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Diagnostik und Therapie der Transplantatqualität

von Dr. Katja Kotsch

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Kk/Fragment 028 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-11-05 18:16:16 Singulus
Fragment, Gesichtet, Kk, Pratschke 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 28, Zeilen: 1-33
Quelle: Pratschke 2003
Seite(n): 35, 37, Zeilen: 35: 12ff; 37: 3ff
4.3. Therapeutische Ansätze zur Verbesserung der Transplantatqualität nach Spender-Hirntod

Die immunologischen Auswirkungen des Spenderhirntodes entsprechen pathophysiologisch denen nach Ischämie-/Reperfusionsschäden. Vergleicht man weitergehend die Langzeitfunktion transplantierter Organe, so ähneln die morphologischen und immunologischen Veränderungen nach dem Hirntodschaden denen nach ausgeprägter ischämischer Schädigung. Als gemeinsamer pathophysiologischer Mechanismus steigert der unspezifische Organschaden die Immunogenität des Organs. Nach Transplantation kommt es zu einer verstärkten Empfängerimmunantwort, welche sowohl die Inzidenz als auch die Intensität akuter und chronischer Abstoßungen beeinflusst. Die Beobachtung, dass Risikofaktoren für die Transplantatfunktion sowohl Antigen-abhängig als auch Antigen-unabhängig sind, betont die Bedeutung der Transplantatqualität. Möglicherweise lässt sich sowohl durch eine Reduktion Hirntodassoziierter Schäden eine Reduktion des Ischämie-/Repefusionsschadens [sic] mit einer resultierenden verbesserten Langzeitfunktion erzielen. In diesem Zusammenhang bietet sich als mögliches Therapiekonzept die Vorbehandlung hirntoter Organspender an.

Bisherige Ansätze unter Verwendung von Hormonersatztherapien oder Katecholaminen in hirntoten Spendern sind widersprüchlich und nicht viel versprechend (NOVITZKY & COOPER 1988, HARMS et al. 1993, SCHNUELLE et al. 1999). Weitere Arbeiten untersuchten die Effekte einer gezielten Spendervorbehandlung mit löslichen P-selectin glycoprotein ligand (sPSGL) nach allogener Nierentransplantation (GASSER et al. 2002), welche in einer verminderten Rate akuter Abstoßungen sowie verbesserten Langzeitfunktionen resultierte. Die anti-inflammatorische Potenz von Steroiden ist im klinischen Alltag bekannt und beruht neben der Proliferationshemmung immunkompetenter Zellen auf einer unspezifischen Blockade der Produktion von Zytokinen und Zellprodukten. Bisherige Untersuchungen mit Steroiden belegen eine Reduktion der zellulären und inflammatorischen Veränderungen. Nach Spendervorbehandlung waren die Funktion und das Überleben von Kadaverspenderorganen im Vergleich zu unbehandelten Organen deutlich verbessert (PRATSCHKE et al. 2001). Diese Ergebnisse demonstrieren, dass die Hirntod-induzierten proinflammatorischen Veränderungen in Organen von hirntoten Spendern durch gezielte immunmodulatorische Spendervorbehandlung reduziert werden können und implementieren eine gezielte klinische Vorbehandlung hirntoter Spender.

Die immunologischen Auswirkungen des Spenderhirntodes entsprechen pathophysiologisch denen nach Ischämie/Reperfusionsschäden. Vergleicht man weitergehend die Langzeitfunktion transplantierter Organe, so ähneln die morphologischen und immunologischen Veränderungen nach dem Hirntodschaden denen nach ausgeprägter ischämischer Schädigung. Als gemeinsamer pathophysiologischer Mechanismus steigert der unspezifische Organschaden die Immunogenität des Organs. Nach Transplantation kommt es zu einer verstärkten Empfängerimmunantwort, welche sowohl die Inzidenz als auch die Schwere akuter und chronischer Abstossungen beeinflusst. Die Beobachtung, dass Risikofaktoren für die Transplantatfunktion sowohl Antigen-abhängig als auch Antigen-unabhängig sind, betont die Bedeutung der Transplantatqualität.

Möglicherweise lässt sich sowohl durch eine Reduzierung Hirntod-assoziierter Schäden eine Reduktion des Ischämie/Repefusionsschadens [sic] mit einer resultierenden verbesserten Langzeitfunktion erzielen. In diesem Zusammenhang bietet sich als mögliches Therapiekonzept die Vorbehandlung hirntoter Organspender an.

[Seite 37]

4.5 Therapeutische Ansätze zur Verbesserung der Transplantatqualität

[...]

Die bislang veröffentlichten Ergebnisse von Hormonersatztherapien in hirntoten Spendern sind widersprüchlich und nicht vielversprechend (70;81;97). Wir untersuchten die Effekte einer gezielten Vorbehandlung mit Steroiden und einem spezifischen Ansatz der immunologischen Spendervorbehandlung mit sPSGL. Die antiinflammatorische Potenz von Steroiden ist im klinischen Alltag bekannt und beruht neben der Proliferationshemmung immunkompetenter Zellen auf einer unspezifischen Blockade der Produktion von Zytokinen und Zellprodukten. [...] Beide Therapieansätze waren in unseren Versuchen effektiv

[Seite 38]

in der Reduktion der zellulären und inflammatorischen Veränderungen. Nach Spendervorbehandlung ist die Funktion und das Überleben von Kadaverspenderorganen im Vergleich zu unbehandelten Organen deutlich verbessert. Unsere Ergebnisse demonstrieren deutlich, dass die Hirntodinduzierten proinflammatorischen Veränderungen in Organen von hirntoten Spendern durch immunmodulatorische Spendervorbehandlung reduziert werden können. Diese Ergebnisse legen die gezielte klinische Vorbehandlung hirntoter Spender nahe.


70. Salim A, Pantelis V, Velmahos GC, et al. The role of thyroid hormone administration in potential organ donors. Arch Surg 2001; 136: 1377.

81. Macoviak JA, McDougnall IR, Bayer MF. Significance of thyroid dysfunction in human cardiac allograft procurement. Transplantation 1987; 43: 737.

97. Harms J, Isemer FE, and Kolenda H. Hormonal alteration and pituitary function during course of brain stem death in potential organ donors. Transplantation 56, 363. 1993.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Der Rechtschreibfehler "Repefusionsschadens" findet sich identisch in der Quelle und in der untersuchten Arbeit.

Sichter
(Hindemith) Singulus


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Singulus, Zeitstempel: 20141105181556

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