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Epidemiologische und kernspintomographische Verlaufskontrolle 10 Jahre nach vermutlich falscher Diagnose Brustkrebs

von Dr. Katja Marion Langerbein

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[1.] Kml/Fragment 054 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2017-09-12 21:10:45 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Hauth et al 2006, Kml, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 54, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Hauth et al 2006
Seite(n): 134, Zeilen: r. Spalte: 9ff
Ein bilaterales Mammakarzinom kann synchron oder metachron in Erscheinung treten. Bei 0,3% bis 1,6% der Frauen mit Mammakarzinom tritt die Erkrankung klinisch synchron bilateral auf. Diese Rate steigt an bis zu 10%, wenn eine Biopsie der kontralateralen Brust routinemäßig zum Zeitpunkt der Primärtherapie eines bekannten Mammakarzinoms durchgeführt wird [Gabka, CJ. et al. 2005]. Eine bilaterale Mammakarzinomrate von 24%, wie sie bei den betroffenen Frauen diagnostiziert wurde, erscheint unglaubwürdig.

Wie bereits in dem Gutachten der Deutschen Gesellschaft für Senologie von 2000 festgestellt, konnten wir ebenfalls eine große Anzahl entfernter Lymphknoten beobachten. Demnach wurden pro Patientin im Mittel 29 Lymphknoten mit einer Spannweite von 4-60 Lymphknoten reseziert und histopathologisch untersucht. Eine pathologische Klassifkation der regionären Lymphknoten erfordert die Entfernung und Untersuchung der unteren axillären Lymphknoten (Level I). Für zwei untersuchte Level werden in der Regel 10 Lymphknoten entnommen [Lebeau, A. et al., 2005]. Bei klinischem Befall der Level I und II-Lymphknoten sollte auch die Resektion des Level III erfolgen [Kreienberg, R. et al., 2004]. Der hohe Anteil resezierter und histopathologisch untersuchter Lymphknoten bei den betroffenen Frauen erscheint, selbst bei Entnahme der Level I-III-Lymphknoten ungewöhnlich bis unglaubwürdig.

111/154 (72%) der betroffenen Frauen berichteten zum Zeitpunkt der Verlaufskontrolle über körperliche Beschwerden, die auf die Brustoperationen zurückzuführen waren. Darüber hinaus konnten psychische Folgen, private und berufliche Einschnitte beobachtet werden. Diese Beeinträchtigungen, die durch die operativen Eingriffe, Strahlen- und Chemotherapien und durch die Ungewissheit über die Mammakarzinomerkrankung entstanden sind, erfordern auch nach 10 Jahren individuell modifizierte Krebsfrüherkennungsuntersuchungen und weitere Rehabilitationsmaßnahmen der betroffenen Frauen.


16. Gabka, CJ., Anthuber, C., Bauerfeind, I., Baumeister, RGH., Eiermann, W., Függer, T., Funke, I., Hamann, U., Höß, C., Janni, W., Kolben, M., Lebeau, A., Plattner, B., Schwoerer, M., Untch, M., de Waal, JC. (2005): Operative Therapie des primären Mammakarzinoms. In: Sauer, H. (Eds.): Manual. Empfehlungen zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge. Mammakarzinome. 10. Auflage; S. 95-102. München: Tumorzentrum München und W. Zuckerschwerdt Verlag.

37. Lebeau, A., Högel, B., Nährig, J., Permanetter, W. (2005): Pathomorphologie des Mammakarzinoms. In: Sauer, H. (Eds.): Manual. Empfehlungen zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge. Mammakarzinome. 10. Auflage; S. 48-72. München: Tumorzentrum München und W. Zuckerschwerdt Verlag

31. Kreienberg, R., Kopp, L., Lorenz, W., Budach, W., Dunst, J., Lebeau, A., Lück, H-J., v. Minckwitz, G., Possinger, K., Sauerbrei, W., Sauerland, S., Souchon, R., Thomsson, C., Untch, M., Volm, T., Weis, J., Schmitt-Reißer, B., Koller, M., Heilmann, V. (2004): Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms der Frau. Interdisziplinäre Leitlinie der Deutschen Krebsgesellschaft und der beteiligten medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften. AWMF-Register Nr. 032/045.

