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Typus
KeineWertung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 181, Zeilen: 1-26
Quelle: Holznagel Bonnekoh 2005
Seite(n): 18-19, Zeilen: -
aa) Einrichtung einer zentralen Notrufstelle

Eine Möglichkeit bestünde in der Einrichtung einer zentralen Notrufstelle. 617 Diese müsste dann die eingehenden Notrufe koordinieren und an die je weils zuständige örtliche Notrufstelle weiterleiten. Allerdings würde das Problem der Nichtidentifizierbarkeit des Standortes dennoch bestehen bleiben, falls der Anrufer nicht in der Lage sein sollte, zu sprechen und seinen Standort durchzugeben.

bb) Abfrage des Standortes beim Login-Prozess Eine Alternative wäre die Abfrage des Standortes bei jedem Login- Prozess. 618 Der Teilnehmer müsste dann jedes Mal, bevor er ein Voice over IPGespräch führt, seinen aktuellen Standort angeben. Problematisch ist hier je doch, dass die Funktionsfähigkeit des Notrufsystems dann von der Verlässlichkeit des jeweiligen Nutzers abhinge und die Richtigkeit der Angaben nicht objektiv gewährleistet wäre.

cc) Hinweis an Nutzer Möglich wäre auch ein Hinweis an den jeweiligen Nutzer, dass bei Benutzung des Voice over IP-Telefons die Standortermittlung bei einem Notruf nicht gewährleistet werden kann. Hinweispflichten sind in verschiedenen Formen denkbar. Sie könnten z. B. auf den Rechnungen erfolgen, in Werbespots, 619 auf den Webseiten der Anbieter oder auch auf Aufklebern, 620 die auf die Voice over IP-Telefone geklebt werden. Der Teilnehmer wäre dann zwar ausreichend informiert, allerdings würde das Notrufkriterium des § 108 TKG nach wie vor nicht erfüllt. Auf diesen kleinsten gemeinsamen Nenner einigte man sich auch im gemeinsamen Standpunkt der ERG. 621 Etwaige künftige Anforderungen an die Notrufmöglichkeiten sollen erneut auf die Agenda kommen, wenn Markt und Technologien weiter gereift sind.


617 So z. B. die Stellungnahmen der QSC AG, abrufbar unter <http://www.bundes netzagentur.de/media/archive/712.pdf> und von Telefonica Deutschland, a a. O. 618 So z. B. die Stellungnahme der freenet AG, abrufbar unter <http://www.bundes netzagentur.de/media/archive/692.pdf>. 619 So die Anforderungen des kanadischen Regulierers, CRTC-Entscheidung 2005- 21 vom 4.4.2005 „Emergency service obligations for local VoIP service providers“; abrufbar unter <http://www.crtc.gc.ca/eng/NEWS/RELEASES/2005/r050 404.htm>. 620 So z. B. die Vorgaben des britischen Regulierers Ofcom, vgl. Spies, MMR aktuell 6/2005, XXII, XXIII. 621 ERG Common Statement for VoIP regulatory approaches, a. a. O.

- Eine Möglichkeit besteht in der Einrichtung einer zentralen Notrufstelle. 73 Diese müsste dann die eingehenden Notrufe koordinieren und an die jeweils zuständige örtliche Notrufstelle weiterleiten. Allerdings würde das Problem der Nichtidentifizierbarkeit des Standortes dennoch bestehen bleiben, falls der Anrufer nicht in der Lage sein sollte, zu sprechen und seinen Standort durchzugeben.

- Eine weitere Option wäre die Abfrage des Standortes bei jedem Login-Prozess. 74 Der Teilnehmer müsste dann jedes Mal, bevor er ein VoIP-Gespräch führt, seinen aktuellen Standort angeben. Problematisch ist hier jedoch, dass die Funktionsfähigkeit des Notrufsystems dann von der Verlässlichkeit des jeweiligen Nutzers abhinge und die Richtigkeit der Angaben nicht objektiv gewährleistet wäre. - Vorgeschlagen wurde auch ein Verbot der nomadischen Nutzung, d. h. dem Kunden würde untersagt, sein VoIP-Telefon an einem anderen als dem angemeldeten Standort zu gebrauchen. 75 Diese Idee erscheint allerdings wenig praktikabel, da diese Nutzungsmöglichkeit gerade einen der großen Vorteile von VoIP ausmacht. - Denkbar wäre auch ein Hinweis an den jeweiligen Kunden, dass bei Benutzung des VoIP-Telefons die Standortermittlung bei einem Notruf nicht gewährleistet werden kann. Der Teilnehmer wäre dann zwar ausreichend informiert, allerdings würde das Notrufkriterium des § 108 TKG nach wie vor nicht erfüllt. Auf diesen kleinsten gemeinsamen Nenner einigte man sich auch im gemeinsamen Standpunkt der ERG. 76 Etwaige künftige Anforderungen an die Notrufmöglichkeiten sollen erneut auf die Agenda kommen, wenn Markt und Technologien weiter gereift sind.


73 So die Stellungnahme der QSC AG, abrufbar unter <http://www.bundesnetzagentur.de/media/archive/712.pdf> und von Telefónica Deutschland, abrufbar unter <http://www.bundesnetzagentur.de/media/archive/717.pdf> [Stand: 25.10.2005]. 74 Stellungnahme der freenet AG, abrufbar unter <http://www.bundesnetzagentur.de/media/archive/692.pdf> [Stand: 25.10.2005]. 75 Stellungnahme der Telefónica Deutschland, abrufbar unter <http://www.bundesnetzagentur.de/media/archive/717.pdf> [Stand: 25.10.2005]. 76 <http://www.erg.eu.int/doc/publications/erg05_12_voip_common_statement.doc> [Stand: 25.10.2005].

Anmerkungen
Sichter

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