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Neurobiologische Wirkmechanismen antidepressiver Therapieverfahren

von Prof. Dr. Dr. Martin Ekkehard Keck

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[1.] Mek/Fragment 035 13 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2017-09-15 22:31:28 Schumann
Fragment, Gesichtet, Mek, SMWFragment, Schindele 2003, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
MekHunter
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 035, Zeilen: 13-30
Quelle: Schindele 2003
Seite(n): 038, Zeilen: 01-21
2.5.4 Forciertes Schwimmen (Forced Swimming)

Forciertes Schwimmen stellt ein ethologisch relevantes und komplexes Stressmodell dar, das nicht nur eine starke physische Belastung darstellt, sondern auch eine ausgeprägte emotionale Komponente beinhaltet. Es ist außerdem validiert für die Erfassung der Wirksamkeit antidepressiver Medikamente (Porsolt et al., 1978; Porsolt et al., 1979; Borsini & Meli, 1988; Cryan et al., 2002). Es besteht allgemeine Übereinstimmung, dass bei diesem Test eine gesteigerte Aktivität („Swimming", „Struggling“) eine aktive Stressbewältigungsstrategie widerspiegelt, während eine erhöhte Immobilität („Floating“) hinweisend für ein passives Bewältigungsverhalten ist. Das Versuchstier wurde aus dem Heimkäfig herausgenommen und für 5 Minuten in einen mit 23°C warmen Wasser gefüllten Schwimmbottich (50 cm hoher Plexiglaszylinder, Durchmesser: 30 cm) gesetzt. Der Bottich war bis auf 40 cm mit Wasser gefüllt. Somit war das Tier gezwungen, aktiv zu schwimmen („Swimming“, „Struggling“) oder sich passiv treiben zu lassen („Floating“). Nach dem 5-minütigen Schwimmen wurde die Ratte aus dem Wasser genommen, sorgfältig abgetrocknet und in ihren Heimkäfig zurückgesetzt. Das Schwimmverhalten der Tiere wurde während des Versuchs auf Video aufgezeichnet und später mit Hilfe eines Computerprogramms nach den drei charakteristischen Verhaltensweisen [ausgewertet:]


Porsolt, R.D., Anton, G., Blavet, N. & Jalfre, M. (1978) Behavioural dispair in rats: a new model sensitive to antidepressant treatments. European Journal of Pharmacology, 47, 379-391.

Porsolt, R.D., Bertin, A., Blavet, N., Deniel, M. & Jalfre, M. (1979) lmmobility induced by forced swimming in rats: effects of agents which modify central catecholamine and serotonin activity. European Journal of Pharmacology, 57, 201-210.

Borsini, F. & Meli, A . (1988) Is the forced swimming test a suitable model for revealing antidepressant activity? Psychopharmacology, 94, 147-160.

Cryan, J.F., Markou, A. & Lucki , I. (2002) Assessing antidepressant activity in rodents: recent developments and future needs. Trends in pharmacological sciences, 23, 238-245.

2.5 Verhaltenstest: Schwimmstressor („Forced swimming”)

„Forced swimming“ stellt ein ethologisch relevantes und komplexes Stressormodell dar, das nicht nur eine starke physische Belastung darstellt, sondern auch eine ausgeprägt emotional­psychische Komponente beinhaltet (Abel, 1994; West, 1990). Es ist außerdem validiert für die Erfassung der Wirksamkeit antidepressiver Therapieverfahren wie die Gabe von Antidepressiva, Elektrokrampftherapie und repetitive transkranielle Magnetstimulation (Borsini & Meli, 1988; Keck et al., 2000b; Lucki, 1997; Porsolt et al., 1977). Es besteht allgemeine Übereinstimmung, dass bei diesem Test eine gesteigerte Aktivität („Swimming“, „Struggling“) eine aktive Bewältigungsstrategie widerspiegelt, während eine erhöhte Immobilität („Floating“) hinweisend für ein passives Bewältigungsverhalten ist (Keck et al., 2000b).

Das Versuchstier wurde aus dem Heimkäfig herausgenommen und für 5 Minuten in einen mit 23 °C warmen Wasser gefüllten Schwimmbottich (50 cm hoher Plexiglaszylinder, Durchmesser: 30 cm) gesetzt. Der Bottich war bis auf 40 cm mit Wasser gefüllt. Somit war das Tier gezwungen aktiv zu schwimmen („Swimming“, „Struggling“) oder sich passiv treiben zu lassen („Floating“). Die Mikrodialyse fand auch während des Schwimmens statt. Nach dem 5-minütigen Schwimmen wurde die Ratte aus dem Wasser genommen, sorgfältig abgetrocknet und in ihren Heimkäfig zurückgesetzt.

Das Schwimmverhalten der Tiere wurde während des Versuchs auf Video aufgezeichnet und später mit Hilfe eines Programms am Computer nach den drei charakteristischen Verhaltensweisen ausgewertet: [...]


Abel E L (1994) A further analysis of physiological changes in rats in the forced swim test, in: Physiology & Behavior 56: 795-800.

West A p (1990) Neurobehavioral studies of forced swimming. The role of learning and memory in the forced swim test, in: Progress in Neuro-Psychopharmacology & Biological Psychiatry 14: 863-877.

Borsini F und Meli A (1988) Is the forced swimming test a suitable model for revealing antidepressant activity?, in: Psychopharmacology 94: 147-160.

Keck M E, Engelmann M, Müller M B, Henniger M S H, Hermann B, Rupprecht R, Neumann I D, Toschi N, Landgraf R und Post A (2000b) Repetitive transcranial magnetic stimulation induces active coping strategies and attenuates the neuroendocrine stress response in rats, in: Journal of Psychiatrie Research 34: 265-276.

Lucki I (I 997) The forced swimming test as a model for core and component behavioral effects of antidepressant drugs, in: Behavioural Pharmacology 8. 523-532.

Porsolt R D, Le Piechon M und Jalfre M (1977) Depression. A new animal model sensitive to antidepressant treatments, in: Nature 266: 730-732.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
Schumann


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