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Typus
KeineWertung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 102, Zeilen: 1-24
Quelle: Holznagel Bonnekoh 2005
Seite(n): 19, Zeilen: -
dd) Verbot der nomadischen Nutzung

Vorgeschlagen wurde auch ein Verbot der nomadischen Nutzung, d. h. dem Nutzer würde untersagt, sein Voice over IP-Telefon an einem anderen als dem angemeldeten Standort zu nutzen. 622 Diese Idee erscheint allerdings wenig praktikabel, da die Möglichkeit der nomadischen Nutzung gerade einer der großen Vorteile von Voice over IP ausmacht.

ee) Kooperationsmodell Eine weitere Idee wäre eine Kooperation zwischen den Notrufabfragestellen. 623 Der Anruf könnte zunächst an die Notrufabfragestelle geleitet werden, in dessen Bereich sich der Heimat-Anschluss des Nutzers befindet. Dieser teilt dann seinen Aufenthaltsort mit und die Notrufabfragestelle sorgt intern für die korrekte Weitervermittlung. Ungelöst bleibt aber auch hier die Problematik der sog. „Röchelanrufe“. Zu beachten ist hierbei aber auch, dass diese Art von Notrufen nur ca. 5 % der in Deutschland getätigten Notrufe ausmacht. 624

c) Zwischenergebnis Eine verlässliche Standortermittlung wie bei der herkömmlichen leitungsvermittelten Telefonie wird sich bei Notrufen von nomadisierenden Nutzem nicht in gleichem Maße realisieren lassen. Es gilt daher, die bestmöglichen Voraussetzungen zu schaffen. Eine entsprechend umfassende Information der Voice over IP-Nutzer ist daher unerlässlich. Es bietet sich eine Kombination aus mehreren Alternativen an. Neben dem Hinweis, dass bei nomadischer Nutzung das Notrufkriterium nicht in vollem Umfang gewährleistet werden kann, sollten die einzelnen Notrufstellen derart Zusammenarbeiten, dass die jeweils örtlich zuständige Notrufstelle schnellstmöglich ermittelt und informiert wird.


622 So die Stellungnahme von Telefönica Deutschland, a. a. O. 623 So z. B. die Stellungnahme der QSC AG, a. a. O. 624 Meinberg/Grabe, K&R 2004, 409, 415.

zu gebrauchen. 75 Diese Idee erscheint allerdings wenig praktikabel, da diese Nutzungsmöglichkeit gerade einen der großen Vorteile von VoIP ausmacht.

- Denkbar wäre auch ein Hinweis an den jeweiligen Kunden, dass bei Benutzung des VoIP-Telefons die Standortermittlung bei einem Notruf nicht gewährleistet werden kann. Der Teilnehmer wäre dann zwar ausreichend informiert, allerdings würde das Notrufkriterium des § 108 TKG nach wie vor nicht erfüllt. Auf diesen kleinsten gemeinsamen Nenner einigte man sich auch im gemeinsamen Standpunkt der ERG. 76 Etwaige künftige Anforderungen an die Notrufmöglichkeiten sollen erneut auf die Agenda kommen, wenn Markt und Technologien weiter gereift sind.

- Eine weitere Idee wäre eine Kooperation zwischen den Notrufabfragestellen.77 Der Anruf könnte zunächst an die Abfragestelle geleitet werden, in dessen Bereich sich der Heimat-Anschluss des Nutzers befindet. Dieser teilt dann seinen Aufenthaltsort mit und die Notrufabfragestelle sorgt intern für die korrekte Weitervermittlung. Ungelöst bleibt aber auch hier die Problematik der sog. „Röchelanrufe“. Zu beachten ist hierbei aber auch, dass diese Art von Notrufen nur ca. 5 % der in Deutschland getätigten Notrufe ausmacht. 78 Eine verlässliche Standortermittlung wie bei der herkömmlichen leitungsvermittelten Telefonie wird sich bei Notrufen von nomadisierenden VoIP-Nutzern nicht in gleichem Maße realisieren lassen. Es gilt daher, die dennoch hierfür bestmöglichen Voraussetzungen zu schaffen. Eine entsprechend umfassende Information der VoIP-Nutzer ist demzufolge unerlässlich. Es bietet sich eine Kombination aus mehreren Optionen an. Neben dem Hinweis, dass bei nomadischer Nutzung das Notrufkriterium nicht in vollem Umfang gewährleistet werden kann, sollten die einzelnen Notrufstellen derart zusammenarbeiten, dass die jeweils örtlich zuständige Notrufstelle schnellstmöglich ermittelt und informiert wird.

--- 75 Stellungnahme der Telefónica Deutschland, abrufbar unter <http://www.bundesnetzagentur.de/media/archive/717.pdf> [Stand: 25.10.2005]. 76 <http://www.erg.eu.int/doc/publications/erg05_12_voip_common_statement.doc> [Stand: 25.10.2005]. 77 So z.B. die Stellungnahme der QSC AG, abrufbar unter <http://www.bundesnetzagentur.de/media/archive/ 712.pdf> [Stand: 25.10.2005]. 78 Meinberg/Grabe, K&R 2004, 409, 415.

Anmerkungen
Sichter

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