lassen. Die Menschen wissen: Heilung bedeutet viel mehr.

[Zeile 14-23]

Während es für uns noch üblich ist, im Falle einer Erkrankung die Diagnostik und Behandlung weitgehend in fachliche Hände abzugeben und dadurch in eine gewisse Distanz zu der Erkrankung zu treten, wissen zum Beispiel afrikanische oder asiatische Menschen sehr genau, dass eine Erkrankung ihr Leben in allen seinen Dimensionen betrifft. Was tut eine Frau in Afrika, wenn sie oder ihr Kind krank ist? Natürlich versucht sie, eine medizinische Behandlung zu bekommen. Aber gleichzeitig geschieht mehr: Sie ist eingebunden in eine Gemeinschaft von Menschen, die um ihre Not wissen und diese ein Stück weit zu ihrer Sorge machen. Sie und ihr Kind werden von der Gemeinschaft mitgetragen.

Anmerkungen

Kein Quellenverweis. Deutliche Änderungen, trotzdem ist die Quelle eindeutig.

Sichter
(Hindemith), ArmDranBeinAb

[135.] Jpm/Fragment 386 11 - Diskussion
Bearbeitet: 22. July 2012, 10:50 WiseWoman
Erstellt: 20. July 2012, 13:45 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÖRK 2007

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 386, Zeilen: 11-15
Quelle: ÖRK 2007
Seite(n): 52, Zeilen: 31-35
Indem das Christentum bekräftigte, dass Gott selbst im Leben seines Sohnes Erfahrungen der Schwachheit durchlebt hat und sogar den Tod selbst erfahren hat, verwandelte es das Gottesverständnis auf revolutionäre Weise und veränderte tief greifend die Grundeinstellung der Glaubensgemeinschaft zu den Kranken, Alten und Sterbenden. Indem das Christentum bekräftigte, dass Gott selbst im Leben seines Sohnes Erfahrungen der Schwachheit durchlebt hat und sogar den Tod selbst erfahren hat, verwandelte es das Gottesverständnis auf revolutionäre Weise und veränderte tief greifend die Grundeinstellung der Glaubensgemeinschaft zu den Kranken, den Alten und den Sterbenden.
Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt

Sichter
(Hindemith) Agrippina1

[136.] Jpm/Fragment 387 25 - Diskussion
Bearbeitet: 24. July 2012, 11:17 Fret
Erstellt: 20. July 2012, 14:10 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, ÖRK 2007

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 387, Zeilen: 25-38
Quelle: ÖRK 2007
Seite(n): 57, Zeilen: 16-24
Im Gegensatz zu dem, was man gewöhnlich bei Heilungen erlebt, dass Menschen entweder seelisch und/oder körperlich geheilt werden, führen die Heilungen Jesu stets zu spirituell-ganzheitlicher und völliger Wiederherstellung von Leib und Seele. Die Heilungen, die als Zeichen und Wunder dienen, verweisen auf die göttliche Herrschaft und Fülle des Lebens, die wiederum für Überwindung von Leiden und Tod stehen, wie es von Gott verheißen und von den Propheten angekündet wurde. Doch diese Wundertaten waren nicht nur Zeichen oder Hinweise auf die neue Schöpfung, die „Endzeit“ (eschaton), sondern auch Ausdruck seiner Liebe und Barmherzigkeit zu den in Not geratenen Menschen. Christus heilte diejenigen, die zu ihm kamen oder zu ihm gebracht wurden, die an ihn glaubten und ihn um Heilung baten, jedoch nicht alle Kranken seiner Zeit. Denn das bereits gegenwärtige Reich Gottes wird erst am Ende der Zeiten [vollendet.] Im Gegensatz zu dem, was wir gewöhnlich bei Heilungen erleben, führten Jesu Heilungen stets zu einer völligen Wiederherstellung von Leib und Seele. Er eröffnete die neue Schöpfung, die „Endzeit“ (eschaton) durch Zeichen und Wunder, die hinweisen auf die Fülle des Lebens, die Überwindung von Leiden und Tod, wie es von Gott verheißen und von den Propheten angekündet wurde. Doch diese Wundertaten waren nicht mehr als Zeichen oder Hinweise. Christus heilte diejenigen, die zu ihm kamen oder zu ihm gebracht wurden. Er heilte jedoch nicht alle Kranken seiner Zeit. Das bereits gegenwärtige Reich Gottes wird noch erwartet.
Anmerkungen

Ein Quellenverweis ist nicht vorhanden; die verschleiernde Übernahme der Quelle ist dem Leser nicht kenntlich gemacht.

Sichter
ArmDranBeinAb

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