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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
fret, Strafjurist
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 105, Zeilen: 1-21
Quelle: BNetzA 2006
Seite(n): 31, 32, Zeilen: 11-41; 4-8
[Der Inhaber eines ATM-Backbones wird daher {Satzanfang auf S. 104}] auch ATM-Bitstrom-Zugang nachfragen und der Betreiber eines IP-Backbones dementsprechend IP-Bitstrom-Zugang. Für die Übergabe des ATM-Bitstroms ist außerdem eine andere Infrastruktur notwendig, da sich ein ATM-Bitstromprodukt auf eine niedrigere Schicht des OSI-Referenz-Modells (Layer 2) bezieht als ein IP-Bitstromprodukt. ATM- und IP-Bitstromnachfrager unterscheiden sich auch dadurch, dass sie auf unterschiedliche Kundensegmente abzielen.367

Aus diesen Gründen ist es auszuschließen, dass ein ATM-Bitstromnachfrager bei einer hypothetischen Preiserhöhung, z.B. um 10%, auf ein IP-Produkt ausweicht, da er mit dem alternativen Produkt die Qualitätsanforderungen seiner Kunden überhaupt nicht erfüllen könnte.368 Auch die mit einem Wechsel auf ein IP-Bitstromprodukt verbundene Technologieumstellung ist für den Nachfrager nicht wirtschaftlich, da das Backbone auf IP-Technologie umgestellt werden müsste. Zudem müsste der Nachfrager aufgrund der Änderung des Qualitätsstandards einen anderen Kundenkreis erschließen. Auch umgekehrt ist die Umstellung von IP- auf ATM-Bitstromprodukte nicht sinnvoll. In technischer Hinsicht wäre auch hier eine Technologieumstellung erforderlich. Eine Preiserhöhung von bis zu 10 % würde auch hier nicht genügend Anreiz zu einem Produktwechsel bieten. Es kann somit festgehalten werden, dass eine Austauschbarkeit von ATM- und IP-Bitstromprodukten aus Nachfragersicht auszuschließen ist.


367 Vgl. oben unter E. II.

368 BNetzA, Marktdefinition und Marktanalyse zu Markt Nr. 12 der Märkte-Empfehlung der EU-Kommission, Festlegung der Präsidentenkammer, a. a. O., S. 30.

[S.31, Z.11-41]

D.h. ein Bitstromnachfrager, der über ein ATM-Backbone verfügt, zu dem er sich Bitstromverkehr zuführen lassen möchte, wird ATM-Bitstron nachfragen. Der Inhaber eines IP-Backbone ist an IP-Bitstrom interessiert. Ein ATM-Bitstromprodukt bezieht sich auf eine niedrigere Schicht des OSI-Referenz-Modells (Layer 2) , entsprechend ist für die Übernahme des ATM-Bitstromverkehrs eine andere Infrastruktur notwendig (z.B. ein ATM Switch anstelle eines BRAS (Broadband Remote-Access-Server)) als wenn IP-Bitstromverkehr übernommen wird.

Ein ATM-Bitstromnachfrager zielt außerdem auf andere Kunden als jener, der IP-Bitstromprodukte nachfragt. [...]

Vor diesem Hintergund ist es auszuschließen, dass ein ATM-Bitstromnachfrager auf ein IP-Bitstromprodukt ausweicht, sollte eine hypothetischer Monopolist52 den Preis des ATM-Bitstromproduktes um einen kleinen aber signifikanten Betrag erhöhen, z.B. um 10%. Mit einem IP-Bitstromprodukt könnte der Nachfrager die Anforderungen seiner Kunden auf dem Endkundenmarkt hinsichtlich standardisierter Qualitäten nicht mehr erfüllen. Die mit dem Wechsel auf ein IP-Bitstromprodukt verbundene Technologieumstellung ist bei der angenommenen Preiserhöhung nicht wirtschaftlich. [...] Das Backbone müsste ebenfalls von der ATM-Technologie auf IP-basierte Übertragung umgestellt werden. Da mit einem IP-Bitstromprodukt andere Qualitätsstandards verbunden sind, müsste er außerdem einen neuen Kundenkreis erschießen [sic !], verbunden mit neuen Marketingkonzepten. Eine Substituierbarkeit eines ATM-Bitstromprodukts durch ein IP-Bitstromprodukt ist wirtschaftlich, technisch und im Hinblick auf die Marketingstrategie nicht darstellbar.

Umgekehrt ist der Austausch eines IP-Bitstromproduktes durch ein ATM-Bitstromprodukt wirtschaftlich und technisch nicht sinnvoll. Ein Nachfrager, der bisher ein IP-Bitstronprodukt nachgefragt hat, müsste bei der Umstellung auf ein ATM-Bitstromprodukt seine Übernahmeschnittstelle technisch so umrüsten, dass er die Datenverkehre, die mit ATM-Technologie übertragen werden, auch weiterverarbeiten kann [...]

52 Zur Erläuterung des hypothetischen Monopolistentests vgl. Anhang 1, Marktabgrenzungskriterien. [...]

[S.32, Z.4-8] Eine kleine signifikante Preissteigerung (10%) des IP-Bitstromprodukts würde vor dem Hintergrund der hier geschilderten nötigen technischen Umrüstungen ökonomisch keinen Anreiz zum Produktwechsel bilden.

Eine Austauschbarkeit der beiden Bitstromprodukte aus Nachfragersicht ist daher auszuschließen.

Anmerkungen

Die Quellennennung macht das Ausmaß der Übernahme nicht deutlich. Es ist - von Umstellungen und erheblicher Straffung abgesehen - keine eigene Formulierungleistung erkennbar.

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