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Determinanten der perioperativen Sterblichkeit von Dialysepatienten, bei kardiochirurgischen Eingriffen

von Dr. Mohamad Dia

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Md/Fragment 053 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-24 11:29:56 Singulus
Fragment, Gesichtet, Goldemund 2006, Md, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 53, Zeilen: 1-17
Quelle: Goldemund 2006
Seite(n): 3, Zeilen: 5-7, 12-14, 17-23, 27-32
Gebräuchlich sind native Herzklappen vom Schwein oder vom Rind. Die erste porcine Bioprothese wurde 1965 beim Menschen verpflanzt (Binet et al. 1965).

Seit 1987 gibt es gerüstfreie biologische Prothesen. Natürliche porcine Herzklappen sind in ihrer Dimension und Anatomie den menschlichen Homografts am ähnlichsten. Bei ihnen entspricht die Öffnungsfläche nahezu der von natürlichen Herzklappen. Homografts und gerüstfreie Xenografts zeigen im allgemeinen gute, den gesunden Herzklappen annähernd vergleichbare Blutflusseigenschaften. Deshalb ist das Blutungs- und Thromboserisiko gering und eine langfristige Antikoagulation unnötig. Jedoch ist die Haltbarkeit, insbesondere bei jüngeren Patienten, eingeschränkt. Die durchschnittliche Haltbarkeit von Homografts von 10 bis 20 Jahren (Doty et al. 1998) liegt etwa über der von Xenografts mit ca. 15 Jahren (Corbineau et al. 2001, Kumar et al. 2003).

Der Vergleich klinischer Daten von biologischen und mechanischen Herzklappenprothesen über einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren zeigt, dass der biologische Ersatz besonders bei älteren Patienten keinen Vorteil hinsichtlich der Überlebensrate bringt. Jedoch ist bei diesen Patienten/Patientinnen die Lebensqualität deutlich besser, da die koagulationsbedingten Einschränkungen entfallen und keine Gefahr besteht, an einer durch die Antikoagulation bedingten Blutung zu sterben (Sidhu et al. 2001).


[Aus Literaturverzeichnis]

13. Binet JP, Carpentier A, Langlois J, Duran C, Colvec P. Implantation de valves heterogenes dans le traitement de cardiopathies aortiques. C R Acad SC 1965;261:5733–5734

26. Doty JR, Salazar JD, Liddicoat JR, Flores JH, Doty DB. Aortic valve replacement with cryopreserved aortic allograft: ten-year experience. J Thorac Cardiovasc Surg 1998;115(2):371–379

22. Corbineau H, De La Tour B, Verhoye JP, Langanay T, Lelong B, Leguerrier A. Carpentier-Edwards supraannular porcine bioprosthesis in aortic position: 16-year experience. Ann Thorac Surg. 2001; 71 (5 Suppl): 228 – 231

64. Kumar P, Athanasiou T, Mussa S, Wood AJ. Ten year experience with Aspire (Tissuemed) porcine bioprosthesis: single centre experience. Cardiovasc Surg. 2003;11(2):131–137

111. Sidhu P, O'Kane H, Ali N, et al. Mechanical or bioprosthetic valves in the elderly: a 20-year comparison. Ann Thorac Surg. 2001;71(5):257–260

[S. 3, Z. 5-7]

Gebräuchlich sind native Herzklappen vom Schwein oder Klappen, die aus Rinderherzbeuteln hergestellt werden. Die erste porcine Bioprothese wurde 1965 beim Menschen verpflanzt (Binet et al., 1965).

[S. 3, Z. 12-14]

Seit 1987 gibt es zusätzlich gerüstfreie biologische Prothesen. Natürliche porcine Herzklappen sind in ihrer Dimension und Anatomie den menschlichen Homografts am ähnlichsten (Sands et al., 1969). Bei ihnen entspricht die Öffnungsfläche nahezu der von natürlichen Herzklappen.

