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Mah/189

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Globalisierung, Global Governance und Demokratie

von Muwafaq Abu-Hammoud

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Mah/Fragment 189 10 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-12-08 13:57:23 Schumann
BauernOpfer, Beck 1998, Fragment, Gesichtet, Mah, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 189, Zeilen: 10-20, 23-31
Quelle: Beck 1998
Seite(n): 42, 43, Zeilen: 42: 28-32 - 43: 2-21
Um wenigstens den minimalen Anschein von Glaubwürdigkeit zu wahren, wurde den Weltwirtschaftsmächten des Westens die neue Machtressource des „Weltguten“ zugespielt. Die Themen der globalen Zivilgesellschaft versorgen den global agierenden Westen mit dem ideologischen Rüstzeug für weltwirtschaftliche und militärische Interventionen.

Globalisierung impliziert die Schwächung staatlicher Souveränität und staatlicher Strukturen. Der Zusammenbruch nationalstaatlicher Institutionen hat in den 1990er Jahren und aber auch in den ersten Jahren dieses Jahrhunderts (und wie in den nächsten Jahren) zu den menschlichen Tragödien und Kriegen geführt- [sic] im Irak, in Somalia, Westafrika, Jugoslawien, Albanien, so wie die anderen Teile [sic] der ehemaligen Sowjetunion. [...] Wenn auch die Schwächung staatlicher Zentralmacht nicht alleine oder primär auf die neuen Einflüsse globaler Märkte zurückgeführt werden kann, so zeichnet sich ab, dass auf diese Weise staatliches Macht- und Legitimationsvakuum verschafft [sic] werden kann. Dies schließt ein, dass Kompromisse zwischen ethnischen Gruppen ihre Bindekraft verlieren und die latent gehaltenen Konflikte sich am Ende in Bürgerkriegen entladen. Weil dies sich vor den Augen der Weltöffentlichkeit globaler Verantwortung vollzieht, wächst mit dem sich abzeichnenden Ausbruch von Gewalt und Chaos die Möglichkeit militärischer Interventionen des Westens bzw. der USA.419


419 Vgl. Beck, Ulrich (Hrsg.): Politik der Globalisierung, a. a. O., S. 43ff., auch vgl. hier 5.7.

[Seite 42]

Weil sich selbst die grausamste Diktatur noch auf Demokratie und Menschenrechte berufen muß, will sie wenigstens den minimalsten Anschein von Glaubwürdigkeit wahren, wurde den Weltwirtschaftsmächten des Westens die neue Machtressource des »Weltguten« zugespielt: Die Themen der globalen Zivilgesellschaft versorgen den global agierenden Westen mit dem ideologischen Rüstzeug für weltwirtschaftliche und militärische Interventionen.51

[Seite 43]

Globalisierung (in welchem Sinne auch immer verstanden) impliziert die Schwächung staatlicher Souveränität und staatlicher Strukturen. Der Zusammenbruch nationalstaatlicher Institutionen hat sogar in den neunziger Jahren zu den wirklich schweren menschlichen Tragödien und Kriegen geführt - in Somalia, Westafrika, Jugoslawien, Albanien sowie Teilen der ehemaligen Sowjetunion ähnliches droht nun auch mit der Finanzkrise in Südostasien beispielsweise in Indonesien. Auch wenn die Schwächung staatlicher Zentralmacht nicht alleine oder primär auf die neuen Einflüsse globaler Märkte zurückgeführt werden kann, so zeichnet sich doch ab, daß auf diese Weise ein verdecktes staatliches Macht- und Legitimationsvakuum verschärft und offen hervorbrechen kann. Dies schließt ein, daß nationalstaatliche Kompromisse zwischen ethnischen Gruppen ihre Bindekraft verlieren und die latent gehaltenen Konflikte sich am Ende in Bürgerkriegen entladen. Da sich dies jedoch »vor den Augen der Weltöffentlichkeit«, also im Weltwahrnehmungshorizont »globaler Verantwortung« vollzieht, wächst mit dem sich abzeichnenden Ausbruch von Gewalt und Chaos die Möglichkeit militärischer Interventionen des Westens.


51 Siehe dazu M. Shaw, Die Repräsentation ferner Konflikte und die internationale Zivilgesellschaft, in: U. Beck (Hg.), Perspektiven der Weltgesellschaft, a. a. O., S. 221 ff.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Schumann) Singulus


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Schumann, Zeitstempel: 20131208140412

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