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Mah/158

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Globalisierung, Global Governance und Demokratie

von Muwafaq Abu-Hammoud

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Mah/Fragment 158 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-12-08 13:46:42 Schumann
BauernOpfer, Beck 1998, Fragment, Gesichtet, Mah, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 158, Zeilen: 3-11, 14-29
Quelle: Beck 1998
Seite(n): 9, Zeilen: 9: 8-14, 31-38 - 10: 1-13
Auch die Gruppen, die Systemveränderung propagieren, sind andere. Nicht das Proletariat oder die Kommunisten oder die kritischen Intellektuellen, sondern eine unfreiwillige, verdeckte, weltweite Koalition der Gegensätze: transnationale Konzerne, transnationale soziale Bewegungen sowie transnationale Experten in internationalen Organisationen.338

Die Systemveränderung bzw. Systemtransformation der 1990er Jahre bringt selbst die Augen der neoliberalen Weltmarktverbesserer zum Glänzen. Niederlage und Sieg der Marxschen Analyse sind – hundertfünfzig Jahre nach dem Erscheinen des kommunistischen Manifests- ununterscheidbar geworden. [...] Man kann sogar sagen, dass die Niederlage als Sieg exekutiert wird: Marx ist überflüssig geworden, weil er marxlos in aller Munde ist. Globalisierung ist auch „ein anderes Wort für Kapitalmarxismus ohne Marx.“340

Weil mit dem Begriff der Globalisierung auch das Pro und Kontra einer Systemveränderung im politischen Sinne verhandelt wird, tobt um die Globalisierungsfrage versetzte Debatte, die verspätete Debatte ist. Wer den guten alten Sozialstaat und / oder Nationalstaat verteidigt, stellt in Frage, was diesen in Frage stellt: Globalisierung.

Umgekehrt steht derjenige, der die Herausforderung der Globalisierungsfrage (an)erkannt [sic], vor der Alternative: Entweder er gibt die heilige Allianz von Nation, Nationalwirtschaft, Demokratie und sozialer Gerechtigkeit preis und macht sich so der Kumpanei mit dem neoliberalen Verrat an der politischen Idee Europas schuldig. Oder er stellt die Frage: wie wird Demokratie im Zeitalter der Globalisierung möglich? Deutet dies darauf hin, dass die Theorien der Postmoderne und die Systemtheorie mit der Geste des großen Gedankens das Ende der Politik verkündet haben?


338 Vgl. Ebd., S. 9ff.

340 Beck, Ulrich( Hrsg.) [sic]: Ebd., S. 9.

[Seite 9]

Auch die Gruppen, die sie propagieren, sind andere. Nicht das Proletariat oder die Kommunisten oder die kritischen Intellektuellen, sondern eine unfreiwillige, verdeckte, weltweite Koalition der Gegensätze: transnationale Konzerne, transnationale soziale Bewegungen sowie transnationale Experten in internationalen Organisationen. Die Systemveränderung der neunziger Jahre bringt selbst die Augen der neoliberalen Weltmarktverbesserer zum Glänzen.

[...]

Niederlage und Sieg der Marxschen Analyse sind - hundertfünfzig Jahre nach dem Erscheinen des Kommunistischen Manifests - ununterscheidbar geworden. Man kann sogar sagen, daß die Niederlage als Sieg exekutiert wird: Marx ist überflüssig geworden, weil er marxlos in aller Munde ist. Globalisierung ist auch ein anderes Wort für Kapitalmarxismus ohne Marx.

Da mit der Worthülse »Globalisierung« auch das Pro und Kontra einer Systemveränderung in diesem politisch hochambivalenten

[Seite 10]

Sinne verhandelt wird, tobt um die Globalisierungsfrage eine versetzte Debatte. Wer den guten alten Sozialstaat und/oder Nationalstaat verteidigt, stellt in Frage, was diesen in Frage stellt: Globalisierung. Umgekehrt steht derjenige, der die Herausforderung der Globalisierungsfrage (an)erkennt, vor der Alternative: Entweder er gibt die heilige Allianz von Nation, Nationalökonomie, Demokratie und sozialer Gerechtigkeit preis und macht sich so der Kumpanei mit dem neoliberalen Verrat an der politischen Idee Europas schuldig. Oder aber er stellt die Frage: Wie wird Demokratie im Zeitalter der Globalisierung möglich? Und dies in einem historischen Augenblick, in dem die Theorien der Postmoderne und die Systemtheorie mit der Geste des großen Gedankens, der keinen Widerspruch duldet, das Ende der Politik verkündet haben.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet. Eine kleine Wortgruppe wird mit Fn. 340 korrekt als wörtliches Zitat ausgewiesen - dass der Text davor und danach aber ebenfalls ausführlich und weitestgehend wörtlich aus der Quelle übernommen wurde, bleibt dem Leser verborgen.

Die Eigenleistung des Verfassers auf dieser Seite besteht (von der Ausbeutung der Beckschen Vorlage abgesehen) in der Ersetzung des Wortes "Nationalökonomie" durch "Nationalwirtschaft" und der Umformulierung einer (ungekennzeichneten) Aussage Becks als Frage.

Sichter
(Schumann) Singulus


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Schumann, Zeitstempel: 20131208135304

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