[S. 3, Z. 17-23]

Homografts und gerüstfreie Xenografts zeigen im allgemeinen gute, den gesunden Herzklappen annähernd vergleichbare Blutflusseigenschaften. Deshalb ist das Blutungs- und Thromboserisiko gering und eine langfristige Antikoagulation unnötig. Jedoch ist die Haltbarkeit, besonders bei jüngeren Patienten eingeschränkt. Die durchschnittliche Haltbarkeit von Homografts von 10 bis 20 Jahren (Barratt-Boyes et al., 1987; Ross et al., 1991; Doty et al., 1998) liegt etwas über der von Xenografts mit ca. 15 Jahren (David et al., 1998; Myken et al., 2000; Corbineau et al., 2001; Kirali et al., 2001; Kumar et al., 2003).

[S. 3, Z. 27-32]

Der Vergleich klinischer Daten von biologischen und mechanischen Herzklappenprothesen über einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren zeigt, dass der biologische Ersatz besonders bei älteren Patienten keinen Vorteil hinsichtlich der Überlebensrate bringt. Jedoch ist bei diesen Patienten/Patientinnen die Lebensqualität deutlich besser, da die koagulationsbedingten Einschränkungen entfallen und keine Gefahr besteht, an einer durch die Antikoagulation bedingten Blutung zu sterben (Holper et al., 1995; Sidhu et al., 2001).


[Aus Literaturverzeichnis]

Binet JP., Carpentier A., Langlois J., Duran C., Colvec P. Implantation de valves heterogenes dans le traitement de cardiopathies aortiques. C R Acad SC Paris 1965; 261: 5733 – 5734.

Barratt-Boyes BG., Roche AH., Subramanyan R., Pemberton JR., Whitlock RM. Long-term follow-up of patients with the antibiotic-sterilized aortic homograft valve inserted freehand in the aortic position. Circulation. 1987 Apr; 75 (4): 768 – 777.

Ross D. Homograft replacement of the aortic valve. J Cardiovasc Surg (Torino). 1965 Sep 5 – 18; Suppl: 89 – 94.

Ross D., Jackson M., Davies J. Pulmonary autograft aortic valve replacement: long-term results. J Card Surg. 1991 Dec; 6 (4 Suppl): 529 – 533.

Doty JR., Salazar JD., Liddicoat JR., Flores JH., Doty DB. Aortic valve replacement with cryopreserved aortic allograft: ten-year experience. J Thorac Cardiovasc Surg. 1998 Feb; 115(2): 371 – 379; discussion 379 – 380.

David TE., Feindel CM., Scully HE., Bos J., Rakowski H. Aortic valve replacement with stentless porcine aortic valves: a ten-year experience. J Heart Valve Dis. 1998 May; 7 (3): 250 – 254.

Myken P., Bech-Hanssen O., Phipps B., Caidahl K. Fifteen years follow up with the ST. Jude Medical Biocor porcine bioprosthesis. J Heart Valve Dis 2000; 9:415 – 422.

Corbineau H., De La Tour B., Verhoye JP., Langanay T., Lelong B., Leguerrier A. Carpentier- Edwards supraannular porcine bioprosthesis in aortic position: 16-year experience. Ann Thorac Surg. 2001 May; 71 (5 Suppl): 228 – 231.

Kirali K., Guler M., Tuncer A., Daglar B., Ipek G., Isik O., Yakut C. Fifteen-year clinical experience with the biocor porcine bioprostheses in the mitral position. Ann Thorac Surg. 2001 Mar; 71 (3): 811 – 815.

Kumar P., Athanasiou T., Mussa S., Wood AJ. Ten year experience with Aspire (Tissuemed) porcine bioprosthesis: single centre experience. Cardiovasc Surg. 2003 Apr; 11 (2): 131 – 137.

Holper K., Wottke M., Lewe T., Baumer L., Meisner H., Paek SU., Sebening F. Bioprosthetic and mechanical valves in the elderly: benefits and risks. Ann Thorac Surg. 1995 Aug; 60 (2 Suppl): 443 – 446.

Sidhu P., O'Kane H., Ali N., Gladstone DJ., Sarsam MA., Campalani G., MacGowan SW. Mechanical or bioprosthetic valves in the elderly: a 20-year comparison. Ann Thorac Surg. 2001 May; 71(5 Suppl): 257 – 260.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle. Die Textübereinstimmungen setzen sich von der Vorseite fort.

