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Mcp/Mail an Universität

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Da sich die Ereignisse beschleunigt haben, der Plagiatsverdacht sich über Nacht massiv erhärtet hat, eine Person des öffentlichen Interesses betroffen ist, und bereits gebloggt und getwittert wird, wurde am 4.4.2011 morgens auf Initiative eines Wiki-Beitragenden kurzfristig die Universität informiert und um die Beantwortung von zwei Fragen gebeten.

Erster Kontakt, Plagiatsbenachrichtigung 4.4.2011Bearbeiten

Von:
An: michael.seifert@uni-tuebingen.de Gesendet: Montag, den 4. April 2011, 9:48:20 Uhr
Betreff: Plagiatsfall an Ihrer Universität

Sehr geehrter Herr Seifert,
falls Sie es noch nicht gehört haben, Sie haben einen Plagiatsfall, er ist
bereits vordokumentiert: http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/Mcp Dieser reiht sich nahtlos ein in die Reihe Guttenberg/Bayreuth, Saß/Konstanz und jetzt Pröfrock/Tübingen.
Die Dissertation ist ungeheuerlich, und der Schaden, der hier von der Universität Tübingen in die deutsche Forschungslandschaft ausstrahlt, muss verstanden und behoben werden. Das Schriftstück, das Herr Pröfrock bei Ihnen eingereicht hat, ist auf den ersten Blick als einer Dissertation unwürdig identifizierbar.

Hier ist dringend angezeigt, sich auch mit den Gutachtern auseinanderzusetzen und inwiefern diese noch zu einem geregelten und ordnungsgemäßen Wissenschaftsbetrieb an Ihrer Universität beitragen können. Das Versagen, dass hier zur Erteilung eines Doktorgrades geführt hat, ist nicht allein beim Promovenden zu untersuchen.
Ich bin mir bewusst, dass die meisten Unversitäten, wahrscheinlich auch Sie, für solche Fälle keine routinierten Abläufe direkt aus der Promotionsordnung sondern das übergeordnete Landesrecht auf Verwaltungsebene bemühen müssen.

Auch bin ich mir bewusst, dass Sie aus dem laufenden Verfahren wenig nach außen kommunizieren können.
Da hier allerdings eine Person des öffentlichen Interesses betroffen ist, weiterhin der Ruf der Rechtswissenschaften und mithin der Ruf Ihrer Universität, möchte ich Ihnen nahelegen, offensiv und transparent an der Aufarbeitung des Falles hinzuwirken.
Daher bitte ich Sie zunächst um die Beantwortung zweier Fragen:
1) Liegt Ihnen von Dr. Matthias Pröfrock eine Versicherung an Eides statt zu seiner bei Ihnen eingereichten Dissertation vor?
2) Erwägen Sie im Regelfall, bei einer falschen Versicherung an Eides statt, und dem Nachweis eines vorsätzlichen Täuschungsversuchs, Strafantrag gegen den Promovenden zu stellen?
Zusätzlich möchte ich Sie bitten, transparent zu kommunizieren, ob und wann Sie die Beteiligten um Stellungnahmen bitten und welche Fristen sie setzen.
Mit freundlichen Grüßen


Zum Erfordernis einer eidesstattlichen Versicherung nach der maßgeblichen Promotionsordnung der Juristischen Fakultät der Universität Tübingen Bearbeiten

Ohne die Antwort der Universität Tübingen vorwegnehmen zu wollen: Die Promotionsordnung der Juristischen Fakultät der Universität Tübingen, die im Fall der Dissertation Pröfrocks aus dem Jahr 2007 anwendbar war, verlangte keine eidesstattliche Versicherung.

Gemäß § 7 Abs. 2 Nr. 5 Promotionsordnung der Juristischen Fakultät der Universität Tübingen in der Fassung vom 30. Juli 2004 (Amtsblatt der Universität Tübingen 2004, S. 157) war dem Gesuch um Zulassung zur Promotion lediglich die Versicherung des Bewerbers beizufügen, „dass er die von ihm eingereichte Dissertation nicht mit unerlaubter fremder Hilfe verfasst, keine anderen als die von ihm angegebenen Hilfsmittel benutzt und wörtliche Zitate als solche gekennzeichnet hat“.

Erst die Fassung des § 7 Abs. 2 Nr. 5 der Promotionsordnung vom 22. Dezember 2009 (Amtsblatt der Universität Tübingen 2010, S. 17) verlangte vom Promovenden eine eidesstattliche Versicherung nach Maßgabe des Absatzes 3. Danach muss der Promovend „schriftlich an Eides Statt […] versichern, dass er die eingereichte Dissertation persönlich und ohne unerlaubte Hilfe verfasst, keine anderen als die von ihm angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt und wörtliche oder sinngemäße Übernahmen als solche gekennzeichnet hat.“

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