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Typus
KeineWertung
Bearbeiter
fret
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 106, Zeilen: 5-34
Quelle: BNetzA 2006
Seite(n): 35, 36, 37, Zeilen: -
(2) HFC-Breitbandzugang und Bitstrom-Zugang

Der Breitbandzugang über HFC-Infrastruktur ist als sonstiger Großkundenzugang, der über andere Infrastrukturen erbracht, wird ebenfalls dem Markt Nr. 12 „Breitbandzugang für Großkunden“ zuzurechnen.370 Zu prüfen ist nun, ob der HFC-Breitbandzugang einem bzw. beiden der unter (1) festgelegten Märkte angehört.
Zunächst wird untersucht, ob ATM-Bitstrom-Zugang und HFC-Breitbandzugang einen Markt bilden. Der über die HFC-Infrastruktur geführte Verkehr wird IP-basiert übergeben.371 Aus den oben geschilderten Gründen, die sich aufgrund der parallelen Übergabetechnologien auf das Verhältnis von ATM-Bitstrom-Zugang und HFC-Breitbandzugang übertragen lassen, ist hier weder eine Nachfragesubstituierbarkeit auf Nachfragerseite gegeben noch eine Angebotsumstellungsflexibilität auf Anbieterseite wahrscheinlich. HFC-BreitbandzugangsProdukte werden primär für den Massenmarkt angeboten, so dass sich auch das adressierte Kundensegment unterscheidet. ATM-Bitstrom-Zugangs- und HFC-Breitbandzugangs-Produkte sind somit nicht einem Markt zuzuordnen.
Als nächstes ist zu prüfen, ob IP-Bitstrom-Zugang und HFC-Breitbandzugang einen Markt bilden. Die Übergabetechnologie erfolgt in beiden Fällen IP-basiert. Die Produkte sind daher ähnlich beschaffen und dienen auch dem gleichen Verwendungszweck: Sie übertragen mit Hilfe des Internet Protocols breitbandigen Datenverkehr in eine höhere Netzebene. Bei einer kleinen, aber signifikanten Preiserhöhung eines der Produkte scheint ein Wechsel auf das jeweils andere Produkt durchaus wahrscheinlich. Folglich ist die Austauschbarkeit aus Nachfragersicht gegeben. Eine Angebotsumstellungsflexibilität auf Anbieterseite erscheint jedoch weniger wahrscheinlich. Wollte ein IP-Bitstrom-Zugangs-Anbieter sein Angebot auf die HFC-Technologie umstellen, so müsste er hierfür so hohe Investitionskosten in Kauf nehmen, dass ein Wechsel in wirtschaftlicher Hinsicht nicht rentabel wäre. Dasselbe gilt für den umgekehrten Fall. Auch bei einer Preissteigerung von bis zu 10 % wären die Investi[tionskosten für eine Umstellung von HFC- auf IP-Bitstrom-Zugang zu hoch.]


370 S. o. unter E. III. l.)a ) a a )2 .).
371 BNetzA, Marktdefmition und Marktanalyse zu Markt Nr. 12 der Märkte-Empfehlung der EU-Kommission, Festlegung der Präsidentenkammer, a. a. O.,S. 34.

[S. 35, Z. 12]

b. HFC-Breitbandzugang und Bitstrom-Zugang ein Markt?

[S. 36, Z. 1-21]

Der Breitbandzugang über die HFC-Infrastruktur (im folgenden als HFC-Breitbandzugang bezeichnet) ist im Sinne der EU-Empfehlung, „sonstiger Großkundenzugang, der über andere Infrastrukturen erbracht wird“ und dem Markt 12 zuzurechnen ist. Aufgrund der hier vorgenommenen Unterscheidung in zwei Bitstrom-Zugangsmärkte ist zu klären, ob dieses Breitbandzugangsprodukt einem dieser Märkte zugerechnet werden kann.

b.1 ATM-Bitstrom-Zugang und HFC Breitbandzugang ein Markt?

Der von der Kupferkoaxial-Teilnehmeranschlussleitung des Endkunden über die HFC-Infrastruktur geführte Verkehr wird IP-basiert übergeben. Insofern dürften genau wie bei der oben geführten Argumentation hinsichtlich der Abgrenzung von ATM- und IP-Bitstrom zwischen diesem Breitbandzugang und einem ATM-Bitstrom-Zugang weder eine Nachfragesubstituierbarkeit noch eine Angebotsumstellungsflexibilität darstellbar sein. Auch die Wettbewerbsbedingungen unterscheiden sich, da mit dem HFC-Breitbandzugangsprodukt in erster Linie Massenmarktanwendungen adressiert werden. Ein ATM-Bitstromprodukt und ein HFCBreitbandzugangsprodukt sind nicht einem Markt zuzuordnen.

b.2 IP-Bitstrom-Zugang und HFC Breitbandzugang ein Markt?

Es bleibt die Frage zu klären, ob der Kabel-Breitbandzugang und der IP-Bitstrom-Zugang einem Markt zuzurechnen sind. [...] Da die Übergabe wie bei IP-Bitstrom IP-basiert erfolgt, wird er ohne technische Umrüstungen den über die HFC-Infrastruktur zugeführten Verkehr übernehmen können. Beide Vorleistungsprodukte sind ähnlich beschaffen. [...]

[S. 36, Z. 25-27]

Am Ende werden absolut vergleichbare Produkte übergeben: IP-basierter breitbandiger Datenverkehr, der dem gleichen Verwendungszweck dient. Beide übertragen mit Hilfe von IP-Protokollen breitbandigen Datenverkehr in eine höhere Netzebene. [...]

[S. 37, Z. 10-11]

Insofern ist ein Wechsel zu einem HFC-Breitbandzugang auf der IP-Ebene auch bei einer kleinen aber signifikanten Preiserhöhung des IP-Bitstrom-Zugangsprodukts wahrscheinlich. [...]

[S. 37, Z. 40-43]

Bei der Angebotsumstellungsflexibilität zwischen einer TK-Festnetzbreitband-Infrastruktur und einer HFC-Infrastruktur stellt sich die Situation grundlegend anders dar. Wollte ein IP-Bitstrom-Anbieter Kabel-Breitband-Zugang anbieten, so müsste er in die Kabelanschluss- und die

[S. 38, Z. 1-5]

[HFC-]Netz-Infrastruktur investieren. Dies setzt hohe Investitionskosten und lange Vorlaufzeiten voraus. [...] Der Wechselaufwand wäre so hoch, dass ihn eine kleine aber signifikante Preissteigerung bei HFC-Breitbandzugang nicht dazu veranlassen würde, diese Vorleistungsinfrastruktur anzubieten.

Anmerkungen

Die Quellenangabe wird zu Beginn des Textes zu einer (scheinbar) Partikularinformation gegeben. Eine nächste Quellenangabe zur BNetzA findet sich auf der nächsten Seite, in einem neuen Absatz, der mit "Die Regulierungsbehörde ist dennoch der Ansicht..." eingeleitet wird, bezieht sich somit deutlich nur auf den dortigen Passus. Dazwischen ist eine mehrseitige Erörterung z.T. inhaltlich zusammengefasst, z.T. jedoch auch im Wortlaut übernommen worden, ohne dass dem Leser dies kenntlich würde. Hierfür wäre mindestens der Hinweis "S. 34-37" in der FN notwendig gewesen.

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