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Mah/Fragment 175 13

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 175, Zeilen: 13-18, 21-29
Quelle: Beck 1998
Seite(n): 26, Zeilen: 3-6, 12-27
Wer allerdings von den Gesetzen des Weltmarktes spricht, unterschlägt, dass grenzlose [sic] Märkte von Akteuren geschaffen und dominiert werden, für die nationalen [sic] Grenzen und Institutionen von vornherein Verhandlungssache sind. Wer den globalen Markt (verstehen) will, muss sich für die Fragen globaler Politik globaler Gesellschaft, globaler Kultur öffnen. Wie wird Gesellschaft als Weltgesellschaft möglich?385

„Denationalisierung“ ist für Ulrich Beck eine unweigerliche Begleiterscheinung der Globalisierung. „Globalisierung heißt: Denationalisierung. Nationalstaaten und ihre Regierungen verlieren an Handlungs- und Gestaltungsmacht“.386 Das wird meistens als große Gefahr dargestellt, weil politische Ziele nicht mehr erreicht und durchgesetzt werden können. Doch das Gegenteil ist auch der Fall, wie Michael Zürn argumentiert: So werden manche Ziele des Regierens heute besser erfüllt. Die gesellschaftliche Denationalisierung kann als ein wesentlicher Grund dafür gelten, dass die beiden größten Plagen des langen 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in der OECD-Welt heute unwahrscheinlicher geworden sind: zwischenstaatliche Kriege und unmenschliche Freiheitsbeschneidungen durch totalitäre Staaten.387


385 Vgl. Beck, Ulrich (Hrsg.): Politik der Globalisierung, a. a. O., S. 26.

386 Ebd.

387 Vgl. Zürn, Michael: regieren [sic] jenseits des Nationalstaates, a. a. O., S. 69ff.

Wer von den »Gesetzen« des Weltmarktes spricht, unterschlägt, daß grenzenlose Märkte von Akteuren geschaffen und dominiert werden, für die nationale Grenzen und Institutionen von vornherein Verhandlungssache sind. [...] Wer den globalen Markt (verstehen) will, muß sich für die Fragen globaler Politik, globaler Gesellschaft, globaler Kultur öffnen: Wie wird »Gesellschaft« als Weltgesellschaft möglich?

Globalisierung heißt: Denationalisierung. Nationalstaaten und ihre Regierungen verlieren an Handlungs- und Gestaltungsmacht. Das wird meistens als große Gefahr dargestellt, weil politische Ziele nicht mehr erreicht und durchgesetzt werden können. Doch das Gegenteil ist auch der Fall, wie Michael Zürn argumentiert: So werden manche Ziele des Regierens heute besser erfüllt. Die gesellschaftliche Denationalisierung kann als ein wesentlicher Grund dafür gelten, daß die beiden größten Plagen des langen 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in der OECD-Welt heute unwahrscheinlicher geworden sind: zwischenstaatliche Kriege und unmenschliche Freiheitsbeschneidungen durch totalitäre Staaten.24


24 Dazu M. Zürn, a.a.O., Teil II.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Mit Fn. 387 gibt der Verfasser vor, Zürn rezipiert zu haben, übernimmt aber (wortwörtlich) weiter aus Beck.

Das korrekt gesetzte Zitat (Fn. 386) wurde nicht in die Zeilenzählung einbezogen.

Sichter
(Schumann) Singulus

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