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Neurobiologische Wirkmechanismen antidepressiver Therapieverfahren

von Prof. Dr. Dr. Martin Ekkehard Keck

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[1.] Mek/Fragment 085 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2017-08-30 14:48:20 Schumann
Fragment, Gesichtet, Mek, SMWFragment, Schindele 2003, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
MekHunter
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 085, Zeilen: 03-18
Quelle: Schindele 2003
Seite(n): 011; 026, Zeilen: 011:03-07,13-21; 026:02-07
Benzodiazepine gehören zu den am häufigsten verordneten Arzneimitteln. Auf Grund ihrer anxiolytischen und entspannenden Wirkung werden sie bevorzugt bei Angst als Leitsymptom verschiedener Angsterkrankungen und affektiver Störungen sowie bei Erregungs- und Anspannungszuständen eingesetzt. Ein klassischer Vertreter dieser Stoffgruppe ist Temazepam, das beim Abbau von Diazepam in einem Nebenstoffwechselweg entsteht. Eine gewisse Sonderstellung nimmt Alprazolam ein, das auf Grund des Triazolringes als Triazolobenzodiazepin bezeichnet wird: Dieser Substanz wurde von verschiedenen Autoren (Dawson et al., 1984; Birkenhäger et al., 1995) eine antidepressive, d.h. stimmungsaufhellende und antriebssteigernde, Wirkung zugeschrieben. Deshalb wird Alprazolam teilweise auch in der Therapie der Depression eingesetzt, v.a. bei depressiven Episoden, welche mit ausgeprägten Angstsymptomen verbunden sind oder eine Komorbidität mit Angsterkrankungen aufweisen. In der vorliegenden Studie wurde auf verschiedenen neuroendokrinen Ebenen der Einfluss des Triazolobenzodiazepins Alprazolam und des Benzodiazepins Temazepam auf die durch den Verhaltensstressor des Forced Swimming verursachte Aktivierung der HPA-Achse untersucht.

Dawson, G.W. , Jue, S.G. & Brogden, R.N. (1984) Alprazolam: a review of its pharmacodynamic properties and efficacy in the treatment of anxiety and depression. Drugs, 27, 132-147.

Birkenhäger, T.K., Moleman, P. & Nolen, W.A. (1995) Benzodiazepines for depression? A review of the literature. International Clinical Psychopharmacology, 10, 181-195.

[Seite 011]

Die Benzodiazepine besitzen ein weites Feld der Indikationen (Forth et al., 1998) in der Psychiatrie, der Neurologie, der Anästhesie und der Inneren Medizin. Sie gehören deshalb zu den am häufigsten verordneten Arzneimitteln. Auf Grund ihrer anxiolytischen und entspannenden Wirkung werden sie bevorzugt bei Angst als Leitsymptom verschiedener Angsterkrankungen und affektiver Störungen sowie bei Erregungs- und Anspannungszuständen eingesetzt.

[...] Ein klassischer Vertreter dieser Stoffgruppe ist Temazepam, das beim Abbau von Diazepam in einem Nebenstoffwechselweg entsteht. Eine gewisse Sonderstellung nimmt Alprazolam ein, das auf Grund des Triazolringes ein sog. Triazolobenzodiazepin1 ist: Dieser Substanz wurde von verschiedenen Autoren (Birkenhäger et al., 1995; Dawson et al., 1984; O'Connor et al., 1985; Von Voigtlander & Straw, 1985) eine antidepressive, d.h. stimmungsaufhellende und antriebssteigernde Wirkung zugeschrieben. Deshalb wird es bei Depressionen eingesetzt, v. a. bei depressiven Episoden, welche mit ausgeprägten Angstsymptomen verbunden sind oder eine Komorbidität mit Angsterkrankungen aufweisen.

[Seite 026]

Die beschriebenen Sachverhalte bilden den Hintergrund für die Aufgabenstellung der vorliegenden Arbeit: Sie untersucht auf verschiedenen neuroendokrinen Ebenen den Einfluss des Triazolobenzodiazepins Alprazolam, dem von verschiedenen Autoren eine antidepressive Wirkung zugeschrieben wird (Birkenhäger et al., 1995; Dawson et al., 1984; O'Connor et al., 1985; Von Voigtlander & Straw, 1985), und des Benzodiazepins Temazepam auf die durch den Verhaltensstressor des „Forced swimming“ verursachte Aktivierung der HPA-Achse.


1 Die Strukturformeln der beiden Benzodiazepine finden sich im Kapitel 2.4 „Verwendete Substanzen".


Forth W, Henschler D, Rummel W und Starke K (Hrsg.) (1998) Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie, Spektrum Akademischer Verlag, 7. Auflage, Heidelberg, Berlin, Oxford.

Birkenhäger T K, Moleman P und Nolen W A (1995) Benzodiazepines for depression? A review of the literature, in: International Clinical Psychopharmacology 10: 181-195.

Dawson G W, Jue S G und Brogden RN (1984) Alprazolam. A review of its pharmacodynamic properties and efficacy in the treatment of anxiety and depression, in: Drugs 27: 132-147.

O'Connor W T, Earley B und Leonard B E (1985) Antidepmssant properties of the triazolobenzodiazepines alprazolam and adinazolam. Studies on the olfactory bulbectomized rat model of depression, in: British Journal of Clinical Pharmacology 19: 45-56.

Von Voigtlander P F und Straw R N (1985) Alprazolam. Review of pharmacological, pharmacokinetic, and clinical data, in: Drug Development Research 6:1-12.

Anmerkungen

Anfang (und größter Teil) des Kapitels "4.2.1 Ausgangspunkt und Fragestellung".

Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle.

Sichter
Schumann


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