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Globalisierung, Global Governance und Demokratie

von Muwafaq Abu-Hammoud

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Mah/Fragment 145 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-21 17:49:44 WiseWoman
Antusch 2003, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mah, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 145, Zeilen: 1-14, 16-26
Quelle: Antusch 2003
Seite(n): 19-20, Zeilen: 19:16ff - 20:1-8
4.3.2 Kritik an der „NGOisierung“

NGO’s kommen in den Global Governance Konzepten große Bedeutung zu. Leider beschränken sich die Ausführungen dazu wieder auf wenig hilfreiche Phasen [sic]. NGO’s zeichnen sich durch „Problemlösungsfähigkeit und (...) demokratisches Potential“314 aus und können einen „produktiven Beitrag zur politischen Steuerung“315 leisten. Sie stellen außerdem einen „Impulsgeber für alternative Lösungsvorschläge“ dar und werden als „kostengünstiges Durchführungsorgan auf Projektebene“ betrachtet.316

Von den NGO’s selbst liegen allerdings kaum Stellungnahmen zu den Konzepten von Global Governance vor. Des weiteren kommt der „Zivilgesellschaft“ eine besondere Bedeutung zu. Allerdings ist nicht geklärt, was genau unter dem Begriff verstanden werden soll. Zum einen ist die Zivilgesellschaft einfach die Summe aller NGO’s, zum anderen aber auch Parteien, Gewerkschaften und sogar Unternehmensverbände. [...] Die Hauptfunktion der Zivilgesellschaft ist die Entlastung staatlicher Politik. Die verschiedenen NGO’s werden jedoch in den Global Governance Konzepten als einheitlich nebeneinander betrachtet, was der Realität nicht entspricht. Sanktionsmacht und Einflussmöglichkeiten der einzelnen NGO’s sind äußerst heterogen, und nicht selten hängt davon der Kooperationswille staatlicher Politik ab. Außerdem neigen NGO’s dazu, Dominanzzentren auszubauen und untereinander um Einfluss und Ressourcen zu konkurrieren. Des weiteren existiert bei diesen Organisationen ebenfalls die Nord-Süd Grenze. Während die NGO’s der westlichen Welt über ausreichende finanzielle Mittel und damit Einflussmöglichkeiten auf die Politik verfügen, kann man das von den Organisationen in Entwicklungsländern nicht behaupten, sofern es sie überhaupt gibt.


314 Messner, Dirk/ Nuscheler, Franz: Global Governance. Organisationselemente und Säulen einer Weltordnungspolitik. In: dies. (Hrsg.): Weltkonferenzen und Weltberichte, a. a. O., S. 24, zitiert nach Brand, Ulrich u. a.: Global Governance, a. . [sic] O., S. 134.

315 Messner, Dirk/ Nuscheler, Franz: Global Governance. Herausforderungen an der Schwelle zum 21. Jahrhundert. In: Senghaas, Dieter (Hrsg.): Frieden machen, Frankfurt am Main, S. 249, zitiert nach Brand, Ulrich u. a.: Ebd.

316 Biermann, Frank/ Simons, Udo Ernst: Eine Weltorganisation für Umwelt und Entwicklung. Funktionen, Chancen, Probleme. In: Policy Paper der Stiftung Entwicklung und Frieden, Bonn 1998, S. 9, Zitiert nach Brand, Ulrich u. a. : Ebd., S. 135

[Seite 19]

5.2 Kritik an der „NGOisierung“

NGO’s kommen in den Global Governance Konzepten große Bedeutung zu. Leider beschränken sich die Ausführungen dazu wieder auf wenig hilfreiche Phrasen. NGO’s zeichnen sich durch „Problemlösungsfähigkeit und (...) demokratisches Potential“40 aus und können einen „produktiven Beitrag zur politischen Steuerung“41 leisten. Sie stellen außerdem einen „Impulsgeber für alternative Lösungsvorschläge“42 dar und werden als „kostengünstiges Durchführungsorgan auf Projektebene“43 betrachtet. Von den NGO’s selbst liegen allerdings kaum Stellungnahmen zu den Konzepten von Global Governance vor.

Des weiteren kommt der „Zivilgesellschaft“ eine besondere Bedeutung zu. Allerdings ist nicht geklärt, was genau unter dem Begriff verstanden werden soll. Zum einen ist die Zivilgesellschaft einfach die Summe aller NGO’s, zum anderen aber auch Parteien, Gewerkschaften und sogar Unternehmensverbände. Die Hauptfunktion der Zivilgesellschaft ist die Entlastung staatlicher Politik. Die verschiedenen NGO’s werden jedoch in den Global

[Seite 20]

Governance Konzepten als einheitlich nebeneinander betrachtet, was der Realität nicht entspricht. Sanktionsmacht und Einflussmöglichkeiten der einzelnen NGO’s sind äußerst heterogen, und nicht selten hängt davon der Kooperationswille staatlicher Politik ab. Außerdem neigen NGO’s dazu, Dominanzzentren auszubauen und untereinander zu konkurrieren. Des weiteren existiert bei diesen Organisationen ebenfalls die Nord-Süd Grenze. Während die NGO’s der westlichen Welt über ausreichende finanzielle Mittel und damit Einflussmöglichkeiten auf die Politik verfügen, kann man das von den Organisationen in Entwicklungsländern nicht behaupten, sofern es sie überhaupt gibt.


40 Messner und Nuscheler 1996b, S. 24 (zitiert nach: Brand, Ulrich/ Brunnengräber, Achim/ Schrader, Lutz/ Stock, Christian/ Wahl, Peter: Global Governance, S. 134)

41 ebd.

42 Biermann und Simonis 1998, S. 9 (zitiert nach: Brand, Ulrich/ Brunnengräber, Achim/ Schrader, Lutz/ Stock, Christian/ Wahl, Peter: Global Governance, S. 135)

43 ebd.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Graf Isolan, Zeitstempel: 20130921174835

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