Ein bilaterales Mammakarzinom kann synchron oder metachron in Erscheinung treten. In 0,3% bis 1,6% der Frauen mit Mammakarzinom ist die Erkrankung klinisch synchron bilateral. Diese Rate steigt an bis zu 10%, wenn eine Biopsie der kontralateralen Brust routinemäßig zum Zeitpunkt der Primärtherapie eines bekannten Mammakarzinoms durchgeführt wird [12]. Eine bilaterale Mammakarzinomrate von 24%, wie sie bei den betroffenen Frauen diagnostiziert wurde, erscheint unglaubwürdig.

Wie bereits in dem Gutachten der Deutschen Gesellschaft für Senologie [1] von 2000 festgestellt, konnten wir ebenfalls eine große Anzahl entfernter Lymphknoten beobachten. Demnach wurden pro Patientin im Mittel 29 Lymphknoten mit einer Spannweite von 4-60 Lymphknoten reseziert und histopathologisch untersucht. Eine pathologische Klassifkation der regionären Lymphknoten erfordert die Entfernung und Untersuchung der unteren axillären Lymphknoten (Level I). Für zwei untersuchte Level werden in der Regel 10 Lymphknoten entnommen [13]. Bei klinischem Befall der Level-I- und -II-Lymphknoten sollte auch die Resektion des Level III erfolgen [14]. Der hohe Anteil resezierter und histopathologisch untersuchter Lymphknoten bei den betroffenen Frauen erscheint, selbst bei Entnahme der Level-I–III-Lymphknoten ungewöhnlich bis unglaubwürdig.

111/154 (72%) der betroffenen Frauen berichteten zum Zeitpunkt der Verlaufskontrolle über körperliche Beschwerden, die auf die Brustoperationen zurückzuführen waren. Darüber hinaus konnten psychische Folgen, private und berufliche Einschnitte beobachtet werden. Diese Beeinträchtigungen, die durch die operativen Eingriffe, Strahlen- und Chemotherapien und durch die Ungewissheit über die Mammakarzinomerkrankung entstanden sind, erfordern auch nach 10 Jahren individuell modifizierte Krebsfrüherkennungsuntersuchungen und weitere Rehabilitationsmaßnahmen der betroffenen Frauen.


1 Deutsche Gesellschaft für Senologie – Der Vorstand. Zusammenfassende Stellungnahme zu den von der Interessengemeinschaft „Diagnose Brustkrebs“ angeforderten Gutachten. Marburg 4.1.2000; 1–8

12 Gabka CJ, Anthuber C, Bauerfeind I, Baumeister RGH, Eiermann W, et al. Operative Therapie des primären Mammakarzinoms. In: Manual. Empfehlungen zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge. Mammakarzinome. 10. Auflage. Tumorzentrum München und W. Zuckerschwerdt, München 2005; 95–102

13 Lebenau A, Högel B, Nährig J, Permanetter W. Pathomorphologie des Mammakarzinoms. In: Manual. Empfehlungen zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge. Mammakarzinome. 10. Auflage. Tumorzentrum München und W. Zuckerschwerdt, München 2005; 48–72

14 Kreienberg R, Kopp L, LorenzW, Budach W, Dunst J, Lebeau A, Lück H-J, Minckwitz G von, Possinger K, Sauerbrei W, Sauerland S, Souchon R, Thomsson C, Untch M, Volm T, Weis J, Schmitt-Reißer B, Koller M, Heilmann V. Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms der Frau. Interdisziplinäre Leitlinie der Deutschen Krebsgesellschaft und der beteiligten medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften. AWMF-Register Nr. 032/045. Juni 2004

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith), MekHunter


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Hindemith, Zeitstempel: 20170912211506

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