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Mb/Fragment 065 09

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 065, Zeilen: 09-29
Quelle: Meinberg Grabe 2004
Seite(n): 410-411, Zeilen: -
I. Do-it-yourself-Anwendung (DIY) - Modell I

Bei diesem Betreibermodell benötigt der Nutzer eine Internet-Verbindung und einen PC, auf dem eine bestimmte Anwendung (soft-phone, wie z. B. „Skype“) installiert ist. Der User kann dann mit anderen Nutzern, die über die gleiche Ausstattung verfügen, über das Internet gratis (bis auf die anfallenden Internet-Verbindungs-Gebühren) telefonieren. Eingehende Anrufe erfordern, dass der PC des jeweiligen Nutzers eingeschaltet und mit dem Internet verbunden ist. Der Vorteil dieses Modells besteht darin, dass neben den Kosten für die Internet-Verbindung keine weiteren Kosten entstehen. Es ist aber kein Ersatz für herkömmliche Telefondienste, da Anschlüsse in das öffentlich vermittelte Telefonnetz (PSTN) nicht erreichbar sind. Die Anwendung eignet sich aber aus Gründen der Kostenersparnis insbesondere für Gespräche ins Ausland.

II. Providerunabhängige Dienste - Modell II

In diesem Modell geht der Nutzer eine Geschäftsverbindung mit einem Voice over IP-Anbieter ein, der unabhängig von einem Internet Service Provider (ISP) ist. Die IP-Telefonie stellt hier also einen unabhängigen Zusatzdienst dar. Der Anbieter vermittelt Gespräche aus IP-Netzen zum PSTN und umgekehrt.214 Er übernimmt somit die Aufgabe eines IP-Gateways. Anbieter dieses Geschäftsmodells sind z.B. Sipgate215 und Nikotel [sic].216 Mittels einer IP-basierten Verbindung können Gespräche zwischen Voice over IP-Benutzern untereinander als auch Verbindungen zum PSTN hergestellt werden.


214 Analysys, IP Voice and Associated Convergent Services, a. a. O., S. 20 ff.

215 Zum Angebot von sipgate vgl. unter <http://www.sipgate.de>.

216 Zum Angebot von nicotel vgl. unter <http://www.nicotel.de>.

1. Kategorie I - Nutzerbasierter Dienst

Die Anwender benötigen einen eingeschalteten und mit dem Internet verbundenen PC, auf dem eine bestimmte Anwendung, wie z. B. »Skype«21 installiert ist. Über die IP-basierte Verbindung können so Gespräche im Wege eines »Voice-Chats« ohne weitere Voraussetzungen zwischen allen Benutzern dieser Anwendung geführt werden. Anschlüsse in das öffentlich vermittelte Telefonnetz (Public Switched Telephone Network = PSTN) sind nicht erreichbar. Der Vorteil dieser Anwendung liegt darin, dass neben den Kosten für die Internetverbindung keine weiteren Kosten für den Anwender anfallen. Bei diesem Modell gibt es keinen Diensteanbieter. Im Regelfall verwaltet ein Adress-Server die jeweiligen IP-Adressen der Nutzer. Dieses ist jedoch nicht unbedingt notwendig, denn die jeweiligen IP-Adressen können von den Nutzern z. B. auch per E-Mail oder Instant-Messaging ausgetauscht werden.

2. Kategorie II - Providerunabhängige Dienste

Der Anwender geht bei diesem Model eine Geschäftsverbindung mit einem VoIP-Anbieter ein, der unabhängig von einem Access-Provider ist. Die Anbieter dieses Geschäftsmodell, wie z. B. Sipgate22 oder Nikotel23 [sic], übernehmen die Aufgabe von IP-Gateways, d. h. sie vermitteln lediglich Gespräche aus IP-Netzen zum PSTN und umgekehrt. So können mittels einer IP-basierten Verbindung neben Verbindungen von VoIP-Benutzern untereinander auch Verbindungen zu Teilnehmern des PSTN etabliert werden.


21 Skype ist einer der bekanntesten Anbieter der Kategorie I. Den Erfolg dieses Produktes verdeutlichen folgende Zahlen: Im Januar 2004 vermeldete Skype 6 Millionen Downloads (vgl. Analysys (Fn. 2), S. 20). Ende Juli 2004 waren bereits über 17 Millionen Downloads zu verzeichnen (die Anzahl der Downloads ist abrufbar unter: http://www.skype.com) und Skype kündigte an, dass zukünftig auch Telefonie ins PSTN über das Produkt SkypeOut möglich sein soll.

22 Zum Angebot v. sipgate vgl. unter http://www.sipgate.de.

23 Zum Angebot v. nikotel vgl. unter http://www.nikotel.de. [sic]

Anmerkungen

Bereits die Quelle ist auf weiten Strecken eine Übersetzung aus dem Englischen (und zwar von Analysys, S. 20-21; s. die Diskussion-Seite). Vieles spricht dafür, daß Mb gleichwohl von der Quelle entlehnt hat, etwa in sich unklare Formulierungen wie "Anschlüsse in das öffentlich vermittelte Telefonnetz [...] sind nicht erreichbar." Im Original (s. Diskussionsseite) lautet der Satz "This service is not a replacement for telephone service because it cannot be used for PSTN calls." Diese Art Übernahme setzt sich auf den folgenden Seiten (bis S. 68) fort. Auffällig ist auch, dass Mb zwar "Nikotel" zu "Nicotel" korrigiert, aber die Handhabung von unterschiedlicher Groß- und Kleinschreibung in Haupt- und Fußnotentext wie die Quelle beibehält.

Sichter
(SleepyHollow02), WiseWoman

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