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Epidemiologische und kernspintomographische Verlaufskontrolle 10 Jahre nach vermutlich falscher Diagnose Brustkrebs

von Dr. Katja Marion Langerbein

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[1.] Kml/Fragment 058 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2017-09-12 21:17:29 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Hauth et al 2006, Kml, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 58, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Hauth et al 2006
Seite(n): 135, Zeilen: l. Spalte: 1ff
Sie könnte neben einer Mammographie als jährliches zusätzliches diagnostisches Verfahren eingesetzt werden.

Im Vergleich mit der Feldstudie des Tumorregisters München konnten wir für die betroffenen Frauen unter Berücksichtigung der Tumorstadien ein höheres beobachtetes Gesamtüberleben feststellen als erwartet. Dies ist ein Hinweis dafür, dass nicht alle Frauen an einem Mammakarzinom erkrankt waren.

Die im Verlauf aufgetretenen Tumorrezidive und/oder Metastasen waren ebenfalls geringer als erwartet. Der Anteil der Tumorprogressionen im Kollektiv des Tumorregisters München lag mit 29% höher als der Anteil der beobachteten Progressionen bei den betroffenen Frauen. Ein Vergleich der Daten von 1996-1998 aus dem Tumorregister München mit den Daten aus der Stufe-3-Leitlinie 2004 weist darauf hin, dass die Rate an Tumorrezidiven in den letzten 10 Jahren gesunken ist. Nach der Stufe-3-Leitlinie treten Lokalrezidive nach brusterhaltender Operation und Bestrahlung nach 10 Jahren mit einer Häufigkeit von 5-10% auf. Rezidive an der Thoraxwand nach Mastektomie werden in 4% (2-20%) beobachtet [Kreienberg, R. et al., 2004]. Die lokale Rezidivrate der betroffenen Frauen ist mit 5/154 (3%) etwas geringer als in den heutigen Leitlinien.

Die epidemiologischen Ergebnisse dieser Arbeit weisen darauf hin, dass nicht alle Frauen bei Diagnosestellung an einem Mammakarzinom erkrankt waren. Eine Aussage für den Einzelfall ist jedoch nicht möglich. Daher sollten die betroffenen Frauen weiterhin an einer Nachsorge bzw. Krebsvorsorge teilnehmen, als ob sie an einem Mammakarzinom erkrankt gewesen wären.

Durch die in der Zwischenzeit erfolgte Einrichtung von Brustzentren mit der Verpflichtung zu einem Qualitätsmanagement und zu einer umfassenden, sektorübergreifenden Dokumentation der Daten der Patientinnen, können Ereignisse, [wie sie im Falle der betroffenen Frauen geschehen sind, möglicherweise in Zukunft verhindert werden.]


31. Kreienberg, R., Kopp, L., Lorenz, W., Budach, W., Dunst, J., Lebeau, A., Lück, H-J., v. Minckwitz, G., Possinger, K., Sauerbrei, W., Sauerland, S., Souchon, R., Thomsson, C., Untch, M., Volm, T., Weis, J., Schmitt-Reißer, B., Koller, M., Heilmann, V. (2004): Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms der Frau. Interdisziplinäre Leitlinie der Deutschen Krebsgesellschaft und der beteiligten medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften. AWMF-Register Nr. 032/045.

Sie könnte neben einer Mammographie als jährliches zusätzliches diagnostisches Verfahren eingesetzt werden.

Im Vergleich mit der Feldstudie des Tumorregisters München konnten wir für die betroffenen Frauen unter Berücksichtigung der Tumorstadien ein höheres beobachtetes Gesamtüberleben feststellen als erwartet. Dies ist ein Hinweis dafür, dass nicht alle Frauen an einem Mammakarzinom erkrankt waren.

Die im Verlauf aufgetretenen Tumorrezidive und/oder Metastasen waren ebenfalls geringer als erwartet. Der Anteil der Tumorprogressionen im Kollektiv des Tumorregisters München lag mit 29% höher als der Anteil der beobachteten Progressionen bei den betroffenen Frauen. Ein Vergleich der Daten von 1996-1998 aus dem Tumorregister München mit den Daten aus der Stufe-3-Leitlinie 2004 weist darauf hin, dass die Rate an Tumorrezidiven in den letzten 10 Jahren gesunken ist. Nach der Stufe-3-Leitlinie treten Lokalrezidive nach brusterhaltender Operation und Bestrahlung nach 10 Jahren mit einer Häufigkeit von 5-10% auf. Rezidive an der Thoraxwand nach Mastektomie werden in 4% (2-20%) beobachtet [14]. Die lokale Rezidivrate der betroffenen Frauen ist mit 5/154 (3 %) etwas geringer als in den heutigen Leitlinien.

Die epidemiologischen Ergebnisse dieser Arbeit weisen darauf hin, dass nicht alle Frauen bei Diagnosestellung an einem Mammakarzinom erkrankt waren. Eine Aussage für den Einzelfall ist jedoch nicht möglich. Daher sollten die betroffenen Frauen weiterhin an einer Nachsorge bzw. Krebsvorsorge teilnehmen, als ob sie an einem Mammakarzinom erkrankt gewesen wären.

Durch die in der Zwischenzeit erfolgte Einrichtung von Brustzentren mit der Verpflichtung zu einem Qualitätsmanagement und zu einer umfassenden, sektorübergreifenden Dokumentation der Daten der Patientinnen können Ereignisse, wie sie im Falle der betroffenen Frauen geschehen sind, möglicherweise in Zukunft verhindert werden.


14 Kreienberg R, Kopp L, Lorenz W, Budach W, Dunst J, Lebeau A, Lück H-J, Minckwitz G von, Possinger K, Sauerbrei W, Sauerland S, Souchon R, Thomsson C, Untch M, Volm T, Weis J, Schmitt-Reißer B, Koller M, Heilmann V. Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms der Frau. Interdisziplinäre Leitlinie der Deutschen Krebsgesellschaft und der beteiligten medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften. AWMF-Register Nr. 032/045. Juni 2004

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) MekHunter


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Hindemith, Zeitstempel: 20170912211802

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