Sichter
(Hood) Schumann

[2.] Md/Fragment 053 18 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-13 18:11:25 Singulus
Fragment, Gesichtet, Md, Mehlhorn et al 2002, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 53, Zeilen: 18-28
Quelle: Mehlhorn et al 2002
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Der klassischen herzchirurgischen Lehre zufolge sollten TDNI-Patienten, die einen Klappenersatz benötigen, eine mechanische Prothese erhalten, da die Langlebigkeit biologischer Herzklappen aufgrund der verstärkten Kalzifizierung bei Dialysepflichtigkeit deutlich herabgesetzt ist (Mehta und Pae 1997). Viele Studien legen jedoch nahe, dass biologische Herzklappen die Prothesen der Wahl für Patienten mit einer terminalen dialysepflichtigen Niereninsuffizienz sind, da bei niedrigen Lebenserwartung dieser Patienten mechanische Prothesen mit signifikant höherem Risiko für schwere, antikoagulationsbedingte Blutungen behaftet sind (Brinkmann et al. 2002, Kaplon et al. 2000, Lucke et al. 1997). Lucke et al. (1997) zeigten, dass die Inzidenz für postoperative zerebrovaskuläre Zwischenfälle oder Blutungen 100 % (10/10) für mechanische gegenüber 0 % (0/9) für biologische Prothesen (p<0,001) betrug.

[Aus Literaturverzeichnis]

77. Mehta SM, Pae WE. Complications of cardiac surgery. In: Edmunds LH, ed: Cardiac surgery in the adult. New York, McGraw-Hill 1997,S369-402

18. Brinkman WT, Williams WH, Guyton RA, et al. Valve replacement in patients on chronic renal dialysis: implications for valve prosthesis selection, Ann Thorac Surg 2002;74:37-42

55. Kaplon RJ, Cosgrove DM, III, Gillinov AM, et al. Cardiac valve replacement in patients on dialysis: influence of prosthesis on survival, Ann Thorac Surg 2000;70:438-441

69. Lucke JC, Samy RN, Atkins BZ, et al. Results of valve replacement with mechanical and biological prostheses in chronic renal dialysis patients. Ann Thorac Surg 1997;64:129-133

Der klassischen herzchirurgischen Lehre zufolge sollen TDNI-Patienten, die einen Klappenersatz benötigen, eine mechanische Prothese erhalten, da die Langlebigkeit biologischer Herzklappen wegen der verstärkten Kalzifizierung bei Dialysepflichtigkeit deutlich herabgesetzt ist (24). Aktuelle Studien legen jedoch nahe, dass biologische Herzklappen die Prothesen der Wahl für Patienten mit einer terminalen dialysepflichtigen Niereninsuffizienz sind, da bei der niedrigen Lebenserwartung dieser Patienten mechanische Prothesen mit signifikant höherem Risiko für schwere, antikoagulationsbedingte Blutungen behaftet sind (3, 17, 23).

Lucke et al. (23) zeigten, dass die Inzidenz für postoperative zerebrovaskuläre Zwischenfälle oder Blutungen 100 Prozent (10/10) für mechanische gegenüber 0 Prozent (0/9) für biologische Prothesen (p<0.001) betrug.


[Aus Literaturverzeichnis]

24. Mehta SM, Pae WE: Complications of cardiac surgery. In: Edmunds LH, ed.: Cardiac surgery in the adult; New York: McGraw-Hill 1997; Chapter 13: 369–402.

3. Brinkman WT, Williams WH, Jones EL, Guyton RA, Craver JM: Heart valve replacement in patients on chronic dialysis: changing thoughts regarding valve prosthesis selection. 38. Annual Meeting of The Society of Thoracic Surgeons, Jan. 28-30, 2002, Ft. Lauderdale, FL, USA: Abstract: 146–147.

17. Kaplon RJ, Cosgrove DM 3rd, Gillinov AM, Lytle BW, Blackstone EH, Smedira NG: Cardiac valve replacement in patients on dialysis: influence of prosthesis on survival. Ann Thorac Surg 2000; 70: 438–441.

23. Lucke JC, Samy RN, Atkins BZ, Silvestry SC, Douglas JM Jr, Schwab SJ, Wolfe WG, Glower DD: Results of valve replacement with mechanical and biological prostheses in chronic renal dialysis patients. Ann Thorac Surg 1997; 64: 129–133.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle. Die Textübereinstimmungen setzen sich auf der Folgeseite fort.

Sichter
(Hood) Schumann


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Singulus, Zeitstempel: 20140524113053

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