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Finanzmarktsimulation mit Multiagentensystemen. Entwicklung eines methodischen Frameworks

von Michael Heun

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Mh/Fragment 103 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-10-22 20:05:12 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Lukaluka, Guckar, Hindemith, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 103, Zeilen: 1-26
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 32,33, Zeilen: 11-27; 1-26
[Unter dem Begriff des Neoinstitutionalismus werden neuere Ansätze subsummiert, deren zentrale Idee darin besteht, den Tauschakt zwischen verschiedenen Partnern in den Fokus theoretischer Überlegungen zu rücken. Während die neoklassische Theorie im Rahmen] eines Gleichgewichtsmodells davon ausgeht, dass der Markt den Tauschvorgang selbst regelt, [FN 74] wird in den Modellen der neuen Institutionenökonomik versucht, einer tatsächlichen heterogenen Informationsstruktur Rechnung zu tragen, bei der die Annahmen eines vollkommenen und vollständigen Marktes obsolet werden. [FN 75] Institutionen werden dabei als Konstrukte verstanden, die die Funktion erfüllen, zur Überwindung möglicher Folgen einer asymmetrischen Informationsverteilung und der Probleme von Vertragsbeziehungen einen entscheidenden Beitrag zu leisten. [FN 76]

Die meisten Modelle befassen sich mit Gleichgewichtssituationen auf Märkten, es wurde jedoch auch eine Reihe einzelwirtschaftlicher Ansätze entwickelt. [FN 77] Zu den klassischen Ansätzen der neuen Institutionenökonomik gehören insbesondere die nachfolgend aufgeführten:

  • In der Property-Rights-Theory werden anstelle von realen Gütern auf Märkten Rechte gehandelt, z. B. Verfügungs- oder Handlungsrechte. Die dazugehörige Institution ist der Vertrag, in dem die Rechte und Pflichten der Vertragspartner geregelt sind. [FN 78]
  • Der Transaktionskostenansatz analysiert die Auswirkungen von Transaktionskosten. Dabei kann das Einschalten einer Institution negativ im Sinne der Erhöhung von Transaktionskosten sein. Andererseits kann der Einsatz von Institutionen auch zu einer Verringerung der Transaktionskosten führen. [FN 79]
  • Im Rahmen der Informationsökonomie werden die Annahmen der Neoklassik der vollständigen und symmetrischen Informationsverteilung aufgehoben. Bei Vorliegen von unvollständiger Information entsteht eine Unsicherheitssituation, bei der entschieden werden muss, ob und welche Kosten zur Informationsbeschaffung aufgewendet werden sollen. Bei asymmetrischer Information können dem geringer informierten Akteur Kosten zur Reduktion des Informationsvorsprungs eines anderen Akteurs entstehen. [FN 80]


[FN 74] Vgl. Oehler (2000a), S. 979; Oehler (2002), S. 845; Schmidt (2003), S. 28f.; Terberger (1994), S. 21ff. sowie ausführlich mit Beispielen Milgrom und Roberts (1992), S. 57ff.

[FN 75] Vgl. Schmidt und Terberger (1997), S. 386ff.; Erlei et al. (1999), S. 47ff.; Richter und Furubotn (1999), S. 287ff. sowie Schauenberg (1998), S. 25f.

[FN 76] Vgl. Erlei et al. (1999), S. 23ff.; eine Systematisierung von Institutionen hinsichtlich unterschiedlicher Ebenen gibt Erlei (1998), S. 148.

[FN 77] Vgl. etwa den Überblick bei Peters (1995), S. 3f.

[FN 78] Vgl. im Original Coase (1960) und ausführlich bei Schmidt und Terberger (1997), S. 97; Steiner (1998), S. 103f. sowie Terberger (1994), S. 47ff.

[FN 79] Vgl. Coase (1975); Alchian und Demsetz (1972); Williamson (1975); Erlei et al. (1999), S. 70ff.; Erlei (1998), S. 30ff. sowie Richter (1994), S. 5ff.

[FN 80] Vgl. Stiglitz (1987); Schauenberg (1998), S. 34ff.; Schulz (2002) sowie Peters (1995), S. 3f.

Wesentlicher Aspekt der Neuen Institutionenökonomik ist die Idee, den Tauschakt zwischen verschiedenen Partnern und insbesondere deren Kooperation in das Zentrum theoretischer Überlegungen zu rücken. Die neoklassische Theorie geht im Rahmen des Gleichgewichtsmodells davon aus, daß der Markt selbst den Tauschvorgang regelt (unendlich schneller Prozeß) und eine Kooperation der Vertragspartner u.a. wegen homogener Informationsstände nicht stattfinden muß. [FN 4] Berücksichtigt man nun die tatsächlich heterogene

