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Lr/Fragment 045 01

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 45, Zeilen: 1-27
Quelle: Feldbruegge 2011
Seite(n): 67, 68, Zeilen: 67: 13 ff.; 68: 1 ff.
Auffällig waren auch signifikante Unterschiede in den Laborwerten. Diese Unterschiede sind wahrscheinlich durch die Umstände und Folgen der Reanimation und vor allem der darauf folgenden intensiven Therapiemaßnahmen erklärbar. Erhebliche Schwierigkeiten bei der Auswahl geeigneter Kontrollpatienten für ein Kollektiv reanimierter Patienten bedingt die spezielle Therapie nach einer Reanimation. Diese beinhaltet zahlreiche intensive Maßnahmen, die möglicherweise Einfluss auf die untersuchten pathophysiologischen Geschehnisse haben, so etwa die Gabe von Katecholaminen und Sedativa, die Intubation und Beatmung, die induzierte milde therapeutische Hypothermie, die Versorgung mit verschiedenen Gefäßkathetern sowie anderen intensivmedizinischen Maßnahmen. Eine Möglichkeit wäre nun, andere Patienten der Intensivstation als Kontrollen auszuwählen. Dabei ergeben sich jedoch neue Probleme: fast alle dieser Patienten müssten durch ihre, meist fortgeschrittene, Grunderkrankung ausgeschlossen werden. Es wurde daher für diese Studie beschlossen, Patienten von kardiologischen Normalstationen auszuwählen. Die Blutabnahme erfolgte dann nach der Koronarangiographie, die bei jedem der Kontrollpatienten durchgeführt wurde.

Es bleibt festzuhalten, dass dieses Kontrollkollektiv aus den oben genannten Gründen nicht ideal ist, jedoch fehlt bisher auch in anderen Reanimationsstudien ein überzeugenderer Ansatz. Die meisten der Autoren verwenden als Kontrollen sogar gesunde Probanden, welche aus den oben genannten Gründen als alleinige Kontrollen für die vorliegende Studie ungeeignet schienen [1], [37]. Eine weitere Besonderheit der Studienpopulation „Reanimierte Patienten“ ist die Schwierigkeit der retrospektiven Datenerfassung. So sind einige wichtige Informationen über die Ursachen und den Hergang des Herzstillstandes, wie zum Beispiel die Dauer der Hypoxie, im Nachhinein schwierig oder nur ungenau zu rekonstruieren, die aber für das weitere pathologische Geschehen sowie für die Prognoseeinschätzung sehr wichtig wären [70].


[1] Adrie C, Adib-Conquy M, Laurent I, Monchi M, Vinsonneau C, Fitting C, (2002) Successful cardiopulmonary resuscitation after cardiac arrest as a "sepsislike" syndrome. Circulation, 106 (5): p. 562-8.

[37] Gando S, Nanzaki S, Morimoto Y, Kobayashi S, Kemmotsu O, (2000) Out-ofhospital cardiac arrest increases soluble vascular endothelial adhesion molecules and neutrophil elastase associated with endothelial injury. Intensive Care Medicine, 26(1): p. 38–44.

[70] Neumar RW, Nolan JP, Adrie C, Aibiki M, Berg RA, Böttiger BW, Callaway C, Clark RS, Geocadin RG, Jauch EC, Kern KB, Laurent I, Longstreth WT Jr, Merchant RM, Morley P, Morrison LJ, Nadkarni V, Peberdy MA, Rivers EP, Rodriguez-Nunez A, Sellke FW, Spaulding C, Sunde K, Vanden Hoek T, (2008) Post-cardiac arrest syndrome: epidemiology, pathophysiology, treatment, and prognostication. A consensus statement from the International Liaison Committee on Resuscitation (American HeartAssociation, Australian and New Zealand Council on Resuscitation, European Resuscitation Council, Heart and Stroke Foundation of Canada, InterAmerican Heart Foundation, Resuscitation Council of Asia, and the Resuscitation Council of Southern Africa); the American Heart Association Emergency Cardiovascular Care Committee; the Council on Cardiovascular Surgery and Anesthesia; the Council on Cardiopulmonary, Perioperative, and Critical Care; the Council on Clinical Cardiology; and the Stroke Council. Circulation, 118(23): p. 2452-83.

Auffällig waren auch signifikante Unterschiede in den Laborwerten. Diese Unterschiede sind wahrscheinlich durch die Umstände und Folgen der Reanimation und vor allem der darauf folgenden intensiven Therapiemaßnahmen erklärbar. [...] Erhebliche Schwierigkeiten bei der Auswahl geeigneter Kontrollpatienten für ein Kollektiv reanimierter Patienten bedingt die spezielle Therapie nach einer Reanimation. Diese beinhaltet zahlreiche intensive Maßnahmen, die möglicherweise Einfluss auf die untersuchten pathophysiologischen Geschehnisse haben, so etwa die Gabe von Katecholaminen und Sedativa, die Intubation und Beatmung, die induzierte milde therapeutische Hypothermie, die Versorgung mit verschiedenen Gefäßkathetern sowie anderen intensivmedizinischen Maßnahmen. Eine Möglichkeit wäre nun, andere Patienten der Intensivstation als Kontrollen auszuwählen. Dabei ergeben sich jedoch neue Probleme: fast alle dieser Patienten müssten durch ihre, meist fortgeschrittene, Grunderkrankung ausgeschlossen werden. Es wurde daher für diese Studie beschlossen, Patienten von kardiologischen Normalstationen auszuwählen. Die Blutabnahme erfolgte dann vor und nach der Koronarangiographie, die bei einem der Reanimationsgruppe vergleichbaren Anteil der Kontrollpatienten durchgeführt wurde, so dass diese invasive Therapie als Einflussfaktor auf die Ergebnisse ausgeschlossen werden kann [George, 1992]. Es bleibt festzuhalten, dass dieses Kontrollkollektiv aus den oben genannten Gründen nicht ideal ist, jedoch fehlt bisher auch in anderen Reanimationsstudien ein überzeugenderer Ansatz. Die meisten der Autoren verwenden als Kontrollen sogar gesunde Pro-

[Seite 68:]

banden, welche aus oben genannten Gründen als alleinige Kontrollen für die vorliegende Studie ungeeignet schienen [Adrie, 2002; Gando, 2000].

Eine weitere Besonderheit der Studienpopulation „Reanimierte Patienten“ ist die Schwierigkeit der retrospektiven Datenerfassung. So sind einige wichtige Informationen über die Ursachen und den Hergang des Herzstillstandes, wie zum Beispiel die Dauer der Hypoxie, im Nachhinein schwierig oder nur ungenau zu rekonstruieren, die aber für das weitere pathologische Geschehen sowie für die Prognoseeinschätzung sehr wichtig wären [Neumar, 2008].

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
Hindemith

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