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Md/Vergleich der Schlussfolgerungen

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Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 55-56, Zeilen: 0
Quelle: Ehler 2007
Seite(n): 9, 16, 27, 38, 41, 44, 45, 53-54, 57-59, Zeilen: 0
5. Schlussfolgerung

[i]

Ziel der vorliegenden Arbeit war es, den Einfluss der Determinanten auf die perioperative Sterblichkeit von Dialysepatienten bei kardiochirurgischen Eingriffen zu untersuchen. Hierfür wurde im Rahmen einer retrospektiven Studie an 121 Patienten des DHZB sowie an 522 Patienten des Gesamtkollektivs, die sich einer Herzoperation unterzogen haben, der perioperative Verlauf dokumentiert.


[ii]

Die Ergebnisse zeigen eine perioperative Mortalität im Gesamtkollektiv von 11,50 %. In Abhängigkeit von der durchgeführten Herzoperation zeigte sich, dass 8,59 % der Koronaroperationen im Gesamtkollektiv perioperativ verstarben, im Vergleich zu 16,85 % mit einer Einfachklappenoperation. Bei Patienten mit einem Kombinationseingriff (Koronar- und Klappenchirurgie) betrug die perioperative Mortalität 16,5 %.


[iii]

• Es wurde auch die Frage der perioperativen Mortalität in Abhängigkeit von der Anzahl der Koronarbypässe untersucht. Hierbei fand sich perioperativ ein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen einer steigenden Anzahl von koronaren Bypassgefäßen und dem perioperativen Tod der terminal niereninsuffizienten Patienten.


(iv)

• Es wurde auch die perioperative Mortalität in Abhängigkeit von der Verwendung der A. thoracica interna untersucht. Es fand sich perioperativ ein verbessertes Outcome bei Anwendung von arteriellen Grafts.


[v]

• In der vorliegenden Studie wurde der Einfluss der Herz-Lungen-Maschine auf die Mortalität bei Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz untersucht. Die Anzahl der operierten Patienten in OPCAB-Technik war leider zu gering, um Schlussfolgerungen bezüglich der Komplikationsrate bei diesem Verfahren zu ziehen.


[vi]

• Die Ergebnisse der statistischen Auswertung des postoperativen Verlaufs (Multivariatanalyse) des Gesamtkollektivs identifizierten folgende Faktoren, die das perioperative Überleben der terminal niereninsuffizienten Patienten signifikant negativ beeinflussen: Diabetes Mellitus, Ventriküläre Herzrhythmusstörungen (>Lown III a), vaskuläre Voroperation, kardiale Voroperation, Kardiogener Schock, und karnofsky Index < 70%.


[vii]

• Aus den zur Verfügung stehenden Daten wurde ein Score-System für die perioperative Mortalität entwickelt, um eine individuellere Risiko-Nutzen-Abwägung zu ermöglichen.


[viii]

• Die Autoren beobachteten, wie auch die Ergebnisse aus unserer Studie zeigen, keinen signifikanten Unterschied bezüglich der Mortalität in Relation zur Wahl des Prothesentyps.


[ix]

• Viele Studien zeigen, dass biologische Herzklappen die Prothesen der Wahl für Patienten mit einer TDNI sind, aufgrund der niedrigen Lebenserwartung dieser Patienten. Es sei denn andere Gründe für eine Antikoagulation liegen vor.


[x]

Die Ergebnisse der vorliegenden Untersuchung ermöglichen eine verbesserte Operationsindikation sowie eine verbesserte Operationsstrategie. Zudem kann gesagt werden, dass bei niereninsuffizienten Patienten nicht zu lange mit einer anstehenden Operation gewartet werden darf.

[i]

[Seite 9 („2. Herleitung einer Aufgabenstellung“)]

- Ziel der vorliegenden Untersuchung ist es, durch Bearbeitung eines möglichst großen Patientenkollektives von herzoperierten terminal niereninsuffizienten Patienten wissenschaftlich relevanteres Datenmaterial zu erlangen.