Informationsstruktur - die bewertungsrelevanten Eigenschaften der gehandelten Güter und die ordnungsgemäße Vertragsabwicklung betreffend - der Marktteilnehmer und gleichzeitig auch die Existenz von potentiellen Konflikten, die aus dieser Informationsstruktur aber auch aus den unterschiedlichen Interessen resultieren können, wird die Annahme des vollkommenen und vollständigen Marktes der Neoklassik obsolet. [FN 5] Die Folge ist daher die Notwendigkeit einer Theorie, die Vertragsbeziehungen zwischen den Partnern darstellt. Dabei können Institutionen dazwischengeschaltet werden, deren Schaffung und Nutzung den Einsatz sogenannter Transaktionskosten erfordert. Institutionen sind dabei als Konstrukte zu verstehen, die die Funktion erfüllen, zur Überwindung der Folgen asymmetrischer Informationsverteilung und der Probleme von Vertragsbeziehungen beizutragen. [...]. [FN 1b]

Zu den verschiedenen Ansätzen, die unter dem Begriff der Neuen Institutionenökonomik firmieren, zählen insbesondere die folgenden:

  • die Property-Rights-Theory. [FN 2b] statt tatsächlicher Güter werden nach dieser Theorie auf Märkten verschiedene Rechte gehandelt, z.B. Verfügungs- oder Handlungsrechte, [...] Die dazugehörige Institution ist der Vertrag, in dem Rechte und Pflichten der Vertragspartner geregelt werden. [...]
  • der Transaktionskostenansatz. [FN 3b] die oben genannte Vertragsgestaltung ist nur ein Beispiel für Ursachen von Transaktionskosten. Solche Kosten entstehen generell beim Einschalten einer Institution und wirken prinzipiell negativ. Durch den Einsatz von Institutionen kann die Summe der Transaktionskosten aber auch geringer sein als ohne.
  • die Informationsökonomie: [FN 4b] im Gegensatz zur Neoklassik wird hier die Annahme der vollständigen und symmetrischen Informationsverteilung aufgehoben. Bei unvollständiger Information entsteht für einen Entscheider eine Situation unter Unsicherheit, bei der er überlegen muß, ob und wenn ja, wie viele Kosten zur Informationsbeschaffung er aufwenden will. Bei asymmetrischer Verteilung entstehen ebenfalls Kosten, wenn der geringer informierte Partner solche aufwenden möchte, um den Informationsvorsprung des anderen zu reduzieren.


[FN 4] Vgl. OEHLER (2000b), S. 979; OEHLER (2002a), S. 845; TERBERGER (1994), S. 21ff.; ausführlich mit Beispielen MILGROM/ROBERTS (1992), S. 57ff.

[FN 5] Zum folgenden s. SCHMIDT/TERBERGER (1997), S. 386ff.; ERLEI/LESCHKE/SAUERLAND (1999), S. 47ff; RICHTER/FURUBOTN (1999), S.287ff.; SCHAUENBERG (1998), S. 25f.

[FN 1b] Vgl. ERLEI/LESCHKE/SAUERLAND (1999), S. 23ff.; eine Systematisierung der Institutionen bezüglich verschiedener Ebenen in ERLEI (1998), S. 148.

[FN 2b] Vgl. im Original COASE (1960) und im weiteren bei SCHMIDT/TERBERGER (1997), S.397; STEINER (1998), S. 103f.; TERBERGER (1994), S. 47ff.

[FN 3b] Im Original bei COASE (1975); ALCHIAN/DEMSETZ (1972) und WILLIAMSON (1975); Vgl. auch ERLEI/LESCHKE/SAUERLAND (1999), S. 70ff; ERLEI (1998), S. 30ff.; RICHTER (1994), S: 5ff.

[FN 4b] S. STIGLITZ (1987); Vgl. auch SCHAUENBERG (1998), S. 34ff.; SCHULZ (2002); PETERS (1995), S. 3f.

Anmerkungen
  • Inhalt übernommen und leicht umgebaut, mit kürzeren Auslassungen
  • Fast der gesamte Fußnotenapparat ist aus der Quelle übernommen, wobei FN 77 nicht aus der Quelle stammt, und ein Verweis auf Schmidt 2003 (S 28f) in die FN 74 aufgenommen wurde.
    • In der FN 78, wird in der Dissertation für die Referenz Schmidt und Terberger (1997) die Seite 97 angegeben. Korrekt ist allerdings die Quelle, denn dort ist die Seite 397 angegeben, und auf dieser Seite findet sich bei Schmidt/Terberger eine Beschreibung der Property-Rights-Theorie, auf Seite 97 aber nicht.

Der Verweis auf Schmidt 2003 ist inadäquat:

  • es wird auf S 28f verwiesen, die Übernahme ist aber von den Seiten 32 und 34
  • Der Verweis bezieht sich nur auf einen kleinen Abschnitt am Anfang
  • In der FN 74 finden sich noch 4 weitere Quellenverweise.
Sichter
Guckar


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Lukaluka, Zeitstempel: 20120117083504

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