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Finanzmarktsimulation mit Multiagentensystemen. Entwicklung eines methodischen Frameworks

von Michael Heun

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Mh/Fragment 062 10 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:22:04 Kybot
Eisenführ Weber 2003, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Lukaluka, 88.15.22.221, Bummelchen, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 62, Zeilen: 8-27
Quelle: Eisenführ Weber 2003
Seite(n): 370, Zeilen: 3
Das Preference Reversal bzw. Präferenz-Umkehreffekt besagt, dass sich Präferenzen von Entscheidern in Abhängigkeit ihrer Bestimmungsprozedur verändern. [FN 362]

Der Referenzpunkt-Effekt stellt ein besonders wichtiges Phänomen der deskriptiven Entscheidungstheorie dar und ist integraler Bestandteil der Prospect Theory von Kahnemann und Tversky (1979). Er besagt, dass Ergebnisse von Alternativen nicht absolut, sondern relative zu einem Referenzpunkt bewertet werden. [FN 363] Beispielsweise bewerten Anleger auf Finanzmärkten den aktuellen Kurs ihrer Wertpapiere relativ zu ihrem Kaufkurs oder dem bisherigen Höchstkurs. [FN 364]

Nach dem Regret-Effekt bewerten Individuen ihre Entscheidungen ex post danach, was passiert wäre, wenn sie eine andere Entscheidung getroffen hätten. Grundlegende Annahme dabei ist, dass Menschen Emotionen in Verbindung mit ihren Entscheidungen erfahren. Daher fließen diese aus einem Vergleich der realisierten mit der nicht getätigten Konsequenz resultierenden Emotionen zusätzlich zum eigentlichen Nutzen der Konsequenzen in die Bewertung der Entscheidung mit ein. Dabei wird versucht, eventuelles Bedauern zu vermeiden (Regret Avoidance). [FN 365]

Bei der Repräsentativitäts-Heuristik orientieren sich Entscheider zur Schätzung der Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses an repräsentativen Charakteristika der Grundgesamtheit. Dabei neigen Individuen auch dazu, individuelle Ansichten oder Erfahrungen als repräsentativ anzusehen, unabhängig davon, ob dies tatsächlich der Fall ist. [FN 366] Dies kann zu systematischen Verzerrungen in den Entscheidungen führen, insbesondere dann, wenn [diese als repräsentativ interpretierten Charakteristika nicht den tatsächlichen a priori gegebenen Wahrscheinlichkeiten entsprechen. [FN 367] ]

[FN 362] Vgl. Lichtenstein und Slovic (1971) sowie Grether und Plott (1979).

[FN 363] Vgl. Oehler (1992), S. 104

[FN 364] Vgl. Odean (1998a).

[FN 365] Vgl. dazu auch die Regret Theory nach Loomes und Sugden (1982).

[FN 366] Vgl. Oehler (1992), S. 102 sowie Shiller (1998), S. 10.

[Fn 367] Vgl. Kahneman und Tversky (1972) sowie Tversky und Kahneman (1983).

Preference Reversal

Präferenzen können sich in Abhängigkeit von ihrer Bestimmungsprozedur so verändern, daß [...]. So fanden Lichtenstein und Slovic (1971), daß [...]. Vgl. auch Grether und Plott (1979).

Referenzpunkt-Effekt

Ein wichtiges Phänomen der deskriptiven Entscheidungstheorie ist die Tatsache, daß Entscheider die Ausgänge der zu Verfügung stehenden Alternativen relativ zu einem vorher gesetzten, individuellen Referenzpunkt bewerten. So bewerten Anleger den aktuellen Kurs ihrer Wertpapiere z.B. gerne relativ zu Ihrem Kaufkurs oder dem bisherigen Höchstkurs, vgl. Odean (1998a). Die Berücksichtigung des Referenzpunkts ist wichtiger Bestandteil der Prospect-Theorie von Kahnemann und Tversky (1979).Vgl. auch Abschnitt 14.2.4.

Regret-Effekte

Menschen beurteilen die Qualität ihrer Entscheidungen häufig danach, was passiert wäre, wenn sie eine andere Entscheidung getroffen hätten. Nach Loomes und Sugden (1982) basiert die Regret-Theorie dann auf zwei fundamentalen Annahmen. Zum einen erfahren Menschen Gefühle wie Bedauern und Freude, zum anderen antizipieren sie diese Gefühle, wenn sie Entscheidungen unter Unsicherheit treffen müssen. Folglich berücksichtigen sie die Emotionen, die aus einem Vergleich der realisierten mit der verpaßten Konsequenz resultieren, zusätzlich zum Nutzen der Konsequenzen und versuchen, Bedauern zu vermeiden. [...]

Repräsentativitäts-Heuristik

Menschen orientieren sich häufig an repräsentativen Charakteristika der Grundgesamtheit, um die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses zu schätzen. [...] Diese Heuristik kann aber zu Verzerrungen und somit falschen Entscheidungen führen, wenn die Charakteristika nicht die tatsächlichen - a priori gegebenen - Wahrscheinlichkeiten widerspiegeln. Vgl. dazu Kahneman und Tversky (1972), Tversky und Kahneman (1983) sowie Abschnitt 7.5.3.

Anmerkungen

Inhaltlich stammt bis auf kurze Einschübe alles aus Eisenführ Weber 2003, auch die meisten Quellenverweise wurden übernommen. Man beachte allerdings FN 336 auf Seite 58, die sich auf das gesamte folgende Kapitel beziehen soll: "In Anlehnung an Eisenführ und Weber (2003), S. 366ff. sowie Roßbach (2001), S. 13f.". Dieser Quellenverweis ist jedoch nicht ausreichend, da die Übernahmen zum Teil wörtlich sind und auch die meisten Literaturverweise in den Fußnoten mitübernommen wurden.

Sichter
Bummelchen Hindemith (leicht erweitert)


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Hindemith, Zeitstempel: 20120123230944

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