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Lcg/Fragment 019 01

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 19, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Mallig 2006
Seite(n): 19, 20, Zeilen: 19: 7ff; 20: 1ff
Um experimentell einen hämorrhagischen Schock auszulösen, wurden ebenfalls verschiedene Modelle an unterschiedlichen Spezies etabliert. Im Wesentlichen unterscheidet man zwischen unkontrollierten und druck- bzw. volumenkontrollierten Schockmodellen. Ein unkontrollierter hämorrhagischer Schock wird durch eine chirurgisch nicht kontrollierte Blutung ausgelöst. Wichtig ist hierbei, dass die Blutung über eine messbare Zeitspanne anhält, dabei ein signifikantes Blutvolumen verloren wird und die Blutung spontan endet(108). Bei dem druckkontrollierten Schockmodell nach Wiggers et al. von 1950 wird die zu entziehende Blutmenge über den Blutdruck reguliert(109). Dem Tier wird so viel Blut abgenommen, bis ein definierter mittlerer arterieller Druck (MAD) erreicht ist. Dieser wird dann bis zur Substitution für eine bestimmte Zeitspanne aufrechterhalten. Das durch Collins et al. 1969 etablierte volumenkontrollierte Schockmodell funktioniert analog, nur wird statt des MAD das abzunehmende Blutvolumen zur Kontrolle herangezogen. Über das Körpergewicht des Tieres wird sein Gesamtblutvolumen errechnet und ein definierter Teil dieses Blutvolumens abgenommen(110).

Um die klinische Situation der Hämorrhagie durch ein Trauma zu simulieren, werden die genannten Schockmodelle mit unterschiedlichen Traumata wie etwa einer Laparotomie oder Frakturen der langen Röhrenknochen kombiniert(107). Da insbesondere die Femurfraktur beim Menschen mit einem starken Blutverlust einhergeht, soll der experimentelle hämorrhagische Schock, der mit einer Femurfraktur kombiniert wird, in erster Linie diesen Blutverlust nachahmen. In der vorliegenden Studie wurde ein volumenkontrollierter hämorrhagischer Schock, mit einer geschlossenen Fraktur des Femurs und einem Schädelhirntrauma (Weight-Drop-Modell) im Sinne eines Polytraumas kombiniert. Die Methoden werden detailliert in Kapitel 4.4 beschrieben.


107. Wichmann, M. W., Zellweger, R., DeMaso, C. M., Ayala, A., Williams, C., and Chaudry, I. H.: Immune function is more compromised after closed bone fracture and hemorrhagic shock than hemorrhage alone, Arch.Surg. 131:995- 1000, 1996

108. Milles, G., Koucky, C. J., and Zacheis, H. G.: Experimental uncontrolled arterial hemorrhage, Surgery 60:434-442, 1966

109. WIGGERS, H. C., GOLDBERG, H., ROEMHILD, F., and INGRAHAM, R. C.: Impending hemorrhagic shock and the course of events following administration of dibenamine, Circulation 2:179-185, 1950

110. Collins, J. A., Braitberg, A., Margraf, H. W., and Butcher, H. R., Jr.: Hemorrhagic shock in rats. Measured blood volumes as the basis for the extent of hemorrhage, Arch.Surg. 99:484-488, 1969

Um experimentell einen hämorrhagischen Schock auszulösen, wurden ebenfalls verschiedene Modelle an unterschiedlichen Spezies etabliert. Im Wesentlichen unterscheidet man zwischen unkontrollierten und druck- bzw. volumenkontrollierten Schockmodellen. Ein unkontrollierter hämorrhagischer Schock wird durch eine chirurgisch nicht kontrollierte Blutung ausgelöst. Wichtig ist hierbei, dass die Blutung über eine messbare Zeitspanne anhält, dabei ein signifikantes Blutvolumen verloren wird und die Blutung spontan endet (MILLES et al. 1966). Bei dem druckkontrollierten Schockmodell wird die zu entziehende Blutmenge über den Blutdruck reguliert. Dem Tier wird so viel Blut abgenommen, bis ein definierter mittlerer arterieller Druck (MAD) erreicht ist. Dieser wird dann bis zur Substitution für eine bestimmte Zeitspanne aufrechterhalten (WIGGERS et al. 1950). Das volumenkontrollierte Schockmodell funktioniert analog, nur wird statt des MAD das abzunehmende Blutvolumen zur Kontrolle herangezogen. Über das Körpergewicht des Tieres wird sein Gesamtblutvolumen errechnet und ein definierter Teil dieses Blutvolumens abgenommen (COLLINS et al. 1969).

Um die klinische Situation der Hämorrhagie durch ein Trauma zu simulieren, werden die genannten Schockmodelle mit unterschiedlichen Traumata wie etwa einer Laparotomie oder Frakturen an langen Röhrenknochen kombiniert (WICHMANN et al. 1996). Da insbesondere die Femurfraktur beim Menschen mit einem starken Blutverlust einhergeht, soll der experimentelle hämorrhagische Schock, der mit einer Femurfraktur kombiniert wird, in erster Linie diesen Blutverlust nachahmen. In der vorliegenden Studie fand eine Kombination aus volumenkontrolliertem

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hämorrhagischen Schock und einer geschlossenen Fraktur des Femurs Anwendung. Die Methoden werden in Kapitel 4.3.2.2 detailliert beschrieben.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith), Klgn

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