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Epidemiologische und kernspintomographische Verlaufskontrolle 10 Jahre nach vermutlich falscher Diagnose Brustkrebs

von Dr. Katja Marion Langerbein

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[1.] Kml/Fragment 053 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2017-09-12 21:10:29 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Hauth et al 2006, Kml, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 53, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Hauth et al 2006
Seite(n): 134, Zeilen: l. Spalte: 32ff
[Da die übliche Verteilung der] Tumorstadien zeigt, dass lediglich 3,5% aller Tumoren im Stadium 0 (in situ) und nur 30% aller Tumoren im Stadium I ohne Lymphknotenmetastasen diagnostiziert werden, war die Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei den 102 Diagnosen von Frühkarzinomen bzw. in situ Karzinomen der betroffenen Frauen um richtige Diagnosen handelt, aus epidemiologischer Sicht als praktisch null zu betrachten [Spelsberg, A., 2001].

Wir konnten in unserem Kollektiv der 154 Frauen in 129 Fällen das initial diagnostizierte Tumorstadium der betroffenen Brust ermitteln und ähnliche Ergebnisse feststellen, wonach der Anteil der pT1-Tumoren ohne Lymphknotenmetastasen mit 48,8% und der Anteil an in situ Karzinomen mit 19,4% höher lag als üblich. Im Gegensatz zu den diagnostizierten Frühstadien konnten wir jedoch mit 49,4% einen hohen Anteil an ausgedehnten Primäreingriffen im Sinne einer Ablatio mammae feststellen. Ebenso konnten wir eine hohe Rate an Operationen der gegenseitigen Brust dokumentieren. Bei 50/154 (32,5%) Frauen erfolgte mit der Operation der betroffenen Brust ein gleichzeitiger operativer Eingriff der kontralateralen Brust, wobei in 20 Fällen eine beidseitige Ablatio mammae durchgeführt wurde. Möglicherweise ist die hohe Rate an Ablatio mammae darauf zurückzuführen, dass die Befunde, die in der Bildgebung praeoperativ nicht reproduzierbar waren, als maligne diagnostiziert wurden. Die fehlende Reproduzierbarkeit in der bildgebenden Diagnostik wird vermutlich zu einer Unsicherheit geführt haben, die in ausgedehnten operativen Eingriffen resultierte.

Bei 30/50 (60%) Frauen mit gleichzeitiger Operation der gegenseitigen Brust wurde das histopathologische Ergebnis als maligne beschrieben. Bei 24/154 (15,6%) Frauen erfolgte die Operation der gegenseitigen Brust 1-8 Monate später, wobei die histopathologische Diagnose in 7/24 (29%) Fällen ein Mammakarzinom ergab.


54. Spelsberg, A. (2001): Kommentar zum Essener Brustkrebsskandal aus epidemiologischer Sicht. Euroregionales Zentrum für Qualitätssicherung, Tumorzentrum Aachen e.V. Aachen, 1-17.

Da die übliche Verteilung der Tumorstadien zeigt, dass lediglich 3,5% aller Tumoren im Stadium 0 (in situ) und nur 30% aller Tumoren im Stadium I ohne Lymphknotenmetastasen diagnostiziert werden, war die Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei den 102 Diagnosen von Frühkarzinomen bzw. in situ Karzinomen der betroffenen Frauen um richtige Diagnosen handelt, aus epidemiologischer Sicht als praktisch null zu betrachten [11].

Wir konnten in unserem Kollektiv der 154 Frauen in 129 Fällen das initial diagnostizierte Tumorstadium der betroffenen Brust ermitteln und ähnliche Ergebnisse feststellen, wonach der Anteil der pT1-Tumoren ohne Lymphknotenmetastasen mit 48,8% und der Anteil an situ Karzinomen mit 19,4% höher lag als üblich. Im Gegensatz zu den diagnostizierten Frühstadien konnten wir jedoch mit 49,4% einen hohen Anteil an ausgedehnten Primäreingriffen im Sinne einer Ablatio mammae feststellen. Ebenso konnten wir eine hohe Rate an Operationen der gegenseitigen Brust dokumentieren. Bei 50/154 (32,5 %) Frauen erfolgte mit der Operation der betroffenen Brust ein gleichzeitiger operativer Eingriff der kontralateralen Brust, wobei in 20 Fällen eine beidseitige Ablatio mammae durchgeführt wurde. Möglicherweise ist die hohe Rate an Ablatio mammae darauf zurückzuführen, dass die Befunde, die in der Bildgebung praeoperativ nicht reproduzierbar waren, als maligne diagnostiziert wurden. Die fehlende Reproduzierbarkeit in der bildgebenden Diagnostik wird vermutlich zu einer Unsicherheit geführt haben, die in ausgedehnten operativen Eingriffen resultierte.

Bei 30/50 (60 %) Frauen mit gleichzeitiger Operation der gegenseitigen Brust wurde das histopathologische Ergebnis als maligne beschrieben. Bei 24/154 (15,6 %) Frauen erfolgte die Operation der gegenseitigen Brust 1–8 Monate später, wobei die histopathologische Diagnose in 7/24 (29%) Fällen ein Mammakarzinom ergab.


11 Spelsberg A, Euroregionales Zentrum für Qualitätssicherung, Tumorzentrum Aachen e. V. Kommentar zum Essener Brustkrebsskandal aus epidemiologischer Sicht. Aachen 2001; 1–17

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith), MekHunter


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Hindemith, Zeitstempel: 20170912211516

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