- Aus den zur Verfügung stehenden Daten des untersuchten multizentrischen Patientenkollektives sollen die Determinanten der Langzeitüberlebensrate analysiert werden.


[Seite 16 („4 Ergebnisbeschreibung“)]


Für das Gesamtkollektiv werden von 522 Patienten Daten erfasst, 60 von diesen Patienten starben perioperativ. Von 423 Patienten konnten Daten für das Langzeit follow-up akquiriert werden.

Für das Deutsche Herzzentrum Berlin sind 121 Patienten in die Auswertung eingegangen, die perioperative Mortalitätsrate betrug 21 Patienten. Von 94 Patienten konnten Daten für das long term follow-up ermittelt werden.


[ii]

[Seite 27 („4 Ergebnisbeschreibung“)]

In der vorliegenden Untersuchung wird die perioperative Mortalität in Abhängigkeit von der durchgeführten Herzoperation (Typ) untersucht. Es zeigt sich, dass 7,67 % (n=25/326) der Koronaroperationen im Gesamtkollektiv perioperativ verstarben, im Vergleich zu 16,85 % (n=15/89) mit einer Einfachklappenoperation. Bei Patienten mit einem Kombinationseingriff (Koronar- und Klappenchirurgie) beträgt die perioperative Mortalität von 16,5 % (n=17/103). Ingesamt war die perioperative Mortalität im Gesamtkollektiv 11,5% (n= 60/ 522).


[iii]

[Seite 45 („5. Diskussion“)]

In der vorliegenden Arbeit wird die Frage der perioperativen Mortalität in Abhängigkeit von der Anzahl der Koronarbypässe untersucht. Hierbei findet sich perioperativ ein statistisch signifikanter Zusammenhang (p = 0,002 Mann-Whitney-test) zwischen einer steigenden Anzahl von koronaren Bypassgefäßen und dem perioperativen Tod der terminal niereninsuffizienten Patienten.


[iv]

[Seite 41 („5. Diskussion“)]

Bezüglich des Langzeitüberlebens werden die folgenden Einflussgrößen in Übereinstimmung mit der bisherigen Literatur auch in dieser Untersuchung gefunden: Alter, generalisierte Gefäßerkrankung sowie ein verbessertes Outcome bei Anwendung von arteriellen Grafts.


[Seite 57 („5. Diskussion“)]

Die Bedeutung der Verwendung der Arteria mammaria interna bezüglich der Langzeitüberlebensrate ist hier in dem vorgestellten Patientenkollektiv erstmals mit einem so hohen Signifikanzniveau belegt worden und entspricht der Annahme der Bedeutung dieses Bypassmaterials in der gängigen herzchirurgischen Literatur.

Weiter [sic] Untersuchungen sind notwendig, um die Überlegenheit der arteriellen Revaskularisation für dieses spezielle Patientenkollektiv zu verifizieren.


[Seite 59 („6. Zusammenfassung“)]

Positiv für das Langzeitüberleben des untersuchten Patientenkollektives stellte sich die Verwendung von arteriellen Bypassgefäßen, hier der Gebrauch der Arteria mammaria interna, dar.

Für das Langzeitüberleben war die Auswahl der Klappenprothese nicht von signifikanter Bedeutung. Dieses Ergebnis stellt die gängige Lehrmeinung aufgrund beobachteter akzelerierter Degeneration von Bioprothesen mechanische Klappen bei dialysepflichtigen Patienten zu wählen in Frage.


[v]

[Seite 44 („5. Diskussion“)]

In der hier vorliegenden multizentrischen deutschen Studie sind nur wenige Patienten ohne Herz-Lungen-Maschine operiert worden. Die Anzahl der operierten Patienten ist allerdings zu gering, um Schlussfolgerungen bezüglich der Komplikationsrate bei diesem Verfahren zu ziehen.


[vi]

[Seite 58 („6. Zusammenfassung“)]

Die Ergebnisse der statistischen Evaluierung (Multivariatanalyse) des Gesamtkollektives identifizierten erstmals folgende Faktoren als signifikante Parameter, die das Überleben von terminal niereninsuffizienten Patienten negativ beeinflussen:

- Alter

- Transfusion von mehr als 10 Einheiten

- Positive Familienanamnese für renale Erkrankungen

- Periphere arterielle Verschlusskrankheit

- Operation als Notfalleingriff.


[vii]

[Seite 38 („4. Ergebnisbeschreibung“)]

Aus den zur Verfügung stehenden Daten wurde ein Score-System für das Langzeitüberleben entwickelt. Der von dem Statistiker entwickelte Score sieht wie folgt aus:


[viii]

[Seite 53 („5. Diskussion“)]

Die Autoren beobachten - wie auch die Ergebnisse der bundesdeutschen Studie - keinen signifikanten Unterschied bezüglich der Überlebensrate in der Relation auf die Wahl des Prothesentyps.


[ix]

[Seite 54 („5. Diskussion“)]

Zum jetzigen Zeitpunkt ist nach der Analyse der vorliegenden Daten eher die Auswahl für eine Bioprothese zu favorisieren, sollten nicht andere Gründe für eine Antikoagulation, wie z.B. begleitende Herzrhythmusstörungen, vorliegen.


[x]

[Seite 59 („6. Zusammenfassung“)]

Die in der vorliegenden Untersuchung gefundenen Ergebnisse des bisher weltweit größten Patientenkollektivs mit dialysepflichtiger terminaler Niereninsuffizienz und herzchirurgischem Eingriff ermöglichen eine verbesserte Operationsindikation wie auch verbesserte Operationsstrategie.

Anmerkungen
  • Ein Zahlenwert weicht ab: Statt „7,67 %“ wird ein Anteil an „8,59 %“ perioperativ Verstorbenen genannt. Wie aus den Seiten 3, 37 und 45 der Dissertation von M.D. hervorgeht, stützt sich diese Prozentangabe auf die Quote 28/326 Patienten anstatt auf 25/326 bei Ehler (siehe dort S. 27, S. 42) bei gleichem Gesamtkollektiv. Dass möglicherweise drei Patienten erst nachträglich verstorben wären, könnte kaum einen Grund für diese Abweichung liefern, denn in beiden Arbeiten wird als "perioperativ" nur der der Zeitraum bis zu 30 Tagen nach der OP definiert und die Datenerhebung war nach Angaben von Ehler (2007) bereits im Jahr 2004 abgeschlossen.
  • Im Unterschied zu Ehler bevorzugt M.D. die äquivalente Bezeichnung „A. thoracica interna“ statt „Arteria mammaria interna“.
  • Der folgende Satz aus dem Kapitel 5 "Schlussfolgerungen" von M.D. findet sich zudem sehr ähnlich in der Quelle Mehlhorn et al. (2002): "Viele Studien zeigen, dass biologische Herzklappen die Prothesen der Wahl für Patienten mit einer TDNI sind, aufgrund der niedrigen Lebenserwartung dieser Patienten".
    Bei Mehlhorn et al. (2002) heißt es: "Aktuelle Studien legen jedoch nahe, dass biologische Herzklappen die Prothesen der Wahl für Patienten mit einer terminalen dialysepflichtigen Niereninsuffizienz sind, da bei der niedrigen Lebenserwartung dieser Patienten mechanische Prothesen mit signifikant höherem Risiko für schwere, antikoagulationsbedingte Blutungen behaftet sind (3, 17, 23)".
    Der Inhalt findet sich bei M.D. ähnlich auf S. 53 (Kap. 4 "Diskussion") mit weiteren Textübereinstimmungen zu Mehlhorn et al. (2002), siehe Fragment 053 18.
Sichter



Der Datenwert „-56“ kann einem Attribut des Datentyps Zahl nicht zugeordnet werden sondern bspw. der Datenwert „55“.

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